• #1

Gedanken an andere Männer!

Ich (27) bin mit meinem Freund (31) 1,5 Jahre zusammen und sehr glücklich. Wir harmonieren super zusammen und lieben uns sehr. Ich sehe definitiv eine Zukunft mit ihm!
Lediglich das sexuelle ist für uns beide immer recht problematisch, was aber an mir liegt und nicht an ihm.
Ich bin leider schwer erregbar und noch schwerer zum Höhepunkt zu bringen, obwohl ich ihn durchwegs sehr attraktiv finde und er sich auch viel Mühe gibt. Ich schlafe gern und recht häufig mit ihm und genieße die körperliche Zuwendung aber wirkliche sexuelle Erfüllung habe ich noch nie erfahren. Für ihn ist der Sex laut seiner eigenen Aussage sehr befriedigend aber er leidet halt doch darunter dass er mir keine Erfüllung bieten kann, obwohl er weiß dass es nicht an ihm liegt. Das war in der Vergangenheit übrigens auch mit anderen Männern nicht anders. Auch mit Männern die für mich extrem attraktiv und sexuell sehr auf mein Wohlergehen fixiert waren. Einen Höhepunkt beim Sex hatte ich in 10 Jahren vielleicht 2 mal.

Nun merke ich aber seit einigen Wochen, dass ich mich phasenweise zu anderen - fremden - Männern hingezogen fühle. Dass ich darüber nachdenke wie sich ihre Haut und ihre Lippen anfühlen. Diese Männer sind keine, die ich persönlich kenne oder gar kennenlernen könnte. Auch kommt für mich ein Seitensprung in keinem Fall in Frage.
Aber ich würde lügen wenn ich sage dass sich diese Gedanken nicht auf unsere Beziehung auswirken. Ich merke dass ich in solchen Phasen - die zum Glück relativ kurz sind - im Alltag mit ihm unmotivierter und kühler bin.

Mir ist sehr bewusst, dass sich auch mit einem von diesen Männern in meinem Sexleben nichts ändern würde. Vermutlich könnte ich auch mit ihnen den Sex genießen aber im Endeffekt wären sie nur ein Strich auf der Liste. Auch spielen sie optisch in der selben Liga wie mein Freund.
Es geht mir ebenfalls nicht drum meinem Marktwert zu testen oder irgendwie mein Selbstbewusstsein zu pushen. Damit habe ich kein Problem. Aber trotzdem weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll.

Habt ihr einen Ratschlag? Ist sowas vielleicht sogar in einem bestimmten Rahmen normal oder gehts mir in meiner Beziehung nur einfach zu gut? Quasi das Sprichwort mit dem Esel und dem Eis?
Danke für eure Hilfe!
 
  • #2
Als angehender Psychologie-Student bräuchte ich mehr Einzelheiten um wirklich mit Gewissheit sprechen zu können, da man in deinen Aussagen allerdings schon einen großen Widerspruch erkennt möchte ich trotzdem etwas dazu schreiben.

Nun, du schreibst dass du dich immer wieder fragst wie sich die Haut und Lippen anderer Männer anfühlen, im selben Atemzug erwähnst du aber dass dir sehr bewusst ist dass sich ohnehin nichts an deinem Problem ändern würde. Daraus schließe ich, dass du hier falsch liegst. Ich denke dass dir Unterbewusst klar ist, dass es durchaus besser sein könnte, und dass du dich nach sexueller Befriedigung sehnst. Vermutlich ist deine Gewichtung bei der Partnerwahl, warum auch immer, zu Geborgenheitslastig, was allerdings nicht ganz deiner wahren Natur zu entsprechen scheint.

Du hast alles nur relativ oberflächlich beschrieben, es mag durchaus sein dass meine Einschätzung so nicht zutrifft, um absolute Gewissheit zu erlangen bräuchte ich mehr Informationen. Anhand deines Beitrages komme ich aber zu diesem Schluss.

Vielleicht wäre es ja hilfreich wenn du auf diesen Beitrag eingehen würdest.
 
  • #3
Im Übrigen kann es auch sehr kontraproduktiv sein wenn deine Partner "sehr auf dein sexuelles Wohlergehen fixiert" waren, wie du schreibst. Möglicherweise hast du auch genug davon, im Bett wie eine Jungfrau behandelt zu werden, um es mal vorsichtig auszudrücken.
 
  • #4
Hallo Bluemchen,
ich würde vor allem versuchen, das entspannt zu sehen. Mir ging es sehr lange auch so. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Sex mit zunehmendem Alter schöner wurde, weil ich gelassener geworden bin. Das nützt Dir jetzt aber nichts, ich weiß. Könnt Ihr denn darüber reden? Vielleicht entspannt es Dich bzw. Euch, wenn Ihr weniger "ambitioniert" seid, was den Orgasmus angeht. Und habt Ihr bzw. hast Du schon mal Liebesspielzeug ausprobiert? Da gibt es einige nette "Hilfsmittel", gerade auch für Frauen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht ;-). Wenn es gar nicht besser wird, könntest Du bzw. könntet Ihr auch mal eine Beratungsstelle aufsuchen. Dass Du derzeit andere Männer attraktiv findest, kann etwas zu tun haben mit Frust. Ist vielleicht aber auch einfach nur ein "Ausweichschwärmen", weil es mit Deinem Freund gerade nicht so gut läuft. Du sagst ja selbst, dass Du nicht davon ausgehst, dass es mit anderen Männern anders wäre. Ich wünsche Euch alles Gute!
 
