• #1

Geheimnisse in der Partnerschaft: wie denkt Ihr darüber?

Hallo Ihr Lieben,

diesmal bin ich nicht zum Jammern hier. Und ich bin tatsächlch immer noch in Beziehung. Nach 17 Jahren als Dauersingle immer noch ein total ungewohntes Gefühl für mich. Momentan treibt mich das Thema Beziehungstiefe um und mich würde interessieren, wann Ihr eine Beziehung als oberflächlich oder tief "definieren" würdet. Hintergrund ist, dass ich neulich in einem Artikel gelesen habe, dass man nur wirkliche Tiefe und Nähe zu einem Partner aufbauen kann, wenn man sich ihm in jeder Hinsicht öffnet. Oder um genauer zu sein sollte man demnach keine Geheimnisse vor ihm haben. Nur dann würde man echte Nähe leben und erleben. Ich muss gestehen, dass ich mich bis jetzt noch keineswegs in jeder Hinsicht offenbart habe. Wie ist das bei Euch? Habt Ihr noch Geheimnisse vor Eurem Partner oder kennt er Euch in jeder Hinsicht?

Vielen Dank für Eure Antworten!
 
  • #2
Oder um genauer zu sein sollte man demnach keine Geheimnisse vor ihm haben. Nur dann würde man echte Nähe leben und erleben.

Sehe ich anders. Auch wenn ich verheiratet bin, bin ich noch immer ein eigenständiges Individuum. Ich habe eigene Gedanken, eigene Wünsche und ja, auch meine kleinen "Geheimnisse". In Anführungszeichen deshalb, weil es nichts ist, was ich bewusst verheimliche oder mein Mann nicht wissen dürfte, aber man muss ja nicht verschmelzen, nur weil man ein Paar ist.

W35
 
  • #3
Wenn ich liebe, dann bemühe ich mich um Authentizität, Aufrichtigkeit und öffne mich auch. Ich möchte genau so gesehen und geliebt werden. Mit meinen Höhen und Tiefen. Mit Licht und Schatten. Umgekehrt erwarte ich das auch. Ich will nicht die Fassade, ich will den Kern!
Ich habe aber auch keine schlimmen Leichen im Keller, die da auch bleiben müssten. Da bin ich ggf. einfach langweilig.
In meiner Wahrnehmung kann Beziehung nur gelingen, wenn man sich selber und die Menschen die man liebt ehrlich und aufrichtig gegenüber tritt. Das ist spätestens dann nötig, wenn die gemeinsame Arbeit an der Beziehung anfängt. Wenn zwei Persönlichkeiten aneinander wachsen möchten/sollten.
Geheimnisse gibt es bei mir nur im Bezug auf dritte. Wenn ich mich verpflichtet habe Stillschweigen zu bewahren.
 
  • #4
Hi,
Also ALLES würde ich z.B. nach einem halben Jahr natürlich nicht erzählen. Die großen Klopper sollte man m.E. relativ am Anfang erzählen, also Kinder, verheiratet - von diesen Kandidaten hört man im Forum.ja auch immer wieder, die nach drei Jahren erwischt werden, dass sie "vergessen hatten", so was Wichtiges zu erzählen. In diesen Bereich zähle ich auch gravierende Erkrankungen physisch/psychisch, weil der andere damit einfach eine andere Voraussetzung hat, ob er damit umgehen kann.
Was ich NICHT so früh en detail berichten würde, wäre z.B. die Anzahl der Sexpartner oder Ticks so. Das kann man gern mal als Anekdote einflechten, wenn es sich ergibt. Bei mir gibt es nach 13 Jahren Beziehung keine wirklichen Geheimnisse mehr, aber vielleicht bin ich auch so simpel gestrickt 😄 Wenn einer mich will, dann muss er mit allen Ecken und Kanten leben können.
Ich denke aber, dass ich als Kind ein "normales" Elternhaus mit Urvertrauen und drumrum hatte, da ist es wohl leichter, sich hinzustellen und zu sagen, mach dir keinen Kopp. Da bin ich jetzt gespannt auf die anderen Meinungen!
W37
 
  • #5
Die großen Themen wie Kinder, Arbeit, grober Lebenslauf sind am Anfang ja hoffentlich sowieso Thema. Ansonsten weiß mein Mann auch nicht alles, das sind eher peinliche Anekdoten, die man mit Freunden oder Freundinnen bespricht und sich entweder kaputt lacht oder sich weiter schämt. Hoffentlich hat das jeder, wäre sonst eher ein wenig traurig. Mein Mann fragt aber auch nicht nach, das finde ich prima. Ich frag auch nicht viel, wir erzählen uns aber alle wichtigen Dinge, soweit ich das beurteilen kann sowohl er als auch ich (was ich beurteilen kann). Irgendwelche Leichen hat doch jeder im Keller.
 
  • #6
...man nur wirkliche Tiefe und Nähe zu einem Partner aufbauen kann, wenn man sich ihm in jeder Hinsicht öffnet. Oder um genauer zu sein sollte man demnach keine Geheimnisse vor ihm haben.
Ich denke, es gibt Menschen, für die ist das so.
Ich muss gestehen, dass ich mich bis jetzt noch keineswegs in jeder Hinsicht offenbart habe. Wie ist das bei Euch? Habt Ihr noch Geheimnisse vor Eurem Partner oder kennt er Euch in jeder Hinsicht?
Ich sehe das anders. Deswegen: Klar, weiß meine Partnerin nicht "alles" über mich und umgekehrt. Für mich ist das in Ordnung.

