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  • #1

Geld oder Liebe - was ist, wenn der neue Traumpartner (m/w) finanziell schlecht situiert ist?

Beim Lesen vielerForumsbeiträge,ist mir aufgefallen, dass materielle Komponenten bei der Partnersuche einen nicht unerheblichen Fakor darstellen. Intensiv verfolgt habe ich u.a.Threads, die davon handelten, dass Frauen sich vorsätzlich von Männern schwängern ließen, um aus ihrer Mutterschaft finanzielle Vorteile ziehen zu können, des Weiteren von jüngeren Männern, die bewusst ältere, gut situierte Damen suchen,sowie von Männern, die bei der Partnersuche Angst haben, lediglich aus finanziellen Gründen gesucht und gefunden zu werden, um dann ausgenutzt zu werden. Daher möchte ich Euch nun fragen, wie Ihr Euch entscheiden würdet, wenn die neue Bekanntschaft, der neue Schwarm oder Eure neue Liebe in jeglicher Hinsicht Euer absoluter Traumpartner (m/w) ist, jedoch zwischen Euch keine finanzielle Augenhöhe besteht? Entscheidet Ihr Euch vertrauensvoll für Eure Liebe oder kommt ein finanziell schwächerer Partner überhaupt nicht in Betracht?
 
G

Gast

  • #2
Ich habe mich 2x für die Liebe entschieden - muss jetzt aber feststellen, es gab Frauen, die es wohl intelligenter angestellt haben und perfekt im vom Ex finanzierten Haus leben, sich um die Rente keine Sorgen mehr machen müssen usw.

Man könnte auch sagen, ich wäre zu blöd gewesen. Und selbst jetzt, ist mein Auserwählter einer dieser abgezockten Männer, die eben nicht mehr im Geld schwimmen, dafür hat die Ex um so mehr! Tja, ich entscheide mich immer wieder für die Liebe, wobei natürlich wichtig ist, dass er arbeitet, sein Geld verdient und charakterliche Eigenschaften sowie Werte vorhanden sind.
 
G

Gast

  • #3
Mir persönlich wäre der finanzielle Status schlicht gesagt Wurscht. Worauf ich allerdings schon Wert lege ist, dass mein Partner von seinem "Vermögen" so weit unabhängig ist, dass er mir nicht auf der Tasche liegt, oder in sonstiger Form für mich eine Belastung darstellt. Selbst wenn es ein Arbeitsloser wäre, der vom Amt lebt, solange er damit zu 100% klar kommt. Natürlich müsste ich dann kürzer treten und gemeinsame Urlaube wären damit seltener, außer ich würde mal meinen Partner den Urlaub sponsoren, aber die Regel sollte es nicht sein.
Ich habe gelernt, dass Liebe unbezahlbar ist, nur die Wahre zu finden, sehe ich als schwer an.
 
G

Gast

  • #4
Nein, ich lasse mich nicht mehr ausnützen. Dann doch lieber eine Partnerin, die keine "Traumpartnerin" ist, aber mit einem finanziellen Background auf Augenhöhe.

m38
 
  • #5
Liebe Fragestellerin!

Ich bin ganz ehrlich und gebe es offen zu: Ich möchte mit meinem Partner ungefähr auf Augenhöhe agieren können. Wenn jemand viel mehr verdient, dann hat er wahrscheinlich komplett andere Vorstellungen von Freizeitverhalten, Hotelkategorien und allgemeinen Luxusverhalten im Alltag. Das wäre gewiß nicht kompatibel und ich würde mich nicht wohlfühlen. Umgekehrt ist es genauso: Ich möchte weder unter meinem Niveau leben müssen noch einen Partner merklich aushalten. Da würden sich gewiss auch beide unwohl fühlen. Es ist einfach ideal, wenn beide Partner auf grob (!) ähnlichem Niveau bzgl. ihrer finanziellen Möglichkeiten agieren würden.

