• #1

Gedanken zum 30. Geburtstag

Ich werde in einem Monat 30. Ich sehe immer noch gleich aus, wie mit 28. Daran wird sich wohl auch an meinem 30. Geburtstag nichts ändern. Aber etwas hat dieses bevorstehende Ereignis schon jetzt zerstört: mein Selbstbild.

Ich sähe mich gerne als moderne, selbstsichere, ambitionierte und vielseitig interessierte Frau, die ihren Wert kennt und diesen definitiv nicht davon abhängig macht, wie sie auf Männer wirkt. Das entspricht ganz offensichtlich nicht der Realität.

Seit einiger Zeit brodelt ihn mir eine schwer zu fassende Traurigkeit. Es ist normal, dass man vor dem Eintritt ins zweite Lebensdrittel etwas Nachdenklich wird, sein Leben reflektiert, seine Ziele überdenkt. So hätte ich es gerne interpretiert.

Aber wenn ich ehrlich bin, ist es etwas anderes. Ich habe das Gefühl - ganz unabhängig von meiner konkreten Optik - mit 30 von der Männerwelt generell nicht mehr als begehrenswert angesehen zu werden. Zumindest nicht meines Aussehens wegen. Ist doch schön, wenn man nicht mehr darauf reduziert wird. Sollte es sein. Ich würde aber lieber darauf verzichten. Ich will weiterhin einfach aufgrund meiner Jugend und Schönheit von Männern begehrt werden, die ich in vielen Fällen selbst nicht einmal als (Sex-)partner will. Klingt schrecklich oberflächlich und würde ich unter meinem Klarnamen nie zugeben, ist aber so.

Ich schwanke hin und her zwischen Selbstmitleid, Reue, nicht mehr aus meinen "guten Jahren" gemacht zu haben, und Ärger über mich selbst, weil ich das Privileg habe, in einer Zeit und Gesellschaft zu leben, in der dank der Anstrengungen von Generationen von Frauen wohl zum ersten Mal in der Geschichte so etwas wie Gleichberechtigung herrscht, und ich trotzdem meinen Wert über so etwas Banales definiere. Ausserdem ist es ein absolutes First-World-Problem und ich sollte einfach dankbar sein, dass ich 30 gesunde und erfolgreiche Jahre verbringen durfte. Aber trotzdem, es geht mir richtig schlecht. So schlecht, dass ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann, sondern stattdessen dieses Thema eröffne.

Ich habe das Gefühl, dass niemand über solche Gedanken spricht. Heute hat man als Frau in Würde zu altern, sich eben nicht über sein Aussehen zu definieren und seinen Körper mit Selbstachtung wertzuschätzen, egal wie er aussieht. Man ist so alt wie man sich fühlt und 40 ist das neue 30.

Mich würden daher Erfahrungen, Gedanken und Anekdoten zum Thema Älterwerden als Frau im Allgemeinen und 30 werden im Speziellen interessieren. So kann ich zwar meinen 30. Geburtstag nicht verhindern, aber vielleicht immerhin meinen Horizont etwas erweitern.
 
  • #2
Mich würden daher Erfahrungen, Gedanken und Anekdoten zum Thema Älterwerden als Frau im Allgemeinen und 30 werden im Speziellen interessieren. So kann ich zwar meinen 30. Geburtstag nicht verhindern, aber vielleicht immerhin meinen Horizont etwas erweitern.
Als nach meiner Geburtstagsparty zum 30. alle irgendwann weg waren und Ruhe einkehrte, hatte ich mich in die Küche gesetzt und in einem Buch geblättert, was ich geschenkt bekommen hatte. "Endlich 30" - so ein typisches Runder-Geburtstags-Geschenk, dachte ich. An alles kann mich nicht mehr erinnern, es handelt sich auch um kein literarisch hochwertiges Buch - aber ich weiß noch, dass ich dann eine Geschichte nach der anderen las und die meiste Zeit vor mich hingrinste oder laut auflachte ;-). Das gibts noch bei eb... oder am.., hab gerade mal gegoogelt - Autor Norbert Bartnik und Larue oder so.

Ich habe zwar nicht solche Gedanken wie du, aber vielleicht hebt es deine Stimmung und lässt dich an der Sache auch die humorvollen Seiten sehen - die gibts nämlich durchaus!

Ich hab so eine neu erreichte, runde Zahl auch genutzt, wenn ich mal auftrumpfen wollte: "Ich bin doch nicht 30 (oder 40/50) Jahre alt geworden, damit du/sie (und jetzt such dir was aus, was du doof findest) mir das sagen/antun etc. kannst. Maaan, hat sich das gut angefühlt - okay, je älter ich wurde, um so weniger habe ich es eingesetzt oder gebraucht ;-).

Ansonsten gibt es auch den Spruch: Wer nicht alt werden will, muss eben jung sterben! Will ja auch keiner. Lustig wird's erst, wenn man merkt, dass man "von früher" erzählt - ich nenne das dann zwar nicht so, aber für meine Tochter oder meine unter 30 Kollegen wird sich das nicht anders anhören als für mich damals - sie ist/sind aber recht kulant :).

