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  • #1

Gibt es DEN einen richtigen Partner?

Liebe Forengemeinde,

oft ist im Zusammenhang mit dem Single-Dasein ja die Rede davon, dass einem mal DER oder DIE Richtige begegnen würde. Meine Frage an euch: Glaubt ihr an diesen einen, richtigen Partner? Der für einen bestimmt ist, diese eine Person, die besser zu einem passt als jeder andere Mensch es tun würde? Ist dieser Gedanke oder Glaube an diese eine Person nicht gleichzeitig auch der Glaube ans Schicksal? Dass es eine Person gibt, die für einen "bestimmt ist"? Und egal was passiert, sich die Wege einmal früher oder später kreuzen werden?

Falls ihr daran glaubt: Glaubt ihr, dass ihr dem/der Richtigen bereits begegnet seid? Wenn ja, woran habt ihr es festgemacht/gespürt?

Oder glaubt ihr, ganz unromantisch, dass es für jede Person wahrscheinlich Hunderte oder gar Tausende von Menschen auf der Welt gäbe, mit denen man gleich glücklich werden könnte, es aber vom Zufall abhängt, welche von diesen Tausenden man kennen lernt und auch zusammen kommt?

Bin auf eure Antworten gespannt!

W, 24
 
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  • #2
Ich hatte früher auch sehr romantische Vorstellungen! Mittlerweile aber glaube ich, dass es für mich weder DIE eine richtige Partnerin gibt noch dass es überhaupt irgendwelche Partnerinnen für mich gibt. Ich kenn auch rings um mich herum keine glücklichen Partnerschaften. Fühle mich aber auch alleine sehr wohl.

m/47
 
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  • #3
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich hatte viele Beziehungen, aber habe nur zwei Frauen richtig geliebt. Beide sind vom Charakter her sehr unterschiedlich, haben völlig unterschiedliche Ziele im Leben, unterschiedliche Ansichten, und trotzdem kann ich von Beiden behaupten: sie ist DIE Richtige. Kann's schlecht erklären, es ist etwas emotionales, ich habe mich bei beide Frauen sehr, sehr verstanden und akzeptiert gefühlt, obwohl die Beziehungen auch völlig unterschiedlich waren.


Die Liebe war zu jeder Frau anders, aber immer sehr intensiv. Eine von den beiden Damen ist jetzt meine Frau. Aber ich weiß, dass ich auch mit der Anderen alt hätte werden können. Zwar hätte mein Leben dann völlig anders ausgesehen, aber es hätte gepasst. Das ist irgendwie tragisch, es schmerzt manchmal sogar noch. Immer dieses What-if...?

An Schicksal glaube ich nicht.

M,43
 
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  • #4
Ich behaupte mal, es gibt für bestimmte Lebensabschnitte einen Partner, der für die Zeit einfach genau der Richtige ist, aber ohne Garantie, dass es für ewig hält.

Wenn es lange geht, sehr schön, wenn nicht, gibt es ganz sicher noch weitere Richtige, es braucht nur manchmal etwas länger, diese zu finden.

Wir sollten uns von der Vorstellung frei machen, dass es zwingend mit Einem ein Leben lang halten muss. Das ist oft auch die Angst vor Veränderung, solange ich den Einen habe, muss ich ja nicht mehr weitersuchen etc.
 
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  • #5
Glaubt ihr, dass ihr dem/der Richtigen bereits begegnet seid? Wenn ja, woran habt ihr es festgemacht/gespürt?

Das ist doch ganz einfach: es gibt immer irgend etwas, das nicht so ganz paßt, bei dem einer das Gefühl hat, daß der andere ihn nicht versteht. Bei mir zum Beispiel das Interesse an der Natur und Kultur meiner Heimat: Fachwerkhäuser, seltene Pflanzen, Sonne auf regennasser Wiese, ein altes Mühlrad am Bach. Mir war noch nie eine Frau begegnet, die mein Empfinden für diese Dinge auch nur ansatzweise hätte nachempfinden können, immer mußte ich mich erklären. Doch dann begegnete mir eine, die ebenso fasziniert stehen blieb oder mich ans Fenster rief, um mit ihr dem übers Land ziehenden Regenschauer zuzusehen. Genau daran erkannte ich, daß sie es ist. Leider war ihr auch umgekehrt noch nie ein Mann begegnet, der dieses Lebensgefühl mit ihr teilte, das machte sie skeptisch. Zu skeptisch.
 
