• #1

Gemeinsamer Traum vom eigenen Hof

Hallo!
Eine etwas ungewöhnliche Situation hier, vielleicht.
Ich bin eine junge Frau, deren Traum es schon immer ist, einen eigenen kleinen Hof, eine Landwirtschaft mit eigenen Produkten zu führen. Ich stelle die Frage in dieses Forum, weil ich glaube, dass das alleine nicht machbar ist und ich mir einen Partner wünsche, der den selben Traum hat und am selben Strang zieht. Nun ist es als junge Frau, aber ziemlich schwer, besonders in der Sparte Landwirtschaft, ich habe das Gefühl mich ständig beweisen zu müssen, mir wurden meine Ideen, meine Vorhaben madig gesprochen und ich zweifle dadurch sehr an mir selbst. Auch bin ich nicht jemand, der sich in ein altes Rollenbild zwängen lässt, in der die Frau eine Hilfskraft für die Männer am Hof ist. Ich möchte mit meinem Partner auf Augenhöhe sein und eben gemeinsam einen Hof führen können, ein ähnliches Konzept verfolgen (Blick Richtung Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, ...)

Ich selbst bin der Meinung ich habe einen realistischen Blick auf meinen Wunsch. Ich komme nicht von der Stadt aufs Land und möchte im Heu baden, ich weiß schon was an Arbeit drin steckt und bin auch entsprechend ausgebildet und erfahren.

Ich habe vor in nächster Zeit etwas raus in die Welt zu gehen. Verschiedene Betriebe anzusehen, Praktika zu machen. Aber der Wunsch ist schon, wieder zurückzukommen und hier eine Existenz aufzubauen. Aber das kann ich mir alleine eben nicht vorstellen. Und es klingt immer so, als würde ich einen Partner "brauchen", um meine Vorstellung durchzusetzen, wie eine Zweckbeziehung. Aber das ist nicht so, ich möchte einen Partner, der den selben Wunsch hat, aber bin mir momentan sehr unsicher was meine Zukunft angeht.

Ich bin für jedes Feedback, um Erfahrungen und Meinungen dankbar. Liebe Grüße
 
  • #2
Ich finde es schön, dass du einen Traum hast und ihn zielstrebig verfolgst. Auch, wenn das den Kreis möglicher Partner sehr einschränkt, glaube ich nicht, dass es unmöglich ist, einen Mann zu finden, der diesen Traum teilt.

Von meinem Cousin, einem Jungbauern, der den Hof der Familie übernimmt, weiß ich, dass es Partnerbörsen speziell für (junge) Landwirte gibt. Dort würde ich mich an deiner Stelle einmal umsehen.

Viel Erfolg!

W, 29
 
  • #3
Nun ist es als junge Frau, aber ziemlich schwer, besonders in der Sparte Landwirtschaft, ich habe das Gefühl mich ständig beweisen zu müssen, mir wurden meine Ideen, meine Vorhaben madig gesprochen und ich zweifle dadurch sehr an mir selbst.
Du hast dir das unstimmige Umfeld ausgesucht, das richtige Umfeld spannt dich an und wenn du von dir 100% überzeugt bist, wirst du nicht ins Zweifeln kommen!
Auch bin ich nicht jemand, der sich in ein altes Rollenbild zwängen lässt, in der die Frau eine Hilfskraft für die Männer am Hof ist. Ich möchte mit meinem Partner auf Augenhöhe sein und eben gemeinsam einen Hof führen können, ein ähnliches Konzept verfolgen (Blick Richtung Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, ...)
Das größte Problem ganz allgemein ist, den richtigen und passenden Partner zu finden, ganz unabhängig von einem eigenen Hof!
Und es klingt immer so, als würde ich einen Partner "brauchen", um meine Vorstellung durchzusetzen, wie eine Zweckbeziehung.
Das wird schon so sein, so kommt es zu mir auch rüber!
Aber das ist nicht so, ich möchte einen Partner, der den selben Wunsch hat, aber bin mir momentan sehr unsicher was meine Zukunft angeht.
Als erstes solltest du dir schon sicher sein, was du willst und welches Ziel du in der Zukunft erreichen möchtest, vorher brauchst du gar nicht beginnen!
 
