• #1

Geht Hochbegabung und Einsamkeit ineinander über?

Hallo liebe Community,

ich werde bald 29 und bin seit über 3 Jahren Single. In meinen bisherigen Beziehungen und auch bei Dates habe ich das Problem, dass ich zwar interessant und unterhaltsam wirke, aber niemand richtig mithalten kann. Ich bin "anders" und das scheint anziehend zu wirken. Ich habe nicht das Problem, Männer kennen zu lernen, sondern eher, dass ich von meinem Gegenüber keinen Input bekomme. Oder zu wenig?! Ich möchte einfach mal eine Reaktion, die ich nicht vorhersehen kann. Oder eine freche Bemerkung, die mich aus meiner Komfortzone bringt oder eben einen Gedanken, der mich zum Nachdenken bringt.
Ich bin schnell in allem und so kann es mir auch am Anfang einer Beziehung nicht schnell genug gehen. Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen. Das schreckt die meisten Männer ab. Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Da nun aber sich anpassen und verstellen gerade am Anfang einer Beziehung nichts bringt- habt ihr einen Ratschlag für mich? Wem geht es ähnlich?
Danke vorab für Eure Gedanken dazu!
 
  • #2
Du wirfst hier verschiedene Dinge ineinander. Hochbegabt zu sein, ist für mich eigentlich nichts besonderes. Das kann fast jeder werden. So ein Mensch hat kein Fernsehen, sondern liest Bücher UND lernt. Er kann von Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden und nutzt seine Zeit richtig.

Dass es dir nicht schnell genug geht, dass seh ich eher als jugendliche Unerfahrenheit an und ist doch normal, aber wenig anziehend für Männer.

Freche Bemerkungen, die dich aus deiner Komfortzone bringen ist eher eine zu hohe Erwartungshaltung. Bzw. warum gehst du nicht dorthin, wo man Mathe studiert oder Wissenschaften, wo du eben Männer um dich hast, bei denen DU lernen müsstest.
Deine eigene Komfortzone sorgt dafür, dass du lieber unter denen bleibst, die unter dir stehen.
Intelligenz ist aber auch, zu Leuten zu gehen, die einen eher ran nehmen würden und bei denen du mithalten lernen müsstest.

Ich würde dich eher als introvertierten Durchschnitt einstufen. Du sitzt im Netz und chattest eben mit den unterbelichteten Typen dort. Geh raus, lern was Hochwertiges und lass dich fordern und geistig anregen.

Kein Hochbegabter war je einsam, auch wenn man das denkt. Einsamkeit ist eher, dass man zu dumm dafür ist, selbst was aktiv in die Hand zu nehmen und dann jammert. Wenn dich Einsamkeit quält, dann ändere es! Das ist nämlich Intelligenz. Die Welt ist voller Typen und Gruppierungen, denen du dich anschließen kannst, aber die musst du aktiv finden. Das ist nicht unsere Aufgabe.

Also nein, Einsamkeit hat nichts mit Hochbegabung zu tun. Man weiß auch, dass positive Menschen intelligenter sind, denn sie wissen, wie sie richtig denken oder Dinge für sich verändern müssen, damit es passt.
 
  • #3
Guck mal, ich habe dir mal hierhin kopiert, was ich im Nachbarthread 'Habe ich zuviel Respekt vor den Frauen ?' unter #58 gesagt habe.

"Mein Bruder versteht übrigens nicht, warum sich die Leute von ihm zurückziehen. Er lallt dann sowas, wie wir es hier auch gelegentlich im Forum erleben, dass er den anderen eben überlegen sei und sie daher Angst vor ihm hätten.
Analogie zu den hiesigen Threads: Frauen, die denken, sie seien einfach zu schön / toll / stark um angesprochen zu werden.
Ich denke dann immer, in Wahrheit haben sie etwas Abstoßendes in ihrem Benehmen, was sie aber nicht erkennen können".

Wir lesen regelmäßig solche Fragen wie deine, vielleicht findest du die ja, wenn du hier ein bisschen stöberst. Da bekommst du bestimmt viele hilfreiche Hinweise.

Ok, bei dir liegt es etwas anders, du sagst ja, die Männer fänden dich toll, du sie aber nicht.
Aber hier klingt doch ein wenig das durch, das sich durch all die anderen Threads zieht:
Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen. Das schreckt die meisten Männer ab. Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem!
Ich denke nicht, dass ein Mann, der zwei gleich schöne, nette, charmante, treue, loyale...Frauen haben kann, von denen eine intelligent ist und die andere weniger, die tumbe wählt.
Ich tippe, auch bei dir ist es etwas anderes, das dir im Wege steht.

