E

Eliye

Gast
  • #31
Hier aber gilt: Eltern müssen lernen, wenigstens die Grundregeln des Abstands gegenüber ihren Kindern einzuhalten. Und dazu gehört, eine Einladung zum 18. Geburtstag anzunehmen. Und sich dann angemessen zu verhalten.
Nein, das gilt ganz bestimmt nicht allgemein. Man muss schon berücksichtigen, unter welchen Umständen es zur Trennung gekommen ist. Einen Gewalttäter würde ich NIE wieder treffen, egal ob die Kinder einen auf "heile Familie" machen wollen.
Den Kontakt zu einer Ex-Schwiegerfamilie würde ich ebenfalls auf immer abbrechen, wenn ich dort EINMAL (vor meinen eigenen Kindern) beleidigt und gemobbt worden wäre. Es gibt Grenzen des Erträglichen. Und die sind auch von einem erwachsenen Kind zu akzeptieren.
 
  • #32
Einen Gewalttäter würde ich NIE wieder treffen
Ja, das stimmt natürlich. Aber dass es in diese Richtung gehen könnte, klang mir nach den Posts der FS nicht so.
Den Kontakt zu einer Ex-Schwiegerfamilie würde ich ebenfalls auf immer abbrechen, wenn ich dort EINMAL (vor meinen eigenen Kindern) beleidigt und gemobbt worden wäre
Naja, würde ich vll. auch. Aber auf die große Feier meines Kindes würde ich dennoch gehen und dort den andern konsequent aus dem Weg.
Hier sehe ich ein Sonderproblem darin, dass die Feier offenbar in ihrer Wohnung stattfinden soll. Das würde ich an ihrer Stelle auch nicht zulassen.
 
  • #33
Das Kind wünscht sich eine Feier mit BEIDEN Eltern und erwartet offenbar, dass diese sich für die Dauer der Feier zusammenreißen, angemessen benehmen und ihre Gefühle/Befindlichkeiten hinten anstellen. Zurecht, wie ich finde.

Ich finde das Kind ist alt genug um Verständnis für die Situation zu haben und keine geheuchelte heile Welt Feier zu erwarten.

Einerseits ist der Wunsch des Kindes verständlich, beide Eltern friedlich miteinander umgehen zu sehen aber andererseits ist dieser Wunsch eben auch sehr kindlich und er muss begreifen, dass es im Leben eben nicht immer so geht, dass man sich die Hand gibt und alles wieder gut ist.

Daher finde ich es von dem Kind sehr egoistisch, von der Mutter zu erwarten sich zusammenzureißen und dass sie sich die ganze Zeit unwohl fühlt, nur damit es seinen eigenen Kopf durchsetzen kann.

Natürlich ist es der Geburtstag, aber eben auch nur ein Geburtstag und nicht die Hochzeit. Auf einer großen Hochzeitsfeier kann man sich bestimmt auch besser aus dem Weg gehen als zu einer Familienfeier, wo dann vorrangig seine Familie da ist.

Das kann man anders organisieren z.B. zwei getrennte kleine Feiern veranstalten, einfach essen gehen mit den verschiedenen Personen. Das muss ja alles nicht ausarten.
 
  • #35
Wunsch eben auch sehr kindlich und er muss begreifen, dass es im Leben eben nicht immer so geht, dass
Das Kind erwartet erst Mal viel weniger: dass beide Eltern kommen und sich anständig benehmen.
Gerade Letzteres erwartet es sicher auch vom Vater und dessen "Seite".
Und das sollte er denen auch sagen. So dass die Mutter sich gestärkt sehen kann.
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr....🤷‍♀️
Wieder der gleiche Tippfehler?
FUCK.
Sorry. Annnnnstand.
Mit N. n.
 
  • #36
Nun hat ein Kind ( über 18) bald Geburtstag und sagt : entweder eine Feier mit allen oder gar nicht . Ich bin in der Zwickmühle . Ja , ich verstehe das Kind
Das "Kind" ist mit 18+ deutlich erwachsen. Behandele ihn/sie besser nicht wie ein Kind sondern wie einen jungen Erwachsenen, denn die Reaktion zeigt "Null Bock" darauf, euer Stressprogramm in sein/ihr Leben zu tragen.

Warum möchte dein Kind mit den Oldies feiern?
Will es ja nicht, darum macht es doch den Aufstand.
Wenn schon Geburtstagsfeier in der Familie, dann nur einmal alle zusammen, statt das Elend doppelt.