Das, was ich für die Beziehung wichtig finde, weiß meine Partnerin. Leichen habe ich keine im Keller. Umgekehrt denke ich, handhabt sie das genauso. Uns geht es gut damit und ich denke, es würde uns nicht besser gehen, wenn ich jedes Geheimnis von ihr wüsste und umgekehrt. Ich brauche dieses Gefühl von "alles wissen" nicht. Ich habe Vertrauen zu meiner Partnerin und deswegen brauche ich nicht alles zu wissen.
Mir ist aber bewusst, dass manche es als fehlendes Vertrauen sehen, irgend etwas nicht zu wissen. Eine Partnerin, die "alles" wissen will, ist für mich daher falsch. Für mich ist das Privatsphäre.
 
  • #7
Ich bin grundsätzlich offen...Übrigens ist es wenn mittlerweile auch ein unbewusster Test.
Denn in der Vergangenheit wurden dann solche Punkte auch extra gewählt um mich zu treffen.
Ich kann es also sagen und trotzdem nicht so getroffen werden, falls da noch mal jemand so tickt...was für mich dann ende wäre.
Aber was mich so wie ich bin, geprägt hat, sollte mein Partner wissen...gehört für mich zum: sich verstehen.

Ansonsten sehe ich die Offenheit unterschiedlich...grundsätzlich darf mein Partner alles wissen und somit verheimliche ich nichts bewusst ( ausser was er zum Geburtstag bekommt).

Nur gibt es Dinge, wo es mir zuviel wäre
Wenn ich beim Einkaufen jemanden treffe und es nicht erzähle, weil unwichtig zb
Ich komme auch nicht auf die Idee haarklein meinen kompletten Tag zu erzählen...nur irgendwie wichtige Dinge. Und was zb eine Freundin mir anvertraut, bleibt bei mir

Und dann gab es einmal zb einen Missbrauch als Kind.
Da bin ich froh selten dran zu denken und ich geh damit nicht hausieren.
Irgendwann kann es vielleicht wichtig sein und erst dann erzähle ich es
 
  • #8
Hintergrund ist, dass ich neulich in einem Artikel gelesen habe, dass man nur wirkliche Tiefe und Nähe zu einem Partner aufbauen kann, wenn man sich ihm in jeder Hinsicht öffnet. Oder um genauer zu sein sollte man demnach keine Geheimnisse vor ihm haben. Nur dann würde man echte Nähe leben und erleben. Ich muss gestehen, dass ich mich bis jetzt noch keineswegs in jeder Hinsicht offenbart habe. Wie ist das bei Euch? Habt Ihr noch Geheimnisse vor Eurem Partner oder kennt er Euch in jeder Hinsicht?
Das ist auch meine Meinung, was der Artikel sagt, ich habe in meiner Beziehung keine Geheimnisse und umgekehrt möchte ich das auch so haben, wir können über alles reden, egal um was es geht, nur so vertieft und verstärkt sich eine Beziehung anders nicht, das hat ausschließlich mit Vertrauen zu tun, nicht umsonst gibt es nur wenige, stabile Langzeit-Beziehungen, das hat mit fehlendem Vertrauen zu tun! Ich frage mich, wie wenig Vertrauen da sein muss, wenn man wichtige Beziehungsthemen mit Dritten bespricht oder mit Institutionen und nicht mit dem Partner?? Wer das nicht von Anfang an tut, der tut das auch nicht nach zwei Jahren, denn da dürfte die Beziehung schon wieder kriseln!
Sehe ich anders. Auch wenn ich verheiratet bin, bin ich noch immer ein eigenständiges Individuum. Ich habe eigene Gedanken, eigene Wünsche und ja, auch meine kleinen "Geheimnisse". In Anführungszeichen deshalb, weil es nichts ist, was ich bewusst verheimliche oder mein Mann nicht wissen dürfte, aber man muss ja nicht verschmelzen, nur weil man ein Paar ist.
Eine Beziehung hängt ausschließlich am Vertrauen! Ohne 100 %iges Vertrauen gibt es keine echte und wahre Liebe! Ein Paar was sich nicht verschmilzt, findet emotional nicht zusammen, ergänzt sich nicht, bereichert nicht, wird sich so nicht halten können, das hat mit Eigenständigkeit nichts zu tun, es hat vielmehr und ausschließlich mit Vertrauen zu tun!
 