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  • #6
Je nach Typ (Anpassungsfähigkeit, Offenheit, etc.) gibt es eine mehr oder weniger große Anzahl an potentiell "richtigen" Partnern. Ob das 10 oder 10.000 sein können, weiß ich nicht. Dass es "nur den einen" geben soll - das ist reine Esoterik. m44.
 
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  • #7
In einem Satz auf den Punkt gebracht: Es gibt mehrere Lebenspartner in einem Leben und alle waren zu dem jeweiligen Zeitpunkt DER Richtige.

Mit Unromantik hat das absolut gar nichts zu tun. Ich bin sogar äußerst romantisch veranlagt, aber man verändert sich eben als Mensch ein Leben lang, man bleibt nicht stehen und ich würde heute auch nicht mehr mit meiner Teenyliebe zusammensein wollen. Das wäre ja sehr kurios und würde bedeuten, ich habe mich nicht mehr weiterentwickelt.

Es findet sich also immer weider DER Richtige. Ich schnitt verliebe ich mich nur alle 5 bis 10 Jahre neu, bis wieder der Richtige kommt. Das ist eine sehr lange Zeit, aber scheint mir äußerst normal, weil man in der Zeit sich auch selber wieder ändert und neue Horizonte anstrebt.

Du bist sehr jung. Glaub mir, in dein Leben werden noch eine Menge Männer treten und viele davon werden sehr gut sein und sich als der Richtige erweisen. In deinem Alter war ich männertechnisch auch noch auf Null. Das ist völlig selbstverständlich, dass man da noch kaum Erfahrungen gemacht hat.
 
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  • #8
Ich behaupte mal, es gibt für bestimmte Lebensabschnitte einen Partner, der für die Zeit einfach genau der Richtige ist, aber ohne Garantie, dass es für ewig hält.

Diese Option käme für mich nicht in Frage, da wenn man sich einmal verliebt hat, jede Trennung unsäglich schmerzhaft ist. Dann lieber alleine bleiben. Eine gescheiterte Beziehung kann niemals eine glückliche Beziehung gewesen sein!

m/47
 
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  • #9
Ja, ich glaube, dass es den oder die Eine/n richtigen Lebenspartner gibt, aber nur, wenn man darum betet (bin gläubig). ABER: Natürlich ist auch mit diesem am besten passenden Lebenspartner nicht alles ideal in der Beziehung. Aber eben so, dass man zueinander passt und es "miteinander aushält" ohne sich zu entlieben.
Ich sehe keinen Grund dafür, dass "das Schicksal" (ich würde sagen Gott) einem den oder die Richtig/n zuführen sollte, wenn man überhaupt nicht darum gebeten hat. Ich habe damals darum gebetet und hatte dabei den Gedanken: Gott ist das einzige Wesen, das sowohl mir als auch anderen Menschen ins Herz schauen kann - somit auch das einzige Wesen das in der Lage wäre, mir wirklicht "den Richtigen" begegnen zu lassen. Was soll ich sagen - ich glaube es hat geklappt, und nun werden es bald 20 Jahre.
 
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  • #10
Ich hab mir diese Frage als etwa 11jähriger gestellt. Ich kann mich gut erinnern, dass ich mal mit einem Mitschüler darüber gesprochen habe. Natürlich hat man uns wie auch den anderen Kindern und Jugendlichen die Mär von dem oder der "Richtigen" erzählt, die es angeblich nur einmal auf der ganzen Welt gibt. Ich hab damals Zweifel geäußert, weil die zueinander passenden Partner ja meistens aus derselben Gegend stammten, warum nicht mal aus einem anderen Land oder gar einem anderen Kontinent?! *gg*.

Damit hast du bereits meine Antwort, ich glaube daran nicht, m. E. tun das nur SEHR simple Gemüter. Es kommt vor, dass man sich auf den ersten Blick in jemanden sehr stark verliebt und das Gefühl hat, nur mit ihm oder ihr glücklich werden zu können. Das ist möglich, das sind aber Ausnahmen. Meistens kommt die Liebe allmählich, wenn die Chemie stimmt.

m 51
 
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  • #11
Meine Frage an euch: Glaubt ihr an diesen einen, richtigen Partner? Der für einen bestimmt ist, diese eine Person, die besser zu einem passt als jeder andere Mensch es tun würde?