  • #4
Hallo!
Eine etwas ungewöhnliche Situation hier, vielleicht.
Ich bin eine junge Frau, deren Traum es schon immer ist, einen eigenen kleinen Hof, eine Landwirtschaft mit eigenen Produkten zu führen. Ich stelle die Frage in dieses Forum, weil ich glaube, dass das alleine nicht machbar ist und ich mir einen Partner wünsche, der den selben Traum hat und am selben Strang zieht. Nun ist es als junge Frau, aber ziemlich schwer, besonders in der Sparte Landwirtschaft, ich habe das Gefühl mich ständig beweisen zu müssen, mir wurden meine Ideen, meine Vorhaben madig gesprochen und ich zweifle dadurch sehr an mir selbst. Auch bin ich nicht jemand, der sich in ein altes Rollenbild zwängen lässt, in der die Frau eine Hilfskraft für die Männer am Hof ist. Ich möchte mit meinem Partner auf Augenhöhe sein und eben gemeinsam einen Hof führen können, ein ähnliches Konzept verfolgen (Blick Richtung Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, ...)

Ich selbst bin der Meinung ich habe einen realistischen Blick auf meinen Wunsch. Ich komme nicht von der Stadt aufs Land und möchte im Heu baden, ich weiß schon was an Arbeit drin steckt und bin auch entsprechend ausgebildet und erfahren.

Ich habe vor in nächster Zeit etwas raus in die Welt zu gehen. Verschiedene Betriebe anzusehen, Praktika zu machen. Aber der Wunsch ist schon, wieder zurückzukommen und hier eine Existenz aufzubauen. Aber das kann ich mir alleine eben nicht vorstellen. Und es klingt immer so, als würde ich einen Partner "brauchen", um meine Vorstellung durchzusetzen, wie eine Zweckbeziehung. Aber das ist nicht so, ich möchte einen Partner, der den selben Wunsch hat, aber bin mir momentan sehr unsicher was meine Zukunft angeht.

Ich bin für jedes Feedback, um Erfahrungen und Meinungen dankbar. Liebe Grüße
Du wirst genug Landwirte finden, die eine Frau suchen. Das ist nicht das Problem.

Zunächst brauchst du eine gute Ausbildung. Landmaschinenmechanikerin + Landwirtin, oder ein entsprechendes Studium ist eine gute Basis. Hast du das?

In der Saison arbeitest du gerne 12 Stunden auf dem Hof und machst danach den Papierkram, kennst du das?

Du bist resistent gegen Städter, die dir erklären, wie du deinen Job machen sollst? Super

Du kannst ein Huhn schlachten und zubereiten? Auf gehts.
 
  • #5
Viele Landwirte haben doch arge Probleme damit eine Partnerin zu finden, die dieses Leben auch führen möchte.

Es scheinen dafür spezielle Dating Seiten zu existieren. Hast du dich auf denen mal umgeschaut?

Ich habe in Berlin schon öfter Menschen kennengelernt, die deinen Traum teilen und Gleichgesinnte für die Umsetzung suchen. Es muss ja nicht zwingend eine Liebesbeziehung sein - eine Interessengemeinschaft tut es doch auch.

Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, einen eigenen kleinen Hof zu unterhalten - irgendwo in den Alpen. Ich glaube, wenn ich einen Mann kennenlernen würde, der einen eigenen Betrieb hat, müsste ich nicht lange überlegen.

Ich mag deinen Traum. Bleib bitte unbedingt an der Verwirklichung dran und lass dir ihn nicht nehmen von Menschen, denen der Mut dazu fehlt, ihren zu verwirklichen.
 
  • #6
Hach, du bist wieder so unglaublich konstruktiv ... sogar auf diesem für dich offenbar völlig fremden Feld musst du den Kenner hervorkehren. Einfach mal die Kla... halten - das wäre sooo schön!

Liebe @ronya, du klingst bodenständig und sicher ist es eine gute Idee, wenn du über einen längeren Zeitraum Praktika auf vielleicht sogar verschiedenen Höfen machen kannst.

Das wird deine Vorstellung festigen (oder verwerfen) und ich bin sicher, dass du - so zielstrebig wie du rüberkommst - dann auch einen Partner finden wirst, der mit dir an einem Strang zieht.
 
  • #7
Die Eltern einer damaligen guten Schulfreundin hatten einen eigenen Hof mit ein paar Tieren (Rindern) und Feldern, für uns Kinder war es toll dort rumzutoben, auf den Felder zu zelten, auf der Weide zwischen den Kühen herum zu laufen, ihnen Namen zu geben und diese zu streicheln.. beide Eltern sind zusätzlich noch arbeiten gegangen (irgendwo angestellt) weil es sonst nicht gereicht hätte.

