• #31
Gibt es hier ähnliche Erfahrungen mit Müttern?
Meine Mutter war gekränkt, beleidigt und enttäuscht. Dabei sagte sie mir meine halbe Kindheit hindurch, wie unsinnig sie einen Muttertag findet.
Als ich dann mal nichts schenkte war sie sehr verletzt.
Wurde unsere Beziehung besser dadurch : nein.
Hat sie irgendwelche Erkenntnisse daraus gezogen? Ja, irgendwelche Schlüsse, von wegen, keinen Anstand hat mein Kind.

Ich empfehle es nicht.
@Vikky hat sehr gute Tipps gegeben.

Jahrelang konfrontierte ich meine Mutter, teils auf ihren Wunsch mit meiner Meinung.
Es macht nichts besser.
Vergiss es einfach.
Die Lösung liegt in dir.
Verzeihen
Grenzen ziehen
Nach vorne schauen.
@alle
Schade wie viele hier schlechte Beziehungen zu ihrer Ursprungs Familie haben.
 
  • #33
Ich danke euch sehr für eure Meinungen. Der Austausch hier hat mir geholfen eine Entscheidung zu treffen. Ich habe meiner Mutter jetzt einen schönen Blumenstrauß bestellt, den sie am Sonntag geliefert bekommt. Mit einer kurzen Grußkarte dazu. So brauche ich nicht extra hinfahren und ist für mich am entspanntesten.
@Vikky hat Recht, was soll ich einen neuen Konfliktherd aufmachen, der mich am Ende noch mehr stresst.
Richtig von Herzen kommt der Blumenstrauß natürlich nicht.
Da ich sehr für Ehrlichkeit im Leben bin macht die Sache nicht leichter. Aber in dem Fall ist es wohl doch die bessere Entscheidung.
Ich muss wohl endgültig den Wunsch begraben, jemals die Eltern zu haben, die ich mir immer gewünscht habe. Einigen von euch geht es ja ziemlich ähnlich und das "tröstet" auch irgendwie.
Schade wie viele hier schlechte Beziehungen zu ihrer Ursprungs Familie haben.
Ja das ist wirklich schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #34
@Therese123, ich finde Dein Verhalten ziemlich feige. Du denkst nur an Dich
Hauptsache du kannst irgendwie allem aus dem Weg gehen.
. So brauche ich nicht extra hinfahren und ist für mich am entspanntesten.
Ich glaube fast dass Du auch nicht so einfach bist. Aber alles auf eine andere zu schieben und sich selber als Opfer darstellen finde ich gerade in so einer Konstellation unreif.
Den kann man das ganze Jahr über mal durchdenken, aber das ist richtig Kopfarbeit, das willst Du ja nicht.
Ich muss wohl endgültig den Wunsch begraben, jemals die Eltern zu haben, die ich mir immer gewünscht habe.
Das haben ganz wenige und Du jammerst nur herum. Schau mal bei Dir nach welchen Anteil Du haben könntest.
Einigen von euch geht es ja ziemlich ähnlich und das "tröstet" auch irgendwie.
Warum trösten lassen. Bitte pack das Problem an, damit es auflöst.
 
  • #35
Ich finde du hast einen guten Kompromiss gefunden . Mein Therapeut sagt im Alter sind die Eltern die Kinder und wir müssen nachsichtig sein . Meine Mutter zu konfrontieren macht gar keinen Sinn, sie will nicht reflektieren , sie will sich nicht entschuldigen . Sie will nicht ehrlich mit sich selbst sein obwohl sie keine dumme Frau ist . Eigentlich tut es mir leid für sie . Ich möchte aufräumen in meinem Leben je älter ich werde und mit mir und meinen Mitmenschen so gut es geht im Reinen sein . Meine Mutter liebt uns Kinder und tut viel für uns aber ist extrem übergriffig und kontrollierend . Sie bewertet mich und kritisiert ständig . Wenn ich sage , dass ich erschöpft bin und es mir nicht gut geht kommt nur dass ich mich zusammen reißen soll . Sie macht mir auch ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber . Ich breche in solchen Fällen das Gespräch ab . Zum Muttertag werde ich sie anrufen und ihr über WhatsApp ein schönes Gedicht schicken . Meine Oma war ein ganz anderer Mensch, liebevoll , heiter , verständnisvoll , nicht dominant . Warum meine Mutter ganz anders ist weiß ich nicht . Meine Oma war die Güte in Person und hat nie ein böses Wort über mich verloren . Sie hat immer an mich geglaubt . Sie hat mir ganz viel Kraft gegeben und ich denke dass ich wegen ihrer Liebe ein liebevoller Mensch geworden bin . Dafür bin ich unendlich dankbar .
 