Hinzukommt, dass gerade Männer sich ganz besonders ungerne aushalten lassen, sich sehr schnell unwohl fühlen und schnell Minderwertigkeitskomplexe bekommen, wenn die Frau deutlich mehr verdient. Das wären alles keine guten Voraussetzungen für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ich glaube auch nicht, dass ein finanziell so deutlich schwächerer Partner überhaupt der "Traumpartner" (siehe Fragestellung) sein kann, denn der Traumpartner hat einfach auch ähnlichen Geschmack bezüglich Freizeitgestaltung, Interessen, Urlaubsgewohnheiten und Lebensstil. Dazu gehören eben auch Geld und Vermögensverhältnisse, den Umgang mit Geld, die Sparsamkeit oder das Luxusverhalten und so weiter. Insofern setzt der Begriff "Traumpartner" geradezu voraus, dass es in ganz vielen Facetten passt, von denen wiederum ganz viele eben auch mit finanziellen Mitteln auf irgendeine Art zu tun haben.

Welchen Beruf sollte ein Kandidat haben, dass er so wenig Geld hat? Ich will weder einen Minderbemittelten noch einen Lebensversager, weder einen Faulen noch einen Aussteiger. Nein, die Frage ist einfach zu theoretisch, denn in der Praxis würde fast immer ganz viel anderes nicht passen, so dass vom Geld kaum die Rede sein müsste.
 
G

Gast

  • #6
@1: zum Stichwort Beruf: Einzelhandelskaufleute oder auch einige männliche Angestellte verdienen netto monatlich in Steuerklasse 1 im Alter von +/- 40 durchaus nur 1.250,- bis 1.400,- EUR. Das hat weder etwas mit Lebensversager, noch mit Faulen noch mit Aussteiger zu tun. Das ist ganz normale Realität!
 
  • #7
@#5: Na ja,, Verkäufer, oder wie man es vornehm umschreibt "Einzelhandelskaufmann", wäre auch nicht gerade in meinem Beuteschema... da würde es höchstwahrscheinlich noch an ganz anderen Facetten fehlen als gerade am Gehalt. Wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen.

Ganz ehrlich: Ich stehe dazu, dass ein Partner mit 1400 Euro netto einfach nicht den Lebensstil mithalten können wird, den ich genieße und auch aufrecht erhalten möchte. Egal ob gemeinsame Wohnung, Haus, Einrichtung, Urlaub, Freizeitgestaltung ... mittelbar spielt das Geld überall eine Rolle. Augenhöhe ist einfach wichtig, auch wenn nur ganz grob, z.B. 50 bis 140 TE pro Jahr brutto sollten schon drin sein, damit es halbwegs passt, um mal einen Anhalt zu geben. Ich schätze aber auch, dass fast alle Männer, die ich über EP getroffen habe, über 50 TE verdienen. Insofern habe ich bisher FAKTISCH noch NIEMALS nach Geld selektieren müssen.

Genau daher ist dieser Aspekt zwar eigentlich wirklich wichtig, in der Praxis aber gar nicht mal so relevant, weil die meisten halt doch anständig verdienen, wenn sie eine anständige Qualifikation haben.
 
G

Gast

  • #8
@6
Och, ich kenne einen Einzelhandskaufmann der ohne weiteres Studium oder dergleichen nun einen hochdotierten GF-Posten hat (so etwa 300k/p.a.) Dazu noch hochinteressiert und Kulurell bewandert. <MOD: Persönlicher Angriff entfernt. Das war unnötig.>
 
