• #61
Ich weiss wie meine Mutter das Problem lösen würde. Wahrscheinlich wird @Herzilein es ähnlich lösen.
Ich finde diese Lösung Sch...

Meine Mutter würde alles vorbereiten, inklusive Kuchen backen und den Kaffee (bei uns in Friesland natürlich Tee) kochen. Den Tischdecken usw. und sich dann verstecken. Entweder im Keller oder sie würde ganz ausser Haus gehen und vor sich hin weinen.
Danach würde sie alles wieder aufräumen.

@Herzilein mach das nicht.

Ich vertrete die Überzeugung, dass Kinder eine sehr feine emphatische Lunte haben.
Ich vertrete die Überzeugung, dass Kinder egoistische Teufel sind. Wenn es um ihr eigenes Wohlbefinden geht sind ihnen die Gefühle der Mutter völlig egal.
Zumindest gilt dies für das Kind von @Herzilein .
 
  • #62
Entweder im Keller oder sie würde ganz ausser Haus gehen und vor sich hin weinen.
Danach würde sie alles wieder aufräumen.
Ich befürchte, Du hast recht, bis auf letztes, meine Glaskugel zeigt, sie wird den Geburtstag machen wie gehabt, DEM KIND ZULIEBE, dabei sitzen, die Gäste bewirten, Kaffee nachschenken, Kuchen nachlegen mit einem Lächeln, das gehört sich so, und was in ihr innerlich vorgeht und kaputt geht, zeigt sie nicht, gesteht sie sich nicht zu.
Es ist schließlich dem Kind zuliebe, geheult wird nachher.
Sie macht es, weil sie es immer so gemacht hat, und registriert nicht, dass jeder sie ohne Skrupel als Sandsack nutzt oder zumindest ausnutzt.
Dieses Kind weiß genau, wie es ans Ziel kommt, lange erprobt.
Zum Nein sagen, braucht es ein Selbstbewusstsein, Selbstliebe und ein Rückgrat.
Die FS nennt sich Herzilein, weil sie es sein will
„Everybody's darling is everybody's Depp.“
Das ist die Folge daraus.
@Herzilein, falls Du noch mitliest, tu es nicht, sage Nein, steh zu Dir.
 
  • #63
Ich bin ein Fan von Authentizität. Wie sollen Kinder das lernen, wenn ich ihnen ein X für ein U vormache, ständig gegen mich selber lebe? Es ist ein schmaler Grat und bedarf sehr viel Fingerspitzengefühl.
Ich sehe das Problem in fehlender Objektivität. Das Kind wird einseitig in Konflikte hineingezogen, die so beschrieben werden, wie eine Partei sie empfindet. Authentisch sinnvoll wäre nur, dass es einen Konflikt gibt, mit dem das Kind nichts zu tun hat. Dann kann man sich detailierte Erklärungen sparen.
Wenn das Kind sich dann noch beide Seiten anhören soll, wird es schnell zum Richter gemacht, an den Erwartungen gestellt werden.
Was ist daran so schlimm, wenn Eltern auch Gefühle oder Probleme haben, nicht immer perfekt funktionieren, vielleicht auch mal überfordert sind?
Gar nichts. Es setzt aber eine einigermassen neutrale Erzählung voraus, damit es…
eine wertvollere Lebenslektion, den Umgang mit Konflikten beobachten zu können
…ist.
-- egal, ob erfolgreich oder nicht, aus beidem kann man was Nützliches für sich mitnehmen --, als immer nur Konfiktvermeidung und Selbstverleugnung vorgeführt zu bekommen.
Mitzuteilen, dass es einen Konflikt gibt, kann wertvoll sein. Alles darüber hinaus oft wenig objektiv und schnell geprägt vom Versuch, jemanden auf seine Seite zu ziehen. Selbst erlebt.

Ddie FS könnte aus meiner Sicht nur kurz und objektiv beschreiben, dass es einen Konflikt gibt, das Kind damit nichts zu tun hat, aber sie keine gemeinsamen Feiern mehr möchte. Selbst damit schiebt sie ihr Problem ein Stück weit auf das Kind, denn das sitzt zwischen den Stühlen. Beeinflussung fände ich in dem Zusammenhang übel, das Kind sollte die Gelegenheit haben, nicht urteilen und sich entscheiden zu müssen.
 
