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  • #1

Geburtserlebnis als Grenzerfahrung

Hallo,
ich (29) habe eine fast 2jährige Tochter und jetzt hatten wir in der Kinderkrippe das Thema Geburtserlebnis. Anfangs wollte keine sich so direkt dazu äussern, doch je länger wir redeten umso offener und freier wurden wir. Eine Mama etwas jünger als ich, meinte trocken, von Ihr war im Kreißsaal kaum was zu hören und sie hatte überhaupt keinen Grund, während der Geburt "lauter" zu werden und natürlich alles ohne Schmerzmittel.
Ich war baff und schwieg dazu, weil ich mir in der heissen Phase wirklich die Seele aus dem Leib geschrien haben muss. Für die PDA war es leider schon zu spät, und die Hebamme meinte am nächsten Tag, kein falsche Scham, wir hören tagtäglich Frauen im Kreißsaal und jede 2te wird auch laut
dabei.
Sie kann aber auch die Frauen verstehen, die sich im Vorfeld einen Kopf darum machen, weil eine natürliche Geburt eine Art Grenzerfahrung darstellt und für viele Frauen auch mit einem Kontrollverlust der Sinne verbunden ist.
In unserem KH kursiert unter den Hebammen daher der Spruch, wenn der Mund aufgeht - geht die Geburt voran...
Gebt mal eure Erfahrungen dazu, hat meine Hebamme recht mit dem was sie sagt und was meint ihr zu der Mama, die laut ihrer Aussage leise gewesen sein will, meint ihr sie flunkert nur oder habt ihr auch den Kreißsaal zusammengeschrien, und nachher gedacht wow wie peinlich, das geht keinen was an?
 
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  • #2
Kreissaal zusammenschreien? Nein :) Ich habe noch nie wo geschrien. Ich persönlich bin sehr schmerzresistent, zumindest sagt man mir das immer nach. Ich würde nie einen Mucks von mir geben, nicht mal wenn man mir einen Arm abhackt oder wenn ich die Hölle leide. Habe das oft so erlebt, sei es bei Ärzten, bei der Geburt, beim Frauenart beim Spirale einlegen, beim Wurzelbohren beim Zahnart oder sonstwo. Ich bin vom Wesen her sehr ruhig und würde mir nie einen Ton oder Schmerz anmerken lassen, weil mir das einfach peinlich ist. Lieber heule ich hinterher wenn ich alleine bin.
Also ja, man kann durchaus eine Geburt haben, ohne laut zu werden (vermutlich ist es aber selten).

Trotzdem musst du dich für deine Schmerzen nicht schämen. Ist doch absolut nichts Schlimmes! Ich habe schon Leute schreien hören, das war echt abnorm und ging an die Taubheitsgrenze.
 
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  • #3
Es gibt auch Frauen und oder Kinder, die eine Geburt nicht überleben, also schon irgendwie Grenzerfahrung, auch wenn es statistische Ausreißer in die andere Richtung gibt.
 
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  • #4
Dass Du Dir das so reinziehst und fast schon Schuldgefühle hast, weil Du geschrien hast und die andere Mutter eben nicht!?
Versteh ich nicht!
Also ich habe 2 Kinder bekommen und beim 1 gar nicht geschrien und beim zweitens gebrüllt wie ne Verrückte, weil ich dachte, ich zerreiße in 2 Hälften.
Ich habe bei beiden Geburten ne ganze Zeit lang im Kreißsaal gelegen und nebenan andere werdende Mütter brüllen hören.
Was solls?
Jede Geburt ist anders, das kriegt man doch von Anfang an von den Hebammen gebetsmühlenartig vorgebetet. Aber sie haben recht. Du bist Du und die andere Mutter ist so.
Und mal ganz ehrlich - Mütter unter sich (ich bin auch Mutter, trotzdem!!) sind doch oft das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
Es geht doch schon während der SS los - die eine hat gar keine Beschwerden und die andere kann ab der 20. SSW nicht mehr laufen, die eine eine hat ein Traumkind, das gleich durchschläft, die andere eines, was mit 2 Jahren noch 3x die Nacht kommt - und die Traumkindmutter muss dann unbedingt der Schreikindmutter weißmachen, dass diese irgendwas falsch macht.
Und Du überlegst nun, ob die andere Mutter gelogen hat oder ob Du nun zu viel geschrien haben könntest.
Glaube nicht, dass sie gelogen hat, beim 2. Kind brauchte ich bis zu den Presswehen auch kein Schmerzmittel, ich konnte es gut veratmen. Nicht jede Mutter schreit, hab ich wie gesagt beim 1. Kind auch nicht.
Ich verstehe allerdings nicht, wieso Du Dich deswegen so schlecht fühlst, dass du sogar hier bei EP nachfragen musst....scheint Dich ja mächtig zu verunsichern!? :)

