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  • #1

Gibt es Ehen, in denen auch nach Jahren noch alles stimmt?

Hallo,

also ich bin eigentlich einer, der sich selten länger bindet und die meisten Beziehungen dauern bei mir auch nicht lange an. Ich beende sie recht schnell (bisher gingen alle Trennungen von mir aus), wenn ich meine, dass meine Partnerin nicht die Richtige ist. Ich muss allerdings auch gestehen, dass fast ausschließlich alle meine Beziehungen leidenschaftlicher Art waren und mir die freundschaftliche Komponente darin fehlte.

Da ich aufgrund meines Alters auch an Familienplanung denke, würde ich gerne von jenen, die in einer Ehe leben oder eine Familie gegründet haben (geht ja auch ohne Ehe) wissen, ob sie auch nach vielen Jahren (> 5) des Zusammenseins noch soetwas wie Liebe empfinden bzw. ob der Sex noch genauso gut ist, wie am Anfang?

Ich lese und höre eigentlich immer nur negatives über die Ehe und zweifle mittlerweile daran, ob die Idee eine Familie zu gründen überhaupt gut ist. Vielleicht sollte ich bei meinem Lebenskonzept bleiben?! Mich interessieren vorwiegend die Erfahrungen jener, die in längeren eheähnlichen Beziehungen gelebt haben.

Danke.
 
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  • #2
wenn es Liebe ist, dann bleibt sie. Was den Sex angeht, so fehlt er oft mehr und mehr. Jedoch ist das kein Grund die Beziehung zu beenden. Vorausgesetzt, man kann einander noch mehr bieten, eine ganze Palette positiver Gefühle und Handlungen.

Es ist wohl auch nicht bei allen so, dass der Sex weniger wird oder aufhört. Das hängt sicher auch von der individuellen Veranlagung ab.

Und die freundschaftliche Komponente ist natürlich ganz wichtig. Trotzdem ist es mehr als nur wie unter Kumpels.
 
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  • #3
Also, ich bin w, 34 Jahre alt, und sein 6 Jahren verheiratet. Ich habe 2 Kinder. Ich und mein Mann leben das "klassische Modell". Die Kinder sind noch klein und ich bleibe zu Hause, mein Mann verdient mehr Geld als ich, somit ist es kein großer beruflicher Verlust für mich. Ich bin keine Karrierefrau, haben einen ganz normalen Bürojob, nicht in leitender Position.
Eine Beziehung ist ein auf- und ab. Liebe, wenn es wahre Liebe ist, sie bleibt bestehen, außer mann will nicht mehr und sucht sich anderweitig um.
Die äußerliche Attraktivität schwindet bei jedem Menschen mit dem gewissen Alter, der Sex bleibt auch nicht auf ewig bis ins hohe Alter konstant gut, dass muss jedem klar sein. Es kommt der Alltag, rein, gerade mit Kindern, da ist man nicht mehr nur zu zweit, da gibt es Kinder, die versorgt werden wollen. Man muss Kompromisse eingehen, nur so ist eine funktionierende Partnschaft auf Dauer möglich, miteinander reden, wenn einer von beiden nicht zufrieden ist, keiner kann hellsehen, was in dem anderen vorgeht.

Und ehrlich gesagt, finde ich persönlich Sex absolut überbewertet, ja, er gehört zu einer harmonischen Beziehung zwischen Mann und Frau dazu aber er verändert sich. Was macht man, wenn der Partner krank wird?
Warum so viele Beziehungen scheitern, ist einfach deshalb, weil nicht miteiannder ausdiskutiert wird, jeder sein eigenes Ding durchzieht, fremd geht, egoistisch ist, all das ist Gift für eine glückliche Partnerschaft ob mit oder ohne Trauschein!
 
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  • #4
Hallo FS,

ich kenne genau eine Ehe, die nach 25 Jahren immer noch sehr gut funktioniert- die meiner Eltern.
Sie lieben sich immer noch sehr, haben auch noch regelmäßig Sex. Die tiefe Verbundenheit und Liebe zeigt sich in vielen Kleinigkeiten- Berührungen, ein Lächeln, Händchen halten etc. Ich habe meine Eltern immer nur als glücklich erlebt. Auch jetzt noch berühren sie sich ständig (im Alltag und oft denke ich auch unbewusst), tauschen verliebte Blicke aus. Sie verbindet zudem eine tiefe Freundschaft und gegenseitiger Respekt, die Achtsamkeit gegenüber dem Partner (was vielen heute meiner Meinung nach fehlt). Ich beneide meine Eltern sehr oft um ihr Glück...
Dies ist allerdings sicher eine Ausnahme. Kenne sonst nur Ehen, die eher unglücklich oder nicht wirklich glücklich sind, wo Gewohnheit und fehlende Achtsamkeit sowie fehlende Leidenschaft herrschen.
Eine Garantie gibt es nie...
Ich denke Liebe, gepaart mit Freundschaft, gegenseitigem Respekt, Achtsamkeit, und Leidenschaft sind wichtige Punkte, jemanden zu finden, bei dem man all das findet, allerdings etwas völlig anderes.
 