  • #36
Ich habe eine dominate kontrolierende Mutter, die teilweise der Grund war, warum ich nach Deutschland gegangen bin. Sie hatte es trotzt Entfernung geschafft, mich zu bevormunden und schlechtes Gewissen einzutrichten. Lange Rede kurzer Sinn - irgendwann mal hat es mir gereicht und es hat mehrere handfeste Streits gebraucht, damit meine Mutter loslässt. Das Resultat - ich vermisse sie sogar heutzutage, wir haben zwar kein absolut herzliches Verhältnis , sie ist so wie sie ist, aber ich habe kein Problem mehr, wenn sie kommt, im Gegenteil, sie ist bei mir absolut willkommen. Sie ist entspannter geworden, als ob eine Last von ihr gefallen ist - sie hat anscheinend eingesehen, dass ich sowohl für mich sorgen kann, als auch für mich einstehen. Ich verstehe auch, warum sie do ist, wie sie ist - wenn man ihr Leben anschaut, ist es ein Wunder, dass sie überhaupt irgendwas an Liebe geben konnte.
Deiner Mutter kein Geschenk zu machen ist etwas kindsche Trotzreaktion, willst du, dass sie dich ernst nimmt, dann verhalte dich wie eine Erwachsene - entweder du reduzierst den Kontakt oder brichst für gewisse Zeit komplett ab oder du sagst ihr, was dir nicht passt. Ob sie darauf hört, ist andere Sache, aber du hast auf jeden Fall deine Grenzen gezeigt.
 
  • #37
ich finde Dein Verhalten ziemlich feige. Du denkst nur an Dich
@Madita8 Das bin ich sicher nicht, sonst würde ich mir keine Gedanken um meine Mutter machen. Dann wäre mir alles egal und zu meinen Eltern hätte ich gar keinen Kontakt mehr.
Ich glaube fast dass Du auch nicht so einfach bist. Aber alles auf eine andere zu schieben und sich selber als Opfer darstellen finde ich gerade in so einer Konstellation unreif
Viele Jahre habe ich alles hingenommen, was sich meine Eltern mir gegenüber "geleistet" haben. Sie haben bestimmt, kontrolliert, sich ungefragt ständig in mein Leben eingemischt, mir nichts zugetraut und gut genug war ich auch nie. Irgendwann war das Faß mehr als voll.
Ich habe Ihnen immer wieder die Hand gereicht und den Kontakt nie ganz abgebrochen. Aber ich muss auch mich und mein Leben schützen, auch wenn ich dazu über 50 werden musste, um das zu begreifen.
 
  • #38
Ich finde du hast einen guten Kompromiss gefunden .
@justemoi Danke.
Meine Oma war ein ganz anderer Mensch, liebevoll , heiter , verständnisvoll , nicht dominant .
Das war meine Oma auch. Auch meine andere Oma war sehr gutmütig. Zu beiden bin ich als Kind gegangen, wenn ich Kummer und Sorgen hatte, nicht zu meiner Mutter.
Ich bin froh, das ich das von meinen beiden Großmüttern mitbekommen habe.
 
  • #39
Ich denke, solche Traditionen sind gewachsen und irgendwie auch wertvoll. Ich führe das gerne weiter. Und ja - ich denke, ein Bruch beschwört mehr Ärger herauf, als es der Familie gut tut. Solange es meine Mutter gibt - solange werde ich ihr eine Freude am Muttertag machen. Weil sie es verdient hat und ich es will.
Das ist eine sehr schöne Lebenseinstellung, absolut d‘acord👍
Das Argument, es gäbe genügend andere Tage im Jahr an denen man etwas schenken kann und deshalb fallen Weihnachts- Geburtstags- oder Valentinsgeschenke aus impliziert mir ganz einfach Geiz gepaart mit Stoffeligkeit. Ein Geschenk ist ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit dem Beschenkten gegenüber. Wer das nicht schnallt ist für mich einfach emphatielos. Hat auch was mit Stil zu tun. Scheint aber hier im „Elite“ Umfeld nicht sehr ausgeprägt zu sein.
 
