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  • #1

Gemeinsame Wohnung: Besuch von Freunden

Hallo,

ich (26w) bin seit zwei Jahren in einer glücklichen Beziehung; ein Jahr davon wohnen wir nun auch schon zusammen.

"Leider" gehört mein Freund zu den absolut ehrlichsten Menschen, die ich kenne, wodurch ich auch Dinge erfahren habe, von denen ich lieber gar nichts gewusst hätte.
Im Speziellen geht es um zwei Freunde, mit welchen er schon seit der Kindheit befreundet ist. Heute herrscht nur noch ein sporadischer Kontakt (ca. 4 Mal im Jahr.) Die Zwei gehören zu einer Clique aus mehreren Männern.

Nur leider sind mir die zwei Männer aus dieser Clique durch und durch unsympathisch. Begonnen vom ersten Kennenlernen, wo ich von Anfang an einen sehr arroganten, unsympathischen Eindruck hatte; die Chemie stimmte einfach von Anfang an nicht - und wären sie nicht die Freunde meines Partners, hätte ich niemals Interesse daran gehabt, sie wiederzusehen.
Danach war es so, dass sie immer wieder Männerabende, Männerwochenende, Männerferien geplant und meinen Freund auch dazu eingeladen haben. Gegen einen Männerabend, wo sie zusammen trinken gehen und über alte Zeiten reden habe ich auch gar nichts - jedoch fühlte ich mich zunehmend ausgeschlossen, da bei allen Aktivitäten Frauen grundsätzlich und immer ausgeschlossen waren. (Obwohl die meisten von ihnen bereits verheiratet sind.) Es ging um Wandern, ein Tag Skifahren, ... , wo ich einfach finde, dass dies keine typischen "Männerdinge" sind, man dies auch mal gemeinsam mit den Frauen tun könnte und man sich so auch besser kennenlernen würde.
Mein Freund fragte hie und da nach, ob ich mitkommen darf - jedesmal hiess es von den Zweien "wir wollen keine Frauen dabei". Die anderen wären immer sehr aufgeschlossen gewesen... Mein Freund ist dann schlussendlich nicht mitgefahren, da er meinte, dass er nirgendwo hingeht, wo ich nicht erwünscht bin. Was ich sehr an ihm schätze und was ich so niemals erwartet hätte...
Mich macht dies einfach traurig, da ich gerne den (wenn auch alten) Freundeskreis meines Freundes besser kennenlernen würde - aber irgendwie kriege ich ja nicht die Chance dazu. Ich habe einen tollen Freundeskreis aus Frauen und Männern und finde es grundsätzlich irritierend, wenn Menschen so sehr geschlechterorientiert ihre Freizeit planen. Zwar weiss ich, dass dies oft vorkommt - aber diese Haltung "wir wollen grundsätzlich bei nichts eine Frau dabei haben" von Männern zwischen 35 und 40 finde ich nicht nur irritierend, sondern auch unsympathisch, kindisch. Es geht nicht darum, dass ich mich bei einem Männerabend einmischen muss - aber was spricht gegen einen Tag Skifahren unter Freunden und ihren Frauen? :-(

Zuletzt kommt nun aber die Geschichte die mir mein Freund erzählt hat, welche das Fass zum Überlaufen brachte. Vor ein paar Jahren war mein Freund mit seiner Clique in Polen auf Männerurlaub, wo ein Abend dann im Stripclub geendet hat. Mein Freund hat seine Erzählungen dann ins Detail ausgeführt, wobei einer der Zwei schlussendlich halbnackt und betrunken auf der Bühne stand und sein Penis an den Tänzerinnen gerieben und allen präsentiert hat. Der andere hat in der einen Nacht ca. 3000 Euro für Privates, Champagner und schlussendlich wohl auch Prostituierte ausgegeben. Am Schluss sind alle bis auf meinen Freund im Bordell gelandet (bitte keine Ausrufe wie "der war bestimmt auch da" o.ä. - ich kenne meinen Freund SEHR gut.)
Jeder der beiden war zu diesem Zeitpunkt schon verheiratet... :-(

