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Gast

  • #31
Aber bitte: wer erst Sex haben will, um seine Gefühle nicht an jemanden zu verschwenden der im Bett eine Niete ist, muß halt in Kauf nehmen, daß es sich dann um Sex ohne Gefühle handelt. Und sich dann dem Prinzip Hoffnung hingeben, denn anständige Männer wollen in der Regel keinen unverbindlichen Sex. (m)
Das ist Unsinn. Für mich sind es gerade anstädige Männer, die sich mal locker machen können und nicht immer URTEILEN. Und selbst wenn es kein anständiger Mann ist, na und? Dann hatte man guten Sex und weiter nichts. Man hat doch dabei nichts verloren! Und das ist das Entscheidende!

Wer nur aus Angst Dinge unterlässt, der erspart sich höchstens etwas, verpasst aber auch viel. Jeder muss selbst wissen, was er will. Ich würde um nichts in der Welt ein spannendes Erlebnis verpassen wollen, nur, weil es evtl. ein Tief nach sich zieht. Ich habe in meinem Leben auch schon viel gelernt und es nicht im goldenen Käfig verbracht. Darauf kann man stolz sein. Es bringt einem wirklich einiges mehr an Erfahrung als Herumgrübelei und Kalkuliererei.

Sex ohne Gefühle gibt es übrigens nicht. Wie hier bereits jemand schrieb, besteht, wenn man Lust auf Sex hat, "Geilheit". Und Geilheit ist nichts schlechtes. Es ist albern, das von den "wahren Gefühlen" zu trennen. Geilheit wird durch das Aussehen ausgelöst, aber nicht nur. Die Ansprüche an das Gefühl, von jemandem angezogen zu werden, sind hoch. Dazu reicht nicht ein durchtrainierter Körper. Zum einen IST das Aussehen nunmal wichtig, man will vielleicht auch hübsche Kinder haben. Insgesamt ist aber insbesondere Stärke bei einem Mann ein hoher Anziehungsfaktor, auch geistige Stärke. Dazu gehört einiges. Geilheit halgte ich für kein banales Gefühl, das jeder Mann an der nächsten Straßenecke auslöst. Im Gegenteil. Ich halte es für tiefer und komplexer als so manches Romantikgeschwafel.
 
  • #32
Aber bitte: wer erst Sex haben will, um seine Gefühle nicht an jemanden zu verschwenden der im Bett eine Niete ist, muß halt in Kauf nehmen, daß es sich dann um Sex ohne Gefühle handelt. Und sich dann dem Prinzip Hoffnung hingeben, denn anständige Männer wollen in der Regel keinen unverbindlichen Sex. (m)
Das ist mir zu schwarz/weiß. Man hat bei einer Beziehungsanbahnung durchaus Gefühle. Das passiert nicht mit dem erstbesten und legt doch keinen Schalter um, sondern die wachsen. Aber vielleicht hält man sich auch noch etwas zurück, um auf vielen Ebenen zu schauen, ob es paßt. Dazu gehört für mich auch Sex.
Der Gegenentwurf zum Verweigerer, der seinen Gefühle nicht an eine Niete im Bett verschwenden will ist der Samariter, der seine sexuellen Wünsche zurückstellt im Namen von Liebe (was ist das dann für eine Liebe, wenn die Sexualität eines der Partner nicht darin vorkommt?). Nachhaltig ist das zweite nicht.
Ja, es ist die Wahl zwischen ein Ende mit Schrecken und dem Schrecken ohne Ende.

Der ziemlich anständige Mann, mit dem ich verheiratet bin, hatte übrigens die gleiche Ansicht wie ich: Auch schauen, obs im Bett paßt, bevor man sich Hals über Kopf verliebt. Wir kamen beide aus langen Beziehungen, in denen der Sex absolut inkompatibel war und am Schluß garnicht mehr stattfand. Das brauchte wir beide nicht noch einmal.
 
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  • #33
Aber die Voschriften kommen doch von denen, die zwanghaft meinen, mit dem Sex warten zu müssen. Darauf reagiert die andere Seite doch nur. Wenn man sich langsam an der ersten Sex herantastet, dann ist das eben so. Aber dann kann man nicht erwarten, dass der andere Part das gut findet. Entweder es passt, oder es passt nicht. Bei mir ist übrigens meist recht schnell klar, ob ein Partner sexuell zu mir passt. Ich verliebe mich gerne schnell, weil das meist auch hinterher besser ist. Ich verwere mich auch anderen Formen des Kennenlernens nicht, aber einige Männer, die meinen, sie treffen sich, damit man sich langsam in sie verliebe, werden eben nur zu Freunden. Das ist dann so und gut. Das hat nichts mit Vorurteilen oder sonstigem zu tun. Es ist einfach nur die Realität, dass sich bei mir persönlich recht schnell entscheidet, ob jemand für mehr in Frage kommt.
 
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  • #34
Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, finde ich es ungeheuer reizvoll, wenn sich mir ein verliebter Mann bzw. ich mich dem Mann, in den ich verliebt bin, allmählich körperlich nähere, sich die erotische Anziehung und Anspannung erhöht und erhöht und erhöht, kaum noch auszuhalten ist ... und dann der erste Sexualakt, ich finde das einfach nur himmlisch. Und das ist jetzt nur die körperliche Seite, die emotionale Seite ist bei einer langsamen Annäherung für mich auch viel genussvoller und beglückender. Natürlich könnte ich auch einfach mal eben so aus zyklischen Gründen mit dem fast fremden Mann ins Bett gehen, aber das wäre für mich nicht einmal das halbe Vergnügen.