Ich hab mich noch nie vorm Altern gefürchtet, aber ich kann verstehen, das dir kurz vorm 30. solche Gedanken durch den Kopf gehen - das ist so ein bisschen der endgültige Abschied von der Jugend und da darf man ruhig ein wenig traurig sein, egal, ob nun First-World-Problemoder nicht. Pass nur ein bisschen auf, dass es sich nicht verfestigt und zum Lebensinhalt wird - dazu gibts viel zuviel zu erleben und jede Phase hat ihre Vor- und Nachteile. Ich tue jetzt viele Dinge, die früher aus familiären Gründen nicht gingen und ich freue mich, endlich nicht mehr nach Terminen leben zu müssen. Da muss ja schließlich noch was kommen und ich (wir) haben so viele Pläne, die schaffe ich kaum bis zum 100. Geburtstag (und eine Kreuzfahrt gehört definitiv NICHT dazu ;-)). Mal sehen, was wir davon realisiert kriegen.

w54, die dir einen tollen 30. Geburtstag, aber noch viel mehr ganz viele schöne Erlebnisse und ein wachsendes Selbstvertrauen fürs neue Jahrzehnt wünscht
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #3
Aber wenn ich ehrlich bin, ist es etwas anderes. Ich habe das Gefühl - ganz unabhängig von meiner konkreten Optik - mit 30 von der Männerwelt generell nicht mehr als begehrenswert angesehen zu werden
Denke das stimmt so nicht. Ich glaube die Zahl mit der Männer Probleme haben ist eher die 50 als die 30. Aber auch da er durchaus abhängig vom Aussehen. Es gibt auch viele u30-Jährige, die nicht attraktiv sind. Einfach so rein tatsächlich nicht. Man ist ja nicht automatisch attraktiv, weil man ein bestimmtes Alter hat.

Ich will weiterhin einfach aufgrund meiner Jugend und Schönheit von Männern begehrt werden, die ich in vielen Fällen selbst nicht einmal als (Sex-)partner will

Ich denke wenn du die Erfahrung gemacht hast dass Männer dich nur deine Optik wegen wollen und dich einfach nur Objekt betrachten, wenn du merkst dass du benutzt wurdest obwohl du geliebt hast, ich denke, dann vergeht dir dieses Denken.

Und bedenke bitte auch, dass du mal 50 oder 60 wirst. Ein Mann, der dich nur deiner Optik wegen gewollt hat, wird dich dann nicht mehr wollen, sondern sich wieder die 25-Jährige suchen. Meinst du das fühlt sich dann gut an? Was willst du dann machen wenn deine Schönheit definitiv gealtert ist?

Ich glaube das Problem ist, dass du dir deiner Schönheit nicht bewusst bist,
und Bestätigung von außen brauchst und ständig nach Gründen suchst diese nicht zu bekommen. Obwohl du noch genauso aussiehst wie mit 28 meinst du, du bist jetzt weniger attraktiv für Männer. Du sabotierst Dich also grundlos selbst.
Und du misst eben deinen Wert über dein Aussehen und dein Alter. Aber einen Grund suchst durch die Bestätigung danach nicht liebenswert und nicht begehrenswert zu sein, obwohl dein Verstand dir wahrscheinlich sagt, dass du es durchaus bist.

Dreh das ganze mal andersrum: Würdest du einen Mann wollen, nur weil er ein bestimmtes Alter oder ein bestimmtes Aussehen hat, völlig egal wie sein Charakter ist?
 
  • #4
Es gibt ein Leben Ü 30.
Und das macht so viel Spass wie das vor der 30.
Und irgendwann gibt es die doppelte 30 - da bin ich jetzt. Und ich verrate dir - Spass hat man immer noch.
Du kannst dich über das T Shirt mit dem Spruch "Ich bin über 30 - bitte helfen Sie mir über die Strasse" ärgern - oder es mit einem Lächeln tragen. Und dir viele Drinks bringen lassen ....
Hey, du wirst erwachsen. Du musst dir keine Gedanken mehr machen, was "Frau tun sollte". Was "FirstWorldProblems" überhaupt sind. Du darfst ganz offiziell verkünden, dass du CDU wählst und die Grünen nie mochtest. Ganz spiessig ein Haus bauen und dich in Richtung Vorstand bewegen.
Natürlich darfst du mit Oma zum Friseur - die graublaue, kurze Dauerwelle ruft. Und Kehrwoche wird ab 30 richtig wichtig. Ganz wichtig - der Mercedes Diesel . Und die Gesundheitsschuhe. Willst du nicht ?
Dann freu dich - der Frühling ist im Anmarsch, die Sommerkleider und die Vespa rufen, auch im Biergarten und in der Disco musst du nicht draussen bleiben. Die Buben zwischen 16 und 66 werden dir noch immer hinterher schauen. Und dein Lächeln wird sein wie immer. Du bekommst auch kein H Kennzeichen und bist noch kein Kulturgut. Dafür musst du nicht mehr gendern und verzwungen politisch korrekt sein - berufe dich auf dein biblisches Alter,
30 bedeutet - du bist jetzt genau die attraktive Frau, die du immer sein wolltest. Geniesse es.

Und wenn du noch Schwierigkeiten damit hast - viel Alkohol hilft. Ich war als Mann 1 Woche alkoholisiert ..... danach war alles gut.

Ein geile Party wünscht Tom, 60
 
  • #5
Für mich war es immer wichtig Ziele zu haben und mir war mein Aussehen nur sekundär wichtig. Aber man kann sehr viel mit Kleidung und Make up aus sich machen. Du bist kein junges Mädchen mehr aber du könntest eine begehrenswerte Erwachsene Frau sein. Eine Styleberatung könnte dir helfen dein Style zu finden. Oder schaue auf Instagram nach.
 