Alles in allem sind die zwei Typen bei mir absolut unten durch - wenn ich schon nur daran denke, sie zu sehen, wird mir übel.
Ich fühle mich schlecht, weil ich das Gefühl habe, Mitwisserin / "Mitschuldige" (auch wenn ich weiss, dass ich 0 Schuld trage) an ihrem Betrug zu sein. Ich könnte sie anschreien, wenn ich sie sehe, fühle mich schlecht, wenn ich sie und ihre Frauen und Kinder sehe. Leider wohnen wir alle nicht sehr weit auseinander...
 
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  • #2
Hallo,

bitte, liebe FS, beschreibe dein Problem nochmal KURZ, der Sachverhalt dürfte ja klar sein.
Aber es ist nicht recht verständlich, warum du die männlichen Freunde deines Partners besser kennenlernen willst, wenn sie dir von Grund auf derart unsympathisch sind, wie du beschreibst.

Ich hoffe, Du kannst die Offenheit deines Freundes schätzen. Würden in allen Beziehungen die Partner derart vertrauensvoll und offen miteinander umgehen, gäbe es viele Probleme nicht.

Zu Prostitution mag man stehen wie man will. Aber deine Einstellung dazu kommt mir vor wie "es kann nicht sein, was nicht sein darf", nämlich dass verheiratete Männer in ein Strip-Lokal gehen und dort die Hose runterlassen.
So IST die Welt - da hilft auch Tabu. Im Gegenteil. da hilft nur offen drüber reden. Ohne moralischen Impetus. Ohne seine Abscheu nach außen zu tragen.

Andere Frauen wären auch sicher froh, wenn ihr Mann mit Freunden zumSport (Ski fahren) geht. Sie könnten ja auch einfach Schnaps saufen und Mülltonnen umschmeißen gehen.
 
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  • #3
hier die TS:

meine Frage war zu lange; hier das Ende:

... Ich empfinde ihnen gegenüber nur Wut und Ekel - auch, weil ich moralisch und aus anderen Gründen, welche ich nicht weiter ausführen möchte, null Verständnis oder Empathie für Betrüger und grundsätzlich für Menschen übrig habe, welche sich Sexualität ohne Hintergedanken und Moralvorstellungen erkaufen. Schon gar nicht, wenn ihre Frau Zuhause auf sie wartet.
Und ich will keine Menschen in meinem Leben haben, welche unehrlich und egoistisch mit ihren Partnern umgehen. Ich habe schon gar kein Interesse daran, mich auf Betrüger einzulassen, und sei es nur oberflächlich...

Das Problem ist, dass sie ja immer noch Freunde meines Partners sind - und ich würde mir auch niemals anmassen, mich da einzumischen. Auch wenn ich froh gewesen wäre, niemals etwas davon erfahren zu haben - dann würde ich mich weniger als Lügnerin und Heuchlerin fühlen, wenn ich mich mit ihnen unterhalte.
Mein grösstes Problem ist jedoch, dass mich der Gedanke, diese zwei Menschen in meinem Zuhause, meinem Rückzugsort, zu haben, absolut fertig macht. Ich komme damit klar, wenn ich sie sonst irgendwo sehe, wenn wir gemeinsam an einem Fest sind, wenn mein Freund sie trifft... Aber ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn sie in unser Zuhause kommen. Ich würde mich extrem unwohl fühlen - auch danach noch. Irgendwie, wie wenn in mein Zuhause (meine "heile Welt") eingebrochen worden wäre.

