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Meeresrauschen

Gast
  • #1

Gemeinsamer Account in sozialen Netzwerken ein No go?!

Wie findet ihr es, wenn euer Partner/Partnerin euren Facebook oder whatts app Account nutzt und dabei natürlich auch eure Nachrichten lesen kann? ich finde es nicht in Ordnung und ich würde der Person dann auch nicht mehr schreiben, da ich ja damit rechnen muss, dass deren Partner mitliest. Ich hatte gerade den Fall, dass ich eine Nachricht von meiner Tante bekam, die aber vom Account meines Onkels geschrieben war. Sie selbst hat keinen Account. Mich hat es irritiert, denn sie ja kann folglich auch alle Nachrichten lesen, die ich ihm im Vertrauen geschrieben habe und die auch nur für ihn bestimmt waren. Auch wenn es innerhalb der Familie bleibt, finde ich es irgendwie seltsam, dass es scheinbar bei manchen Paaren keine Grenzen mehr gibt. Kennt ihr solche Situationen oder findet ihr meine Bedenken übertrieben?
 
  • #2
Finde ich total peinlich und auch grenzüberschreitend. Klar kann man verliebt säuseln "wir vertrauen einander so sehr, dass seins gleich meins ist" und in den Nachrichten des Anderen schnüffeln, alles unter dem Deckmantel der Offenheit.
Früher oder später aber wird sich die Anzahl der Nachrichten, die man dort erhält, ausdünnen, denn ich als unbeteiligte Dritte hätte mal so was von gar keine Lust, dass der Freund meiner besten Freundin meine WhatsApp-Nachrichten mitlesen kann.
Ebenso käme es mir vor, dass ich meinen Freund halb kastrieren würde, wenn ich darauf bestünde, dass er alle Nachrichten seiner Freunde mit mir teilt. Das geht mich nichts an.
Ich kann dich sehr gut verstehen.

Oder liegt es bei ihnen beiden einfach daran, dass deine Tante technisch nicht so versiert ist und deshalb das Konto ihres Mannes benutzt? Meine Mutter z.B. ist unglaublich technikresistent und meine Eltern teilen sich ein IPad für zuhause mit gemeinsamen Nachrichten, weil meine Mutter allein schon vom Einrichten eines IPads genervt wäre. Mein Vater hat aber trotzdem noch ein eigenes Handy.
 
  • #3
Das kenne ich nicht, fände es aber genauso seltsam wie du. Als Paar muss man ja keine Geheimnisse haben und kann auch von einem Gespräch / Chat erzählen oder selbst entscheiden, ob man es seinem Partner zeigt. Aber ein grundsätzlich gemeinsamer Account, das wäre mir zuviel.

Gerade bei Verwandten hat man doch auch zu einem Partner ein engeres Verhältnis. So steht mir meine Schwägerin sehr nahe, wir reden über vieles. Aber auch vieles, was ich meinem Schwager nicht erzählen würde, weil zu persönlich vertraulich für unser Verhältnis.

Ich halte aber auch sonst nichts davon, wenn man als Paar zum unzertrennlichen Doppelpack mutiert. Ich will keine gleichen Jogginganzüge und Jacken und auch kein gemeinsames Konto und auch nicht alles immer mit meinem Partner gemeinsam machen. Das ist doch langweilig, man hat sich nichts mehr zu erzählen.
 
  • #4
Ich sehe es wie Du. Ich finde ein wenig Privatsphäre tut gut. Ich kenne das aus meinen Freundeskreis auch, die Paare rechtfertigen das immer mit "wir haben keine Geheimnisse voreinander".
Ich finde das unmöglich, da es auch mal Dinge gibt die Dritte nix angeht.
 
