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  • #1

Gehen momentan die Scheidungsraten nur aus finanziellen Gründen nach unten?

Laut einem Artikel im aktuellen Spiegel-Magazin haben wir eine sinkende Zahl an Scheidungen. Dies begründet sich laut Aussagen von diversen Scheidungsanwälten in der Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden "gütlichen Arrangements" zwischen Ehepartnern. Sehr Ihr das auch so oder glaubt Ihr auch, dass eher eine Rückbesinnung auf alte Werte stattfindet und die Paare heutzutage eher nochmal zu einer Beratungsstelle gehen, aber aus emotionalen Gründen, denn aus finanziellen?
 
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  • #2
Nein. das ist keine Rückbesinnung. Wenn, dann wirklich wirtschaftlich bedingt. Warum sollte eine Rückbesinnung auf alte Werte stattfinden? Vielleicht einigen sich die Ehepartner gütlich und die Anwälte haben weniger Rosenkriege = hohe Einnahmensquellen abzuwickeln. Eine "normale" Scheidung ist zwar auch teuer, im Verhältnis zu einem Rosenkrieg jedoch für ein Taschengeld zu haben, weil die Streitwerte ganz andere und niedriger sind.
 
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  • #3
Es gehen nicht nur die Scheidungsraten nach unten sondern auch anscheiend das Anbandeln bei EP ? Überlegt man es sich zweimal, ob man sich jemanden sucht ?

Ich selber wundere mich darüber, daß früher mehr Profilbesuche nach meinen Beiträgen hier kamen als jetzt.
 
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  • #4
@2: Vielleicht sind alle abgesprungen, die momentan kein Geld mehr haben - schau den Thread: Partner in der Krise unterstützen? - da weißt du was Partnerschaft in Zeiten der Krise wert ist. ...was, du hast kein Geld mehr - schwupps und weg! Von wegen innere Werte und Liebe - kein Geld mehr, keine Liebe mehr - ex und hopp! Leider vielfach gelesen - insbesondere Frauen würden ihren Partner nicht unterstützen - komisch, und gerade Frauen erwarten dies doch immer von den Männer?!? Verkehrte Welt Gruß w

Vielleicht überlegen sich einige der Trennungs-/Scheidungswilligen aber auch einfach "getrennt lebend" zu bleiben, spart eben auch Geld - doch sie haben hier in EP die Threads noch nicht gelesen, dass sie dadurch schwerer vermittelbar werden!
 
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  • #5
@ 3: Rechnerisch gesehen ist es kostengünsiger, sich nicht scheiden zu lassen.

Ich kenne aber einen Fall (EP), wo ER die Unterlagen zur Berechnung des Unterhalts nicht beibringt, dadurch die Scheidung verzögert (die Frau würde drei Kreuze machen, wenn sie damit schon durch wäre!) und aber trotzdem in sein Profil "geschieden" schreibt.

Ein ganz Cleverer!
... et honi soit qui mal y pense!

die tante
 
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  • #6
@4
ich kenne einige Fälle wo SIE alle Tricks nutzt (obwohl die Trennung von Ihr ausging) um die Scheidung hinauszuzögern um den höheren Trennungsunterhalt zu kassieren.
Eine EP Anmeldung (o.Ä.) hatten die Damen offensichtlich schon lange vorher.
 
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  • #7
Na sicher spielt das Geld eine Rolle.

Das fängt doch schon bei der Auswahl der Partner, insbesondere mit Blickrichtung auf den Mann an. Hier ständig und bis zum Abwinken nachzulesen (Status, Macht etc.).

Warum sollte Geld da bei Trennungen KEINE Rolle spielen? ;-)

Bestens Beispiel: Die jüngere Geschichte. Zu Zeiten des Patriarchats hielten die Frauen geknechtet und geknebelt tapfer durch. Meine Mutter z.B..

Nach vorletzter Scheidungsreform gingen 3/4 der Trennungen von den Frauen aus.

Jetzt, nach erneuter Reform und bei magereren Aussichten steigt sicher die Tendenz, sicher besser doch zusammenzuraufen.

Geht es dem Esel zu gut, begibt er sich auf´s Eis. In Zeiten von Not ist der Esel Mensch halt eher bereit, (notgedrungen!!) ein wenig Solidarität und Zusammenhalt aufzubringen.

Das dürfte also innerlich wenig mit einer neuen Qualität der Beziehungen bzw. einem Bemühen darum zu tun haben, sondern schlicht mit knapperen Kassen. Wer will schon vom Häuschen in einen Mietblock ziehen? Da muss der Leidensdruck schon groß sein. ;-)

Ich z.B. lasse mich erst gar nicht auf Familie ein, da ich schon keine Lust hätte, mir für den Unterhalt einer Familie nen Infarkt zu malochen und mir eine Scheidung mit Kindern nicht leisten könnte bzw. ich danach für den Rest des Lebens trotz Maloche auf H4-Niveau vor mich hinvegetieren dürfte. Nein danke.