Ja und Nein! ;)

Ja, es gibt "den richtigen" Partner und Nein, diese Aussage bezieht sich auf einen "Typus" und nicht auf nur eine "Person".

Ich habe in meinem Leben weniger als eine Hand voll Frauen kennengelernt, bei denen ich denke, dass sie "richtig" gewesen wären. Jede dieser Frauen war zu dem Zeitpunkt des Kennenlernens eine 90% Frau.

Der Trick ist, zu erkennen, wie sie zu einer 100% Frau wird und es auch bleibt

Es ist ganz einfach: Man erkennt, dass die nächste andere 90% Frau einfach nur anders, aber nicht besser ist und bleibt bei der Entscheidung, die man einmal getroffen hat!

Ja, ich habe z.B., in paar Jahre nachdem ich schon mit meiner (damals noch zukünftigen) Frau zusammen war, eine junge Anwältin kennengelernt, die mir auch gefallen hätte. Die war sogar noch Single und hat gleiches signalisiert.

Falls ihr daran glaubt: Glaubt ihr, dass ihr dem/der Richtigen bereits begegnet seid? Wenn ja, woran habt ihr es festgemacht/gespürt?

Als ich meine Frau (eigentlich Mädchen, denn sie war noch Schülerin) auf einer Hochschulfete kennenlernte und sie mit einem indischen Gaststudenten Hindi und Panjabi sprach (Englisch sowieso) war ich fasziniert davon, dass sie genau die Fähigkeiten in Perfektion hatte, die ich nicht habe (ich bin eine sprachliche Niete) Die meisten Frauen sind kommunikativer und sprachbegabter, als Männer, aber sie war der Hammer! Ich wollte diese Frau ...unbedingt! :)

Ich spürte sofort, dass sie für mich diese EINE EINZIGE sein und bleiben könnte. Sie war es nicht nur, weil sie sie war, sondern weil ich mich entschied, in meiner Meinung und Position ihr gegenüber ab diesem Zeitpunkt konstant und zuverlässig zu sein und zu bleiben!

Das ist es: Man muß sich entscheiden, das die Person die EINE EINZIGE ist. Das ist der Trick ...wenn man das ein Leben lang kann, dann klappt es auch ein Leben lang!

m44

PS: Die Anwältin hat irgendwann, durch ein innere Bekenntniss, einen anderen 90% Mann zu ihrem 100% Mann gemacht und wird daher niemals mehr auf dem Singlemarkt auftauchen ...das hat sie gemeinsam mit allen 90% Frauen, die für ihre Männer zu 100% Frauen wurden!
 
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  • #12
Den einen Partner kann es eigentlich nicht geben - wie auch? Der könnte ja in Australien wohnen und dann? Bleiben wir beide Single?

Ich glaube nicht, dass es DEN Partner gibt. Ich glaube es gibt mehrere Partner, mit denen man glücklich werden kann und auch sein Leben verbringen kann.

Man sollte ohne jede scheu einfach Menschen kennen lernen auch wenn diese "eigentlich" nicht ins Suchraster passen :)
 
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  • #14
Ich war früher gänzlich unromantisch, was das Thema angeht und ging davon aus, dass es viele potenzielle Partner gibt, die zu einem passen und das man eben das beste daraus machen muss (und kann), wenn man sich für eine Partnerschaft entscheidet... Diese Einstellung hatte zur Folge, dass meine Beziehungen stets 2-5 Jahre hielten, sich während dieser Zeit "ganz okay" anfühlten und dann doch irgendwann von mir beendet wurden, weil ich dachte "das kann irgendwie nicht schon alles gewesen sein".