Noch was Klitzekleines: wir sind hier alle hochbegabt, hochsensibel und sehen jünger aus.

w 51
 
  • #4
Da nun aber sich anpassen und verstellen gerade am Anfang einer
Vielleicht ein wenig anpassen oder daran arbeiten sich auf den Anderen einzulassen, an der eigenen sozialen Kompetenz arbeiten oder an der emotionalen Intelligenz ( wobei ich glaube, Letzteres hat man oder eben nicht). Gefühlt wird so eine Frage in ähnlicher Form fast täglich in diesem Forum gestellt. Irgendwie scheint es sich auch um eine typisch weibliche Frage zu handeln, kann mich jedenfalls nicht erinnern sowas schon mal von einem Mann gelesen zu haben.
Ist natürlich die einfachere Variante zu behaupten, ich sei hochsensibel, hochintelligent und hoch sonstwas, Männer suchen nur dumme Frauen etc. als sich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen.
Nicht jeder Mann hat zu Beginn einer Beziehung gleich eine Turbogeschwindigkeit drauf, deshalb muss er aber nicht blöd sein. @frei hat - ich glaube heute- in einem Beitrag das Verhalten ihres Bruders anschaulich erläutert. Der knallt allen Leuten alles vor den Latz, was ihm gerade durch den Kopf geht. Mit ihm will, ausser der Verwandtschaft , keiner mehr was zu tun haben. Er dagegen meint er sei dem Rest der Menschheit überlegen. So ähnlich liest sich das auch bei Dir.
Ich weiss ja nicht, was Du für Männer triffst, aber dass Dich von denen keiner mal mit einer amüsanten Bemerkung oder mit einem Gedanken aus Deiner Komfortzone bewegen kann, klingt sehr seltsam. Also entweder Beuteschema ändern oder am eigenen Sozialverhalten arbeiten, mehr fällt mir dazu nicht ein. Aber den Rest der Menschheit als blöd ansehen und sich selbst als den unfehlbaren Supercrack ist keine Alternative.
W,54
 
  • #5
Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen. Das schreckt die meisten Männer ab.
Ich habe lange Zeit genau dieselbe Situation ausschließlich umgekehrt kennengelernt!
Da nun aber sich anpassen und verstellen gerade am Anfang einer Beziehung nichts bringt- habt ihr einen Ratschlag für mich?
Ein verstellen bringt nicht nur am Anfang nichts, sondern grundsätzlich.
Ich bekomme bei dir den Eindruck, daß du dich gerne ausschließlich bedienen läßt und du dich nicht getraust, aus deinem Schneckenhaus rauszugehen. Wenn ich erkenne, dass Frau im gleichen Maße, ihr Engagement mir gegenüber nicht zeigt, verliere ich mit Recht, das Interesse! Meine kluge Oma sagte mir als junger Mann mit 16, merke dir eins mein Bub für immer, wenn sich eine Frau nicht gleichermaßen bemüht um dich, lass sie gehen, die ist nichts auf Dauer für dich, sie wird nicht bleiben, sie hatte und hat Recht!
 
  • #7
Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Das Problem ist heute, dass es so viele Hochbegabte gibt, dass man gar nicht mehr weiß, welche man nehmen soll. Hochbegabung alleine ist eben kein Kriterium für Partnerwahl.
Und wenn Du für die Männer, die selbst hochbegabt sind, nicht interessant bist, dann fehlt doch auch irgend etwas(?)
 
  • #8
So ein richtiges Bild habe ich nicht vom Ganzen und seh das auch so, dass Du was vermischst.
Einerseits schreibst Du, dass Du kein Problem hast, Männer kennenzulernen, die mit Dir aber nicht mithalten können, was so klingt als wolltest Du sie nicht. Andererseits schreibst Du:
Das schreckt die meisten Männer ab. Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Also will Dich keiner. Und Du führst das anscheinend auf die Intelligenz zurück. (was man gern macht - denken "ich bin zu gut", aber es liegt mitunter auch an was anderem)

Wir haben hier öfter mal solche Threads, wo Frauen sagen, sie seien intelligent und gutaussehend, aber mit den Männern klappe es nicht. Und ich meine, es stellt sich immer heraus, dass die Frauen die Flirtsprache nicht können und gar nicht wissen, was ein Mann sich als Reaktion erhofft, wenn er eine Frau anspricht. Der erhofft sich, dass sie die richtigen Signale aussendet, damit er sich weiter nähern kann. Er will gut gefunden werden. Er will nicht mit politischen Statements, wissenschaftlichen Themen oder so zugetextet werden wie ein Kommilitone im Seminar, sondern eine Reaktion, ob er für die Frau so attraktiv ist wie sie für ihn (je nach Mann in Hinsicht auf Sex oder auf Partnerschaft oder beides nacheinander). Er will auch nicht, dass im Grunde SIE die Witze reißt, über die er lacht, sondern selbst brillieren mit witzigen Bemerkungen. Wenn er das nicht kann, ist es das eine. Wenn die Frau aber den Mann anziehend findet und meint, das rüberzubringen durch einen Vortrag über ihre interessanten Gedanken zu irgendwelchen Themen, wirkt das aber unattraktiv. Nicht, weil sie so intelligent ist, sondern weil sie nicht "brauchbar" auf ihn reagiert. Selbst wenn man sich über was Hochtrabendes unterhält, MUSS Flirten dabei sein, damit Interesse rüberkommt.