Leider stehen bei uns demnächst ein paar Feste bevor; Grillen, Einweihungsparty der neuen Inneneinrichtung unserer Wohnung... Und es macht mich traurig, dass mich der Gedanke daran nur fertig macht. Es macht mich traurig, dass ich die Freunde meines Partners nicht einfach mögen kann.
Und auch wenn er mir angeboten / versichert hat, dass er sie nur ausserhalb oder bei ihnen Zuhause besuchen wird, bin ich verunsichert. Ich kann und will meinem Partner doch nicht vorschreiben, wen er einladen kann und wen nicht. Schliesslich ist es genauso seine Wohnung...
Und wie soll das überhaupt gehen; zwei Leute aus einer Clique nicht einzuladen! Ich fühle mich wie eine kontrollsüchtige / trotzige Freundin - obwohl ich ihn doch glücklich machen möchte. Ich will doch, dass er seine Freunde einladen darf! Und ich will auch nicht seine Freundschaften, seine Clique zerstören. Obwohl ich auch denke, dass er nicht unschuldig daran ist; hätte er mir nicht alles erzählt, sähe ich die Zwei nicht ganz in diesem schäbigen Licht...
Aber es macht mich fertig und gibt mir ein ganz schlechtes Gefühl, wenn ich mir die Zwei in meiner Wohnung vorstelle. :-( Inzwischen bin ich sogar schon so weit, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, zu heiraten, da ich niemals zwei solche Typen auf meiner Hochzeit haben möchte.

Mein Freund meint, ich sähe dies alles zu eng und meine Aufregung mache mich selbst nur kaputt. Weil es wäre doch besser, wenn ich einfach die paar Mal, wo sie hier sind mich zusammen reisse anstatt mir solche Sorgen zu machen. Auch wenn er darauf eingeht und akzeptiert, wenn ich sie nicht hier haben möchte.
Ich verstehe mich manchmal selbst nicht, wieso ich nicht einfach darüberstehen, ein bisschen Smalltalk mit denen betreiben und dann froh sein kann, wenn sie wieder nach Hause gehen.
Ich bin manchmal traurig über mich selbst, weil ich nicht über meinen Schatten springen kann. Aber dann denke ich wieder "verdammt, wieso muss ich mich mit Menschen umgeben, welche lügen, betrügen und ihre Moral so sehr von meiner abweicht dass ich normalerweise auf dem Absatz kehrt machen würde?" Wieso sollte ich mich verbiegen? Nur meinem Freund zuliebe?

Entschuldigt für diesen langen Text - ich musste mir dies einfach einmal von der Seele schreiben.
Und ich hoffe auf ein paar Inputs, welche mir vielleicht helfen.
 
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  • #4
Ich kann dich gut verstehen. Ich würde solche Männer auch nicht gerne bei mir zu Hause sehen. Ist auf jeden Fall eine schwierige Situation.
Einerseits will man seinem Freund die Freunde nicht vermiesen, aber andererseits hat man auch keine Lust, so zu tun, als ob alles in bester Ordnung wäre, wenn die Freunde zu Besuch sind.
Ich könnte mit der Situation wahrscheinlich nicht umgehen und würde wahrscheinlich jedes Mal die Wohnung verlassen, wenn die besagten Freunde zu Besuch kommen würden.

Mit Jemandem zusammen wohnen könnte ich wohl auch nicht, dessen Freunde ich nicht in meiner Wohnung haben will. Da würde ich dann lieber allein wohnen wollen.
Da kann man nur hoffen, dass dein Freund sich nicht irgendwann negativ beeinflussen lässt von seinen "tollen" Freunden.
 
  • #5
Ääähm…. willst du diese Freunde nicht auf dem Scheiterhaufen verbrennen? Oder wenigstens öffentlich auspeitschen lassen ? Du bist nicht nur heiliger als der Papst, du bist noch scheinheiliger! Wir fehlen die Worte!
Du hast einfach eine krankhafte Angst, dein Freund könnte es seinen Freunden gleich tun und setzt ihn auf eine heuchlerische Art unter Druck. Sorry, ich finde dein ganzes Benehmen so verlogen und fies!
Einerseits willst du ihm nichts verbieten, andererseits stellst du die Beziehung in Frage. Du willst ihn nicht kontrollieren aber immer dabei sein?
Ich weiss nicht, wie lange dein Freund das noch mitmacht, ich hätte dich schon lange in ein Kloster geschickt!
Du fühlst dich schuldig? Aber dein Freund ist auch schuld,weil er es dir erzählt hat?
Der arme Kerl verbiegt sich total für dich, du setzt aber immer noch einen drauf.
Hast du sonst nichts zu tun? Lies mal ein gutes Buch, entspann dich und kümmere dich mal um deine Weltsicht! Es passieren so viele schreckliche Dinge auf der Welt, willst du nicht auch da die ganze Schuld auf dich laden?

