• #1

Geschenk nach Trennung zurückgefordert

Hallo Zusammen,

Kurz die „Rahmenbedingungen“:

Meine Freundin und ich haben uns vor kurzer Zeit getrennt. Die Trennung kam relativ unerwartet, da sie etwas mit Untreue/Vertrauensbruch ihrerseits zutun hat.
Wenige Wochen vor der Trennung hatte ich Geburtstag und sie schenkte mir Karten für einen gemeinsamen Konzertbesuch (Wert ~200€).

Nach der Trennung wollte ich logischerweise nicht mehr mit ihr zu diesem Konzert bzw. auch nicht mit einer anderen Person, da es zu sehr Erinnerungen in mir wecken würde.
Daher entschied ich mich, die Tickets an ein anderes Paar zu verkaufen. Das Geld behielt ich für mich.

Nun kontaktierte mich meine Ex-Freundin, mit der ich noch in losem Kontakt stehe und fragte, was ich mit den Karten gemacht hätte.

Ich erzählte ihr daraufhin von dem Verkauf, woraufhin sie wiederum enttäuscht/verärgert reagierte:
Ich hätte sie fragen sollen, ob sie die Tickets nicht zurückhaben möchte. Oder ich hätte ihr das Geld oder ein Teil des Geldes vom Verkauf geben sollen.

Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, da für mich geschenkte Sachen eben geschenkt sind und ich nie auf die Idee kommen diese dann zurückzugeben oder zurückzufordern.

Daher würde mich eure Sichtweise zu dieser Situation interessieren!

Viele Grüße und Danke im Voraus :)
 
  • #2
O mei.
Müssen tust du gar nichts. Hat eben einen schlechten Charakter, die Holde. Darf sie doch auch mal sauer auf dich sein. So etwas aushalten können, ist für dich gar keine schlechte Übung.

Wenn es dich zu sehr drückt (kommt ja auch auf die Umstände an, wann wer wieviel etc), überweis ihr das Geld. Wirst dich aber wahrscheinlich hinterher über dich selbst ärgern.
 
  • #3
Wenige Wochen vor der Trennung hatte ich Geburtstag und sie schenkte mir Karten für einen gemeinsamen Konzertbesuch (Wert ~200€).
Sie hat dir ihre Karte mitgeschenkt?

So kenne ich das nicht.

Wenn ich Karten verschenke und auch für mich eine Karte kaufe, dann behalte ich natürlich meine Karte und verschenke nur die Karten, die für andere Personen gedacht sind.
 
  • #4
Sie hat mir ihre Karte mitgeschenkt, das ist der Grund warum ich wirklich überlege, ob es nicht fair wäre einen Anteil zurückzugeben.

Allerdings war ich unmittelbar nach der Trennung auch sehr enttäuscht von ihr und sauer, weswegen ich gar nicht in Betracht gezogen habe ihr ein Teil zurückzugeben.

Ich habe ihr beispielsweise auch kurz vor der Trennung noch ein Geschenk, in ungefähr dem gleichen Preisrahmen, gemacht, das ich auch nicht zurückhaben wollen würde.
 
  • #5
Warum erwatet Deine Ex ein korrektes Verhalten von Dir?
Manche Menchen zeigen erst bei einer Trennung ihre fiese Fratze.
Ich würde das Thema nicht weiter mit der Frau besprechen, lediglich das Geld überweisen oder geben, je nach dem. Dann würde ich mich distanzieren von ihr.
Aber so richtig falsch hast Du eigentlich nix gemacht. Geschenkt ist ja immer noch geschenkt.
 
  • #6
rüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, da für mich geschenkte Sachen eben geschenkt sind und ich nie auf die Idee kommen diese dann zurückzugeben oder zurückzufordern
So ist es, geschenkt ist geschenkt, und wenn sie Dir die 2.Karte mitgeschenkt hat,, war es zwar an sich für sie gedacht, aber Du hättest jemand anderen mitnehmen können.
Abhaken, damit weißt Du, gut dass es vorbei ist.
 