  • #5
Also ich und mein Mann haben einen gemeinsamen Facebook Account wenn man so will. Zu 80% nutzt er ihn und ich schreibe ab und an mit einem Bekannten oder stöber auf Facebook allgemein. Für die paar Sachen brauch ich keinen eigenen Account. Ja ich könnte wenn ich wollte seine Chats lesen. Mach ich aber nicht, warum sich? Was interessantes würde er mir erzählen, der Rest ist mir ehrlich gesagt egal. Whats App haben wir beide, wenn aber nur einer ein Handy dabei hat können für kurze Nachrichten beide das Telefon des anderen gerne benutzen. Mich stört das nicht, ich hab keine Geheimnisse und ich vertraue auch das mein Partner das nicht ausnutzt um mich zu kontrollieren.
Ich weiß von einigen Freunden das sie zumindest das Passwort des andern haben, oder halt den selben pc nutzen.
Finde da jetzt nicht schlimmes dabei.

w31
 
  • #6
Mein Whatsapp-Account etc. dürfte auch meine Partnerin lesen.
Auch die Nachrichten von meiner ex-Partnerin.
Da steht nichts drin, was vertraulich nur für mich bestimmt ist.

Getrennte Accounts halte ich für besser, weil praktischer.
So sendet und empfängt jeder nur seine Nachrichten.

Wenn es trotzdem vertraulich sein muß, dann ruft man die Zielperson an.

In einer Partnerschaft gehört Vertrauen dazu.
Man ist so nahe zusammen. Da könnte man z.B. auf x-verschiedene Weisen von seinem Partner ermordet werden.
Also vertraut man ihm sogar sein Leben an.
 
  • #7
Also meine Eltern haben auch nur eine E-mail-Adresse. Facebook haben sie gar nicht. Die sind aber auch beide über 60, und noch aus einer anderen Generation, als auch noch nicht jeder ein Handy hatte. Damals hatte man pro Familie ein Festnetztelefon, manchmal sogar nur einen Viertelanschluss... Als ich ein Kind war hatten wir mehrere Telefone an der Leitung hängen (hatten ein Haus mit mehreren Stockwerken), da konnte man zuhören, was der andere telefonierte.

In meiner alten Firma hatten wir auch nur eine Mail-adresse für die ganze Abteilung.

Diese Geheimnistuerei ist also relativ neu in unserer Gesellschaft.

Meinen privaten Mail-account möchte ich nicht teilen, bei den Firmenmails ist mir bekannt gegeben worden, dass sie ausgelesen werden können.
Mein Handy... teile ich ungern, aber so schlimme Sachen finden sich da hoffen nicht drauf...
 
A

Ares

Gast
  • #8
Auch wenn es innerhalb der Familie bleibt, finde ich es irgendwie seltsam, dass es scheinbar bei manchen Paaren keine Grenzen mehr gibt. Kennt ihr solche Situationen oder findet ihr meine Bedenken übertrieben?

Ist bei Dir einfach noch Platz auf der NOGO-Liste, der gefüllt werden muss? Letztlich entscheidet das doch jeder für sich selbst. Ich habe mehrere Freunde, die gemeinsame Familien-E-Mail-Adressen haben. Wenn es klar erkennbar ist, dass Partnerin oder Partner mitlesen können, besteht doch eigentlich kein Problem, oder?
 
G

Ga_ui

Gast
  • #9
Das sind doch keine Grenzen! Nicht jeder braucht und möchte einen Account! Ich halte Facebook nur sinnvoll, wenn man beruflich handelt.

Und ich sage es immer wieder: Nichts in Facebook-Postfächer schreiben, denn das bleibt da!

Facebook speichert jedes vertrauliche Chatgespräch und es lässt sich ALLES zurückverfolgen, auch wenn es gelöscht wurde! Gerade weil viele auch beruflich auf Facebook handelt, ist das wegen Streitfällen sehr wichtig!

Willst du einen Flirt, Sex oder eine Partnerschaft von diesem Mann? - Dann würde ich tatsächlich mit Schreiben aufhören!

Ja, ich finde dich ziemlich übergriffig! Geht dich nix an, wie andere das managen! Niemand will auf Facebook belästigt werden, aber jeder unterliegt dem Mitzug-Zwang! Man gilt ja schon als nicht vertrauenswürdig, wenn man nicht im Internet zu finden ist!