  • #5
Zitat:
Ich merke ich seit einigen Wochen, dass ich mich phasenweise zu anderen - fremden - Männern hingezogen fühle. Dass ich darüber nachdenke wie sich ihre Haut und ihre Lippen anfühlen. Diese Männer sind keine, die ich persönlich kenne oder gar kennenlernen könnte.
Mir ist sehr bewusst, dass sich auch mit einem von diesen Männern in meinem Sexleben nichts ändern würde. Vermutlich könnte ich auch mit ihnen den Sex genießen aber im Endeffekt wären sie nur ein Strich auf der Liste. Auch spielen sie optisch in der selben Liga wie mein Freund.
Es geht mir ebenfalls nicht drum meinem Marktwert zu testen oder irgendwie mein Selbstbewusstsein zu pushen.
Also kennst Du die Männer nun oder phantasierst Du nur über unbekannte attraktive Männer, oder hast Du jetzt künftig vor, Männer, welche Deiner Phantasie anregen, absichtlich anzuflirten und ihr sexuelles Interesse an Deiner Person zu erregen?

Ich habe ab und zu auch solche Gedankenspiele von einem Mann, welcher mir gefällt. Aber bei dem "hach, es wäre schön gewesen", belasse ich es. Ist halt nur Phantasie und vielleicht würde sich mein "Traummann" in RL als unharmonischer, keineswegs einfühlsamer Mensch entpuppen.
 
  • #6
Liebe FSin, ich habe auch nicht Dein geschildertes Problem. Ich denke, Du solltest mit Deinem Freund gemeinsam schauen, vlt. über Tantra-Massage und in die Richtung.
Machst Du Selbstbefriedigung? Wenn bisher noch nicht, dann lerne zunächst darüber Deinen Körper und Vorlieben kennen.
 
  • #7
Angehender Psychologiestudent - das ist mal lustig. Was ist dass denn für ein Kompetenzmerkmal? :)

Liebe FS. Es ist völlig normal sexuelle Phantasien zu haben, welche sich nicht auf den eigenen Partner beziehen.
Häufig hilft das Kopfkino sogar, sich beim Sex zusätzlich zu stimulieren.

Solange es nicht zu einer drängenden Sehnsucht führt, welche Dich vom eigenen Partner entfremdet ist das also harmlos.
Leider schilderst Du jedoch genau solche Ansätze. Vielleicht vergehen diese, wenn Du solche Gedanken und Phantasien als normalen Aspekt Deiner Sexualität annimmst und schaust, ob Du sie zur Luststeigerung beim partnerschaftlichen Sex einsetzen kannst.
Die Gedanken sind frei..... und ihr könntet beide davon profitieren.
 
  • #8
Als angehender Psychologie-Student bräuchte ich mehr Einzelheiten um wirklich mit Gewissheit sprechen zu können...
Vielleicht wäre es ja hilfreich wenn du auf diesen Beitrag eingehen würdest.
Es ist mir ein großes Anliegen, alle Menschen ernst zu nehmen und zu respektieren, deswegen verkneife ich mir, jetzt einen fröhlichen Uz zu reißen ;-)

Liebe FS, du fragst explizit nach der Ursache für dein sexuelles Interesse an anderen Männern.
Dazu fällt mir nichts ein, nur Ausschließendes, was du selbst schon alles aufgezählt hast.

Darf ich auf Inhalte der Einleitung zu deiner Frage etwas äußern ?

Ich hatte meinen ersten Freund mit 16.
Mit ihm und den folgenden habe ich geschlafen.
Aber ich hatte niemals einen Orgasmus.
Sie konnten nichts dafür, genauso wie dein Freund.
Denn ich hatte nicht mal allein einen Orgasmus, und da klappt es ja wohl am ehesten.
Meinen ersten Orgasmus hatte ich mit 25. Jawohl, richtig gelesen, kein Tippfehler.
Dann habe ich ein bißchen geübt und seitdem komme ich sehr leicht, sehr schnell und sehr intensiv.
Ich allein.
In den 32 Jahren ( OMG ! ;-) ) seit meinem ersten Sex hatte ich etwa 1-5 x einen Orgasmus, den mir ein Mann verschafft hat.
In den 23 Jahren seit meinem ersten Orgasmus hatte ich unzählige Male einen Orgasmus, den ich mir verschafft habe.

Ich bin folglich nicht asexuell. Gibt's 'autosexuell' ? Das Wort ab jetzt und den Fall auch, here I am.

Jetzt fragen sich die geneigten Stammleser, inwiefern ich dann mit meinem Freund glücklich sein kann.
Nun, ihr wißt, ich bin eine Domse.
Ich liebe es aktiv zu sein, er liebt es, passiv zu sein.
Ich habe etwas davon, weitere pikante Details erspare ich euch.

Liebe FS, könnte es sein, dass deine Sexualität von dem, was in unsere Gesellschaft tradiert ist, abweicht ?
Es muss nicht die BDSM-Richtung sein.

Es könnte evtl. sein, dass eure Beziehung nicht halten wird, denn eine kompatible Sexualität dürfte mindestens wichtig, wenn nicht unverzichtbar sein. Meine Konsequenz nach über 10 Jahren Inkompatibilität mit mehreren Männern war der Verzicht darauf, einhergehend mit dem Verzicht auf eine Beziehung.
Ich war danach weitere über 10 Jahre allein.
Dann kam die Wende, die neue Erkenntnis und seitdem geht es mir gut.
Erst ein Jahr nur feiern, flirten und tanzen.
Dann drei Jahre Partnersuche mit kurzen Beziehungen.
Jetzt eine Beziehung.

Ich wünsche dir das gleiche Glück.

w 48
 
  • #9
Nein, es ist nicht normal, und es geht dir nicht zu gut.
Ihr leidet beide darunter, daß du nicht befriedigt wirst. Er leidet in seinem Selbstwert als Mann, und du, naja, hättest es ja auch lieber mit. Ich rate zu einer Sexualberatung, oder kauft euch ein paar Bücher, macht diese ganzen Übungen zu entspannter Sexualität und so weiter.
 