Dann sei doch konsequent und rede Klartext! Beende die Beziehung und such dir einen Freund, den du erst an dich lässt, wenn du dich vom moralisch integren Leben und Handeln seines Freundeskreises überzeugt hast. Versuch es mal bei den Zeugen Jehovas, wirst bestimmt fündig!

Ich nehme dir weder deine Traurigkeit noch deine Schuldgefühle ab! Du versuchst auf eine (von dir gedachte) subtile Art deinen Freund zu manipulieren und ihm seine Freundschaften zu zerstören. Irgendwann wird er dich hoffentlich durchschauen!
Mich ekeln Menschen, die so heuchlerisch handeln viel mehr als Betrüger und Fremdgänger!

Hannah
 
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  • #6
Du siehst definitv alles zu eng, ich hätte schon Reißaus genommen.

Ein Ausflug nur unter Männern muss mal sein, das machen Mädels doch genauso, was stört dich daran? Lass' ihnen den Spaß.


Und all die anderen Sachen, wenn du meinen Rat hören möchtest, warum hängst du dich an den ganzen Geschichten auf, von wegen irgendwelche Puffbesuche und so!? Ja, so ist die Welt nunmal, nicht immer, wie mancher in seiner heilen Welt sie sich wünscht. Aber warum machst du dir darüber Gedanken?

Eine erwachsene Herangehensweise wäre zu sagen, ich muss nicht alle seine Freunde mögen, aber ich akzeptiere sie, sie gehören halt irgendwie dazu. Du musst sie ja nun nicht so oft sehen, so what?

Nimm die hin, die du nicht magst und konzentriere dich mehr auf die, welche du magst, ist doch nicht so schwer.


Viel Glück euch Beiden.
 
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  • #7
Meine Güte, mir sind auch nicht alle Freunde meines Mannes sympathisch und umgekehrt mag er auch nicht alle meine Freundinnen. Und? Dann trifft er sich halt mit den Freunden, mit denen ich nicht so kann, alleine. Tut der Beziehung auch recht gut, wenn jeder mal was alleine macht.

Und es werden auch schon andere Gäste in Eurer Wohnung gewesen sein, die Deinen Moralvorstellungen nicht entsprachen, nur wusstest Du es halt dann nicht. Dann betreten die zwei halt die Wohnung, die wird dadurch schon nicht entweiht, Du beschäftigst Dich mit anderen Gästen, die zwei gehen wieder und gut ist´s. Ich muss mich da leider Deinen Freund anschließen, meiner Meinung nach machst Du zu viel Wirbel um nichts.
 
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  • #8
Ich schließe mich Hannah vollumfänglich an. Arbeitest Du an Deiner Heiligsprechung? Wieso soll Dein Freund nicht einmal mit Freunden Skifahren gehen? Dann kommt er heim, hat was zu erzählen und hat Dich vermisst. Dein Freund darf nichts sagen oder machen was Du missbilligst. Ständig schwebt Deine unausgesprochene Drohung in der Luft, Du würdest Dich dann trennen. Du versucht Euer Zuhause zur Insel zu machen welche Du ständig schützen musst vor unmoralischen Einflüssen von außen. Du würdest ihn ja "von der Leine lassen" wenn er es nicht womöglich ausnutzen würde. Du maßt Dir an die moralische Bewertungshoheit zu haben und fühlst Dich bemächtigt andere zu verurteilen. Von christlicher Nächstenliebe und Vergebung ist das extrem weit entfernt. Mich gruselt. Ich nenne das moralingetränkte Heuchelei und Kontrollwut. Frau, 49
 
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  • #9
TS:

Wo habe ich geschrieben, dass mein Freund nicht Skifahren, nicht in den Ausgang, nicht auf Urlaub ohne mich soll? Hat er zudem alles gemacht, und ich habe ihm mit gutem Gefühl eine schöne Zeit gewünscht. Im Juni fährt er mit seinen Freunden auf Mallorca - ich habe nichts dagegen.