  • #7
Sie hat mir ihre Karte mitgeschenkt, das ist der Grund warum ich wirklich überlege, ob es nicht fair wäre einen Anteil zurückzugeben.
Ich habe ihr beispielsweise auch kurz vor der Trennung noch ein Geschenk, in ungefähr dem gleichen Preisrahmen, gemacht, das ich auch nicht zurückhaben wollen würde.

Du findest es fair, ihr ihren Anteil zurückzugeben, erwähnst aber gleichzeitig, dass du ihr ebenfalls, kurz vor eurer Trennung, ein Geschenk gemacht hast, das zudem einen ähnlichen Wert hatte.
Warum hast du ihr das nicht gesagt, als sie dich auf ihren Anteil vom Verkauf des Geldes angesprochen hat?
Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, gibt ihr doch die Hälfte vom Erlös der verkauften Tickets. Dafür musst du keinen anderen fragen. Mach dir doch keine künstlichen Probleme.
 
  • #9
Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen, was du mit einem Geschenk machst, ist alleine deine Sache, mach dich frei, es ist, wie es ist! Punkt!
 
  • #10
Auch rechtlich gesehen kann man, soviel ich weiß, Geschenke nicht zurückfordern. Früher, als es noch Verlobungen gab, war das ein wiederkehrendes Thema, das nicht selten vor Gericht endete. In deinem Fall würde ich mich gentlemanlike verhalten und ihr den halben Betrag überweisen, egal, ob du ihr vorher auch ein Geschenk im gleichen Wert gemacht hast.
 
  • #12
Es war ein Geschenk, sie hat doch betrogen. Du willst ihr doch nicht wirklich das Geld geben? Geht's noch?
 
  • #14
Ach Gott, wie kleinlich, die Gute. Wäre ich nicht auf die Idee gekommen, ein Geschenk zurück zu fordern. Vielleicht nur in einem einzigen Fall: wenn es ein Familienerbstück gewesen wäre. Ich habe so ein Geschenk von meinem Ex Freund bekommen und bei der Trennung habe ich ihn gefragt, ob er es zurück haben möchte, das wollte er aber nicht. Ich hätte es aber verstanden.
Ansonsten, so ein Quatsch.
Aber das passt ja zu ihr, wenn man liest, was du schreibst.
 
  • #16
Da beide Geschenke gleichwertig sind, würde ich das so lassen.
 
  • #17
Hallo Zusammen,

Kurz die „Rahmenbedingungen“:

Meine Freundin und ich haben uns vor kurzer Zeit getrennt. Die Trennung kam relativ unerwartet, da sie etwas mit Untreue/Vertrauensbruch ihrerseits zutun hat.
Wenige Wochen vor der Trennung hatte ich Geburtstag und sie schenkte mir Karten für einen gemeinsamen Konzertbesuch (Wert ~200€).

Nach der Trennung wollte ich logischerweise nicht mehr mit ihr zu diesem Konzert bzw. auch nicht mit einer anderen Person, da es zu sehr Erinnerungen in mir wecken würde.
Daher entschied ich mich, die Tickets an ein anderes Paar zu verkaufen. Das Geld behielt ich für mich.

Nun kontaktierte mich meine Ex-Freundin, mit der ich noch in losem Kontakt stehe und fragte, was ich mit den Karten gemacht hätte.

Ich erzählte ihr daraufhin von dem Verkauf, woraufhin sie wiederum enttäuscht/verärgert reagierte:
Ich hätte sie fragen sollen, ob sie die Tickets nicht zurückhaben möchte. Oder ich hätte ihr das Geld oder ein Teil des Geldes vom Verkauf geben sollen.

Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, da für mich geschenkte Sachen eben geschenkt sind und ich nie auf die Idee kommen diese dann zurückzugeben oder zurückzufordern.

