• #1

Geschlechtsunterschiede in der Sexualität

Ich habe mir Gedanken zum aktuellen Thread "Sind Frauen Triebgesteuerter als Männer" gemacht, und wollte die Diskussion mal auf eine andere Ebene bringen. Ich habe auch ein wenig recherchiert; Laut Freud hieß es ja, dass Frauen weniger zur Triebsublimierung fähig wären, ihre Libido nicht so gut in sozial nützliche Errungenschaften, in eine geistige Leistung oder kulturell anerkannte Verhaltensweisen umlenken könnten, was auch daran liegen soll dass sie eine von Natur aus geringere Libido hätten und sie daher die libidinöse Energie nicht so gut wahrnehmen und sublimieren könnten.

Liegt es vielleicht daran dass oft angenommen wird, Frauen wären eher von ihren Sexualtrieben gesteuert? Was haltet ihr davon? Bin mal gespannt auf eure Ansätze.


Gruß, Heiko
 
  • #2
Laut Freud hieß es ja, dass Frauen weniger zur Triebsublimierung fähig wären, ihre Libido nicht so gut in sozial nützliche Errungenschaften, in eine geistige Leistung oder kulturell anerkannte Verhaltensweisen umlenken könnten, was auch daran liegen soll dass sie eine von Natur aus geringere Libido hätten und sie daher die libidinöse Energie nicht so gut wahrnehmen und sublimieren könnten.
Da Aggression, Antrieb und Sexualtrieb aus der selben Quelle kommen sollen, und Aggression angeblich für Männer ohne Umwege "fließt", kann ich mir schon vorstellen, dass manche Männer schneller "rankommen" an diese Quelle. Deswegen sind sie vielleicht auch risikofreudiger und nicht so schnell zu verschrecken vor irgendwelche großen Aktionen.
Inwieweit das anerzogen ist bei Frauen, nicht klar ihren Willen zu äußern und den Kontakt zu offen geäußterter Aggression zu verwaschen, kann ich nicht sagen, sehe das aber als Fakt. Fakt ist auch die sexualfeindliche Erziehung und dass Männer ja offensichtlicher mit ihrer eigenen sexuellen Erregung und der Abhilfe in Kontakt treten.

Ich kann mir schon vorstellen, dass sich diese Energie auf andere Ebenen verschieben kann und sowohl Nützliches als auch Kriege z.B. oder diese soziopathologischen Manager, Gewaltverbrecher hervorbringen kann.

Aber man darf auch nicht vergessen, dass Männer nicht so eine Bindung zum eigenen Kind haben können wie Frauen. DAS ist meist das große "Projekt" für eine Frau, und kein Mann wird das nachvollziehen können. Man sagt ja, dass Künstler ihre Kunst wie ihre Kinder sehen und Menschen können total aufgehen in irgendwelchen Projekten, in die sie ihre gesamte Energie stecken. Also vielleicht suchen sich Männer (und auch Frauen, sofern sie gesellschaftlich die Möglichkeit haben) dann so ein "Kind", um ihren Beitrag in der Gesellschaft zu leisten, also diese Energie auszuleben?

Ich glaube, dass viel an der Prägung der Geschlechter in der Gesellschaft liegt. Die Männer verweichlichen ja angeblich, weil sie nur noch Frauen als Vorbilder haben, die ihnen aberziehen, sich wie Jungen zu benehmen. Und es gibt jede Menge Frauen mit Machttrieb, Aggressionen und Antrieb zu großen Leistungen.

Je mehr Trieb, umso aktiver, ehrgeiziger, machtgieriger, aggressiver. Aber bewusster sein, geht doch damit nicht automatisch einher. Ich denke nicht, dass Männer bewusst ihren Trieb sublimieren, sondern das einfach passiert im Guten wie im Schlechten. Wie auch bei Frauen.
 
G

Ga_ui

  • #3
Frauen haben keine geringere Libido. Die Vagina ist rundum ein Muskel, der trainiert werden muss. Wenn man sich nicht mit seiner Sexualität beschäftigt bzw. keinen Sex hat, nimmt die Lust ab, weil der Muskel abnimmt.

Freud in aller Ehren, aber als Freud lebte, war es für Frauen tabu, über ihre Sexualität zu sprechen. Die Frauen lebten hinter dem Kochtopf und es war tabu, sich geistig oder beruflich beweisen zu dürfen, grundsätzlich wegen dem Christentum, der ja heute immer weiter abbnimmt. Und Männer sind ja auch nicht gerade die Leuchten, ihre sexuelle Energie in gemeinnützliche Dinge umzutauschen.
 
  • #4
dass oft angenommen wird, Frauen wären eher von ihren Sexualtrieben gesteuert?
Ja, eher - als ich bisher annahm. Und eher - als die Frauen selber von sich glauben ?

Testfrage:"Wie soll der Vater deiner Kinder sein ?"
Aus der Antwort kann man m.E. die Prioritäten erkennen, und dessen Ursache.

Mein Irrtum: Ich ging bisher davon aus: Ernsthafte Partnersuche: Gegenseitige Zuneigung führt zur Liebe.
Aber meistens falsch. Es geht zuerst um sexuelle Zuneigung. Auch bei Frauen. m.E. aktuell mehr denn je.

Also Gehirn "ausgeschaltet" und triebgesteuert. Anscheinend auf beiden Seiten. Da kann die Liebe "einpacken" und erst mal abwarten, ob noch Interesse für sie ?

Meistens versäumen die Männer dabei, zu prüfen, ob sie wirklich sexuell attraktiv auf die Frau wirken ? Sie nehmen es an, weil sie ein Mann sind. Aber übersehen dabei, dass auch Frauen ihre Prioritäten haben, was sie als sexuell attraktiv empfinden - und was nicht.