Das gemeinsame Konto soll eben diesen Zweck erfüllen, dass man sich andere Leute auf Facebook auf Abstand halten kann und trotzdem auf dem aktuellsten Stand der Dinge bleibt, wenn es unter Freunden was wichtiges gibt. Z.B. Einladungen. Aber sonst braucht man Facebook doch gar nicht!

Gerade bei Leuten +35 stelle ich fest, dass viele gar keinen Account haben und auch nicht besitzen wollen! Warum auch? Es nervt! Und die meisten normalen Leute müssen arbeiten von morgens bis abends und haben keine Zeit, im Internet abzuhängen!

Es will auch nicht jeder mit seinem Realnamen auf Facebook vertreten sein. Merke: Facebook hat Realnamen-PFLICHT! ... und jetzt kein Blablabla von wegen, du bist auch mit einem Pseudonym vertreten!
 
  • #10
Ja, ich kenne das auch. Vor allen Dingen bei Paaren die schon sehr lange zusammen sind. Für mich ein absolutes no go, es sei denn mein Partner würde mich expilizit auffordern eine Nachricht abzurufen, einzusehen oder auch zu lesen.
Ansonsten ist das Handy meines Partners für mich tabu ebenso wie umgekehrt. Denn ich schreibe auch mal etwas im Vertrauen und möchte nicht, dass das gelesen wird.
 
  • #11
Dir ist aber schon klar, dass jeder auch bei getrennten Accounts Nachrichten vorlesen kann oder davon erzählen kann?
Selbst in Zeiten vor social media haben sich Paare Dinge einfach weitererzählt: wenn du das nicht willst, musst du vorher um Verschwiegenheit bitten!
Wir haben zwar keine gemeinsamen Accounts - aber ich sehe die dort getätigte Kommunikation nicht als schützendwertes Gut an und erzähle meinem Mann freimütig, worüber ich mit wem kommuniziert habe.
 
  • #12

Vertrauliche Nachrichten über soziale Netzwerke, die mit Daten ihrer Nutzer Geld verdienen? Das hat schon eine gewisse Ironie.

Davon abgesehen finde ich es aber auch besser, wenn der Absender mit dem technischen Absender übereinstimmt. Das vermeidet Verwirrung. Aber es sollte eben auch klar sein, dass Zusammenlebende die technische Infrastruktur teilen und möglicherweise Zugriff auf die Daten des Partners haben.
 
  • #13
Ja, ich kenne das auch. Vor allen Dingen bei Paaren die schon sehr lange zusammen sind. Für mich ein absolutes no go, es sei denn mein Partner würde mich expilizit auffordern eine Nachricht abzurufen, einzusehen oder auch zu lesen.
Ansonsten ist das Handy meines Partners für mich tabu ebenso wie umgekehrt. Denn ich schreibe auch mal etwas im Vertrauen und möchte nicht, dass das gelesen wird.

Nur weil man die Möglichkeit hat etwas zu lesen, muss man es doch nicht tun oder? Wir sind Überwegs und ich will kurz eine Nachricht schreiben, aber mein Handy ist zu Hause. Ich nehme das Handy meines Partner, öffne Whats App, schreibe und leg es wieder weg. Um seine Chats zu lesen müsste ich willentlich darauf klicken und durchscrollen. Das gleiche gilt für Facebook. Da muss man (sofern man es auf dem Tablet oder Handy nutzt) ja sogar ein extra Programme öffnen, sonst sieht man gar keine Nachrichten.

Wie oft liest man hier, dass der Partner heimlich/zufällig/völlig unabsichtlich die Nachrichten/Mails des Partners kontrolliert. Wirklich sicher ist man im geschriebenen also nie.

Dann doch lieber so. Es gibt gar keinen Grund für Misstrauen und jeder kann davon ausgehen, dass der andere nicht schnüffelt.