  • #10
(...) Liebe FS, könnte es sein, dass deine Sexualität von dem, was in unsere Gesellschaft tradiert ist, abweicht ?
Es muss nicht die BDSM-Richtung sein. (...)
Ich habe das angehende Psychologie-Studium schon hinter mich gebracht, antworte aber lieber mit Lebenserfahrung. Ich hatte ebenfalls den Gedanken, dass du auch etwas anderes brauchst, um eine erfüllende Sexualität zu genießen. Meinem Sexualpartner kann und sollte ich nicht die alleinige Verantwortung für meine Befriedigung aufbürden. Das erzeugt Druck, genauso wie die "Jagd" nach einem Orgasmus. Ich würde den fehlenden Höhepunkt erst einmal eine Weile ganz bewusst aus dem Sexleben ausklammern und eine entspannte Akzeptanz an den Tag leben. Und dann schauen, was du wirklich brauchst... Um herauszufinden was man "braucht" und "will" sollte man sich selbst erst einmal kennenlernen. Selbstbefriedigung -auch mit Sexspielzeug- ist da sicherlich ein guter Weg. Da kann dein Freund auch dabei sein, dir zuschauen, dich im Arm halten. Ich halte auch (aus Erfahrung) eine Tantramassage für eine gute Idee. Du wirst erstaunt sein, welche Empfindungen das auslöst - nicht nur auf rein körperlicher Ebene. Ihr könntet (sofern ihr das eifersuchtsfrei hinbekommt) euch fürs erste eine gemeinsame Tantramassage bei Profis gönnen (recht teuer, lohnt sich aber) und entweder ein Tantraseminar für Paare besuchen oder euch selbst in Tantramassage üben. Das bringt euch auch als Paar näher. Da gibt es auch ganz gute Literatur zur Yonimassage etc. (Riedl/Becker) mit Anleitungen, Ideen, Erklärungen. Mir scheint, dass der erste Schritt zur erfüllten Sexualität über Körpererfahrung gehen könnte. Mach dir nicht zu viele Gedanken über deine "Männerphantasien" - ich würde sie erst einmal als Ausdruck davon abhaken, dass du dir im Innersten sexuelle Erfüllung wünschst.
 
  • #11
Die FS hatte offensichtlich schon mehrere Beziehungen, die schon nach nicht allzu langer Zeit in die Brüche gegangen sind. Und anscheinend gab es da ähnliche Probleme. Jetzt nach 1,5 Jahren Beziehung merkt die FS wieder, wie sie sich immer mehr zu anderen Männern hingezogen fühlt, und distanziert sich zeitweise von ihrem Freund, sie wird beim Umgang mit ihm "unmotiviert und kühl". Das Problem der FS kommt bei vielen Paaren vor, dass es ein Anzeichen für ein nahendes Beziehungsende sein könnte, kann man trotzdem nicht von der Hand weisen.

Diese Art von Beziehungsproblem habe ich auch schon im Bekanntenkreis das ein oder andere mal erlebt. Es geht darum dass viele Frauen starke unbewusste Ängste des Verlassenwerdens haben und deshalb ist ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit übernormal entwickelt. Dieser Typ Frau fühlt sich ausschließlich zu Männern hingezogen, die mit ihrer Verhaltensweise diese Ängste nicht aktivieren. Da diese Männer oft sehr fürsorglich sind und einfühlsam mit ihr umgehen, erreicht sie jenen Grad an Sicherheit und Vertrauen, der für sie ausschlaggebend ist und ohne den sie sich nicht auf eine Beziehung einlassen kann.

Der Partner, der mit ihr eine Beziehung führt, gerät zwangsläufig in eine unterlegene Position, da er unbewusst gezwungen ist, sich sehr stark nach ihr zu richten. Diese psychologische Konstellation gibt ihr, oft in unbeabsichtigter Weise, die Dominanz über die Beziehung und beschert ihr zugleich, auf einer tiefen seelischen Ebene, eine Hemmung ihrer Sexualität verarbeitenden neuronalen Schaltkreise.

Mit einfachen Worten: Dieser Typ Frau formt sich den Mann so zusammen wie sie es möchte. Der Mann lässt das mit sich machen, er stellt seine Bedürfnisse für die Frau nicht nur hinten an, sondern er richtet seine Bedürfnisse oft sogar ganz nach ihr. Die Frau hat somit den Pantoffelhelden bekommen den sie unbedingt braucht, aber in Wahrheit eigentlich auch nicht möchte.

Blümchen, die Wurzel deines Problems ist sehr wahrscheinlich nicht der Sex an sich. Sex fängt schon viel früher an als im Bett, den ganzen gemeinsamen Alltag kann man als Vorspiel betrachten. Wenn jegliche Leidenschaft in der Beziehung fehlt wird es auch keine sexuelle Erfüllung geben. Zuviel Nähe und Abhängigkeit kann die Beziehung auf Dauer ersticken. Ich empfehle dir nicht dich grundlegend zu verändern, das wird ohnehin nicht gehen, aber du solltest doch zumindest einiges an dir in Frage stellen und daran arbeiten.

M28
 
  • #12
Ich würde ja jetzt als Frau gerne ein paar konstruktive Tipps dazu beitragen, im Augenblick frage ich mich allerdings, was bestimmte Mitleser mit intimen "Einzelheiten" hier treiben und lass es deshalb bleiben.
 
  • #13
Also kennst Du die Männer nun oder phantasierst Du nur über unbekannte attraktive Männer ....
Nein ich kenne sie nicht, und nein ich habe wie erwähnt nicht vor mich anderen Männern zuzuwenden. Egal in welcher Richtung.
Dass sich jemand ohnehin anders entpuppt als man ihn sich vorstellt ist durchaus der Fall, das sehe ich wie Du.