Laleila

Cilia
  • #6
Seit einiger Zeit brodelt ihn mir eine schwer zu fassende Traurigkeit. Es ist normal, dass man vor dem Eintritt ins zweite Lebensdrittel etwas Nachdenklich wird, sein Leben reflektiert, seine Ziele überdenkt. So hätte ich es gerne interpretiert.

Aber wenn ich ehrlich bin, ist es etwas anderes. Ich habe das Gefühl - ganz unabhängig von meiner konkreten Optik - mit 30 von der Männerwelt generell nicht mehr als begehrenswert angesehen zu werden. Zumindest nicht meines Aussehens wegen. Ist doch schön, wenn man nicht mehr darauf reduziert wird. Sollte es sein. Ich würde aber lieber darauf verzichten. Ich will weiterhin einfach aufgrund meiner Jugend und Schönheit von Männern begehrt werden, die ich in vielen Fällen selbst nicht einmal als (Sex-)partner will. Klingt schrecklich oberflächlich und würde ich unter meinem Klarnamen nie zugeben, ist aber so.

Ich schwanke hin und her zwischen Selbstmitleid, Reue, nicht mehr aus meinen "guten Jahren" gemacht zu haben, und Ärger über mich selbst, weil ich das Privileg habe, in einer Zeit und Gesellschaft zu leben, in der dank der Anstrengungen von Generationen von Frauen wohl zum ersten Mal in der Geschichte so etwas wie Gleichberechtigung herrscht, und ich trotzdem meinen Wert über so etwas Banales definiere. Ausserdem ist es ein absolutes First-World-Problem und ich sollte einfach dankbar sein, dass ich 30 gesunde und erfolgreiche Jahre verbringen durfte. Aber trotzdem, es geht mir richtig schlecht. So schlecht, dass ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann, sondern stattdessen dieses Thema eröffne.

Ich habe das Gefühl, dass niemand über solche Gedanken spricht.
Diese Gedanken hatte ich mit 29 auch. Wirklich. Fast genau die gleichen.
Und weißt Du was, es ändert sich nichts. Es wird immer Männer geben die Dich attraktiv finden.
Ich bin mittlerweile 50 und werde im Club noch immer mal auf ein Getränk eingeladen, mir folgen Männerblicke und ich bekomme Komplimente, auch wenn manche genauso bittersüß wie liebenswürdig sind.
Mein Lieblingskompliment
aus dieser Kategorie kommt von zwei Mädchen, ich schätze so um die 16 Jahre alt, im Supermarkt.
Sie kamen auf mich zu und sagten: "Dürfen wir Ihnen etwas sagen? Sie sind richtig schön, wir hoffen, in Ihrem Alter auch mal so auszusehen." 😅

,
30 bedeutet - du bist jetzt genau die attraktive Frau, die du immer sein wolltest. Geniesse es.
Manchmal bist Du schon sehr liebenswert :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #7
Es gibt ein Leben Ü 30.
Und das macht so viel Spass wie das vor der 30.
Und irgendwann gibt es die doppelte 30 - da bin ich jetzt. Und ich verrate dir - Spass hat man immer noch.
Du kannst dich über das T Shirt mit dem Spruch "Ich bin über 30 - bitte helfen Sie mir über die Strasse" ärgern - oder es mit einem Lächeln tragen. Und dir viele Drinks bringen lassen ....
Hey, du wirst erwachsen. Du musst dir keine Gedanken mehr machen, was "Frau tun sollte". Was "FirstWorldProblems" überhaupt sind. Du darfst ganz offiziell verkünden, dass du CDU wählst und die Grünen nie mochtest. Ganz spiessig ein Haus bauen und dich in Richtung Vorstand bewegen.
Natürlich darfst du mit Oma zum Friseur - die graublaue, kurze Dauerwelle ruft. Und Kehrwoche wird ab 30 richtig wichtig. Ganz wichtig - der Mercedes Diesel . Und die Gesundheitsschuhe. Willst du nicht ?
Dann freu dich - der Frühling ist im Anmarsch, die Sommerkleider und die Vespa rufen, auch im Biergarten und in der Disco musst du nicht draussen bleiben. Die Buben zwischen 16 und 66 werden dir noch immer hinterher schauen. Und dein Lächeln wird sein wie immer. Du bekommst auch kein H Kennzeichen und bist noch kein Kulturgut. Dafür musst du nicht mehr gendern und verzwungen politisch korrekt sein - berufe dich auf dein biblisches Alter,
30 bedeutet - du bist jetzt genau die attraktive Frau, die du immer sein wolltest. Geniesse es.

Und wenn du noch Schwierigkeiten damit hast - viel Alkohol hilft. Ich war als Mann 1 Woche alkoholisiert ..... danach war alles gut.
Wie war das Motto immer: Kein Alkohol ist auch keine Lösung ;-)
 
  • #8
Das lustige ist, in 10 Jahren wirst du Fotos mit 30 anschauen und denken, wie schön und begehrenswert und leicht du doch warst und wie blöd, das damals nicht so gesehen zu haben. Mit 50 und 60 wird es genau so sein, vielleicht in den älteren Semestern eher alle 5 statt 10 Jahre 😂

30-40 waren optisch meine besten Jahre...im Rückblick.
 
