• #31
Was ich übrigens vergessen hatte zu erwähnen, ist dass es sich hierbei auch um eine latente Bindungsangst handeln könnte. In der Psychologie spricht man von aktiven und passiven Vermeidern.
Ich kann aus den Ausführungen der FS keinen Hinweis auf "latente Bindungsangst" entdecken... Auch wenn das durchaus eine Möglichkeit WÄRE, so ist sie aus ihren Ausführungen heraus eher weit her geholt und als Ansatz erst einmal kaum brauchbar. Für viel wichtiger erachte ich ihre Aussage, dass sie "sexuell schwer erregbar" ist und noch nie körperliche Erfüllung gefunden hat. Und zwar weder bei ihrem aktuellen Freund, noch bei anderen. Von daher macht es Sinn, erst einmal dort anzusetzen. Anders würde es wieder aussehen, wenn sie in einer "frischen" Beziehung viel Lust hat, schnell erregt wird, aber diese Lust nach mehr oder weniger kurzer Beziehungszeit abnimmt bzw. verschwindet. Auch wenn des Pudels Kern manchmal nicht gleich ersichtlich ist - meist "lohnt" es sich, erst einmal an dem Offensichtlichen zu starten und zu arbeiten, dann findet sich vieles von selbst. Und lieber Heiko... wenn du so umfangreich zitierst, hilft es durchaus, die Quelle anzugeben...
 
  • #32
Ich kann aus den Ausführungen der FS keinen Hinweis auf "latente Bindungsangst" entdecken... Auch wenn das durchaus eine Möglichkeit WÄRE, so ist sie aus ihren Ausführungen heraus eher weit her geholt und als Ansatz erst einmal kaum brauchbar. Für viel wichtiger erachte ich ihre Aussage, dass sie "sexuell schwer erregbar" ist und noch nie körperliche Erfüllung gefunden hat. Und zwar weder bei ihrem aktuellen Freund, noch bei anderen. Von daher macht es Sinn, erst einmal dort anzusetzen. Anders würde es wieder aussehen, wenn sie in einer "frischen" Beziehung viel Lust hat, schnell erregt wird, aber diese Lust nach mehr oder weniger kurzer Beziehungszeit abnimmt bzw. verschwindet. Auch wenn des Pudels Kern manchmal nicht gleich ersichtlich ist - meist "lohnt" es sich, erst einmal an dem Offensichtlichen zu starten und zu arbeiten, dann findet sich vieles von selbst. Und lieber Heiko... wenn du so umfangreich zitierst, hilft es durchaus, die Quelle anzugeben...
Ich denke, den Worten der FS nach zu urteilen geht es hier eher nicht um den Sex per se. Sie schreibt dass sie das Problem schon immer, also auch mit allen anderen Partnern hatte. Außerdem schreibt sie nicht dass sie sich hauptsächlich nach Sex mit anderen sehnt, sondern in erster Linie nach Nähe und Zärtlichkeiten mit anderen. Zitat: "Dass ich darüber nachdenke wie sich ihre Haut und ihre Lippen anfühlen."

Bindungsangst sorgt ja dafür, dass man sich dem Partner nicht voll und ganz öffnen kann, allerdings ist dies bei vielen Grundvoraussetzung für eine erfüllte Sexualität. Von daher erscheint mir die Theorie mit der Bindungsangst schon naheliegend. Quellen dazu gibt es übrigens reichlich.
 
  • #33
@ Heiko:

Als nicht einmal studierter Diplom-Psychologe und ohne jegliche Erfahrung solltest du mit deinen abenteuerlichen Schlußfolgerungen nun aber langsam mal einen Punkt machen!

Es gibt hier Posterinnen, die sind Diplom-Psychologen, Psychotherapeutinnen mit Kassenzulassung und täglichem Patientenkontakt seit Jahrzehnten.

Die FS hatte bereits eingeräumt, dass sie noch nicht viele Sexualpartner hatte.
Als Psychologe muß man immer den Kontext berücksichtigen, in dem Phantasien und Träume auftreten und nicht herumfabulieren was es so alles gibt, was alles vorkommt und was wo nachzulesen ist!

Die FS träumt von Haut und Lippen und anderen Männern, das sind ziemlich eindeutige Zeichen ihrer sexuellen Frustration und nicht der Suche nach Liebe Zärtlichkeit usw., denn auf dem Gebiet hat sie ja gerade keine extremen Defizite.

Mal gehört, was am Ballermann, Balaton, Lloret de Mar, Ibiza usw. usw. in punkto Sexualität abgeht? Das sind sicher nicht alles Menschen auf der Suche nach der großen romantischen Liebe.
Erfüllende Sexualität hat nicht unbedingt etwas mit Liebe und Romantik zu tun, das gibt es durchaus auch ganz anders.
Das Problem der meisten langjährigen Paare ist, dass eine Fremdheit und somit erotisches Prickeln fehlt. Darüber gibt es auch Literatur (z.B. guter Sex trotz Liebe).
Viele Menschen können sich besser fallenlassen bei einer Person, die ihnen gerade nicht so nahesteht.