Bei meinen meisten Partnerinnen war anfangs meine sexuelle Attraktivität anscheinend vorrangig. Ich maß diesem Umstand aber keine so bedeutende Stellung zu. Also ihn unterschätzt.

Aber Frauen unterliegen dem gleichen Diktat: Figur, Kleidung, Make-up setzen Frauen ein, um z.B. sexuell attraktiv zu wirken.
Weil das auch oft deren erste Hürde ist.

Mir war es von Anfang an zu primitiv, die Partnersuche primär über die sexuelle Attraktivität zu betreiben. Machte aber dabei vielleicht "den zweiten Schritt vor dem ersten" was den Gegenüber irritieren kann. Also "zurück auf Anfang." Aber dieser Anfang ist mir eben zu primitiv.

Meiner ex-Partnerin (46) ist es auch zu primitiv geworden. Primär sexuell attraktiv sein zu müssen. Sie ist ebenso Single, und gab die Partnersuche auf.
(m,53)
 
  • #5
Uff, ich verstehe nur die Hälfte.
Hilf mir: Freud sagt, dass man
eine geistige Leistung oder kulturell anerkannte Verhaltensweisen
nur erbringen könne, wenn sie aus einem sexuellen Trieb sublimiert seien ?
Ojemine !
Sag mal, ich bin da nicht so firm, aber sieht man Freuds Aussagen nicht schon seit geraumer Zeit als überholt, weil mindestens überzogen an ?
Das mit dem Penisneid ist doch auch inzwischen als Hirnriß eingestuft, nicht ?
Bitte korrigiere mich, wie gesagt, ich habe nur Halbwissen, aber sieht man Freud heute nicht als, mit Verlaub, geilen alten Bock an ?
Ich denke da immer an an Kafkas Rüsselkäfer.
Auch das eine widerliche geile-Bock-Phantasie.

Zur Frage: meine Libido war immer und ist eher gering, meine geistigen Leistungen würde ich dennoch als ausreichend, meine Verhaltensweisen auch in kultureller Hinsicht würde ich trotzdem als angemessen bezeichnen.

Es gibt sicher sehr stark oder sehr schwach triebgesteuerte Menschen.
Es gibt sicher Menschen, die hohe oder geringe geistige Leistungen erbringen.
Und es gibt sicher eine jeweilige gewisse Schnittmenge aus beiden.
Einen kausalen Zusammenhang würde ich daraus nicht ableiten.

Liegt es vielleicht daran dass oft angenommen wird, Frauen wären eher von ihren Sexualtrieben gesteuert?
Das wird oft angenommen ?
Hab ich noch nicht bemerkt. Ja, kürzlich hat das hier mal eine Frau angenommen, aber die Beiträge dieser Dame halte ich ohnehin für wenig repräsentativ, du nicht ?
Andere Triebe, z.B. Nestbau wird Frauen aber gelegentlich unterstellt, habe ich auch schon mitbekommen.

w 48
 
  • #6
Frauen haben keine geringere Libido. Die Vagina ist rundum ein Muskel, der trainiert werden muss. Wenn man sich nicht mit seiner Sexualität beschäftigt bzw. keinen Sex hat, nimmt die Lust ab, weil der Muskel abnimmt.
Sprich für dich, nicht für alle ;). In meiner Ehe habe ich meinen "Muskel" sicher genug trainiert, aber meine Libido ist trotzdem nicht vorhanden.

@Heiko: Ich fand Freud mal sehr interessant, aber mittlerweile kann ich über viele seiner Gedankenkonstruktionen nur noch den Kopf schütteln. Schau dich lieber in der modernen Psychologie um.

ALLE Menschen sind triebgesteuert. Und mal hat dieser, mal jener Trieb die Oberhand.

Aber man darf auch nicht vergessen, dass Männer nicht so eine Bindung zum eigenen Kind haben können wie Frauen. DAS ist meist das große "Projekt" für eine Frau, und kein Mann wird das nachvollziehen können. Man sagt ja, dass Künstler ihre Kunst wie ihre Kinder sehen und Menschen können total aufgehen in irgendwelchen Projekten, in die sie ihre gesamte Energie stecken. Also vielleicht suchen sich Männer (und auch Frauen, sofern sie gesellschaftlich die Möglichkeit haben) dann so ein "Kind", um ihren Beitrag in der Gesellschaft zu leisten, also diese Energie auszuleben?
Das ist ein sehr interessanter Aspekt und ich denke, da ist viel dran. Ich glaube zwar schon, dass Männer eine ähnlich enge Bindung zu ihren Kindern haben können, aber die entsteht auf jeden Fall anders als bei den meisten Frauen (auch bei manchen Frauen entsteht sie nicht "einfach so").
Und das mit dem "Projekt = Kind" habe ich auch schon öfter gedacht.

Zur Frage: meine Libido war immer und ist eher gering, meine geistigen Leistungen würde ich dennoch als ausreichend, meine Verhaltensweisen auch in kultureller Hinsicht würde ich trotzdem als angemessen bezeichnen.
Du hast halt deine Libido von vornherein ins Geistige sublimiert :D. Ich wahrscheinlich auch. Vielleicht sind wir ja verkappte Männer :p.
 
  • #7
Sag mal, ich bin da nicht so firm, aber sieht man Freuds Aussagen nicht schon seit geraumer Zeit als überholt, weil mindestens überzogen an ?
Das mit dem Penisneid ist doch auch inzwischen als Hirnriß eingestuft, nicht ?
Nun, S. Freud war halt ein Mann - keine Frau. Und Männer ahnen mehr über die Frauen, als sie fundiert wissen ?

Ich bin froh. dass ich einen Penis habe. Alle Frauen, die ich darauf ansprach, sind froh, dass sie keinen Penis haben. Also Penisneid der Frauen - nur ein Mythos ? Den sie sich nicht von den Männern einreden lassen.

Weibliche Brüste: Welcher Mann wollte sowas haben ?