Doch die Kinder kennen die Gründe..... Wehre ich mich dagegen , plagt mich auch ein schlechtes Gewissen weil es ja schließlich der Tag des Kindes ist .
Deine Kinder haben ein Alter, um auch mal auf Dich Rücksicht zu nehmen. So geht erwachsen werden nämlich auch.

Wenn sie nicht getrennt feiern wollen, dann ist es auch ein Signal an Dich, dass Du es ihnen nicht wert bist, ein weiteres Mal für die kleine familiäre Kaffeerunde was von ihrer wertvollen Zeit zu opfern.
Das ist ja auch mal ein Statement von den Kindern, dass Du Dir vergegenwärtigen solltest im Hinblick auf Wichtigkeit von Familie für sie.

Man kann ja mit einem Abendimbiss am Vortag in den Geburtstag reinfeiern, statt der obligatorischen Kaffeerunde, wenn die Kids dann abends am Geburtstag mit ihren Freunden feiern wollen.

Das Kind wünscht sich eine Feier mit BEIDEN Eltern und erwartet offenbar
Das ist die große Frage, ob das Kind das wirklich will und wenn, dann scheint dieser Wille nach dem familiären Vorfall doch recht empathiebefreit.

Aus den Schilderungen der FS (will mich erpressen), lese ich eher einen unreifen, überbehüteten jungen Erwachsenen, der Null Bock auf die Familienveranstaltung hat und diese mit geringstem Aufwand hinter sich bringen will.

Aber wie gesagt, das Kind muss als Gastgeber dafür sorgen, dass auch die Vater-Seite Abstand bewährt.
Das "Kind" ist kein Gastgeber - die Familie richtet für ihn aus, feiert = Kindergeburtstag. Insoweit hat er keine Verantwortung und übernimmt auch keine.

Vielleicht sollte man im Kopf mal wechseln von Kind zu jungem Erwachsenen. Ein Erwachsener versteht, dass man nicht mehr alle Menschen nach allen Vorfällen an einen Tisch bringen kann und muss.

Es hätte in meinem Haus stattgefunden.....Nun ist es aber so , dass die andere Seite der Familie mich sehr verletzt hat . Mal wieder .
Und nun duldest Du diese Leute nicht mehr in Deinem Haus - keine Diskussion darum.
Sie können mit eurem Kind in ihrem Haus feiern oder euer Kind geht mit ihnen in ein Cafe.
 
  • #37
Warum finden seine Geburtstage dann immer in deinem Haus statt?
Das Kind wünscht sich eine Feier mit BEIDEN Eltern und erwartet offenbar, dass diese sich für die Dauer der Feier zusammenreißen, angemessen benehmen und ihre Gefühle/Befindlichkeiten hinten anstellen. Zurecht, wie ich finde.
Warum zu Recht? Allgemein finde ich es auch besser, wenn die Eltern sich verstehen, klar, aber man hat als Kind keinen Anspruch darauf. Erst recht nicht für irgendeine beliebige Geburtstagsfeier eines erwachsenen Menschen. Es ist ja nun nicht die Hochzeit, nur ein Geburtstag von vielen.
Mit solchen Bewertungen kommt die FS nicht weit.
Wir sagen, der FS ja auch nicht, dass sie egoistisch, empathiebefreite und rücksichtslos ist, weil sie dem Kind gegenüber die "ich-komme-nur,-wenn-dein-Vater-nicht-kommt"-Haltung einnimmt, oder?
Ich habe das so deutlich geschrieben, um der Mutter mal ihre Schuldgefühle zu nehmen, das Kind benimmt sich hier auch nicht gerade mustergültig und erwachsen. Und der größte Witz ist ja: SIE soll die ganze Feier ausrichten in ihrem Haus. Natürlich wäre es eine Option, getrennt oder ohne die Mutter zu feiern, aber das Kind droht ja mit ganz oder gar nicht. Das ist eben sehr -- nun ja, kindisch.
Es hätte in meinem Haus stattgefunden wie all die Jahre vorher auch. Ich denke nicht das man mir vorwerfen kann, ich würde mich nicht zusammenreißen können .
Ich habe viele Jahre meinen Ex sehr regelmäßig in meinem Zuhause gehabt , damit eben dieses Kind seinen Vater sehen kann . Das Kind wollte nicht zu ihm hin .
Wir haben auch bis zum letzten Jahr sämtliche Geburtstage, Weihnachten etc . Zusammen verbracht
Ich vermute, ihr habt ein bisschen zu lange heile Welt gespielt. Es ist verständlich, wenn dein Kind alte Gewohnheiten schätzt, aber die Welt verändert sich eben, das kann es ruhig lernen. Außerdem: Sehe ich es richtig, dass DU im Prinzip diese Feier ausrichtest? Also ist es im Grunde deine Feier und nicht die des Kindes, du gibst diese Feier für das Kind. Dann kann es Wünsche äußern, aber ja wohl keine Forderungen stellen. Vielleicht wird es langsam Zeit für neue, eigene Traditionen. Das erwachsene Kind könnte ja z.B. mal damit anfangen, euch zu sich nach Hause einzuladen, dann kann es auch selbst darüber bestimmen, wer wann eingeladen ist, naja, und die Gäste können bestimmen, ob sie kommen möchten. Man kann auch getrennt was unternehmen, z.B. mit den Großeltern Kuchen essen gehen in ein Café, mit dem Papa abends essen gehen und dich zu Hause besuchen oder umgekehrt. Vielleicht sollte das Kind die Planung seines Geburtstages einfach mal selbst in die Hand nehmen. Leben heißt Veränderung, das ist ganz normal.
w27
 