G

Gast

  • #9
Ich entscheide mich in erster Linie nach der Liebe,aber mein Gefühl und meine Objektivität ist auch ein bißchen auf Sicherheit gegenüber Abzocke ausgerichtet.Habe Haus,guten Job,für mich ausreichendes Einkommen----nach finanziellen und emotionalen Verlusten durch Scheidung wieder gewisse Sicherheiten hergestellt.Habe mich wieder aufgerappelt-------immer wieder von vorn Anfangen,ist nicht mein Ziel.Ich bin vorsichtiger geworden im Geben,gebe nicht mehr alles und meine gesamte Körperkraft.
Ja ich bin etwas egoistischer geworden,man baut den anderen auf und sich ab----bis man wieder allein ist.
Ich möchte später einmal nicht,daß meine Ex`en mit einem dicken Cabrio über die Brücke fahren-----unter der ich aus diesen Gründen liegen würde!
Mir hat mal jemand gesagt,wer alles gibt-hat am Ende nichts mehr-um selbst wieder auf die "Füße"zu kommen....wie wahr!

m47
 
  • #10
Die Probleme oder Schwierigkeiten, die ein solches finanzielles Ungleichgewicht mit sich
bringen kann, sehe ich (FS) durchaus auch ähnlich. Jedoch impliziert m.E. eine schwächere
finanzielle Situation nicht immer eine unqualifizierte Berufsausbildung und eine mangelnde
Bildung und Kultur oder sogar nicht vorhandenes Niveau. Es können verschieden Gründe
für eine schwache Finanzsituation geben, wie z.B. Scheidung, Krankheit u.a. .
In meinem Freundeskreis kenne ich einen promovierten Chemiker, der als Manager in einem
schweizer Unternehmen, das Geschmacksaromen für internationale Lebensmittel-
konzerne entwickelt und Duftstoffe für weltweit bekannte Kosmetikfirmen kreiert, tätig ist, der
trotz seines horrenden Gehalts finanziell sehr eingeschränkt leben muss, da er unvorstellbare
Unterhaltssummen für seine Ex-Frau und seine Kinder zahlt.
Mein Freund ist ein unglaublich intelligenter, intellektueller,empathischer, höchst gebildeter Mann mit Interesse an Kultur und Kunst, er ist ein wandelndes Lexikon, darüberhinaus mit Charme, Humor, Niveau, Stil und sehr guten Umgangsformen ausgestattet.
Ich glaube schon, dass ein Mann, auch wenn er finanziell nicht gut situiert ist, aus anderen Gründen (er ist z.B. akademisch ausgebildet, kulturell gebildet, belesen, intelligent, einfühlsam,
humorvoll, interessant und interessiert) dennoch ein Traummann sein kann.
Vielleicht fällt eine solche finanzielle Diskrepanz im Verhältnis Frau/Mann deutlicher auf?
Empfinden Männer eine solches finanzielles Ungleichgewicht ebenfalls als derartig störend
und als Disqualifizierungsgrund? Hier bei EP findet man sehr viele Gutverdiener - jedoch im RL
trägt nicht jeder ein Schild mit der Aufschrift "Hochqualifizierter Gutverdiener" mit sich herum
und ist nicht sofort as solcher zu erkennen - bei uns in BO geht der Inhaber einer Privatbrauerei
auch in Jeans in ein Lokal, das kein Szene-Lokal ist. Wenn man bei EP keinen Anlass zur
finanziellen Selektion hat, ist dies denn nicht auch schon Selektion?
Kommt es nicht doch auch auf andere Werte an?
 
  • #11
@#9: Nun, Du schilderst einen Fall des gebeutelten Geschiedenen -- und genau das ist doch das Problem. Der Mann hat ein tolles Einkommen, aber für "uns" als neues Paar würde nichts übrig bleiben? Alles an die Ex und Kinder? Nö, ganz ehrlich, da hätte ich jeden Monat das Würgen. Wenn man überhaupt was gemeinsames plant wie Hausbau, Familiengründung, Weltreise, dann möchte nicht ich sinnvoll sparen und sein Geld fließt an die Ex! Das ist doch regelrecht zum Kotzen! Warum erhält die Ex das Geld und nicht die aktuelle Familie/Paar? Nein, genau diese Situation wäre unerträglich und widerlich. Das ist emotional doch kaum aushaltbar!

