• #1

Gedanken hinterfragen - Was haltet ihr von dieser Methode?

Ich war letzte Woche an einem super spannend Kurs, genannt "The Work- Byron Katie". Es geht darum, dass wir jeden Tag anscheinend ca. 70-80 Tausend Gedanken haben, wovon viele um die Vergangenheit (was zur Depression) oder Zukunft (welches Ängste beschwören kann) drehen. Viele Gedanken sind also total unnötig und bringen uns weg von uns und der Gegenwart. Die Vergangenheit ist tot und die Zukunft ist ungewiss, im Hier und Jetzt müssen wir leben. Was morgen ist wissen wir nicht, was gestern war ist tot.

Byron Katie hat eine Methode erfunden, wie wir unsere Gedanken hinterfragen, Natürlich geht es dabei um stressige Gedanken oder Glaubensmuster. Ich mache euch ein Beispiel eines stressigen Gedankens aufgrund einer anderen Person:

"Er hört mir nie zu".

1. Also allererstes schreibt man dann auf: Ich bin wütend/traurig/hilflos/verletzt etc. und weil...(z.B. er hört mir nicht zu).

2. Danach schreibt man auf, was er ändern soll. Zum Beispiel: Er soll nicht reden wenn ich rede, sondern zuhören.

3. Als 3. gibt man einen Rat an die Person. Zum Beispiel: Er sollte mir aufmerksam zuhören und mich ernst nehmen.

4. Schreibt man auf, was man in dieser Situation braucht um glücklich zu sein. Zum Beispiel: Ich wünsche mir Verständnis.

5. Schreibt man alles negative auf, was man in dieser Situation (er hört mir nicht zu) über ihn denkt. Zum Beispiel: Dieser Idiot, dieses Arsch, etc. Egal, hier darf man auslassend sein.

6. Schreibt man auf, was man in dieser Situation nie mehr erleben will.

Danach, wenn man das gemacht hat, geht man in die Situation (Er hört mir nicht zu) rein und stellt sich der Reihenfolge 4 Fragen:

1) Ist das wahr? Ja oder Nein.
2) Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? Ja oder Nein.
3) Wie reagiere ich, wenn ich diesen Gedanken glaube?
4) Was wäre ich ohne diesen Gedanken?

Man kommt dann schon auf einige tolle Erkenntnisse. Weiter kann man auch den Gedanken noch umkehre, à la: Ich höre mir selber nicht zu, Er hört mir zu, Ich höre ihm nicht zu.-->Dabei wird man erkennen, dass vieles auch Spiegel von uns sind.

Das alles ist die Shortversion von "The Work". Ich weiss, es klingt abstrakt, aber es hilft wirklich. Habt ihr schonmal davon gehört? Was denkt ihr so? Habt ihr andere Methoden?
 
  • #2
Das habe ich irgendwann vor 20 Jahren schonmal gehört.
Danach, wenn man das gemacht hat, geht man in die Situation (Er hört mir nicht zu) rein und stellt sich der Reihenfolge 4 Fragen:

1) Ist das wahr? Ja oder Nein.
2) Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? Ja oder Nein.
3) Wie reagiere ich, wenn ich diesen Gedanken glaube?
4) Was wäre ich ohne diesen Gedanken?
Eine von den Methoden, bei denen ich den Grundansatz spannend finde, ohne dass ich denke, man muss sie auf Punkt und Komma befolgen. Es gibt viele Ansätze in der Richtung, moderner wäre ein systemischer Ansatz oder auch die konstruktivistische Sichtweise (die ich demnächst in einer Weiterbildung vertiefe).

Man könnte als 5) ja zum Beispiel noch ergänzen: "Was wäre, wenn die ganze Welt diesen Gedanken für wahr (oder falsch) halten würde?", "Was würde eine Außerirdische zu diesem Gedanken sagen?", die Fragen 3 und 4 negieren oder aber sich fragen, woher der Gedanke kommt oder ob ihn unterschiedliche Menschen unterschiedlich denken.
Das alles ist die Shortversion von "The Work". Ich weiss, es klingt abstrakt, aber es hilft wirklich. Habt ihr schonmal davon gehört? Was denkt ihr so? Habt ihr andere Methoden?
Mir hilft es, manche Gedanken auf eine abstraktere Ebene zu heben und einfach darüber nachzudenken, was wäre, wenn ich bestimmte Gedanken zulasse. Ich muss sie dann ja nicht mal für mich umsetzen, aber ich kann besser akzeptieren, dass andere Menschen das für sich so sehen.