Ich bin schnell in allem und so kann es mir auch am Anfang einer Beziehung nicht schnell genug gehen
Das ist eine Besonderheit und kein Zeichen von Intelligenz. Es wirkt vielleicht sogar bedürftig oder klammernd auf Leute, die langsamer sind. Entweder musst Du einfach auf den richtigen Mann warten, der genauso tickt, oder aber Dich in der Sache anpassen. Kaum einer schmeißt in Deinem Alter sein Leben um, um sofort auf 100% Beziehung zu machen, und damit sind nicht die Leute gemeint, die sowieso nur "rumgucken" wollen, ob es nicht noch was Besseres gibt, und die sich deshalb nicht einlassen auf eine feste Beziehung und kaum Zeit haben.

Ich würde auf Mensatreffen und in Debattierclubs suchen. Die gibt es ja nicht umsonst - also die Menschen dort finden allgemein auch keine guten Gesprächspartner "außerhalb". Vielleicht hast Du da wenigstens adäquate Gedankenaustauscher und WENN, dann kann Dich da am ehesten einer umhauen durch seinen brillanten Geist.
 
  • #9
Ich bin schnell in allem und so kann es mir auch am Anfang einer Beziehung nicht schnell genug gehen. Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen.
@Peripetie,

dann solltest du nach einem Mann Ausschau halten, dem es ebenfalls nicht schnell genug gehen kann, der gleich 100% will. Ja, es kann unangenehm sein, sich mit einem Mann zu langweilen und dann kommt nicht selten der Wunsch auf, lieber mit einem spannenden Buch im Bett zu liegen, doch das lässt sich, bei planvollem Vorgehen, auch vermeiden.
Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Das ist tatsächlich oft so. Vermutlich deshalb, weil die meisten Männer keine anstrengenden Frauen wollen, sondern Frauen, die sich ihrem Tempo und ihnen anpassen, die ihnen das Leben angenehm machen, sie verwöhnen, unterstützen, bewundern, ihnen den Rücken freihalten etc.
Andererseits würde ein Mann, der eine "einfache" Frau vorzieht, wie du es nennst, auch nicht zu dir passen. Oder?
Du brauchst dich also erst gar nicht dort umzusehen, wo du so einen finden würdest.
Da nun aber sich anpassen und verstellen gerade am Anfang einer Beziehung nichts bringt- habt ihr einen Ratschlag für mich?
Verstellen und anpassen ist vergebens, da stimme ich dir zu.
Informiere dich lieber und halte dich dort auf, wo du einen Mann finden kannst, der deinen Vorstellungen entspricht, denn gleich und gleich gesellt sich gern.
 
  • #10
Da nun aber sich anpassen und verstellen gerade am Anfang einer Beziehung nichts bringt- habt ihr einen Ratschlag für mich? Wem geht es ähnlich?
ja mir gehts auch oft so. Ich habe deinen Beitrag jetzt so verstanden, dass dir bei den Gesprächen etwas fehlt...so eine Art Ping-Pong, lebendiger Austausch, Humor oder Schlagfertigeit, also sprichwörtlich wenn jemand zu einer Bemerkung von dir noch eine lustige Bemerkung draufsetzt. Also nein, verstellen bringt nichts. Es gibt es nämlich durchaus bei Menschen, die man so im Laufe des Lebens kennenlernt. Ich mag das auch, muss es aber nicht immer haben. Humor ist aber etwas, dass ich bei anderen sehr schätze.

Zum Thema Hochbegabung und Einsamkeit verstehe ich nur nicht inwiefern das mit deinem Beitrag zusammenhängt. Einsamkeit ist ein Gefühl wie eine Art Verzweiflung (bedingt aus Kindheitserfahrungen). Einsam kann man sich auch fühlen, wenn man unter Freunden ist oder einen Partner hat. Ich habe mich unter Menschen schon einsam gefühlt, wenn ich mich nicht auf einer Ebene mit ihnen unterhalten habe. Das ist ein blödes Gefühl und löst bei mir Fluchtgedanken aus.
Wenn ich also bewusst alleine bin und den Zustand ändern kann, dann bin ich nicht einsam. Aufgefallen ist mir auch, dass ich (wenn ich alleine bin) keine Einsamkeit kenne, weil viele Dinge meine Aufmerksamkeit erreichen und ich mich mit diesen Dingen dann beschäftige.

Studien haben gezeigt, dass Kreative Menschen (oft auch hochbegabte) weniger einsam sind, weil sie durch Einfälle/Lösungen schnell in verschiedene Themen eintauchen können. Das sind dann eher die Tüftler und Erfinder wie Einstein.
Hochbegabte sind aber nicht immer kreativ. Ich frage mich aber nun immer noch warum du das wissen willst und wie das mit dem Thema Kennenlernen zusammenhängt. Klär mich mal auf hier.
 
  • #11
Noch was Klitzekleines: wir sind hier alle hochbegabt, hochsensibel und sehen jünger aus.
Ohje, ich drücke den Durchschnitt gewaltig ......
- hochbegabt .... hat zumindest noch nie jemand festgestellt. Aber ich kann freihändig die Nase hochziehen ...... reicht das ?
- hochsensibel .... nunja, alle lachen wenn ich mich nur als sensibel beschreibe .....
- jünger aussehen - ohje, mir wollten sie 50 Jahre Rente nachzahlen, als ich einen neuen Personalausweis beantragt habe ....

