• #31
Bitte? Das war doch höchstens aus 8, max. 10 Beiträgen rauszulesen, dass es denjenigen nichts ausmacht. Die meisten schrieben, dass sie Sex mit Männern hatten oder haben mit denen sie nicht zusammen waren
Falls ich jemals eine Statistik zu Gesicht bekomme, die von einem Heiko X. ausgewertet wurde, werde ich kein Wort glauben :D.
Zähl nochmal nach.

Außerdem gibt es zwischen "nichts ausmachen" und "total wuschig sein" etliche Zwischenstufen.
Die weitaus meisten Frauen schrieben, dass sie Sex sehr vermissen, wenn sie in einer festen Partnerschaft leben und dagegen fast gar nicht, wenn sie gerade Single sind.
Und nur ganz wenige schrieben, dass sie unbedingt regelmäßig Sex "brauchen" und daher auch Affären, Freundschaft + oder auch ONS in Betracht ziehen oder gezogen haben.

Die große Mehrheit in jenem Thread dreht also offensichtlich nicht total am Frustrationsrad, wenn sie keine Beziehung hat und daher auch keinen regelmäßigen Sex. Wie es draußen im realen Leben in einer viel größeren Bevölkerungsgruppe aussieht, kann ich nicht einschätzen.

Dass Sex kein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken ist, da sind wir ausnahmsweise einig.
 
  • #32
Beide Geschlechter, die sich auf oben genannte Weise zeigen, sublimieren ihren Trieb in was sehr Negatives. Gerade die Menschen, die verkopft sind und Sublimierung vornehmen (wollen), merken meist gar nicht, wie grausam sie sich verhalten, weil der einfachere Zugang zum Trieb sagt "masturbiere", und der verkopfte/aberzogene/pervertierte anfängt, den Frust, den die nichterfüllte Triebbefriedigung bringt, durchaus auch an anderen auf negative Weise auszulassen, statt die nächste philosophische Theorie aufzustellen.
Nur mal so am Rande, weil ich den Eindruck habe, dass es durch den FS ein bisschen verklärt wird, was dabei rauskommt, wenn sublimiert wird.
Das ist natürlich richtig, genau da kommen dann die Charakterzüge ins Spiel. Aber auch hier spielt das geistige Potenzial eine Rolle. Denn je mehr man davon hat, desto eher kann man gewisse Charakterdefizite überwinden.

@Serenissima

Einer von uns beiden scheint hier nur das herauszulesen was er will. :)
Eine Minderheit schrieb dass sie den Sex außerhalb von Beziehungen nicht oder kaum vermissen. Viele vermissen ihn mehr oder weniger stark, verzichten aber darauf, weil sie es schonmal getan haben und nicht erfüllend fanden. Und ähnlich viele schreiben, dass sie es gut finden und weiterhin tun, weil sonst ihre Lebensqualität darunter leidet.
 
  • #33
Falls ich jemals eine Statistik zu Gesicht bekomme, die von einem Heiko X. ausgewertet wurde, werde ich kein Wort glauben :D.
Zähl nochmal nach.

Außerdem gibt es zwischen "nichts ausmachen" und "total wuschig sein" etliche Zwischenstufen.
Die weitaus meisten Frauen schrieben, dass sie Sex sehr vermissen, wenn sie in einer festen Partnerschaft leben und dagegen fast gar nicht, wenn sie gerade Single sind.
Und nur ganz wenige schrieben, dass sie unbedingt regelmäßig Sex "brauchen" und daher auch Affären, Freundschaft + oder auch ONS in Betracht ziehen oder gezogen haben.

Die große Mehrheit in jenem Thread dreht also offensichtlich nicht total am Frustrationsrad, wenn sie keine Beziehung hat und daher auch keinen regelmäßigen Sex. Wie es draußen im realen Leben in einer viel größeren Bevölkerungsgruppe aussieht, kann ich nicht einschätzen.

Dass Sex kein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken ist, da sind wir ausnahmsweise einig.
Natürlich ist der Sexualtrieb ein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken, es gibt in der Forschung darüber keine geteilten Meinungen. Wie man ihn auslebt, ist unterschiedlich, das ist ja wohl klar.
 
  • #34
Das ist natürlich richtig, genau da kommen dann die Charakterzüge ins Spiel. Aber auch hier spielt das geistige Potenzial eine Rolle. Denn je mehr man davon hat, desto eher kann man gewisse Charakterdefizite überwinden.
Nur wenn man sie als solche erkennt. Ich würde sagen, dass Professoren z.B. für geistiges Potenzial eigentlich stehen dürften, aber gerade bei denen sieht man, dass sie überhaupt nicht mit ihrer Macht weise umgehen können, sondern jeglichen Frust, insbesondere wenn sie Menschen als Blitzableiter ausgeguckt haben, an diesen auslassen.