  • #64
Ich denke, man sollte es die FS selber bewerten lassen. Nur sie weiß was von und vor welchen Personen vorgefallen ist.
Dann überlass es ihr doch selbst, auf meinen Post zu antworten, sofern sie das möchte. Denn der war an sie gerichtet - nicht an dich.
Vor allen Dingen sollte sie ihr Verhältnis zum "Kind", zu dessen Egoismus, dem Hang zum "heile Welt" vorgaukeln mal kritisch betrachten, statt alles wegzuwischen und weiter "heile Welt" zu machen.
Konflikte zu lösen, und zwar soweit, dass sie einen selbst nicht mehr belasten, hat nichts mit „heile Welt“ vorspielen zu tun. Wer einen menschlich enttäuscht hat, wird zukünftig mit anderen Augen gesehen und das verändert die Beziehung maßgeblich.
Der Hinweis, dass andere Kinder im Kita-/Grundschulalter schon begriffen haben, dass die Familie sich durch die Trennung verändert hat und darum auch anders feiert ist wertvoll.
Ja, das Auseinanderfallen von Familien ist wirklich sehr wertvoll für Kinder. So lernen sie mal gleich, dass nichts sicher ist in diesem Leben und dass Erwachsene nichts im Griff haben - nicht einmal sich selbst - fördert das Vertrauen ins Leben enorm.
warum das erwachsene Kind so egoistisch-erpresserisch geworden ist
Ja, wenn Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse handeln, oder gar für sich einstehen, dann ist das schon enorm egoistisch. Sie müssen lernen, dass sie sich den Bedürfnissen von Erwachsenen unterzuordnen haben.

Und am besten sagt man ihnen dass dann auch, wie egoistisch sie sind. Fördert ihre spätere Beziehungsfähigkeit.
 
  • #66
Aus den Schilderungen der FS (will mich erpressen), lese ich eher einen unreifen, überbehüteten jungen Erwachsenen,
Das lese ich nicht auf den Schilderungen der FS.
Ich denke, dass das Kind (egal wie erwachsen es ist) erheblich unter dem Konflikt zwischen seinen Eltern leidet und sich gerade nicht anders zu helfen weiß als mit dieser im Vergleich doch relativ harmlosen Erpressung.
Für überbehütet oder unreif spricht absolut nichts.
Ganz abgesehen davon, dass die ständige Unterdrückung von Gefühlen und das Aufrechterhalten von irgendwelchen Konstrukten und Scheinwelten auch viel Energie kostet und auf Dauer nicht nur seelische Leiden verursacht, sondern auch richtig körperlich krank machen kann.
Richtig, - nur die Kinder, deren Bedürfnisse am wenigsten beachtet werden, und die am häufigsten und nachhaltigsten ihre Gefühle unterdrücken müssen und scheinwelten aufbauen müssen, um seelisch zu überleben, sind Trennungskinder.
(Gar keine Frage, natürlich gibt es auch Eltern, die eine Trennung für ihr Kind irgendwie ganz gut gangbar gestalten. Viel, viel zu häufig ist das aber nicht der Fall.)
Außerdem halte ich es für eine wertvollere Lebenslektion, den Umgang mit Konflikten beobachten zu können -- egal, ob erfolgreich oder nicht, aus beidem kann man was Nützliches für sich mitnehmen
Natürlich müssen Kinder auch den Umgang mit Konflikten lernen, ist ja gar keine Frage. Aber auf grundlegende (Trennungs)Konflikte zwischen den eigenen Eltern passt dieser Grundsatz gerade nicht. Hier sollen Eltern ihre Kinder möglichst wenig hineinziehen. Auch nicht die volljährigen Kinder!
Was noch lange nicht bedeutet, dass sie ihnen eine heile Welt vorgaukeln sollen.
 
  • #67
Ja, das Auseinanderfallen von Familien ist wirklich sehr wertvoll für Kinder. So lernen sie mal gleich, dass nichts sicher ist in diesem Leben und dass Erwachsene nichts im Griff haben - nicht einmal sich selbst - fördert das Vertrauen ins Leben enorm.
Komm mal runter von deinem hohen Ross.

Eine Trennung ist manchmal der bessere Weg als auf Gedeih und Verderb zusammenzubleiben, und zeigt den Kindern, dass man sich und sein Leben sehr wohl im Griff hat.

Und ein erwachsenes Kind wird verkraften können, dass die von der Mama organisierte Geburtstagsparty ausfällt.
 