Bei uns im Ort gibt es mehrere Höfe die meist von Familien geführt sind, wo man nicht alleine mit der ganzen Arbeit ist, wo es mehrere Hofläden gibt in dem die Produkte (vorwiegend Wurst) verkauft werden. Die Tiere werden dort aufgezogen 1 Jahr ca. bis dann der große LKW kommt, waren im letzten Sommer mit unserem Sohn bei einer Führung.

Gegenüber von unserem Haus ist auch ein Hof, dazwischen noch ordentlich viel Feld für die ganzen 100te Kühe die der Landwirt hat, es ist wirklich sehr grausam wenn der LKW kommt, wie alle zum Tor rennen weil sie wissen was passiert, diese Geräusche.. das will man nicht.

Ich glaube so ganz alleine ist es nicht so einfach, so einen Hof zu kaufen kostet auch nicht wenig Geld (Mio. €, je nachdem wie groß), dann die Maschinen, Futter, Tierarzt, die ganze Arbeit mit Tieren und den Feldern.
Ich glaube es wäre einfacher deinen Traum zu verwirklichen wenn du nicht bei 0 anfängst, dir einen netten Landwirt suchst der bereits einen Hof führt und diesen gerne nicht mehr alleine führen möchte. Ich denke da gibt es schon welche, nicht jede Frau sieht sich auf so einem Hof, ich würde mich da auch nur sehen wenn der Mann keine Tiere hat/ züchtet die in die Wurst kommen oder denen die Babys weggenommen werden damit Menschen die Muttermilch der Kälbchen trinken können.

W 28
 
  • #8
Laß dich nicht von deinem Traum abbringen. Zieh es durch, egal welche Schwierigkeiten sich auftun. Ich bin mit dem Wunsch, Bäuerin zu werden, nach Italien gegangen und habe dort am Rand eines Dorfes meinen Traum verwirklicht. Mein Mann, der vom Dorf kam, hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen und nicht mitgemacht. Aber alle Nachbarn haben mich unterstützt. Es war eine glückliche Zeit.

Allerdings mußt du meines Erachtens für deinen Hof eine Produktnische finden, damit dieser genug abwirft. Ich hatte mich auf Kiwis spezialisiert, die sehr leicht anzubauen sind. Du könntest Kaninchen züchten oder blonde Zucchini (keine gelben) die in Deutschland nicht angeboten werden und viel zarter sind. Also Glück auf! Packs an und der dazugehörige Agrarökonom findet sich auch.
 
  • #9
"Bauer sucht Frau" ist natürlich der erste Gedanke.
Aber:
Du möchtest also nicht in einen laufenden Betrieb einheiraten, sondern selber bei Null beginnen, mit Deinen ganz eigenen Methoden und Vorstellungen.

Möchtest Du das hauptberuflich machen oder als Hobby?
Als Hobby ist es einfacher, es gibt noch kleine Höfe, die um relativ wenig Geld und ohne "Personal", dass Dir dreinredet, zu haben sind.
Hauptberuf: Das wird schwerer, denn Du brauchst ein wirklich dickes Ding mit entsprechend Fläche, um davon einigermaßen leben zu können.
ErwinM, 53
 
  • #10
Als erstes solltest du dir schon sicher sein, was du willst und welches Ziel du in der Zukunft erreichen möchtest, vorher brauchst du gar nicht beginnen!

Hach, du bist wieder so unglaublich konstruktiv ... sogar auf diesem für dich offenbar völlig fremden Feld musst du den Kenner hervorkehren. Einfach mal die Kla... halten - das wäre sooo schön!
Ich bin normalerweise immer anderer Meinung als der @INSPIRATIONMASTER. Hier hat er meiner Meinung nach schon recht. Man sollte doch schon wissen was man will und was die Pläne für die Zukunft sind.

Kenne mich in der Landwirtschaft nicht aus. Kann mir allerdings schon vorstellen, dass man da jede Menge Arbeit hat. Selbst am Sonntag.
 