  • #9
Ich will weiterhin einfach aufgrund meiner Jugend und Schönheit von Männern begehrt werden, die ich in vielen Fällen selbst nicht einmal als (Sex-)partner will. Klingt schrecklich oberflächlich und würde ich unter meinem Klarnamen nie zugeben, ist aber so.
Ich erkenne mangelnde "S" Werte, wie:
Selbstliebe Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstverantwortung, usw.
Ausserdem ist es ein absolutes First-World-Problem und ich sollte einfach dankbar sein, dass ich 30 gesunde und erfolgreiche Jahre verbringen durfte. Aber trotzdem, es geht mir richtig schlecht. So schlecht, dass ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann, sondern stattdessen dieses Thema eröffne.
Ändere deine Einstellung! Jedes Alter ist positiv!
So kann ich zwar meinen 30. Geburtstag nicht verhindern, aber vielleicht immerhin meinen Horizont etwas erweitern.
Zahlen und Namen sind wie Schall und Rauch! Jedes Alter hat seine Reize, lebe im Hier und im Jetzt und arbeite an deiner Persönlichkeit!
 
  • #10
Ich will weiterhin einfach aufgrund meiner Jugend und Schönheit von Männern begehrt werden, die ich in vielen Fällen selbst nicht einmal als (Sex-)partner will. Klingt schrecklich oberflächlich
Das ist so bei Frauen, die Probleme mit dem älter werden haben. Was junge Männer bei einer 20jährigen hinnehmen, weil sie selber auch so manchen Unfug treiben, dass ist 10 Jahre später wenn es um Lebensbeziehungen geht halt nicht mehr gefragt, sondern eher eine störende Eigenschaft.

Du entscheidest wie Du sein willst und genau so bist Du - kommt an oder nicht.

Ich schwanke hin und her zwischen Selbstmitleid, Reue, nicht mehr aus meinen "guten Jahren" gemacht zu haben
Dann fang doch an und mach jetzt was draus, Du stehst am Anfang des 2. Drittels, hast also immer noch genug Strecke für Richtungsänderungen vor Dir.

Mich würden daher Erfahrungen, Gedanken und Anekdoten zum Thema Älterwerden als Frau im Allgemeinen und 30 werden im Speziellen interessieren.
Als ich 30 war und die Jahre danach, habe ich ein viel zu teures Haus gebaut und einen mehrjährigen Bauprozess geführt, neben einem Fulltimejob (mit 2 Jobwechseln zwecks Karriere) noch im Zweitstudium studiert, hatte jede Menge Sorgen und Ängste und war mit einem wenig konstruktiven Mann verheiratet.
Das waren dermaßen schlechte Jahre, dass ich verrückt wäre würde ich ihnen nachtrauen.

So richtig gut mit Tendenz zu immer besser geht es mir seit ich 50 bin. Jetzt bin ich 60+, arbeite nicht mehr, bin wieder verheiratet und genieße das Leben.
Wer schon mal richtig Probleme im Leben hatte, der ist in dem Alter froh, gesund zu sein, das Leben zu führen was er führen will (weil vorher die Basis gelegt) und macht sich um ein paar Falten keinen Kopf.

Wer in jungen Jahren unter First-World-Problemen leidet, sollte zwecks Neukalibrierung ein Sabbatical machen und in der Zeit ein Bundesfreiwilligenjahr o.ä in einem Dritte-Welt-Land direkt in der ersten Reihe. Da gewinnt man den Blick für das, was wirklich wichtig ist im Leben und vergisst seine Luxusproblemchen.
 
  • #11
Ich habe das Gefühl, dass niemand über solche Gedanken spricht
Das stimmt leider.
Ich kann dir nur raten:
Sag deinem inneren Richter, der dich dafür verurteilt, dass du gerne äußerlich attraktiv und begehrenswert sein möchtest, er soll die Klappe halten. Denn es wird überhaupt nichts Schlimmes passieren, wenn du attraktiv und begehrenswert auftrittst und flirtest, flirtest, flirtest. Das ist wohl das was du möchtest, aus deinem Inneren heraus. Das ist dein Selbst; das bist du.
Sei du selbst.
 
  • #12
Lass dir alle paar Jahre Filler unter die Augenfalten spritzen, dann siehst du auch mit 40 noch aus wie 28. Kostet echt nicht die Welt
 
  • #14
Deine Gedanken kenne ich persönlich so nicht, aber von anderen Frauen habe ich das schon öfter gehört. Wo kommen diese Gedanken denn her bzw. wer flößt dir sowas ein? Dass ganz allgemein die Gesellschaft oder die Medien diesen Einfluss hätten mag ich nicht ganz glauben, denn ich lebe ja auch in dieser Gesellschaft und an mir prallt das völlig ab. Siehst du denn optisch tatsächlich älter aus, als du bist? Ich kann mir vorstellen dass beginnende Faltenbildung schon Einfluss auf den Selbstwert hat. Dafür gibt es jedenfalls, wie oben schon jemand schrieb, Abhilfe in Form von Fillern. Auch Schönheits-OPs können einen riesen Einfluss auf das Wohlbefinden haben, das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Der Mainstream in Deutschland verurteilt das und wird sogar beleidigend, weshalb ich lange damit gehadert habe, ob ich's machen soll oder nicht. Aber in meinem Fall hat es sich so sehr gelohnt. Also wenn es wirklich nur das Aussehen ist bei dir: da kann man was tun.
 