  • #40
Viele Jahre habe ich alles hingenommen, was sich meine Eltern mir gegenüber "geleistet" haben. Sie haben bestimmt, kontrolliert, sich ungefragt ständig in mein Leben eingemischt, mir nichts zugetraut und gut genug war ich auch nie.
Liebe Therese, das was Du schreibst kenne ich auch und habe lange dafür gebraucht eine gewisse Erhabenheit über all die Dinge zu bekommen. Ich hoffe das Du auch einen Weg finden wirst zu Deiner Mama eine Verbindung zu bekommen mit einer Basic wo ihr euch beide mit wohlfühlen könnt. Wenn es Deiner Mutter an irgendetwas fehlt, dann zeig Du doch mal wie solche Dinge zu klären sind.
Ich habe Ihnen immer wieder die Hand gereicht und den Kontakt nie
Das musst Du als Tochter nicht zwingend machen, klein nachgeben ist falsch. Ich wünsche Dir das sich alles auf Dauer für Dich richtig entwickelt.
 
  • #41
Das ist eine sehr schöne Lebenseinstellung, absolut d‘acord👍
Das Argument, es gäbe genügend andere Tage im Jahr an denen man etwas schenken kann und deshalb fallen Weihnachts- Geburtstags- oder Valentinsgeschenke aus impliziert mir ganz einfach Geiz gepaart mit Stoffeligkeit. Ein Geschenk ist ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit dem Beschenkten gegenüber. Wer das nicht schnallt ist für mich einfach emphatielos. Hat auch was mit Stil zu tun. Scheint aber hier im „Elite“ Umfeld nicht sehr ausgeprägt zu sein.
Tja, nicht jeder hat gute Eltern. Das verstehen leider auch nur die, denen es genauso geht.
 
  • #42
Tja, nicht jeder hat gute Eltern. Das verstehen leider auch nur die, denen es genauso geht.
Nee, ich habe das schon als junges Mädchen verstanden, weil es meinen Freundinnen ganz anders erging mit ihren Eltern. Schon damals wurde mir klar, wieviel Glück mein Bruder und ich gehabt haben - obwohl meine Eltern sicherlich nicht perfekt sind, aber das ist völlig ok.

Nun, im sehr hohen Alter (90 und 94), können wir ihnen viel zurück geben und tun das sehr gerne. Es passieren natürlich auch absolute Knaller, die zu sehr deutlichen Gesprächen führen - im Rahmen dessen, was noch geht in dem Alter.

Aber wir haben seit zweieinhalb Monaten eine umkrempelnde Krise und die Familie ist immer noch nicht zerstritten. Nein, morgen wird es einen kombinierten Nachfeier-Geburtstags-Muttertags-Kaffee-Klatsch mit einem frisch gebackenen Lieblingskuchen geben und alle Beteiligten freuen sich schon einen Keks darauf. Keine Geschenke für niemanden, nur liebe Gesten und Zeit miteinander.

Meine Eltern haben - trotz wirklich nicht einfacher Kindheit und Jugend, vor Allem meine Mutter wurde behandelt wie ein Fußabstreifer - die Saat gelegt und mein Bruder und ich führen es weiter. Nicht immer einfach, aber wir wollen das und es geht.
 
  • #43
Auch ihre emotionale Kälte, die oft mit Streitlust einherging hatte nachvollziehbare Gründe in ihren Lebensbedingungen (Nazizeit, Krieg, Flucht, ihre Mutterbeziehung). Mir war immer wichtig, das Gesamtbild zu sehen, nicht nur was aktuell ist, sondern woher das kommt.
Das ist doch noch lange kein Grund so zu seinen Kindern zu sein. Es darf doch wohl keine Rolle spielen in was für einer Zeit man aufgewachsen ist. Warum sollte man seine eigene Eltern dafür auch noch belohnen.