Dann lernte ich online zufällig (keine Partnerbörse) meinen heutigen Verlobten kennen. Wir waren gleich auf einer Wellenlänge, hatten etliche Gemeinsamkeiten und konnten sehr gut reden (bzw. schreiben), was wir dann auch über ein Jahr lang ohne Hintergedanken taten. Was anfangs eine Freundschaft war stellte sich irgendwann als eine Art Seelenverbindung heraus (auch daran hatte ich früher nie geglaubt). Wir verabredeten uns dann nach 1,5 Jahren, weil wir neugierig aufeinander waren (uns trennten 800km), das erste Foto tauschten wir erst drei Tage vor dem Treffen. Dann passierte das, woran ich früher ebenfalls nicht geglaubt hatte, es war - auf beiden Seiten - Liebe auf den ersten Blick. Von diesem Treffen an waren wir ein Paar und führten ein gutes Jahr lang eine Wochenendbeziehung, was in Anbetracht der grossen Entfernung wirklich stressig war. Vor einem halben Jahr habe ich dann alles aufgegeben und bin zu ihm gezogen. Für uns fühlt es sich seit dem ersten Tag unseres Zusammenlebens so an, als wäre es nie anders gewesen. Es gab kein grossartiges"umstellen", aneinander im Alltag gewöhnen, keine Anlaufschwierigkeiten oder ähnliches, mit dem wir realistischer Weise gerechnet hatten.

Im Dezember hat er mir einen Antrag gemacht und nächsten Monat werden wir heiraten. Seitdem wir uns kennen können wir beide behaupten, erstmals zu wissen, wie sich Liebe anfühlt, denn dieses Gefühl ist ganz anders als das, was wir in vorherigen Beziehungen für Liebe gehalten hatten. Seitdem glauben wir, dass es den Richtigen / die Richtige wirklich gibt und sind uns sicher, füreinander bestimmt zu sein. Und ja, aufgrund unserer ungewöhnlichen Kennlerngeschichte (und der 800km, die uns trennten) glauben wir auch, dass das Schicksal seine Finger im Spiel hatte. Wir sind übrigens 40 und 45 Jahre alt und keine "verklärten" / naiven Teenager mehr...
 
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  • #15
Wohl nicht für jeden Menschen. Denn diese Rechnung würde ja schon nicht mehr aufgehen, wenn mindestens Einer mit dem Falschen zusammen ist. :D
 
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  • #16
Humor und Intelligenzniveau müssen passen. Vor allem sollte Mann bei aller denkbaren Kontroverse der Frau letztlich doch zustimmen können. Wenn Frau sich gegen den Mann nicht durchsetzen kann, wird es sehr, sehr schwierig, eine Beziehung zu rechtfertigen. Ich denke schon und hoffe sehr, dass es mehr, als nur eine Kombinationsmöglichkeit unter Millionen gibt. Man wird sonst nie auf jemanden treffen, der diese Bedingungen erfüllen kann.

(M)
 
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  • #17
#14, diese Rechnung würde im best case für je zwei Männer und deren Partnerinnen nicht aufgehen. Für alle anderen könnte es noch zutreffen.

Für mich war jeder Partner DER richtige an meiner Seite, während wir zusammen waren.
 
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  • #18
Ich glaube an beides.
Es gibt sicher den richtigen Partner, den man aber oftmals erst im Nachhinein erkennt.
Wenn man -zig weitere Erfahrungen gesammelt hat und denkt: xy war schon der, welchen ich heute mit Kusshand wieder nehmen würde.
Dann gibt es die Menschen, denen man sich annähert und hofft, dass es gut passt. Mal passt es, mal nicht.
Ich denke, es hängt von der Lebenserfahrung und Beziehungserfahrung ab, von der Lebenssituation und den Plänen.
Will sagen: Man trifft sicher öfter auf den/die Richtige, erkennt es aber nicht immer ad hoc.
Mit 45 trauere ich immer noch meiner ersten großen Liebe hinterher.
Ich glaube, er war's. Aber damals dachte ich, das Leben hat noch soooo viel zu bieten und habe mich getrennt.
Das ist jetzt 23 Jahe her. Ich Schaf....

W
 
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  • #19
Glaubt ihr an diesen einen, richtigen Partner?

Ja, daran glaube ich absolut, aber erst, seit dem ich meinem jetzigen Partner begegnet bin.

Ist dieser Gedanke oder Glaube an diese eine Person nicht gleichzeitig auch der Glaube ans Schicksal? Dass es eine Person gibt, die für einen "bestimmt ist"? Und egal was passiert, sich die Wege einmal früher oder später kreuzen werden?

Ob das Bestimmung ist... sehr schöner Gedanke, aber so weit würde ich dann doch nicht gehen. Obwohl sich unsere Wege früher oder später vielleicht gekreuzt hätten, denn wir wohnten nur 5 Minuten zu Fuß voneinander entfernt im gleichen Stadtteil. Und ich hatte meine Fühler vorher bis in's europäische Ausland ausgestreckt...