  • #9
Ich denke, mein Partner weiß mittlerweile alles von mir, was es zu wissen gibt. Aber auch bei mir: Es gibt eigentlich nichts, was mir extrem peinlich ist oder was schlimm ist, keine Leichen. Ich hätte aber auch kein Problem damit, wenn der Partner mir kleinere Sachen aus der Vergangenheit nicht erzählt, die mit mir gar nichts zu tun haben. Ich erwarte auch nicht, dass er mir jeden Gedanken mitteilt oder falls er eine andere Frau attraktiv findet oder so. Man ist ja noch eine eigene Person. Nur wenn ich das Gefühl hätte, dass der andere mir wirklich wichtige Ängste, Zweifel usw. vorenthält, damit hätte ich ein Problem. Das würde für mich fehlende Kommunikation bedeuten.
w, 37
 
  • #10
Es ist schon so, dass über Monate und Jahre, wenn man Gespräche mit dem Partner führt, man seine Erfahrungen und Erinnerungen mit dem Partner teilt und da werden auch mal unüberlegt manche zusätzlichen Details ausgeplaudert und da erwarte ich einfach, dass der Partner es verstehen sollte, warum es zunächst verschwiegen wurde (meist aus Schamgefühl), dass der Partner nicht schlecht von einem denkt oder das Verhalten, die Denkweise ist einer persönlich, komplexen Situation geschuldet, wo man damals sich nicht anders zu helfen oder zu entscheiden wusste. In meiner Familie gibt es über Generationen betrachtet einige Familiengeheimnisse, okay sind heute keine mehr, aber über die Jahre habe ich die Geschichten erfahren, wohldosiert, weil mitunter Jahre dazwischen lagen und ich manche Lüge, Betrug, Entscheidung, Handlung im Zusammenhang mit der Zeit und Situation manchmal nachvollziehen kann. Bei manchen Sachen bleibt mir das warum fremd, da die Vorfahren schon tot sind. Ich habe auch meine Leichen im Keller, wo ich mit meinem wertenden Blick nicht stolz darauf bin, anderseits so schlimm sind sicher diese Kellergeschichten nicht, aber es ist nicht so, dass ich jedem davon erzähle. Meine 2 langjährigen Partner haben in der jeweils über 10jährigen Beziehungszeit einiges darüber von mir erfahren, aber da sie mich schon kannten, konnten sie es ebenso in dem Kontext, zur damaligen Zeit und zu meiner damaligen Reife einordnen und verstehen. Ob sie aber alle Geheimnisse wissen müssten, nein glaube ich nicht. Aber sollten sie von diesen Geheimnissen zufällig erfahren, dann sollte ein öffnen meinerseits in einem vertrauensvollen und wertschätzenden Verhältnis und Ton mit dem Partner möglich sein; und nicht das mein Partner darüber als Richter urteilt, vermeintlich nachträglich straft oder sich plötzlich einmischt, Wiedergutmachung verlangt oder die wunden Punkte nutzt, um mich zu verletzen und abzuwerten. Bzw. sich daraufhin vermeintliche Freiheiten zu nehmen oder Forderungen zu stellen, die nicht mehr der Zeit, Entwicklungsstufe und Situation entsprechen. Umgekehrt gilt das genauso.
Als harmloses Beispiel ein Freund, welcher selbst früher starker Raucher und heute dagegen ist. Ich habe es zufällig auf alten Fotos gesehen und nachgefragt. Er hat mir davon frei und offen das für und wieder erzählt, wie er sich dabei damals gefühlt hat und warum er dann letztlich damit aufhörte. Für mich plausibel (und wenn auch nicht, so waren es für ihn selbst seine persönlichen Gründe und eigene Logik.) Es ist ein Zeichen, dass man ernstgenommen wird, einer einem zuhört und versucht zu verstehen, was Nähe & Vertrauen schafft. So hoffen auch viele Eltern darauf, dass ihre Kinder sich ihnen gegenüber ebenso vertrauensvoll bei Problemen und auch unschönen Dingen an sie wenden und man miteinander darüber Reden kann, als wenn sich das Kind verschließt oder wenn die Konsequenz schon im Raum steht, man als Eltern im Grunde zu spät und nahezu als letzte damit konfrontiert wird.
 
  • #11
sollte man demnach keine Geheimnisse vor ihm haben
Was konkret verstehst Du unter "Geheimnisse haben"?

Das einzige Geheimnis, was ich vor meinem Mann habe, betrifft die Intimsphäre von Freunden und Verwandten. Was die mir als vertraulich anvertraut haben, das bleibt auch vertraulich - erfährt er zumindest von mir nicht.
Ansonsten geht es eher um typische Frauensachen, die ich ihm nicht sage. Er muss einfach nicht wissen, was ich gern hätte, obwohl ich es garnicht brauche und darum auch nicht kaufe.

dass ich mich bis jetzt noch keineswegs in jeder Hinsicht offenbart habe.
Darum holpert Deine Beziehung auch so und darum bist Du unsicher. Das hast Du in mehreren Threads ja auch deutlich geschrieben.
Wer viel verbirgt, was er für verwerflich hält, der kann sich in seiner Beziehung nicht frei bewegen.

Es gibt Dinge aus meiner Vergangenheit, die ich en detail nicht erläutere, weil es alles wieder aufrühren würde. Sie wirken aber bis heute und daher weiß mein Mann einige Parameter und kann diese richtig einordnen.

Ich finde es sehr anstrengend, etwas vor dem Lebensgefährten zu verbergen, eben weil wir uns so nah sind.
Bei Vertraulichkeitsfragen ist es ähnlich. Es fällt mir schwer, weil man ihn als klugen und sehr lebenserfahrenen, nicht wertenden Mann gut einbeziehen könnte, aber da sage ich frei heraus: "ich kann Dir das nicht sagen - vertrauliche Sache". Er bohrt dann auch nicht nach.
 
