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Gast

  • #31
Wenn der Mann sich generell einige Wochen nicht meldet, dann hat er kein so starkes Interesse, dass es zu einer Beziehung reichen wird
Da muss ich (FS) jetzt widersprechen: Diese Geschichte liegt schon mehrere Jahre zurück. Nach einigen Wochen ohne Lebenszeichen hatte ich den Mann schon komplett unter "lockeres Techtelmechtel ohne große Bedeutung" abgehakt. Und auch in diesem Fall wurde - ebenfalls völlig überraschend für mich - noch eine feste Beziehung daraus.
 
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Gast

  • #32
Also wenn die Männer, wie die FS es beschreibt nur eine platonische Freundschaft wollen, dann wird es wohl daran liegen, dass sie für gewissen Männer nicht sexuell attraktiv erscheint. Immerhin ehrt es die Männer, dass sie die FS nicht doch für 1-2x in die Kiste zerren, sondern ehrlich sind.
Allerdings: Wieso liebe FS bist du an Männern interessiert, die dich gar nicht begehren? Also wenn mich ein Mann nicht attraktiv findet, dann treffe ich mich auch nicht mehr mit ihm. Man kann nicht jedermanns Typ sein, aber ich will mich auch nicht aufdrängen.
Ist das Rumeiern?
Rumeiern ist für mich, erst Gasgeben und dann wieder zurückziehen, wenns ernster wird. Dann ziehe ich mich zurück und dann gibt der Andere wieder Gas und dann wieder alles von vorne.

Ich kenne dieses Rumgeeier auch erst jetzt, da ich selber 40 bin von Männern ab 40.
Viele haben verletzende gescheiterte Beziehungen hinter sich - kann schon sein. Aber das habe ich auch und trotzdem kann ich zumindest klar sagen, ob ich einen Mann mehrfach die Woche sehen will oder nicht, ob ich die WEs mit ihm verbringen will oder nicht.
Man muss ja nicht sofort in den ersten Wochen des Kennenlernens eine gemeinsame Zukunft planen, aber wenn sich ein Mann, sobald es schön und enger wird, emotionaler und intensiver, weniger meldet, dann finde ich das sehr frustrierend und nervig.
Das Einzige, was mir dann hilft ist, offen darüber zu sprechen und sich dann ggf. erst einmal zurückzuziehen. Wenn der Andere dann doch will, kann er ja in sich gehen und sich ggf. wieder melden. Manche Menschen brauchen einfach mehr Freiraum als andere und haben Angst, erdrückt zu werden oder eben auch Angst vor Nähe. Also muss man sie dann loslassen und sehen, was passiert.

Ich erlebe dieses Rumgeeiere auch bei meinen Freundinnen, wobei es dort meist so ist, dass sie erst selber eher desinteressiert oder mäßig interessiert sind, solange der Mann sich sehr bemüht und sobald dieser sich zurückzieht, sind sie plötzlich Feuer und Flamme, ja erdrücken den armen Kerl schon fast mit SMSen, Anrufen und Vorwürfen, wenn er mal am WE etwas Anderes vorhat.
und beenden dann vorschnell eine sich anbahnende Beziehung, nur weil der Mann vielleicht auch mal zögert.

Dieses strikte Einteilen in Affären und Beziehungsfrauen finde auch für mich zu klischeehaft.
Ich glaube auch nicht, dass ein Mann immer genau weiß: Die nehm ich nur fürs Bett und mit der kann ich mir ein Leben vorstellen.
Eine Beziehung und die Liebe ist eine Entwicklung, ein Prozess aus vielen erlebten Einzelteilen.
Viele Männer gehen auch nicht mit jeder Frau ins Bett, nur ist es so, dass manchmal die Gefühle eben auf Dauer nicht ausreichen. Das hat nichts damit zu tun, dass die Frau zu naiv war, weil sie sich darauf eingelassen hat, mit einem Mann ins Bett zu gehen.
Mir als Frau passiert es auch, dass ich nach dem ersten Strohfeuer merke, dass das doch kein Mann ist für "mehr".
Für mich gehört zum Kennenlernen auch der Sex.

w,40
 
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Gast

  • #33
also, bei allem Respekt FS: du widersprichst dir selbst die ganze Zeit! Mir scheint, DU bist auch eine ganz schöne "Herumeierin"!?

Zuerst schreibst du:

"ich bin noch keinem Mann begegnet, der so von mir überzeugt war, dass er mich dauerhaft als Partnerin haben wollte..."

dann schreibst du

"Meine letzte Partnerschaft ist seltsamerweise aus einer lockeren Sache entstanden. Er hat mir recht früh gesagt, dass er keine Beziehung mit mir führen wollte. Das war mir ganz Recht, weil ich ihn mir anfangs sowieso nicht als festen Partner vorstellen konnte"

Es war dir also ganz Recht. Aha.