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  • #5
also ich bin eigentlich einer, der sich selten länger bindet und die meisten Beziehungen dauern bei mir auch nicht lange an. Ich beende sie recht schnell (bisher gingen alle Trennungen von mir aus), wenn ich meine, dass meine Partnerin nicht die Richtige ist. Ich muss allerdings auch gestehen, dass fast ausschließlich alle meine Beziehungen leidenschaftlicher Art waren und mir die freundschaftliche Komponente darin fehlte.

Wenn ich das vorher wüsste, würde ich gleich die Finger von dir lassen. Das klingt alles nach wenig oder gar keiner Bindungsfähig- und -willigkeit.

Da ich aufgrund meines Alters auch an Familienplanung denke,

Du hast in deinem Leben noch keine einzige Partnerschaft richtig auf die Reihe gekriegt und denkst an Familiengründung?? Tu der Frau und den ungeborenen Kindern und dir einen Gefallen und lass es!


würde ich gerne von jenen, die in einer Ehe leben oder eine Familie gegründet haben (geht ja auch ohne Ehe) wissen, ob sie auch nach vielen Jahren (> 5) des Zusammenseins noch soetwas wie Liebe empfinden bzw. ob der Sex noch genauso gut ist, wie am Anfang?

Kurze Antwort: die Liebe wächst im Idealfall (so kenne ich es), der Sex ändert sich natürlich bei den meisten Paaren. Vielleicht geht es nach vielen Jahren weniger um Leidenschaft als um Vertrauen, Vertrautheit, Wärme. Bevor du das nicht in einer längeren Partnerschaft erfahren hast, würde ich an deiner Stelle nicht mal im Traum an eine Familie denken.
Ich fürchte allerdings, dass du schon viel zu lange mit kurzen Beziehungen und schnellen Affären gelebt hast, um dein Muster noch grundlegend zu ändern.

Ich lese und höre eigentlich immer nur negatives über die Ehe

Ja? Das ist sehr schade. Ich kenne ausgesprochen viele sehr glückliche Ehen, meine eigene eingeschlossen, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten bestehen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das eher die Regel als die Ausnahme.

und zweifle mittlerweile daran, ob die Idee eine Familie zu gründen überhaupt gut ist. Vielleicht sollte ich bei meinem Lebenskonzept bleiben?!

Für dich, fürchte ich, ist die Idee nicht gut, wenn ich so an deine bisherigen Erfahrungen und deine Einstellungen denke.
Vielleicht solltest du tatsächlich bei deinem Lebenskonzept bleiben.
 
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  • #6
Es gibt sie und es gibt sie nicht. Das ist natürlich individuell und von Paar zu Paar verschieden!
Dort, wo Liebe war und ist, dort lassen sich auch die anderen Bereiche/Dinge des Lebens angenehm leben. Dort wo keine Liebe war und ist, stimmt natürlich meist nicht mehr viel außer Gewohnheit, Elternschaft und im allerbesten Fall funktionierendes Teamwork.
 
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  • #7
Hi,

also ich bin zwar nicht verheiratet aber Frau & Kind ist vorhanden.
Neben Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Leidenschaft, Sensiblesverhalten aber auch mal die fetzen Fliegen zu lassen.

Ist für mich eine der wichtigsten Dinge Perspektiven und Rituale. Ich fahre mit meiner Frau einmal im Jahr in ein Gott verlassenes Dorf im Chiemgau das hat einfach nur den Grund als wir uns kennengelernt haben hatte sie ein paar Tage "Kind frei" ja und es sind einfach die Erinnerungen an die "Kuschelkühe" und an die Couche auf der Terasse bei lauer Nacht *ähm* na ja...

Das es eine Bank am Chiemsee gibt die reserviert ist wenn wir grau sind. Das mag furchtbar kitschig klingen aber schlussentlich sind es die Kleinigkeiten und Erinnerungen.
 