  • #11
Hi, ich komme aus einer kleinbäuerlichen Familie, lebe in der Stadt, bin aber beteiligt an einem kleinen Hof mit Garten und Acker (10 Hektar) in der Nähe.
Ein Teil meiner Familie lebt vom eigenen Land (im Ausland), wir hier betreiben das aber nur hobbymäßig, vor allem meine Oma und Mutter, und pflanzen ein bisschen Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf an, verschenken, tauschen oder verkaufen aber auch ein wenig davon und experimentieren mit Naturprodukten rum, unser Pflaumenlikör ist sehr beliebt, wir benutzen Cremes und Tinkturen aus eigener Herstellung (ich liebe das selbstgemachte Nelkenwasser!) und probieren seit kurzem, Waschpulver aus Kastanien herzustellen. Wir hatten auch mal achtzig Schafe, aber weil uns das zu viel Arbeit war, lassen wir die Wiese jetzt Naturwiese sein und nehmen die jährlichen EU-Subventionen dafür.

Du schreibst von einem eigenen "kleinen" Hof mit eigenen Produkten.
Möchtest du richtig von der Landwirtschaft leben oder noch einen anderen Beruf haben und nebenbei selbstversorgermäßig ein bisschen Obst und Gemüse anbauen, Hühner halten und Marmelade kochen? Wie groß und technisch professionalisiert soll denn dein Hof sein? Du konkurrierst nämlich, wie du sicher weißt, mit den ganz Großen, die riesige Flächen und Maschinen, Düngemittel usw. und ein spezielles Konzept haben, die verkaufen nicht einfach so ihre selbstgemachte Marmelade im kleinen Hofladen.

Du willst nicht den millionenteuren, riesigen Massenbetrieb, oder? Die Alternative ist, du gehst auf klein und dafür z.B. Bio, nachhaltig und sehr hochwertig, verknüpfst das vielleicht noch mit Natur-Erlebnis usw. Jedenfalls brauchst du ein konkretes Konzept. Und natürlich Geld zum Investieren. Du kannst sicherlich ein Gewerbe anmelden und ein paar Produkte verkaufen, aber wenn du davon leben willst, brauchst du betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Marketing, Vertriebswege usw. Du musst ggf. Qualitätsstandards einhalten, die Sachen abfüllen, verpacken, lagern, transportieren ... Wenn du das von Grund auf erschaffen willst, sind dafür große Investitionen, viele Kenntnisse und viel Arbeit notwendig.

Daher meine Frage: Was genau verstehst du unter einem kleinen Hof mit eigenen Produkten?

Ich kenne ein paar Leute, die das Selbstversorger-Modell fahren und nebenbei noch einen (Teilzeit-)Job haben, das jedenfalls funktioniert sehr gut und relativ unkompliziert und risikoarm.
Denn im großen Stil Land und Maschinen zu erwerben, ggf. Mitarbeiter einzustellen, alles zu managen und davon zu leben, ist nochmal eine Nummer für sich. Einfacher ist es sicherlich, in Ruhe nach und nach seinen großen "Garten" zu verbessern und aus Spaß Produkte zu entwickeln und Zusatzeinnahmen zu generieren, nicht aber völlig davon abhängig zu sein.
Es kommt halt auf den Hintergrund und die Ziele an.

Willst du alles selbständig neu aufbauen oder dich irgendwo hocharbeiten und beteiligen, einen bestehenden Betrieb übernehmen?
w28
 
  • #12
"Bauer sucht Frau" ist natürlich der erste Gedanke.
Aber:

Du möchtest also nicht in einen laufenden Betrieb einheiraten, sondern selber bei Null beginnen, mit Deinen ganz eigenen Methoden und Vorstellungen.

Möchtest Du das hauptberuflich machen oder als Hobby?
Als Hobby ist es einfacher, es gibt noch kleine Höfe, die um relativ wenig Geld und ohne "Personal", dass Dir dreinredet, zu haben sind.
Hauptberuf: Das wird schwerer, denn Du brauchst ein wirklich dickes Ding mit entsprechend Fläche, um davon einigermaßen leben zu können.
ErwinM, 53
Ab 40 ha wird es interessant. Für Winzer können 5 ha reichen.
Aber ehrlich, das muss man können. Besser wäre ein Praktikum bei einem Arzt und dann eine Klinik eröffnen, das ist viel einfacher. Ein ordentlicher Betrieb benötigt 50 Jahre Vorlaufzeit. Ab der dritten Generation kann man wirklich Geld verdienen.
Ich hätte einen Hof erben können, hab dankbar verzichtet.
 