w,40
 
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  • #5
Gebt mal eure Erfahrungen dazu, hat meine Hebamme recht mit dem was sie sagt und was meint ihr zu der Mama, die laut ihrer Aussage leise gewesen sein will, meint ihr sie flunkert nur oder habt ihr auch den Kreißsaal zusammengeschrien, und nachher gedacht wow wie peinlich, das geht keinen was an?

Neben mir, im gleichen Zimmer (getrennt durch einen Vorhang - wegen Umbau des Kreissaales), schrie eine Frau so dermaßen - ich kann das 19 Jahre später noch fast hören. Sie schrie Sätze wie "Doktor gib mir eine Spritze, ich will sofort sterben" "Doktor bring mich um damit es vorbei ist". Mir ging das mit meinen 21 Jahren durch Mark und Bein.Selber war ich eher leise, also habe nicht geschrieen. Wie auch, hätte mich nicht mal selber hören können durch das Geschrei der anderen Frau :).

Was wirklich zählt ist ein gesundes Kind und eine gesunde Mutter, und etwas zynisch "ein Kreissaal in dem keine andere Frau gleichzeitig ihr Kind bekommt :)" Dann kann jeder so viel schreien oder leise sein wie er will.
 
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  • #6
Ah ja, mal wieder dieser Konkurrenzkampf unter Müttern...wer war am tapfersten, am stärksten, hat einen 10-Pfünder ohne PDA natürlich zur Welt gebracht?
Ich finde dieses Gehabe einfach schrecklich, und rede gar nicht über so intime Sachen. Wie ich die Geburt unseres Kindes erlebt habe, geht nur mich und meinen Mann was an.
 
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  • #7
Also ich (w, 37) habe 2 Kinder, mit 23 (als Jurastudentin noch) und mit 33 Jahren bekommen, ich bin eine sehr temperamentvolle und stimmkräftige Frau. Beide Geburten gingen sehr schnell, Blasensprung war schon vorher, somit also keinerlei Schmerzdämpfer mehr da. Die erste dauerte 7 Stunden, die zweite 2,5 Stunden, es war so dermaßen schmerzhaft und anstrengend, dass ich genau aus dem Grund keinerlei Laut von mir geben wollte, um noch genug Kraft zum pressen und schieben zu haben. Beide Geburten waren in Geburtshäusern, davon die letzte eine Wassergeburt, ohne jegliche Schmerzmittel und mit Dammriss 2. Grades. Bei der letzten habe ich sehr viel Blut verloren, was aber leider wegen der großen Wassermengen nicht auffiel und mir fast das Leben gekostet hätte. Somit kann ich definitiv bejahen, dass trotz Nichtschreien eine Geburt eine absolute Grenzerfahrung darstellt, auf der Folterskala ist es wohl 9 bis 10 von 10, von der Stärke her.
 
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  • #8
mach doch beim nächsten Mal einen Hypnobirthing Kurs oder sowas ähnliches

Ich habe auch ziemlich laut geschrieen, ich fand das hilfreich um die Wehen auszuhalten.
 
