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  • #1

Gefühle und Erotik

Ich habe vor kurzen eine Frau kennengelernt und wir haben uns mittlerweile schon 5 oder 6 mal getroffen mit Übernachtung etc. Mit der Zeit sind schon ein wenig die Gefühle gekommen und man vermisst die andere Person, unternimmt etwas gemeinsam usw. Doch irgendwie bekomme ich nicht diesen hohen Puls, das pochende Herz, wenn ich sie angucke, was mir aber bei anderen, eher unbekannten Frauen schon passiert ist, so dass 1 Sek in die Augen gucken mich alles andere um mich herum vergessen lassen..Das habe ich bei meinem Date nicht.

Wie kommt es dazu? Ist diese optik-versierte Erotik, das Prickeln wenn man einer fremden Frau ins Gesicht schaut etwas anderes als eine Beziehung oder macht eine Beziehung nur Sinn, wenn das auch bei der Partnerin passiert? Stichwort: Irgendwann geht mann fremd, um sich das von einer anderen zu holen..?

Wie kennt ihr das?

Danke !
 
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  • #2
Ich bin recht dankbar für deine Frage, weil es mir (w, 49) gerade genauso beim Kennenlernen eines Mannes geht: Wir reden stundenlang, verstehen uns, mögen Dinge miteinander unternehmen, lachen zusammen, genießen die Gegenwart des anderen ... Wir haben uns auch schon geküsst und ein wenig gestreichelt und das fühlte sich gut an - aber nicht so umwerfend erotisch fantastisch.
Und ich frage mich: Ist das, weil ich noch zu sehr an meinem Ex-Freund hänge, weil der "Neue" einfach nicht mein Typ, wenn auch objektiv ein toller Mann ist? Kommen die Wow-Gefühle noch oder soll ich mich mit dem zufriedengeben, was ist, und ihn erstmal weiter kennenlernen? Ich fürchte, ihm geht es ähnlich. Vielleicht wird daraus "nur" eine Freundschaft?

Bin auf hilfreichere Antworten gespannt ;-)
 
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  • #3
Gab es kein Herzklopfen, brauchte ich nie ein zweites Date.

Sicherlich sind nur wenige Minuten zu kurz, um diesen Schluss zu ziehen, aber wenn nach 5-6 Dates kein Herzklopfen da ist, dann hat das ganz sicher einen Grund. Das wird dann auch nix mehr.

M/44
 
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  • #4
Mir (w 55) geht es ähnlich wie dem FS und wie Gast 1. Ich bin mit einem Mann zusammen, 2 Jahre schon (Wochenendbeziehung), und ich habe nie das ganz große Kribbeln und auch keine starke Sehnsucht verspürt wenn wir getrennt waren. Ich bin gern mit ihm zusammen, er ist angenehm, ich fühle mich wohl.....muss es mehr sein? Immer wenn ich früher solch starke Sehnsucht verspürt hatte war es lediglich ein Strohfeuer bzw. es ging nur um Sex. Das ist bei meiner jetzigen Beziehung anders, und ich gebe mich damit zufrieden was wir miteinander haben. Vielleicht sieht man im "Alter" das ganze auch weniger angespannt und lockerer. Ich z.B. bin mit mir selbst zufrieden, kann Tage/Wochenenden auch mal alleine verbringen (und brauche das auch!!).
 
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  • #5
Beides ist, finde ich, möglich, das große Kribbeln und das langsame Annähern. Bei der langsamen Annäherung mit großer emotionaler Nähe kann auch irgendwann die große sexuelle Öffnung kommen, wenn beide Partner bereit sind, dem Anderen alles zu geben und wenn sie Lust haben, die Lust in all ihren Formen gemeinsam kennenzulernen und auch wenn sie frivol genug sind, den Anderen wirklich heiß zu machen. Wenn dann allerdings nichts wirklich funkt - dann wird es schwierig. Dann schlägt wahrscheinlich die Stunde der Therapeuten oder des Fremdgehens.
Am schönsten, in erotischer Hinsicht sind die Beziehungserfahrungen zunächst, wenn beide kaum noch was anderes denken können als den sofortigen königlichen F*****.
Das heißt dann allerdings nicht, daß man sich nach näherem Kennenlernen noch unbedingt vorstellen kann, mit dem Partner, auf den man Monate lang täglich heiß ist, in 3 Jahren noch gemeinsam zum Essen zu gehen, einfach weil man nicht mehr ertragen kann, daß der Mann, der so herrlich im Bett ist, mit offenem Mund seine Pizza verzehrt und das selbst nicht mehr merkt.
Ich habe beides erlebt und will nichts abwerten, aber ein Mann, der mir emotional sehr wichtig ist, der mich aber sexuell nicht sofort feucht macht, den versuche ich dahin zu bringen, daß er das auch noch schafft, indem ich ihn Sterne sehen lasse. Und das kann funktionieren, vorausgesetzt, der Typ hat grundsätzlich Freude an einer heißen Sexualität, der es aber noch nicht selbst weiß.
Natürlich gibt es beides, eher selten, oft im Kino, man versteht sich wahnsinnig toll und im Bett sofort und immer toll, mit Orgasmen bis zum Irrewerden und es hält an, aber das ist selten. Meine
Erfahrung.
 
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  • #6
Danke, #4, da musste ich jetzt mehrfach lachen.

"Am schönsten, in erotischer Hinsicht sind die Beziehungserfahrungen zunächst, wenn beide kaum noch was anderes denken können als den sofortigen königlichen F*****."

Das habe ich erlebt - und es war genau, wie du es beschreibst: Das F**** war fantastisch, aber alles andere Gemeinsame wurde wegen unterschiedlichen Niveaus zunehmend schwierig.

Und das: "ein Mann, der mir emotional sehr wichtig ist, der mich aber sexuell nicht sofort feucht macht, den versuche ich dahin zu bringen, daß er das auch noch schafft, indem ich ihn Sterne sehen lasse. Und das kann funktionieren, vorausgesetzt, der Typ hat grundsätzlich Freude an einer heißen Sexualität, der es aber noch nicht selbst weiß."
habe ich mir jetzt einfach mal fürs nächste Treffen vorgenommen ;-)
Und dann werd ich's wohl endlich wissen, ob/wie es weitergehen kann.

Danke dir!
 
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