Ich denke, das Wegfließen von Geld mit anzusehen und parallel dazu selbst darauf zu achten, dass man überlegt Geld ausgibt, das harmoniert emotional einfach nicht.

Du hast natürlich recht, es kommt auf ganz andere Dinge an als Geld, aber ohne Geld geht es eben auch nicht, wenn man eine Familie gründen, ein Haus bauen, viele Reisen unternehmen, seine Freizeit gestalten möchte. Ich suche keinen Mann mit "mehr Geld" als ich habe, aber ich möchte mich auch nicht einschränken und schon gar nicht Geld an Exe fließen sehen.

Wer überhaupt davon träumt, mal irgendwann ein Wir-Gefühl aufzubauen, der darf auch nicht von "mien Geld", "sein Geld" sprechen und so tun, als ob das völlig egal wäre. Ich möchte in einer Partnerschaft den Zustand erreiche, von einem "Wir" zu sprechen und auch finanziell als "wir" zu denken. Und dazu gehört eben auch, dass aus "unserem" Mitteln nichts an Exe fließt und dass beide Seiten halbwegs in Balance sind.
 
G

Gast

  • #12
m/61
Ich finde Euch alle schlimm und verstehe jetzt, warum so viele Menschen keinen Partner finden.

Wenn man einen Menschen liebt, will man mit dem zusammen sein. Wenn man kein Geld hat, muss man sich einschränken. Wenn man keinen Urlaub finanzieren kann, geht man halt spazieren.

Es zählen doch nur die Stunden mit dem Partner. Spätestens auf dem Sterbebett wird der Rest gleichgültig.
 
  • #13
@#7: Klar gibt es Ausnahmen. Das habe ich doch extra ausdrücklich geschrieben. Wie deutlich soll ich das noch machen?

@#11: Ja, aber das Leben ist nun mal nicht Friede, Freude, Eierkuchen -- es ist nicht nur Zusammenseinwollen und Spazierengehen, sondern auch viel mehr als das und natürlich dürfen Menschen auch andere Lebensziele wie zum Beispiel Familiengründung, Hausbau, viele Reisen, vieles Kennenlernen haben. Das ist legitim. Wenn Du anders denkst, ist das völlig in Ordnung, aber wirf es bitte nicht jenen vor, die im Leben etwas erreichen wollen.
 
  • #14
Ich (FS) verstehe nicht, warum wir alle schlimm sind? Wir versuchen hier sachlich ein Thema zu diskutieren, das, wenn man die Forumsbeiträge regelmäßig liest, durchaus eine immer wieder
aktuelle Problematik birgt. Die hier getätigten Äußerungen lassen in keinster Weise einen Rückkehrschluss auf das Nichtfinden eines Partners zu!
Jeder - einen Partner Suchende- hat seine ganz eigenen Vorstellungen und Wünsche, die mit
bereits gemachten Erfahrungen, gelebtem Leben, eigenem Lebensstil u.v.m. verknüpft sind.
Zudem ist das Thema Finanzen in einer Zeit, da immer mehr Familien getrennt und geschieden leben, immer wieder akut. Kein Mann möchte nur finanziell bluten und seiner Ex-Frau ein Luxuleben finanzieren, das auf seiner Arbeit begründet ist, während seine eigene Lebensqualität
erheblich beeinträchtigt ist - nicht alle Frauen sind bereit, das wunderbare Leben der Ex-Frau
des neuen Partners mitzuunterstützen und zugleich auf eigenen finanzielle Bequemlichkeiten
verzichten. Bei der Beurteilung der Diskussionsgrundlage und der getätigten Beiträge sollte
man sachlich differenzieren und nicht verurteilen.