Daher würde mich eure Sichtweise zu dieser Situation interessieren!

Viele Grüße und Danke im Voraus :)
An ihrer Stelle hätte ich mir eher die Zunge abgebissen als eine solche Forderung zu stellen und zwar egal, wer wen beschissen hat. Wie kleinlich muss man sein um auf solche Gedanken zu kommen. Ich bin aber weder sie noch du.

Ich würde es ihr wohl zurückgeben - schon aus Stolz - dann aber alles, auch den geschenkten Anteil. Soll sie damit glücklich werden. Müssen musst du aber nicht und ich fände es auch nicht schlimm, wenn du es behalten würdest - wie schon gesagt: geschenkt ist geschenkt, damit kannst du machen, was du willst.
 
  • #18
Ich hätte die Karte(n) an ihrer Stelle nicht zurückgefordert, hätte sie an deiner Stelle aber zurückgegeben, wahrscheinlich auch gleich beide, denn ich hätte mich auf ein Konzert als Paar gefreut und fände es traurig, alleine oder mit einer anderen, "falschen" Person da hinzugehen, und so nötig hätte ich das Geld nicht. Verpflichtet bist du zu gar nichts, es geht nur um Sachen wie Ehre, Anstand, Höflichkeit, Stolz und Gefühle. Mir selbst sind Musik und Konzerte nicht wichtig, aber meinen Partner würde ich gerne zu einem Konzert von einer Gruppe, die er toll findet, begleiten. Im Falle einer Trennung wäre ein solcher Konzertbesuch dann folglich sinnlos oder unwichtig für mich und eher mit wehmütigen Gefühlen verbunden. Wenn mein (Ex)Partner die Gruppe toll findet und unbedingt da hin will oder das Geld dringend nötig hat, soll er also gerne die Tickets haben und seinen Spaß damit haben, das würde ich ihm gönnen. Ist am Ende aber eine individuelle Entscheidung und abhängig von verschiedenen Faktoren, ich bin allgemein auch kein irgendwie rachsüchtiger Mensch und mag kein Drama, sondern wäre hier entgegenkommend, ist doch egal.
w27
 
  • #19
Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, da für mich geschenkte Sachen eben geschenkt sind und ich nie auf die Idee kommen diese dann zurückzugeben oder zurückzufordern.
Du hast Recht - geschenkt ist geschenkt. Die Verfügungsgewalt über das Geschenk liegt allein bei Dir.

Klar, es geht doch um das gemeinsame Erlebnis - das war das Geschenk, nicht die Karten.
Nach der Trennung ist dieses vom FS nicht mehr gewünscht und er bereitet sich stattdessen eine Freude nur für sich denn sie sind getrennt.

lediglich das Geld überweisen oder geben, je nach dem.
Ich niicht. So machst du Dich zum Loser und bei so unverschämten Menschen löst Du keinen anderen Denkprozess aus, als dass sie sich bestätigt sehen, sie haben Recht.

Indem Du das nicht machst zeigst Du, dass die Idee unverschämt ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Was für´n Mist.

Ich sehe das genauso wie du - verschenke ich etwas, ist der/die Beschenkte völlig frei mit meinem Geschenk so umzugehen wie es ihm beliebt. Punkt.

Aber ja, es gibt Menschen die sowas anders handhaben, wie die ungeliebte Tante die bei jedem Besuch nachfragt, warum ihr Bild nicht mehr auf der Kommode steht.

Ich würde nichts zurückgeben - weder anteilig noch sonst in irgendeiner Form. Einmal sagen "ist nicht" und gut ist.
 
  • #21
Warum erwatet Deine Ex ein korrektes Verhalten von Dir?

Tja, warum erwartet man das?

Manche Menchen zeigen erst bei einer Trennung ihre fiese Fratze.