  • #38
Das Kind wohnt bei mir . Es ist noch nicht in der Lage sich selbst zu unterhalten , da in Ausbildung . Daher Feier hier .
Ich danke auf jedenfall schon mal für die verschiedenen Ansichten .
 
  • #39
Ich fühle mich tatsächlich ein bisschen erpresst von diesem Kind . Er war immer Papas Liebling . Er sagte mal , das es sehr schwer ist sich einzugestehen , das der Vater ist wie er eben ist. Ich habe zu diesem Kind im Normalfall ein wirklich gutes Verhältnis.
Dann würde ich das "Kind" / den jungen Erwachsenen einfach noch Mal fragen, warum ihm das so wichtig ist, dass alle zusammen feiern.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es um die "heile Familie" geht. Irgendetwas anderes steckt da dahinter. Falls du das rausfinden kannst mit deinem Kind, lässt sich dieser Wunsch oder was auch immer vielleicht anders erfüllen?
 
  • #40
Das Kind wohnt bei mir . Es ist noch nicht in der Lage sich selbst zu unterhalten , da in Ausbildung . Daher Feier hier .
Ich danke auf jedenfall schon mal für die verschiedenen Ansichten .
Ah, ok. Feiert das Kind denn zusätzlich auch mit Freunden oder gibt es nur diese Familienfeier?
Du kannst doch deinem Kind ein schönes Geburtstagstischchen machen, einen Kuchen backen, dann habt ihr zu Hause ein leckeres Geburtstagsfrühstück, und dann entweder abends mit ihm zu zweit ins Restaurant gehen oder was Feines kochen, ggf. mit ein paar anderen Verwandten und Freunden, die du magst oder die zu deinem Einzugsbereich gehören und willkommen sind.
Und der Papa und sein Teil der Familie soll sich was Eigenes überlegen und deinen Sohn einladen. Ist es zu viel verlangt, dass der Papa sich auch mal selbst was ausdenkt? Er kann doch selbst ein Essen bei sich veranstalten und deinen Sohn und seine Eltern einladen. Wenn er nicht kochen kann, kann er deinen Sohn ins Restaurant oder in ein Café einladen, vielleicht auch ins Kino oder zu irgendeiner anderen Aktivität, da gibt es doch viele schöne Möglichkeiten. Man muss daraus doch gar nicht so ein großes Problem machen eigentlich. Kann doch auch sehr nett sein, mal was zu verändern.
w27
 