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  • #9
Die Schmerzen damals waren dermaßen grausam, dass ich mir tiefinnerlich gewünscht hatte, die nächste Sekunde nicht mehr erleben zu müssen.

Die Hebamme war ein etwas älteres Modell und der Meinung, frau weiss ja, was sie erwartet, wenn sie mit ihrem Mann ..... (sie hat das sehr deutlich gesagt), also soll frau sich auch zusammenreissen und nicht rumjammern.
Selbst wenn ich hätte schreien wollen, ich hätte mich nicht getraut.

Je stärker die Schmerzen, desto mehr verkrieche ich in mir selbst - und war nicht mehr in der Lage, an irgendeine Atmung oder Pressen zu denken, all das habe ich tatsächlich dann auch nicht gemacht, dass mussten dann die Ärzte und die Hebammen für mich tun.

Heute würde ich mir den Mund nicht mehr verbieten lassen, bei derartig starken Schmerzen und mich nicht schämen, zu brüllen, dass die Wände wackeln!

Der Schock dieser Geburt hat 20 Jahre angehalten. Erst dann habe ich mich getraut, nochmal ein Kind zu bekommen und hatte zum Glück einen Kaiserschnitt.
 
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  • #10
Ich verstehe das Ziel von solchen Gesprächen in dem Kindergarten / Kinderkrippe nicht. Nur, weil alle Frauen aus dieser Gruppe relativ zeitgleich Mutter geworden sind, muss sie doch nichts Besonderes verbinden. Warum also soll man in der Gruppe - in der sich vielleicht Menschen befinden, die man nicht mag - von dem sehr persönlichen Geburtserlebnis berichten?

Abgesehen davon, Geburten sind recht unterschiedlich und wenn dann Frau und Kind(er) gesund sind, ist es doch gut.
 
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  • #11
Ach, diese Verherrlichung der natürlichen Geburt geht mir eh total auf die Nerven. Warum soll ich mir solche Höllenqualen antun, wenn ich es doch ungefährlicher und sicherer mit einem Kaiserschnitt haben kann? Natürlich birgt dieser auch Risiken, allerdings eher für die Mutter als das Kind. Man lässt sich doch auch nicht den Blinddarm entfernen oder die Weisheitszähne ziehen, ohne sich vorher narkotisieren zu lassen. Mein Mann und ich haben uns damals gemeinsam für einen WKS entschieden, und unser Sohnemann ist ein cleveres, gesundes Kerlchen. Dafür hat unser Sexleben nicht unter Geburtsverletzungen, Weite etc gelitten...und falls mein Sohn sehen will, wo er rauskam, kann ich ihm stolz die dünne, feine Narbe zeigen :)
 