Glaubt ihr, dass ihr dem/der Richtigen bereits begegnet seid? Wenn ja, woran habt ihr es festgemacht/gespürt?

Ja. Mit ihm war vom ersten Moment der Begegnung an alles klar, leicht und eindeutig. Es war sofort das Gefühl da, dass wir uns miteinander sehr wohl fühlen und uns sehr anziehend finden. Keinerlei Unsicherheiten, ob und wie es wohl weitergehen mag, sondern schnell Einigkeit darüber, einen kompletten Neustart vorzunehmen, begleitet von purer Freude aneinander. Sich selbst endlich so erleben und ausleben zu können, wie man sich fühlt... authentisch sein können. Sich vollständig angenommen fühlen und den anderen ebenso annehmen können. Keinerlei gegenseitige "Verletzungsgefahr", sondern Bewunderung und Wertschätzung. Das alles zusammen habe ich in meiner langjährigen Partnerschaft vorher nicht mal ansatzweise so erlebt und für mich war und ist daher klar, dass ER und kein anderer der richtige Partner für mich ist.

Oder glaubt ihr, ganz unromantisch, dass es für jede Person wahrscheinlich Hunderte oder gar Tausende von Menschen auf der Welt gäbe, mit denen man gleich glücklich werden könnte, es aber vom Zufall abhängt, welche von diesen Tausenden man kennen lernt und auch zusammen kommt?

Ich bin durch und durch Optimistin und glaube daher, dass es zwar nicht gleich Tausende, aber sicherlich so einige tolle, potentiell passende Partner für jeden gibt. Ob man ihnen begegnet und sich daraus dann auch eine glückliche Partnerschaft entwickeln läßt, hängt sicherlich nicht nur vom Zufall, sondern auch vom Zeitpunkt, den Lebensumständen und den individuellen Vorerfahrungen ab. Und, ganz wichtig: Davon, dass man sich für genau diese eine, ganz besondere Person mit Haut und Haaren entscheidet.

w52 mit gleichaltrigem Partner
 
  • #20
Ja den gibt es definitiv.
Nach der griechischen Mythologie soll Gottvater Zeus die damaligen "Kugelmenschen" in zwei Hälften geteilt haben, weil er sie nicht mehr aufgrund ihrer Unförmigkeit sehen wollte.

Somit würden immer zwei Hälften auf der Welt herumlaufen und nach der "richtigen" Hälfte suchen um wieder ein Ganzes zu sein.

Meine Eltern und meine Großeltern beiderseits waren für mich Menschen, die den richtigen Partner fanden und ohne Skandale bis zum Tod verheiratet waren, natürlich gab es mal Meinungsverschiedenheiten aber sie passten zusammen von A-Z.

Viele Menschen sind aufgrund enttäuschter Erwartungen frustriert und suggerieren der Umfeld, nö, es gibt nur Beziehungen mit TÜV-Plakette und wenn es der oder die nicht ist, dann ist es die oder der.

Meine Welt ist das nicht, es zermürbt die Seele und am Ende sind alle promisk, total gestört und seelisch am Ende.

Das eigentliche Problem ist aber, das die meisten sich nicht die Mühe machen nach diesem "EINEN"
wirklich zu suchen. Sie geben sich zu schnell mit "irgendwas" zufrieden, sei es aufgrund des Alters (wer weiß ob ich in 5 Jahren noch jemand finden werde), sei es aufgrund Gesellschaftsnormen (in dem und dem Alter ist man verheiratet und hat Kids) sei es weil man einfach nicht suchen will, sondern so tiefstapelt, dass fast jeder infrage kommt.

Nur Menschen, die ihren eigenen Wert kennen, sich selbst treu bleiben und sehr zielstrebig sind finden den oder die RICHTIGEN fürs Leben - aber nur die wenigsten sind innerlich so stark.