  • #15
Du erinnerst mich stark an Frauen, die ich kenne, die früher sehr hübsch waren, jetzt aber schon um die 60 - und ihr Selbstbild ist noch immer das, welches sie mit 25 hatten. Und da wird es dann peinlich bis merkwürdig. Was bin ich froh, dass ich mich nie besonders schön fand, mich hat das Alter nie gekratzt, ich finde, ich sehe jedes Jahr besser aus. Frauen, die ihr Äußeres derart wichtig finden und es für so toll halten, ahemm, was soll ich dazu sagen? Mit 22 laufen jeder Frau die Männer nach, da kannst du ausschauen wie du willst. Ich muss Vikky zustimmen, such dir eine Beschäftigung, die mit deinem Äußeren null zu tun hat, wo das völlig unerheblich ist. Und ja, dein Post ist extrem oberflächlich.
 
  • #16
Okay, die Optik ist nicht mehr so wie in ganz jungen Jahren und die männliche Aufmerksamkeit scheint nachzulassen -- beides ein klarer Minuspunkt in deinen Augen.

Vielleicht könntest du dem eine Liste gegenüber stellen, was dafür jetzt alles besser ist als mit Anfang 20?

In meinem Fall wäre das zum Beispiel:
- viele psychische Baustellen auf die Reihe gekriegt (Depressionen, Selbstzweifel, Sinnkrisen...)
- eine jahrelange Essstörung überwunden (Symptom des "nie gut genug"-Gefühls, das mir auch von einigen Männern vermittelt worden ist -- von wegen, die würden einen alle verehren, nur weil man jung und schön ist!)
- viele selbst gesetzte Ziele erreicht (Motorradführerschein gemacht, Master absolviert, beruflich neu orientiert, im Ausland gelebt...)
- zum ersten Mal in meinem Leben in einer gesunden, liebevollen und beidseitig bereichernden Beziehung, die nun schon fünf Jahre Bestand hat
- generell viel ausgeglichener, zufriedener und selbstsicherer geworden
- ...

Nein, ich würde unterm Strich den jetzigen Zustand nie und nimmer gegen den von Anfang 20 eintauschen wollen. Es ist gut so, wie es ist. Sicherlich könntest du ebenfalls einige gute Argumente dafür finden und deine neue Lebensphase so besser annehmen.

Mir hilft beim 30 werden vielleicht auch, dass ich FreundInnen in ganz verschiedenen Altersklassen habe, einige schon deutlich über 40 oder 50. Und dass ein Freund von mir mit 30 verunglückt ist. Das relativiert einiges.

Auch kann ich Youtube-Formate wie "Kurzgesagt" sehr empfehlen (konkret die Videos "Positiver Nihilismus" und "Was machst du mit deinem Leben?"), wenn man die Perspektive auf das eigene Dasein etwas erweitern will.

Zu guter Letzt: Mach jetzt was aus deinen immer noch guten Jahren. Und sei es nur, damit zum 40. Geburtstag nicht wieder dieselben düsteren Gedanken kommen.

W, 29
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17

Liebe @fragestellerin, du wirst dich damit abfinden müssen, dass jeder Mensch auf der Erde älter wird und keiner den Prozess aufhalten kann.
Wir sind körperlich gesehen sterbliche Geschöpfe.

Du kannst mit Sport, gesunder Ernährung und viel Pflege den Prozess des Älterwerdens äußerlich hinauszögern. Aufhalten hat noch kein Mensch geschafft.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Ich habe das Gefühl, dass niemand über solche Gedanken spricht. Heute hat man als Frau in Würde zu altern, sich eben nicht über sein Aussehen zu definieren und seinen Körper mit Selbstachtung wertzuschätzen, egal wie er aussieht.
Hm.. ob da jetzt eine 2 oder 3 vorne steht macht ja vor allem am Anfang nichts aus, du bist doch noch die gleiche.
Tue dir selber doch mal etwas Gutes was dich fühlen lässt, dass du dir wertvoll bist.
Habe klare Ziele vor Augen die du erreichen möchtest.

Ich denke Optik ist nicht alles, es ist auch die Ausstrahlung die von innen nach außen ihre Wirkung hat, sei ein positiver, dankbarer Mensch. Anstatt dir vorzustellen wer du gerne wärst, sei wie du bist, werde glücklich wie du bist, nimm dich an und wenn du eine besondere Eigenschaft erlangen willst dann arbeite daran so zu sein wie du es dir wünschst zu sein.


Ich gehe auch auf die 30 zu und jünger würde ich gar nicht sein wollen, man hat vieles erlebt und vielleicht auch erledigt, in den letzten Jahren habe ich mehr gelernt Selbstverständlichkeiten zu schätzen, dankbar zu sein für das was man hat, jeden Tag aufs Neue gesund aufzuwachen. Beruflich werde ich neue Wege gehen, davor habe ich zum einen viel Respekt ob ich es schaffen kann und ob ich mancher Situation stand halten kann in meiner neuen Position, zum anderen umkreisen mich manchmal Gedanken ob der Weg den ich gedenke einzuschlagen der wirklich richtige ist oder ob ich auf der falschen Abbiegespur stehe und vielleicht irgendwann eine Entscheidung die ich jetzt fälle, bereuen werde und meinem Sohn zb. nicht gerecht werde.
Die letzten Jahre waren aufregend
Ausbildung beendet, ein Kind bekommen, ein Haus gebaut und natürlich auch einige nicht erfreuliche Dinge die zum Leben dazu gehören weil man manchmal Fehler macht oder weil es das Schicksal auf negativer Art so wollte und liebe Menschen von uns gehen, was mich hin und wieder noch beschäftigt, ich hatte einen tollen Traum für den ich sehr dankbar bin, ich bin mit meiner verstorbenen Oma spazieren gegangen, sie war mir so nah und es war irgendwie schön bei ihr zu sein, es hat sich so echt angefühlt, aber irgendwie war es auch sehr traurig.

