• #1

Getrennte Schlafzimmer – Anfang vom Ende vs Rettung der Beziehung

Er schnarcht zu viel, sie friert ständig und der Beziehungsärger ist damit häufig vorprogrammiert. Um wiederkehrende Streitigkeiten zu verhindern, überdenken daher immer mehr Partnerschaften den Alltag ihrer Nächte und entscheiden sich für getrennte Schlafzimmer.

Was unromantisch klingt, soll tatsächlich gesünder und geruhsamer sein, das gegenseitige Begehren wecken und, im Zweifelsfall, sogar die Rettung einer Beziehung darstellen. Auf der anderen Seite fehlt vielen bei getrennten Schlafzimmern die körperliche Nähe zum Partner, das Kuscheln beim Einschlafen und die Geborgenheit.

Was meinen Sie, sind getrennte Schlafzimmer der Anfang vom Ende oder eine gute Möglichkeit ausgeschlafen und in Harmonie zusammenzuleben?

Können Sie sich so einen Lebensentwurf vorstellen?
 
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  • #2

Durch getrennte Schlafzimmer? Wohl kaum. Es müßte ja einer ins Zimmer des anderen kommen und sich zu ihm ins Bett legen, was beim anderen auf Verteidigung seines Territoriums hinaus liefe. Also auf mehr Unfrieden, als man ihn zuvor schon hatte. Nicht umsonst ist "miteinander schlafen" ein Synonym für Geschlechtsverkehr. Für viele Menschen (auch Männer) ist es die Nähe und Wärme des anderen, die in ihnen überhaupt die Lust auf Sex weckt. Keine Wärme, keine Nähe, da Partner im anderen Zimmer ... keine Lust. Ganz einfach.
 
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  • #3
Das Thema taucht ja hier in regelmäßigen Abständen auf!

Wenn das Schnarchen wirklich störend ist und ich keinen Schlaf mehr finde, sind getrennte Schlafzimmer die perfekte Lösung!
Sind sind ebenso die perfekte Lösung bei sehr unterschiedlichen Schlafgewohnheiten.

(w) praktiziert dies schon seit Jahren mit ihrem Mann erfolgreich
 
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  • #4
Ja sehr, vor allen Dingen, wenn man 50+ ist. Man schläft ganz einfach besser. Natürlich kuschle ich auch sehr gerne , vor allem abends, doch das könnte man ja trotzdem machen.
Wenn es nachts "unruhig" wird, weil - entweder einer schnarcht oder die andere laufend auf Toilette gehen muß, ist es besser, getrennte Schlafzimmer zu haben. Nur darf die Liebe , das Körperliche , nicht zu kurz kommen. :) w57
 
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  • #5
Ja, das kann ich.

In meiner Ehe gab es von Anfang an für jeden ein Zimmer. Damit war das völlig normal. Denn ich brauche nachts meine Ruhe, mag es nicht, wenn ich im Schlaf angefasst werden, schrecke sofort hoch, schlafe eh schlecht durch und mit schnarchendem Partner gleich überhaupt nicht.

Auch in der nächsten Beziehung war es normal, getrennt zu schlafen, weil er schnarchte. Natürlich gab es Kuscheln und Sex und das eine Bett war größer. Aber nachts, wenn ich schlafe, brauche ich meine Ruhe, kann auch nicht mit Körperkontakt einschlafen.

Nun hatte ich einen Partner, der unbedingt ein gemeinsames Bett haben wollte und kuschelnd einschlafen. Das habe ich 1 Jahr mitgemacht und bin zum Schluss völlig am Ende gewesen, weil ich nie mehr als 2 Stunden am Stück nachts hatte. Das ging auch insgesamt nicht gut, weil er alles eng zusammen machen wollte. Ich habe es versucht, das ist nicht die Lebensweise, die mir gut tut.

Wenn man dann erst nach einiger Zeit zwei Zimmer einrichtet, hat das natürlich einen etwas komischen Beigeschmack. Aber ... warum sollte ein Partner, der Ruhe braucht nachts, einen schnarchenden Partner aushalten müssen?

Während meiner Ehe haben mir einige Frauen (die als Pärchen bei uns waren) gesagt, dass sie auch so gerne ihr eigenes Zimmer hätten, weil sie nie durchschlafen können, weil er schnarcht, aber für ihn käme das überhaupt nicht in Frage.