  • #13
wenn der Mann keine Tiere hat/ züchtet die in die Wurst kommen oder denen die Babys weggenommen werden damit Menschen die Muttermilch der Kälbchen trinken können
Du und Deine Familie, ihr lebt vegan, oder?
FS, es gibt die spezielleren Partnerbörsen, oder Du findest vielleicht jemanden über Inserate in entsprechenden Zeitschriften wie kraut&Rüben und ähnliche, oder bei Veranstaltungen, wo Gleichgesinnte unterwegs sind.
Es ist egal, welche Ziele Du hast, dem richtigen Partner zu begegnen, ist immer ein Glückspiel, deswegen macht es Sinn, sich da zu bewegen, wo eben Menschen mit ähnlichen Interessen unterwegs sind, viel Glück bei Deinen Plänen.
 
  • #14
Es gibt passende PB. Und sicher genügend Landwirte, die eine Frau suchen.
 
  • #15
Es gibt passende PB. Und sicher genügend Landwirte, die eine Frau suchen.
Die Frage ist, ob sie in einen bestehenden Betrieb "einheiratet" oder von null ihren eigenen aufbaut.
Aber der Wunsch ist schon, wieder zurückzukommen und hier eine Existenz aufzubauen.
Es ist sicher deutlich einfacher und realistischer, mit Bestehendem zu arbeiten. Alle, die ich kenne, die halbwegs erfolgreich irgendwas mit Land und Tieren machen, haben den Betrieb oder zumindest das Land geerbt oder übernommen, es sind oft Familienbetriebe. Einfach schon, weil ein einzelner Mensch ohne entsprechenden Hintergrund in der Regel weder die Mittel noch Fähigkeiten hat, eine ganze Landwirtschaft innerhalb kurzer Zeit von null aufzubauen, sodass damit Geld verdient werden kann.

Liebe Fragestellerin, kommst du denn aus einer Bauernfamilie oder hast irgendwie eigenes Land? Denn sonst würde ich wie die meisten hier empfehlen, einen Partner auf dem Land zu suchen, der einen etablierten, laufenden Betrieb hat, und ggf. (aufgrund deiner Kenntnisse und neuen Impulse) das eine oder andere zu verändern, wie es dir/euch gefällt. Dann wäre es aber vor allem sein Betrieb und du kommst dazu.

Oder du suchst dir einen jungen Mann, der auch ein bisschen alternativ, visionär und selbstversorgermäßig drauf ist, die Stadt verlassen und den Traum vom eigenen Land leben will, und ihr kauft euch günstig eine alte Hof-Ruine irgendwo weit weg und macht dort in viel Eigenarbeit alles schön und genau so, wie ihr beide wollt. Dann wäre es aber gut, wenn ihr parallel noch einen anderen (Teilzeit-)Job hättet.
w28
 
  • #16
ich habe das Gefühl mich ständig beweisen zu müssen, mir wurden meine Ideen, meine Vorhaben madig gesprochen und ich zweifle dadurch sehr an mir selbst.
Das halte ich für völlig normal. Vor allem, wenn man andere Wege beschreiten will. Gerade auf dem Land gilt die Devise, "Watt de Bur nicht kennt, fret he nicht". In meiner Blase ist das jedenfalls so und Frauen haben schon dreimal keine Ahnung ;-)
Ich selbst bin der Meinung ich habe einen realistischen Blick auf meinen Wunsch. Ich komme nicht von der Stadt aufs Land und möchte im Heu baden, ich weiß schon was an Arbeit drin steckt und bin auch entsprechend ausgebildet und erfahren.
Was viel Wert ist. Du solltest Rat annehmen und ihn mit deinem Wissen abgleichen. Mehr geht nicht.
Ich habe vor in nächster Zeit etwas raus in die Welt zu gehen. Verschiedene Betriebe anzusehen, Praktika zu machen.
So habe ich es auch gemacht und halte das für den absolut richtigen Weg, möglichst viele Blinkwinkel und die Erfahrungen anderer abzuschöpfen. Mit diesen "Zutaten" kannst du dann dein eigenes "Süppchen" kochen.
es klingt immer so, als würde ich einen Partner "brauchen", um meine Vorstellung durchzusetzen, wie eine Zweckbeziehung. Aber das ist nicht so, ich möchte einen Partner, der den selben Wunsch hat, aber bin mir momentan sehr unsicher was meine Zukunft angeht.
Ich rate dir bleib bei dir. Verlasse dich zu nächst nur auf dich. Baue dir das Gestell, dass dir vorschwebt. Mit viel Glück findest du dann den Richtigen, der mitmachen will.
ich glaube aber, es ist besser Partnerschaft und Landwirtschaft zu trennen.
Zwei Beispiele aus meinem Umfeld: Sie wollte Landwirtschaft und lernte dann ihren Steuerberater näher kennen. Heute leben und wirtschaften sie gemeinsam. Er macht seine Steuersachen und unterstützt sie bei diesen Themen auf dem Hof. Den Rest macht sie mithilfe von Lohnarbeitern und Hilfskräften. Das Harmoniert, weil jeder seine Stärken ausspielen kann. Sie lassen sich da und erwarten nicht, dass der andere in ihrem Feld mitmacht.
Anderes Beispiel beide Pferdeleute, eigener Hof. Gemeinsamer Traum. Es gibt immer Stress, obwohl sie beide ursprünglich das selbe wollten. Aber jeder will eben seine Ideen durchsetzen. Sie ziehen nicht am selben Strang, bei objektiv gleichen Vorstellungen.
 