  • #12
Ich verheimliche nichts Schlimmes, aber erzähle auch nicht alles, sondern bin immer noch eine eigenständige Person und finde das auch gut so. Wir lesen auch nicht gegenseitig unsere Nachrichten oder Mails, sondern jeder hat seine Privatsphäre.

Von der mit Blut gefüllten großen Tiefkühltruhe im Keller meiner Großmutter weiß er und ich habe ihn schon um Rat gefragt, wie wir die entsorgen könnten. Es ist uns damals ein kleines Missgeschick passiert und ist jetzt nicht so einfach, weil keiner von uns die Truhe öffnen will wegen des Gestanks und man auch schlecht Externe dafür kommen lassen kann, also steht sie da schon jahrelang verschlossen herum. Was man halt so im Keller hat ... 🤷‍♀️😉
w26
 
  • #13
Es ist völlig normal, dass der Partner nicht alles weiß. Einiges erzähle ich bewusst (am Anfang) nicht, einiges habe ich vielleicht vergessen und es fällt mir bei Gelegenheit wieder ein und erzähle es dann. Und ein paar Storys werde ich nie erzählen, weil es mir beispielsweise peinlich ist und ich nicht möchte, dass er schlecht von mir denken könnte.
 
  • #14
Es kommt darauf an was unter Geheimnissen verstanden wird. Ich vertrete die Meinung dem Partner gegenüber ehrlich zu sein. Aber ich finde jetzt nicht, dass jemand jedes Detail aus der Vergangenheit kennen muss. Die groben Punkte natürlich und in wie weit man ins Detail geht kommt ganz darauf an wie der andere damit umgeht oder überhaupt umgehen kann und wie relevant oder präsent es heute überhaupt noch ist.
Ich habe z.B. viel Gewalt erlebt, psychisch, körperlich und auch sexuell und reagiere daher in manchen Situationen anders als Menschen, die so etwas nicht erfahren haben. Dass ich die ersten beiden Formen der Gewalt erlebt habe, weiß mein aktueller Partner z.B. Aber alle Details kennt er nicht. In manchen Unterhaltungen erfährt er halt nach und nach Bruchstücke mit der Zeit. Aber er bohrt dann auch nicht nach, wenn er merkt, dass es mir schwer fällt darüber zu reden. Und die letzte Form... Naja, das benötigt sehr viel Zeit und ist auch etwas was mir sehr schwer fällt dem Partner gegenüber zu offenbaren, da es unter Umständen das sexuelle Miteinander auch sehr beeinflussen kann. Ich habe z.B. in meiner langen Beziehung meinem Partner diesen Punkt erst z.B. nach etwa 4 Jahren offenbart. Er war so betroffen, hat angefangen zu weinen und wollte darüber nicht mehr wissen. Ab dem Zeitpunkt änderte sich der Sex, er zeigte keinerlei Inititive mehr, hatte ständig Angst irgendetwas "falsch" zu machen wodurch ich mich bedrängt fühlen, mir weh tun könnte usw. obwohl das vorher nie ein Thema war und mir unser Sex so wie er vorher war gefallen hat... Aber danach änderte es sich und wurde immer schlechter und irgendwie verkrampft, obwohl ich ihm versicherte dass es mir gut geht und das für mich das was er macht schön ist und ich ganz klar zwischen unserem gemeinsamen Sex und dem was mir mal passiert ist unterscheiden kann.
 
  • #15
Ich lebe eine LAT. Dies bedeutet natürlich, dass wir beide - ich hier, er dort - nicht allabendlich herunter rasseln, was beim jeweils anderen so los war.

Ich will nicht wissen, mit wem er sich wann getroffen hat und was diese Treffen beinhalteten. Umgekehrt bohrt er auch nicht in meinen Tagen/Nächten ohne ihn. Wichtig ist uns beiden, dass wir einschätzen können, was der/die Andere wissen sollte.

Wir fahren gut damit, aber es ist eben auch ein Grundvertrauen da. Ohne das würde unsere Beziehung nicht funktionieren. Ich weiß aber auch, dass ich hier im Forum auf Widerspruch stoße wenn ich es nicht dramatisch finde, sollte eine/r von uns mal etwas mehr Nähe zum anderen Geschlecht haben (wollen): so lange wir wissen, was wir einander bedeuten, ist das nichts Trennendes. Sollte sich das irgendwann einmal ändern (das kann niemand im Voraus festzurren), werden wir das offen besprechen.

Grundsätzlich also: wir müssen nicht alles voneinander wissen, aber wir wissen, wann was gesagt werden sollte.
 