Wenn ich das jetzt so spontan mit dem Beispiel: "Treue ist das Fundament jeder Beziehung" durchdenke, komme ich zu interessanten Erkenntnissen. Eine Gesellschaft ohne den Gedanken der Treue wäre eine völlig andere Gesellschaft. Ob sie besser oder schlechter wäre, darüber könnte ich spontan nicht mal eine Aussage treffen.
 
  • #3
Hilfe, ist das kompliziert.
Ich löse das praktisch pragmatisch:

Wenn ich mich mit jemanden unwohl fühle, dann trenne ich mich. Im Hier und Jetzt.

Dafür reicht das Gefühl, da muss ich mich nicht noch selbst hinterfragen.

Denn selbst wenn ich theoretisch feststelle, dass ich im Unrecht bin, nützt es mir nicht und ich fühle mich immer noch unwohl mit ihm.
 
  • #4
Ich habs versucht. Es klappt.

"Sie geht mir auf den Sack"

1. Ich bin ratlos, aber auch ein bißchen amüsiert.

2. Erst nachdenken. Dann schreiben.

3. Lies das :
(nochmal) "Denke nach bevor Du schreibst."

4. Ich wünsche mir (auch) Verständnis.

5. Diese ***** hat ***, ****** und überhaupt ******.

6. *****

1. Ja
2. Nein
3. Was? (Unverständnis)
4. Kimi 2.0

Sie schreibt einfach nicht mehr. Ich lese es einfach nicht. Ich lese es und tue so, als wenn ich es nicht gelesen habe. Ich warte immer noch auf die Erkenntnis.
 
  • #5
(die ich demnächst in einer Weiterbildung vertiefe).
Find ich mega attraktiv dass sich ein Mann damit beschäftigt :)!
Man könnte als 5) ja zum Beispiel noch ergänzen: "Was wäre, wenn die ganze Welt diesen Gedanken für wahr (oder falsch) halten würde?", "Was würde eine Außerirdische zu diesem Gedanken sagen?", die Fragen 3 und 4 negieren oder aber sich fragen, woher der Gedanke kommt oder ob ihn unterschiedliche Menschen unterschiedlich denken.
Ja, könnte man.
Mir hilft es, manche Gedanken auf eine abstraktere Ebene zu heben und einfach darüber nachzudenken, was wäre, wenn ich bestimmte Gedanken zulasse. Ich muss sie dann ja nicht mal für mich umsetzen, aber ich kann besser akzeptieren, dass andere Menschen das für sich so sehen.
Danke, werde ich auch mal probieren.
Wenn ich das jetzt so spontan mit dem Beispiel: "Treue ist das Fundament jeder Beziehung" durchdenke, komme ich zu interessanten Erkenntnissen. Eine Gesellschaft ohne den Gedanken der Treue wäre eine völlig andere Gesellschaft. Ob sie besser oder schlechter wäre, darüber könnte ich spontan nicht mal eine Aussage treffen.
Ich denke die Welt wäre weder besser noch schlechter.

@Joggerin Am Anfang klingt es unglaublich kompliziert und ist schwierig, aber es kann sehr helfen.
 
  • #6
Die Vergangenheit ist tot und die Zukunft ist ungewiss, im Hier und Jetzt müssen wir leben. Was morgen ist wissen wir nicht, was gestern war ist tot.
Das erinnert mich an einem Buchzitat von Nachtzug nach Lissabon : Wir leben im hier und jetzt, alles, was vor uns war, ist Vergangenheit, zum Großteil Teil vergessen.

Im übrigen glaube ich nicht, dass die Vergangenheit tot ist.
Die Vergangenheit, die nichts anderes ist als unsere Erinnerung, macht aus uns das, was wir sind.
Wenn ich ein Problem mit jemandem habe, suche ich nach Lösungen, suche ein Gespräch, hinterfrage ob ich selber etwas tun kann. Was du aber schreibst, löst das Problem nicht. Ich verstehe die Methode nicht ganz. Vielleicht kannst Du es näher erläutern?
 