Dann sagst du wieder:

"Eigentlich halte ich es am liebsten so, wie es Frederika hier beschreibt: Erst Kennenlernen, mehrere gemeinsame Unternehmungen, dann Verliebtheit und erst dann der erste Sex."

Also sei mir nicht böse: entweder eierst du selbs total herum oder dieser thread ist irgendwie hypothetisch und ge-faket. Ich werde mir das auf jeden Fall nicht länger reinziehen.

w,41
 
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Gast

  • #34
Dieses Rumgeeier kenn ich auch. Mann ist ewig auf der Suche ob sich vielleicht doch noch etwas Besseres findet. Ich denke, dass dies eine Zeiterscheinung ist, hervorgerufen durch sexuelle Aufklärung und dadurch dass es sehr einfach ist schnelle übers Internet viele Frauen kennenzulernen. Für uns Frauen ist es schnell Liebe, für die Männer oft nur (kostenloser) Sex ein wenig Abenteuer etc..
Es gibt aber auch andere Männer. Ich habe vor ca. einem halben Jahr jemanden kennengelernt der von Anfang an verbindlich war und mir mehr als einmal bewiesen hat wie ernst es ihm ist.
Er ist Italiener vielleicht liegt es daran.
Du musst einfach wählerischer werden, wenn Du Männer kennenlernst. Versuche sie im Vorfeld abzuchecken.
Wieviele Freundinnen hatte er schon, wie lang war die letzte Beziehung, ist er überhaupt Single etc.. Wenn er bei diesem Check durchfällt brich den Kontakt ab und suche weiter.
 
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Gast

  • #35
Für uns Frauen ist es schnell Liebe, für die Männer oft nur (kostenloser) Sex ein wenig Abenteuer etc..
Es gibt aber auch andere Männer.
Klar gibt es andere Männer.
Aber dass es für Männer immer nur ein Abenteuer und kostenloser Sex ist und sie gar nichts fühlen, kann und will ich nicht glauben. Vielleicht wollen einige keine feste Beziehung im Sinne von Zukunft planen, zusammenziehen usw., aber eine gewisse Verliebtheit dürfte auf beiden Seiten vorhanden sein, wenn man öfter, ja regelmäßig miteinander Sex hat. Ich kenne keine Männer, die Sex ganz ohne Gefühl haben, aber ich kenne Männer, die sich nicht auf eine Beziehung festnageln wollen - aus welchen Gründen auch immer.
Wir Frauen verlieben uns aber umso mehr, je weniger der Mann Interesse zeigt - zumindest sind diese Männer dann besonders interessant, weil wir sie irgendwie doch noch rumkriegen wollen.
Ein Mann, der gleich von Anfang an ehrliches aufrichtiges Interesse zeigt, hat es oft auch nicht leicht, weil "wir Frauen" dann irgendwie vielleicht doch selber nicht so genau wissen...
Also ich beobachte das zumindest bei mir und meinen Freundinnen so.
Diese Bindungsangst ist auf beiden Seiten vorhanden und auch Frauen, selbst die, die sich binden wollen, senden oft widersprüchliche Signale aus, die die Männer verwirren. Deshalb finde ich es am besten, wenn man es eine Weile laufen lässt und dann Klartext redet und dann kann jeder sehen, was er mit der Information anfängt.
Ich als Frau bin in der regel auch nicht schockverliebt, aber ich weiß, dass ich Zeit mit einem Menschen verbringen möchte. In der Kennenlernenzeit brauche ich aber dann auch manchmal wieder etwas Abstand, um alles sacken zu lassen, um meine Gefühle zu ordnen und manchmal ziehe ich mich auch zurück, wenn ein Mann zu viel will. Zum Beispiel wollte einer am WE mit mir wegfahren und ich habe ihm keine klare Antwort darauf gegeben, weil ich irgendwie Angst hatte, dass es zu schön werden könnte... gestört - ich weiß! Aber Angst vor Nähe, vor Gefühlen, vorm Verlieben haben nicht nur Männer!

w
 
  • #36
Liebe FS,

ich musste echt herzlich lachen- weil Du meine Meinung sehr bestätiogt hast.

Doch, es geht wunderbar ohne rumgeeiere- aber nicht mit Deinem Beuteschema.
Das möchte ich (FS) dir gerne mit ein paar Beispielen beantworten:
Diese Beispiele haben einen roten Faden- alles Eroberertypen, jungs die alles tun um eine Frau aufzureissen. Dein geschlidertes Verhalten ist auch so. sich erobern LASSEN. Tja, und dann wunderst Du Dich dass er jegliches Interesse verliert wenn die Beute erlegt ist.