  • #16
Es gibt ja solche und solche "Geheimnisse".
Und dann gab es einmal zb einen Missbrauch als Kind.
Da bin ich froh selten dran zu denken und ich geh damit nicht hausieren. Irgendwann kann es vielleicht wichtig sein und erst dann erzähle ich es.
Liebe Pixi, das möchte ich so nicht einfach stehen lassen. Du könntest es, habe ich das Gefühl, es einfach so stehen lassen. Hast das für Dich verarbeitet. Jedenfalls wirkst Du so. Kannst manchmal jemandem Deine Meinung sagen, manchmal großzügig über Fehler auch hinweg sehen, und den Humor hast Du Dir bewahrt.
Trotzdem möchte ich jetzt DICH mal drücken.....
....auch, wenn Du das gar nicht brauchst, - was gut ist- und doch hoffentlich nicht zurückweist, gerade, weil Du es nicht brauchst....
Schlimme Erfahrungen, man kann sie hoffentlich überwinden, auch mit Hilfe, wenn auch nicht vergessen, und trotzdem ein gelingendes Leben führen.... ...und bei manchen Dingen entscheidet man allein, ob man sie erzählen will....oft erst nach reiflicher Überlegung, manchmal kommt es auch auf den Partner an...kann er damit umgehen?....nicht jeder kann das.....und muss trotzdem kein schlechter Partner sein....
Von der mit Blut gefüllten großen Tiefkühltruhe im Keller meiner Großmutter weiß er und ich habe ihn schon um Rat gefragt, wie wir die entsorgen könnten. Es ist uns damals ein kleines Missgeschick passiert und ist jetzt nicht so einfach, weil keiner von uns die Truhe öffnen will wegen des Gestanks und man auch schlecht Externe dafür kommen lassen kann, also steht sie da schon jahrelang verschlossen herum. Was man halt so im Keller hat ... 🤷‍♀️😉
Wie jetzt? Das ist ja mal ne Aussage!:eek:
Wen oder was habt IHR denn geschreddert?
Klingeln da jetzt Leute in blauen Uniformen????
Lösung: Könntet ihr nicht ein kleines Löchlein reinbohren. Nur so, dass man einen Schlauch zum Abpumpen reinstecken kann? Wäscheklammer auf der Nase nicht vergessen...
Und dann in ein "Gefahrgutfass" pumpen?
Bloß nicht in die Kanalisation, nicht, dass wir noch ne nationale Krise kriegen...
Need more details, please!!!
w46
 
  • #17
Liebe Hasendompteuer, generell finde ich es wünschenswert, wenn man das Gefühl hat, einem Partner alles sagen "zu können". Wenn man denn will.
Manche Dinge sind vielleicht schon gar nicht mehr wahr, sprich so lange her und unwichtig geworden für das eigene Leben...muss man seinen Partner jetzt auch nicht mit belasten, wenn es nicht mehr akut drückt.
da werden auch mal unüberlegt manche zusätzlichen Details ausgeplaudert und da erwarte ich einfach, dass der Partner es verstehen sollte, warum es zunächst verschwiegen wurde (meist aus Schamgefühl), dass der Partner nicht schlecht von einem denkt oder das Verhalten, die Denkweise ist einer persönlich, komplexen Situation geschuldet, wo man damals sich nicht anders zu helfen oder zu entscheiden wusste.
@Andere Frau, das hat mich sehr berührt, das hast Du sehr gut für mich zusammengefasst, ich sehe das ganz genau so.
Wir fahren gut damit, aber es ist eben auch ein Grundvertrauen da. Ohne das würde unsere Beziehung nicht funktionieren. Ich weiß aber auch, dass ich hier im Forum auf Widerspruch stoße wenn ich es nicht dramatisch finde, sollte eine/r von uns mal etwas mehr Nähe zum anderen Geschlecht haben (wollen): so lange wir wissen, was wir einander bedeuten, ist das nichts Trennendes. Sollte sich das irgendwann einmal ändern (das kann niemand im Voraus festzurren), werden wir das offen besprechen.
Wenn Ihr beide darüber offen gesprochen habt, finde ich das zu akzeptieren. Natürlich kann das, was in de Theorie besprochen wurde, dann in der Realität für einen doch nicht geht. Ich schätze Dich so ein, dass Du damit umgehen wirst, auch mit dem Risiko, dass es dann auseinander gehen kann. Aber das ist keine Frage einer solchen Vereinbarung, es gibt keine Garantie, keinen Besitz an Menschen, daher finde ich es gut, solche Dinge anzusprechen.
 
  • #18
Also ich pinkel beim Duschen.
Ich finde es gar nicht so schlimm, der Urin wird ja sofort mit Wasser verdünnt und läuft ab. Mit mit allergrößter Mühe kann ich das verhindern oder ich muss halt klatschnass zum Klo laufen. Es geht auch nicht um große Mengen denn vor dem Duschen gehe ich aufs Klo.
Ich weiss allerdings, dass das viele Menschen eklig finden, auch eine Partnerin, also verheimliche ich es.
Nur hier in einem anonymen Forum gebe ich es zu.
Auch meine Erfahrungen mit diversen Drogen, die ich in meinen zwanziger Jahren gemacht habe, erzähle ich erst wenn ich ein tiefes Vertrauen zu meiner Partnerin habe und ich ihre Einstellung zu dem Thema kenne.
 
  • #19
Macht das nicht jeder? :D Das macht mein Freund sogar, wenn wir zusammen unter der Dusche stehen.
Also, wenn das das größte Geheimnis in einer Partnerschaft wäre, müsste sich der Partner wirklich keine Gedanken machen...
Liebe Hasendompteuer, generell finde ich es wünschenswert, wenn man das Gefühl hat, einem Partner alles sagen "zu können". Wenn man denn will.
Das ist für mich auch die Grundlage in jeder Beziehung.
 