Als Psychologe sollte man seine eigenen Moralvorstellungen nicht mit seiner Tätigkeit vermengen. Das Zauberwort heißt ABGRENZUNG. Spießige Moralvorstellungen und erfüllende Sexualität gehen meist nicht zusammen und einige sollten sich überlegen, ob es nicht besser wäre, Theologie anstatt Psychologie zu studieren, denn als Therapeut bekommt man Dinge zu hören, die sich einige hier offenbar in ihren kühnsten Träumen gar nicht vorstellen können und da sollte man nicht stammeln und rot anlaufen.

Die FS sollte nach einem passenderen Partner suchen, genießen und schweigen und sich absolut keine Gedanken darüber machen, ob irgend welche Männer sie noch als Beziehungsmaterial ansehen würden (was ein mega spießiger Begriff!).

Wenn etwas aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es meist auch eine, alte Psychologenweisheit und die FS hat Sehnsucht nach einem Orgasmus und sexueller Erfüllung, was völlig normal und verständlich ist und entsprechend sollte sie handeln. So einfach ist das oft!
 
  • #34
IVon daher erscheint mir die Theorie mit der Bindungsangst schon naheliegend. Quellen dazu gibt es übrigens reichlich.
Kann ich allenfalls mit viel Phantasie hereininterpretieren - dazu kenne ich die FS halt nicht. Aus ihren Ausführungen heraus, würde ich allerdings eher raten, am akuten Problem anzusetzen: schwere sexuelle Erregbarkeit... Körper und Bedürfnisse kennenlernen. Und wenn in dieser Richtung kein Fortschritt passiert, dann kann man noch über andere Ursachen nachdenken. Man tut gut daran, nicht zu viele Baustellen auf einmal aufzumachen. Und als Hinweis für dich. wenn man zitiert "gehört" es sich einfach, dass man die Quellen angibt. Wirst du im Studium zwingend notwendig müssen, damit der Leser deiner Ausführungen überhaupt eintüten kann, von wem und in welchem Zusammenhang diese Aussagen überhaupt stammen. Sprich, wie fundiert die Begründungen überhaupt sind und ob der Leser da "mitgehen" kann...
 
  • #35
Die FSin hat sich nicht geäußerst darüber, ob sie bei Selbstbefriedigung generell zum Höhepunkt kommt oder nicht, wäre auch zuviel verlangt, sie hier danach zu fragen.
Mich hat keiner sexuell aufgeklärt und bin bei vielem unsicher und verklemmt. Vielleicht liegt hier Pudels-Kern.
Ich denke, man sollte bei der FSin zunächst erst einmal schauen, wo ihre Vorlieben liegen und ob sie gemeinsam mit ihrem Freund etwas optimieren kann, in dem man dies und das körperlich ausprobiert und stimuliert, dass sie Spass am Sex entwickelt und auch es für sie auch ohne den Höhepunkt erfüllend ist.
Ich würde der FSin keine Bindungsangst unterstellen wollen, welche zu therapieren wäre. (Auch wenn dies als eine der vielen Optionen denkbar wäre.)
Vielleicht liegt es beim Freund der FSin, doch an der Größe, Dicke oder Technik oder die FSin hat ihr einen unbekannten, unbewussten Fetisch oder ist wirklich schwer erregbar.
Es gibt immer zwei Seiten der Medaille: manche Frauen sind schnell Feuer und Flamme, kommen immer zum Orgasmus und andere weniger oder kaum. Ist alles normal und menschlich. Menschen sind keine Maschinen und alle individuell (auch individuell erzogen).
 
  • #36
@L_a_r_a

Natürlich ist es ein Anzeichen von sexueller Frustration, wer hat das abgestritten? Aber man kann genauso wenig abstreiten dass es da bei sehr vielen, um nicht zu sagen den meisten Leuten, einen Zusammenhang gibt. Möglicherweise könnte sie sich besser fallen lassen wenn ihr der Typ egal wäre, genauso ist es möglich dass sie sich besser fallen lassen könnte wenn sie sich dem Partner voll und ganz öffnen könnte. Eine Ferndiagnose zu treffen ist hier kaum möglich und das habe ich auch nicht getan. Wir können die FS hier nur darauf aufmerksam machen was es denn evtl. sein könnte. Und daraus kann sie ja selbst entscheiden was für sie hilfreich ist und was nicht. Natürlich gibt es viele Leute die auch oder gerade besonders dann sexuelle Befriedigung erlangen wenn sie echte Nähe und Intimität ausschließen. Das kann bei der FS so sein, es kann aber eben auch genau anders sein. Wenn die FS das Bedürfnis hat ihre Sexualität mit Männern auszuleben die ihr egal sind kann sie das auch tun, das muss sie selbst entscheiden und das habe ich doch auch schon geschrieben. Auch hatte ich ja als erstes schon geschrieben dass zu viel Nähe da sein könnte, was sie ja bereits verneint hat. Zitat: weiter kann man nicht daneben liegen.