Hat das mit Liebe zu tun, wenn ich den anderen zwinge, das auszuhalten. Ich meine nein. Wenn ich liebe, möchte ich, dass es dem anderen gut geht. Man muss sich einfach von den alten Bildern lösen, was schon immer war. Wir leben in einer anderen Zeit. Zum Kuscheln gehe ich dann früh, wenn ich wach bin rüber zum anderen, das ist doch überhaupt kein Problem.

Und es ist ja nicht nur das Schnarchen ... der eine möchte vielleicht abends noch im Schlafzimmer fernsehen, ein Buch lesen, lüften oder nicht ... so kann es jeder so machen wie es ihm gut tut. Ist doch prima.

w,46
 
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  • #6
Bei einem gemeinsamen Schlafzimmer finde ich die automatische Verfügbarkeit sehr lustkillend. Nach dem Motto, jetzt liegen wir doch schon mal hier, also Du neben mir, bist ja auch schon halbnackt und los gehts. Hilfe, das find ich zum Davonlaufen. Hatte immer Männer, die das ausgenutzt haben, um ständig Sex haben zu können. Nein danke.
 
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  • #7
Dann kann ich auch Single bleiben :) Ist angenehmer.

Ich will mich an meinen Partner schmiegen und evtl. auch mal Sex haben oder beim Aufstehen Sex haben - und zwar möglichst viel und so oft wie es geht - nicht am Ende des Tages sich in getrennte Räume verabschieden. Komische Leute gibt es. Auf so etwas hätte ich gar keinen Bock. Aber scheinbar stehen Leute auf Bruder-Schwesterchen-Verhältnisse.

w
 
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  • #8
bist ja auch schon halbnackt und los gehts. Hilfe, das find ich zum Davonlaufen. Hatte immer Männer, die das ausgenutzt haben, um ständig Sex haben zu können. Nein danke.

Ja, was willst du denn sonst mit deinem Partner im Bett machen? Ich wäre froh, ich hätte so einen leidenschaftlichen Mann, der es kaum erwarten kann, mich ständig zu bespringen.

w
 
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  • #9
weder noch
getrennte Schlafzimmer müssen weder der Anfang vom Ende sein - und kaum können sie zur Rettung einer Beziehung beitragen.
Wir praktizieren das schon ewig, aus verschiedenen Gründen: vor allem aber auf Grund von massiven Schlafstörungen (die gab es schon immer) eines Partners. Beziehungskillend war diese Lösung nie, beide Betten sind groß genug für zwei. Allerdings ist diese Lösung auch ziemlich platzeinnehmend, in einer kleinen Wohnung nur schwer vorstellbar. - Und manchmal ist eine kurzzeitige räumliche Trennung erholend.
w
 
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  • #10
Ich war es seit Jahren gewöhnt, für mich alleine zu schlafen. Mit einem neuen Partner war es für mich eine große Umstellung mit einem gemeinsamen Schlafzimmer. Sein Schnarchen weckte mich oft (ich schnarche aber auch manchmal), er mochte es gerne mit Rollo zu und Fenster zu, ich genau das Gegenteil. Er mochte gerne im Schlafzimmer fernsehen, und das am besten schom um 20 Uhr, also nach dem Abendessen ab ins Bett und fernsehen. DAS, also das Fernsehen im Schlafzimmer finde ich den absoluten Liebeskiller. Das Schlafzimmer ist für mich ein Ort der Ruhe und Zweisamkeit, eben auch Zärtlichkeit und Kuscheln. Fernsehen kann man doch auch im Wohnzimmer. Doch wenn im Schlafzimmer nebenher der Fernseher läuft finde ich das unpassend. Das ist, als ob eine dritte Person im Raum wäre. Und Peng, Peng und sonstige Actionfilme empfinde ich nicht als geeignete letzte Eindrücke für einen erholsamen Schlaf. Mein Partner war da aber anderer Meinung. Er hat sich dann zwar zurückgenommen, und den Fernseher meist ausgeschaltet, wenn ich ins Schlafzimmer kam, doch insgeheim spürte ich, dass er das nur meinetwegen macht und sich da irgendwo eingeengt fühlt und verbiegt. Deshalb plädiere ich in solchen Fällen für getrennte Schlafzimmer. Natürlich sollte das Kuscheln und das Körperliche dabei nicht zu kurz kommen. Und das geht auch sehr gut mit getrennten Schlafstätten, hat vielleicht sogar ein wenig mehr Anreiz.
 