  • #20
Also ich pinkel beim Duschen.
Ich finde es gar nicht so schlimm, der Urin wird ja sofort mit Wasser verdünnt und läuft ab. Mit mit allergrößter Mühe kann ich das verhindern oder ich muss halt klatschnass zum Klo laufen. Es geht auch nicht um große Mengen denn vor dem Duschen gehe ich aufs Klo.
Ich weiss allerdings, dass das viele Menschen eklig finden, auch eine Partnerin, also verheimliche ich es.
Nur hier in einem anonymen Forum gebe ich es zu.
Auch meine Erfahrungen mit diversen Drogen, die ich in meinen zwanziger Jahren gemacht habe, erzähle ich erst wenn ich ein tiefes Vertrauen zu meiner Partnerin habe und ich ihre Einstellung zu dem Thema kenne.
Das macht doch jeder. Absolution erteilt. Bei Drogen ist mancher empfindlich ok, aber wir waren doch alle mal jung. Danke für deine Offenheit, auch wenn ich es lieber nicht gewusst hätte 😉
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
Ich habe z.B. in meiner langen Beziehung meinem Partner diesen Punkt erst z.B. nach etwa 4 Jahren offenbart. Er war so betroffen, hat angefangen zu weinen und wollte darüber nicht mehr wissen. Ab dem Zeitpunkt änderte sich der Sex, er zeigte keinerlei Inititive mehr, hatte ständig Angst irgendetwas "falsch" zu machen
Liebe @RoseBlack , das zeigt es für mich ganz deutlich. Die Ansicht, man müsst immer in allem mit dem Partner "ehrlich" sein, ist zu eindimensional....es kann den Erzählenden und den Erfahrenden sehr belasten. Manches wird man wohl so gut man es vermag abwägen müssen. So manche Reaktion kann man gar nicht recht vorausahnen....

Macht das nicht jeder? :D Das macht mein Freund sogar, wenn wir zusammen unter der Dusche stehen.
Oh @mokuyobi , die Reaktion ist göttlich von Dir. Lachflash!!!
Bei Drogen ist mancher empfindlich ok, aber wir waren doch alle mal jung. Danke für deine Offenheit, auch wenn ich es lieber nicht gewusst hätte 😉
Oh, ähm...aaaalso....da soll es ja mal eine Frau gegeben haben, hab ich hören sagen, die beim erstmaligem Ausprobieren eines dunklen, gepressten, süßlichen Krautes - an Sylvester- in jungen Jahren einen Lach-Nervositäts-Herzklabaster bekommen hat, und dann schön in die Notaufnahme durfte, um den Herzklabaster wieder einzugkriegen.... um viertel vor eins am Morgen!.😵...ach, ja.

Diese Frau ist 160 cm groß, mag Japan und hat festgestellt, dass nach mehrmaligem Test, das olle, süßliche Kraut so gar nichts für sie ist....😏, sie hat dann festgestellt, dass sie weiteres und anderes nicht ausprobieren möchte.....einmal hat sie es noch versucht...aber auch Chemie ist nichts, wo sie sich noch mal unbedingt für anstellen würde.🤯🥵😰🤢...und nun lebt sie lieber grün-Wildkräutergrün....Hoch lebe der Smoothie!
w46
So ist das mit den Geheimnissen....Adressat und Absender müssen zusammenpassen.
 
  • #22
Wie jetzt? Das ist ja mal ne Aussage!:eek:
Wen oder was habt IHR denn geschreddert?
Klingeln da jetzt Leute in blauen Uniformen????
Lösung: Könntet ihr nicht ein kleines Löchlein reinbohren. Nur so, dass man einen Schlauch zum Abpumpen reinstecken kann? Wäscheklammer auf der Nase nicht vergessen...
Und dann in ein "Gefahrgutfass" pumpen?
Bloß nicht in die Kanalisation, nicht, dass wir noch ne nationale Krise kriegen...
Need more details, please!!!
w46
Ja, unsere "Blut-Truhe" ... Meine Oma hat einen Garten und Acker und ca. 80 Schafe, von denen gelegentlich auch welche geschlachtet werden, Verkauf und Eigenbedarf. Sie hat deswegen im Haus verschiedene Tiefkühltruhen, wo sie Obst, Gemüse und eben auch Fleisch aufbewahrt. In der Truhe im Keller war neben ein paar anderen Sachen ganz viel Schaffleisch gelagert. Leider -- es ist wirklich eine Schande, aber das kommt vor -- ist diese Tiefkühltruhe irgendwann unbemerkt kaputt gegangen, technischer Defekt. Weil sie im Keller steht, wurde das erstmal nicht bemerkt. Das ganze Schaffleisch ist also aufgetaut und das gab dann eine seeehr böse Überraschung beim nächsten Öffnen ... Sie hat es noch irgendwie unter Übelkeit geschafft, den verwesten Inhalt der Truhe zu leeren, nur hatte sich Blut und Saft und sonstige ausgetretene Flüssigkeit in der Truhe angesammelt und sie war damals physisch nicht mehr in der Lage, diese Verwesungsflüssigkeit auszuschöpfen, weil es sowieso schon schlimm genug war mit dem Fleisch, also hat sie erstmal wieder den Deckel geschlossen. Die Truhe ist luftdicht verschlossen, von außen riecht man also nichts. Einige Wochen später hat dann meine Mutter mal die Truhe geöffnet, um die Blut-Brühe auszuschöpfen, aber hat sich sofort übergeben und den Deckel wieder geschlossen. Seitdem haben verschiedene Familienmitglieder es immer mal wieder versucht, aber inzwischen lassen wir es. Die Blut-Brühe befindet sich jetzt schon seit drei, vier Jahren in der Truhe. Sie verdunstet oder vertrocknet nicht, sondern bleibt flüssig, weil die Truhe luftdicht abgeschlossen ist. Wenn man den Deckel öffnet, ist das ein unfassbarer Leichen-Verwesungsgeruch, der sich überall ausbreitet. Wir haben mal überlegt, ob wir Sand reinkippen sollen. Aber keiner will das machen und weil die Truhe da unten im Prinzip keinen stört, steht sie einfach weiter da, wir versuchen es gar nicht mehr ernsthaft. Nur hin und wieder erinnern wir uns daran, dass da ja noch immer diese abscheulich stinkende Blut-Truhe im Keller steht. Das ist unsere sprichwörtliche Leiche im Keller ...
w26
 