Wenn es wirklich mal vertraulich ist oder zB. um Geburtstagsgeschenke geht, telefoniere ich und gut ist.
 
  • #14
Ich finde, dass sich beide einig sein sollten.
Meiner Mutter müsste mein Papa alles vorbereiten und sagen : Schreibe bitte jetzt!
Da wird der Emailaccount nur zum Informationsaustausch genutzt.
Facebook nutze ich nicht, nur WhatsApp und emails.
Bei dem zweiten wäre es mir egal bei WhatsApp nicht.
Aber nicht mal,weil ich Geheimnisse habe, sondern auch Freundinnen sehr persönliche Dinge schreiben.
Und deren Privatsphäre dort gewahrt werden muss
 

Rosenblatt

Gesperrt
  • #15
Ich habe mit meinen Partnern sowas nie gehabt. Jeder hatte seinen eigenen und wir waren auch nie befreundet oder hatten uns als Partner verlinkt. Sowas selbstdarstellerisches nach außen find ich iwie affig. Bei mir steht vergeben drin, das reicht. Meine Freunde (die ich regelm. sehe) wissen, wer er ist. Alte Schulfreunde dort zum Kontakthalten
Kontakthalten, nicht, find ich aber total in Ordnung. Sowas wird immer mehr aufgebauscht und führt unnötig zu Problemen.
 
  • #16
In einer Partnerschaft lebe ich mit einem Menschen zusammen, dort gibt es absolut nichts, was ich vor ihm verheimlichen müsste.

Das bedeutet für mich, meine Passwörter sind bekannt, sie "könnte, wenn sie wollte" - das verstehe ich unter dem Begriff Vertrauen.

Die einzigste Ausnahme wäre, wenn meine Freunde mit mir über ihre(!) Probleme sprechen möchten - das gehört aber sowieso unter vier Augen und bleibt auch dort.
 
E

Elissa

Gast
  • #17
Das muss jedes Paar für sich definieren, wie weit die Privatsphäre geht. Als Außenstehender hat man da einfach nicht reinzureden.
Wenn die FS weiß, dass die Tante mitliest, muss sie ihrem Onkel ja nichts Vertrauliches mehr mitteilen oder auf normale Briefe (ja, die gibt es auch noch) umsteigen.
Außerdem weiß man doch nie, wie vertraulich eine andere Person die Dinge behandelt, die man ihr anvertraut. Immerhin soll es noch Menschen geben, die private Sachen, die sie via Facebook erfahren haben, auch im Realleben weitererzählen. Da hat man auch keinen Einfluss.
 
  • #18
Ich denke das ist jedem selbst überlassen. Wenn ein Paar das machen möchte dann sollen sie. Ich sehe da kein Problem.
 
  • #19
Das kann jedes Paar für sich entscheiden. Allerdings sollte einem bewusst sein, dass man manchmal Informationen erhält, die nicht auch für Partner/in gedacht sind. Wenn ich im Büro das Telefon auf Lautsprecher stelle, informiere ich den Menschen am anderen Ende ja auch, wer alles mithört. Es gibt ja auch Gesetze zum Thema (Briefgeheimnis, Datenschutz...). Klar kann man übertreiben, aber etwas Feingefühl - auch fürs Interesse des Absenders - kann man schon entwickeln.
 
  • #20
Wir kennen beide die Passwörter des anderen und könnten somit in den jeweiligen Accounts des anderen lesen. Tun wir nicht. Hin und wieder kommt es auf Reisen vor, dass mein Partner mich bittet, Nachrichten in seinem Account zu verfassen. No problem, mach ich, ohne andere Nachrichten in den Accounts zu lesen.

Gemeinsame Email-Adressen bei anderen haben mich schon immer ein wenig irritiert, andererseits kann das ja auch Vorteile haben. Wir haben keinen gemeinsamen Account. Wir haben einen Reiseblog, den wir gemeinsam führen.
 