  • #8
Ich glaube, das Problem, die Frage beantworten zu können, liegt in der Formulierung "alles stimmt". Das ist ein perfektionistischer Lebensanspruch, dem man wahrscheinlich nie gerecht werden kann, wenn man mehr als eine Person unter einen Hut zu bringen hat. (Und selbst dann. Stimmt für jemanden, der langjährig Single ist, immer alles?)
Es kann eine Menge stimmen und es ist immer Work in Progress, wenn eine Ehe gut ist - so zumindest meine Beobachtungen bei langjährigen Ehepaaren. Und da ist das Austragen von Interessenkonflikten unbedingt notwendig, Das Reden, Zuhören und Handeln. Ich habe in meinem Umfeld einige langjährige Ehen (20+) kollabieren sehen, weil die Leute eben nicht miteinander gesprochen (oder sich nicht zugehört) haben und ein Partner sich zurückzog und dem anderen die Deutungshoheit über die Qualität des Zusammenlebens überließ und seine Ansprüche nicht mehr durchsetzte. (In der Regel ziehen sich die Männer zurück und überlassen den Frauen fatalerweise die Beziehungsarbeit.)
Bei einem Paar war das ganze Haus mit Pärchenfotos tapeziert, knutschend kuschelnd, schmusend. Es wurde plakativ herausgestellt, man bräuchte keinen Fernseher, weil man früh ins Bett ginge *zwinker*. Alles war so perfekt, symbiotisch und harmonisch, ihre Eltern wohnten mit ein und kümmerten sich um die Kinder und den großen Garten. Ihr fiel nur nicht auf, daß ihr Mann mehr und mehr auf Forschungsreisen ging und da eine andere Frau traf, die ein faszinierendes eigenes Leben hatte.
Bei dem anderen Paar war der Ansatz handfest-pragmatischer. Beide selbständig mit eigenem Geschäft, drei Kinder, alles wurde gewuppt und Sex ist eh überbewertet, fand sie. Er sah das anders, nach ein paar Versuchen diskutierte er nicht mehr mit ihr darüber und ein paar frustrierende Jahre später reichte er die Scheidung ein.
Insofern: Versuch macht kluch. Eine Garantie, ob man es schafft, gibt es in unserer Zeit der Wahlmöglichkeiten und des extrem hohen Glücks- und Individualitätsanspruchs ohnehin nicht.
 
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  • #9
Wenn ich das vorher wüsste, würde ich gleich die Finger von dir lassen. Das klingt alles nach wenig oder gar keiner Bindungsfähig- und -willigkeit.

Nein, ich bin sogar eher romantisch veranlagt. Ich möchte mich nur auf die Richtige längerfristig einlassen, d.h. ich muss sie lieben (nicht verliebt sein, die Schmetterlinge bleiben nicht ewig) können und so leid es mir tut, bisher habe ich sie nicht getroffen. Ich bin absolut treu und auch durchaus imstande mit der Frau zu reden, aber das hat meine bisherige Beziehungen nicht gerettet. Ich würde das Scheitern von Beziehungen auch nicht immer zu einer Schuldfrage machen, sowie du das machst. Warum Jahre zusammenbleiben, wenn man schon nach 10 Monaten merkt, dass das nichts gibt? Oder manchmal sogar innerhalb von Wochen klar wird, dass sie es eben nicht ist. Ich erspare mir und ihr so eine qualvolle Zeit, in der nichts rundlaufen würde. Vielleicht bin ich zu perfektionistisch was diese Ideal angeht, aber ich bemühe mich in einer Beziehung immer.

Ich bin kein beziehungsunwilliger oder beziehungsunfähiger Mensch. Im Gegenteil, ich habe eine guten Freundeskreis, bin sozial ziemlich engagiert, liebe Kinder und kann mit ihnen auch wunderbar umgehen. Mit meiner Familie pflege ich einen regen und liebevollen Kontakt, also stempelt mich hier bitte nicht so schnell ab, danke.

Dennoch danke für deinen Beitrag. Deine Ehe scheint ja glücklich zu verlaufen. Das wollte ich im Kern wissen.