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  • #11
Ich kenne ein Paar, das es so macht:
Wer nachts als letzter einschläft, geht ins andere Zimmer, wer morgens als erster aufwacht, kuschelt sich an den Partner. Körperliche Nähe kommt also nicht allzu kurz, ungestört schlafen können trotzdem beide. Voraussetzung: 2 große Betten.

Eigentlich die Quadratur des Kreises, nicht?
 
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  • #12
Herrlich lange nicht so gelacht :)
Hauptsache der Mann zahlt alles!
NEIN ein NO GO auch mein Mann schneicht :)
Ja UND !? Kein Grund ein weiteres Zimmer zu beziehen
denn ich liebe meinen Mann auch mit schneichen etc.
Ich finde diese Frauen einfach nur raffgierig
und oberflächlich.........f
Denkt mal drüber nach.w33
 
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  • #13
Getrennte Schlafzimmer sind eine ausgezeichnete Erfindung :)
Man trifft sich und verführt sich, wenn die Lust danach besteht!
Vorbei das langweilige Gegrabbel von der anderen Seite des Bettes, während man sich schon im Halbschlaf befindet.
Weiter ist es so viel praktischer, ich schätze die wenigsten Männer sind mit mir kompatibel:
ich brauche ein offenes Fenster auch im Winter und weder Schnarcher noch jemand der sich andauernd herumwälzt.... so einer ist mir leider noch nicht begegnet, ich würde mal meinen das über die Hälfte der Männer schnarcht, schlaf mal neben einem Presslufthammer, aber der Herr selber merkt es ja nicht....
Da ich mit einem Mann nicht in eine kleine Wohnung ziehen würde, ist der Raum für ein zweites Bett auch immer vorhanden.

w28
 
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  • #14
Ich wäre dafür, da ich den größten Teil meines Lebens allein geschlafen habe.

Habe dabei vielleicht ein paar Macken entwickelt, die ein Gegenüber befremden könnten. Ich schlafe nämlich nicht wie ein Huhn in Dunkelheit sofort ein, sondern fühle mich von der Nacht manchmal angenehm angeregt. Ich verlasse nicht die Wohnung, aber ich liege halt auch nicht wie ein Stein im Bett.

Die Erfahrungen zu zweit sind dann auch durchwachsen, da ich ungern auf diese kleinen Freiheiten, mich zu drehen und zu wenden, wie es mir passt, verzichten will.

Wenn das baulich machbar ist, sollte jeder seine eigene Kammer bekommen. Bei "dicker Luft" wird einer sowieso auf die Wohnzimmercouch, oder sonstwohin auswandern müssen. Warum der Sache nicht entgegenkommen?
 
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  • #15
Ich habe in 15 Jahren Ehe nicht einmal so gut geschlafen, wie seit der ersten Nacht als Single.

Mein Mann hatte Arbeitszeiten, bei denen er meist abends erst 23.30 Uhr heimkam, um ca. 0.30 Uhr - 1.00 Uhr ins Bett ging.

Ich war voll berufstätig, mit Kleinkind und musste um 6 Uhr aufstehen.

Wenn ich nicht gerade auf ihn wartete, was dann nur ca. 5 h Schlaf bedeuteten, war ich gerade in der ersten Einschlafphase, wenn er heimkam und wurde da das erste Mal geweckt, das zweite Mal, wenn er ins Bett kam. Am liebsten wollte er dann immer noch Sex - täglich. Das war mir dann irgendwann lästig, weil so vorhersehbar und er auch nicht davor zurückschreckte, mich dazu zu wecken.

Danach kam seine Schnarchphase, wodurch ich mindestens einmal nachts aufwachte. Und als das Kind noch klein war, wachte es generell erstmal dann auf, wenn alle gerade eingeschlafen waren und es ruhig im Haus war und das war selten das letzte Mal.

ERGO: mehrfach wöchentlich nur 5 h Schlaf, aber niemals ungestört durchschlafen, Ergebnis: jahrelang tagsüber müde und gereizt.

Wenn etwas (mit) wesentlich zur Trennung und Entfremdung beigetragen hat, dann war es das gemeinsame Schlafzimmer !

Falls ich mal wieder eine Beziehung mit einem Schnarcher hätte oder jemanden, der so unterschiedliche Arbeitszeiten hat, würde ich auf getrennte Schlafzimmer bestehen, wobei ich schon sogar fast das Modell von getrennten Wohnungen bevorzuge.

Meine Beziehung ist u.a. an zuviel Nähe gescheitert !

