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  • #1

Gegen ehemaligen Partner, jetzt guter Freund ?

Vor ein paar Jahren waren wir kurz ein Paar, dan wurden wir gute Freunde und arbeiten immer noch in der selben Firma. Es ist in manchen Sachen beruflich ein Ekel, privat allerdings schon anders und viele möchten ihn gern aus der Firma haben. Es weis niemand das wir mal zusammen waren und das wir uns auch immer noch näher, wenn ja auch nur noch rein freundschaftlich kennen. Ich verteidige ihn oft und lege ein gutes Wort für ihn ein und versuche auch in ein bischen netter zu machen oder eben seine Nettigkeit auch mal zu zeigen. Es kommt immer wieder der Punkt wo einer der Managementmitglieder in "raus" haben will. Wie soll ich mich verhalten, ich möchte das er bleibt,aber ich will auch nicht unser Verhältnis zueinadner offenbaren, weil ihc weis das es dann, auch für mich, noch größere Probleme gibt. Ich möchte auch meinen Arbeitsplatz nicht hergeben.
Da ich Assistentin vom Geschäftsführer bin fühle ich mich immer unloyal oder auch hin und her gerissen. Wie kann man sich da verhalten?
 
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  • #2
Da ich Assistentin vom Geschäftsführer bin fühle ich mich immer unloyal oder auch hin und her gerissen. Wie kann man sich da verhalten?

Indem du deine Loyalität deinem Arbeitgeber gegenüber zeigst und beruflich und privat trennst.

Wenn dein Freund sich selber Probleme macht im beruflichen Bereich durch sein Verhalten, dann muß ER die Konsequenzen dafür tragen. Nicht du.
Und wenn er von DIR erwartet, dass du selber berufliche Nachteile in Kauf nimmst, um sein Fehlverhalten wieder zu kompensieren, dann verhält er sich damit alles andere als freundschaftlich dir gegenüber.

Nicht DU bist verantwortlich für ihn, sondern er ganz alleine ist verantwortlich für sich selbst.
ER hat die Möglichkeit sein eigenes Verhalten im Job zu ändern.

Dein "Freund" wäre ein sehr schlechter Freund, wenn er in Kauf nimmt, dass DU deinen eigenen Arbeitsplatz gefährdest, nur damit ER weiter das Ekel spielen kann auf Arbeit und dafür mit weniger Konsequenzen rechnen muß, weil DU ja den Kopf für ihn hin hältst.

Hast du mit ihm schon einmal darüber gesprochen?
Wenn ja, wie äußert er sich dazu, dass DU dich ebenfalls in ein schlechtes Licht rückst, wenn du ständig sein FEHLverhalten verteidigst?
Findet er das denn so in Ordnung? Erwartet er das quasi von dir?
Dann überdenke diese "Freundschaft" bitte mal.

w (42)
 
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  • #3
Liebe FS,

Du schuldest Deinem Unternehmen in beruflichen Dingen absolute Loyalität. Privates hat da nichts zu suchen. Die Kenntnisse, die Du von der Geschäftsleitung hast, sind VERTRAULICH, d.h. es ist völlig inakzeptabel, wenn Du hier mit Internwissen Dein eigenes Süppchen kochst. Beruflich ein Ekel zu sein, ist ein erheblicher Mangel, den eine Geschäftsleitung abstellen muss, wenn das so stark ist, dass die Leitung ihn raus haben will, denke ich, hat der Mann ein erhebliches Problem und glaubt offensichtlich, dass er sich so verhalten kann. Die Einstellung der Geschäftsleitung ist nicht gegen einen Mitarbeiter, sondern für den Betrieb und die von den unangenehmen Eigenschaften Deines Ex betroffenen Personenkreis. Wenn er nicht weiß, wie man sich in einem Betrieb zu verhalten hat, muss er sich nicht wundern. Grundsätzlich ist es nicht Dein Job, mit ihm darüber zu sprechen, es sei denn, Du bist beauftragt. Noch viel weniger ist es Dein Job, gegenüber der Geschäftsleitung daran zu arbeiten, dass ein untragbarer Mitarbeiter bleibt, nur weil du privat verbandelt bist/warst.

Dass Du privat ihm gerne helfen möchtest, kann ich verstehen. Die Idee, Deine Interverntionen müssten sich auf die Geschäftsleitung beziehen sind jedoch völlig daneben. Wenn Du helfen willst, triff ihn privat und sage ihm OHNE INTERNAS DER GESCHÄFTSLEITUNG AUSZUPLAUDERN klipp und klar, dass sein Verhalten in der Firma in den und den Punkten völlig daneben ist und er im eigenen Interesse sich in Zukunft so und so verhalten soll. Falls er nachtfragt, woher Du Deine Einschätzung nimmst, ob Du was von der Geschäftsleitung weißt, dann sage ebenso klipp und klar, dass Du eine Vertrauensstellung bei der Geschäftsleitung hast und diese nicht hintergehen wirst, er soll Dich mit derlei Fragen in Ruhe lassen.

Der Mann ist selbst verantwortlich und wenn er dann nicht reagiert, er kann sich ja privat Hilfe holen, ist das sein Problem.
 
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  • #4
Die Situation kenne ich, ich war auch mal GL Assistentin und hatte ein ähnliches Verhältnis zu einem MA. Der Job sollte immer zuerst kommen. Du kannst ein gutes Wort einlegen, wenn es stimmig und sinnvoll ist, aber du musst in der Situation deinem Arbeitgeber gegenüber loyal sein.

Rausschmeißen ist ja nun auch nicht ganz einfach. Entweder, er hat sich was zu Schulden kommen lassen oder er macht seinen Job schlecht, dann ist es mit Verlaub auch ok, wenn er tatsächlich entlassen wird. Oder er ist gut aber unbequem weil ein Ekel, dann wird er den Job behalten, wenn er wirklich gut ist. Vor allem aber, wenn er was kann, im Job, wird er notfalls auch einen anderen finden. Meine Erfahrung ist aber, dass dies gerade bei langjährigen Mitarbeitern oft Gerede ist, und eine Kündigung nie folgt.
Wichtig ist aber für dich nur dein Job, den solltest du sichern, und nicht durch illoyales Verhalten riskieren. Selbst wenn er fliegt, kannst du ihm als Freundin gut zur Seite stehen. Berufliches und Privates sollte man hier wirklich trennen.
 
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