Das gehört nunmal zu diesem Männertyp.

Das rumgeeiere hat sofort ein Ende wenn Du Dein Beuteschema änderst und Dich auch ein Ping-Pong einlässt. Ich habs immer Ernst gemeint, wurde aber der Ball nicht zurückgespielt war Ende und gut.
 
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Gast

  • #37
Diese Beispiele haben einen roten Faden- alles Eroberertypen, jungs die alles tun um eine Frau aufzureissen. Dein geschlidertes Verhalten ist auch so. sich erobern LASSEN. Tja, und dann wunderst Du Dich dass er jegliches Interesse verliert wenn die Beute erlegt ist.

Das gehört nunmal zu diesem Männertyp.
Aha? Ist das wirklich so, dass Männer, die gerne jagen und die "Beute" dann erlegt haben, dann ein neues Wild suchen? Finde das ein bisschen klischeehaft. Das würde also bedeuten, dass diese Männer sich grundsätzlich nicht verlieben und beziehungsunfähig sind. Denn "erlegt" ist frau ja frühestens, wenn er sie im Bett hatte, spätestens, wenn sie sich verliebt hat.
Solchen Männern darf man niemals die 100%ige Gewissheit geben, dann kann man sie durchaus länger halten.
 
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Gast

  • #39
Ich (W Ü40) muss Kalle uneingeschränkt recht geben. Bis vor einem halben Jahr hätte ich das gleiche wie die FS schreiben können.

Nach einer zermürbenden On-Off- und Annäherungs-Rückzug-im Wechsel-Beziehung (auch mit einem Jäger, der sich exakt genauso verhalten hat)... habe ich bewusst mein Beuteschema geändert. Und siehe da, plötzlich gibts da keine Unklarheiten mehr. Ich wurde von diesem von Anfang an verbindlichen Typen auch nicht auf Teufel komm raus aufgerissen, er fiel nie mit der Tür ins Haus. Es war aber immer klar, dass er interessiert ist, er hat sich Mühe gegeben und dezent, aber durchgehend geworben.

Es ist so, wie Kalle sagt. Es ist eine Typfrage. Lernt man plötzlich jemanden kennen, der sich auch eine richtige Beziehung wünscht, etwas ernsthaftes, tiefes, Beständiges möchte, und keine Bindungsängste hat, sondern sich Bindung wünscht, läuft es komplett anders.

Ja, es geht ohne rumgeeiere. Und dann fragt man sich, warum man sich vorher sowas angetan hat.
 
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Gast

  • #40
Also wenn die Männer, wie die FS es beschreibt nur eine platonische Freundschaft wollen, dann wird es wohl daran liegen, dass sie für gewissen Männer nicht sexuell attraktiv erscheint.
Da hast du mich (FS) falsch verstanden: Die Männer, die nur platonisch mit mir befreundet sein wollen, die kommunizieren das auch ganz deutlich und eiern NICHT rum. Es geht um Männer, die mir Hoffnungen auf eine feste Beziehung machen. Allerdings gehöre ich nicht zu den Menschen mit der "Sex gehört zum Kennenlernen"-Einstellung. Wenn ich einen Mann sehr interessant finde und mich in ihn verliebe, werde ich erst mit ihm intim, wenn ich weiß dass er dasselbe will wie ich.

@#32: Nein, mein Thread ist sicher nicht gefaked. Ich habe geschrieben, dass noch kein Mann eine DAUERHAFTE Partnerschaft mit mir führen wollte. Ich hatte schon einige Beziehungen, aber die hielten bei weitem nicht so lange wie bei den meisten anderen Frauen meines Alters.
Und nun zu Punkt 2: Wenn ich einen Mann toll finde, weiß ich ganz genau ob ich was Lockeres oder was Festes möchte (ich verliebe mich nur in Männer, die ich länger kenne). Auf mich wollten sich bisher nur Männer einlassen, an denen ich anfangs rein sexuelles Interesse hatte und die ich mir erst nicht als Partner vorstellen konnte, weil die Verliebtheit auf meiner Seite nicht so groß war. Waren meine Gefühle tiefer, wollte ich die Männer erst besser kennenlernen und nicht so früh mit ihnen Sex haben... das hat einigen gar nicht gepasst.