(49)/Juristin
 
G

Gast

  • #15
Wenn die Liebe fehlt, kann mir das Geld auch gestohlen bleiben. Ich würde nie einen Partner wählen, weil er vermögend ist.
Aber ich (w 56) möchte meinen Lebensstandard beibehalten.
Ich habe vor und nach der Scheidung gearbeitet und lebe von meiner Hände Arbeit. Ich lebe gut aber nicht verschwenderisch. Ich habe eine schöne Eigentumswohnung und kann mir 2 x im Jahr einen Urlaub leisten. Ich möchte nun weder einen Mann aushalten noch mich einschränken, nur weil er sich den Urlaub nicht leisten kann.
Ein Mann muss nicht mehr verdienen aber auch nicht wesentlich weniger.
 
G

Gast

  • #16
Wie oberflächlich es hier doch zugeht! Würdet ihr krank, ernsthaft, terminal meine ich....es wäre euch schlagartig sowas von egal.
Was lohnt da wohl mehr anzustreben?????????????
Arme Welt...Geld vor Liebe.
w/45
 
G

Gast

  • #17
Liebe Meerjungfrau,

wenn es tatsächlich gegenseitige Liebe ist, darf Geld keine Rolle spielen. Allerdings habe ich zwischenzeitlich gelernt, stark zu differenzieren. Mir erging es einige Male so, dass sich Herren bei mir einquartiert hätten, die zum Unterhalt nichts beigetragen haben. Hintergrund war der, dass sie satte Zahlungen an die Ex leisten mußten, bzw. der Meinung waren, allein ihre tolle männliche Anwesenheit würde genügen. Das merkt man aber ziemlich schnell. In meinem Fall habe ich diese Beziehungen sehr schnell beendet, denn ich hatte keine Lust, als Melkkuh zu fingieren.

Entscheidend ist auf jeden Fall, was kommt vom Partner an Liebe und Liebenswürdigkeiten, die man nicht bezahlten oder kaufen kann. Auf jeden Fall vorsichtig sein.

<MOD: Signaturen sind nicht gestattet. Bitte registrieren Sie sich!>
 
G

Gast

  • #18
Ich finde Geld ist egal. Wer mehr hat zahlt mehr. Zusammenleben geht ja schlecht mit unterschiedlichem Niveau. Aber wenn mein Gegenüber keine Anstalten machen würde, welches zu verdienen, oder sogar keinen Ergeiz hat vielleicht sogar mehr zu verdienen, das wäre ein nogo. Da fehlt mir dann die Achtung.
 
  • #19
Es sollten beide in einer Partnerschaft arbeiten und von ihrer Hände Arbeit leben können (Ausnahme wie Kindererziehungszeiten, Krankheiten rausgerechnet). Dann ist mir auch das Gehalt gleichgültig. Ich würde keinen Dauerarbeitslosen oder Jammerer nehmen, dafür ist mein Geld zu sauer erarbeitet.
 
G

Gast

  • #20
Ich selbst achte nicht auf Geld, sondern für mich zählt die Liebe. Ob der Mann nun wenig hat oder zuviel ist mir egal. Mir käme es auch nicht in den Sinn, bewusst einen Mann mit Geld zu suchen, wie manche Frauen das machen.

Ich habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass es Männer abschreckt, wenn sie von meiner vertrackten Finanzsituation erfahren. Die letzte neue Bekanntschaft hat mich sicher auch aus dem Grund wieder verlassen, nachdem ich ihn in die Problematik eingeweiht hatte.
Er wollte in erster Linie Spaß und keine Partnerin, die Sorgen hat und finanziell nicht mithalten kann oder womöglich auch noch an sein Geld will. Dabei erwarte ich da gar nichts von dem Mann. Höchstens ein bisschen seelische Unterstützung in Form von einer guten Beziehung. Für viele ein Widerspruch.
w54
 
G

Gast

  • #21
Ich kann ein "Lied" von den hier angesprochenen Problemen "singen"...

Ich habe meine letzte Beziehung wegen ständiger Streitereien wegen des Geldes,
wegen des erheblichen Unterschiedes unserer Einkommen,
schliesslich beendet, weil es einfach nicht mehr ging.