Das Altern gehört doch zum Mensch dazu, man kann nicht ewig jung, faltenfrei und mit Haaren auf dem Kopf oder ohne graue Haare durchs Leben kommen - damit ist man doch auch nicht alleine wir alle altern und wir alle waren/sind mal jung, wenn du Angst hast etwas zu verpassen dann mach das was du machen möchtest und zögere nicht, es muss sich für dich gut anfühlen und dich glücklich machen.

Ich finde es nicht wichtig von vielen Personen als besonders attraktiv gesehen zu werden, ich möchte nur den Menschen gefallen die mir wichtig sind aber nicht auf oberflächlicher Art und Weise und mir selber gefallen wie ich bin.

Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute, sei nicht traurig wie alle werden hoffentlich alt. ☺️

W 28
 

Laleila

Cilia
  • #19
. Und ja, dein Post ist extrem oberflächlich.
Ist er nicht, sondern ehrlich.
Obwohl ich mit 30 schon Recht erfolgreich im Beruf war, eine tolle Ehe hatte, viele Freunde, Projekte usw. Kamen mir solche Gedanken.
Bei mir ging es schon im Kindergarten los, dass ich immer die Prinzessin, in Märchenstücken spielen sollte. Die Erzieherinnen machten mir kleine Ausnahmegeschenke, wenn es keiner sah, usw.
Auch später öffnen sich einem viele Türen schneller, man gewöhnt sich schnell daran beim Ausgehen kein Geld zu brauchen, immer einen Schwarm Verehrer zu haben die Dir die Reifen wechseln, den Umzug machen, Dich 600km zum Flughafen fahren und abholen... Es ist eine selbstverständliche Bequemlichkeit, auch wenn man alles selbst organisieren kann, warum sollte man, wenn sich immer wer darum reißt, es für einen zu erledigen.
Und dann hört man von allen Seiten, mit 30 ist das vorbei.
Ooops, dann kommen Entzugsängste auf. So auch bei der FS.

In der Realität hört das natürlich nicht mit 30 schlagartig auf, noch nichteinmal mit 40. Aber der Gedanke kommt und es ist normal, dass man auf einen langgewohnten Luxus nicht plötzlich verzichten möchte.
 
  • #20
Ist er nicht, sondern ehrlich.
Obwohl ich mit 30 schon Recht erfolgreich im Beruf war, eine tolle Ehe hatte, viele Freunde, Projekte usw. Kamen mir solche Gedanken.
Bei mir ging es schon im Kindergarten los, dass ich immer die Prinzessin, in Märchenstücken spielen sollte. Die Erzieherinnen machten mir kleine Ausnahmegeschenke, wenn es keiner sah, usw.
Auch später öffnen sich einem viele Türen schneller, man gewöhnt sich schnell daran beim Ausgehen kein Geld zu brauchen, immer einen Schwarm Verehrer zu haben die Dir die Reifen wechseln, den Umzug machen, Dich 600km zum Flughafen fahren und abholen... Es ist eine selbstverständliche Bequemlichkeit, auch wenn man alles selbst organisieren kann, warum sollte man, wenn sich immer wer darum reißt, es für einen zu erledigen.
Und dann hört man von allen Seiten, mit 30 ist das vorbei.
Ooops, dann kommen Entzugsängste auf. So auch bei der FS.

In der Realität hört das natürlich nicht mit 30 schlagartig auf, noch nichteinmal mit 40. Aber der Gedanke kommt und es ist normal, dass man auf einen langgewohnten Luxus nicht plötzlich verzichten möchte.
Ich muss von einem anderen Planeten stammen. Ich finde so ein Verhalten eher peinlich. Ich kann das alles selber und möchte das auch selber machen. Da fehlt mir das Verständnis. Aber wenn es für dich ok ist, was solls.
 