  • #68
Für mich ist übrigens ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden die Erkenntnis, dass die Eltern nicht unfehlbar sind und nicht immer alles im Griff haben und perfekt wissen, sondern auch nur ihre subjektiven Erfahrungen und Meinungen haben und ihr eigenes Lebensmodell leben, das eines von vielen, aber nicht das einzig Wahre ist. Als Kind denkt man oft, Mama weiß und kann alles und hat immer alles unter Kontrolle und macht alles richtig. Wenn man erwachsen wird, erkennt man, dass Mama und Papa auch Schwächen und Fehler haben, man kann sich eine eigene Meinung bilden und auch eine andere Meinung als die der Eltern vertreten, kann ihr Verhalten kritisch bewerten, reflektieren und einordnen. Ich halte eine solche Entwicklung für ganz normal und wichtig, um ein eigenständiger, erwachsener Mensch zu werden. Die Eltern sind nicht perfekt, sondern machen auch nur ihr Ding.
w27
 
  • #69
Ich weiss wie meine Mutter das Problem lösen würde. Wahrscheinlich wird @Herzilein es ähnlich lösen.
Ich finde diese Lösung Sch...
Gruselig, allerdings! Vor allem weil Kinder das irgendwann nicht mehr als Liebestat annehmen, sondern ebenfalls darunter leiden.
Ich vertrete die Überzeugung, dass Kinder egoistische Teufel sind.
Manche vielleicht. Aber dann wurde der Egoismus da meistens auch hinein erzogen, der einem dann irgendwann folgenschwer auf die Füsse fällt. Kinder haben einen natürlichen "will to please". Müssen sie den nie nutzen, weil die Eltern ihnen alle vermeintlichen Steine aus dem Weg räumen, es ihnen immer bequem machen, können die Kinder nichts dafür.
Wenn es um ihr eigenes Wohlbefinden geht sind ihnen die Gefühle der Mutter völlig egal.
Das erlebe ich völlig anders!
 
  • #70
Für mich ist übrigens ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden die Erkenntnis, dass die Eltern nicht unfehlbar sind und nicht immer alles im Griff haben und perfekt wissen, sondern auch nur ihre subjektiven Erfahrungen und Meinungen haben und ihr eigenes Lebensmodell leben, das eines von vielen, aber nicht das einzig Wahre ist.
Absolut richtig. Das teilt aber kaum jemand dem Kind reflektiert mit, so dass diese Erkenntnis herauskommen würde. Die FS hat ja auch hier die Situation nicht mitgeteilt.
Ich habe selbst so einen Scheidungskrieg erlebt. Da wird die subjektive Sicht mitgeteilt und der andere ist schuld.
 
  • #71
Eine Trennung ist manchmal der bessere Weg als auf Gedeih und Verderb zusammenzubleiben, und zeigt den Kindern, dass man sich und sein Leben sehr wohl im Griff hat.

Und ein erwachsenes Kind wird verkraften können, dass die von der Mama organisierte Geburtstagsparty ausfällt
Herrje, natürlich soll niemand auf Gedeih und Verderb zusammenbleiben. Als ob irgendjemand das behauptet hätte!

Wenn es hier um "verkraften können" gehen soll, dann ja wohl darum, dass Herzilein als erwachsene Frau und mittlerweile Mutter mindestens eines erwachsenen Kindes vielleicht bitte endlich mal "verkraften" könnte, dass es irgendwann in der Vergangenheit mal eine böse Beleidigung, einen "finalen Arschtritt" gegeben hat. Jedenfalls sollte sie es mindestens so weit seelisch bearbeitet haben, dass sie nicht mehr nur bei dem Gedanken daran in Tränen ausbricht und dass sie an einer Geburtstagsfeier ihres Kindes teilnehmen kann.

Hier erpresst nicht nur das Kind die Mutter sondern beide erpressen sich quasi gegenseitig. Die Mutter bringt ja zum Ausdruck, dass sie Einladungen des Kindes nicht mehr annehmen wird, wenn der Vater und dessen Familie eingeladen ist. Für mich musst du eine eigene Feier ausrichten oder natürlich darfst du feiern, aber dein Vater nicht mehr einladen, sind auch schöne Erpressungen.
 