Insofern beantworte ich die Frage mit einem eindeutigen ja, ich bevorzuge die langsame Annäherung. Das andere wäre für mich halt einfach nur f......

w/51
 
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  • #35
Für mich sind es gerade anstädige Männer, die sich mal locker machen können
Sprich: mit der Frau ins Bett gehen, ohne lang zu fragen, wer sie ist und wie sie ist und ob sie wissen will, wer und wie man selbst ist. Also, mir wäre so ein Sexualakt mit einer fast Unbekannten irgendwie peinlich. Offenbar gibt es aber unterschiedliche Definitionen von "anständig", in meiner Dialektregionen meint man damit "kräftig" oder "reichlich", eine "anständige Mahlzeit" etwa. Insofern kann einen Mann, der gleich zur Sache kommt, zwar "anständig" sein, aber nicht im Sinne von "Sex nur in einer Beziehung oder mit dem festen Willen zu einer solchen". (m)
 
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  • #36
Offenbar gibt es aber unterschiedliche Definitionen von "anständig", in meiner Dialektregionen meint man damit "kräftig" oder "reichlich", eine "anständige Mahlzeit" etwa. Insofern kann einen Mann, der gleich zur Sache kommt, zwar "anständig" sein, aber nicht im Sinne von "Sex nur in einer Beziehung oder mit dem festen Willen zu einer solchen". (m)
Ok, dann ist so ein Mann eben nicht anständig. Ich persönlich bevorzuge eigentlich sowieso "unanständige" Männer. Für eine Beziehung sowieso. Ich will in einer Beziehung ja nicht ständig von Anstandsformeln "vollgeredet" werden.

Dass ein Mann, der schnell zur Sache kommt, keinen festen Willen zu einer Beziehug hat, ist möglich, aber auch nicht weiter schlimm. Entweder er verliebt sich, oder er lässt es. Er braucht wegen mir nicht verbissen nach einer Beziehung zu suchen. "Beziehungsanbahnung" verlief bei mir immer automatisch. Man hat eben Sex, Sehnsucht nacheinander, verbringt mehr Zeit miteinander, hat kein Interesse mehr an anderen. Da muss überhaupt kein Zwang hinterstehen.

Und mal ehrlich, wie kommt es an, wenn ein Mann betont, dass er nur in einer Beziehung Sex hat? Einfach nur formelhaft. Er soll mir treu sein und mich gerne haben, solche sturen Prinzipien interessieren doch nicht. Jedenfalls mich nicht. Aber bei anderen mag es ja passen... Es macht allerdings keinen Sinn, Personen, ähnlich wie mir, einzureden, dass es besser oder langfristiger sei. Unnütz. Da liegen völlig verschiedene Auffassungen von Beziehung vor. Bei mir war Untreue nie ein Problem und ich habe auch keine Angst davor. Dann soll er halt mal fremdgehen, wenn er das Bedürfnis hat. Ich bin mir sicher, dass er höchstens feststellen wird, dass es mit mir besser ist..
 
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  • #37
Ich persönlich kann zwei Dinge haben: Guten Sex und Sex. Guten Sex habe ich, wenn ich mich bei einer Frau fallen lassen kann. Ich kann mich fallen lassen, wenn ich einer Frau vertraue. Vertrauen entsteht bei mir durch emotionale Öffnung, Zeigen von Verletzlichkeit, Anteilnahme und körperliche, nicht sex-orientierte physische und psychische Nähe und Gemeinsamkeit. Trotz Erfahrungen mit schönen ONSs brauche ich Sex nicht, dafür reicht mir Selbstbefriedigung völlig. Guten Sex brauche ich allerdings schon.

Ich habe zwar noch nicht die Lebenserfahrung eines 70-Jährigen, aber nichtsdestotrotz habe ich als kontaktfreudiger Mensch und bei einer nicht geringen Anzahl Frauen in meinem sozialen Umfeld bis auf ein paar Spaß-haben-Studentinnen und Frauen in entsprechenden Discos in meinem Leben noch nie eine Frau getroffen, die das anders gesehen hat.

M/35
 
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  • #38
dass er nur in einer Beziehung Sex hat? Einfach nur formelhaft. Er soll mir treu sein und mich gerne haben, solche sturen Prinzipien interessieren doch nicht
Ähem, ist das nicht gerade die Definition von Treue? Der Begriff Treue ist ohne Beziehung doch vollkommen sinnlos?! Natürlich kann man auch Sex haben, ohne in einer Beziehung zu sein, dann ist man auch nicht zur Treue verpflichtet, hat also unverbindlichen Sex. Es soll Menschen geben, die das ablehnen, die nennt man nach obiger Lesart dann wohl sture Prinzipienreiter. Genau solche Menschen sind mir aber am liebsten.
 
  • #39
Dünnbrettbohrerei. Was soll denn da kommen? Wenns 'ne gute Partie ist, dann zuschlagen, wenn es Zweifel gibt, dann weiter Ausschau halten.
 
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  • #40
Liebe FS
Sex, ohne Gefühle? Einfach mal losrammeln?
Ich kann mir eine Beziehung vorstellen, in der sich später der Sex bescheiden wirkt.
Aber Sex, wenn die Beziehung bescheiden ist?
Nein Danke.