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  • #12
Liebe FS,

es ist echt spannend, was das Dogma der natürlichen Geburt oder die Verherrlichung des "ungefährlichen " Kaiserschnitts hier für Runden macht.
Jede Frau entscheidet sich für ihren Weg und findet ihn entweder allein oder mit Unterstützung von Mann und Hebamme. Ich habe drei mal entbunden (ein Kaiserschnitt wäre für mich nur aus medizinischer Notwendigkeit in Frage gekommen; Gründe gibt es vielschichtige) und dabei sehr viel erlebt. Tatsächlich ist eine Geburt eine Grenzerfahrung. Die Antwort der schmerzresistenten Dame fand ich interessant; sie schreibt leider nicht, ob sie auch entbunden hat. Auch ich bin ziemlich belastbar, sowohl körperlich als auch seelisch und auch was Schmerzen betrifft.
Als ich aber bei der ersten Geburt nach 44 Std kreisen einen Geburtsstillstand auf Beckenbodenhöhe hatte, habe ich mir bei den anschließenden Wehen (und dem Dammriß bei Saugglockeneinsatz) die Seele aus dem Leib geschrieen. Dafür habe ich mich nicht geschämt und würde es auch nie tun.
Auch wenn die beiden weiteren Geburten dann schneller und leichter waren, gebrüllt habe ich immer bei den Presswehen und es hat mich erleichtert. Verkniffener Mund und angestrengter Muttermund wird tatsächlich nicht nur von der Hebemme der FS in Zusammenhang gebracht. So habe ich es erlebt und ich hatte ja auch mehrmals Gelegenheit, das auszuprobieren - zwar keine Doppelblindstudie - aber ich stimme dem Erleben zu.
Grundsätzlich halte ich solche Gespräche aber oft für unnötige Vergleiche, da es auch viel mit Lebenseinstellungen zu tun hat. Dass ich mich gegen einen Dammschnitt beim Einsatz der Glocke entschieden habe war auch nichts heroisches, sondern die Erfahrung, dass viele Frauen eher mit dem Schnitt Probleme haben, als mit einem Riss. Dank Hömöopathie konnte ich dann auch trotz Riesenriss am nächsten Tag im Schneidersitz stillen.
Ob man sich also für natürlich oder Schnitt, brüllen oder stillsein entscheidet, ist nicht nur eine Frage der Sozialisation und der Persönlichkeit, sondern auch des persönlichen Willens.
Wovor hat man mehr Angst: Vor dem Kontrollverlust, vor sich selbst oder vor der Meinung anderer?
Jede, wie sie will und jede, wie sie kann!
Der Vergleich mit dem Blinddarm hinkt m.E.: Da gibt es keine natürliche Alternative...
 
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  • #13
Ich bin die Dame mit dem WKS...
Klar gibt es zu OPs keine natürliche Alternative, aber ich frage mich, wieso gerade bei der Geburtshilfe immer alles so natürlich sein muss? In jedem medizinischen Bereich bedient man sich fortschrittlicher Methoden und Hilfsmittel, nur wenn es ums Gebären geht, zieht sich Frau am besten in eine Höhle im tiefsten Wald zurück, beißt die Nabelschnur selbst durch und isst die Nachgeburt...sorry für diesen überspitzen Vergleich, aber so kamen eigentlich alle Hebammen rüber, mit denen ich vor und nach meiner Schwangerschaft zu tun hatte!

Du hast recht, dass es die Wahl und das persönliche Empfinden einer jeden Frau ist, wie sie ihr Kind zur Welt bringen möchte. Sie sollte dabei jedoch völlige Entscheidungsfreiheit ohne jegliche Dogmen haben, da nun einmal beides -egal ob Natur oder Schnitt- Risiken bergen.
 
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  • #14
in der Kinderkrippe das Thema Geburtserlebnis.

Mir erschließt sich nicht, was das Thema in einer Kindergrippe zu suchen hat? Gelangweilte Mütter?

Die Geburt ist für jede Mutter ein persönliches Erlebnis, ob es eine Grenzerfahrung ist, sei dahingestellt.
Für mich war es keine. Ich habe meine drei Töchter auf natürlichem Weg geboren, ohne Geschrei und Gezeter, einfach deshalb, weil es mir nicht so weh getan hat, wie propagiert. Ich habe bei allen Kindern von der ersten Wehe an bis zur letzten Preßwehe max. 5 Stunden gebraucht.

Sicherlich hat das auch etwas mit der Einstellung zur Geburt zu tun. Ich hätte nur aus medizinischen Gründen einem Kaiserschnitt zugestimmt.