  • #72
Ich sehe das Problem in fehlender Objektivität. Das Kind wird einseitig in Konflikte hineingezogen, die so beschrieben werden, wie eine Partei sie empfindet. Authentisch sinnvoll wäre nur, dass es einen Konflikt gibt, mit dem das Kind nichts zu tun hat. Dann kann man sich detailierte Erklärungen sparen.
Das ist aber leider Eltern selten der Fall, die es nicht hinbekommen sich möglichst Sachlich zu trennen. Ich habe z.B vermieden je schlecht über den Vater meines Kindes zu sprechen. Ich habe alle Türen offen gehalten und war dennoch an allem Schuld. Da habe ich dann irgendwann die Reißleine gezogen. Ich habe meinem Kind sehr deutlich erklärt, das es meine Konflikte sind und das es Selbstschutz ist. Da er an den selben Themen scheitert, fällt es mir oft schwer Wertungsfrei zu bleiben. Er muss, darf und soll seine eigenen Erfahrungen machen. Nur dann kann er seine eigenen Schlüsse ziehen. Trotzdem wird er spüren was los ist.
Wenn das Kind sich dann noch beide Seiten anhören soll, wird es schnell zum Richter gemacht, an den Erwartungen gestellt werden.
Der Grad ist schmal. Kinder zu instrumentalisieren ist ein absolutes no-go. Passiert aber zwangsläufig und nennt sich dann Erziehung ;-)
Gar nichts. Es setzt aber eine einigermassen neutrale Erzählung voraus
Als mein Kind noch kleiner war, habe ich die Gründe außen vor gelassen. Ich habe nur gesagt, es gibt eben kein gemeinsames "an einem Tisch" sitzen mehr. Das musste er so hinnehmen. Je älter er wurde, um so klarer wurde ihm das warum.
Mitzuteilen, dass es einen Konflikt gibt, kann wertvoll sein. Alles darüber hinaus oft wenig objektiv und schnell geprägt vom Versuch, jemanden auf seine Seite zu ziehen. Selbst erlebt.
Das ist immer Murks! Auch unter Erwachsenen.
Ddie FS könnte aus meiner Sicht nur kurz und objektiv beschreiben, dass es einen Konflikt gibt, das Kind damit nichts zu tun hat, aber sie keine gemeinsamen Feiern mehr möchte.
Das "Kind" darf hier lernen, dass das Leben leider nicht immer "Ponyhof" ist. Kinder stehen nach Trennungen IMMER zwischen den Stühlen. WIE man damit umgeht, ist entscheidend und es gelingt leider den wenigsten, das auf gesunde Art zu machen. Manipulation ist Gewalt! Das habe ich als selber Scheidungskind selber erfahren und darum vermieden. Die Quittung für unser Verhalten werden wir irgendwann bekommen. Erst sehr viel später werde ich wissen, ob ich das gut genug (im Sinne meines Kindes) hinbekommen habe. Der einzige dem ich dann ein aussagekräftiges Urteil zugestehe, ist mein Kind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #73
Mutter und Kind sollten endlich ihre überzogenen Erwartungen aneinander aufgeben und zu den normalen Erwartungen zurückkehren: normal würde ich finden, dass die Mutter mitfeiert und dass das Kind insofern Verantwortung übernimmt, das es der Vater-Seite klipp und klar kommuniziert, dass solche Sachen wie bei dem "Vorfall" zu unterbleiben haben, weil sie sonst rausfliegen. Kann man ja auch nett formulieren.
 

Laleila

Cilia
  • #74
Die FS schreibt, dass "er" schon immer Paps Liebling war. Also ist 'das Kind' ein Mann, ein erwachsener Mann.

Ich finde es komplett daneben hier die ganze Zeit von einem Kind zu sprechen.

Wenn ein erwachsener Mensch sagt, ganz oder gar nicht, trifft er eine Entscheidung. Da er weiß, dass es für die FS unzumutbar ist, entscheidet er dich für "gar nicht". Fall geklärt.

Davon abgesehen " müssen" Kinder, ihren Eltern gegenüber, überhaupt gar nichts.
Es ist ein egoistischer Akt ein Kind in die Welt zu setzen. Es ist ein einseitig geschlossener Vertrag.
Die alleinige Verantwortung, welche sich daraus ergibt, obligat.
 