Weißt du ich bin normalerweise der Meinung, dass man auch mal verzeihen und vergessen sollte. Wenn man allerdings die ganze Zeit keine Liebe von seinen Eltern bekommen hat dann kann ich die FS schon verstehen. Gut ich kann da vielleicht nicht mitreden. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit.
 
  • #44
Man kann das auch kritisch sehen!
Der Muttertag der nur im Kalender steht für mehr Umsatz, hat lediglich den Charakter, damit Leute zu diesem Tag mehr Geld ausgeben, was sie sonst nicht ausgeben werden. Ich bin da völlig anderer Meinung, Geschenke machen und Danke sagen, sollte man immer und nur dann, wenn man das Gefühl hat, das gerne tun zu wollen, ohne es im Kalender nachlesen zu müssen!
Der Muttertag soll sagen, dass die Kinder gerne einmal der Mutter DANKE sagen dürfen, mit einem Geschenk, was sie sonst meistens vergessen... soweit dennoch okay...meine Mutter wollte an diesem Tag kein DANKE und auch kein Geschenk von uns Kindern, sie sagte, wenn wir was schenken wollen, gerne...aber nicht an diesem Tag, weil er deshalb im Kalender steht und das alle so machen, sie war da sehr eigen, das fand ich jedoch sehr gut, bewusst machen, nicht mit dem Mainstream, nicht mit der Masse einfach nur blind mit zu schwimmen!
 
  • #45
Weißt du ich bin normalerweise der Meinung, dass man auch mal verzeihen und vergessen sollte. Wenn man allerdings die ganze Zeit keine Liebe von seinen Eltern bekommen hat dann kann ich die FS schon verstehen. Gut ich kann da vielleicht nicht mitreden. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit.
Es geht darum, dass wenn die Mutter schrecklich ist und ist nicht gut zu einem, dann soll man entweder sie damit konfrontieren oder gar keinen Kontakt haben. Aber nicht wischiwaschi Taktik betreiben und sich trotzig-kindisch verhalten, indem man das Spiel mitspielt, aber hinter dem Rücken schmollen und versuchen sich passiv-aggressiv rächen.
Unsere Eltern haben uns die meisten nicht so erzogen, wie sie Kinder erziehen sollten, aber sie sind selber die Opfer von den Kriegsgenerationeltern. Das rechtfertigt nicht ihr Verhalten, aber erklärt wenigstens. Nicht jeder ist so stark und trotzt der Grausamkeiten, manche gehen kaputt und werden selber Täter zu ihren Kindern. Meine Mutter war eine Spur besser zu mir, als ihre Mutter, ich bin anders zu meiner Tochter und ich bin mir sicher, sie wird noch besser zu ihren Kindern.
Man kann lebenslang Groll hegen oder versuchen den Frieden zu schließen - entweder man nimmt die Mutter so wie sie ist /war und versucht sie trotzdem zu lieben, weil wer hier bei Eliteforum schreibt, kann nicht soo schlecht geworden zu sein oder? 😉Oder wenn es nicht gelingt normales Verhältnis zu Eltern hinzubekommen, dann findet man Kraft und Mut und distanziert sich von denen.
 
  • #46
Wenn sehe, das der jüngere Bruder schon 50 ist, kann man davon ausgehen, dass die Mutter der FS schon ziemlich betagt ist.
Da ist mein Rat ein anderer, als bei einem Konflikt mit einer jüngeren Mutter
Meine Mama kann sich keine 5 Minuten mehr merken, wie ich meinen Kaffee trinke, weil die nur von einem Thema zum anderen springt, wo sie meint mir zu erklären: wann ich Mülltonnen rausstellen muss, meine 21 jährigen Söhne betüddeln soll etc.
Mehr als ein innerliches "Ohm", kann ich gar nicht mehr tun.
Der Zug, da noch was verändern zu wollen ist durch.