  • #21
Auch wenn ich diese Gefühle nicht hatte, kann ich sie anhand deiner Beschreibung nachvollziehen.
Hast du das Gefühl, etwas versäumt zu haben?
Oder dir die Möglichkeiten bewusst gemacht, die noch vor dir liegen?
Ich hatte immer den Eindruck, jedes Lebensjahrzehnt so intensiv ausgekostet zu haben, dass mehr einfach unmöglich gewesen wäre. Deswegen hat sich bisher immer ein Gefühl der Sättigung und des Hungers auf Neues eingestellt.
Natürlich habe ich mein "femme fatale"-Dasein in meinen 20ern sehr genossen, dass nach einer Party fast alle meine Nummer wollten, jeder sich in mich verliebt hat, den ich nur angesehen habe... Ich habe mich umschwärmen lassen und alles ausgelebt, wozu ich Lust hatte, aber das Glück einer stabilen Beziehung lernte ich erst mit Anfang 30 kennen, vorher war ich nicht offen dafür. Überhaupt das Glück, sich für etwas zu entscheiden, eine Lebenspartnerschaft, ein Kind, einen Job (gut, aktuell sind es zwei Jobs).
Jetzt, mit Anfang 40, freue ich mich an den vielen neuen Freiheiten und Möglichkeiten, mich zu entfalten... mir ein neues berufliches Standbein aufzubauen, neue Sportarten zu lernen, mit meinem Mann und meinem Sohn zu reisen, ein Sabbatjahr für mich allein zu planen...
Aber auch wenn ich immer noch attraktiv wirke und öfters angesprochen werde, ist es kein Vergleich mehr zu früher, das muss ich sagen.
Früher waren von zehn Männern in einem Raum neun fasziniert von mir, sobald ich eine Stunde da war... einfach wegen der Optik und dem gewissen Etwas. Das ist Vergangenheit, diese durchschlagend erotische Wirkung.
Jetzt ist es eher so, dass man interessant wirkt, aber mehr als Gesamtpaket, nicht mehr rein äußerlich.
Von daher hast du schon Recht mit deiner Trauer, es wird sich ändern, nicht heute, aber in den nächsten Jahren, alle zehn Jahre kommt der nächste Schwung schöner, neugieriger Frauen, damit muss man klarkommen. Ich persönlich gönne diesen hübschen Schmetterlingen alles, was ich auch hatte, und vergnüge mich oft daran, sie zu beobachten. Ich hatte mehr als genug und kriege immer noch das, was ich will ;-) Und das für sich selbst zu wissen und zu können, ist das Entscheidende. Zumindest für mich. Und: Ich finde es, je länger je bemerkenswerter, da zu sein, in diesem meinem Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Mit 30, auszusehen wie mit 28? Das ist doch keine Magie sondern fast das gleiche Alter. !?!?
Wenn das wichtigste Problem ist , weiterhin begehrt zu werden dann hast Du wohl ein größeres Problem. Mit dir selber. Richte deine Gedanken auf wichtigere Sachen im Leben, hast du Freunde, Hobbies? Ich kenne eine Frau, ü50, die beschäftigt sich ihr ganzes Leben lang mit ihrem Aussehen und dem 'älter werden'. Keine Familie, keine Interessen. Das Leben dreht sich um das Aussehen.
 

Laleila

Cilia
  • #23
Auch wenn ich diese Gefühle nicht hatte, kann ich sie anhand deiner Beschreibung nachvollziehen.
Hast du das Gefühl, etwas versäumt zu haben?

Jetzt, mit Anfang 40, freue ich mich an den vielen neuen Freiheiten und Möglichkeiten, mich zu entfalten...
Ja, ich möchte auch nicht mehr 20 sein, wollte ich mit 30 schon nicht mehr.
Mein Ziel war immer eine glückliche alte Frau zu werden, die den Wellen lauscht.
Aber auch wenn ich immer noch attraktiv wirke und öfters angesprochen werde, ist es kein Vergleich mehr zu früher, das muss ich sagen.
Natürlich nicht, aber es hört nicht plötzlich auf, es wird weniger, es bekommt auch immer weniger Bedeutung für einen selbst.
Nett ist so ein Blick und ein ehrlich gemeintes Kompliment noch immer und ich glaube auch keiner Frau, die das bestreitet.
Von daher hast du schon Recht mit deiner Trauer, es wird sich ändern, nicht heute, aber in den nächsten Jahren, alle zehn Jahre kommt der nächste Schwung schöner, neugieriger Frauen, damit muss man klarkommen. Ich persönlich gönne diesen hübschen Schmetterlingen alles, was ich auch hatte, und vergnüge mich oft daran, sie zu beobachten.
So schön gesagt, geht mir ebenso.
 
  • #26
So kann ich zwar meinen 30. Geburtstag nicht verhindern, aber vielleicht immerhin meinen Horizont etwas erweitern.

Ja das überschreiten der letzten Dekade ist immer spannend.
In etwa wie das Silvester ein Jahr vor der Jahrtausendwende von 1999 auf 2000. Als Menschen von Weltuntergang fantasierten, dem Zusammenbruch des weltweiten Datennetzes, dem Millennium-Bug, abstürzende Flugzeuge usw. usf.
Den Maya-Kalender bemühen. Nostradamus und Horoskope lesen.
Es ist als müsse man durch einen Tunnel unter Wasser tauchen. Augen zu und durch. Dann wacht man an diesem Tag der Tage auf und ist plötzlich 30 / 40 / 50....
Und man merkt......
Nichts.
Es verändert sich gar nichts.
Bist immer noch die Gleiche.

Mitte Dreißig kommen dann die ersten Verfallserscheinungen.
Aber da bist du längst schon mit dir im reinen und hast deinen Körper nicht nur akzeptiert, sondern hast verstanden was Frau sein bedeutet. Geiler Arsch, geile Titten. In allen Ausführung.
Du weißt jetzt was wirklich attraktiv ist. Und zwar nicht die draufgeschminkte Maske oder das unrealistische Bild eines Insta-Babes. Was dazu führt, dass du nun endlich den Sex genießen kannst, ohne dir übertrieben Gedanken über dein Aussehen zu machen. Sex mit echten Männern, die ebenfalls reifer sind und reifer aussehen und Dich richtig geil finden.. Was nun mal viel interessanter ist, als der 20ger Sex. Das war nur die Generalprobe.