Es gehört meiner Ansicht nach vielmehr die Erkenntnis dazu, dass andere Menschen auf Augenhöhe sind, was den "Wert" einer Persönlichkeit angeht, dass man Respekt vor anderen Menschen hat und sich bewusst ist, dass Macht missbraucht werden kann.

Gerade auch bei Lehrern, die nun auch geistiges Potenzial haben sollten, sehe ich ungezügelt Machttriebe ausgelebt, wenn sie denken, sie könnten es ungestraft machen.

Charakterdefizite überwinden wird man nur, wenn man Gegenwind bekommt, also eine Notwendigkeit da ist, sie auch zu überwinden. Egal, wie hoch das Potenzial ist. Und ich denke, dass Menschen, die näher an ihren Gefühlen sind, eher begreifen, was sie da tun, wenn sie Machtmissbrauch betreiben. Dazu gehört ein hohes soziales/emotionales Potenzial. Aber ich denke, diese Menschen sublimieren ihren Geschlechtstrieb eher nicht, sondern genießen ihn und wandeln das gegebenenfalls in große Kunstwerke um. Wenn Du Dir die ganzen Maler ansiehst, also ihr Leben, dann wirst Du bei vielen haufenweise Ausleben des Triebes finden mit zig Frauen, und daraus die kreative Kraft geschöpft sehen. Ebenso Schriftsteller, Politiker, Schauspieler.
Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass das Sublimieren des Triebes im Kopf eher von den Menschen betrieben wird, die eine große Schüchternheit gegenüber dem anderen Geschlecht haben und deswegen ausweichen müssen, statt den Freuden des Leibes zu frönen.
 
  • #35
Das ist natürlich richtig, genau da kommen dann die Charakterzüge ins Spiel. Aber auch hier spielt das geistige Potenzial eine Rolle. Denn je mehr man davon hat, desto eher kann man gewisse Charakterdefizite überwinden.
Ich möchte das bezweifeln, dass geistiges Potenzial hilft, einen schlechten Charakter zu überwinden. Ich nehme eher das Gegenteil an, je mehr geistiges Potenzial, umso geschickter werden die schlechten Charakterzüge ausgelebt. Das geistige Potenzial genutzt, um anderen den schwarzen Peter zuzuschieben, bzw. die iegenen Übeltaten zu verschleiern.
 
  • #36
@void

Das geistige Potential beinhaltet ja mehrere Komponente, der auch mit Charakterstärken einhergehen kann. Einer der Komponenten ist z.b die Selbstreflexion. Der Beruf allein sagt noch gar nichts darüber aus in wie weit die einzelnen Komponenten bei jemandem ausgeprägt sind. Den Gegenwind von dem du sprichst, nimmt man ja nur dann als solchen an, wenn man ihn auch als solchen wahrnimmt und fühlt. Das heißt dass die Notwendigkeit die Charakterdefizite zu überwinden, aus einem selbst heraus entsteht, je nachdem wieviel Potential in bestimmten Bereichen in jemandem steckt.

Dass Höchstleistungen gerade bei promiskuitiver Lebensweise in Erscheinung treten und für mehr Kreativität sorgen, ist eine Fehlinterpretation. Es sind die Erfahrungen welche die Phantasie anregen können, die Leistungen die du erwähnst sind wahrscheinlich eher nach Beendigung der promisken Phasen enstanden. Nicht dass so etwas in einer promisken Phase unmöglich wäre, es dürfte nur bedeutend schwieriger und wahrscheinlich auch von weniger Erfolg gekrönt sein.

Moderation: Es ist nicht notwendig, auf jeden Beitrag als Fragesteller separat zu antworten. Das lässt den Thread zu einem Chat verkommen und ist nicht gewünscht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
 
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  • #37
Ich möchte das bezweifeln, dass geistiges Potenzial hilft, einen schlechten Charakter zu überwinden. Ich nehme eher das Gegenteil an, je mehr geistiges Potenzial, umso geschickter werden die schlechten Charakterzüge ausgelebt. Das geistige Potenzial genutzt, um anderen den schwarzen Peter zuzuschieben, bzw. die iegenen Übeltaten zu verschleiern.
Das ist so dermaßen wahr, dass ich das gern einfach nochmal unterstreichen will. Vor allem können Menschen mit geistigem Potenzial das auch gut verwenden, um sich selbst zu täuschen in Richtung, dass Defizite versucht werden, über den Kopf ausgeglichen zu werden, und das gerade fatalerweise im Gefühlsbereich. Z.B. der "rationale" Mensch, der nie ein liebes Wort rausbringt und sich einredet, er sei eben rational und der Partner/die Partnerin gefühlsduselig. Oder der sexuell Gehemmte, der meint, das andere Geschlecht sei minderwertig. Es wird z.B. gern von krampfigen verkopften Frauen gedacht, dass Männer wegen ihres Triebes niedrige Wesen seien. Dabei müssten sich die Frauen mal selber mit ihrem dunklen Punkt auseinandersetzen und entdecken, dass sie auch Spaß am Sex und den Trieben haben könnten. Meist steht da aber ein einschneidendes verletzendes Erlebnis im Weg.
Genauso denke ich das bei Männern, die Frauen abwerten müssen als irrational, weil Frauen Gefühle haben. Es ist eine verletzte Seele, die sich da einen Ausweg sucht, um die Verletzung nicht zu merken, und bei geistig tätigen Menschen ist es eben ein geistiges Konstrukt, das sie dann zu "richtiger Mensch" und andere zu "unterlegener Mensch" macht.
 