  • #18
Es gibt passende PB. Und sicher genügend Landwirte, die eine Frau suchen.
Das ist, wenn ich die FS richtig lese, nicht unbedingt ihr Ziel.
Dort sind wahrscheinlich eher Bauern die ihren Betrieb bereits besitzen.
Da ist gemeinsam auf Augenhöhe etwas aufbauen, wohl selten möglich und dann auch noch die gleichen Vorstellungen, der Nachhaltigkeit etc zu finden, verringert wohl.

Ich denke aber liebe FS, die Partnersuche ist jetzt noch gar nicht dran.
Du möchtest zb Praktika an verschiedenen Orten machen, da könntest Du eine Partnerschaft, zeitlich nicht pflegen.
Aber Du wirst durch Deine Praktika, ggf auch auf Biohöfen etc machen.
Diese sind teilweise vielleicht vernetzt und nicht nur mit anderen Höfen...
Du hast so eine Möglichkeit, Gruppen von Gleichgesinnten zu finden.
Und da könnte ja jemand passendes Deinen Weg kreuzen.
 
  • #19
deren Traum es schon immer ist, einen eigenen kleinen Hof, eine Landwirtschaft mit eigenen Produkten zu führen
Das liest sich nicht nach auskömmlichem Hauptgewerbe, sondern als Nebengewerbe was Du planst, d.h. doppelt Arbeit. Da sollte man genau hinterfragen, ob das jenseits von aller Selbstverwirklichung wirklich das Leben ist, was man sich vorgestellt hat.
Wenn es größer sein soll und Du davon mit Partner, ggfs. Familie auskömmlich leben willst, dann brauchst Du neben Knowhow auch einiges an Eigenkapital. Hast Du das?

ich mir einen Partner wünsche, der den selben Traum hat und am selben Strang zieht .... Auch bin ich nicht jemand, der sich in ein altes Rollenbild zwängen lässt, in der die Frau eine Hilfskraft für die Männer am Hof ist. Ich möchte mit meinem Partner auf Augenhöhe sein und eben gemeinsam einen Hof führen können
s.o. Wenn Du entsprechend Eigenkapital und Knowhow einbringst und somit das unternehmerische Risiko mitträgst, dann kannst Du auch mitentscheiden.

Ich denke, die jungen Männer heute sind befähigt solche Dinge partnerschaftlich anzugehen. Bauern sind oft konservativ, haben aber in Sachen Partnerwahl wegen weiblicher Landflucht deutlich weniger Optionen als andere Männer, müssen sich also geistig bewegen.
Guck nach Partnerbörsen für Landwirte. Du bist ja aus der branche und kennst sie.

Aber der Wunsch ist schon, wieder zurückzukommen und hier eine Existenz aufzubauen. Aber das kann ich mir alleine eben nicht vorstellen....... ich möchte einen Partner, der den selben Wunsch hat, aber bin mir momentan sehr unsicher was meine Zukunft angeht.
Ich denke, zu zweit sowas anzugehen, bevorzugt in einen bestehenden Betrieb einzusteigen ist realistischer als allein und sich in der Gündung bereits jede benötigte Unterstützung zukaufen zu müssen.