Könnt Ihr denn darüber reden? Vielleicht entspannt es Dich bzw. Euch, wenn Ihr weniger "ambitioniert" seid, was den Orgasmus angeht. Und habt Ihr bzw. hast Du schon mal Liebesspielzeug ausprobiert?
Mehr oder weniger. Das Problem ist, dass dieses Problem eben auch an ihm nagt und er sich durch Gespräche in diese Richtung unter Druck gesetzt fühlt. Dabei habe ich ihm nie einen Vorwurf daraus gemacht, geschweige denn ihm die Schuld daran gegeben.
Was das Spielzeug betrifft. Ja, wir haben es mal versucht. Aber er sieht wohl auch das Spielzeug (unbewusst?) als Beweis für sein Versagen an, was dazu führt dass es in der Vergangenheit manchmal auch gar nicht mehr geklappt hat.
Inzwischen bin ich übigens auch überhaupt nicht mehr ambitioniert da mir ein Sex ohne Orgasmus immer noch lieber ist als garkeiner.
Was nicht bedeutet dass ich mich beim Sex lustlos oder passiv verhalte. Es macht mir dennoch Spaß, was ich definitiv zum Ausdruck bringe.

Leider schilderst Du jedoch genau solche Ansätze. Vielleicht vergehen diese, wenn Du solche Gedanken und Phantasien als normalen Aspekt Deiner Sexualität annimmst und schaust, ob Du sie zur Luststeigerung beim partnerschaftlichen Sex einsetzen kannst.
Danke Laleila. Das ist ein wirklich guter Hinweis den ich für mich versuchen werde umzusetzen.

Liebe FS, könnte es sein, dass deine Sexualität von dem, was in unsere Gesellschaft tradiert ist, abweicht ?
Danke auch an Dich, frei. Möglich bestimmt, aber aktuell bin ich mir nich wirklich bewusst in welche Richtung das gehen könnte.
Ich werde darüber nachdenken.

Danke an alle dass ihr euch die Zeit genommen habt darauf einzugehen. Ich freue mich über jeden weiteren Beitrag!
 
  • #14
Dir geht es nicht zu gut, sondern du hast ein gravierendes Problem, wenn du beim GV nicht zum Orgasmus kommen kannst.

Das hat gar nichts mit Liebe, Zuneigung, Passung u.ä. zu tun, sondern mit TECHNIK.

Relevant für einen Orgasmus bei den meisten Frauen ist:

Gleichzeitige Stimulation der Klitoris! Sehr viele Frauen können
ohne diese Stimulation nicht zum Orgasmus kommen, mit aber schon. Da die meisten immer noch erschreckend uninformiert sind, wissen viele das gar nicht, dass während der Penetration auch gleichzeitig die Klitoris stimuliert werden sollte mit der Hand o.ä.;

Dann ist die Größe des Penis auch wichtig, denn Size does matter!
Ist ein Mann zu klein und vor allem zu schmal bestückt, dann bekommen viele Frauen bei ihm keinen Orgasmus, egal wie er sich bemüht;

Absolut ungeeignet für ein erfülltes Liebesleben sind Schnellspritzer. Die Erregungskurve einer Frau verläuft anders als beim Mann, lange nicht so steil, sondern langsam ansteigend bis zur Plateauphase, wo dann auch multiple Orgasmen möglich sind, das kann aber locker 20 Minuten anhaltende Penetration bis dahin dauern. Die meisten Männer halten aber gar nicht so lange durch.

Also am besten, sich den Mann erst einmal abreagieren lassen und beim zweiten Mal GV ist die Chance dann besser, weil der Mann dann länger kann. Wenn nicht, muß er ausgewechselt werden, gegen einen der länger durchhält, denn Durchhaltevermögen ist das entscheidende Merkmal eines guten Lovers, dieser hat gelernt, seinen eigenen Orgasmus hinauszuzögern.

Probieren geht über studieren, eine Frau, die nicht mindestens 10 verschiedene Lover hatte, kann gar nicht beurteilen, ob es an ihr liegt oder nicht, denn auf 10 schlechte Lover kommt nur ein guter, der einer Frau sicher einen Orgasmus bescheren kann und diese Quote ist noch optimistisch, wahrscheinlich ist sie 1:20, vor allem bei Frauen, die nicht so leicht erregbar sind.
 
  • #15
(...), eine Frau, die nicht mindestens 10 verschiedene Lover hatte, kann gar nicht beurteilen, ob es an ihr liegt oder nicht, denn auf 10 schlechte Lover kommt nur ein guter, der einer Frau sicher einen Orgasmus bescheren kann und diese Quote ist noch optimistisch, wahrscheinlich ist sie 1:20, vor allem bei Frauen, die nicht so leicht erregbar sind.
Ich bin sehr tolerant und hab auch nichts gegen viele Lover - aber das ist ja wohl Blödsinn. Meiner Meinung nach kann ein erfülltes Liebesleben nicht auf den Liebhaber/Partner abgewälzt werden. ICH trage erst einmal die Verantwortung für MEIN Liebesleben: dafür muss ich mich und meinen Körper kennenlernen, im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, was MIR gut tut und was ICH will. Und das Ganze dann noch kommunizieren. Erst dann kann ich erkennen, ob ein Mann ein "guter" oder "schlechter" Lover ist - was aber eigentlich nichts anderes bedeutetet wie, ob er zu MEINER Sexualität passt.
 
  • #16
Eine Frau, die einen Liebhaber, der nicht zu ihr paßt, weil er nicht in der Lage ist, ihr einen Orgasmus zu verschaffen, gegen einen anderen austauscht, handelt zielführend und klug.

Was jemand "muß", das sollte ja wohl jedem selbst überlassen bleiben. Keine Frau muß, bzw. sollte sich so einen Frust geben. Das Ende vom Lied sind meist Selbstzweifel und gar keine Lust auf Sexualität mehr. Das Schwingen der Moralkeule ist völlig unangebracht.

Es ist klug und zielführend, sich einen Lover zu suchen, der zu einem paßt und wenn eine Frau schwer erregbar ist (was bei vielen Frauen der Fall ist, die sind gar nicht "schwer", sondern durchschnittlich schnell oder langsam erregbar), dann braucht gerade sie einen Lover der lange durchhält, technische Kenntnisse hat und ausreichend bestückt ist. Davon gibt es leider nicht besonders viele und daher sollte die FS aktiv danach suchen, denn so gut wie jede Frau ist orgasmusfähig.