Ich habe NIE erwähnt, dass er nirgendwo ohne mich hin darf. Nur, dass mich das Verhalten der Kollegen, nie eine Frau dabei haben zu wollen, irritiert und ich es zudem unsympathisch finde. Aber ich respektiere es, und lasse meinen Freund ziehen! Und dies, ohne ihm ein schlechtes Gefühl zu geben, oder schlecht gelaunt dann auf ihn zu warten. Also bitte!

Es geht lediglich darum, dass ich mich nicht gut fühle, wenn die zwei Typen in meiner Wohnung sind. Dies hat mMn NICHTS mit Kontrollsucht zu tun. Sondern nur damit, dass ich meine Gefühle ernst nehme. Und mich bei mir Zuhause nicht verstellen will.
 
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  • #10
Mein Freund meint, ich sähe dies alles zu eng und meine Aufregung mache mich selbst nur kaputt.

Liebe FS,

es geht nichts über Männerwochenenden oder Männerabende ohne Frauen. Männerwanderung zum "Vatertag" und die Frau läuft brav nebenher und zählt mit, wann genug Bier getrunken wurde. Sensationell... Das gibt es umgekehrt bei Frauenabende ohne Männer genauso. Das Dein Freund Dir zu viele Geschichten erzählt hat (natürlich kennst Du ihn SEHR gut!), ist sein Fehler. Würdest Du Dir Deinen Mädelsabend mit Besuch der Chippendales verbieten lassen? Ernsthaft eine Hochzeit ausschließen, weil dann zwei "falsche" Gäste da wären?

Für mich ist das, wie hier schon geschrieben, scheinheilig. So ein langer Text und so viel Aufregung darum, dass Dein Freund mit seinen Freunden vier mal im Jahr Spaß haben will? Auch aus meiner Sicht: Beende die Beziehung und suche Dir jemand der Deiner "würdig" ist. Hoffentlich gräbt der nicht mit der Moralschaufel in Deiner Vergangenheit. Mir kommt es eher so vor, dass Du eine moralische "Spaßbremse" bist, die auch bei anderer Gelegenheit genau weiß, wie Mann sich zu verhalten hat und dann zu langen Strafpredigten ansetzt. Ich hoffe, Dein Freund weiß, wie er wählt, wenn er die Wahl hat.

m, 46
 
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  • #11
Liebe FS,

soweit ich verstand, hast Du die zwei Freunde von Anfang an schon nicht gemocht. Die Bordellferien haben dem dann noch die Krone aufgesetzt.

Ich glaube, es gibt zwei Sorten von Männeraktivitäten.

1. Männerurlaub / Wandertag etc:
Die Männer wollen einfach mal unter sich sein. Unter Männern. Ohne Frauen. Männerthemen bereden. Männerwitze reißen. Bier trinken, ohne daß jemand mosert. Evtl. sogar rülpsen. Eine Bande großer Jungs unterwegs.

Dazu gehören dann wirklich keine Frauen. Und sich da dann immer noch einklinken zu wollen ist einfach nicht gut.

Du machst doch bestimmt auch etwas allein mit Deinen Freundinnen. Ich stelle mir gerade vor, 6 Damen im Wellnesshotel mit Avocadomaske auf dem Antlitz, Nr. 7 ist ein Mann, der unbedingt mit wollte und sich sonst zurückgesetzt fühlte.