Ich habe in der Familie ein junges Paar, welches das gleichbereichtig geführte Betriebsmodell, was Dir vorschwebt macht.
Es klappt gut bei ihnen, allerdings haben sie den bereits erfolgreichen Großbetrieb der Eltern mit etlichen Angestellten übernommen (frühzeitiges Erbe) und entwickeln den weiter in ihrem Sinnne/machen den zukunftstauglich.

Anders als die Generation davor beäugen sich die Jungbbauern nicht kritisch und machen sich nciht von einzelnen Großabnehmern abhängig sondern vernetzen sich und kooperieren, wo sie nicht in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Sie arbeiten mit viel mehr wirtschaftlicher, technischer und auch juristischer Kompetenz (EU-Regularien lassen grüßen) als die vorherige Generation.

Beide haben vor der Übernahme gemacht, was Dir vorschwebt: außerhalb Erfahrungen gesammelt in dem Bereich, in den sie den Betrieb bewegen wollten und es läuft sehr gut bei ihnen. In wenigen Jahren haben sie ein bereits erfolgreiches landwirtschaftliches Unternehmen weiter nach vorn gebracht
Insofern: nur Mut.
 
  • #20
Auch bin ich nicht jemand, der sich in ein altes Rollenbild zwängen lässt, in der die Frau eine Hilfskraft für die Männer am Hof ist
Es gibt viele junge Landwirte auf Höfen, welche keine passende Frau gefunden haben, weil sie als Partner in diesem Beruf völlig unattraktiv sind.
Mein Cousion ist einer davon.

Er ist gebildet und der allerletzte Mensch, welcher eine Partenerin nicht auf Augenhöhe sehen würde (wenngleich ich Dich auch fragen möchte, wie Du von den enormen potentiellen Vermögenwerte, welche üblicherweise in einem landwirtschaftlichen Hof gespeichert partizpieren wolltest).

Soviel zu Deinem eigenen angebilichen Rollenbild.

Die meisten jungen Landwirte, welche ich kenne, haben wahrscheinlich eine weniger antiquiertes Rollenbild, als Du selbst.
 
  • #21
Partner für so ein Projekt müssen ja keine Beziehungspartner sein. Da gibt es verschiedene „Organisationsformen“, die du dir bei Praktika etc mal anschauen kannst.
 
  • #22
. Ich sehe auch nicht, dass die FS dazu unbedingt einen Partner braucht
Sie braucht auch nicht, sondern hätte gerne, und es ist sicher sinnvoll, wenn ein potentieller Partner ähnliche Ziele hat, gerade bei einem Hof, warum haben es junge Landwirte so schwer mit der Partnersuche, jede Frau weiß, dass man nicht nur den Mann bekommt, sondern noch viel obendrauf, selbst wenn man nicht in die direkte Arbeit mit einbezogen ist. Eingeschränkte Freizeit, mit Vieh ist es teilweise 24/7, auch wenn die Technik inzwischen viel erleichtert, Urlaub, evtl. Eltern auf dem Hof.
In unserer Gegend, ländliches Oberbayern sind die Höfe deutlich kleiner als im Norden, viele jüngere Landwirte modernisieren inzwischen, stellen um auf Bio, suchen sich Nischen, einer hier experimentiert nebenher mit Lavendel, da ist viel im Gange und im Wandel.
 
  • #23
Sie braucht auch nicht, sondern hätte gerne, und es ist sicher sinnvoll, wenn ein potentieller Partner ähnliche Ziele hat, gerade bei einem Hof, warum haben es junge Landwirte so schwer mit der Partnersuche, jede Frau weiß, dass man nicht nur den Mann bekommt, sondern noch viel obendrauf, selbst wenn man nicht in die direkte Arbeit mit einbezogen ist. Eingeschränkte Freizeit, mit Vieh ist es teilweise 24/7, auch wenn die Technik inzwischen viel erleichtert, Urlaub, evtl. Eltern auf dem Hof.
In unserer Gegend, ländliches Oberbayern sind die Höfe deutlich kleiner als im Norden, viele jüngere Landwirte modernisieren inzwischen, stellen um auf Bio, suchen sich Nischen, einer hier experimentiert nebenher mit Lavendel, da ist viel im Gange und im Wandel.
Dann sollte sie einfach da suchen, wo es viele Höfe gibt und vielleicht findet sich ja auch während der Ausbildung etwas.