Ich denke, fast Jede/r wächst im Laufe seiner Entwicklung in seine Geschlechterrolle hinein.

In Umfragen unter Kinder sagen aber mehr Mädchen, sie wollten lieber Jungs sein, wie umgekehrt. Lässt man aber auch Mädchen Hosen tragen, Fußball spielen, und hemmungslos herum toben und sich dabei schmutzig machen, sinkt m.E. dieser Wunsch.

Ganz Frau sein dürfen - aber trotzdem Alles machen, wozu frau Lust dazu hat. Ich schätze, dann sind Frauen am glücklichsten.

Das einzige Problem dabei sind die Anderen (M+F), die Frauen soviel Glück und Freiheit nicht zugestehen wollen. Weil sie in ihren eigenen Köpfen beschränkt sind.
(m,53)
 
  • #8
@frei

Ich habe Freud eigentlich nie so richtig ernst genommen. Denke aber dass an einigen seiner Thesen etwas dran sein dürfte. Der Grund dafür warum ich ihn hier als Quelle angebe ist der, weil ich oft selbst gemerkt habe dass ich oft einen innen Antrieb in mir spüre bzw. gespürt habe, der eine ich nenn es mal innere Hitze auslöst, es fühlt sich wie eine zusätzliche Energie an, die unter anderem auch mit Aggressivität verbunden zu sein scheint. Ich muss diese allerdings nicht unbedingt körperlich abbauen, sondern spüre wie diese Energie hochsteigt und mich dazu anregt mich mit sehr vielschichtigen Themen auseinanderzusetzen, komplexe logische Zusammenhänge herzustellen und die Dinge aus einer höheren Ebene zu betrachten und geistige Erkenntnisse zu gewinnen. In einem Moment der Erkenntnis habe ich mich dabei ertappt, dass ich darauf kam dass diese zusätzliche Energie Frauen verwehrt bleiben würde.

Ich bin 28 und besonders deutlich habe ich das etwa bis zu meinem 25. Lebensjahr wahrgenommen. Mittlerweile nehme ich das nicht mehr so deutlich wahr. Was ich noch dazu sagen möchte ist dass ich früher bis etwa zu meinem 25., wo meine Libido noch stärker war, oft keinen so hohen Bedarf hatte zu masturbieren. Ich konnte mich z.b eher mit hilfe der wahrgenommene Energie in den Schlaf "phantasieren". Heute habe ich bzw. meine ich eher das Bedürfnis zu haben, den Druck einfach abzulassen um einzuschlafen.

Ich denke übrigens nicht, dass man diese libidinöse Energie zwingend benötigt, um geistige Hochleistungen zu vollbringen. Ich halte sie lediglich für einen Zusatz an potenzieller Energie der einem das vereinfachen kann. Natürlich gibt es sehr geistreiche Frauen, nur fällt es der Mehrzahl vielleicht eher schwerer auch wirklich Höchstleistungen zu vollbringen, weil ihnen der letzte Zusatzschuss an Energie fehlt?

Möglicherweise ist das ja einer der Hauptgründe dafür, dass insbesondere die Philosophie eine Männerdomäne ist, und dass die Schere zwischen Männern und Frauen sich umso weiter öffnet, je anspruchsvoller die Berufe sind.

Bin mal auf weitere Beiträge und Erfahrungen gespannt.
 
  • #9
@frei
... ich nenn es mal innere Hitze ..., es fühlt sich wie eine zusätzliche Energie an, die unter anderem auch mit Aggressivität verbunden zu sein scheint.
Auf die Gefahr hin, dass ich dich falsch verstehe und du mitnichten nur den sexuellen Drang meinst, der dich nachts um halb zwei aus dem Bett und in die kalte Nacht auf der Suche nach einem paarungswilligen Weibchen treibt und den wahrscheinlich der ein oder andere Mann, möglicherweise sogar eine gewisse Anzahl an Frauen kennt, willst du sagen, dass du dich dann mit deinem Harten an den Schreibtisch setzt und an deiner Promotion weiterarbeitest ? Und dann besonders gut bist ?
Wow !
Beneidenswert.
Habe ich noch nie gehört.

@frei
Ich denke übrigens nicht, dass man diese libidinöse Energie zwingend benötigt, um geistige Hochleistungen zu vollbringen.
Ich denke nicht, dass man sie überhaupt benötigt.
Verstehe ich dich richtig, dass du dir Energie grundsätzlich nur mit libidinösem Hintergrund vorstellen kannst ?
Dann möchte ich dir sagen, dass ich oft Energie verspüre, die in keiner Weise einen sexuellen Ursprung hat.
Allerdings habe ich auch noch nie geistige Höchstleistungen vollbracht.
Vielleicht liegt es daran...

w 48
 
  • #10
Dein Post gefällt mir gut, vielen Dank lieber Bernd.
Ganz Frau sein dürfen - aber trotzdem Alles machen, wozu frau Lust dazu hat. Ich schätze, dann sind Frauen am glücklichsten.
Ich würde hier noch weiter gehen.
Es ist mir wurscht, ob ich so sein darf wie ich bin, weil oder obwohl ich eine Frau bin.
'Ganz Frau frei sein zu dürfen - und alles zu machen, worauf Frau frei Lust hat. Dann ist sie am glücklichsten.'
Ich als Individuum, nicht ich als Frau.
Das einzige Problem dabei sind die Anderen (M+F), die Frauen soviel Glück und Freiheit nicht zugestehen wollen.
Auch hier: ich bin sauer, wenn mir jemand mein Glück und meine Freiheit nicht zugestehen will. Unabhängig davon, ob ich eine Frau bin oder nicht. Mir als Individuum.