Aber vielleicht werden die Frauen wieder etwas bodenständiger, wenn die wirtschafltiche Not steigt? Dumm, dass ich dann vermutlich ein 70+ - Papi sein würde... :-O
 
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  • #8
4 an 5: Falls du ein "geschädigter Mann" bist, tut's mir natürlich leid für dich. Dann wünsche ich Dir viel Glück, hier eine Partnerin zu finden, der gegenüber du dich ehrlich öffnen kannst und die dir hilft, dein Päckchen zu tragen. (Und wenn du eine solche Partnerin findest, behandle sie pfleglich.)

Aber lustig, dass du es so explizit ansprichst: Mein ER-Beispiel war schon seit Jahren auf diversen Börsen unterwegs - deswegen ist seine Noch-Frau ja "durch" mit ihm. Sie wurde, wie auch ihre Vorgängerin, von ihm nur belogen und betrogen. (So gesehen kann ich Frauen in einer ähnlichen Situation verstehen, wenn sie möglichst viel Unterhalt aus dem Mann rausholen wollen. Das ist gekränkte Eitelkeit, verletzer Stolz und tiefe Demütigung. Ob das menschlich richtig ist, weiß ich nicht. Es ist aber menschlich verständlich - irgendwie.)

Gerade fällt mir noch ein Beispiel aus dem Freundeskreis ein:
ER, zum zweiten Mal unglücklich verheiratet, hat einfach nicht die Mittel, sich von seiner zweiten Frau scheiden zu lassen. Mit der ersten hat er einige Kinder, die zweite Frau ist diejenige, die doch einige Sümmchen mit in die Ehe gebracht hat. Jetzt, wo ihm nach einigen Jahren ein-/auffällt, dass die Entscheidung zu einer zweiten Heirat falsch war, kommt er nicht mehr raus. Sein Gehalt geht für die Kinder aus erster Ehe drauf. Er ist auf das "Unterhalten werden" durch die zweite Ehefrau angewiesen.

Nichtsdestotrotz, was lernen wir daraus: Partner finden ja - Heiraten nein (wenn keine Kinder gewünscht sind). Dann sind die Fronten von Anfang an geklärt und das Thema Scheidung wird kein Thema (zu beider Gunsten in finanzieller Hinsicht).

Das schließt ja nicht aus, dass man dem Partner auch mal finanziell unter die Arme greift, wenn's eng wird. Das kann heute ja schnell mal passieren.
 
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  • #9
In einer grossen Tageszeitung mit 4 buchstaben stand heute, dass 59 % aller Ehefrauen sich von ihrem Mann trennen würden, wenn sie sich das finanziell leisten könnten.
Wie romantisch!
 
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  • #10
Lisa
@5 Jetzt bitte ich um Aufklärung: weshalb wird der Trennungsunterhalt höher ausfallen wenn die Scheidung hinausgezögert wird? Der Trennungsunterhalt hängt vom Gesamteinkommen der Ehepartner ab und muss bis zur rechtskräftigen Scheidung bezahlt werden. Danach folgt der Geschiedenenunterhalt, der zwar nicht identisch ist mit dem Trennungsunterhalt, jedoch als Anhaltspunkt für die Unterhaltshöhe dienen könnte!!
Nun ja, je länger ein Paar getrennt lebt, desto länger wird der Trennungsunterhalt auch bezahlt!
Maximal jedoch drei Jahre.
 
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  • #11
Trennungsunterhalt? Was ist das? Hab ich was verpasst zwischen Ehe und Scheidung? lach

Nee nee, also, da wir beide ungefähr gleich verdient haben, hätte wahrscheinlich eh keiner Trennungsgeld bekommen, auch wenn wir davon gewußt hätten. Also ich weiß nicht, ob man wegen finanzieller Geschichten wirklich verheiratet bleiben muss.

Außerdem sind wir vorher zur Mediation gegangen, wird kostenlos von Caritasverbänden etc. angeboten. Dort wurde so ziemlich im großen alles geklärt. Dann wurde das alles notariell beglaubigt, auch auf Ehegattenunterhalt haben wir gegenseitig verzichtet. Das kostete in etwa 300 Euro und da dann alles geregelt war. kostete die Scheidung noch mal ungefähr 1000 Euro und das durch zwei?! Na, da würde ich nicht für verheiratet geblieben sein wollen.

Wenn jemand seine Unterlagen nicht bringt, kann auch nach einem Jahr eine "Notscheidung" stattfinden, genauso, als wäre die Frau geschlagen worden oder so. Dann kann auch danach noch der Unterhaltskram bzw. ich könnte mir vorstellen, dass es hier um die Rentenanwartschaften geht, geregelt werden.

Also, das hört sich hier jetzt sehr abgeklärt an, aber.... wir haben auch erst eine Paartherapie gemacht und erst als wir uns eingestehen mußten, dass das alles keinen Sinn macht, haben wir uns getrennt und die Scheidung eingereicht (übrigens gemeinsam). Wir hatten auch nur einen Anwalt. Also, das ist sehr sauber gelaufen und wenn man verheiratet bleibt, steht man dem anderen doch nur im Weg.