  • #21
Das ist wie alles andere, was man in einer Partnerschaft teilen könnte, die Angelegenheit des Paares und wie sie sich damit wohlfühlen. Ich von außen muss das akzeptieren und mein Verhalten anpassen.

Vertrauliche Mitteilungen - evtl. noch über einen privaten E-Mail Account. Ansonsten doch im direkten Gespräch, ganz altmodisch, die Möglichkeit soll es noch geben.
Vertraulich und Social Media? :)

Wobei ich bekennende Social Media Boykotteurin bin. Brauche es nicht, vermisse es nicht, und zum Informationsaustausch gibt es für mich deutlich geeignetere Wege. Bin auch nicht und mag erst recht nicht dauernd online und erreichbar sein, auch wenn das manche von mir fordern.
 
  • #22
Selbstverständlich habe ich meine eigene private Email-Adresse und meinen eigenen Facebook-Account. Mein Mann kennt meine Passwörter nicht und sie gehen ihn auch nichts an. Genauso wenig wie mich seine.
Wenn eine Freundin mir eine vertrauliche Mail über persönliche Dinge schreibt oder mein Bruder, dann wissen beide, dass niemand mitliest. Ja gut, Geheimdienste vielleicht, aber das ist uns allen wurscht. Wenn Paare eine gemeinsame Email-Adresse haben, dann weiß ich das und bin ggf. mit sehr persönlichen Mitteilungen vorsichtiger. Normalerweise gehe ich davon aus, dass die Partnerin oder der Partner von Freunden oder Verwandten, denen ich maile, die Nachrichten nicht liest. Finde ich eigentlich selbstverständlich, ich stelle das Telefon ja auch nicht laut, wenn meine Schwester mich anruft. Und ich lese keine Postkarten, die nicht an mich gerichtet sind. Ich mache die Post meines Mannes nicht auf. Ist doch eigentlich klar, oder?
 
  • #23
Selbstverständlich habe ich meine eigene private Email-Adresse und meinen eigenen Facebook-Account. Mein Mann kennt meine Passwörter nicht und sie gehen ihn auch nichts an. Genauso wenig wie mich seine.
Wenn eine Freundin mir eine vertrauliche Mail über persönliche Dinge schreibt oder mein Bruder, dann wissen beide, dass niemand mitliest. Ja gut, Geheimdienste vielleicht, aber das ist uns allen wurscht. Wenn Paare eine gemeinsame Email-Adresse haben, dann weiß ich das und bin ggf. mit sehr persönlichen Mitteilungen vorsichtiger. Normalerweise gehe ich davon aus, dass die Partnerin oder der Partner von Freunden oder Verwandten, denen ich maile, die Nachrichten nicht liest. Finde ich eigentlich selbstverständlich, ich stelle das Telefon ja auch nicht laut, wenn meine Schwester mich anruft. Und ich lese keine Postkarten, die nicht an mich gerichtet sind. Ich mache die Post meines Mannes nicht auf. Ist doch eigentlich klar, oder?

Ich denke das ist wirklich eine Einstellungssache und jedes Paar regelt das anders. Ich mache zB die Post meines Mannes auf, er kommt erst spät von der Arbeit und will wenn nur wissen ob es was wichtiges in der Post gab. Das mache ich auf seinen Wunsch und mitlerweile finde ich es auch als völlig normal.
 
  • #24
Ich sehe es genau wie du, FS. Einem ehemals guten Freund schreibe ich mittlerweile nicht mehr, weil ich aus Andeutungen seinerseits entnehmen musste, dass seine Freundin Zugang zu seinem Account hat und davon auch rege Gebrauch macht. Ich hatte nie im Sinn, ihn virtuell oder sonstwie anzubaggern, aber wir haben dort teils über wirklich intime Dinge geschrieben (psychische Probleme z.B.). Und ich lasse doch nicht zu, dass eine mir unbekannte Frau das alles liest, nur weil sie ihre kleinliche Eifersucht nicht im Griff hat! Wäre sie mir wenigstens persönlich bekannt, wäre es noch was anderes, obwohl ich natürlich auch dann gewisse Dinge nur ihm als engem Vertrauten erzählen wollen würde. Dass ich sie nicht kenne, liegt übrigens v.a. daran, dass aufgrund ihrer Eifersucht seit Jahren keine Treffen mit ihm mehr möglich waren. Mittlerweile ist die Freundschaft denn auch eingeschlafen. Wer sich seinem hysterischen Partner so weit unterordnet, muss halt damit rechnen, Freunde zu verlieren.