Mut zur Hässlichkeit!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Die Magie der runden Geburtstage .......
Dabei bist du, wie jeden Tag, genau 1 Tag näher am 100. Geburtstag ......
Aus der Sicht eines Mannes
Es gibt Frauen, die mit 20 so schön sind, dass viele Männer sie als Traumfrau sehen. Und genau das sind die Frauen, die meinen, immer schön zu sein. Egal, wie wenig sie dafür machen oder wie wenig sie sich entwickeln - sie denken immer, sie wären die jugendliche Schöne. Tragische Gestalten, denn das klappt nicht ... zumindest auf Dauer.
Andere Frauen machen sich gewisse Gedanken, erhalten ihre Körper, finden ihren Stil und lernen kleine Tricks. Die Ausstrahlung wird auch anders im Laufe der Jahre.
Was ist anders geworden ? Die Frau selbst - sie paart im Idealfall Schönheit mit Stil und Eleganz, Souveränität und Ausstrahlung. Und damit werden auch ihre Verehrer andere - nein, älter, reifer, erfahrener und souveräner. Während die Buben offen glotzen durften, zeigen Männer etwas subtiler, dass sie mit der Frau ins Bett wollen. Sie müssen die Räder nicht mehr selbst wechseln - sie lassen das ihre Söhne machen.
Ja, als alter Mann erfreue ich mich noch immer am Anblick einer schönen Frau. Wie auch an einem besonderen Auto, einer Blume oder einem Sonnenstrahl. Allerdings weiss ich heute, welche Lady mir ganz besonders gefällt. Sie bekommt fast alle Aufmerksamkeit. Und so wird es auch anderen Frauen gehen..... Dennoch, ich erfreue mich an jeder Frau, egal welchen Alters, die alleine durch ihre Anwesenheit die Welt ein Stückchen schöner macht.
Schönheit wird immer nur von den Menschen, die null mit diesem Thema zu tun haben, für unnötig und oberflächlich angesehen. Dabei zeigt sich Schönheit so vielfältig - und kann einen Moment der Freude bringen. Für den, der sie sehen kann ...
 
  • #29
Hm, ich persönlich finde ja -- auch wenn ich mich im Bekanntenkreis so umschaue --, dass wir alle eher gutaussehender und attraktiver geworden sind und werden im Laufe der Jahre.

Mit zwanzig sind doch fast alle noch halbe Kinder und oft ohne eigenen Stil und ohne gefestigte Persönlichkeit, aber wenn es dann auf die dreißig zugeht, hat jede/r seine eigene Faszination entwickelt, dann kann man dem Menschen sein Wesen und seine Lebensentscheidungen ansehen, eben weil er schon was erlebt und Entscheidungen getroffen hat. In meiner Wahrnehmung sind Charakter und Aussehen aber auch ganz eng miteinander verbunden und stehen in einer Wechselwirkung, ich kann jemanden nicht nur äußerlich attraktiv finden, sondern sehe den Menschen an ihren Gesichtszügen und Augen und ihrer ganzen Art teilweise ihren Charakter an, eben ob sie freundlich und lieb, locker oder ernst und verbissen, ob tiefsinnig oder eher oberflächlich sind, das ist teilweise ganz extrem sichtbar, finde ich, und macht für mich einen großen Teil der Attraktivität und Schönheit aus.

Und bei mir persönlich, aber sicher auch bei anderen, ist es so, dass ich jetzt im Allgemeinen viel zufriedener und glücklicher und selbstbewusster bin als noch mit Anfang zwanzig, wodurch ich offener und fröhlicher durch die Welt gehe, ich habe über die Jahre auch viel mehr Humor, Selbstironie, Souveränität und Charme entwickelt, naja, und so was trägt ja durchaus auch zur Attraktivität bei.

Ehrlich gesagt finde ich auch, dass sogar der Körper sich von vielen im Laufe der Jahre "verbessert" hat, jedenfalls sind in meinem Bekanntenkreis tendenziell alle bewusster in Bezug auf Ernährung und Lebensstil geworden und auch sportlicher, haben weniger Pickel, tragen bessere Kleidung und passendere Schminke. Ich fühle mich jetzt viel gesünder und fitter als früher und kenne vierzigjährige Frauen, die wunderschön aussehen und viel gesünder, sportlicher, eleganter, humorvoller, charmanter etc. sind als manch Zwanzigjährige.

Übrigens fand und finde ich umgekehrt als Frau auch dreißig- bis vierzigjährige Männer viel attraktiver als zwanzigjährige. Das, was ich gerade über Frauen geschrieben habe, gilt hier genauso. Jedes Alter hat natürlich seinen Reiz, aber subjektiv sehen die für mich oft besser aus, haben einen interessanteren Charakter, eigenen Stil und oft schöneren Körper, haben erst jetzt markante Gesichtszüge und eine faszinierende Art entwickelt, haben was zu erzählen.
w27
 
  • #30
Ich bitte dich, du wirst 30 und nicht 90.
Ich habe ja schon für einiges Verständnis, aber nicht dafür.
Sei froh, dass du gesund bist, alles andere ist nebensächlich.
Wir werden alle älter, was soll´s, geht ja nicht anders.
Ich war eine attraktive 30 Jährige und jetzt bin ich fast eine attaktrive 60 Jährige, also ein Jahr fehlt noch.
Männer schauen mir noch immer nach, ist mir aber immer schon egal gewesen.
Ich möchte weiter gesund durch´s Leben gehen mit Familie und Freunden, vielleicht nochmal mit einem Mann, der wirklich zu mir passt, wenn nicht, dann nicht:)
 
Top