Die Frage ist, was "Augenhöhe" für die FS bedeutet. Bezogen auf eine Beziehung, auch wenn man gemeinsam einen Hof betreibt, sollte das selbstverständlich sein. Bezogen auf das Eigentum wird es schwieriger.
Eigentlich gibt es doch hier zwei Wege: entweder sie baut mit auf, oder sie kauft sich ein, wenn sie Mitbesitzerin sein möchte. Beides erfordert schlicht ausreichend Kapital.
 
  • #25
  • #26
Ein gemeinsamer Traum kann verbinden.
Kann ... nicht muss.

Landwirtschaft ist vielfältig. Insofern - guter Plan, sich verschiedenes anzuschauen. Dabei wird man schnell merken, was man benötigt, welche Kenntnisse vertieft oder erworben werden müssen, wieviel Kapital zur Umsetzung benötigt wird . Bei Null anzufangen wird kaum möglich sein - im Grunde kann nur ein Betrieb gekauft werden. Einheiraten ist möglich - aber es wird dann immer sein Hof sein.
Oftmals ist heute ein Teil des Maschinenparks ausgegliedert - es lohnt nicht, eine halbe Mio für einen Mähdrescher auszugeben, der nur 3 Tage im Jahr genutzt wird.
Viele Betriebe sind Nebenerwerb, andere setzen zusätzlich auf Hofläden und / oder Gastronomie. Hundezucht und Betreuung kann auch passen.
Im Grunde ist es wie bei jeder Unternehmung - es muss in vielen Bereichen stimmen. Kommt dann noch Liebe und Familie dazu, kann das Ganze noch schwieriger werden. Was in jedem Falle die Freude verdirbt ist die fehlende Kapitaldecke.

Insofern kann ich nur raten, nicht blauäugig an ein solches Projekt zu gehen. Sondern sehr genau Möglichkeiten zu sondieren, einen tragfähigen Plan zu entwickeln - und dann zu handeln.
Viel Erfolg !
 
  • #27
Na, gleich eieder am Zurückschießen ohne sachliche Argumente?

Das nützt aber nichts, die zu haben, wenn man sie nicht bearbeitet!
Ländereien, Weinberge, ein Chalet in Frankreich, diverse Oldtimer (glaube ich gelesen zu haben), Kunstwerke, malt selbst, kennt sich mit den Oldtimern aus und natürlich auch mit Landwirtschaft UND hat schon 100.000 en Menschen in seiner florierenden Praxis geholfen .. Dazu eine sehr viel jüngere Partnerin ... und das als gelernter Elektriker - wirklich richtig beeindruckend!!

Wieviele Stunden hat ein Tag nochmal? 🤔
 
  • #28
Partner für so ein Projekt müssen ja keine Beziehungspartner sein
Das dachte ich mir auch. Für das Vorhaben wäre es vielleicht besser, sich gleich einen Business-Partner/Partnerin zu suchen. Zuviel würde daran hängen, falls die Beziehung zum Liebespartner zerbricht. Mit einem Business-Partner kann man auch viel vernünftiger Verpflichtungen und Rechte aushandeln, in einer Liebesbeziehung erfolgt da zu oft ein Ungleichgewicht.
ich habe das Gefühl mich ständig beweisen zu müssen
Das ist nicht nur so ein Gefühl. Solche Kommentare wie diese hier kommen dir bestimmt öfter unter:
Zunächst brauchst du eine gute Ausbildung. Landmaschinenmechanikerin + Landwirtin, oder ein entsprechendes Studium ist eine gute Basis. Hast du das?
Wie hier so schön hintenrum freundlich gefragt wird, ob du auch tatsächlich eine Ausbildung hast. Köstlich.

@Steinbock89 und @Ina68: Wollt ihr jetzt schon wieder den nächsten Thread sprengen? Steht doch einfach mal drüber und skrollt weiter.
 
  • #30
Ländereien, Weinberge, ein Chalet in Frankreich, diverse Oldtimer (glaube ich gelesen zu haben), Kunstwerke, malt selbst, kennt sich mit den Oldtimern aus und natürlich auch mit Landwirtschaft UND hat schon 100.000 en Menschen in seiner florierenden Praxis geholfen .. Dazu eine sehr viel jüngere Partnerin ... und das als gelernter Elektriker - wirklich richtig beeindruckend!!

Wieviele Stunden hat ein Tag nochmal? 🤔
Bitte was? Elektriker? Ist das dein Ernst? Das würde viel erklären :) Ich möchte keine Elektriker abwerten, das ist ein sehr wichtiger Beruf!
 
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