  • #23
Ja, unsere "Blut-Truhe" ... Meine Oma hat einen Garten und Acker und ca. 80 Schafe, von denen gelegentlich auch welche geschlachtet werden, Verkauf und Eigenbedarf. Sie hat deswegen im Haus verschiedene Tiefkühltruhen, wo sie Obst, Gemüse und eben auch Fleisch aufbewahrt. In der Truhe im Keller war neben ein paar anderen Sachen ganz viel Schaffleisch gelagert. Leider -- es ist wirklich eine Schande, aber das kommt vor -- ist diese Tiefkühltruhe irgendwann unbemerkt kaputt gegangen, technischer Defekt. Weil sie im Keller steht, wurde das erstmal nicht bemerkt. Das ganze Schaffleisch ist also aufgetaut und das gab dann eine seeehr böse Überraschung beim nächsten Öffnen ... Sie hat es noch irgendwie unter Übelkeit geschafft, den verwesten Inhalt der Truhe zu leeren, nur hatte sich Blut und Saft und sonstige ausgetretene Flüssigkeit in der Truhe angesammelt und sie war damals physisch nicht mehr in der Lage, diese Verwesungsflüssigkeit auszuschöpfen, weil es sowieso schon schlimm genug war mit dem Fleisch, also hat sie erstmal wieder den Deckel geschlossen. Die Truhe ist luftdicht verschlossen, von außen riecht man also nichts. Einige Wochen später hat dann meine Mutter mal die Truhe geöffnet, um die Blut-Brühe auszuschöpfen, aber hat sich sofort übergeben und den Deckel wieder geschlossen. Seitdem haben verschiedene Familienmitglieder es immer mal wieder versucht, aber inzwischen lassen wir es. Die Blut-Brühe befindet sich jetzt schon seit drei, vier Jahren in der Truhe. Sie verdunstet oder vertrocknet nicht, sondern bleibt flüssig, weil die Truhe luftdicht abgeschlossen ist. Wenn man den Deckel öffnet, ist das ein unfassbarer Leichen-Verwesungsgeruch, der sich überall ausbreitet. Wir haben mal überlegt, ob wir Sand reinkippen sollen. Aber keiner will das machen und weil die Truhe da unten im Prinzip keinen stört, steht sie einfach weiter da, wir versuchen es gar nicht mehr ernsthaft. Nur hin und wieder erinnern wir uns daran, dass da ja noch immer diese abscheulich stinkende Blut-Truhe im Keller steht. Das ist unsere sprichwörtliche Leiche im Keller ...
w26

Sachen gibt's. Würg 😁
Was macht ihr, wenn ihr das Haus mal verkaufen wollt?
 