Es hört sich schlimm an, aber dass kann man nur beurteilen,
wenn man es selber erlebt hat.
Niemand, der es nicht selber erlebt hat darf eine Entscheidung beurteilen,
deren Entstehung er nicht selber erlebt hat !!!

Ich habe jahrelang für meinen EX ( wir sind beide über 40 Jahre alt) alles, was wir über den normalen Alltag hinaus gemacht haben, finanziert. (damit meine ich alles, was über den Lebensmitteleinkauf hinausgeht)
Es hat mir zu Anfang nichts ausgemacht,
weil ich in Ihn verliebt war und er nun einmal keinen gut bezahlten Job hatte/hat.
Er war von Beginn an ehrlich, ich habe also gewusst, worauf ich mich einlasse.
So dachte ich jedenfalls damals...

Im Laufe der Jahre aber kam immer mehr eine regelrechte Wut in mir hoch.
Warum muss ich immer alles zahlen, warum sucht er sich nicht einfach einen anderen Job...
Er hat alles mitgenommen und meinte immer, ich müsse Ihn ja nicht einladen.
Hätte ich es aber nicht getan, hätte ich gleich alles alleine machen können...
Es war somit eine sehr gute Taktik von Ihm.....
Heute nenne ich es einfach nur ausnutzen !!!

Es hört sich berechnend und kühl an, aber sorry,
ich möchte mich nur noch mit einem Mann näher beschäftigen, der sein Leben selber im Griff hat und selber alles für sich bezahlen kann.
Mich brauch niemand einladen, ich beanspruche auch keine teuren Geschenke,
aber anders herum lasse ich mich nie mehr ausnutzen.

Die Wertschätzung gegenüber dem anderen ist doch auch eine völlig andere,
wenn man denjenigen auf gut deutsch: nicht immer und nicht bei allem unterstützen muss.

Es hat nichts mit "Geld oder Liebe" zu tun, aber eine Ungleichheit geht
nach meinen Erfahrungen niemals gut.

Meine Meinung ist schlicht und einfach: Geld spielt eine Rolle !
 
  • #22
Liebe Meerjungfrau,
ich halte es viel mehr mit der Liebe, Vertrauen und bevorzuge die Eigenschaften, die Du in #9 nanntest. Ich möchte wirklich nur einen lieben, gebildeten und humorvollen Mann,
kein Haus, keine Kinder mehr, keine Weltreise, ich habe auch keine andere "Höhenflüge".
Wenn jeder dem anderen vertrauen kann, dass es nicht um das "Ausnehmen / Aushalten" geht, und darum sollte es auch in der Partnerschaft nicht gehen, dann ist mir das gleich.
Im Übrigen es kann auch der/ die Ärmere ausgenommen werden, wenn man meint, es muss 50:50 gezahlt werden
Wenn einer anfangs gern gibt, dann aber vorwirft und bereut, dann ist da für mich das deutliche Anzeichen, dass die Liebe und das Vertrauen abhanden gekommen sind. Das Ausnehmen spielt meist erst bei manchen Trennungen eine Rolle, und Unterhaltszahlungen für den/die Ex sind meist zeitlich begrenzt.
Ich denke, dass auch bei EP nicht so viele Schwerverdiener mit so abgehobenen Ansprüchen sind, mir sind jedenfalls die Bodenständigen und Bescheidenen lieber. Aus Liebe verzichte ich auf 5*-Hotels oder anderen Schnick-Schnack, der das Leben nicht wirklich bereichert. Und wenn ich es kann, gebe ich auch gern, alles andere ist mir zu oberflächlich und egoistisch.
 
G

Gast

  • #23
Ja, stimmt: Diese Antworten in diesem Thread beantworten mir eine ganze andere Frage:

Sie machen mir leichter zu verstehen, warum GERADE Menschen, die auf den ersten Blick doch so vieles schon erreicht haben, alleine sind bzw. es sehr schnell wieder sind...