  • #7
Was du aber schreibst, löst das Problem nicht. Ich verstehe die Methode nicht ganz. Vielleicht kannst Du es näher erläutern?
Es ist schwierig für mich das zu erläutern. Hauptsächlich geht es darum, dass man erstmals hinterfragt, ob man wirklich sicher ist dass das stimmt. Man sagt schnell "Ja er hört mir nicht zu". Wenn man dann aber genauer in sich geht, merkt man, dass er evtl. doch zuhört, einfach nicht damit umgehen kann, müde ist, überfordert etc. Also ist meistens "Kannst du das mit absoluter Sicherheit wissen?" schon mit Nein zu beantworten. Also hat man einfach den Gedanken "Er hört mir nicht zu" der einen stresst. Wenn man dann fragt, was man ohne diesen Gedanken wäre, sieht man, dass es besser ist. Ich zum Beispiel habe es mit meinem Vater gemacht. "Er nimmt meine Krankheit nicht ernst". Dann kam schon bald mal, dass ich das nicht wissen kann. Er war immer da, hat viel geredet, mich besucht und gemacht. Diese Frage kann ich sogar mit einem klaren Nein beantworten. Dann weiter ging es, was ich ohne diesen Gedanken wäre und wieso er überhaupt 1:1 die gleiche Meinung haben muss wie ich, obwohl ich genug alt bin etc. -->Dabei habe ich zum Beispiel erkannt, dass ich falsche Erwartungen habe und mir selber geben kann, was ich mir von anderen Leuten wünsche. Für mich war es somit hilfreich. Verstehst du?
 
  • #8
Ich war letzte Woche an einem super spannend Kurs, genannt "The Work- Byron Katie". Es geht darum, dass wir jeden Tag anscheinend ca. 70-80 Tausend Gedanken haben, wovon viele um die Vergangenheit (was zur Depression) oder Zukunft (welches Ängste beschwören kann) drehen. Viele Gedanken sind also total unnötig und bringen uns weg von uns und der Gegenwart. Die Vergangenheit ist tot und die Zukunft ist ungewiss, im Hier und Jetzt müssen wir leben.
Schön das du dich auf den Weg gemacht hast und auch Methoden versuchst, die etwas unorthodox wirken. Ich wünsche dir sehr viel erhellende Momente beim Überprüfen deiner Gedanken.
Ist es nicht! Es wirkt nach und es Teil dessen was dich ausmacht. Es hält dich aber auch im Opfer und das sollte nicht so sein. Oft will man diese vermeintlich negativen oder gar traumatischen Anteile weg haben. Das funktioniert nur leider nicht. Es hat lange gedauert das zu verstehen. Mir hat die Radikale Erlaubnis von Mike Hellwig sehr geholfen.
Das alles ist die Shortversion von "The Work". Ich weiss, es klingt abstrakt, aber es hilft wirklich. Habt ihr schonmal davon gehört? Was denkt ihr so? Habt ihr andere Methoden?
ich arbeite seit etwa 4 Jahren mit the Work. Ich bin ihr sehr Dankbar für diese Methode und habe ihr sehr viel Heilung zu verdanken. Zusätzlich meditiere ich und befasse mich viel mit buddhistischer Psychologie.
Thích Nhất Hạnh Bücher haben mich sehr abgeholt und mich dazu bewogen zu meditieren, obwohl ich immer dachte: Nichts für mich, geht nicht, kann ich nicht.

Wenn dich the Work interessiert, liest du vielleicht auch mal das Buch "den Dämonen Nahrung geben" von Tsültrim Allione. Fand ich ergänzend sehr hilfreich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
ich arbeite seit etwa 4 Jahren mit the Work. Ich bin ihr sehr Dankbar für diese Methode und habe ihr sehr viel Heilung zu verdanken. Zusätzlich meditiere ich und befasse mich viel mit buddhistischer Psychologie.
Thích Nhất Hạnh Bücher haben mich sehr abgeholt und mich dazu bewogen zu meditieren, obwohl ich immer dachte: Nichts für mich, geht nicht, kann ich nicht.