Nach diesen Worten habe ich in Erwägung gezogen dass das Problem eben auch genau anders gelagert sein könnte. Dass man Bingungsangst hat kann ja auch bedeuten, dass man eher dann Befriedigung erlangt, wenn die Person einem eben nicht Nahe steht. Weiß gar nicht wo hier das Problem ist.

Möglicherweise befindet sich die FS eben in genau diesem Bereich in dem keine sexuelle Erfüllung möglich ist, sprich; Sie hat weder genug Nähe zum Partner, noch hat sie genug Distanz zum Partner.
 
  • #37
Sexualität ist Kommunikation. Wenn ihr im Bett so gar nicht zusammenpsst dann tut ihr das auch sonst nicht. Im Bett wird das Problem nur für viele erst erkennbar. Falls ich bisher daneben lag, dann scheint folgendes sehr wahrscheinlich.

Deinem Freund scheint zumindest das letzte Quänchen Einfühlsamkeit zu fehlen. Wenn ich mit einer Frau zusammen bin und sie liebe dann gibt es auch einen sexuellen Prozess in Form einer Weiterentwicklung. Nicht dass ich besondere Praktiken hinzuziehen würde, nein, es heißt nur dass wir beim nächsten mal nicht wieder bei Null anfangen und letztlich wieder dem selben Grundschema folgen, sondern dass ich auf alles an ihr besonders achte, ihre Bewegungen, ihre Atmung, ihre Mimik etc. und ggf. auch mal kurz Rückmeldung einfordere und daraufhin gleich Anpassungen vornehme. Das alles muss man natürlich mit den entsprechenden Bewegungen in den richtigen Kontext bringen. Selbst Kleinigkeiten können großes bewirken. Beim nächsten mal wird wieder dort angesetzt wo wir aufgehört haben. Das heißt dass ich mir alle Interaktionen und ihre Auswirkungen sehr gut einpräge und mit dem Moment in Verbindung bringen zu versuche. Das alles erfordert eine Menge Wachsamkeit, Einfühlsamkeit und Sensibilität.

Außerdem könnte ich mir sehr gut vorstellen dass du deinen Körper nicht gut genug kennst und die Verantwortung für deine Befriedigung komplett an ihn abgibst. Damit machst du natürlich alles nochmal schwieriger. Es soll viele Frauen geben die einfach nicht selbst Hand anlegen weil sie gewisse Hemmungen haben. Falls du zu ihnen gehörst solltest du das vielleicht nochmal überdenken.
 
  • #38
Als letztes möchte ich noch etwas zum ausleben deiner Sexualität mit dir unbedeutenden Männern sagen. Du wirst das natürlich selbst entscheiden müssen, und es mag sein dass dich das kurzzeitig befriedigen könnte. Moralisch möchte ich das nicht bewerten, aber möchte dich aufmerksam machen, dass du möglicherweise sexuelle Befriedigung mit einer Affäre erlangst und danach vom Typen abhängig bist. Denn das was dich befriedigen wird sind bei weitem nicht nur die technischen Einzelheiten, sondern das Gesamtpaket also wahrscheinlich auch der eine Mann und alles drum herum.

Man kann hier rauslesen dass Sexualität mit Erotik beginnt und im besten fall fließend aufsteigt. Sicherlich spielen auch technische Dinge eine Rolle, aber die Umsetzung derer geht in der Regel nur mit der nötigen Feinfühligkeit. Der Mann muss dich entweder wahrhaftig lieben, und sich mit dir gemeinsam, in jeder Hinsicht nicht nur sexuell entwickeln, oder ein sehr guter Liebhaber sein, der wahrscheinlich keine Beziehung mit dir möchte. Im letzten Fall würdest du nach der Affäre wieder von vorne beginnen weil du ja erstmal den richtigen Mann bräuchtest. Höchstens würdest du danach genau wissen was du erwartest, was allerdings auch sehr problembehaftet ist. Denn das führt oft dazu dass zukünftige potentielle Partner in ein Schema gepresst, Beziehungen zur gegenseitigen Bedürfnisbefriedigung degradiert werden und nur noch auf kapitalistischen Motiven beruhen. Die Entscheidung liegt natürlich trotzdem bei dir.