Ich verstehe hier in diesem Forum das oft zu erlebende Männer-Frauen-Rumgehacke nicht. Sie rotten sich in zwei Mannschaften zusammen und prügeln aufeinander ein.
Ich werde sauer, wenn jemand einen anderen Menschen schlecht behandelt, unabhängig davon, ob es eine Frau oder ein Mann ist.

w 48
 
  • #11
@frei
Ich denke übrigens nicht, dass man diese libidinöse Energie zwingend benötigt, um geistige Hochleistungen zu vollbringen. Ich halte sie lediglich für einen Zusatz an potenzieller Energie der einem das vereinfachen kann. Natürlich gibt es sehr geistreiche Frauen, nur fällt es der Mehrzahl vielleicht eher schwerer auch wirklich Höchstleistungen zu vollbringen, weil ihnen der letzte Zusatzschuss an Energie fehlt?

Möglicherweise ist das ja einer der Hauptgründe dafür, dass insbesondere die Philosophie eine Männerdomäne ist, und dass die Schere zwischen Männern und Frauen sich umso weiter öffnet, je anspruchsvoller die Berufe sind.

Bin mal auf weitere Beiträge und Erfahrungen gespannt.
Frauen waren in ihrer bisherigen Geschichte einen großen Teil ihres Lebens damit beschäftigt, Kinder zu bekommen und sich um sie zu kümmern, also auf den Gebieten, auf denen sich Männer Meriten verdienen konnten, völlig ausgebremst. Wer nur einen Funken von einer Ahnung hat, wie viel Energie und Zeit die Zuständigkeit für das Wohlergehen von Kindern absorbiert und noch dazu bedenkt, dass Frauen noch immer in vielen - den meisten! - Regionen dieser Erde kein selbst bestimmtes Leben führen können (60 Prozent der Ehen sind weltweit arrangiert), wird mit der o. g. Einschätzung sehr, sehr vorsichtig sein. Ich kann nur jedem Mann empfehlen, seine Mutter über ihr Leben zu befragen. Vielleicht entsteht dann bei diesen Männern statt Verklärung Respekt ... und Verständnis für die nicht vorhandenen weiblichen Hochleistungen beispielsweise in Philosophie. Damit will ich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen aber nicht verleugnen, auch nicht in der Sexualität. Die Energie auf diesem Gebiet muss aber nicht geschlechtsspezifisch determiniert sein.
 
B

BigRed

  • #12
@frei
.......

Möglicherweise ist das ja einer der Hauptgründe dafür, dass insbesondere die Philosophie eine Männerdomäne ist, und dass die Schere zwischen Männern und Frauen sich umso weiter öffnet, je anspruchsvoller die Berufe sind.
Lieber Heiko,

1.Wie Freud zu lesen ist, lernt heutzutage doch jedes Schulkind. Ich wusste nicht, dass es ernsthaft noch Menschen gibt, die herausgepickte Einzelaussagen kontextfrei 1:1 wörtlich übertragen.

2.Philosophie ist eine Männerdomäne? Manche Aussagen offenbahren einen ganzen Rattenschwanz an Unbildung und Verständnislosigkeit.

Zu 3. Den letzten Absatz solltest du einfach mal mit deinem Sachbearbeiter vom Arbeitsamt diskutieren, der erläutert dir bestimmt ein paar Zusammenhänge.
Bei deiner Sinnsuche auch weiterhin ganz viel Erfolg und Glück. Besonders letzteres wirst du brauchen. ;)

[Mod: Provokation entfernt]
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Natürlich gibt es sehr geistreiche Frauen, nur fällt es der Mehrzahl vielleicht eher schwerer auch wirklich Höchstleistungen zu vollbringen, weil ihnen der letzte Zusatzschuss an Energie fehlt?
ich glaube, es liegt nicht an zuwenig Energie, sondern ggf. an nicht genug Interesse für soviel Theorie.

Wird die geistige Höchstleistung aber für dessen Verwirklichung in die Praxis erzeugt und eingesetzt, sind die geistigen Leistungen von Männern wie Frauen m.E. gleich hoch.
Möglicherweise ist das ja einer der Hauptgründe dafür, dass insbesondere die Philosophie eine Männerdomäne ist
Was kommt bei der Philosophie am Ende heraus ? Lehrsätze, ggf. sogar Erkenntnisse.
Irgendwas Praktisches ? Nein. Warum soll sowas dann eine Frau interessieren ?

Frauen reden ggf. auch viel. Aber nicht immer, um damit was zu erzielen. Sondern um der Kommunikation als solche. Also ein inneres Bedürfnis und dessen Befriedigung.
 
  • #14
@frei

[Mod: Teilbeitrag entfernt. Bitte halten Sie sich an die Forumsregeln]

Ich denke nicht, dass man sie überhaupt benötigt.
Verstehe ich dich richtig, dass du dir Energie grundsätzlich nur mit libidinösem Hintergrund vorstellen kannst ?
Dann möchte ich dir sagen, dass ich oft Energie verspüre, die in keiner Weise einen sexuellen Ursprung hat.
Allerdings habe ich auch noch nie geistige Höchstleistungen vollbracht.
Vielleicht liegt es daran...