Aber immerhin bin ich intelligent genug, dass ich merke, wenn ich bei einer Frau eh nicht zu Wort komme. Input von mir gibt es dann nicht - aber ich esse ihr Steak auch, bevor es kalt wird.

Ernsthaft - lässt du ihn überhaupt zu Wort kommen ? Viele Männer haben nämlich eine Begabung - wenn sie sich mehr als 15 Minuten sowieso nicht an der Unterhaltung beteiligen dürfen, rechnen sie die Bundesligatabelle nach. Und sind dann für die Umwelt nicht mehr zu sprechen.
 
  • #12
Ich bin schnell in allem und so kann es mir auch am Anfang einer Beziehung nicht schnell genug gehen. Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen. Das schreckt die meisten Männer ab.
Ich denke, dein Tempo ist das Problem und nicht deine vermeintliche Hochbegabung. Dir kann es am Anfang einer Beziehung nicht schnell genug gehen. Irgendwo ist da ein Widerspruch. Die Männer fesseln dich doch nicht. Sie sind alle vorhersehbar. Trotzdem drückst du auf die Tube. Das klingt eher nach Bedürftigkeit. Wenn Mann eine Frau kennenlernt, ob hochintelligent oder nicht, will er diese doch erst mal beschnuppern, um zu sehen, ob die überhaupt passen könnte. Denkst du wirklich, dass du so umwerfend seist, dass die Männer sofort denken, die und keine andere will ich haben? Für das Enstehen von Bindungen und Beziehungen braucht es vor allem Zeit.

Noch was Klitzekleines: wir sind hier alle hochbegabt, hochsensibel und sehen jünger aus.
Wenn man länger hier mitliest, hält man nur letzteres für prinzipiell möglich ..
 
  • #13
Hallo,

Wenn ich den Begriff "hochbegabt" lese, denke ich unweigerlich an einen Test des Online-Magazins Postillon.
Der Test hatte die Fragestellung "ist ihr Kind hochbegabt?".
Man klickte also den Test an und just erschien auf dem Bild in Majuskeln ein rotes "NEIN".

Liebe FS,
vielleicht solltest du noch daran arbeiten, aus den Männern das herauszukitzeln was du dir wünscht. Es gibt natürlich Männer die vor Selbstbewusstsein nur so strotzen. Die können einen genauso herausfordern und um den Finger wickeln, wie manch Frau das eben auch kann. Ich lerne solche irgwie ständig kennen.
Das machen diese genau dann, wenn sie wissen, was sie unbedingt haben wollen.
Man muss schon auch selbst den entsprechenden Input bringen, damit etwas zurückkommt. Ein Gespräch entwickeln. Den Faden in der Hand halten und spinnen.

jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Das ist schlicht Unsinn.
 
  • #14
ineinander. Hochbegabt zu sein, ist für mich eigentlich nichts besonderes. Das kann fast jeder werden. So ein Mensch hat kein Fernsehen, sondern liest Bücher UND lernt. Er kann von Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden und nutzt seine Zeit richtig.
Du verwechselst Hochbegabung mit Klugheit. Hochbegabte IST man von Natur aus. Klug wird man, wenn man tatsächlich viel lernt und liest. Intelligent ist man, wenn man vorhandenes Wissen anwenden kann. Es gibt viele kluge Menschen, die nicht intelligent sind, darunter auch hochbegabte. Man sieht oft solche Menschen, die im bestimmten Bereich außerordentlich erfolgreich sind, aber im Alltag scheitern. So wie unsere FS. Ich bin nicht hochbegabt, aber bin anderen Menschen oft voraus, weil ich auch schnell lerne. Trotzdem wird mir fast nie langweilig und ich halte andere nicht für dumm oder minderwertig, ich suche einfach gleichgesinnte, die auf meinen Level eben mithalten können. Jeder Mensch hat irgendwelche Begabungen, nur wenn sie mit meinen nicht korellieren, bin ich nicht was besseres. Ein Fisch, das nicht klettern kann, komm sich auch dumm vor.
 
  • #15
Die anderen Menschen sind nun nicht dazu da dich zu entertainen.

Ich hab das Gefühl, es ist gerade sehr in Mode Begriffe wie hochbegabt und hochsensibel als nette Umschreibung dafür zu nutzen, dass man schlecht mit anderen Menschen klar kommt und aber auch keine Lust hat, etwas an sich zu arbeiten um das zu ändern. Schließlich hat man eine Diagnose und ist so, wie man eben ist.

Das Spiel zwischen Mann und Frau lässt sich gut erlernen. Am besten funktioniert es, wenn man von der leicht narzisstischen Denkweise runter kommt, man sei ja eh was besseres, und stattdessen dem Gegenüber echte Aufmerksamkeit entgegen bringt.
 