w/58
 
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  • #15
Schrecklich, diese Gespräche. Da merkt man, dass manche jungen Mütter zu viel Zeit haben.
Nein, ich bin kein Mann, ich bin eine 58jährige Mutter von 2 Kindern.
Jede Geburt ist anders und daher reagiert auch jede Frau anders. Und jede Frau darf auch anders reagieren, denn eine Geburt ist kein Leistungskampf, das ist eine sehr intime Angelegenheit, die zwischen der Mutter und dem Kind abkäuft. Vater, Arzt, Hebammen können Hilfestellungen geben, aber die Geburt machen letztendlich Mutter und Kind alleine.
Ein Kind kann einen Kopfumfang von unter 35 oder auch 39 cm haben. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Es gibt Frauen die leicht gebären, andere tun sich schwer. Also Kind und Mutter sind schon mal 2 Faktoren, die immer anders sind. Dann ist auch das Schmerzempfinden sehr unterschiedlich und je nach Kultur wird anders mit Schmerz umgegangen.
Es ist also völlig egal, ob man sich die Seele aus dem Leib schreit oder still das Kind aus dem Leib presst. Hebammen haben das schon erkannt, sie nehmen es so, wie es ist und werden einer Frau nicht das Schreien verbieten aber es auch nicht von ihr verlangen.
Also lasst doch dieses Konkurrenzdenken und freut euch einfach über euer Kind und das Erlebnis der Gebrurt, das für jede Mutter etwas ganz Einzigartiges ist.
 
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  • #16
was soll die komische Frage?

Deine Hebamme sagt, jede 2. Frau schreit, d.h. jede 1. schreit wohl nicht......

Wer sollte das besser als eine Hebamme wissen? Die Mutter, die sagt, sie hätte keinen Grund zum Schreien gehabt, stellst Du ganz niedlich in die Ecke flunkern. Gemeint ist ja wohl: gibt an, macht sich wichtig usw. ... was soll das?? Frage von einer Mutter mit 3 Kindern ohne jedes Geschrei bei irgendeiner Geburt, war bei der Entbindung meiner Schwester dabei, die hat auch nicht rumgeschrien...

w
 
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  • #17
Warum vergleichen sich Frauen derart nutzlos untereinander?
Eine Kollegin von mir wetterte immer gegen Frauen, die ihre Kinder per Wunschkaiserschnitt holen ließen. Diese, so ihr Argument, seien keine guten Mütter, da nicht "opferbereit".
Zufällig gab sie dann mal zu, dass sie seit ihren 3 natürlichen Geburten kaum lange schmerzfrei sitzen kann, weil die Nerven und die Muskulatur in der Dammregion dauerhaft geschädigt sind.
Soviel zu diesem seltsamen Thema^^
(w)
 
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  • #18
Warum vergleichen sich Frauen derart nutzlos untereinander?

Tja, die meisten Frauen haben in ihrem Leben nichts anderes auf die Reihe bekommen wie ihre Kinder. Wenn man sonst nichts hat mit dem man sich profilieren kann dann halt mit der Geburt. Ich sehe das sehr häufig bei Müttern. Die reden von Wundern, ihrer wahnsinnigen Leistung und denken dass sie und ihre Blagen das einzig seligmachende sind. Wenn man sie dann darauf hinweist dass jeden Tag Millionen von Frauen Kinder bekommen (in manchen Kulturen sogar 10 oder mehr), dann gucken sie einen nur dumm an.
So lang diese Frauen ihre Kinder als einzigen Lebensinhalt sehen wird sich daran auch nichts ändern.
Ob schreien oder nicht ist doch völlig egal. Hauptsache Kind und Mutter sind gesund. Wen interessieren die Randbedingungen?
 
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  • #19
Ich hab meine Tochter damals ziemlich ins Leben gebrüllt, diese Schmerzen- kein zweites mal. Ich hab noch eine Woche doppelt gesehen. Gut es gab auch viele Komplikationen, aber nach 17 Stunden war ich einfach nur froh, das es vorbei war. Kein Kind mehr. Das hab ich mir geschworen. Ich bewundere die anderen schon ein bischen, die, warum auch immer, das nicht so schmerzhaft empfinden oder auch wirklich weniger Schmerzen haben. Warum es bei dem einen so schmerzhaft ist und bei anderen nicht, das weiß ich nicht. Ich glaube aber beiden Seiten, das es so ist.
 