Vor ü10 Jahren gab's mal nen dicken Knall und ein echt offenes Gespräch von ihrer Seite.
Ein Kind was vor mir geboren wurde und direkt starb.
Mein Erzeuger, der noch viel mehr A... war als ich dachte, mit Schlägen etc....wo Frau früher 0 Lobby und Hilfe bekam und eben auch die Erziehung meiner Großeltern.
Und die habe ich heiss und fettig geliebt, nie wäre ich darauf gekommen, dass sie als Eltern echt nicht gut waren...wo sie als Oma und Opa so toll waren.
Über nichts hat meine Mutter vorher etwas gesagt, dass hat sie nicht gelernt über Gefühle zu reden.

Ich bin froh das heute zu wissen und eher zu verstehen, warum sie ist wie sie ist.
Oder die Eltern meines Exmannes, die den Krieg nochmal richtig heftig mitbekommen haben.
Das hat geprägt, wie ich es nur ahnen aber nicht nachfühlen kann.

Aber heute noch was erfahren oder klären...ging gar nicht mehr.
Und Grenzen ziehen, würde meine Mutter nicht mehr "begreifen " und dabei ist sie noch ziemlich fit.

Muttertagsgeschenke oder nicht...haben wohl alle in ihren Familien geklärt bevor jemand Ü 80 ist.
Da zieht mans durch, wie man es gewohnt ist...finde ich.
 
  • #47
Schade wie viele hier schlechte Beziehungen zu ihrer Ursprungs Familie haben
Oder man schaut auf den Hintergrund. Wer ist denn hier? Onlinedating macht/hat gemacht bei wem es im RL nicht klappt, meistens weil er entsprechende Vorprägungen hat, die verhindern, dass es im RL klappt - also Beziehungsprobleme, die übfewiegend ihre Ursache in der Herkunftsfamilie haben.
So ist es in keiner Weise verwunderlich, dass so viele "schlechte Beziehungen zu ihrer Ursprungs Familie haben", sondern absolut nachvollziehbar.

Das ist doch noch lange kein Grund so zu seinen Kindern zu sein. Es darf doch wohl keine Rolle spielen in was für einer Zeit man aufgewachsen ist. Warum sollte man seine eigene Eltern dafür auch noch belohnen.
Es geht nicht ums "belohnen", noch nichtmal ums Verzeihen, sondern in erster Linie ums Verstehen. Man tut sich selber gut zu akzeptieren, dass sie nicht anders können, auch wenn andere mit vergleichbarer Biografie es konnten. Das hilft beim Distanzieren.

Ich maße mir nicht eigenes Verhalten idealiserend an, wie liebevoll ich zu meinen Kindern wäre, wenn ich selber als Kind/Jugendliche im Krieg aus der Heimat hätte fliehen müssen, mir das Eis auf der Ostsee unter den Füßen von Kampfliegern zerschossen wurde auf dass ich 13-jährige ertrinken möge usw.
Menschen sind auch biologisch unterschiedlich ausgestattet, dass sie solche Dinge besser oder schlechter verkraften - keine eigenen Wahlmöglichkeit.
Weniger Arroganz, wie super man das alles selber gerockt hätte, gerade wenn es nie ansatzweise auf die Probe gestellt wurde ist absolut hilfreich.

Auch wenn man selber als Kind nichts dafür kann, das die Eltern sowas (oder Varianten davon) durchleiden mussten, dann hilft es es zu sehen.
Man muss sich trotzdem nicht alles gefallen lassen, aber kommmt dann zu Haltung "Sch**** was auf die Blumen zum Muttertag" und sucht sich seinen Weg für das Wesentlichen: emotionaler und wenn es sein muss, zeitlicher sowie räumlicher Abstand.
 
  • #48
Viele Jahre habe ich alles hingenommen, was sich meine Eltern mir gegenüber "geleistet" haben. Sie haben bestimmt, kontrolliert, sich ungefragt ständig in mein Leben eingemischt, mir nichts zugetraut und gut genug war ich auch nie.
Du hast irgendwie die Abgrezung genauso wenig hinbekommen wie sie. Kenne ich. Das Thema ist aber durch.
Das war meine Oma auch. Auch meine andere Oma war sehr gutmütig. Zu beiden bin ich als Kind gegangen, wenn ich Kummer und Sorgen hatte, nicht zu meiner Mutter.
Ich bin froh, das ich das von meinen beiden Großmüttern mitbekommen habe.
Großeltern haben eine völlig andere Stellung und Aufgabe als Eltern...
Aber ich muss auch mich und mein Leben schützen, auch wenn ich dazu über 50 werden musste, um das zu begreifen.
Du möchtest ernsthaft mit Deiner sicher satt über 70 Jahre alten Mutter herumkämpfen? Da ist der Zug abgefahren, würde ich mal sagen...
 