Die FS ist jetzt doch schon auf der Schiene, dass sie sich die Schuld gibt, weil sie meint, es läge nicht an den Männern, sondern an ihr. Sie hat einfach Pech, wie sehr viele Frauen, dass der Mann, den sie sich nach herkömmlichen Kriterien gesucht hat, sexuell nicht zu ihr paßt.

Frau sollte ihr Leben nicht vom Zufall abhängig machen und nicht 20 oder 30 Jahre verschwenden, bis sie zufällig auf einen Mann trifft, bei dem sie einen Orgasmus beim GV erlebt.

Ausgerechnet als Frau und angebliche Diplom-Psychologin in das Horn zu stoßen, dass eine Frau selbst schuld sei, wenn sie keinen Orgasmus bekommt, weil sie nicht an "sich arbeitet" und Männer von jeglicher Beteiligung daran freizusprechen, ist absolut unterirdisch und vor allem sehr unprofessionell für eine angebliche Diplom-Psychologin.

Sehr viele Frauen bekommen keinen Orgasmus beim GV und das weiß jede kompetente Psychologin, es sei denn, sie ist gar nicht diplomiert und hat nicht einmal eine Kassenzulassung und ist eine dieser "Therapeutinnen", welche die Welt ständig mit ihrem Halbwissen beglücken, wovon ich bei derartig vielen fachlich unqualifizierten postings ausgehe.

Die Zeiten, wo Frauen schamhaft verschwiegen haben, dass sie keinen Orgasmus bekommen und Theater spielen, um sich als vollwertige Frau zu fühlen und nicht als frigide Zicke abqualifiziert zu werden, welche nicht bereit ist, an sich zu arbeiten, sollten vorbei sein.
 
  • #17
Mal ganz davon abgesehen dass der Beitrag von Lara völlig an der eigentlichen Sache vorbei geht, stimmt vieles davon so natürlich auch nicht. Desweiteren bin ich leicht geschockt darüber wie hier die ein oder andere Frau denkt und empfindet.

Beispielsweise wird der FS empfohlen sich in die Vorstellung über andere Männer weiter hinein zu vertiefen und sich damit in Stimmung zu bringen, dabei wird völlig ignoriert dass in dem Moment eine Trennung von Sex und Liebe in einer (angeblich) intakten Liebesbeziehung stattfindet. Das darf natürlich jeder handhaben wie er möchte, für mich persönlich (und ich hoffe das gilt für viele andere auch) ließe sich das aber nicht mit meinen Überzeugungen und Wertvorstellungen vereinbaren. Wenn es das ist womit man sich zufrieden geben möchte, dann nur zu. Man sollte aber auch nicht ausblenden, dass das wenn überhaupt eine kurzfristige Lösung sein kann und dass man wahrscheinlich immer stärkere Reize benötigen wird, und dass es sehr wahrscheinlich ist sich damit vom Partner immer weiter zu distanzieren. Vor allem wenn man bedenkt dass man ihn damit in gewisser Weise hintergeht. Das mag man vielleicht nicht als Untreue sehen, fehlende Loyalität ist es aber in jedem Fall. Ob der Partner sich damit abfinden könnte oder nicht ist im Hinblick auf das Beziehungsende dann oft relativ egal.
 
  • #18
Habe leider nicht alles in einen Beitrag platziert bekommen. Seis drum.

Liebe FS, ich hatte dir ja empfohlen dich und dein Leben zu reflektieren und zu hinterfragen. Mach es dir bitte nicht so einfach wie dir hier von einigen empfohlen wird. Das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert und man wird oft nicht drum herum kommen Opfer zu bringen wenn man sich wirklich weiterentwickeln möchte. Solche halbwahren, handwerklichen Vorschläge führen dazu dass man sich immer mehr in Kleinigkeiten verstrickt und das große Ganze übersieht. Langfristig ist bei dieser Art von Beziehungsproblem damit niemandem geholfen. Ihr seid noch nicht lange zusammen und wenn ich dich richtig verstanden habe wiederholen sich bestimmte deiner Beziehungsmuster immer wieder. Auch dein Freund leidet schon jetzt darunter dass bei euch die Leidenschaft fehlt, und auch er kann damit nicht ganz zufrieden sein, denn auch wenn seine Gefühle momentan noch einiges "überdecken", wird der Zeitpunkt kommen an dem er einiges in Frage stellen wird (stellen sollte). Es ist naheliegend dass das mit der Zeit nicht besser, sondern eher schlechter wird, wenn sich nichts tut. Wenn du selbst überhaupt nicht mehr weiterkommst, solltest du vielleicht mal eine Paarberatung in Erwägung ziehen. Lass dir aber noch gesagt sein, dass nicht jeder Therapeut dir weiterhelfen kann. Auch da muss man erstmal den richtigen finden. :)


Gruß, Heiko
 
  • #19
@L_a_r_a: Nun, ich gehöre auch zu den ursprünglich "schwer erregbaren" Frauen. Und ich habe meinen Mann nicht ausgetauscht und ab Ende dreißig - oh, Wunder - war plötzlich nichts mehr mit "langsam". Es hat also sehr wohl mit einem selbst zu tun.

Dann habe ich eben meistens keinen Orgasmus beim GV an sich. Und? Mein Mann hatte immer genug Geduld, mich anders zu befriedigen.

Moderation: Nebenthema/Chat gelöscht
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Mach es dir bitte nicht so einfach wie dir hier von einigen empfohlen wird.
genau, am besten behandelst Du die schreibenden Foristen gleich mit......
Solche halbwahren, handwerklichen Vorschläge führen dazu dass ma

man beachte die handwerkliche, verklemmte Ausdrucksweise, wird hier eigentlich niemand misstrauisch, seine intimen Aussagen preisgebend ? Kopfschüttel......
 