w 48
Ich denke es geht hier um den Lebenstrieb. In wie weit sich das von der Libido abgrenzen lässt weiß man nicht genau, es soll aber einen klaren Zusammenhang geben. Du behauptest deine Energie hätte keinen sexuellen Ursprung, aber ich sage dass du dir da mal nicht so sicher sein solltest. Möglicherweise findet bei dir eine Sublimierung statt ohne dass du sie als solche wahrnimmst, und du gehörst vielleicht zu den Frauen die einen starken Lebenstrieb haben, den du aber auch in sexuelle Energie (Libido) umwandeln könntest und umgekehrt. Das dürfte übrigens auf eine Kopflastigkeit hindeuten. Ist doch schön wenn du Energie verspürst ohne Drang zu verspüren. Bei vielen Frauen soll das aber anders sein. Auch hier im Forum liest man von vielen Frauen, dass sie sich ohne Sex nicht gut fühlen, manche schreiben sogar sie könnten förmlich die Wände hochgehen wenn sie keinen Sex bekommen. Wenn man berücksichtigt dass selbst diese Frauen keinen Druck verspüren können wie wir Männer, dann regt es schon zum nachdenken an dass sie es nicht oder nur schlecht aushalten können.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
Lieber Heiko, Deine Vermutung ist doch ein Schmarrn. Begründung folgt: Bekanntlich werden beim Mann ständig neue Spermien erzeugt, die den Hoden füllen. Solange der Mann sexuell aktiv sein kann, wirken sich in diesem Zustand bereits leichte Berührungen des Penis derart aus, dass es Erektionen geben kann. Deshalb ist der Druck beim Mann sehr groß, den Hoden zu entleeren. Die Libido des Mannes wird vom Testosteronspiegel bestimmt. Bei Männern, auch jungen, kann der Testosteronspiegel so gering sein, dass trotzdem kein Interesse am weiblichen Geschlecht besteht.
Dagegen ist bei Frauen höchstens beim Eisprung das sexuelle Interesse größer. Ansonsten bestehen bei der Frau keine hormonellen Gründe Sex mit dem anderen Geschlecht zu haben.
Ich sehe deshalb grundsätzliche Unterschiede im Hinblick auf das intendierte Ausleben der Sexualität: die Frauen sind nicht die getriebenen sondern die Männer.
 
  • #16
Frauen waren in ihrer bisherigen Geschichte einen großen Teil ihres Lebens damit beschäftigt, Kinder zu bekommen und sich um sie zu kümmern, also auf den Gebieten, auf denen sich Männer Meriten verdienen konnten, völlig ausgebremst. Wer nur einen Funken von einer Ahnung hat, wie viel Energie und Zeit die Zuständigkeit für das Wohlergehen von Kindern absorbiert und noch dazu bedenkt, dass Frauen noch immer in vielen - den meisten! - Regionen dieser Erde kein selbst bestimmtes Leben führen können (60 Prozent der Ehen sind weltweit arrangiert), wird mit der o. g. Einschätzung sehr, sehr vorsichtig sein. Ich kann nur jedem Mann empfehlen, seine Mutter über ihr Leben zu befragen. Vielleicht entsteht dann bei diesen Männern statt Verklärung Respekt ... und Verständnis für die nicht vorhandenen weiblichen Hochleistungen beispielsweise in Philosophie. Damit will ich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen aber nicht verleugnen, auch nicht in der Sexualität. Die Energie auf diesem Gebiet muss aber nicht geschlechtsspezifisch determiniert sein.
Erstmal das. Und ernstgenommen wurde das von Frauen Gesagte auch bis vor wenigen Jahrzehnten nicht. Wenn Frauen zu Freuds Zeiten ähnlichen anmaßenden Quatsch über das männliche Geschlecht verbreitet hätten wie er über das weibliche, dann wären sie dadurch nicht bis weit nach ihrem Tod als fähige Meisterinnen ihres beruflichen Fachs gefeiert worden, sondern bestenfalls lebenslang gesellschaftlich geächtet worden und eher noch in eine Heilanstalt für Geisteskranke oder ein Zuchthaus eingeliefert worden.

Und man darf auch nicht vergessen, dass es auch noch nicht so lange her ist, dass Frauen kaum Rechte hatten, nicht die Schule beenden durften, wenn sie im Haushalt gebraucht wurden, nicht studieren durften und bis vor wenigen Jahrzehnten als Ehefrau ohne Erlaubnis des Ehemanns nicht arbeiten durften.

Am mangelnden Sexualtrieb der Frauen liegt es jedenfalls nicht, dass sie in der Vergangenheit nicht in der Menge berufliche / geistige Höchstleistungen erzielen konnten wie Männer. Und da die wahren Gründe dafür auf der Hand liegen, wundert es mich sehr, dass jemand auf die Idee kommt, solche kruden Zusammenhänge herzustellen.
 
  • #17
Ich muss diese allerdings nicht unbedingt körperlich abbauen
Kann es dann libidinöse Energie sein? Ich denke nicht, dass der wirkliche sexuelle Antrieb sich mit geistigen Ergüssen zufrieden gibt. Was Du zu meinen scheinst, ist eher der Drang, im Leben voranzukommen. Den haben aber auch Frauen.
mich dazu anregt mich mit sehr vielschichtigen Themen auseinanderzusetzen, komplexe logische Zusammenhänge herzustellen und die Dinge aus einer höheren Ebene zu betrachten und geistige Erkenntnisse zu gewinnen. In einem Moment der Erkenntnis habe ich mich dabei ertappt, dass ich darauf kam dass diese zusätzliche Energie Frauen verwehrt bleiben würde.
Vielleicht brauchen sie auch keine Zusatzenergie und schaffen ihre Ziele so.
Jede Frau, die ein wissenschaftliches Fach studiert, hat diese Energie, sich ihrem Ziel zu widmen. Auch Literatur und Kunst oder Zusammenhänge der Gesellschaft zu verstehen, braucht den Willen und die Energie, sich mit dem Stoff auseinanderzusetzen. Was mir oft begegnet ist, sind allerdings Leute beiderlei Geschlechts, die die Lust am Lernen und am Herstellen von Zusammenhängen verloren haben, und das manchmal schon mit Mitte Zwanzig. Sie bleiben in ihrer Entwicklung einfach stehen und laufen ab wie eine Uhr. Ganz gruselig sind die, die auch keine Veränderungen mehr in ihrem Leben zulassen wollen, um den Beziehungsstatus nicht zu gefährden, denn die MÜSSEN stehenbleiben.