  • #16
Sowie ist total schwierig einzuschätzen, ohne dich live zu sehen.
Din übliche Antwort hier im Forum ist, mit dir stimmt was nicht und deshalb klappt es nicht. Ob nun ein Defizit vorliegt oder eine Hochbegabung oder beides, lässt sich nicht einschätzen.
Und-Menschen können hich einschätzen, was außerhalb ihrer Wahrnehmung liegt. Das wird abgewertet meistens.
Du musst dir hier nicht alle Schuhe anziehen. Bleib dir treu.
 
  • #17
Woran machst du fest, dass du hochbegabt bist? Hast du während der Schulzeit einen IQ-Test gemacht? Ich hätte mal auch einen machen sollen kurz nach dem Abi. Da hat man nämlich den höchsten Wissensstand um die Aufgaben zu lösen. Wahrscheinlich wäre ich damals auch knapp an die 130 herangekommen ;)

Im Ernst. Ich kenne nur eine Person, die je einen solchen Test gemacht hat, eine ehemalige Klassenkameraden. Ob sie hochbegabt war, weiß ich nicht, aber intelligent war sie in jedem Fall.
Allerdings hatte sie extrem komische Eltern mit merkwürdigen Angewohnheiten. Ich glaube das hat sie etwas verkorkst. Jedenfalls war sie in der Schule eher Außenseiter. Nicht weil wir sie grundsätzlich nicht möchten, aber sie war irgendwie komisch. Ich kann dir nicht einmal genau sagen, was es war, das sie zum Außenseiter machte, aber sie war "anders". Irgendwie passte sie nicht so zu uns Normalos und wir nicht so recht zu ihr.

Ich würde an deiner Stelle nicht so sehr hervorheben, dass du hochbegabt bist. Mag sein, dass du es wirklich bist. Aber durch deine Abneigung den "gewöhnlichen" Männern gegenüber strahlt du vielleicht eine Überheblichkeit aus, die bewirkt, dass die Männer sich zurückziehen.
Oder du musst dir eben gezielt einen Nerd suchen, der deine Gedankenwelt teilt. Die findest du am ehesten an der Uni unter den Doktoranden oder anderen wissenschaftlichen Bereichen (soll nicht abwertend gemeint sein).
Mein Schwager ist so einer. Sehr intelligent (lässt es aber nicht raushängen), leicht nerdig und ein super sympathischer Mensch, für viele Frauen aber wohl etwas zu speziell.

W33
 
  • #18
Das schreckt die meisten Männer ab. Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Hast du dich deswegen mit "Peripetie" als Verballhornung von "die in die Randzone (Peripherie) unterwegs ist" genannt?
Wenn meine Annahme zur Wahl deines Pseudonyms stimmt, dann siehst du dich als eine, die vom Speziellen zum Allgemeinen unterwegs ist - sozusagen als Gegenteil von zentripetal?

mMensch50
 
  • #19
Geht Hochbegabung und Einsamkeit in einander über?
Definitiv nicht. Wer hochbegabt ist, kann sich anderweitig beschäftigen als seine Zeit mit geistigen Tieffliegern zu vertun. Der leidet weniger unter Einsamkeit und erst recht nicht unter geistiger Langeweile. Wie diese nicht entstehen lässt weiß er genau und tut das vorrangig - weil Langeweile schwer zu ertragen ist für den Hochbegabten.
Also wennn Dir das nciht so geht und Du lieber Deine Zeit mit Langeweilern vertust und das auch aushältst, dann ist es mit deiner Hochbegabung nicht so weit her.

Wer hochbegabt ist und das weiß, der weiß wo er die Menschen findet, die mit ihm auf einem geistigen Level unterwegs sind und sucht dort einen Partner, wenn es was anderes sein solll als eine Bettgeschichte. Also mach Dich dahin aus, wenn Du wirklich hochbegabt in was auch immer bist.

Viele junge Leute glauben wegen Noteninflation sie seien hochbegabt. Ich hatte grad wieder so einen Fall: Note 1,1 erzielt und der Durchschnitt lag bei 1,6 - ahja, alles Hochbegabte und zwei Deppen, die den Schnittt nach unten gezogen haben.
 
  • #20
Jeder möchte eine intelligente Frau kennenlernen, aber sein Leben teilt man wohl lieber mit jemand Einfacherem.
Intelligenz hat nicht zwingend etwas damit zu tun anstrengend, kompliziert bzw nicht einfach zu sein...
Jeder Mensch arbeitet daran, sein Leben einfacher & schöner zu gestalten, mal vom logischen her & Gefühle mal nicht beachtet, warum sollte man jemanden wollen, der Alles viel komplizierter macht?
Da kannst du so intelligent & hübsch sein wie du willst, wenn du mein Leben auf Dauer nur anstrengender machst, ich dir immer Dinge zum Nachdenken geben muss, hilft deine Hochbegabung (in welchem Gebiet bist du hochbegabt?) im gemeinsamen Alltag auch Nichts..
Gerade wenn man so intelligent ist, muss man zwischenmenschliche Sachen kompliziert machen? Kann man seine Intelligenz nicht dafür nutzen, das Zwischenmenschliche angenehmer zu gestalten, sich selbst in diesem Bereich weiter zu entwickeln?
Ne die "Intelligenten" meinen häufig "ich bin kompliziert/anstrengend, aber dafür intelligent". Das ist aber kein Hauptkriterium für eine Partnerschaft & gleicht sich nicht aus.
Sheldon Cooper ist auch hochbegabt, aber sozial unbeholfen & anstrengend.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das gerade die Leute, die in bestimmten Bereichen überdurchschnittlich intelligent oder eben begabt sind, immer wieder Probleme mit dem Sozialen haben. Aber nicht, weil sie zu intelligent oder die anderen zu blöd sind, sondern weil sie sich häufig nur für die eigenen Themen interessieren & ihnen alles andere zu langweilig, zu wenig Input, zu wenig tiefgründig oder zu sonst was ist.