  • #21
Desweiteren bin ich leicht geschockt darüber wie hier die ein oder andere Frau denkt und empfindet.
das gibt sich, wenn Du erstmal mehr praktische Erfahrung zum Thema gewonnen hast

öchte, für mich persönlich (und ich hoffe das gilt für viele andere auch) ließe sich das aber nicht mit meinen Überzeugungen und Wertvorstellungen vereinbaren.
ein professioneller Therapeut wir niemals ! einem Patienten/Ratsuchenden seine Wertvorstellungen aufdrücken, ist hoffentlich dann in Deinem anstehenden Studium ein wichtiges Thema.
Du hast recht, es gibt tatsächlich eine Reihe von Therapeuten/Behandlern, um die ich als Patient einen großen Bogen machen würde.
 
  • #22
Jetzt fragen sich die geneigten Stammleser, inwiefern ich dann mit meinem Freund glücklich sein kann.
Nein liebe frei, frag ich mich nicht, es gibt in einer Beziehung ganz unabhängig vom "Akt" unzählige Möglichkeiten, sich gegenseitig oder aber gemeinsam, jeder für sich selbst, zum Orgasmus zu bringen/bringen zu lassen, dabei kann man ebenso glücklich und zärtlich sein.
Ich bin keine Domse und finde, das "Muss" mit dem Akt wird kopflastig/Freud`sch überbewertet und ist eher schädlich und hinderlich, weil es psychischen Druck erzeugt.
Ich bin keine angehende Psychologiestudentin und spreche aus freudvoller Lebenserfahrung.
Die Ratschläge aus dem " Weg der Kaiserin" empfehlen anderes, aber das ist auch nicht jedermanns Sache.
 
  • #23
Eine Frau, die einen Liebhaber, der nicht zu ihr paßt, weil er nicht in der Lage ist, ihr einen Orgasmus zu verschaffen, gegen einen anderen austauscht, handelt zielführend und klug.
Sie handelt mit einer Trennung zielführend und klug, wenn der Liebhaber ganz allgemein und im Sexuellen nicht zu ihr passt, das sehe ich genauso. Allerdings handelt sie mit einer Trennung meiner Meinung nach eher unklug und übereilt, wenn ein Liebhaber "ihr keinen Orgasmus verschafft". Natürlich ist so gut wie jede Frau orgasmusfähig und man kann nicht von "Schuld" sprechen, wenn es nicht klappt. Allerdings kann man die Verantwortung für das Funktionieren auch nicht an den Partner abgeben, sondern sollte alleine oder mit dem Partner versuchen, die Blockaden aufzulösen. Die Abgabe der Verantwortung an einen Partner produziert eine gewisse Abhängigkeit, das Gefühl der Selbstverantwortung/Selbstwirksamkeit nimmt ab etc. Und das schnelle und häufige "Austauschen" von Männern, nur weil sie den gewünschten sexuellen Höhepunkt nicht liefern können - naja, wenn sonst alles passt und Sex trotzdem schön ist, ist wohl "Arbeit am Problem" zielführender und insgesamt weniger frustbeladen. Vor den eigenen Baustellen lässt sich schlecht weglaufen...
 
  • #24
Hier nochmal die FS..

Das hat gar nichts mit Liebe, Zuneigung, Passung u.ä. zu tun, sondern mit TECHNIK.
Relevant für einen Orgasmus bei den meisten Frauen ist:
Gleichzeitige Stimulation der Klitoris!
Das Problem ist nur dass einem Technik relativ wenig hilft wenn der Kopf nicht mitspielt. Und das ist in meinem Fall der Hauptgrund. Das hab ich zum Glück schon selbst eingesehen.

Das was mich hier so wundert ist, dass mir geraten wird den richtigen Mann zu suchen mit dem das alles klappt. An und für sich ein guter Rat den ich beherzigen kann/sollte. Doch woran merkt man, ob es der "richtige" ist? Doch wohl erst wenn man mit ihm im Bett war..
Und ich frage mich wie viele von den Usern, die mir hier geraten haben das auszutesten, würden mich im gleichen Atemzug als billig und leicht zu haben darstellen? Als Frau, die (O-Ton des Forums!) kein "Beziehungsmaterial" mehr ist weil sie mit XX Männern im Bett war?

Die FS hatte offensichtlich schon mehrere Beziehungen, die schon nach nicht allzu langer Zeit in die Brüche gegangen sind.

Mit einfachen Worten: Dieser Typ Frau formt sich den Mann so zusammen wie sie es möchte.
Und dich bitte ich darum in Zukunft deine Ratschläge hier nicht mit deinem Studium zu verbinden sondern selbiges am besten erst abzuschließen und deine Skills dann in deiner Praxis auszuspielen. Du liegst so weit daneben wie man nur daneben liegen kann.

Ich für meinen Teil werde daher die Ratschläge von frei und Tulaya beherzigen. Zur nächsten Blüte (omg wie das klingt..) kann ich im Zweifelsfall immernoch hüpfen, da ja meine Beziehung sonst anscheinend ohnehin den Bach runtergehen wird.
Dankeschön für eure wertvollen Ratschläge!
 