Irgendwie doppelt traurig.
 
G

Gast

  • #24
zu #22

Nein, nein, dass siehst du m.E. falsch, diese Menschen sind nicht allein, weil sie schon zuviel erreicht haben und du meinst, zu egoistisch sind?, sondern sie sind allein, weil sie nur einen Partner auf Augenhöhe und gleichem finanziellen Level haben wollen, egal in welcher Liga dieses Level ist.

Mir als Single-Mama mit einer ausgeglichenen fin. Bilanz durch 2 Jobs und gutes Händchen für Geld geht es seid Jahren so, dass ich nur Männer kennenlerne, die Schulden haben und sich nicht mal einen Latte selber kaufen können (Unterhalt Ex etc.). Die Männer, die Geld haben, die können es sich leisten jüngere Frauen als Partnerin zu wählen. Und der Rest, dass sind die Männer, die mich wollen, die ich aber nicht will.

Deswegen bin ich u.a. auch Single-Mama, weil ich nur das von einem Mann will, was ich selber zu bieten habe, auf bescheidenen Niveau.

Hier wird richtig und gut und vernünftig von dem Gesetzt der Gleichheit gesprochen. Es kann sich Liebe nur gut entwickeln, wenn beide Seiten halbwegs ausgeglichen sind.

Deswegen wird ja auch von einer Partnerschaft gesprochen. Partner können nur solche Menschen sein, die auf einem ähnlichen Level sind. Alles andere geht über kurz oder lang den Bach runter. Wer das nicht sehen mag, ist in meinen Augen naiv oder nach Zuwendung bedürftig.
 
G

Gast

  • #25
zu 21

Liebe heißt aber auch, sich selber zu lieben, sich selber verantwortlich zu sein und nicht auf Kosten von Anderen zu leben.

Deine Zeilen von Liebe sind mir zu wenig im Gleichgewicht und oft ist es so, dass solche Menschen, die romantisch der Liebe den Vorrang geben, anstatt das Köpfchen auch mal einzuschalten, oft zu denen Menschen gehören, die betrogen und ausgenutzt werden und es leider zu spät gemerkt haben, weil sie unbedingt die rosarote Brille aufbehalten wollten.

Vieles im Gleichgewicht zu wollen und ein Auge darauf zu haben, heißt nicht gleich egoistisch und oberflächig zu sein. Im Gegensatz dazu wärst du für mich dann naiv und unreif, weil du so Teenie mäßig die Liebe verklärst :).
 
G

Gast

  • #26
Liebe FS,

ich bin einer von diesen abgelegten und abgezockten Männer. Jahrelang war es für mich selbstverständlich den größeren Anteileil in der Ehe zu übernehmen, damit meine (jetzt Ex-) Frau ihr Studium und Auslandspraktika erfolgreich abschließen konnte. Nachdem ich dann nach der Geburt unserer Tochter, als jetzt weniger Verdienender, die Erziehungszeit unserer Tochter übernommen habe, war ich ihr plötzlich nicht mehr ausreichend. Trotz überdurchschnittlichem Einkommen und sehr gut verdienenden neuen LG lässt sie mit Hilfe der deutschen Unrechtsprechung keine Möglichkeit aus noch Geld aus mir zu pressen.

Vor diesem Hintergrund bestanden bei meiner Partnersuche gleich zwei Ängste. Erstens nicht wieder an eine Frau mit solch einem einnehmendem Wesen zu geraten (obwohl bei mir ja nun nichts mehr zu holen ist) und zweitens natürlich als armer Schlucker überhaupt in die nähere Auswahl bei den Frauen meines Interesses zu kommen.