  • #75
Für mich ist übrigens ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden die Erkenntnis, dass die Eltern nicht unfehlbar sind und nicht immer alles im Griff haben und perfekt wissen, sondern auch nur ihre subjektiven Erfahrungen und Meinungen haben und ihr eigenes Lebensmodell leben, das eines von vielen, aber nicht das einzig Wahre ist. Als Kind denkt man oft, Mama weiß und kann alles und hat immer alles unter Kontrolle und macht alles richtig. Wenn man erwachsen wird, erkennt man, dass Mama und Papa auch Schwächen und Fehler haben, man kann sich eine eigene Meinung bilden und auch eine andere Meinung als die der Eltern vertreten, kann ihr Verhalten kritisch bewerten, reflektieren und einordnen. Ich halte eine solche Entwicklung für ganz normal und wichtig, um ein eigenständiger, erwachsener Mensch zu werden. Die Eltern sind nicht perfekt, sondern machen auch nur ihr Ding.
w27
Amen! Genau darum nervt mich auch dieser überbehütende auf vermeintliche Perfektion beruhende Erziehungsstil, der jegliche Konflikte in Glanzpapier verpacken will, um die Kinder zu schützen. Das hilft niemandem! Vor allem nicht den Kindern, denen die Chance genommen wird resilient auf Konflikte zu reagieren.
 
  • #77
Ddie FS könnte aus meiner Sicht nur kurz und objektiv beschreiben, dass es einen Konflikt gibt, das Kind damit nichts zu tun hat, aber sie keine gemeinsamen Feiern mehr möchte. Selbst damit schiebt sie ihr Problem ein Stück weit auf das Kind, denn das sitzt zwischen den Stühlen. Beeinflussung fände ich in dem Zusammenhang übel, das Kind sollte die Gelegenheit haben, nicht urteilen und sich entscheiden zu müssen.
Das ist auch ein bisschen an der Realität vorbei;-)
Funktioniert super bei kleinen Kindern, die früh im Bett sind...da kann man seine Emotionen ggf bis abends im Griff haben.
Oder bei Älteren die ausgezogen sind!
Aber bei Älteren, die zuhause sind, ist das selten möglich oder man wird krank...weil man jede Emotion perfekt beherrschen muss oder am besten unterdrückt.
Denke eher das hat die FS getan und jetzt schafft sie es nicht.
Deshalb fällt es ihr aber auch schwer, sich nicht schuldig zu fühlen, weil sie " es nicht kann"!

Es gibt einen Unterschied, Kinder bewusst zu instrumentalisieren oder sie zu informieren.
Emotionslose Information, ist aber menschlich nicht immer möglich.

Gleichzeitig gebe ich Recht, dass ein klares Nein verhindert, daß die Entscheidung beim Kind liegt.
Ich habe schon im ersten Post vorgeschlagen, nicht bei der FS zuhause feiern.

Dann ist es ihre Entscheidung und nicht die des Kindes...Jeder kann dahin kommen, muss aber nicht.
 
  • #78
Ich finde es komplett daneben hier die ganze Zeit von einem Kind zu sprechen.
Es sind aber Mutter und Kind und das bleiben sie auch, egal wie alt sie sind. Und diese Mutter-Kind-Beziehung macht auch das Besondere und das Entscheidende ihrer Beziehung aus.
Es geht hier nicht nur um Freunde!

Ich finde seltsam, dass in diesem Thread über Erziehung und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern geschrieben wird. Damit hat die ganze Ausgangsfrage nichts zu tun. Auch nicht, wenn es um einen Eltern-Kind-Konflikt geht. Da könnte man genauso gut über unterschiedliche Erziehungsstile von Müttern und Vätern, über pflegerische Verantwortung von Kindern von alten Eltern oder übers Stillen schreiben. Hat auch alles mit der Ausgangsfrage nichts zu tun.
 
  • #79
Mutter und Kind sollten endlich ihre überzogenen Erwartungen aneinander aufgeben und zu den normalen Erwartungen zurückkehren: normal würde ich finden, dass die Mutter mitfeiert und dass das Kind insofern Verantwortung übernimmt, das es der Vater-Seite klipp und klar kommuniziert, dass solche Sachen wie bei dem "Vorfall" zu unterbleiben haben, weil sie sonst rausfliegen. Kann man ja auch nett formulieren.
@tremendat, mich würde interessieren, ob du eine ähnliche Erfahrung gemacht hast, oder ob deine Meinung rein theoretischer Natur ist.
Ich habe beides erlebt.
Eltern geschieden und meine Mutter hat von Anfang an, jeglichen Kontakt zum Ex Mann vermieden.
Ich muss im nachhinein sagen, dass somit für alle Beteiligten Spannungen vermieden wurden.
Allein die Vorstellung, ein zwanghaftes Zusammentreffen nur dem Kinde zuliebe, verursacht mir Bauchgrimmen.
Ich selber habe für mein bei mir wohnendes Kind, bis ins Erwachsenenalter den Vater zu Feiern eingeladen. Das tat ich aber nur, weil wir beide, mein Ex und ich das wollten.
Wäre eine Situation wie bei der FS, vorgekommen, wäre für mich Ende mit gemeinsamen Feiern gewesen.
Das Kind der FS, hat, denk ich, keine Ahnung wie sich die Mutter fühlt.
Dehalb dieser trotzige Erpresungsversuch.
Das schlimmste was Eltern Kindern antun können, ist sie zu belügen und ihnen was vorzumachen.
Das rächt sich irgendwann.
Übrigens, der oft zitierte Satz, man ist immer durch das gemeinsame Kind/er verbunden, impliziert falsche Tatsachen, vor allem bei einem evtl neuen Partner.
Mein Ex ist der Vater meiner Kinder.
Uns verbindet nichts mehr.
 