  • #25
Ich denke, dass es eine Mischung aus verschiedenen Dingen ist, die der FS zu einem freudvolleren Liebesleben verhelfen könnte. Den technischen Aspekt würde ich dabei nicht vernachlässigen, wie das hier im im Thread tendenziell anklingt. In dieser Hinsicht ist die Klitoris das Schlüsselwort, ohne sie geht so gut wie nichts. Wer schon einmal erlebt hat, dass sie aufgrund von Mehrdurchblutung durch Erregung auf Pflaumengröße anschwellen kann, der weiß um ihre Wichtigkeit.
Der Nerv, der Frauen in den Himmel schießt, wird auch durch eine bestimmte Stoßtechnik des Mannes stimuliert; zusätzliche Handarbeit kann ja auch stören, weswegen der Mann unbedingt auch auf die Stoßtechnik achten muss: Er soll in der Missionarsstellung darauf achten, dass seine Beckenknochen auf ihren zu liegen kommen und dann nach vorne, also Richtung Oberkörper der Frau, stoßen, nicht nach unten. Die Gebärmutter wird so in Schwingung gebracht und fängt als Folge irgendwann (--> gewisses Durchhaltevermögen) an, zu kontrahieren (=Orgasmus). Dafür muss "er" aber bei "ihr" oben (fast) anstoßen bzw sie ausfüllen (size). Zu dieser Technik, die die Zusammenhänge zwischen erfüllter Sexualität und Anatomie erklärt, gibt es von einer Ärztin (?) aus Übersee Material zum Lesen. Ich weiß leider nicht mehr, wie sie heißt. Klar ist, je geübter ein Paar wird und je besser sich eine Frau selbst kennt, desto leichter wird es. Steigendes Alter bei der Frau spielt auch eine Rolle.
Zudem muss bei beiden ein gegenseitiges starkes körperliches Begehren da sein, sonst bleibt es bei der technischen Turnübung. Begehren sich zwei grundsätzlich, kann Frau sich durch stimulierende Gedanken zusätzlich "aufwärmen".
Weiters halte ich den "Pantoffelhelden- Aspekt" für nicht ganz falsch.

Alles, was ich bis jetzt geschrieben habe, will ich aber auf keinen Fall so verstanden wissen, dass man einfach mal flugs den Partner austauschen solle. Wenn man wirklich wachsen will, lernt man mit dem eigenen Partner zusammen. Man liest (vielleicht auch mal "Lou Paget"), hört gut zu oder liest aufmerksam in Foren mit :) .... und setzt es um.
 
  • #26
Und dich bitte ich darum in Zukunft deine Ratschläge hier nicht mit deinem Studium zu verbinden sondern selbiges am besten erst abzuschließen und deine Skills dann in deiner Praxis auszuspielen. Du liegst so weit daneben wie man nur daneben liegen kann.

Ich für meinen Teil werde daher die Ratschläge von frei und Tulaya beherzigen. Zur nächsten Blüte (omg wie das klingt..) kann ich im Zweifelsfall immernoch hüpfen, da ja meine Beziehung sonst anscheinend ohnehin den Bach runtergehen wird.
Dankeschön für eure wertvollen Ratschläge!
Du hast dir den Mann natürlich nicht bewusst zurecht geformt, (siehe restlicher Beitrag) das sind Prozesse die oft sehr unterbewusst ablaufen, gegen die man auch weitgehend machtlos sein kann. Du musst dir natürlich selbst darüber bewusst werden was genau dir in deiner Beziehung fehlt. Ich denke dass ich mit meinen Ausführungen, die natürlich nichts mit meinem Studium etc. zu tun haben (was offensichtlich falsch rüberkam), schon sehr nahe dran sein dürfte. Möglicherweise aber, weichst du und/oder dein Freund als Charakter sehr stark von der Allgemeinheit ab. Das kann ich nicht beurteilen. Aber eins steht fest; Ähnliche Probleme wie das von dir geschilderte gibt es in wirklich sehr vielen Beziehungen. Oft kommt es zwar erst nach längerer Dauer zu diesen, aber früher oder später betrifft es einen sehr großen Teil der Menschen.

Ich weiß natürlich auch nicht woran du festmachen möchtest, dass da nichts dran sein soll. Ich habe dir im Gegensatz zu einigen anderen, keine direkten, praktischen Tipps gegeben womit du die Situation sozusagen "austricksen" sollst. Ich rate dir lediglich dazu, auch wenn das esoterisch klingt, mehr Zugang in dein Unterbewusstsein zu erlangen. Damit kann man nichts falsch machen.
 
  • #27
Möglicherweise bist du ja einfach leidenschaftlicher als dein Freund. Und bei dir regt sich nichts, weil du die selbe Leidenschaft bei ihm einfach nicht spürst. Möglicherweise bewunderst du ihn nicht, wünschst dir aber einen solchen Partner den du in gewisser Weise bewundern kannst. Vielleicht lag ich ja wirklich daneben, und du bist nur sehr anspruchsvoll. Nicht mal unbedingt was das sexuelle angeht, sondern vielleicht auch eher was die Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein, die Art zu denken und zu fühlen etc. beim Partner angeht?

Das was mich hier so wundert ist, dass mir geraten wird den richtigen Mann zu suchen mit dem das alles klappt. An und für sich ein guter Rat den ich beherzigen kann/sollte. Doch woran merkt man, ob es der "richtige" ist? Doch wohl erst wenn man mit ihm im Bett war..
Und ich frage mich wie viele von den Usern, die mir hier geraten haben das auszutesten, würden mich im gleichen Atemzug als billig und leicht zu haben darstellen? Als Frau, die (O-Ton des Forums!) kein "Beziehungsmaterial" mehr ist weil sie mit XX Männern im Bett war?
Wenn du glaubst du müsstest mit jedem akzeptablen Mann ins Bett steigen um rauszufinden ob er zu dir passt, kannst du das natürlich tun. Du darfst dabei aber nicht deine eigentlichen Prioritäten aus den Augen verlieren. Das heißt, dass es ja erstmal nicht nur funken muss, sondern auch dass auch eine gewisse Harmonie und kompatible Vorstellungen da sein sollten, wenn es etwas ernstes sein soll. Wenn man zu wissen glaubt dass diese Dinge gegeben sind, kann man ja auch irgendwann anfangen körperlich intimer zu werden. Das ist nicht dasselbe, wie wenn du mit jemandem in die Kiste springst, über den du wenig bis nichts weißt.
 
  • #28
Was ich übrigens vergessen hatte zu erwähnen, ist dass es sich hierbei auch um eine latente Bindungsangst handeln könnte. In der Psychologie spricht man von aktiven und passiven Vermeidern.