Einen Vorteil hat die Sache allerdings doch. Wer "einen wie mich" nimmt der liebt mich um meiner selbst willen.
Ich denke zwar die "perfekte" Partnerin gefunden zu haben, aber das einmal erlebte beinflusst mein Frauenbild noch immer.
Dazu kommt das schlechte Gewissen ihr nicht das bieten zu können was sie bisher gewohnt war.Ich weiß zwar, dass es ihr offenbar nichts ausmacht, aber wenn ich dann Kommentare wie von #1 und #10 lese, dann bin ich mir nicht so ganz sicher ob nicht ALLE Frauen so sind.

m44
 
  • #27
Wenn man das ganze mal mit diesem Thread vergleicht:

http://www.elitepartner.de/forum/sparsamkeit-oder-geiz.html

dann kann ich nur sagen: Dafür ist der Begriff Pharisäer erfunden wurden. Geld scheint immer dann egal zu sein, wenn der andere gerne gibt und man selbst schön zulangen kann.

Ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen. Die Heuchelei kennt keine Grenzen in diesem Thread.

Natürlich steht Liebe und Zuneigung an erster Stelle. Aber die Lebenserfahrung sagt, dass man eben auch zueinander kompatibel sein muss und grob auf finanzieller Augenhöhe agieren muss. Nicht, weil einem Geld wichtig ist, sondern weil nur dann ein entspanntes, gleichberechtigtes Miteinander möglich ist und man auch automatisch ähnliche Vorstellungen von Luxus, Sparsamkeit, Urlaub und Freizeitgestaltung hat.

Gerade wenn das Geld passt, spielt es nämlich die geringste Rolle.

Gerade wenn es große Unterschiede gibt, spielt es die größte Rolle.
 
G

Gast

  • #28
zu #26

Es gibt doch aber auch für dich als Mann, der leider so viel Unterhalt zahlen muss, genug Frauen, die auf deinem Level leben. Und du scheinst sie ja auch gefunden zu haben.

Verstehen tue ich weiterhin nicht, dass Mann immer denken muss, der Frau was bieten zu müssen. Ja, was denn zu bieten?

Mir würde es reichen, wenn ER mir guten Sex bieten könnte, ein respektvolles Umgehen mit mir und meinem Kind pflegt, genug Geld hat, damit wir ab und zu einen Kurzurlaub machen können, dickes Auto und Karibik ist eh nicht mein Ding, und nicht jeden Cent zweimal umdrehen muss und natürlich ne Ex, die keinen Unterhalt mehr von ihm bekommt, dass er dadurch dann auf H4-Niveau leben muss. Ist tragisch so was, aber das ist halt nicht mein Level.
 
  • #29
@27

Was verstehst Du daran nicht? Bis vor wenigen Jahren war es immer so gewesen, das der Mann eine finanziell abgesicherte Zukunft in Aussicht stellen musste. Er musste ihr Sicherheit bieten, ihr und dem Kind, den Kindern. Auch heute schauen viele Frauen danach.
Das bekommt man nicht so schnell aus den Köpfen raus.
 
G

Gast

  • #30
@FS Für die Liebe. Ich hatte bisher Partner die noch studiert haben, obwohl ich schon voll im Beruf war und ich hab jetzt einen deutlich vermögenden Partner als ich (nicht über EP gefunden).
Geld hat weder damals noch jetzt eine Rolle gespielt. Wenn es der Richtige ist, ist das einfach total egal, ob er Fahrrad oder Porsche fährt.
Das hat auch nichts damit zu tun, ob ein Mann intellektuell oder emotional viel zu bieten hat, dass allein die Zeit mit ihm wertvoll ist.

@11 Kann Dir nur zustimmen. Die Menschen hier im Forum sind sehr berechnend und kühl. Kein Wunder, dass die meisten dauerhaft suchen... selbst wenn der perfekte Mensch direkt vor der Nase wäre, die meisten hier sind blind dafür, wenn nicht alle Traumkriterien 100%ig erfüllt werden.
Schon traurig...

<MOD: Beleidigungen und Verwünschungen gelöscht -- reißen Sie sich zusammen!>

w/32
 
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