dass ich von meinem Gegenüber keinen Input bekomme. Oder zu wenig?! Ich möchte einfach mal eine Reaktion, die ich nicht vorhersehen kann. Oder eine freche Bemerkung, die mich aus meiner Komfortzone bringt oder eben einen Gedanken, der mich zum Nachdenken bringt.
Welchen Input möchtest du?
Inwiefern möchtest du zum Nachdenken gebracht werden?
Wenn es ums Kennenlernen geht, wollen die meisten Menschen locker plaudern & den anderen eben kennenlernen. Zum Nachdenken haben die meisten in der Arbeit oder Privat ja sowieso genug.
Es läuft halt auch selten jemand durch die Gegend mit dem Ziel andere Leute zum Nachdenken & aus ihrer Komfortzone zu bringen.
Da solltest du vielleicht lieber zu Vorträgen gehen, wo du zu entsprechenden Themen Input bekommst, aber das ist mMn Nichts, wofür der Partner "zuständig" ist, es sei denn er mag genau das.. So jemanden triffst du dort vielleicht auch eher.

Ich bin schnell in allem und so kann es mir auch am Anfang einer Beziehung nicht schnell genug gehen. Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen.
Ja, weil man sich da doch noch garnicht wirklich kennt.
Wirkt auch etwas Bedürftig & nach zu viel wollen.
 
  • #21
Ich will 100% und kann mit abwartenden und zögernden Menschen wenig anfangen. Das schreckt die meisten Männer ab.
Aber nur so lange, wie sie noch nicht mit der Frau einkaufen waren – ich erinnere mich mit Grauen an knapp zweistündige „laß uns schnell noch eine Kleinigkeit vom Supermarkt mitnehmen” Einkaufsorgien, bar jeder Fluchtmöglichkeit („und ich soll dann wohl alles allein tragen?”) für den schnell entscheidenden Mann, dem es stets ein Rätsel blieb, wie man zuerst einmal ausgiebigst alle Marken und Packungsgrößen eine Ware vergleichen kann, um am Ende dann doch etwas ganz anderes zu kaufen. Oder sich am übernächsten Regal umentscheiden, so daß die Gläser oder Dosen wieder zurückgebracht werden müssen.

Nein, ich wüßte wirklich nicht, was an einer Frau, die schnell entscheidet und zu diesen Entscheidungen dann auch steht, abschreckend sein soll.
 
  • #22
Intelligente oder Hochbegabte sehen die Welt anders. Zum einen haben intelligente Menschen bei allem was sie wahrnehmen, sehen und hören, den Drang zu analysieren und sich mit ihren Mitmenschen darüber auszutauschen. Zum anderen haben sie oft ein Wissensgebiet oder Leidenschaften, welche sie total faszinieren und in die sie immer tiefer eindringen wollen.
Das Problem: Der ‚Normal-Begabte‘ kann dieses In-der Welt-sein im Allgemeinen nicht nachvollziehen. Somit ist es für intelligente Menschen schwer ein Gegenüber zu finden, das sie versteht und ihre Gedanken zu teilen vermag. Andererseits geht der „Normal-Begabte“ dem „Höher-Begabten“ aus dem Weg, weil er ihn als zu anstrengend empfindet und ihm seine tiefe Gedankenwelt fremd ist. Bevor sie nun aber ihre Zeit mit sinnlosen und langweiligen Gesprächen und Kontakten verbringen, ziehen sie es vor die Zeit mit sich allein zu verbringen um sich dem zu widmen, was sie fasziniert. Sie sehen einfach keinen Sinn in oberflächlichen Begegnungen, Bespaßung und sonstigen inhaltlosen Zerstreuungen und dem, was ich „blubber, blubber“ nenne: Sinnloses Gerede über Banalitäten, das zu nichts führt und zum Gähnen langweilig ist. Wer die Wahl hat, muss entscheiden und der intelligente Mensch entscheidet sich dafür seine kostbare Lebenszeit, dem zu widmen, was ihn inspiriert, was ihm wertvoll und wichtig ist und was seinen Geist und seine Seele erfüllt.
So bleiben viele dieser Menschen meist ihr Leben lang Einzelgänger, oder sie werden es nach unzähligen unbefriedigenden Beziehungs- und Kontaktversuchen. Ob sie damit glücklich sind? Nun, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sie sind zumindest glücklicher als mit dem, was sie nicht glücklich macht – blubber, blubber, nämlich.
 