"Der aktive Bindungsvermeider hat richtiggehend Angst, eine tiefe Partnerschaft einzugehen. Nach einer anfänglichen Phase von grossen Gefühlen, die auch durchaus geäussert werden können, gelangen die aktiven Vermeider an einen Punkt, an dem die Angst zuschlägt. Aus Angst vor Abhängigkeit, Nähe und Verletzungen, wollen sie eine Distanz zwischen ihnen und ihrem Partner herstellen. Dazu gibt es mehrere (unbewusste) Mechanismen, wie zum Beispiel Abwertung des Partners, Distanzierung, und im schlimmsten Fall Fremdgehen. Meistens haben die aktiven Vermeider sehr hohe Erwartungen und Vorstellungen von ihrem Partner, denen in der Realität gar nicht gerecht werden kann. Der aktive Vermeider findet immer etwas Negatives am Partner - obgleich dieser ein liebenswerter, attraktiver Mensch ist, mit dem er sich super versteht. Dann wird er die Beziehung abbrechen oder sich zurückziehen. Er wird nun denken, dass der Partner einfach nicht der/die Richtige war. Dieses Muster wird sich aber in jeder Beziehung fortsetzen.

"Der passive Bindungsvermeider verliebt sich vorzugsweise in Menschen, die Ihnen von vornherein gar nicht gefährlich werden können. Es gibt schon von Anfang an eine eingebaute Distanz, wie zum Beispiel die wirkliche geographische Distanz (Fernbeziehung), gebundene oder verheiratete Menschen, Menschen, die viel Arbeiten oder die emotional wenig zugänglich sind. Und natürlich: oft auch aktive Bindungsvermeider. Verliebt sich allerdings ein Mensch in sie, der passt und der frei ist, dann wird dieser entweder ignoriert oder ist einfach nicht interessant. Sie brauchen den "Kick", das Kämpfen in einer Beziehung, um sich geliebt und lebendig zu fühlen. Es wird um den Partner gekämpft und gehofft, obgleich die Beziehung aussichtslos ist."

"Grundsätzlich ist es so, dass die Rollen gewechselt werden. Ein aktiver Vermeider kann durchaus in der nächsten Beziehung den passiven Vermeider übernehmen, weil der neue Partner noch größere Bindungsängste, als er hat. Das kann sogar innerhalb einer Beziehung vorkommen. Oft ziehen sich diese Beziehungstypen magisch an."

Angeblich sollen etwa 20% der Menschen zum passiven, 25% dem aktiven Typ Bindungsvermeider, und gut 50% dem sicheren Bindungstyp angehören.
 
  • #29
Was ich übrigens vergessen hatte zu erwähnen, ist dass es sich hierbei auch um eine latente Bindungsangst handeln könnte. In der Psychologie spricht man von aktiven und passiven Vermeidern.
Ich kann aus den Ausführungen der FS keinen Hinweis auf "latente Bindungsangst" entdecken... Auch wenn das durchaus eine Möglichkeit WÄRE, so ist sie aus ihren Ausführungen heraus eher weit her geholt und als Ansatz erst einmal kaum brauchbar. Für viel wichtiger erachte ich ihre Aussage, dass sie "sexuell schwer erregbar" ist und noch nie körperliche Erfüllung gefunden hat. Und zwar weder bei ihrem aktuellen Freund, noch bei anderen. Von daher macht es Sinn, erst einmal dort anzusetzen. Anders würde es wieder aussehen, wenn sie in einer "frischen" Beziehung viel Lust hat, schnell erregt wird, aber diese Lust nach mehr oder weniger kurzer Beziehungszeit abnimmt bzw. verschwindet. Auch wenn des Pudels Kern manchmal nicht gleich ersichtlich ist - meist "lohnt" es sich, erst einmal an dem Offensichtlichen zu starten und zu arbeiten, dann findet sich vieles von selbst. Und lieber Heiko... wenn du so umfangreich zitierst, hilft es durchaus, die Quelle anzugeben...
 
  • #30
Ich kann aus den Ausführungen der FS keinen Hinweis auf "latente Bindungsangst" entdecken... Auch wenn das durchaus eine Möglichkeit WÄRE, so ist sie aus ihren Ausführungen heraus eher weit her geholt und als Ansatz erst einmal kaum brauchbar. Für viel wichtiger erachte ich ihre Aussage, dass sie "sexuell schwer erregbar" ist und noch nie körperliche Erfüllung gefunden hat. Und zwar weder bei ihrem aktuellen Freund, noch bei anderen. Von daher macht es Sinn, erst einmal dort anzusetzen. Anders würde es wieder aussehen, wenn sie in einer "frischen" Beziehung viel Lust hat, schnell erregt wird, aber diese Lust nach mehr oder weniger kurzer Beziehungszeit abnimmt bzw. verschwindet. Auch wenn des Pudels Kern manchmal nicht gleich ersichtlich ist - meist "lohnt" es sich, erst einmal an dem Offensichtlichen zu starten und zu arbeiten, dann findet sich vieles von selbst. Und lieber Heiko... wenn du so umfangreich zitierst, hilft es durchaus, die Quelle anzugeben...
Ich denke, den Worten der FS nach zu urteilen geht es hier eher nicht um den Sex per se. Sie schreibt dass sie das Problem schon immer, also auch mit allen anderen Partnern hatte. Außerdem schreibt sie nicht dass sie sich hauptsächlich nach Sex mit anderen sehnt, sondern in erster Linie nach Nähe und Zärtlichkeiten mit anderen. Zitat: "Dass ich darüber nachdenke wie sich ihre Haut und ihre Lippen anfühlen."

Bindungsangst sorgt ja dafür, dass man sich dem Partner nicht voll und ganz öffnen kann, allerdings ist dies bei vielen Grundvoraussetzung für eine erfüllte Sexualität. Von daher erscheint mir die Theorie mit der Bindungsangst schon naheliegend. Quellen dazu gibt es übrigens reichlich.