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  • #20
Tja, die meisten Frauen haben in ihrem Leben nichts anderes auf die Reihe bekommen wie ihre Kinder. Wenn man sonst nichts hat mit dem man sich profilieren kann dann halt mit der Geburt. Ich sehe das sehr häufig bei Müttern. Die reden von Wundern, ihrer wahnsinnigen Leistung und denken dass sie und ihre Blagen das einzig seligmachende sind. Wenn man sie dann darauf hinweist dass jeden Tag Millionen von Frauen Kinder bekommen (in manchen Kulturen sogar 10 oder mehr), dann gucken sie einen nur dumm an.
So lang diese Frauen ihre Kinder als einzigen Lebensinhalt sehen wird sich daran auch nichts ändern.
Ob schreien oder nicht ist doch völlig egal. Hauptsache Kind und Mutter sind gesund. Wen interessieren die Randbedingungen?

Sowas kann nur von einem kinderlosen Mann oder einer kinderlosen Frau kommen.
Natürlich kommen jeden Tag Millionen Kinder zur Welt und jeden Tag leiden Millionen Frauen an Schmerzen, die sich ein Mann nicht vorstellen kann. Ich habe Achtung vor jeder einzelnen dieser Millionen Frauen. Ihre Kinder sind keine "Blagen" und sie riskieren damit auch heute noch Gesundheit und teilweise ihr Leben, damit solche "Blagen" wie der poster oben hier so einen Blödsinn schreiben kann.
Ich bin auch der Meinung, dass es übertrieben ist, Geburten und die Schmerzen zu vergleichen. Jede Frau ist anders und jede Geburt ist anders, was soll das also? Aber eine Abwertung des Geburtserlebnisses ist das Allerletzte und zeugt von noch wesentich mehr Dummheit.

Egal wo auf der Welt ein Kind zur Welt kommt. Es ist immer ein Wunder und immer ein großes Erlebnis für die Mutter - ob in Mitteleuropa oder in Indien, China oder im tiefsten Busch.
 
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  • #21
Ich dachte eine Kinderkrippe dient dazu, daß dort Kinder betreut werden. Ich verstehe daher nicht so ganz warum dieses Thema in der Kinderkrippe behandelt wird - werden in dieser (Deiner) Kinderkrippe die Mütter betreut oder die Kinder? Ich würde auch nie auf die Idee kommen meine Geburtserlebnisse im Kreise anderer Frauen zu diskutieren oder zu vergleichen. Was interessiert es mich wieviel eine andere Frau während der Geburt schreit. Im Übrigen gibt es viele Wunder auf dieser Welt, das Wunder der Geburt ist eines davon aber ewig darüber sprechen muß ich wirklich nicht, gibt ja auch noch andere interessante Wunder.
 
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  • #22
Ich verstehe nicht warum du das Thema nach geschlagenen zwei Jahren nicht mal versenken kannst. Wieso spricht man da überhaupt drüber? Nimm es doch einfach hin, das andere Frauen nicht stundenlang rumschreien müssen, die brauchen aber wahrscheinlich kein Breichen-Mama Vokabular. Ist halt Typfrage. Falls du noch mal ein Kind bekommen solltest kannst du dir das ja dann während der Geburt noch mal überlegen. Die Annehmlichkeiten der Neuzeit (PDA) zeitig in Anspruch zu nehmen.Ich bin ziemlich sicher, dass es den Ärzten und Hebammen relativ egal ist solange sie abwägen können ob du halt rumkreischst weil es nun mal weh tut oder ob du in Lebensgefahr bist. Ich kenne sogar Frauen die sind ins Krankenhaus gegangen als sie merkten es ist soweit am selben Tag aufgestanden und nach Hause gegangen und haben dann erst mal dem Männe und den anderen Kindern was gekocht. Und das nicht auf dem Feld in Afrika, oder in der Steppe, der Wüste, Indien, irgendwo in Asien oder im Urwald, sondern mitten hier in Deutschland. Dein Kind liebt dich hoffentlich so oder so. Ein schlechtes Gewissen ob die eigene Geburt für die Mutter schlimm war sollte sich niemand machen müssen. Und man sollte auch keiner Frau erzählen ob sie einen Kaiserschnitt vornehmen lassen will oder nicht. Auch das ist Privatsache und geht niemanden was an. Eine Grenzerfahrung ist für mich was ganz anderes. Dem Tod noch mal haarscharf von der Schippe zu springen z. B. oder so eben noch bei einer Gewalttat davonzukommen. Eine normale, schmerzhafte Geburt ist eher der Preis für ein gesundes Kind. Über dieses Ergebnis darf mnman dankbar sein, aber es lohnt nicht jahrelang drauf rumzureiten.
 