  • #80
Du bist sicher weder Einzelfall noch Standard. Theoretisch ist das toll, aber eben Theorie. So wie hier viele FS bestätigt werden wollen, ist das bei Kindern eben auch.
Ich bin der zweite Fall, aber du hast recht, Standard ist das leider nicht - schlimm genug. Ich bin aber auch gebranntes Kind, wir haben uns immer die Eheprobleme unserer Eltern anhören müssen und wie schlecht der jeweils andere Teil doch wäre - das ist so furchtbar. Leider sind sie immer noch verheiratet. Sowas kann einen selbst in Beziehungen etwas rigoroser werden lassen, weil man dieses Negativbeispiel ständig vor Augen hat. Aber die Kinder werden niemals damit belästigt. Sachverhalt Trennung bekanntgeben - Querelen oder Unstimmigkeiten sind mit dem Erwachsenen zu klären und niemand anderem.
 

Laleila

Cilia
  • #81
Es sind aber Mutter und Kind und das bleiben sie auch, egal wie alt sie sind. Und diese Mutter-Kind-Beziehung macht auch das Besondere und das Entscheidende ihrer Beziehung aus.
Es geht hier nicht nur um Freunde!

Ich finde seltsam, dass in diesem Thread über Erziehung und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern geschrieben wird. Damit hat die ganze Ausgangsfrage nichts zu tun.
Das passiert aber wenn man den erwachsenen Sohn, in der Diskussion Konsequenz als Kind bezeichnet. Da spielt uns das Unterbewusste einen Streich.
Auch nicht, wenn es um einen Eltern-Kind-Konflikt geht. Da könnte man genauso gut über unterschiedliche Erziehungsstile von Müttern und Vätern, über pflegerische Verantwortung von Kindern von alten Eltern oder übers Stillen schreiben. Hat auch alles mit der Ausgangsfrage nichts zu tun.
Deswegen sagte ich, hier traf ein erwachsener Mann die Entscheidung Alles oder nichts, mit dem Wissen die Mutter "kann" gerade nicht alles, bleibt also "nichts".
Und diese Entscheidung darf die FS ernstnehmen.
Er möchte die Geburtstagsfeier bei ihr im Hause nicht.
Also wird er sich selbst kümmern müssen, beim Vater feiern oder verzichten.
Ehrlich, ich sehe hier das Problem nicht, eben weil es nicht um ein "Kind" geht.

Und nein, es ist keine Mutter-Kind- Beziehung mehr sondern eine erwachsene Mutter-Sohn-Beziehung.
 
  • #82
Das ist auch ein bisschen an der Realität vorbei;-)
Ja, ist mir auch klar 😊
Emotionslose Information, ist aber menschlich nicht immer möglich.
Die FS könn in dem Fall klar sagen, dass sie ein Problem mit dem Ex und seiner Familie hat und dass dies mit dem Kind nichts zu tun hat.
Ich habe reagiert auf Aussagen wie:

Es kann die ungeschönte Wahrheit ertragen, die du ihm dringend mitteilen solltest. Außerdem solltest du auf deinem Standpunkt bestehen und - sollte dich DEIN KIND damit versuchen emotional zu erpressen - dich fragen von wem es sich das abgeschaut hat!
Die „ungeschönte„ Wahrheit ist dann eben doch oft sehr subjektiv…
Es soll dafür einstehen, dass sich dein Ex und seine Familie dir gegenüber anständig auf der Feier verhalten und evtl. bestimmte Themen nicht ansprechen.
Ein Kind hat nicht „einzustehen“ für die Befindlichkeiten seiner Eltern. Die haben ihren persönlichen Kram zu regeln und sich passend zu benehmen. Die Verantwortung dafür sollte an der richtigen Stelle bleiben.
 