  • #38
Ich hatte geschrieben, das Sexualität zu den Grundbedürfnisse des Menschen gehört und zwar aus dem Bauch raus. Oder war es der Kopf? :) Sei es darum. Wikipedia bestätigt mich im Nachhinein.
Wir alle sind nur hier, weil es Sexualität gibt, auch wenn der Trend immer mehr dahingeht, Fortpflanzung und Sexualität voneinander zu entkoppeln. Was das mit uns macht, werden die nachfolgenden Generationen wissen. Und Sexualität ist aus meiner Sicht nicht nur zur Fortpflanzung da, sondern kann auch eine seelische und spirituelle Komponente haben. Aber auch reine Triebbefriedigung, solange niemand geschadet wird ist okay.
Sexualität ist einer der mächtigsten Triebe. Ich habe sehr wohl verstanden, dass es hier um Sublimierung nicht ausgelebter Triebe geht.
Was mir nicht gefällt, ist die negative Grundeinstellung, die Heiko gegenüber Frauen und Sexualität an den Tag legt. Jetzt wird also behauptet, dass Frauen im Zweifelsfall das hemmungslosere Geschlecht sind und sich weniger im Griff haben. Das wird sich wohl nur schwer objektiv beweisen lassen. Und wenn es so wäre, so what? Nur geht das ganze auch weiter...dadurch sind Frauen ja auch schlechter in der Lage, ihren Charakter zu verbessern usw. Im Grunde läuft die ganze Argumentationskette darauf hinaus, Frauen sind das minderwertigere Geschlecht. Alles unter dem Deckmantel scheinbar objektiver Fragestellung und Schein-Sachargumenten.
Gleichzeitig schimmert die moralische Abwertung der Sexualität und der Frau als Quelle der Sünde durch. Hatten wir alles schon mal.
Angefangen bei Adam und Eva, Hexenverbrennung usw.
Gerade die hier besprochenen Künstler neigen ja eher zum Frauen-Alkohol-Drogen-lifestyle, und das ist nicht nur ein Klischee.
Wozu nicht integrierte Sexualität führt, kann man hier lesen.
Die wenigsten Menschen schaffen es, ohne Sexualität zu leben ohne irgendwo neurotisch zu werden oder etwas abzuspalten, siehe katholische Kirche. In früheren Zeiten mag es zur Entwicklung der Spiritualität notwendig gewesen sein, Sexualität abzuspalten.
Für mich sieht es so aus, als ob Heiko seine möglicherweise vorhandenen persönlichen Probleme mit Frauen und Sexualität, bedingt durch möglicherweise Kindheitserfahrungen hier auf die Frauen projiziert.
Google mal Spiegel-Artikel, Sex und Autorität.
 
  • #39
Der größte Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich heute beim Pornokonsum und bei der Selbstbefriedigung. Ansonsten haben Frauen sich dem männlichen Verhalten angenähert, nicht zuletzt in der Zahl der Sexualpartner. Mit dem Verschwinden vieler Verbote ist befinden sich Frauen aber dabei auf einem schmalen Grat - zwischen einem pornographischen Auftritt im Internet und dem Rückzug in alterhergebrachte Sittsamkeit.
In einer Zeit der seriellen Monogamie haben sich zugleich traditionelle Skripte erhalten. Immer noch existiert zweierlei Maß für Männer und Frauen. Ergreift eine Frau selbstbestimmt die Initiative, muss sie die Ablehnung beider Geschlechter fürchten. Das zeigt sich hier im Forum immer wieder sehr deutlich, letztlich auch in der Theorie des FS, dass nur weniger gebildete (er nennt es "kopflastig") Frauen ihre Libido gering sublimieren. Ein großer Teil der gebildeten weiblichen Bevölkerung in einer Großstadt legt wert auf ein Abwerfen der alten Skripte und kümmert sich ausreichend um eine entwickelte und reife weibliche Sexualität.