  • #23
Viele junge Leute glauben wegen Noteninflation sie seien hochbegabt. Ich hatte grad wieder so einen Fall: Note 1,1 erzielt und der Durchschnitt lag bei 1,6 - ahja, alles Hochbegabte und zwei Deppen, die den Schnittt nach unten gezogen haben.
Parallel gerade in der "Zeit" ein Artikel zum Thema "Intelligenz lässt nach". Die paar Hochbegabten, die wir in Deutschland so haben, werden kaum hier im Forum in großer Zahl auftauchen. Das sind 2% der Gesellschaft. Ich kenne aus dem Studium durchaus Mitstudenten, die in diese Kategorie gehören. Meist sind sie sozial ziemlich unverträglich. Das gleiche mit den "Hochsensiblen". Sie sind dann eben kompliziert und anstrengend.
Statt dann mal vor der eigenen Haustüre zu kehren, wird die "Schuld" bei denen gesucht, die auf "Drama", soziales Fehlverhalten, Besserwisserei und eine komplizierte Beziehung keine Lust haben. "Hochbegabung" ist eben eine Sozialbehinderung. So wie umgekehrt manche Menschen zwar sozial äußerst verträglich, aber eben lernbehindert sind. Bei einer Hochbegabung hätte man zumindest die Möglichkeit, das zu reflektieren und zu ändern.
 
  • #24
Gerade auch als Frau wird es noch schwieriger. Ich denke dabei an Einstein, Nietzsche, Leonardo Da Vinci oder andere "Einsame", die ihr Leben lang philosophierten und künstlerisch tätig waren. Wenn diese Männer eine Frau gehabt hätten, müsste die Frau ihnen die Ruhe zum Arbeiten und Studieren lassen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass andersrum ein Mann an der Seite einer jungen, hübschen Frau die Hochbegabte einfach nur sein lassen kann, weil dieser sie ständig in Beziehungsrollen drängen würde, was sie zu tun und zu lassen hat: Sex, Arbeit, Haushalt, Denken, Fühlen, Zustimmen ... Der Mann in einer Beziehung hat ja realtiv einfache Ansprüche und die Frau muss funktionieren, wie er es braucht.

Aus diesem Grund würde ich dir raten, wenn du wirklich so einen Weg einschlägst, dass dein Umfeld sich stark aus Gleichgesinnten verändern muss. Die Männer müssen dann eben auch gescheiter und beschäftigter werden, also Männer, die ihre Zeit zu nutzen wissen im Leben und nicht einfach nur eine Freundin zum Sex oder Fernsehen suchen. Verstehst du?
 
  • #25
Wer die Wahl hat, muss entscheiden und der intelligente Mensch entscheidet sich dafür seine kostbare Lebenszeit, dem zu widmen, was ihn inspiriert, was ihm wertvoll und wichtig ist und was seinen Geist und seine Seele erfüllt.
So bleiben viele dieser Menschen meist ihr Leben lang Einzelgänger,
stimme deinem Beitrag voll und ganz zu!
Ganz verloren sind wir nicht, weil es doch noch Gleichgesinnte gibt...ansonsten macht man eben viel alleine, was für mich kein Problem darstellt.

@Lebens_Lust: warum sollen sie hier im Forum nicht sein? Das ist ja eben was Spass macht. Wenn es so wenige davon gibt und sie eher Einzelgänger sind, dann sind sie ja auch eher im Internet unterwegs.
Du bist ja auch schon lange hier. Was ist dein Motiv?
Meines ist eher zu wissen wollen was andere zu einem Thema denken...
 
  • #26
"Hochbegabung" ist eben eine Sozialbehinderung.
Zwar etwas pauschalisierend, aber super formuliert :)

Dies ist ja nicht der erste Kopfschüttel-Thread à la "ich bin ein Star, holt mich hier raus". Ich frage mich immer, ob ich auch Mitmenschen habe, die eigentlich so denken wie die FS, denn in meinem sehr akademischen Umfeld müsste es eigentlich nicht wenige wirklich Hochbegabte geben, vielleicht lassen die das einfach nicht so raushängen aufgrund von Lebenserfahrung, dass man damit aneckt.

w35
 
  • #27
Nein, ich wüßte wirklich nicht, was an einer Frau, die schnell entscheidet und zu diesen Entscheidungen dann auch steht, abschreckend sein soll.
Aber ich würde sagen, dass das "Schnell in eine Beziehung stürmen" und Entscheidungsfreudigkeit beim Einkaufen nicht unbedingt zusammenhängen.

für den schnell entscheidenden Mann, dem es stets ein Rätsel blieb, wie ...
Weil Du eben die filigrane Gedankenwelt einer Frau beim Einkaufen nicht kennst:

Oh, die Pommes sind im Angebot, die nehm ich. Und ein Tiefkühlgemüse mit Sahne. Lecker. Eigentlich war mir heut nach was Schnellem, Brot mit was drauf, aber Pommes hatte ich ja lange nicht. Was könnte man zu den Pommes essen, hm ... Ich geh mal gucken. ...
Hm, da komm ich ja doch günstiger weg, wenn ich Brot kaufe und Belag. Ich bring die Pommes und das Gemüse wieder zurück, und hol mir Brot und Butter ...
Oh Gott, wie dick sieht SIE denn aus in der Leggins? ... Hhh! In zwei Wochen ist die Hochzeit von Jochen und Erika, und ich wollte das gelbe Kleid anziehen. Ich nehm lieber ne Margarine, aber welche? Erstmal lesen, wo gehärtete Fette drin sind ... Komisch, der Fettgehalt ist ja hier irgendwie fast wie bei Butter, da könnte ich auch gleich Butter nehmen. Brot ist auch eine Kohlenhydratbombe ... nee, ich mach einen Salat und esse die nächsten zwei Wochen Diät. Da kann ich auch gleich noch mal durch den Supermarkt laufen, um das Brot zurückzubringen und das Gemüse für den Salat zu holen, und dabei ein bisschen abnehmen. ...
Boah, die Leute da haben Eis im Wagen ... Also irgendwas zum Dessert braucht der Mensch. Nach einem schönen Eisbecher ist mir auch irgendwie schon, seit das Wetter so gut ist. Wenn ich die Kalorien durch den Salat einspare, kann ich ja heute noch mal sündigen und mach ab morgen Diät. Und Bewegung hab ich ja auch, wo ich jetzt zu den Tiefkühltruhen laufe. ... Hm, welche Sorte nehm ich? Ist was im Angebot? Mal sehen ... ... ... ...
Und nun noch die Sahne und die Waffeln, hm, und eigentlich auch Eierlikör ... puh, das wird ganz schon reinhauen. Man könnte eigentlich auch mal was Gesundes naschen. Nussschokolade z.B., Omega-Fettsäuren und B-Vitamine fürs Gehirn. Außerdem macht Schokolade glücklich. Ich bring das Eis wieder zurück und hol mir Schokolade. Wieder ein Gang, der schlank macht. ...
Brauch ich noch was? Nee, dann kann ich ja jetzt EIGENTLICH zur Kasse ... Glaub ich ... Halt! Ich hab gar kein Dressing gekauft für den Salat. Das wär ja was geworden ... Mal gucken, ob welche im Angebot sind. Vielleicht irgendwas Fettarmes? ...

Ein Mann hat es viel einfacher:

Fleisch, Bier, Fleisch, Bier, Fleisch, Bier ...
FLEISCH!
Bier, Bier, Bier, Bier, Bier ...
BIER.
So. Das hast du GUUUT gemacht. Nun Kasse.

:D Nein, so sind nicht alle Frauen und alle Männer. Deswegen gibt es weder DEN schnell entscheidenden Mann noch DIE irrational einkaufende Frau.
 
  • #28
Liebe FS, nein, Hochbegabung und Einsamkeit gehen nicht zwangsläufig "ineinander über" - ich musste leider schon bei dieser Überschrift mit den Augen rollen, weil sie zwar den Inhalt deiner Frage wunderbar zusammenfasst (ich wusste da schon, was kommen würde), aber sprachlich totaler Quark ist.

Ein Hochbegabter ist dann einsam, wenn er nicht in der Lage ist, mit seiner Begabung sozial adäquat umzugehen. Das ist auch schon alles, was du wissen und beachten musst. Solange du erwartest, dass "die anderen" sich an dein Niveau anpassen bzw. dich einzig deswegen toll finden, bleibst du allein.

Wenn du immer nur die falschen Männer erwischst, dann machst du bei der Auswahl etwas falsch. Nutze deine Begabung doch einmal dazu, dir zu überlegen, wie der Mann deiner Träume sein und wie sich das äußern soll und triff dich dann nur noch mit denen, auf die das zutrifft.

Und solange du jeden, der vernünftigerweise nicht von 0 auf 100 beschleunigt als "dir nicht gewachsen" betrachtest, wird das sicher nichts. Sorry. Das hat nichts mit Intelligenz deinerseits, sondern eher mit mangelnder Reife zu tun.
 
  • #29
Ich kann mir kaum vorstellen, dass andersrum ein Mann an der Seite einer jungen, hübschen Frau die Hochbegabte einfach nur sein lassen kann, weil dieser sie ständig in Beziehungsrollen drängen würde, was sie zu tun und zu lassen hat: Sex, Arbeit, Haushalt, Denken, Fühlen, Zustimmen ...
Ist das nicht eher umgekehrt? Ich sehe hier genau die Situation beschrieben, unter der auch Männer leiden, wenn sie nicht tun dürfen, wonach es sie drängt, weil die Frau an ihrer Seite ständig mit Ansprüchen („ich bin auch noch da!”) auf der Bremse steht. Vielleicht sollten sich die Menschen, denen das Leben Aufgaben stellt (und sie mit dem geistigen Handwerkszeug ausstattet, um diese erfüllen zu können) sich einfach zusammentun? Damit müßten doch beide Teile glücklicher sein als jeder für sich mit einem nach Symbiose strebenden Partner?