  • #83
Dann überlass es ihr doch selbst, auf meinen Post zu antworten, sofern sie das möchte. Denn der war an sie gerichtet - nicht an dich.

Konflikte zu lösen, und zwar soweit, dass sie einen selbst nicht mehr belasten, hat nichts mit „heile Welt“ vorspielen zu tun. Wer einen menschlich enttäuscht hat, wird zukünftig mit anderen Augen gesehen und das verändert die Beziehung maßgeblich.

Ja, das Auseinanderfallen von Familien ist wirklich sehr wertvoll für Kinder. So lernen sie mal gleich, dass nichts sicher ist in diesem Leben und dass Erwachsene nichts im Griff haben - nicht einmal sich selbst - fördert das Vertrauen ins Leben enorm.

Ja, wenn Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse handeln, oder gar für sich einstehen, dann ist das schon enorm egoistisch. Sie müssen lernen, dass sie sich den Bedürfnissen von Erwachsenen unterzuordnen haben.

Und am besten sagt man ihnen dass dann auch, wie egoistisch sie sind. Fördert ihre spätere Beziehungsfähigkeit.
Nochmal zur Erinnerung, dieses Kind ist ein erwachsener junger Mann, kein Kind mehr. Und da gelten einfach andere Gesetze als für einen 5 jährigen.
 
  • #84
"Das Kind"..........schon eine eigenartige Beschreibung, es ist dein Sohn, dann schreib das auch so.
Meine beiden Söhne sind längst erwachsen, habe auch schon zwei Enkelkinder.
Es gab also schon eine Hochzeit, Taufen, Kindergeburtstage, bald steht die Erstkommunion meiner Enkelin ins Haus.
Ich bin seit 20 Jahren geschieden, trotzdem schaffen wir es, an diesen Tagen, lieb miteinander um zugehen, mit Ex-Schwiegereltern und neuen Partnern (wenn vorhanden), alles kein Problem.
 
  • #85
Eine kurze Rückmeldung meinerseits .
Ich habe auch während der Ehe immer geschluckt und hingenommen . Ich habe nach der Trennung und der Scheidung immer noch gute Miene zum bösen Spiel gemacht . Um des Friedens Willens . Ich bin wieder und wieder über meine Grenzen gegangen und habe ertragen .
Vielleicht aufgrund der Trauer bezüglich der zerstörten Familie , vielleicht auch um von der Schwiegerfamilie anerkannt und respektiert zu werden . Vielleicht auch um den Kindern ein Stück heile Welt zu bewahren .
Was man macht. Man macht es nicht richtig .
Nun ist es so , dass ich diese Klatsche bekommen habe und mir deutlich wurde , ich kann mich noch so anstrengen , ich kann noch so viel ertragen und zurückstecken. Es ändert nichts an der Tatsache . Ich bin ihnen egal . Das hat wehgetan .
Ich habe für mich beschlossen : es reicht .
Ich muss mich schützen . Es ist genug .
Ich will mit denen einfach nicht mehr .
Schon gar nicht in meinem Haus . In meinem Tanzbereich . Ich werde mit meinem Sohn sprechen , es wird sicher eine Lösung geben . Es ist auch möglich , dass ich dann eben nicht Teil der Feier bin .
Vielleicht ist es nächstes Jahr anders , ich ein Stück gefestigter . Bis zu einer Hochzeit dauert es hoffentlich noch .
Aber ich werde nicht mehr ertragen um anderen etwas Recht zu machen .
 
  • #86
und mir deutlich wurde , ich kann mich noch so anstrengen , ich kann noch so viel ertragen und zurückstecken. Es ändert nichts an der Tatsache . Ich bin ihnen egal . Das hat wehgetan .
Das tut weh.

Ich kenne diese Situation, sich für andere anstrengen zu wollen, um gemocht zu werden - von früher.

Sicher ein guter Grund, warum man niemals "kämpfen" sollte um Menschen, die einen schon mal weggestoßen haben (Nachbarthread).

Du hast nun realisiert: Geht nicht. Will ich nicht. Mache ich NIE mehr.

Die Erkenntnis ist schmerzhaft, aber du bist am Anfang eines neuen Weges.

Du wirst jetzt mehr auf dich achten. Du wirst dich beschützen.

Dein Leben verändert sich. Die alten Wunden verheilen nie ganz, aber du wirst stärker, weil du jetzt auf DICH achtgibst.
 