  • #49
Es geht darum, dass wenn die Mutter schrecklich ist und ist nicht gut zu einem, dann soll man entweder sie damit konfrontieren oder gar keinen Kontakt haben. Aber nicht wischiwaschi Taktik betreiben und sich trotzig-kindisch verhalten, indem man das Spiel mitspielt, aber hinter dem Rücken schmollen und versuchen sich passiv-aggressiv rächen.
Gut da hast du natürlich recht. Wie du schon. Ich bin natürlich auch dafür, dass man sich ausspricht. Es gibt ja auch Fälle wo man nie mehr zusammen gesprochen hat. Ich bin natürlich auch dafür, dass man es tun sollte. Irgendwann sind die Eltern im schlimmsten Fall tot und man hat sich nie mehr ausgesprochen.

Was aber auch nicht geht. Ich hoffe ich habe dich da richtig verstanden. Was zu schenken bzw so tun als wäre alles in Ordnung und hinten rum den ganzen Groll hegen.
 
  • #50
Du hast irgendwie die Abgrezung genauso wenig hinbekommen wie sie. Kenne ich. Das Thema ist aber durch.

Großeltern haben eine völlig andere Stellung und Aufgabe als Eltern...

Du möchtest ernsthaft mit Deiner sicher satt über 70 Jahre alten Mutter herumkämpfen? Da ist der Zug abgefahren, würde ich mal sagen...
Du darfst mir glauben, es ist nie zu spät, auch bei 90 jährigen, die Fronten zu klären oder sich neu zu positionieren. Der Mensch, wenn nicht dement, ist bis ins hohe Alter lernfähig. Dazu allerdings muss man es wollen. Und danach handeln.
 
  • #51
Mir gefallen ja immer die Statements mit.........Geschäftemacherei, warum soll ich gerade an diesem Tag etwas kaufen usw.
Interessanterweise sind es gerade die Personen die auch an keinem anderen Tag etwas kaufen.

Tut es weh ? NEIN!!! Macht man jemand damit eine Freude? JA!!!

Ich kaufe meiner Mutter nicht nur ein Geschenk am Muttertag, sondern bringe ihr jedesmal etwas mit, wenn ich einmal in der Woche zu ihr fahre. Es kann so einfach sein, Freude zu bereiten, warum nur tun sich soviele damit schwer???
 
  • #52
Mir gefallen ja immer die Statements mit.........Geschäftemacherei, warum soll ich gerade an diesem Tag etwas kaufen usw.
Interessanterweise sind es gerade die Personen die auch an keinem anderen Tag etwas kaufen.

Tut es weh ? NEIN!!! Macht man jemand damit eine Freude? JA!!!

Ich kaufe meiner Mutter nicht nur ein Geschenk am Muttertag, sondern bringe ihr jedesmal etwas mit, wenn ich einmal in der Woche zu ihr fahre. Es kann so einfach sein, Freude zu bereiten, warum nur tun sich soviele damit schwer???
Was bringst du denn da mit? Ich würde mich ja über Nippes und Co so gar nicht freuen. Im übrigen haben hier schon viele Leute geschrieben, dass Ihr Verhältnis zur Mutter nicht das allerbeste ist, da möchte man eher Abstand wahren, fühlt sich aber gesellschaftlich genötigt, was gar nicht so toll ist.
 
  • #53
Du darfst mir glauben, es ist nie zu spät, auch bei 90 jährigen, die Fronten zu klären oder sich neu zu positionieren. Der Mensch, wenn nicht dement, ist bis ins hohe Alter lernfähig. Dazu allerdings muss man es wollen. Und danach handeln.
Ja, geht schon und kann sich immer weniger wehren.