  • #41
Allgemein finde ich es auch besser, wenn die Eltern sich verstehen, klar, aber man hat als Kind keinen Anspruch darauf.
Richtig, kein Kind hat einen Anspruch darauf, dass die Eltern sich gut verstehen.
Es hat aber einen Anspruch darauf, dass sie sich als geladene Gäste wie gute geladene Gäste benehmen. Nur für ein paar Stunden. Ich sehe nicht, dass das Kind mehr erwartet. Vielleicht wünscht es sich insgeheim mehr, aber davon handelt dieser Post nicht.
Das Ort-Problem muss aber auch gelöst werden. Dass du bestimmte Leute einfach nicht mehr in deiner Wohnung haben willst, kann ich gut verstehen.
Mehrere Lösungsansätze wurden ja schon genannt:
1. Ihr feiert woanders, Café oder Restaurant. Oder auf einer Decker im Park und alle Gäste müssen was zu Essen und Trinken mitbringen.
2. Ihr feiert doch bei dir, aber das Kind macht der Familie väterlicherseits eine eindeutige Ansage vorher, das es solches Fehlverhalten der gegenüber nicht dulden wird.
Ich glaube, dass es wichtig ist, dass das Kind diese Ansage macht und nicht du. Erstens ist das Kind alt genug, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Zweitens ist es als Gastgeber (Gastgeber ist nicht, wer die Räumlichkeiten stellt) in der Verantwortung, dass es allen Gästen möglichst gut geht und sie sich sicher fühlen können. Und ganz besonders, wenn es die eigene Mutter ist. Und noch mal mehr, wenn diese ihre Wohnung für die Feier zur Verfügung stellt.
Liebe @Herzilein, ich glaube, dass es richtig ist, dass du auch mal echte Forderungen stellst (das ist etwas anderes, als um Verständnis für deine Gefühle zu bitten). Da liegst du aus der rechtfertigungs- und Schuldgefühlspirale heraus kommst.
 
  • #42
Ich verstehe, wenn das Kind gerne beide Elternteile zusammen hat beim Geburtstag, so wie es immer war, vermutlich steckt da schon irgendwie noch Kummer über die zerbrochene Ehe dahinter.

Aber was ich hier nicht verstehe:
Wenn man als erwachsenes Kind weiß, dass die Eltern entzweit sind und die Mutter ein großes Problem mit dem Vater und seinen Verwandten hat, dass sie irgendwie gedemütigt wurde und deswegen weinen muss, was bezweckt das Kind dann mit so einem Elterntreffen? Der Wunsch nach einer intakten Familie mag ja vorhanden sein, aber die Familie ist eben nicht intakt und wird es auch nicht, nur indem man beide zu einem Treffen zwingt.
Begreift das Kind das nicht oder will es irgendein Exempel statuieren, ist das eine Trotzreaktion oder soll das eine Strafe sein für das Verhalten der Eltern/Mutter? Denn das grenzt ja dann schon an Realitätsverweigerung, absolute Scheinwelt, Selbstbetrug.

Worum genau geht es dem Kind hier? Was genau ist dem Kind wichtig und warum? Was will es erreichen?
w27
 
  • #43
Das Kind wohnt bei mir . Es ist noch nicht in der Lage sich selbst zu unterhalten , da in Ausbildung . Daher Feier hier

Dann wird das wohl einfach den Grund haben, dass es so schön bequem ist, wenn Mutti die Feier ausrichtet und man sich selbst und nichts kümmern und nichts bezahlen muss.
Es macht ja auch eine Menge Arbeit: Kuchen backen, Essen vorbereiten, hinterher wieder alles wegräumen und letztlich auch bezahlen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass der junge Mann gerne der Gast auf seiner eigenen Party ist und sich dann feiern und verwöhnen lässt, wie ein kleines Kind eben.

Unter diesen Umständen, dass die Feier in deinem Haus stattfinden soll und du sie letztlich organisierst und finanzierst, würde ich sie auf gar keinen Fall durchführen.

Das Kind ist groß genug sich selber etwas einfallen zu lassen, was seinen Möglichkeiten entspricht.

Vorschläge gab's ja schon genug. Er kann sich ja auch vom Vater den Restaurantbesuch mit seiner Familie zum Geburtstag schenken lassen, wenn er denn gerne mit den Leuten feiern will.
 
  • #44
Wir haben immer gemeinsam mit Großeltern , Onkel gemeinsam Kaffee getrunken . Das mit Kumpels war dann später .
Doch die Kinder kennen die Gründe .
Aber sie lieben ihren Vater natürlich trotzdem . Sollen sie ja auch .
Ich weiß nur einfach nicht was ich tun soll . Gebe ich nach und feiere gemeinsam , fühlt es sich für mich falsch an .
Wehre ich mich dagegen , plagt mich auch ein schlechtes Gewissen weil es ja schließlich der Tag des Kindes ist .
Ich denke, dieses schlechte Gewissen musst du lernen auszuhalten. Frauen geben mmer nach und lassen sich in die "Schuldecke" stellen oder fühlen sich selbst schuldig. Von Vätern werden solche konsequenten Entscheidungen akzeptiert. Schlag ein Treffen im kleineren Rahmen vor mit Leuten, die beide mögen.. ansonsten.. der Sohn wirds überleben!
 