Möglicherweise ist das ja einer der Hauptgründe dafür, dass insbesondere die Philosophie eine Männerdomäne ist, und dass die Schere zwischen Männern und Frauen sich umso weiter öffnet, je anspruchsvoller die Berufe sind.
Definiere "anspruchsvoll". Die Liebe zum Denken ist auch Frauen gegeben, aber ich sehe das wie Bernd in Beitrag 12. Praxisbezug und Nutzen in Gesellschaft, Umgang miteinander usw. sollte vielleicht bei einer Frau eher gegeben sein als Gedankenspiele ohne Nutzen.

Was ich allerdings denke ist, dass Frauen viel eher von ihren persönlichen Zielen ablassen, sobald sie sich verlieben. Ein Mann zieht durch, was er sich als Ziel gesteckt hat, seine Freundin fängt an, ihre Energie statt in ihre Ziele in die Beziehung zu stecken und ihn zu unterstützen. Vielleicht weil sie näher an den Gefühlen und am Bedürfnis nach Nähe usw. ist? Oder weil das Mütterliche durchgreift und sie für ihre Umsorgeenergie Liebe erwartet?
 
  • #18
@frei
Auch hier im Forum liest man von vielen Frauen, dass sie sich ohne Sex nicht gut fühlen, manche schreiben sogar sie könnten förmlich die Wände hochgehen wenn sie keinen Sex bekommen.
Hm, Heiko, jetzt überlege ich langsam ernsthaft, ob wir vom gleichen Forum reden.
Ich habe das hier noch niemals gelesen.
Gelegentlich beschweren sich Frauen darüber, dass ihr Mann nicht mehr mit ihr schläft. Aber ich hatte diese Beitrage immer so gelesen, dass das Problem darin besteht, dass sie denken, der Mann liebe sie nicht mehr oder etwas in der Art.

Aber möglicherweise habe ich nur Tomaten auf den Augen.
Ich würde mich über ein paar links zu den entsprechenden Aussagen freuen.
Wärst du so nett ?

w 48
 
  • #19
So ist es. Sehr viele Frauen sagen bzw schreiben, dass sie Sex nicht brauchen, wenn sie nicht verliebt sind. Dass sie ohne Probleme jahrelang daraf verzichten können. Dass Sex für sie eine Form der Kommunikation zwischen Verliebten ist, kein Selbstzweck. Bei den meisten Männern wird das anders sein und die Gründe hat Walter_alt gut u einfach erklärt.
Lieber Heiko, Deine Vermutung ist doch ein Schmarrn. Begründung folgt: Bekanntlich werden beim Mann ständig neue Spermien erzeugt, die den Hoden füllen. Solange der Mann sexuell aktiv sein kann, wirken sich in diesem Zustand bereits leichte Berührungen des Penis derart aus, dass es Erektionen geben kann. Deshalb ist der Druck beim Mann sehr groß, den Hoden zu entleeren. Die Libido des Mannes wird vom Testosteronspiegel bestimmt. Bei Männern, auch jungen, kann der Testosteronspiegel so gering sein, dass trotzdem kein Interesse am weiblichen Geschlecht besteht.
Dagegen ist bei Frauen höchstens beim Eisprung das sexuelle Interesse größer. Ansonsten bestehen bei der Frau keine hormonellen Gründe Sex mit dem anderen Geschlecht zu haben.
Ich sehe deshalb grundsätzliche Unterschiede im Hinblick auf das intendierte Ausleben der Sexualität: die Frauen sind nicht die getriebenen sondern die Männer.
 
  • #20
Tatsache ist wohl, es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen, wenn man mal das asiatische YingYang Modell
heranzieht.
Aus meiner Sicht bringen Männer ihre Energie stärker nach außen.
Der Mann zeugt, die Frau empfängt. Trotzdem hat auch der Mann yin Anteile und die Frau Yang. Dadurch, dass der Mann seine Energie stärker nach außen bringt, handelt er dort mehr. Das führt zu kulturellen Höchstleistungen, Führen von Kriegen, Errichten von Diktaturen etc.
Davon auszugehen, dass die Frau eine grundsätzlich geringere Libido hat, halte ich für fatal. Sie äußert sich anders. Daraus zu konstruieren, dass die angeblich geringere Libido bei der Frau im Untergrund ihr Unwesen treibt und die Frau von dort aus schwächt, ebenso.
Eher scheint es mir daraufhin zu deuten, dass der möglicherweise von dir praktizierte Triebverzicht nicht gerade zu kulturellen Höchstleistungen führt, sondern zu lebensfernen und frauenfeindlichen Theorien. Damit bist du übrigens in guter Gesellschaft mit einigen Philosophen mit einem gestörten Verhältnis zu Frauen. Manche sind übrigens dem Wahnsinn verfallen.
Dir würde ich raten, mehr Praxis, weniger Theorie. Das Mysterium Frau lässt sich nicht am Schreibtisch entschlüsseln, das kannst du nur live und in Farbe erleben. Die Gefahr besteht allerdings, dass du aus deinem vergeistigten Elfenbeinturm in die Realität plumpst und sexuell und emotional involviert wirst.
 
N

nachdenkliche

  • #21
und die Gründe hat Walter_alt gut u einfach erklärt.
Sehe ich auch so! Man kann natürlich aus jedem Pub einen wissenschaftlichen Donnerschlag hier machen, lieber Heiko! Du schreibst, dass Du ANGEHENDER Psychologiestudent bist. Darunter verstehe ich einen Menschen, der es PLANT, Psychologie zu studieren. Mehr nicht! Ich interessiere mich auch SEHR dafür...:)
Sexualität hat sehr wohl was mit Aggresivität zu tun und ist was den Trieb betrifft, bei Männern rein biologisch, siehe Antwort Walter_alt begründet. Das einzige, was ich bzgl. Freud noch einigermaßen ernst nehme, ist der Freudsche Versprecher ! :)
 
  • #22
@frei

Hier ein Thread der mir spontan eingefallen ist.

https://www.elitepartner.de/forum/frage/wie-lang-kann-eine-frau-ohne-sex-auskommen.19974/

Mindestens die Hälfte der Frauen meinen dort, dass sich die Abstinenz stark auf ihr Wohlbefinden auswirkt, manche von denen sogar dass sie nach ein paar Monaten am durchdrehen wären und ONS oder am liebsten Sexaffären hätten bzw. bereits hatten.