Wenn dich the Work interessiert, liest du vielleicht auch mal das Buch, den Dämonen Nahrung geben von Tsültrim Allione. Fand ich ergänzend sehr hilfreich.
Das freut mich!! Ich interessiere mich auch für The Work, das Buch von Tsültrim Allione kann ich gleich noch auf meine Liste mit packen! Danke dir vielmals!
 
  • #10
Gedankenmuster muss man verinnerlichen, um diese automatisch ablaufen zu lassen.
Klar klingt das hochkompliziert. Ist im grunde aber nur eines:
Kann ich meine Gedanken kontrollieren ?

Ich gehe davon aus: Meine Gedanken sind wertvoll. Auch die, die ich gerade nicht fassen kann. Ich kann Gedanken ausblenden, die mir gerade nichts nützen oder die absolut nicht zielführend sind. Oder die mir gar schaden .....

Aus der Vergangenheit kann man sehr viel lernen. Muster erkennen, auch - und hier wird es interessant - Gehirnwäsche oder Manipulationen.
Diese Gefahr lauert auch in solchen Denkmodellen. Man sollte diese aber überdenken. Für sich selbst passend machen. Ich denke, das ist auch die Anregung von @Lebens_Lust .

Ich sehe die Gefahr, dass solche Modelle zu falschen Schlüssen führen. Du musst deine eigene Kraft entdecken, deine Ruhe finden, deinen Frieden mit dir selbst machen. Dann kommen auch deine Gedanken von der Achterbahnfahrt ab.
Überleg mal - du willst mit Hilfe der Gedanken anderer Menschen dein Gehirn manipulieren - aber wenn dir jemand vorschlägt, 2 Wochen ohne Schminken in einem Kloster zu leben, Ruhe zu finden, dann lehnst du das vehement ab.

Gedankenmodelle können eine Anregung sein. Denken und Handeln musst du selbst. Noch programmieren intelligente Menschen die Roboter und nicht umgekehrt.

ich meine das wirklich ernst. Pass gut auf dich auf. Du bist momentan empfänglich für alle möglichen Dinge. Lebenslust kann bewerten, für sich Positives aus solchen Modellen und Techniken ziehen. Du bist noch nicht soweit. Und es wäre sehr schade, wenn Melanie verpfuscht werden würde.
 
  • #11
Wenn ich ein Problem mit jemandem habe, suche ich nach Lösungen, suche ein Gespräch, hinterfrage ob ich selber etwas tun kann. Was du aber schreibst, löst das Problem nicht. Ich verstehe die Methode nicht ganz. Vielleicht kannst Du es näher erläutern?
Nein, es löst das Problem nicht. Es sorgt dafür, dass du das Problem nicht mehr als solches empfindest. Du kannst andere Menschen nicht ändern. Sehr wohl aber deine Gedanken über das vermeintliche Problem. Damit kannst du auch Einfluss nehmen auf deine Gefühle, die damit verknüpft sind. Der Schlüssel ist Akzeptanz und die Einsicht, das nicht alles was wir Denken auch die Wahrheit ist. Leiden wegen eines Problems ist eine Option und du kannst wählen.
Will ich Recht behalten, mit meinem Urteil über die Dinge oder will ich Frei sein?! Das ist die Zentrale Frage, die the Work aufwirft und die jeder für sich beantworten darf.
 
  • #12
ich meine das wirklich ernst. Pass gut auf dich auf. Du bist momentan empfänglich für alle möglichen Dinge. Lebenslust kann bewerten, für sich Positives aus solchen Modellen und Techniken ziehen. Du bist noch nicht soweit. Und es wäre sehr schade, wenn Melanie verpfuscht werden würde.
Ich mache nicht blind alles was jemand sagt oder anbietet oder auch vorschlägt. Klar bin ich jetzt besonders empfänglich, ich suche nach Wegen, nach meinem Weg. Es ist egal was, Hauptsache ich finde meinen Weg und habe Frieden mit mir. Mir hilft es schon, dass ich mich hinterfrage. Ich kann andere Menschen nicht ändern, aber das, was ich erwarte und denke. Die Gedanken stressen mich mehr als die Situationen an sich. Die Situationen sind neutral, ich mache sie mit Gedanken schlecht. Mir hat das geholfen, die Welt wieder positiv zu sehen. Ich seh sie seit längerem ziemlich positiv, trotzdem will ich dieses Jahr extrem vorwärts kommen. Darum hab ich mich auch entschlossen, dass ich nicht viel Geld sparen kann und Reisen und zu Hause bleiben kann. Ich will lieber selbstständig sein. Ich überstürze nicht, lasse mir noch ein paar Monate Zeit. Aber dann geh ich. Die Zeit ist nun reif für den nächsten Schritt. :)
 