  • #24
Also ich pinkel beim Duschen.
Ich finde es gar nicht so schlimm, der Urin wird ja sofort mit Wasser verdünnt und läuft ab.
Oh, super, erzählen wir uns jetzt peinliche Geheimnisse? 😀Also das habe ich auch schon oft gemacht. Ich glaube, bei Frauen ist es etwas "unauffälliger", weil es mit der Wasserrichtung nach unten läuft (du als Mann, pinkelst du dann die Wand an oder zielst du in den Abfluss?), aber trotzdem mache ich es nicht in Anwesenheit meines Partners bzw. nur dann, wenn er so intensiv mit Zähneputzen oder Rasieren beschäftigt ist, dass er garantiert nicht hinguckt. Das ist echt ein gutes Beispiel. Wenn er mich danach fragen würde, würde ich es sofort zugeben, weil ich es nicht schlimm finde, aber trotzdem erzähle ich es nicht von mir aus und "verheimliche" es im Alltag eher. Übrigens kann ich das locker noch toppen, ich habe schon GANZ andere Sachen unter der Dusche gemacht! Weil durch die Trash-Nachrichten gerade dieser Pinky-Gloves-Skandal geht, hier was Passendes dazu: Ich habe mir schon mal unter der Dusche mit meinem Menstruationsblut Symbole auf den ganzen Körper gemalt, fasziniert angeschaut und danach abgespült. Ohne wirklichen Grund, einfach nur so. Beim ärztlichen Blutabnehmen werde ich regelmäßig ohnmächtig, aber bei diesem Blut stört es mich gar nicht, es an den Händen zu haben, das ist irgendwie was anderes. Solche Dinge will mein Freund aber, glaube ich, nicht so im Detail wissen, und dass ich mal vor vielen Jahren Sperma in der Pfanne gebraten habe, um zu gucken, was passiert, auch nicht (das Ergebnis war übrigens enttäuschend). Solche Sachen erzähle ich nicht einfach so, sondern nur, wenn sich ein Gespräch mal in die entsprechende Richtung entwickelt und meine Erfahrungsberichte dazu passen.
Hey, aber dafür habe ich wirklich noch nie in meinem Leben Drogen genommen oder geraucht, und betrunken war ich auch nie! 😁
w26
 
  • #25
Nur hin und wieder erinnern wir uns daran, dass da ja noch immer diese abscheulich stinkende Blut-Truhe im Keller steht. Das ist unsere sprichwörtliche Leiche im Keller ...
Witzige Geschichte😎. Das könnte doch ein Nachbar mal anzeigen, also wahrgenommener Verweseungsgeruch. Dann gibt es einen halben Tag Grossauflauf von Polizei und Feuerwehr und anschließend ist alles geklärt😊
 
  • #26
Nur hin und wieder erinnern wir uns daran, dass da ja noch immer diese abscheulich stinkende Blut-Truhe im Keller steht. Das ist unsere sprichwörtliche Leiche im Keller ...
Da gibt es spezille Entsorgungsbetriebe!
Auch Schlachter müssen ihre Reste entsorgen. Da kommen dann diese Unternehmen ins Spiel. In Restaurants oder im Lebensmittelhandel kommt es schon mal vor, das Fleisch vergammelt. Auch da helfen die Spezialisten. Es gibt doch für alles irgendeine Speziallösung.
Telefoniere mal mit der Fleischerinnung deiner Stadt.
 
  • #27
In einer Beziehung sollte man das Vertrauen haben, sich viel zu erzählen. In einer Kennenlernphase muss man nicht alles preisgeben. Wenn man nicht zusammen wohnt, muss man auch nicht über alles Bescheid wissen, z.B. Finanzen, Schulden, Kredite, aber spätestens wenn man zusammen wohnt, sollte man reinen Tisch machen. Bei psychischen Problemen würde ich es kurz erklären aber nicht unbedingt ins Detail gehen, das überfordert viele. Und der Partner ist nicht mein Therapeut. Ich denke, wenn man dem anderen seine Geheimnisse offenbart, Dinge für die man sich schämt und der andere nimmt uns in Liebe an, so unvollkommen wie wir sind, dann ist es das größte Geschenk, das man in einer Beziehung erhalten kann. Und dann wächst die Liebe, weil man sich nicht verstecken muss. Wenn der andere unempathisch reagiert, fühle ich mich verraten und die Beziehung hat dann auch nicht gehalten, weil mein Vertrauen weg war. Also Geheimnisse sind ok, aber nicht weil du dich verstecken musst vor dem anderen .
 
  • #28
Biographische Details und Handlungen erzähle ich meinem Partner, aber keine völlig ungefilterten Gedanken. Ich habe fast 20 Jahre lang Tagebuch geschrieben und zwar komplett ungeschönt. So würde ich meine Gedanken keinem Menschen mitteilen, auch um keine Gefühle zu verletzen, davon hätte ja niemand was. Als ich mit meinem Mann zusammengezogen bin, habe ich das Tagebuchschreiben eingestellt (das war auch an der Zeit, da es schon zwanghafte Züge hatte und ein Zeitfresser war). Ich hätte nicht in Gegenwart meines Mannes zB ungeschöne Gedanken in Bezug auf seine Mutter oder Sexualität aufschreiben wollen. Natürlich rede ich mit ihm wenn ich Probleme in dieser Richtung habe, aber rücksichtsvoll angepasst.
Das ist aber selbstverständlich. Oder gibt es hier Jemanden, der völlig ungefiltert seine Gedanken offenbart? (Außer natürlich in einem anonymen Forum...)
 
  • #29
Das ist auch meine Meinung, was der Artikel sagt, ich habe in meiner Beziehung keine Geheimnisse und umgekehrt möchte ich das auch so haben, wir können über alles reden, egal um was es geht
Das ist ja normalerweise nicht verkehrt. Allerdings muss man doch nicht über alles reden. Oder erwartest du das auch. Also wenn man irgendwelche Jugendsünden gemacht hat. Das hat bestimmt jeder von uns schon mal gemacht. Auch wenn ich glücklich verheiratet bin. Über so etwas muss man doch nicht reden. Vor allem nicht über Dinge die peinlich sind. Außerdem ist seither schon viel Wasser den Fluss runter gelaufen.
 
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