  • #45
Liebe Fragestellerin. Kinder über 18 sind junge Erwachsene und dürfen ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Wenn du mit der Ex-Familie keinen Kontakt möchtest, warum auch immer, dann ist das deine Entscheidung und die ist zu respektieren. Du kannst deine Entscheidung kurz begründen, wenn du das willst und dann ist es gut.
Dein Haus, deine Regeln.
 
  • #46
Richtig, kein Kind hat einen Anspruch darauf, dass die Eltern sich gut verstehen.
Es hat aber einen Anspruch darauf, dass sie sich als geladene Gäste wie gute geladene Gäste benehmen. Nur für ein paar Stunden.
Erstens ist das Kind alt genug, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Zweitens ist es als Gastgeber (Gastgeber ist nicht, wer die Räumlichkeiten stellt) in der Verantwortung, dass es allen Gästen möglichst gut geht und sie sich sicher fühlen können. Und ganz besonders, wenn es die eigene Mutter ist. Und noch mal mehr, wenn diese ihre Wohnung für die Feier zur Verfügung stellt.
Ich kann mich täuschen, aber auf mich wirkt es nach dem Geschilderten nicht so, als wäre das Kind der Gastgeber, sondern eher so, dass das Kind
Gast auf seiner eigenen Party ist und sich dann feiern und verwöhnen lässt, wie ein kleines Kind eben.
Wahrscheinlich hat die Mutter jahrelang traditionell diese Feier organisiert für das Kind und dann sind eben alle Verwandten zu Besuch gekommen und haben Geschenke mitgebracht. Dem Kind hat's gefallen und es möchte das genau so wieder haben und sagt daher nun trotzig: "Wenn du die nicht einlädst, ist das doch voll blöd, wir haben es immer so gemacht, dann können wir es auch gleich sein lassen, ist doch alles sch****!" So in der Art stelle ich mir das vor. Oder schreibt das Kind selbst Einladungen und bereitet alles vor, kümmert sich um die Gäste und alles?
Aber selbst dann, wenn man nur Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommt, um dort seine Feier auszurichten, darf man nicht gegen die Hausordnung verstoßen. Und die hat sich jetzt eben verändert: Gäste, die sich wiederholt nicht zu benehmen wissen und Schaden anrichten, sind nicht willkommen, bekommen ein Hausverbot. Dem Gastgeber steht es frei, andere Örtlichkeiten zu wählen, falls ihm das nicht passt, natürlich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.
w27
 
  • #47
Bei uns sind die Geburtstagsfeiern fürs Kind seit der Trennung eben, nun ja, getrennt. Ich mache für Oma, Opa, Onkel, Tante, Cousin/Cousine Kaffee, Kuchen und Abendessen, sein Vater geht meist mit ihm ins Restaurant. Das war nie ein Thema. Auf den Familien-Kaffeeklatsch legt das Kind jetzt in der Pubertät aber gar nicht mehr so großen Wert.

Wenn nun etwas Größeres ansteht, wo beide dabei sein sollten wäre das möglich, es gab aber auch Zeiten, da hätte ich das möglichst vermieden und Probleme damit gehabt.

Dein Kind ist das nun so gewöhnt seit Jahren, ich kann mir schon vorstellen, dass es das gern weiterhin so hätte. Aber das heißt nicht, dass du gegen deinen inneren Widerwillen eine Party bei dir veranstalten musst. Es ist keinem geholfen, wenn am Ende etwas eskaliert oder du Leute bedienen sollst, die dich respektlos behandeln. Das muss auch ein erwachsenes Kind einsehen.

Wenn es seinen Geburtstag im Familienkreis feiern will, dann eben diesmal getrennt. Mein Kind akzeptiert das klaglos seit es 6 Jahre alt ist.
 