  • #23
Tja, die meisten Frauen haben in ihrem Leben nichts anderes auf die Reihe bekommen wie ihre Kinder. Wenn man sonst nichts hat mit dem man sich profilieren kann dann halt mit der Geburt. Ich sehe das sehr häufig bei Müttern. Die reden von Wundern, ihrer wahnsinnigen Leistung und denken dass sie und ihre Blagen das einzig seligmachende sind.

Heute schaffen die meisten Frauen beides:
Beruf, oft eine tolle Karriere, und ebenso durchleben sie Geburten und sind dazu noch gute Mütter.

Das heißt, sie bekommen mehr "auf die Reihe", als Unwissende in ihrer Überheblickeit auch nur ahnen.

Egal, ob Karrierefrau oder Familienfrau - fast alle empfinden das Wunder von Schwangerschaft und Geburt als das beeindruckendste Ereignis ihres Lebens. Ich möchte wetten, fragte man Frau von der Leyen nach den wichtigsten Erfolgen ihres Lebens, würde sie "Die Geburt meiner Kinder" nennen. Genau so, wie ich (erfolgreich im Beruf) und Millionen anderer Mütter, überall auf der Welt.

... und das alles trotz der Schmerzen einer natürliche Geburt.
 
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  • #24
es erscheint mir auch ziemlich daneben, bei dem Thema Vergleiche anzustellen. Es kann doch keine Frau etwas dafür, wenn sie z.B. schmerzempfindlicher ist als andere. Eine Frau erzählte mir sogar mal, es wäre nicht schlimmer gewesen als ein Zahnarztbesuch, und da würde sie sich auch NIE eine Spritze geben lassen, außer beim Zahnziehen.
Ich hatte nie einen Kinderwunsch aber wenn, dann hätte ich mir ganz schön Sorgen gemacht angesichts der Größenverhältnisse Vagina - Kindskopf!!
Ehrlich gesagt ist es mir schon allein aufgrund dieses besagten Missverhältnisses bei den Abmessungen völlig klar, dass eine Geburt auf jeden Fall eine Grenz-Erfahrung sein muss - selbst dann, wenn die Mutter es nicht so sehr spüren mag.
Und natürlich ist es doch völlig normal wenn eine Frau bei einem derart heftigen Vorgang auch schreit. Hallo, wenn ich heute verunglücke und einen offenen Bruch habe, dann "darf" ich auch schreien, oder? Ich glaube kaum, dass die Schmerzen in ihrer Intensität sehr unterschiedlich wären von denen bei einer Geburt.
Ich finde, man kann jede Frau nur bewundern für ihren Mut. Für Soldaten und Krieger gibt es Denkmäler, aber wo sind die Denkmäler für die Mütter, die schon seit Menschengedenken gelitten haben und - besonders in früheren Zeiten - auch gestorben sind? Ich sehe da sehr wohl Grenzerfahrungen, ich sehe Mut, ich sehe Tapferkeit - egal ob dabei geschrien wird oder nicht. Übrigens, das Wort "Kreissaal" stammt von dem Wort "Kreischsaal" ab - von "Kreischen" = "Schreien".
W
 
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  • #25
Was für absurde Diskussionen!
Ich verstehe dieses Tamtam nicht, ist eine, die Qualen erleidet, eine bessere Mutter?
Oder eine, die weiss dass sie die Schmerzen nicht händeln kann, sich helfen lässt und danach Energie fürd as Kind hat statt 3 Wochen an den Nachschmerzen zu leiden?