Ich habe Respekt vor älteren Menschen. Wenn ich in 50 Jahren nichts erreiche, dann habe ich für mich meinen Frieden damit geschlossen.
 
  • #54
Mir gefallen ja immer die Statements mit.........Geschäftemacherei, warum soll ich gerade an diesem Tag etwas kaufen usw.
Interessanterweise sind es gerade die Personen die auch an keinem anderen Tag etwas kaufen.

Tut es weh ? NEIN!!! Macht man jemand damit eine Freude? JA!!!

Ich kaufe meiner Mutter nicht nur ein Geschenk am Muttertag, sondern bringe ihr jedesmal etwas mit, wenn ich einmal in der Woche zu ihr fahre. Es kann so einfach sein, Freude zu bereiten, warum nur tun sich soviele damit schwer???
Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter und wir telefonieren auch öfters miteinander und sehen uns, aber in meiner Familie wollen wir einfach alle keinen unnötigen Kitsch-Schrapel, der dann nur rumsteht und einstaubt, und finden es eher befremdlich, dass die Supermärkte schon ein halbes Jahr vor Weihnachten/Ostern mit entsprechender Deko und Schokolade voll sind und sie sich immer neue Konsumfeste überlegen, das wollen wir nicht unbedingt unterstützen. Zum Geburtstag kriegt meine Mutter auch einen Blumenstrauß, aber ansonsten will sie das gar nicht, sie hat selbst einen großen Garten. Wir mögen alle gerne freie Ablagen und sind am Ausmisten, da sollen nicht irgendwelchen eigentlich unnötigen Objekte hinzukommen. Dann lieber selten abgesprochen eine hochwertige, wirklich benötigte Sache oder mal was liebevoll Gebasteltes, aber was man so in den Läden an Krams findet, interessiert uns nicht. Wir haben in der Familie schon oft darüber gesprochen, wie problematisch Geschenke sind, weil an jedem Geschenk ein Faden hängt und man vielleicht gar nicht so viele Fäden um sich haben möchte.
w26
 
  • #55
Was bringst du denn da mit? Ich würde mich ja über Nippes und Co so gar nicht freuen. Im übrigen haben hier schon viele Leute geschrieben, dass Ihr Verhältnis zur Mutter nicht das allerbeste ist, da möchte man eher Abstand wahren, fühlt sich aber gesellschaftlich genötigt, was gar nicht so toll ist.

Keine Sorge, es gibt auch Menschen mit Geschmack, ich bringe ihr das mit, womit sie Freude hat, eine Gartenzeitschrift, ein Buch, Blumen, Lieblingstorte usw.....
 
  • #56
Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter und wir telefonieren auch öfters miteinander und sehen uns, aber in meiner Familie wollen wir einfach alle keinen unnötigen Kitsch-Schrapel, der dann nur rumsteht und einstaubt, und finden es eher befremdlich, dass die Supermärkte schon ein halbes Jahr vor Weihnachten/Ostern mit entsprechender Deko und Schokolade voll sind und sie sich immer neue Konsumfeste überlegen, das wollen wir nicht unbedingt unterstützen. Zum Geburtstag kriegt meine Mutter auch einen Blumenstrauß, aber ansonsten will sie das gar nicht, sie hat selbst einen großen Garten. Wir mögen alle gerne freie Ablagen und sind am Ausmisten, da sollen nicht irgendwelchen eigentlich unnötigen Objekte hinzukommen. Dann lieber selten abgesprochen eine hochwertige, wirklich benötigte Sache oder mal was liebevoll Gebasteltes, aber was man so in den Läden an Krams findet, interessiert uns nicht. Wir haben in der Familie schon oft darüber gesprochen, wie problematisch Geschenke sind, weil an jedem Geschenk ein Faden hängt und man vielleicht gar nicht so viele Fäden um sich haben möchte.
w26

Ein Geschenk oder eine Aufmerksamkeit hat bei mir nichts mit sinnlosen Dingen zum Abstauben zu tun.......merkwürdige Assoziation.
 
  • #58
Danke sagen und loben fällt vielen Menschen schwer. Liegts an Verbitterung oder fehlendem Selbstbewusstsein?
Schimpfen und wortlos etwas annehmen fällt dagegen vielen leicht! Das ist der von mir immer wieder genannte Sitten- und Moralverfall.
 