  • #48
Nun hat ein Kind ( über 18) bald Geburtstag und sagt : entweder eine Feier mit allen oder gar nicht . Ich bin in der Zwickmühle . Ja , ich verstehe das Kind . Aber der Schmerz sitzt auch echt tief .
Für mich ist diese Situation eindeutig und klar, ich mache genau das, was ich für richtig halte, ich mache genau das, was mein Bauchgefühl mir sagt und nicht was andere von mir wollen, ich würde mich niemals von irgend jemand auch nicht von Kinder erpressen lassen, du machst es exakt richtig, wenn du auf dein Bauchgefühl hörst und nicht auf die Meinung von anderer und/oder von außen, damit ist alles gesagt!
 
  • #50
Nein, anscheinend verstehst du es nicht.
Das Kind wünscht sich eine Feier mit BEIDEN Eltern und erwartet offenbar, dass diese sich für die Dauer der Feier zusammenreißen, angemessen benehmen und ihre Gefühle/Befindlichkeiten hinten anstellen. Zurecht, wie ich finde.
Du darfst und solltest aber auch etwas von dem Kind erwarten und fördern: Es soll dafür einstehen, dass sich dein Ex und seine Familie dir gegenüber anständig auf der Feier verhalten und evtl. bestimmte Themen nicht ansprechen.

Ja!!


Mit solchen Bewertungen kommt die FS nicht weit.
Wir sagen, der FS ja auch nicht, dass sie egoistisch, empathiebefreite und rücksichtslos ist, weil sie dem Kind gegenüber die "ich-komme-nur,-wenn-dein-Vater-nicht-kommt"-Haltung einnimmt, oder?

Leider nein.

Das ist in andern Zusammenhängen richtig.
Hier aber gilt: Eltern müssen lernen, wenigstens die Grundregeln des Abstands gegenüber ihren Kindern einzuhalten. Und dazu gehört, eine Einladung zum 18. Geburtstag anzunehmen. Und sich dann angemessen zu verhalten.
Aber wie gesagt, das Kind muss als Gastgeber dafür sorgen, dass auch die Vater-Seite Abstand bewährt.
Nein, müssen sie nicht, das ist ein Irrtum. Es birgt eine größere Gefahr die Feier zu versauen als wenn ein Teil nicht anwesend ist. Konfliktmanagement heißt auch, nicht GEZWUNGEN sich einer Situation auszusetzen. Das "Aushalten" ist noch ein Überbleinsel der autoritären Erziehung und nein, ich bin nicht dafür Kinder in Watte zu packen. Denn das Kind hat auch fürs Leben zu lernen, dass andere Menschen andere Bedürfnisse haben. Diese sind respektieren. Auch das Bedürfnis der Mutter, denn sie ist nicht nur Mutter sondern auch MENSCH!
 
  • #51
Es birgt eine größere Gefahr die Feier zu versauen als wenn ein Teil nicht anwesend ist
Eine Garantie für eine gelungene Feier gibt es natürlich nicht.
Aber dieser "Gefährdungsprognose" kann ich ausdrücklich nicht zustimmen.
Selbst die FS schreibt nicht, dass sie davon ausgeht, das wieder über sie hergefallen wird. Sie schreibt, dass sie ihre Verletzungen vom letzten Mal noch nicht überwunden hat und deswegen die Vater-Familie nicht sehen will.
 
  • #52
Eine Garantie für eine gelungene Feier gibt es natürlich nicht.
Aber dieser "Gefährdungsprognose" kann ich ausdrücklich nicht zustimmen.
Selbst die FS schreibt nicht, dass sie davon ausgeht, das wieder über sie hergefallen wird. Sie schreibt, dass sie ihre Verletzungen vom letzten Mal noch nicht überwunden hat und deswegen die Vater-Familie nicht sehen will.
Du liest selektiv. Es ging vorrangig gar nicht um die Prognose, sondern über die Selbstbestimmtheit der Mutter im Bezug zum ERWACHSENEN Kind. 🤦‍♀️
 
  • #53
Es ging vorrangig gar nicht um die Prognose, sondern über die Selbstbestimmtheit der Mutter im Bezug zum ERWACHSENEN Kind
Nichts gegen Selbstbestimmtheit😉, wieder sollen sich ältere Kinder von Müttern, noch Mütter von Kindern fremdbestimmen lassen.
Aber darum geht es hier meine Meinung nach gar nicht. Es geht um ein von der FS klar benanntes, sehr konkretes (nicht diffuses) Problem, für das Herzilein mit sich um eine Lösung ringt.
Da hier um Kind und Mutter geht und beide sogar zusammen wohnen und ja ansonsten bestens miteinander auszukommen scheinen, halte ich eine EINVERNEHMLICHE Lösung für höchst erstrebenswert.