2. Männerurlaub / Wandertag:
ohne Frauen. Ohne eigene Frauen. Mit der Chance, herumzuflirten. Oder gar - Puff und Peng - anderes zu tun. Mit ganz vielen Hintergedanken geplant.

Ich denke, vor so etwas hast Du Angst.

Laß ihn seine Männerwandertage machen. Dränge Dich nicht auf.

Die beiden Pappenheimer: Guten Tag, guten Weg. Behandle sie höflich wie Geschäftsgäste und wende Dich mehr den netten Freunden Deines Partners zu. Wolltest Du die Anwesenheit dieser zwei Spezial-Freunde verbieten, kann Dein Partner Dir auch theoretisch Deine Freundinnen, die ihm nicht passen, verbieten.

Durch ein Verbot käme den Pappenheimern mehr Wichtigkeit zu, als sie verdienen.
Außerdem würde die Ausgrenzung nicht unbemerkt bleiben und böse Kommentare veranlassen.

Im übrigen gibt es mehr geheime Pappenheimer als man meint. Und das Privatleben dieser zwei geht Dich nichts an.

Gruss, W
 
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  • #12
Kurz und knapp:

Du hast erfolgreich die Männerauflüge deines Freundes, der dir nebenbei ALLES erzählt und immer ehrlich zu seien scheint, torpediert und möchtest dem ganzen jetzt die Krone aufsetzen, indem du den beiden jetzt ein Hausverbot aussprichst.

Mein Fall wärst du nicht und jeder Mann kennt Frauen wie dich "Ich wollte doch garnicht....,ich hab ja nur..."

Und was soll dieses "ja ich verbiete meinem Freund doch garnichts" Getue?!
Natürlich habt ihr Euch offensichtlich darüber unterhalten und natürlich hatte das einen völlig berechnenden Einfluss auf deinen Freund, stell dich doch bitte nicht künstlich naiv.

Du kannst 2 Freunde deines Freundes nicht leiden -big Deal.
Ich kann die Schwester meiner Freundin sammt deren Freund auch nicht ausstehen.
Sie sind Geldbezogene, einfälltige und arrogante mlchtegern Schikimikis.
Das habe ich meiner Freundin gegenüber deutlich ausgesprochen und bin schlicht und einfach nicht da, wenn die beiden oder nur die Schwester vorbei schauen.
Kein Grund, dass einer von uns deswegen schlechte Laune haben muss oder sich den Kopf darüber zerbricht, wer auf wen Einfluss nehmen könnte.
 
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  • #13
Es gibt in einer Beziehung drei Komponenten:

- Dein Leben
- sein Leben
- Eure gemeinsame Schnittmenge.

Eine Beziehung lediglich auf der gemeinsamen Schnittmenge aufzubauen, ist der Anfang vom Ende. Ihr reduziert Euch damit gegenseitig. Was später dazu führt, dass niemand mehr das Leben lebt, das er/sie sich eigentlich vorstellt.

Und die Wohnung ist ein Teil Eurer Schnittmenge, in der jedes der beiden Leben seinen Platz hat. Sofern Du solche Dinge nicht möchtest, gibt es zwei Möglichkeiten:

- getrennte Wohnungen.. und jeder kann selbst entscheiden, wen oder was er dort hineinlässt
- persönliche Zimmer innerhalb einer Wohnung. Sofern die neue Inneneinrichtung Grund genug zum Feiern ist, wird sich für solch eine Lösung evtl. auch ausreichend Platz finden.

Versuch ihn nicht zu beschneiden und denke über Deine persönliche Haltung (aber auch Deine schmerzhaften Konsequenzen - nicht seine) zu solchen Themen nach.


Sofern Du das Thema weiterhin auf den Tisch bringst, wirst Du eines mit Sicherheit verlieren und das ist seine Offenheit. Habe oft erlebt, dass Beziehungspartner zu Hause viele Dinge einfach nicht mehr erzählten, weil anschließend "Szene droht".

Euch alles Gute!
 