Spruch: Wir begegnen im Leben nur einmal dem Richtigen, aber die wenigsten erkennen ihn rechtzeitig. (Ich glaube das ist was dran)

Grüsse
 
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  • #21
Ja, ich glaube daran. Ich möchte mit genau einer Frau (der Richtigen) den Rest meines Lebens verbringen. Ich weiß aber auch, dass es nicht so einfach ist, diese eine zu finden. Ich weiß beim Kennenlernen nicht, ob sie die Richtige ist, weil ich sie noch gar nicht so gut kenne. Das ist ein Dilemma.
Hinzu kommt, dass gerade beim online-Dating manche Frauen einerseits sehr reserviert und misstrauisch sind und andererseits manche Frauen sehr forsch und auf Sex hinaus sind. Den gesunden Mittelweg habe ich noch nicht erlebt.

m
 
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  • #22
An Gast #4,

Hmm, leider sind wir uns noch nicht begegnet... ;-) . Ich habe genau das gleiche Lebensgefühl, das Du beschreibst und suche auch noch nach Demjenigen, der dieses teilt.... Skeptisch würde es mich nicht machen, denjenigen zu treffen. Im Gegenteil.... :)
W, 49
 
  • #23
Schon möglich, bei so vielen Menschen.
Aber in Wirklichkéit funktioniert es ganz anders.

Schaut mal Heiratsanträge auf Youtube etc. an.
Wenn man deren Emotionen sieht, könnte man meinen, daß sie die große Liebe ihres Lebens gefunden haben.

Sie haben ihre Entscheidungen zur Partnerschaft getroffen. Und wollen keinen Andere/n.
Und um nicht mehr weiter auf Partnersuche und Beziehungsversuche zu sein.
Sondern eine innige, feste Partnerschaft als Basis bilden, um darauf Weiteres aufzubauen.

Aber unsere Lebenszeit reicht nicht aus, so viele Leute zu daten, wie theoretisch geeignet..
Also muß man seine Zeit und Kapazitäten sehr zielorientiert einsetzen, und aus den gewonnenen Erkenntnissen die richtigen Entscheidungen treffen, so gut als möglich.

Dazu gehört aber auch, daß man tiefe Gefühle zulässt, sich selbst gegenüber.
Und dann in diese tiefen Emotionen kommen. Wenn der Gegenüber auch in diese tiefen Emotionen kommt, und das auch mit der Zuneigung zum vorhandenen Partner verbindet,
dann meinen sie das als "Liebe ihres Lebens"

Nüchtern betrachtet ist es "nur" ein Gefühlscocktail, mit Ziel der Zweisamkeit und Fortpflanzung.
Aber je besser es passt, desto tiefer wird es.

Im Extremfall kann die "die hässliche Resi" aus dem gleichen Dorf zur Traumfrau avancieren.
Gefühle können unberechenbar sein.

d.h. aufgrund der "Programmierung" durch die Evolution,
verbunden
- mit eigener Sehnsucht nach Zweisamkeit
- mit der eigenen, sexuellen Orientierung
sucht man eine Partnerschaft, um Dieses zu erfüllen.
ggf wird sich in den verliebt, der gerade da ist, und dafür passend erscheint.

Es ist also nicht der Partner vorbestimmt - sondern der eigene, psychische, emotionale Ablauf.
Der nur noch auf das dafür passende Gegenüber wartet. Und dann wie "vorprogrammiert" abläuft.

Die besten Chancen dafür hat man, wenn man sich bei der Partnersuche nicht so genau festlegt.
Sondern verschiedene Varianten zulässt.
Und dann sich viel Zeit und Raum gewährt, um die gegenseitige Liebe wachsen zu lassen.
Aber dabei die Beziehung hegt und pflegt, damit sie wachsen kann.
Bis sie so groß geworden ist, daß man sich sagt: Das ist es - besser gehts nicht.

Man muß also nicht den einen Partner suchen = wie sprichwörtlich "die Stecknadel im Heuhaufen"
Sondern diese Abläufe zulassen, und dabei einen dafür (halbwegs) passenden Partner/in finden.
Und es durch die gemeinsam wachsende Liebe und Zuneigung dann ganz passend wird.

Im Grunde ist es relativ einfach. Wenn die Leute sich leichter auf die Liebe einlassen würden.

Nicht daran denken: Wie wäre das Leben mit einem anderen Partner/in gewesen ?
Sondern: Das ist mein Leben, mit dieser Partnerschaft = das Beste daraus gemacht - zufrieden oder gar glücklich sein.
Nicht immer davon träumen - sondern es tun !