Jetzt ist mein Kind groß und ich werde nicht mehr nachts durch den Mann gestört und kann meinem Schlafbedürfnis von 7 h nachgehen - mir geht es viel besser - ebenso meiner Tageslaune.
 
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  • #16
Also ich kann das gut verstehen, wenn Paare getrennte Schlafzimmer haben. Auch wenn das immer direkt sehr krass klingt und man direkt den Eindruck hat die Beziehung scheint nicht gut zu laufen.

Ich kann nur von mir sprechen und kann sagen das ich am besten einfach allein schlafen kann. Wenn ich neben meinem Freund schlafe kriege ich manchmal kein Auge zu. Das liegt nicht daran das er schnarcht oder ähnliches, sondern habe ich das Gefühl mich nicht fallen lassen zu können.

Habe Angst im Schlag zu reden oder komische Geräusche von mir zu geben. Wir sind allerdings auch noch ganz frisch zusammen. Doch dieses Problem hatte ich bisher immer wenn ich neben einem Mann geschlafen habe bzw. einschlafen sollte.

Andererseits mag ich es total in seinem Arm zu liegen und genieße das auch sehr wenn er nah bei mir liegt und ich ihn spüre aber ich kriege einfach kein Auge zu und verkrampfe mich richtig.

Aber vielleicht gibt es einfach Menschen die eben nur alleine gut schlafen können. Bloß muss man sich dann überlegen wie man das später mal macht wenn man zusammen wohnt. Ich habe ihm noch nicht von meinen Schlafproblemen erzählt..

w 25
 
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  • #17
Dieses Modell passt nur, wenn man das von Anfang an so macht und jeder sein Zimmer hat, man sich dann romantisch besucht. Wenn man schon jahrelang gemeinsam schläft und das dann ändert, ist das sicher schwierig, denn einer der Partner wird dabei unglücklich sein.
 
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  • #18
Praktizieren wir schon seit Jahren. Wir hatten immer getrennte Schlafzimmer, da ich auch öfter sehr spät erst vom Dienst kam und mein Partner sich dadurch gestört fühlte. Er schnarcht und schläft am liebsten in einem stockdunklen Zimmer. Ich nicht. Außerdem mag ich nicht angekuschelt einschlafen. Ich brauch meinen Freiraum.
 
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  • #19
Kann mir nicht vorstellen, wie man abends zusammen kuschelt und Sex hat und dann marschiert einer in sein eigenes Schlafzimmer. Ich schlafe aber auch gerne aneinandergekuschelt.

m
 
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  • #20
An FS:

Wir hatten von Anfang an getrennte Schlafzimmer. Er schnarcht, ich lege mich auch schon mal quer ins Bett und er hatte von mir anfangs auch schon mal im Schlaf von mir eine Watschn bekommen. Ich schlafe wesentlich besser allein, mit Bewegungsfreiheit. Er kann nicht schlafen wenn ich mich herumwälze etc. und auch schnarche.

Schlaf und Kuscheln etc.sind zwei völlig getrennte Dinge. Beim Schlafen schlafe ich und möchte nicht berührt oder geweckt werden durch jemanden neben mir. Ich habe auch einen sehr leichten Schlaf.

Getrennte Zimmer, gehen wir zu mir, oder zu Dir, oder ab und an kommt man vom Duschen - und es liegt schon jemand im Bett.. oder auch mal am Nachmittag einfach so, am Wochenende. Gelegenheiten für Intimitäten gibt es viele, und wir haben hierfür 2 Zimmer zur Verfügung, was es spannend macht.

Durch die getrennten Schlafzimmer ist unsere Beziehung wesentlich entspannter.

w, 41
 
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  • #21
Wenn ich meine Partnerin im Bett nicht neben mir haben möchte, kann ich auch gleich allein bleiben und mir nur ab und zu eine Frau ins Bett holen. Nicht wenige Frauen Schnarchen auch, aber wenn man vom Arbeiten müde ist, höre ich zu, Schmunzel darüber und schlafe irgendwann auch ein.
Das ist mir eine Beziehung wert, nur soviel zur Wertigkeit!
Ich muß nicht ständig mit einer Frau Zusammenkleben, brauche keine Frau für Hausarbeit, auch nicht für Freizeitunternehmungen, brauche keine für sexuelle Verfügbarkeit, aber die Zweisamkeit sollte beiden gut tun.
Ansonsten bleibe ich lieber allein, lebenslustig, nicht arm und voller Energie, Tatendrang und neuer Ideen-passt doch.

51m
 
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