Was hier zur finanziellen Unterstützung geschrieben wurde, dass keiner mehr jemand anderes unterstützen will, glaub ich nicht. Also wenn ich einen Partner habe und ich weiß, er hat immer oder fast immer gearbeitet und wird plötzlich arbeitslos, aus Gründen der Wirtschaftskrise oder sonstwas, dann würde ich ihn natürlich mit unterstützen. Wo meine beiden Kinder und ich satt werden wird auch noch jemand satt und Platz genug wäre auch da.... Ist es aber jemand, der eh ständig arbeitslos ist und mal nur kurz eine Stelle hat und die wieder vergeigt, dann würde ich mir schon überlegen, ob das der richtige Partner ist.

w 39
 
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  • #12
@10: dann lies mal diesen Thread:

http://www.elitepartner.de/forum/partner-in-krisenzeiten-finanziell-unterstuetzen.html
 
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  • #13
Da es seit kurzem ein höchstrichterliches Urteil gibt, dass die neue Ehefrau gleiche finanzielle Ansprüche hat wie die gerade geschiedene, ist bei Wiederverheiratung davon auszugehen, dass der Unterhalt nach Scheidung deutlich geringer ausfallen kann als der Trennungsunterhalt.

Es gehen aber im Augenblick nicht nur die Scheidungen zurück, sondern auch die Geburtenraten höher. Es sieht so aus, als ob die jüngere Generation weniger leichtfertig mit Sex und Ehe umgeht als die heute 40 bis 60-jährigen.
 
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  • #14
@12

Gut denkbar, weil den jungen Menschen klar wird, dass im Außenleben (Karriere, Selbstverwirklichung) nicht so viel zu holen ist, wie noch von ihren Eltern. Ganz im Gegenteil: Heute bekommen viele Eltern mit Lehrberufen höhere Vorruhestandbezüge als ihre studierten Kids für die Arbeit im auf ein Jahr befristeten Job.

Folge: Coconing. Das Private als Rückzugsort, wo es noch etwas zu gestalten und zu beeinflussen und evtl. Rückhalt (den ihre Eltern bereitwillig verschleuderten im Wirtschaftswunder-Glauben) gibt.

Es bleibt abzuwarten, was die jungen Menschen, die geprägt wurden durch den seriellen Partnerverschleiss ihrer Eltern, aus ihren Ehen machen werden?

Sollte sie tatsächlich kommen, die gute NEUE Zeit? ;-)
 
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  • #15
zico,m


...weniger Eheschließungen und damit prozentual weniger Scheidungen-soviel zur Statistik.
Ich habe bemerkt-Frauen tun fast nichts für Männer(Partner) ,was nicht in irgendeiner Form auch ihnen selbst mit zu Gute kommt....ich glaube Männer sind allgemein uneigennütziger.
Da Frauen sich meist mehr nach oben orientieren,nehmen sie nach Scheidung auch mehr mit als sie mitbrachten.Clever aber auch unfair---mit gesetzliche Absicherung.... betuchter Mann ist wie "Mon Cheri"-welche Frau kann dazu schon Nein sagen! ;-)
 
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  • #16
@ 14

Meines Wissens werden Männer nicht gezwungen, sich mit Frauen einzulassen?

Und ebenso wenig, sie zu freien und sich mit ihnen zu vermehren?

Also: Entweder sind Männer ob der allseites bekannten Scheidungsziffern sowie überall im Umfeld anzutreffenden Scheidungsopfer also SOWAS von selbstlos...

... oder sie versprechen sich halt - trotz alledem - irgendeinen "Nutzen", irgendeinen persönlichen Vorteil von Liasons mit Frauen?

Ich tippe auf Letzteres, andernfalls könnten sie doch ihr Gehalt auch an Brot für die Welt überweisen oder sich statt auf der Karriereleiter in sozialen Betätigungsfeldern tummeln?

Oder?


M, 47
 
  • #17
Die drei Stadien im Leben eines Mannes:

ledig
http://img116.imageshack.us/img116/349/ledigbx9.jpg

verheiratet
http://img116.imageshack.us/img116/8191/verheiratetmj6.jpg

geschieden
http://img116.imageshack.us/img116/8650/geschiedenuy8.jpg
 
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  • #18
@16

Exakt! Schöne Illustration ;-)

Nur: Wieso fängt er, kaum berappelt, wieder von vorne an?

Das kann, das darf doch einfach nicht sein, ...

... dass das Motiv unter "ledig" DER Beweggrund ist, nach dem Männer ihr ganzes Leben ausrichten???!!

Und wenn: Was finden Frauen an solchen Gestalten SO interessant?!

(= Wirklich nur Sex gegen Brieftasche? - Sollte das Geheimnis von Mann letztlich so einfach sein?! - Der Verstand sagt ja, der Herz ruft "nein!")

Romantische Grüße
 
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