--------------

Es geht übrigens nicht darum dass man plötzlich sexuelle Erregung spürt und daraufhin geistige Hochleistungen vollbringt. Quatsch. Der Lebenstrieb ist ein Dauerzustand der sich auf das Bewusstsein auswirken kann. Und wenn dieser bei Männern stärker ausgeprägt ist, kann man sich die Konsequenzen ja in etwa vorstellen.

Vielleicht mal ein Beispiel um zu veranschaulichen was ich meine; Einer Frau die ihre Energie für ihre sexuelle Befriedigung "verbraucht", wird es verglichen mit einem Mann, eher an mentaler oder geistiger Energie mangeln, weil ohnehin schon nicht so viel Grundenergie da war. Dann kommt natürlich noch der Fakor Veranlagung hinzu. Kopflastige Frauen tendieren in der Regel eher dazu den Sex nicht so wichtig zu nehmen, und sind dann u.a geistig und beruflich, unter Umständen, umso besser aufgestellt. Blieben da noch die sogenannten Power-Frauen, die beides gut unter einen Hut bekommen. Das wären dann aber relativ wenige Frauen. (eher die mit einem maskulinen Touch)
 
  • #23
Hab mir jetzt grad nochmal deine Fragestellung durchgelesen. Eigentlich bodenlos.
Frauen=schwächere Libido, geringere Sublimation, geringere Leistung, unkontrollierter Trieb, da weniger bewusst.
Männer=stärkere Libido, stärkere Sublimation in sozial nützliche Eigenschaften, kulturell anerkannte Verhaltensweisen, stärkere Triebkontrolle.
Vielleicht wirfst du mal einen Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage, was du da so findest an von Männern erzeugten kulturell anerkannten Verhaltensweisen. Kulturell anerkannt heißt übrigens nicht=gut, sondern für denjenigen sozial nützlich. Die für die Gemeinschaft sozial nützlichen Verhaltensweisen wie die Betreuung von Kindern, Alten und Kranken wird übrigens zum Großteil von Frauen übernommen. Die sind so unterschiedlich wie Männer auch und manche haben wie die Männer auch eine schwache und andere eine stärkere Libido.
Die Männer, die auf Geschäftsreise kollektiv ins Puff gehen (manche nur, damit sie sozial anerkannt sind) sind sicher dabei, sich zu kulturellen Höchstleistungen aufzuschwingen.
Angela Merkel hat sicher einen höheren Energielevel als du, sonst würde sie ihr Pensum nicht schaffen.
Was macht dir eigentlich Angst? Dass Frauen sexuell nicht kontrollierbar sind? Vielleicht solltest du mal deine eigenen Motive für solche Fragen hinterfragen, denn der reine Wissensdurst kann es nicht sein.
Natürlich spielt auch die Sozialisation eine Rolle. Ein Mann, der seine Sekretärin flachlegt, ist ein toller Hecht, eine Chefin, die ihren 20 Jahre jüngeren Assistenten nimmt, wohl weniger.Deshalb werden sich Frauen mit stärkerer Libido öffentlich zurückhalten.
Verallgemeinerungen machen aus meiner Sicht keinen Sinn, und Ausspielen Männer gegen Frauen samt moralischer Bewertungen erst recht nicht.
 
  • #24
OMG! Ich fasse mal kurz zusammen. Frauen haben von Natur aus eine geringere Grundenergie. Dann neigen sie aufgrund ihrer Unbewusstheit stärker zur Triebhaftigkeit und verpulvern ihre eh schon geringen Energiereserven noch dumpf beim Sex. Das führt zur weiteren Energieminderung so dass nur eingeschränkte geistige Leistungen möglich sind. Erfolgreiche Frauen sind kopflastig und nicht sehr an Sex interessiert.
Ich probiers nochmal. Sexualität ist für viele Männer und Frauen ein Grundbedürfnis wie Essen und Schlafen. Ein erfülltes Sexualleben macht viele Menschen glücklich und auch leistungsfähiger, weil sie sich keine Gedanken um die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse machen müssen, zb müssen sie nicht mal eben abends vor dem Schlafengehen Druck ablassen, sondern sie erleben Sexualität im Idealfall als verbindend und stärkend, wenn es über die reine Triebabfuhr hinausgeht.
Ich frage mich, ob du da jemals eine positive Erfahrung gemacht hast, oder warum du dir solche Sorgen um die sexuelle und intellektuelle Potenz der Frauen machst, bzw. hier mittelalterliche Thesen verbreitest.
 
  • #25
Mindestens die Hälfte der Frauen meinen dort, dass sich die Abstinenz stark auf ihr Wohlbefinden auswirkt, manche von denen sogar dass sie nach ein paar Monaten am durchdrehen wären und ONS oder am liebsten Sexaffären hätten bzw. bereits hatten.
Mindestens die Hälfte? Ich war im Gegenteil erstaunt, wie viele ausdrücklich schrieben, dass sie auf keinen Fall Beliebigkeitssex wollen und wie viele gar nicht an Sex denken, wenn sie keinen Partner haben ...
Da scheint sich eher in den letzten drei Jahren einiges gedreht zu haben, wenn man die jetzigen Threads so liest.
 