Ich habe in gewissen Grenzen Verständnis für Eifersuchtsgeplagte, da ich selbst kein bombastisches Selbstvertrauen habe. Aber es geht einfach nicht, dass man seine eigenen Unsicherheiten und sein Beziehungshickhack über die Privatsphäre von Dritten stellt. Da ist dann wirklich Schluss für mich.

Wenn ein Paar sich einen gemeinsamen Account erstellt und auch deutlich kenntlich macht, dass er von beiden genutzt wird, ist das natürlich okay. Haben meine Eltern z.B. auch. Damit wird dann halt v.a. über organisatorische Dinge kommuniziert, die ja in einer Ehe ohnehin meist beide betreffen.
 
  • #25
Das muss jedes Paar für sich definieren, wie weit die Privatsphäre geht. Als Außenstehender hat man da einfach nicht reinzureden.

Es geht hier NICHT um die Privatsphäre der Partner untereinander. Sondern um die Privatsphäre von DRITTEN! Über diese darf man sich mit seinen Paarinteressen nicht einfach hinwegsetzen.

Wenn ich mit jemandem gut befreundet bin, dessen Partner/in aber nur oberflächlich oder gar nicht persönlich kenne, will ich bestimmte Dinge nicht mit beiden teilen. Das ist doch wohl nachvollziehbar! Dass vieles ohnehin weitererzählt wird, ist ein anderes Thema. Von Freunden erwarte ich auch, zu selektieren, welche Informationen an den Partner weitergegeben werden . Angenommen, ich beklage mich bei einer Freundin per Whatsapp/FB über Menstruationsbeschwerden, dann gehe ich davon aus, dass sie darüber nicht mit ihrem Freund redet. Sowas interessiert den ja auch gar nicht. Durchstöbert er aber ihr Handy auf der Suche nach Fremdgeh-Beweisen, liest er das vielleicht und das wäre peinlich, auch wenn er es vermutlich schnell wieder vergisst.

Nochmal - es geht um die Privatsphäre von Außenstehenden! Die hat ein Paar zu achten! Kriege ich Wind davon, dass dem nicht so ist, ist die Freundschaft halt vorbei.

Nur weil man die Möglichkeit hat etwas zu lesen, muss man es doch nicht tun oder?

Muss man nicht, aber man kann. Und ich denke hier weniger an Paare, die ein gesundes Vertrauensverhältnis haben und aus praktischen Erwägungen ab und an dasselbe Handy nutzen o.ä. Sondern an den Fall, dass ein Partner aus Eifersucht verlangt, die Passwörter offenzulegen. Da gehe ich davon aus, dass wirklich ALLES gelesen wird, denn der unter Fremdgeh-Verdacht stehende Partner könnte ja auch einer Freundin oder einem Kumpel irgendwas anvertrauen. Und Nachrichten an Personen des anderen Geschlechts werden dann unter Garantie komplett durchstöbert.

Was irgendwelche Geheimdienste über mich erfahren, ist mir übrigens wumpe. Das ist nicht vergleichbar mit Personen, die mich oberflächlich kennen/evtl. noch kennenlernen werden/aus Erzählungen von mir wissen. Ich gehe außerdem davon aus, dass Geheimdienste zum Auswerten von FB-Chats o.ä. maschinelle Verfahren nutzen.
 
  • #26
Mein Partner kennt alle meine Passwörter. Er kann alles Lesen, ich bei ihm auch. Wenn mein Telefon klingelt und er dichter dran ist, geht er auch ran. Nur weil man die Passwörter kennt, macht man doch nicht davon Gebrauch.
 