  • #13
Habt ihr schonmal davon gehört? Was denkt ihr so? Habt ihr andere Methoden?
Ja, ihr Ansatz ist ziemlich bekannt.
Ich denke, dass das ein guter Einstieg für all diejenigen sein kann, die sich in Selbstreflexion üben möchten.

Ähnlich wie das Modell des inneren Kindes.

Aus Gedanken werden Gefühle, aus Gefühlen werden Handlungen und aus Handlungen resultieren Erfahrungen.

Dazu fällt mir immer ein indonesisches Märchen ein. :)

In Indien gab es den Tempel der tausend Spiegel. Dieser lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages erklomm ein Hund den Berg. Er lief die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Als er in den Saal mit den tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.

Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden besteht.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund den Berg herauf. Auch er lief die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.
Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden besteht, die ihm wohl gesonnen sind.
 
  • #17
Ist es nicht! Es wirkt nach und es Teil dessen was dich ausmacht. Es hält dich aber auch im Opfer und das sollte nicht so sein.
Exakt! Wie immer macht es die Dosis.
Die Vergangenheit hat alles geprägt, aber sie soll uns nicht gefangen halten, sondern zeigen, woher wir kommen und wohin wir gehen könnten.
Ist das von Newton (der mit dem Apfel): "Ich konnte weiter blicken, weil ich auf den Schultern von Riesen stand."?

Wie auch immer, Du kannst Deine Umgebung und Deine Mitmenschen nicht "formen". Nur Dich selber (d.h. deine Sichtweise auf die Welt: "Wenn jeder vor seiner Türe kehrt, ist überall gekehrt."

ErwinM, 52
 
  • #18
Hi Meltan,
Ich glaube für manche ist das ein gangbarer Ansatz, allerdings bist du ja eh schon recht verkopft, da würde ich dir das nicht empfehlen. Nicht dass du dann nur noch am Grübeln bist "darf ich das jetzt denken?" Ich war selbst mal in so einer Phase und das führte zu leichter Depression und dass ich meinen Alltag schlechter bewältigen konnte, weil ich alles nur noch hinterfragte, statt einfach mal zu genießen. Mach bitte nicht den gleichen Fehler.

W u40
 
  • #19
Hi Meltan,
Ich glaube für manche ist das ein gangbarer Ansatz, allerdings bist du ja eh schon recht verkopft, da würde ich dir das nicht empfehlen. Nicht dass du dann nur noch am Grübeln bist "darf ich das jetzt denken?" Ich war selbst mal in so einer Phase und das führte zu leichter Depression und dass ich meinen Alltag schlechter bewältigen konnte, weil ich alles nur noch hinterfragte, statt einfach mal zu genießen. Mach bitte nicht den gleichen Fehler.

W u40
Ich hab das aber drin jetzt dass ich weniger studier, weil ich zum Schluss kam, dass es mich nur stresst. Einfach mehr leben^^
 
  • #20
Die Vergangeheit ist tot - natürlich hat uns die Vergangenheit geformt und zu dem gemacht was wir sind. Es geht aber um stressige Gedanken um die Vergangenheit. Die bringen nix als Stress und damit hat sie gemeint "Die Vergangenheit ist tot". Ich meine ändern kann man nix was schon passiert ist. Darum sind jegliche Stressgedanken dazu unnötig und müssen beseitigt werden.
 
  • #21

Nein, Du willst sie verdrängen.
Du bist noch nicht so weit.
Dann eben später.

Ich meine ändern kann man nix was schon passiert ist. Darum sind jegliche Stressgedanken dazu unnötig und müssen beseitigt werden.