(m,53 - trotzdem immer noch auf der Suche)
 
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  • #24
JA, es gibt ihn. Man muss sich zu ihm bekennen, darf ihn nicht vernachlässigen, muss unbedingt Kompromissfähigkeit bewahren (auch mal Zurückstceken können) und Schwächen akzeptieren können. Gegenseitige Liebe, absolute Loyalität und Vertrauen sind die Schlüssel. Liebe im Gegensatz zur (diesbezüglich blinden - intialen) Verliebtheit (aus der sie erwächst) - sie erkennt und akzeptiert die Schwächen.

Es schadet nie, wenn man sich vor dem Sich-Verlieben in die "Falschen" schützt. Exemplarisch: Menschen mit anderen Werten in wichtigen Bereichen...- das sollte man sich tunlichst Verkneifen, denn dann kommt nach der Verliebtheit statt der Liebe der große Katzenjammer...

[Und aus dem Zusammenschluss zweier Egoisten wird noch lange kein rücksichtsvolles, liebevolles Paar - daraus wird bestenfalls eine frustriert-bis-zynische Zweckgemeinschaft, wahrscheinlicher aber eine weitere schmerzhafte Trennung nach 6 bis 60 Monaten.]

M (50+)
 
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  • #25
Es gibt eher einen passenden Partner würde ich sagen.

Eine passende Partnerschaft ist letztendlich eine Mischung aus bestimmten Vorraussetzungen und einem gemeinsamen Weg den beide gehen um passend ( darin steckt das Wort "Anpassung") oder eine Einheit zu werden. Weder das eine noch das andere alleine reicht aus.

Der Irrglaube besteht oft darin das man glaubt die Gefühle alleine werden alles schon alles richtig machen.. Gefühle alleine jedoch schwanken im Beziehungsalltag...Ist die Beziehung nur auf diesen Gefühlen aufgebaut wird sie niemals stabil..

Kopf und Herz müssen grundsätzlich immer bei solchen Fragen zusammenspielen.

Und natürlich gibt es nicht nur den einen , den richtigen , den Traum usw....Diese Dinge und dieses Bild das da entsteht werden uns tatsächlich in der Kindheit durch Märchen vorgegeben.

Wir dürfen aber nicht den Fehler machen uns ständig an ganz wenigen Ausnahmen zu messen bei denen diese Dinge einfach wie von selbst gut laufen..

Tun wir das ( und das ist sehr häufig so) verknüpfen wir damit unweigerlich eine gesteigerte "Erwartungs- und Anspruchshaltung" bei der wir uns dann selbst im Weg stehen.

m47
 
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  • #26
Also ich bin der Meinung, dass es Den Partner gibt. Die Wahrscheinlichkeit den zu treffen tendiert aber zu 0. Das ist ein sehr großer Glück, wenn sich zwei solche Menschen treffen.
Da ich aber dennoch realistisch bin und nicht mehr (bis 27 habe ich das noch gemacht) auf einen Traumprinzen warten möchte, nehme ich einfach alles in eigene Hände und arbeite an der Beziehung selbst bzw. mit meinem Partner. Über Kompromisse kann man viele Probleme lösen und sich an einander gewöhnen/anpassen. Eine Alternative: Leben alleine ohne Familie und Hoffnung DEN Partner zu treffen. Machen auch sehr viele heutzutage. Für mich: Träumer.
w(29)
 
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  • #27
Glaubt ihr an diesen einen, richtigen Partner? Der für einen bestimmt ist, diese eine Person, die besser zu einem passt als jeder andere Mensch es tun würde? Ist dieser Gedanke oder Glaube an diese eine Person nicht gleichzeitig auch der Glaube ans Schicksal? Dass es eine Person gibt, die für einen "bestimmt ist"? Und egal was passiert, sich die Wege einmal früher oder später kreuzen werden?
Oder glaubt ihr, ganz unromantisch, dass es für jede Person wahrscheinlich Hunderte oder gar Tausende von Menschen auf der Welt gäbe, mit denen man gleich glücklich werden könnte, es aber vom Zufall abhängt, welche von diesen Tausenden man kennen lernt und auch zusammen kommt?
W, 24

Ja, die ewige Frage.... Also ich glaube nicht unbedingt an DEN EINEN Richtigen, allerdings doch daran, dass es wenige 100%ig passende Partner gibt. Ich würde die Frage eher so beantworten - ich glaube an die große LIEBE - ja!
Ansonsten gibt es viele mögliche passende Partner. Seit der Zeit der Romantik schließen wir ja die Liebesehe, vorher war das nicht der Fall, da wurden Ehen arrangiert, und die Menschen waren deshalb nicht alle unglücklicher als wir heute.