  • #27
Muss man nicht, aber man kann. Und ich denke hier weniger an Paare, die ein gesundes Vertrauensverhältnis haben und aus praktischen Erwägungen ab und an dasselbe Handy nutzen o.ä. Sondern an den Fall, dass ein Partner aus Eifersucht verlangt, die Passwörter offenzulegen. Da gehe ich davon aus, dass wirklich ALLES gelesen wird, denn der unter Fremdgeh-Verdacht stehende Partner könnte ja auch einer Freundin oder einem Kumpel irgendwas anvertrauen. Und Nachrichten an Personen des anderen Geschlechts werden dann unter Garantie komplett durchstöbert.

Das was du da beschreibst ist ja nicht das klassische freiwillige Account teilen, sondern eine Beziehung die nicht im Gleichgewicht ist. Sonst könnte der Partner ja niemanden zwingen die Passwörter zu verraten. Das ist für mich auch etwas anderes und wenn ich weiß das der Partner meiner Freundin ihr so dreist im Handy schnüffelt würde ich wohl auch nicht mehr viel schreiben.
Allerdings finden solche Menschen meist Mittel und Wege die Nachrichten des anderen zu kontrollieren. Wenn die Passwörter nicht freiwillig gegeben werden, wird halt heimlich spioniert.
Bei einer solchen Konstellation ist es wirklich besser vertrauliche Dinge nur noch per Telefon zu kommunizieren.
Bei der FS klingt es aber so, als würde sie grundsätzlich das teilen der Passwörter ablehnen, egal ob nachgelesen wird oder nicht.
 
  • #28
Es geht hier NICHT um die Privatsphäre der Partner untereinander. Sondern um die Privatsphäre von DRITTEN!
Ganz genau darum geht es. Wenn mein Bruder Eheprobleme hat oder eine Freundin irgendein Frauenungemach, dann gehen diese Personen davon aus, dass ihre Mitteilungen vertraulich sind und nur ich sie lese. Umgekehrt genauso. Wenn ich einer Freundin etwas sehr Persönliches anvertraue, setze ich voraus, dass nur sie das liest und nicht ihr Partner auch noch.
Nochmal - es geht um die Privatsphäre von Außenstehenden! Die hat ein Paar zu achten! Kriege ich Wind davon, dass dem nicht so ist, ist die Freundschaft halt vorbei.
Soweit würde ich nicht gehen, aber ich schreibe dann eben keine persönlichen Mails mehr, sondern entweder gar nichts oder nur allgemeines Blabla.
 
  • #29
Ich denke das ist wirklich eine Einstellungssache und jedes Paar regelt das anders. Ich mache zB die Post meines Mannes auf, er kommt erst spät von der Arbeit und will wenn nur wissen ob es was wichtiges in der Post gab. Das mache ich auf seinen Wunsch und mitlerweile finde ich es auch als völlig normal.
Ja, das muss jedes Paar für sich regeln. Ich denke nicht im Traum daran, die Post meines Mannes zu öffnen, und ich würde mir nachdrücklich verbitten, wenn er Briefe aufmacht, die an mich gerichtet sind.
 
  • #30
Ich kenne das aus dem Bekanntenkreis und finde es höchst befremdlich. Wie oben schon jemand geschrieben hat: Es geht hier keineswegs um die Privatsphäre der Paare untereinander, sondern um die der dritten involvierten Seite. Wenn ich mit jemandem in Social Networks bekannt bin, heißt das nicht, dass ich auch mit seinem/ihren Partner bekannt sein möchte. Wenn ich ev. vertrauliche Mails schreibe, will ich nicht, dass sie automatisch von Angehörigen gelesen werden können. Dass ich diesen Fusionierungsanspruch, der sich als demonstratives "Wir haben keine Geheimnisse voreinander" tarnt und wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird, ohnedies nicht nachvollziehen kann, steht auf einem anderen Blatt. w,48
 
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