Da beide ich hier eng zusammen leben und auf ein gutes MITEINANDER angewiesen sind, halte ich es nicht für zielführend, das beiderseitige Angewiesensein auf das Miteinander sogleich als Fremdbestimmtheit aufzufassen.
Alle Menschen sind doch andauernd bei irgendwas auf andere angewiesen, aber bei weitem nicht allen Menschen mangelt deswegen an Selbstbestimmtheit.
 
  • #54
Eben. Deswegen verstehe ich…
Das "Kind" ist kein Gastgeber - die Familie richtet für ihn aus, feiert = Kindergeburtstag. Insoweit hat er keine Verantwortung und übernimmt auch keine.
…nicht.
Und nun duldest Du diese Leute nicht mehr in Deinem Haus - keine Diskussion darum.
Die Feier kann dann problemlos von denen und bei denen organisiert werden, die mitfeiern.
 
  • #55
Bis vor einiger Zeit hatte ich ein gutes Verhältnis zum Ex , dann gab es einen Vorfall der dafür sorgt das ich weder mit ihm noch mit seinen Eltern je wieder an einem Tisch sitzen möchte . Sie haben mich sehr verletzt , ich fange noch manchmal an zu heulen wenn ich davon rede .
Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, ob du auf dieser Kränkung ewig sitzen bleiben magst. Schaden tust du damit in erster Linie dir selbst und im Zweifel leidet sogar die Beziehung zu deinem Kind darunter. Ist es das wirklich wert ?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
Das besagt, dass "das Kind" (sich selber in den Kindstatus begebend weil bequem; von der Mutter im Kindstatus gehalten) nicht der Gastgeber ist. Ein Kind lädt nicht ein und richtet nicht die Feier aus, das alles nimmt Mutti ihm ab.

Und Mutti soll es so machen wie es dem Kind genehm ist (wird erpresst), nicht wie es ihren Bedürfnissen entspricht, die Leute nicht mehr sehen wollen, schon garnicht als Gäste in ihrem Haus.
Das "Kind" kennt den gesamten Hintergrund, versteht auch die Position der FS, aber es geht um die eigene Bequemlichkeit, also "trotzdem." von Seiten des Kindes - was sich in diversen anderen Punkten seines Lebens ganz sicher gegen das Kindsein entschieden zu Wehr setzen wird.

Die Feier kann dann problemlos von denen und bei denen organisiert werden, die mitfeiern.
Ganz genau, oder an einen neutralen Ort verlegt werden, sodass die FS dann vielleicht doch hingeht.

Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, ob du auf dieser Krönung ewig sitzen bleiben magst. Schaden tust du damit in erster Linie dir selbst und im Zweifel leidet sogar die Beziehung zu deinem Kind darunter. Ist es das wirklich wert ?
Ich denke, man sollte es die FS selber bewerten lassen. Nur sie weiß was von und vor welchen Personen vorgefallen ist.

Vor allen Dingen sollte sie ihr Verhältnis zum "Kind", zu dessen Egoismus, dem Hang zum "heile Welt" vorgaukeln mal kritisch betrachten, statt alles wegzuwischen und weiter "heile Welt" zu machen.

Der Hinweis, dass andere Kinder im Kita-/Grundschulalter schon begriffen haben, dass die Familie sich durch die Trennung verändert hat und darum auch anders feiert ist wertvoll.
Da sollte die FS sich die Frage stellen und beantworten: was man da selber getrieben hat und eben auch, warum das erwachsene Kind so egoistisch-erpresserisch geworden ist - liegt garantiert an zuviel "heile Welt" vorgegaukelt, zu wenig die lange vollzogene Veränderung jeweils altersgerecht gelebt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #57
Die Feier kann dann problemlos von denen und bei denen organisiert werden, die mitfeiern.
Das sehe ich genau so! ABER Grundvoraussetzung wäre für mich, dass ich meinem Kind gegenüber offen bin, dass ich über meine Gründe spreche.
Ich habe mit dem Vater meines Kindes auch keinen guten Kontakt. Wir haben die Umgangswochenenden klar geregelt. Fällt der Geburtstag auf einen Termin, an dem es sein Wochenende ist, richtet er die Geburtstage aus und umgekehrt. Ich sitze nicht dort mit am Tisch und er nicht bei mir.
Für unser Kind tut es mir Leid, aber es spiegelt nun einmal wider, wie die Situation ist. Ich gebe meine Integrität nicht auf, um zu hohen Feiertagen eine Harmonie zu heucheln, die schlicht nicht gegeben ist.
 