Die große Liebe - wenn man sie erlebt hat, wird man sie nicht vergessen. Der Nachteil daran: Wenn sie nicht mehr besteht, also darauf keine dauerhafte Partnerschaft wurde, hat man es schwer in der Zukunft. Kein Partner kann mehr diese Erfüllung bringen. Ich weiß wovon ich spreche...
 
  • #28
Puuh, den EINEN und so gar keinen anderen? die Kugelmenschenhälften?

Nein, daran glaube ich nicht. Und das obwohl ich die Richtige für mich getroffen und festgehalten habe. Ja, wir passen sehr gut zusammen (übrigens ohne jede kleine Leidenschaft zu teilen, brauchts m.E. nicht), dennoch hätten sicher noch ein paar andere mit einem ähnlichen Naturell auch gepasst. Die Passung hat auch sehr viel damit zu tun den anderen seine Eigenheiten zu lassen, Sie zu lieben. Ich finde daran ist auch nicht wirklich etwas unromantisches sondern eher Hoffnung zu sehen. Wenns unter mehreren Milliarden Menschen nur EINEN passenden geben soll? wie hoch wäre denn dann die Wahrscheinlichkeit diesen zu finden?

Eben.

Eines weiss ich sehr sicher: Vor 20 Jahren wären wir wohl achtlos aneinander vorbei gelaufen, da waren wir selbst noch andere Menschen.

Ich kenn auch rings um mich herum keine glücklichen Partnerschaften.

Das tut mir wirklich sehr leid für Dich. Ich schon, in meinem Umfeld sind diese sogar in der Mehrheit. Nicht alle beim ersten Versuch aber doch. Einige davon (u.a. mein Bruder) hatten mir in meiner schwierigen Zeit viel Zuversicht gegeben auch die Richtige zu finden.
 
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  • #29
Eines weiss ich sehr sicher: Vor 20 Jahren wären wir wohl achtlos aneinander vorbei gelaufen, da waren wir selbst noch andere Menschen.

Das hat was! Mir gehts im Moment genau so, vor 20 Jahren hätten wir uns auch nicht "gefunden", selbst wenn wir uns tatsächlich begegnet wären.

Einen Aspekt gibt es jedoch: Jetzt passt es, aber was ist in 20 Jahren? Und das ist aber der Clou an der Liebe: Ab jetzt ist die Entwicklung eine gemeinsame, man blickt und geht in die selbe Richtung. Klar, man verändert sich weiter, aber in Wechselwirkung mit seinem geliebten Partner. Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt der Liebe - die gemeinsame Weiterentwicklung! Ja, ich weiß, ich bin ein hoffnunsloser Romantiker... m44.
 
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  • #30
Puuh, den EINEN und so gar keinen anderen? die Kugelmenschenhälften?

Nein, daran glaube ich nicht. Und das obwohl ich die Richtige für mich getroffen und festgehalten habe. Ja, wir passen sehr gut zusammen
...
Das tut mir wirklich sehr leid für Dich. Ich schon, in meinem Umfeld sind diese sogar in der Mehrheit. Nicht alle beim ersten Versuch aber doch. Einige davon (u.a. mein Bruder) hatten mir in meiner schwierigen Zeit viel Zuversicht gegeben auch die Richtige zu finden.

Zum letzten Absatz: das eigene Umfeld und die Rolle von "Vorbildern" darf man unter gar keinen Umständen in seiner Bedeutung unterschätzen. Das fängt mit dem Elternhaus an und hört mit Familie und Freundeskreis noch nicht einmal auf.

Und wenn jemand nicht daran glaubt, dass lebenslange treue und glückliche Partnerschaften möglich sind (ja, die gibt es - auch wenn so ziemlich alle, die ich kenne, durch nicht so gute Zeiten oder sich in manifesten Krisen bewähren müssten, also nicht einfach jahrzehntelange Selbstläufer waren), dann ist auch daran zu denken, dass so eine Einstellung zu einer self-fulfilling prophecy werden kann.

M.
 
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