  • #26
Pfaunenauge, natürlich gehen unzählige Männer fremd oder auch als Singles in den Puff. Das ist bei denjenigen dem hohen Trieb kombiniert mit wenig Selbstbeherrschung und Sorglosigkeit geschuldet. Bei Frauen allerdings, liegt der Verdacht nahe dass viele nicht aus Überzeugung keine ONS oder Affären haben, sondern weil sie entweder eine geringere Libido haben oder aber die Konsequenzen abwägen, sprich; sich nicht unglücklich verlieben, oder sogar als Schlampe dastehen wollen.

Wenn es aber um reine Selbstbeherrschung geht, dürfte der durchschnittliche Mann der durchschnittlichen Frau überlegen sein, denke ich. Heißt also z.b, dass die Frau mit der Libido und Sorglosigkeit eines Mannes, eher fremdgeht als der Mann.
 
  • #27
@Serenissima

Bitte? Das war doch höchstens aus 8, max. 10 Beiträgen rauszulesen, dass es denjenigen nichts ausmacht. Die meisten schrieben, dass sie Sex mit Männern hatten oder haben mit denen sie nicht zusammen waren, und da ging es nicht darum es "verbindend" zu erleben. Und nein, Sex ist kein Grundbedürfnis wie essen und trinken, wo kämen wir da denn hin.
 
  • #28
Pfaunenauge, so kann man es natürlich auch drehen. Ich halte deine Sichtweise hier aber für undifferenziert. Ich vereinfache das mal noch weiter, ohne jemandem auf die Füße treten zu wollen. Wir hätten da zum einen den Lebenstrieb und zum anderen die Libido. Beides lässt sich sublimieren, mit der Lebensenergie die den Schwerpunkt im geistigen hat geht das allerdings einfacher, weil die Menschen bei denen diese stark ausgeprägt ist ein von Natur aus höheres geistiges Potenzial haben mit dem sie ihre Energie steuern können, bewusst oder unbewusst. Wenn beim Menschen der Schwerpunkt der Energie allerdings eher auf der sexuellen Komponente (Libido) liegt, ist es schwieriger dies in geistige Energie zu sublimieren, weil dies ein höheres geistiges Potenzial erfordert. Das ändert natürlich nichts daran dass die Gesamtenergie da eine entscheidende Rolle spielt.
 
A

Arcturus

  • #29
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Aus meiner Sicht bringen Männer ihre Energie stärker nach außen.
Der Mann zeugt, die Frau empfängt. Trotzdem hat auch der Mann yin Anteile und die Frau Yang. Dadurch, dass der Mann seine Energie stärker nach außen bringt, handelt er dort mehr. Das führt zu kulturellen Höchstleistungen, Führen von Kriegen, Errichten von Diktaturen etc.
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Eher scheint es mir daraufhin zu deuten, dass der möglicherweise von dir praktizierte Triebverzicht nicht gerade zu kulturellen Höchstleistungen führt, sondern zu lebensfernen und frauenfeindlichen Theorien. Damit bist du übrigens in guter Gesellschaft mit einigen Philosophen mit einem gestörten Verhältnis zu Frauen. Manche sind übrigens dem Wahnsinn verfallen..

Das, was der FS in seinem Eingangspost meinte ist das Sublimieren von nicherfüllten Triebwünschen. Nach Freud und der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik bezieht sich dieser Abwehrmechanismus nicht nur auf sexuelle Triebwünsche:
"Sublimierung oder Sublimation: Nicht erfüllte Triebwünsche werden durch gesellschaftlich höher bewertete Ersatzhandlungen ersetzt und damit befriedigt (Kunst, Wissenschaft, Musik, Sport, exzessive Arbeit). Typischerweise eignen sich für bestimmte Wünsche bestimmte Sublimationstechniken besonders gut. So werden aggressive Triebe oft durch Sport sublimiert, sexuelle Wünsche durch Beschäftigung mit schönen Künsten oder kindliche Neugierde durch wissenschaftliche Forschertätigkeit. Sublimierungen erfüllen die Befriedigung der Triebwünsche oft gut und werden dann nicht als psychopathologisch angesehen. Nach Freud ist die Sublimierung ein wichtiger Motor für die Kulturentwicklung.(wikipedia)"
Und im letzten Satz setckt es schon drin, was viele Mönche im Mittelalter zu künstlerischen und kulturellen Hochleistungen anspornte. (und vielleicht auch den FS ;-)
 
  • #30
So werden aggressive Triebe oft durch Sport sublimiert, sexuelle Wünsche durch Beschäftigung mit schönen Künsten oder kindliche Neugierde durch wissenschaftliche Forschertätigkeit. Sublimierungen erfüllen die Befriedigung der Triebwünsche oft gut
Die Erklärung finde ich aufschlussreich und sie brachte mich noch zu einem anderen Punkt. Manche Menschen sublimieren ihre Triebe keinesweg gut, sondern indem sie ihre Kinder, Tiere, Schüler, Studenten oder einfach Untergebene bei der Arbeit triezen, mobben, ausgrenzen, bloßstellen oder ihnen auf sonstwelche Weise das Leben schwermachen.
Der sexuelle Trieb wird ja auch bei Sexualstraftätern als Machtwunsch ausgelebt. Bei einer Vergewaltigung geht es mitnichten um Sex, sondern darum, einen anderen zu benutzen und ihm den Willen aufzuzwingen.
Beide Geschlechter, die sich auf oben genannte Weise zeigen, sublimieren ihren Trieb in was sehr Negatives. Gerade die Menschen, die verkopft sind und Sublimierung vornehmen (wollen), merken meist gar nicht, wie grausam sie sich verhalten, weil der einfachere Zugang zum Trieb sagt "masturbiere", und der verkopfte/aberzogene/pervertierte anfängt, den Frust, den die nichterfüllte Triebbefriedigung bringt, durchaus auch an anderen auf negative Weise auszulassen, statt die nächste philosophische Theorie aufzustellen.
Nur mal so am Rande, weil ich den Eindruck habe, dass es durch den FS ein bisschen verklärt wird, was dabei rauskommt, wenn sublimiert wird.