Wieder mal ein ganz klarer Pro-Mütter-sollen-arbeiten-Punkt damit die Frauen keine Zeit haben für so dummes Zeug.
w, 42
 
  • #26
Wieder mal ein ganz klarer Pro-Mütter-sollen-arbeiten-Punkt damit die Frauen keine Zeit haben für so dummes Zeug.
w, 42

Schmerzen bei der Geburt, und wie Frauen mit diesem Erlebnis umgehen, beides hat rein gar nichts mit eventuellem Hausfrauen- Dasein, bzw. deren Berufstätigkeit zu tun - was für eine absurde Argumentation!

Eine Geburt ist ein einschneidendes Erlebnis einer jeden Frau - ausnahmslos! Die eine hat das Bedürfnis darüber zu reden, die andere eben nicht. Beides ist völlig richtig.

Darüber ein Urteil abzugeben, sollten sich lediglich die Unwissenden verkneifen...
 
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  • #27
Tja, die meisten Frauen haben in ihrem Leben nichts anderes auf die Reihe bekommen wie ihre Kinder. Wenn man sonst nichts hat mit dem man sich profilieren kann dann halt mit der Geburt. Ich sehe das sehr häufig bei Müttern. Die reden von Wundern, ihrer wahnsinnigen Leistung und denken dass sie und ihre Blagen das einzig seligmachende sind. Wenn man sie dann darauf hinweist dass jeden Tag Millionen von Frauen Kinder bekommen (in manchen Kulturen sogar 10 oder mehr), dann gucken sie einen nur dumm an.
So lang diese Frauen ihre Kinder als einzigen Lebensinhalt sehen wird sich daran auch nichts ändern.
Ob schreien oder nicht ist doch völlig egal. Hauptsache Kind und Mutter sind gesund. Wen interessieren die Randbedingungen?

Warum so unentspannt:)? Selbst wenn täglich x Frauen auf dieser Welt Kinder bekommen, bleibt es für die einzelne Frau (und meist den dazugehörigen Mann) etwas Einzigartiges. Und ja, es ist ein kleines Wunder, wenn ein Kind geboren wird und die Zeit davor, wenn es sich entwickelt. Das geht soviel "tiefer" als jeder Job dieser Welt, auch wenn man gerne arbeitet.
 
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  • #28
Das Wort 'Kreißsaal' kommt nicht von 'Kreischen', sondern von 'kreißen, gebähren, in den Wehen liegen' (mittelhochdeutsch 'krîzen'). (w, 37)
 
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  • #29
Angela, meine Aussage bezog sich darauf dass es völlig egal ist wie eine einzelne Frau ein Kind gebärt denn jede muss es so machen wie es für sie stimmt.
Einzig und alleine das ist wichtig und richtig.
Mit der Aussage das Mütter arbeiten sollen, meinte ich dass dann die Zeit fehlt, darüber noch Jahre später zu diskutieren.
Dies ist für mich ein typisch gelangweiltes Hausmütterchen-Thema wenn bereits alle Plätzchenrezepte und die neusten Diättips ausgetauscht wurden.
Wenn es einer Frau ein Bedürfnis ist, darüber zu reden dann soll sie das - aber es als Thema im Kindergarten zu machen ist doch lächerlich!,
w, 42
 
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  • #30
Ich bin eine solche Frau, die einige Stunden danach nach Hause gegangen ist, und erst einmal gekocht hat.
Und ich liebe dieses Thema. Weil ich das Ganze nämlich überhaupt nicht schlimm fand. Ich hatte nur heftige Ängste im Vorfeld vor Krankheit des Kindes und Dammschnitt oder Dammriß. Alles nicht eingetreten. Die letzen 3 Sekunden habe ich auch heftig geschrien und dies ist mir seither (fast 19 Jahre her) keinen Moment peinlich gewesen.
Es war der schönste und glücklichste Tag in meinem Leben und wird es vermutlich immer bleiben.
w43
 
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