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  • #14
Liebe FS,

ich würde Dir raten, dieser Sache nicht so viel Wichtigkeit beizumessen
Dein Freund verhält sich Dir gegenüber loyal, das ist die Hauptsache. Darauf kannst Du Dein Augenmerk legen.

Ja, ich hatte auch mal einen Partner, der diese Art "Freunde" hatte. Es waren durchwegs Männer, die schon lange verheiratet sind und an diesen "Männerabenden" die Abwesenheit der Frau genossen. Ich persönlich finde das auch nicht okay, aber diese Haltung" wir wollen keine Frauen dabei" war auch dort die Aussage. Ich finde es kindisch, aber jeder soll so leben wie er will.

Du würdest Dir das Leben erleichtern, wenn Du Dich auf das Positive in Eurer Beziehung konzentrierst. Du kannst Deinem freund vertrauen, das ist das wichtigste. Wenn er seine Leute trifft, unternimm auch was, lass es Dir gut gehen, Du wirst sehen, das wirkt anziehend auf Deinen Freund.

Alles andere-also das Verurteilen dieser Männer, geht in eine Abwärtsspirale, die vor allem Dir nicht gut tut.
w/43
 
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  • #15
Was wäre - nur mal als Gedankenspiel - wenn du einfach allen offen sagst, wie es ist, nämlich, dass du Bordellbesucher nicht in deiner Nähe haben möchtest.
Ob dein Freund die trifft, ist seine Sache. Aber du musst dich nicht mit Leuten abgeben, die du überhaupt nicht leiden kannst.
 
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  • #16
Mein Freund hat seine Erzählungen dann ins Detail ausgeführt, wobei einer der Zwei schlussendlich halbnackt und betrunken auf der Bühne stand und sein Penis an den Tänzerinnen gerieben...
Liebe FSin,
manche Frauen haben einen besch.... Job (s.o.). Durch die zwei Bad-Boy-Freunde deines Partners bist du weniger indirekt mit Aspekten in Berührung gekommen, die für Millionen Frauen auf der Welt (und auch für Männer/Kinder) tagtäglicher Bestandteil des Lebens sind. Wenn dich das wirklich entrüstet, dann bewege doch mal etwas. Und wenn sich das in der Spende an eine der vielen Organisationen äußert, deren Ziel es ist, die Situation für Sexarbeiter in den betreffenden Ländern zu verbessern oder Zwangsprostituierten einen Ausstieg zu ermöglichen.

Ansonsten würde ich die Ehen anderer (die seiner Freunde), andere Ehen sein lassen. Du hast dir einen Partner ausgesucht, der Puffbesuche nicht nebenbei mitnimmt, die Ehefrauen seiner beiden Freunde sehen das vielleicht anders.

Du würdest gerne deine "heile Welt" von den "dunklen" Seiten da draußen abschirmen wollen. Ich kann dich verstehen, finde diese Haltung aber auch etwas kindlich. Um der guten Beziehung zu deinem Freund willen, akzeptiere, dass die beiden Männer Teil seines Lebens sind und einige Male im Jahr eure Wohnung betreten:
Die beiden Pappenheimer: Guten Tag, guten Weg. Behandle sie höflich wie Geschäftsgäste und wende Dich mehr den netten Freunden Deines Partners zu.
Durch ein Verbot käme den Pappenheimern mehr Wichtigkeit zu, als sie verdienen.
Außerdem würde die Ausgrenzung nicht unbemerkt bleiben und böse Kommentare veranlassen.
Im übrigen gibt es mehr geheime Pappenheimer als man meint.
Ganz richtig.

Und vor allem - behalte dies unbedingt im Blick:
Sofern Du das Thema weiterhin auf den Tisch bringst, wirst Du eines mit Sicherheit verlieren und das ist seine Offenheit. Habe oft erlebt, dass Beziehungspartner zu Hause viele Dinge einfach nicht mehr erzählten, weil anschließend "Szene droht".
w-42
 
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