@#33: Ich stamme auch aus einem katholischen Land in Südeuropa und kann mir gut vorstellen, dass ein Italiener anders handelt. Zwar lieben auch Südeuropäer die Abenteuer und den Spaß, aber ab einem gewissen Alter (so ab Ende 20/Anfang 30) binden sich die meisten Männer fest an eine Frau und heiraten sie irgendwann - "weil es sich eben so gehört", wie es so schön heißt. Hier in Deutschland gibt es aber viele weitaus ältere Männer, die immer noch lockere Affären pflegen und sich nicht festlegen wollen. Und sämtliche Südländer, die ich hier kenne und die altersmäßig zu mir passen würden, sind längst glücklich verheiratet.

@Kalle und die nachfolgenden Schreiber: Natürlich hätte ich gerne einen Mann, der von Anfang an verbindlich ist. Aber die wirklich verbindlichen Männer haben in mir schon immer nur eine platonische Freundin gesehen. Beuteschema ändern, das klingt so easy... aber wenn ein Mann nicht interessiert ist, dann ist da nichts zu machen.

Ich habe mich dazu entscheiden, das Thema Beziehung für eine ganze Weile auf Eis zu legen. Als katholische Südeuropäerin steht man nämlich auch unter dem Druck der Familie, bei uns gibt es nämlich fast keine Singles, und eine alleinstehende Frau in meinem Alter kommt eben seltsam rüber. Und hier in Deutschland ticken die Menschen nun mal anders und springt nicht auf die Personen an, denen eine Beziehung sehr wichtig ist und fühlen sich eher zu Leuten hingezogen, die auf eine Partnerschaft keinen großen Wert legen.
 
  • #41
Liebe FS
Und hier in Deutschland ticken die Menschen nun mal anders und springt nicht auf die Personen an, denen eine Beziehung sehr wichtig ist und fühlen sich eher zu Leuten hingezogen, die auf eine Partnerschaft keinen großen Wert legen.
So anders dann auch wieder nicht, der gesellschaftliche bzw. Kirchliche Druck ist geringer. Die Menschen dagegen sind Menschen. Wer auf Druck der Familie eben heiratet auch wenns nicht die Liebe ist ist nicht verbindlicher. Es werden dann eben mehr Affairen gelebt. Besser? Ich weiss nicht so recht.
In Deutschland gibt es auch sehr viele die auf Verbindlichkeit Wert legen- nur diese Männer legen dann eben auch auf eine Frau Wert die etliche Männer hatte die Sie nur Sexuell anziehend fand und mit denen in die Kiste gegangen ist. Diese Trennung von Sex und Liebe ist zumeist nicht das Werteschema von "ernsthaften" Männern. Meines definitiv nicht.
 
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  • #42
Moderation: Bitte kehren Sie zur Eingangsthematik zurück. Danke
 
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  • #43
Liebe FS

ich war lange gebunden und habe daher nie verfolgt wie die Anbahnung inzwischen so läuft.
Jetzt steht ich mit Anfang 40 solo da und hätte natürlich gern wieder eine verlässliche Zweisamkeit.
Ich bin niemand der unter Druck steht oder andere unter Druck setzen würde, auch "Pistole auf die Brust setzen" bei Männern ("Ich will ein Kind" /"Du musst jetzt ...") finde ich unter aller Würde. Ich möchte erleben dass der Mann sich aus freien Stücken zu mir bekennt. Dafür kriegt er ein gutes Jahr Zeit. Wenn er dann immer noch nicht weiss ist er wohl so eine Art Verliebtheits-Junkie. Junkies wollen immer möglichst die Überdosis von dem was ihnen eigentlich nicht gut tut. Dauerverliebtheit oder ständig neue Frauen als Attraktion und Eroberung, einige wollen sich nochmal "ausleben". Ich wäre da sehr skeptisch beim Kennenlernen wenn jemand dir von seinen früheren Beziehungen klagt. Das heisst oft: jetzt will ich was erleben ! Ganz übel auch Männer die gleich körperlich werden wollen. Du brauchst einen Filter, der nur die Beziehungsbereiten durchlässt.

Meine Beobachtung bislang: Das Verhalten ist unter den hier "aktiv Suchenden" so dass die betr. Männer sich in der Ausprobierphase genüsslich einrichten. Die können sich nach einigen netten Wochen vieles ausmalen (auch wenn das bloss Hirngespinste sind die in der Realität nie eintreten) und durch die vielen Möglichkeiten des Datens haben sie dauernd das Gefühl sie müssten "offen bleiben". Für all die anderen 1001 Optionen. Aber so läuft es im Leben nicht.
Mit jeder Entscheidung für jemanden schliesst du natürlich auch die anderen aus. Ich glaube es mangelt vielen an der Standfestigkeit, sich einfach mal von Herzen für jemanden zu entscheiden.