  • #59
Ich bin genervt vom Muttertag und meiner Mutter.
Ich war am Sonntag bei ihr (Freitag bis Sonntag). Ich hatte kein Geschenk dabei. Ich bin alle drei Wochen bei ihr.
Aber ich habe vor drei Wochen ihr Gewächshaus geputzt und Scheiben neu eingesetzt, den Rasen gemäht und gedüngt. Dann baue ich gerade ein Hochbeet für sie.
Am Muttertag, hat sie sich dann bei mir beschwert, dass ich kein Geschenk mitgebracht habe!
Da wurde mir noch XYZ vorgehalten, der seiner Mutter einen großen Blumenstrauß geschenkt hat. Aber XYZ lässt sich nur zu solchen Anlassen sehen.
Gut Mutter ist nun 82, sie wollte schon immer was auch andere haben. Ich werde es wegstecken und nach Pfingsten wieder zu ihr fahren:
- Weitermachen mit dem Hochbeet,
- Regenrinne muss auch gereinigt werden,
- wie immer Rasen mähen und mit ihr zur Gärtnerei fahren und dann ihre neue Pflanzen durch die Gegend fahren.
Aber ich werde ihr auch nächstes Jahr nichts zum Muttertag schenken.
Basta - Pasta.
 
  • #60
Ich bin genervt vom Muttertag und meiner Mutter.
Ich war am Sonntag bei ihr (Freitag bis Sonntag). Ich hatte kein Geschenk dabei. Ich bin alle drei Wochen bei ihr.
Aber ich habe vor drei Wochen ihr Gewächshaus geputzt und Scheiben neu eingesetzt, den Rasen gemäht und gedüngt. Dann baue ich gerade ein Hochbeet für sie.
Am Muttertag, hat sie sich dann bei mir beschwert, dass ich kein Geschenk mitgebracht habe!
Da wurde mir noch XYZ vorgehalten, der seiner Mutter einen großen Blumenstrauß geschenkt hat. Aber XYZ lässt sich nur zu solchen Anlassen sehen.
Gut Mutter ist nun 82, sie wollte schon immer was auch andere haben. Ich werde es wegstecken und nach Pfingsten wieder zu ihr fahren:
- Weitermachen mit dem Hochbeet,
- Regenrinne muss auch gereinigt werden,
- wie immer Rasen mähen und mit ihr zur Gärtnerei fahren und dann ihre neue Pflanzen durch die Gegend fahren.
Aber ich werde ihr auch nächstes Jahr nichts zum Muttertag schenken.
Basta - Pasta.
Ich finde, es bricht einem kein Zacken aus der Krone, zu diesem Anlass einen Blumenstrauß mitzubringen, OBWOHL man viele handwerkliche Dinge für sie auch so schon macht (vorausgesetzt natürlich, man versteht sich gut mit Muttern). Wo ist denn da das Problem? Mal kurz am Straßenrand angehalten, paar schöne Blumen gepflückt, und aus die Maus. Wenns Mutters Herz erwärmt, warum denn nicht? Lass sie doch einfach haben, was andere auch haben, lass ihr doch die Freude. Wer weiß, warums so ist?
Da muss man auch nicht so rumbocken, man bringe auch im nächsten Jahr wieder nix mit🙈. Im Gegenteil, einfach nen Strauß mitbringen, und man erspart sich das ganze Gejammer und die Genervtheit und die Vorträge über xyz. Und zeigt seiner Mutter, dass man ihre „emotionalen“ Wünsche wertschätzt, und eben nicht nur die „praktischen“.
Funktioniert bei einer Partnerin (oder einem Partner) übrigens genauso.

Wenn die Mutter allerdings eine Xanthippe ist, und selbst ein emotionaler Eisklotz, der nur an sich denkt, dann würde ich mich weder an Muttertag, noch sonstwann da blicken lassen, da kann sie sich selbst beschenken, wär mir egal.
Aber bei „normalen“ Müttern ist das doch kein Ding, einfach eine kleine Aufmerksamkeit mitzubringen.
 
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