  • #87
Nur weil du aufhören willst, die Geburtstagsfeier für dein Kind und die Familie deines Ex auszurichten, bist du nicht egoistisch oder eine schlechte Mutter.

Ich bin mir sicher, du tust im Alltag immer noch jede Menge für deinen Sohn und unterstützt ihn. Das ist bei mir auch so. Und trotzdem entscheide ich selber, wie nahe ich meinen Ex samt Familie in mein Leben lasse.

Natürlich kannst du die Kränkung runterschlucken und alle einladen. Ist aber dauerhaft auch nicht gesund.
 
  • #88
Ja, das Auseinanderfallen von Familien ist wirklich sehr wertvoll für Kinder. So lernen sie mal gleich, dass nichts sicher ist in diesem Leben und dass Erwachsene nichts im Griff haben - nicht einmal sich selbst - fördert das Vertrauen ins Leben enorm.
Wenn die Familie bereits auseinander gefallen ist (was hier der Fall ist), dann sollte das Leben danach diese neue Realität abbilden, statt so zu tun als wäre alles wie zuvor, natürlich mit altersgerechten Erklärungen.
Man sieht doch am Beispiel der FS wo es hinführt, wenn man es nicht macht - irgendwann bricht das fragile Gebäude zusammen und der junge Erwachsene hat leider nur gelernt weiter zu agieren wie ein kleines unreifes Kind. Das hilft ihm enorm für seine spätere Beziehungsfähigkeit (Ironie off) und die FS zahlt den gesundheitlichen Preis.

Ja, wenn Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse handeln, oder gar für sich einstehen, dann ist das schon enorm egoistisch. Sie müssen lernen, dass sie sich den Bedürfnissen von Erwachsenen unterzuordnen haben.
Nein, aber als junge Erwachsene sollten sie gelernt haben, dass Dinge sich ändern können und die Welt davon nicht untergeht, dass man dann mit Dingen anders umgehen muss und dass auch Eltern Bedürfnisse haben gegenüber ihren bereits erwachsenen Kindern, resp. wenn die Kinder das Problem kennen.

Es geht, um die Waage halten wessen Bedürfnisse wann vorrangig sind entsprechend dem Anlass.
Hier geht es nur um einen oder 2 Geburtstagskaffees, nichts wirklich Relevantes, wo dem "Kind" keinerlei Schaden entsteht, wenn es seinen Bequempfad mal verlässt und sich der Wirklichkeit stellt und damit umgeht: grad sind die Familienteile sehr zerstritten.

Ich habe für mich beschlossen : es reicht..... Ich werde mit meinem Sohn sprechen
Glückwunsch, zur Erreichung des Meilensteins, denn so beginnt Aufarbeitung: den Ärger zulassen und bei Dir gucken, warum Du das machst. Nur dann kanst Du es ändern.
Und sieh Deinen Sohn in Gesprächen bitte zukünftig als erwachsenen Mann, nicht als "das Kind", von dem Du Dir genauso wenig "alles bieten" lassen solltest wie vom anderen Familienteil.

Es ist auch möglich , dass ich dann eben nicht Teil der Feier bin .
Vielleicht ist es nächstes Jahr anders , ich ein Stück gefestigter .
Du hast vorher hoffentlich noch genug Gelegenheiten, das gemeinsame Feiern "außer Haus" zu üben, Begegnungen nur auf neutralem Boden, möglichst auch mit weiteren Akteuren damit Du nicht auf Interaktion mit Menschen beschränkt bist, die Du aktuell nicht ausstehen kannst und die Dir hoffentlich bald piepegal sind.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #90
Ein Kind hat nicht „einzustehen“ für die Befindlichkeiten seiner Eltern. Die haben ihren persönlichen Kram zu regeln und sich passend zu benehmen. Die Verantwortung dafür sollte an der richtigen Stelle bleiben
Ja, da bin ich grundsätzlich ganz bei dir, lebens_lust. Eltern müssen ihren persönlichen Kram alleine regeln.
Mir ging es nur darum zu sagen, das jemand Erwachsenes in einer Gastgeberrolle einen Gast, der sich früher mal daneben benommen hat (hier der Ex der FS) mit der nächsten Einladung auch eine Ansage machen kann und sollte.
Mehr nicht.
Auf keinen Fall sollte sich der Sohn um den Kram seiner Eltern kümmern; möglichst nicht mal involvieren lassen sollte er sich.
 
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