  • #58
Das sehe ich genau so! ABER Grundvoraussetzung wäre für mich, dass ich meinem Kind gegenüber offen bin, dass ich über meine Gründe spreche.
Das ist einem Kind gegenüber schwierig. Hier ist es natürlich ein Erwachsener.
Für unser Kind tut es mir Leid, aber es spiegelt nun einmal wider, wie die Situation ist. Ich gebe meine Integrität nicht auf, um zu hohen Feiertagen eine Harmonie zu heucheln, die schlicht nicht gegeben ist.
Halte ich für eine gute Lösung. Wozu Harmonie heucheln?
 
  • #59
Das ist einem Kind gegenüber schwierig. Hier ist es natürlich ein Erwachsener.
Ich vertrete die Überzeugung, dass Kinder eine sehr feine emphatische Lunte haben. Sie spüren die Wahrheit und ist die Show auch noch so gut. Das sie manchmal lieber die Show wollen, statt die bittere Wahrheit, ist eine andere Geschichte und höchst menschlich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit ihnen durch aus Tacheles reden kann.
Ich bin ein Fan von Authentizität. Wie sollen Kinder das lernen, wenn ich ihnen ein X für ein U vormache, ständig gegen mich selber lebe? Es ist ein schmaler Grat und bedarf sehr viel Fingerspitzengefühl.
„Everybody's darling is everybody's Depp.“ Für mein Kind möchte ich das nicht. Das bedeutet, das die Lektionen dafür bisweilen auch mit Verzicht für das Kind einhergehen. Das Leben ist nicht nur Ponyhof! So sehr ich ihn vor Schmerzen und Kummer beschützen will, sie gehören zum Leben und es macht durch aus Sinn, wenn Kinder sehen, dass man daran wachsen kann, wenn man sich selber Treu bleibt.

Halte ich für eine gute Lösung. Wozu Harmonie heucheln?
Weil sie vermeintlich bequemer ist? Weil es sich so gehört? Weil sich meistens alle das wünschen, nur nicht bereit sind etwas dafür zu tun? Ich will mir diese Frage nicht mehr stellen. Entweder es ist harmonisch, leicht und angenehm oder ich bin raus. Lebenszeit zu schade, mich am Ego anderer abzuarbeiten ;-)
 
  • #60
Das ist einem Kind gegenüber schwierig. Hier ist es natürlich ein Erwachsener.
Hm, man kann Dinge ja altersgerecht erzählen. Allgemein finde ich es immer befremdlich, wenn ich mitbekomme, wie Eltern ihre Kinder in Watte packen und für dumm verkaufen. Und ich kriege das manchmal bei irgendwelchen Bekannnten mit, da wird teilweise bei in meinen Augen völlig unnötigen Sachen plötzlich mal eben schnell gelogen oder das Thema gewechselt, es könnte die Kinder ja "verstören". Ich finde solche Heuchelei ganz schrecklich, aber das ist zugegebenermaßen auch einfach eine persönliche Aversion von mir, ich habe das einfach schon zu oft bei anderen gesehen und würde selbst in solchen Scheinwelten nicht leben wollen. Es ist eben nicht immer alles Happy-Family-Rosa-Zuckerkuchenwelt -- Gott sei Dank, wäre ja furchtbar! Was ist daran so schlimm, wenn Eltern auch Gefühle oder Probleme haben, nicht immer perfekt funktionieren, vielleicht auch mal überfordert sind? Ist doch ganz natürlich, menschlich. Außerdem halte ich es für eine wertvollere Lebenslektion, den Umgang mit Konflikten beobachten zu können -- egal, ob erfolgreich oder nicht, aus beidem kann man was Nützliches für sich mitnehmen --, als immer nur Konfiktvermeidung und Selbstverleugnung vorgeführt zu bekommen. Ganz abgesehen davon, dass die ständige Unterdrückung von Gefühlen und das Aufrechterhalten von irgendwelchen Konstrukten und Scheinwelten auch viel Energie kostet und auf Dauer nicht nur seelische Leiden verursacht, sondern auch richtig körperlich krank machen kann.
w27
 
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