Erstmal ist es wichtig eine stabile Basis zu finden von man nach vorne schauen kann und Dinge aus der Vergangenheit aufarbeitet, ohne dass es einen wieder komplett aus der Bahn wirft.
 
  • #22
Nein, Du willst sie verdrängen.
Du bist noch nicht so weit.
Dann eben später.



Erstmal ist es wichtig eine stabile Basis zu finden von man nach vorne schauen kann und Dinge aus der Vergangenheit aufarbeitet, ohne dass es einen wieder komplett aus der Bahn wirft.
Ich meine das nicht böse, aber merkt du nicht das mich deine Meinung nicht gross interessiert? Nur weil du in der Psychiatrie arbeitest heisst das nicht dass du Gott bist... ich sag nix weiter will nicht dass es wieder ausartet. Lass mich doch im Forum einfach mal in Ruhe, ich mache meinen eigenen Weg und stell so viele Threads auf wie ich will. Ich hab im Leben schon immer gemacht was ich will, auch hier im Forum. Niemand muss kommentieren wenn er nicht will.
 
  • #23
Dann lies Kimis Texte doch einfach nicht, wenn's dich nicht interessiert.
Das ist, glaube ich, der einfachste Weg, damit umzugehen.
 
  • #25
Ich denke, man kann es auch ganz schön übertreiben. Leg dir ein Haustier zu, mach mehr Sport, suche dir Sinn in deinem Dasein. Dann muss das ganze Geknittel nicht sein. Du übertreibst, man kann sich auch in eine Psychose denken, besonders wenn man anfällig ist.
 
  • #26
Die Vergangeheit ist tot - natürlich hat uns die Vergangenheit geformt und zu dem gemacht was wir sind. Es geht aber um stressige Gedanken um die Vergangenheit. Die bringen nix als Stress und damit hat sie gemeint "Die Vergangenheit ist tot". Ich meine ändern kann man nix was schon passiert ist. Darum sind jegliche Stressgedanken dazu unnötig und müssen beseitigt werden.
Sehe ich auch so. Dass hat auch nichts mit Verdrängen zu tun. Traumatherapien richten oft mehr Schaden an als Nutzen, da muss man ganz genau den Einzelfall betrachten ob das sinnvoll ist. Wenn es um längere Zeiträume geht (komplette Kindheit, langjährige traumatische Beziehung etc.) ist es oft besser, nur Verhaltenstherapie zu machen um die falschen Verhaltensmuster abzulegen (zb DBT, um auch mit den Emotionen die hochkommen umgehen zu lernen) als da immer dran rumzurühren. Du machst das schon.
 
  • #27
Ich habe ein Buch von ihr und finde die Methode gut.
Es gibt nicht die Methode usw. , aber als eine Möglichkeit die Gedanken zu überprüfen, warum nicht.
Eine andere, in der Meditation die Gedanken vorbeiziehen zu lassen, ohne sich mit ihnen zu identifizieren.
 
  • #28
Gedanken kommen nicht aus dem Nichts.
Egal welche Methode du auch anwendest, sie hilft dir, wenn überhaupt, nur kurzfristig.
Wir sind da Resultat unserer Vergangenheit. Das prägt unsere Gegenwart und das Verhalten der Gegenwart wird die Zukunft beeinflussen.
Das zu ignorieren ist naiv.
Verstehe die Vergangenheit und du hast vielleicht ein Instrument in der Hand, die Gedanken und damit verbunden deine Handlungen zu beeinflussen, aber wie gesagt, nur vielleicht.
Sonst könnte in der Psychotherapie ja sehr viel mehr zum Positiven verändert werden.
Das was du mMn brauchst, ist Ruhe und Zeit, dich auf dich selber zu besinnen.
Alles andere ist fremdkondizioniert und wird dir nicht helfen.
 
  • #30
Die Vergangenheit ist nicht tot. Es gibt kaum ein besseres Beispiel als Dich dafür, was unbearbeitete Vergangenheit im hier und jetzt macht.

Die Vergangenheit ist vergangen und nicht mehr veränderbar. Tot ist sie sicher nicht, sondern lebt weiter in unseren Erinnerungen, in unseren Gefühlen, auch in neuem/geänderten Verhalten weil dazugelernt durch die Vergangenheit.
 
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