Ich sehe gerade mit wem ich im Forum nie etwas anfangen würde. Da hätte ich ja jetzt schon Bammel vor der Trennung 😂

BTW Ich würde ihr die Hälfte des Geldes zurückgeben.

Erinnert mich an W.
Karten für Nigel Kennedy.
Ich steh davor und hab sie verkloppt (die Karten 😢)
 
  • #22
Du hättest ihr die Karten zurückgeben sollen.
Nein, warum auch? Es gibt keinen Grund!
Ja gib sie zurück. Das wäre anständig. Würde sich so gehören. Egal ob du sauer bist, oder auch nicht.
Warum sollte er anständig sein, war sie anständig, nein gar nichts wird gemacht und der Kontakt wird für immer abgebrochen!
 
  • #24

Du verstehst es wirklich nicht.
Du verstehst es einfach nicht.

Warum sollte er anständig sein, war sie anständig, nein gar nichts wird gemacht und der Kontakt wird für immer abgebrochen!

Auge um Auge.
"Zu verzeihen ist eine Kunst, die zu größerer Freiheit führt und uns das Leben aktiv gestalten lässt. Man trifft damit aus der Opferrolle heraus." (Kast)

Weglaufen löst keine Probleme. Man läuft nur vor den Problemen davon. Wer zu den Schwächen im ICH steht, kann sie auch in anderen Menschen verzeihen. 😉
 
  • #25
Wer zu den Schwächen im ICH steht, kann sie auch in anderen Menschen verzeihen
Das halte ich für zu hoch gegriffen.
Es gibt durchaus Unverzeihliches, dass im ICH nicht vorkommt.

Ich sehe hier nicht die Notwendigkeit, dass der FS gleich alles verzeihen müsste. Es geht lediglich um eine faire und anständige Trennung.
Was die Scheidung im Großen ist, ist die Trennung im Kleinen.
Daher sollte man auch solche großen Geschenke die kurz vor einer Trennung erfolgten, wieder entsprechend rückabwickeln.
Man muss nicht noch mehr Groll erzeugen, als ohnehin schon da ist.
 
  • #27
Meine erste Gedanke war geschenkt ist geschenkt. Allerdings hast du die Karten weiterverkauft. Irgendwie hätte ich nach einer Trennung nicht die Kraft dazu gehabt. Ich würde versuchen die Karten zurückzubekommen und ihr zurückzugeben. Oder du gibst Ihr das Geld zurück.
 

Laleila

Cilia
  • #28
Ich selbst hätte die Karten nicht zurückgefordert, wohl aber zurückgegeben.
Bin ich selbst nicht involviert, sehe ich das so:

Sie schenkte die Karten für einen gemeinsamen Besuch. Also lag dem Geschenk eine Bedingung zugrunde.
Ergo schenkte sie die Karten unter der Bedingung und
im Vertrauen darauf, dass sie einen Teil der Leistung mit in Anspruch nimmt.
Tatsächlich denke ich, klagte sie es ein, stände ihr zumindest ihr Anteil zu.
Davon abgesehen, dass man juristisch nicht eine Schuld mit einer aus einem anderen Vertrag aufrechnen kann, machtest Du ihr ein Geschenk (im gleichen Wert) nur für sie, nehme ich mal an. Daher spielt das rechtlich gesehen gar keine Rolle.

Wie gesagt, davon abgesehen, wäre ich persönlich nie auf die Idee gekommen, die Karten umzurubeln, sondern hätte sie ihr zurückgegeben.
 
  • #30
Bei solchen Ereignissen erkennt man gut, was wirklich in den Menschen steckt:
- Wenig Gutes in ihr, da sie die Karten zurückfordert.
- Wenig Gutes in Dir, FS, da Du die Karten verkauft hast und nicht im Traum daran gedacht hast, sie zurückzugeben bzw. zumindest ihr einen Teil des Geldes zu geben.
Ich habt euch tatsächlich beide "nichts geschenkt".
ErwinM, 53
 
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