Gruß
FS
 
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  • #10
Doch es gibt sie, Ehen, die dauerhaft glücklich sind. Die Ehe meiner Schwiegereltern war es und meine zweite Ehe ist es. Anders als die Frauen halte ich die Sexualität nicht für überbewertet, sondern als Beweis dafür, dass die Liebe noch lebt. Das war in erster Ehe bei mir nicht so. Meine Exfrau war nach ein paar Jahren nur noch eine Freundin und Mitbewohnerin, die versorgt werden musste. In einer guten Ehe gibt es alle Ebenen - auch noch in späteren Jahren. Wenn man eine Frau mit ähnlichem Hintergrund in jeder Beziehung - Alter, Bildung, Beruf, Lebenseinstellung hat - wird das Leben viel schöner.
 
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  • #11
Hier nochmals die Nr. 2: Manchmal heißt es: Liebe kommt später! Am Anfang ist natürlich keine tiefe Liebe vorhanden, wie könnte sie auch? Richtige Liebe ist etwas ganz anders, dass nicht so mal da ist, es bedeutet für mich, dass zwei Menschen zusammen durch das Leben gehen, einander unterstüzen, in guten wie in schlechten Tagen, das schweißt zusammen. Am Anfang einer Beziehung kennt man sich garnicht richtig, um von der großen Liebe zu sprechen, das wäre doch mehr als naiv, so zu denken. Es ist in 1. Linie eine körperlicher Anziehungskraft da, man ist sich sympatisch, das verleitet einen, den anderen näher kennenzulernen. Der Charakter ist erstmal verborgen, ist einem ja nicht auf die Stirm gestempelt. Mann wie Frau sieht erstmal nur die äußerlichen Attribute, die Fassade, mehr ist erstmal nicht zu sehen, daran entscheiden wir, ob wir die Person näher kennenlernen wollen oder nicht.
Verliebtheit, das schnelle berauschende auf- und ab der Gefühle, ist nicht die richtige Liebe, denn die bleibt konstant und stabil.

Um eine glückliche Partnerschaft aufzubauen, ist es wichtig, dass beide Seiten Kompromisse eingehen und miteinander reden und nicht mit sich selbst. Dann ist es meines Erachtens auch sehr wichtig, dass der Sex nicht der Lebensmittelpunkt ist, um den sich das eigene Leben dreht, er gehört zur Beziehung dazu und fertig. Es gibt zuviele Menschen, die ihre Sexbefriedigung über alles legen, das hat dann nichts mehr mit einer Beziehung zu tun.
 
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  • #12
man darf aber auch nicht denken, wenn Ehepaare noch miteinander schlafen, dass das ein Zeichen dafür ist, dass die Beziehung noch glücklich ist.

Ich kenne da einige Beispiele. Da sind sogar noch kurz vor dem endgültigen Aus noch (eheliche) Kinder entstanden! Und dabei war die Situation insgesamt schon längst unerträglich.
 
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  • #13
Ja, gibt es! Aber: es ist meiner Meinung nach eine seltene Ausnahme.

Ich kenne ein Ehepaar, das monogam und glücklich (behaupte ich nach ihren Überlieferungen mal zu sagen) zusammenlebte und 50jähriges Jubiläum hatte. Er wurde Beamter, hatte zuvor im 2. WK Soldat sein müssen. Dennoch eine lebensbejahende Seele und ein Herr mit Prinzipien.
Es fiel auf ihren schwarz-weiß Hochzeitsphotos besonders auf, wie sehr verliebt er seine Frau ansah. Da waren beide ca zwischen 25-30 Jahre alt. Beide recht gut aussehende Menschen, sowohl er als auch sie. Sie war für ihn seine einzige (!!) Frau in seinem gesamten Leben (man stelle sich das mal vor!). Obwohl er, als er als Beamter aufstieg, so einige "Angebote" von anderen Damen bekam.

w26
 
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  • #14
man darf aber auch nicht denken, wenn Ehepaare noch miteinander schlafen, dass das ein Zeichen dafür ist, dass die Beziehung noch glücklich ist.

Ich kenne da einige Beispiele. Da sind sogar noch kurz vor dem endgültigen Aus noch (eheliche) Kinder entstanden! Und dabei war die Situation insgesamt schon längst unerträglich.

Ja, diese Beispiele habe ich in meinem Bekanntenkreis auch vermehrt.
Sex in langjährigen Partnerschaften geht auch ohne große Liebe, Respekt, geisitg/seelische Übereinstimmung etc.
Der Körper des Partners ist vertraut, die Berührungen, der Sex sind vertraut nach all den Jahren, also warum drauf verzichten?
Das heißt jedoch lange nicht, dass die Beziehung wirklich noch stimmt - oft wird der Sex auch als Beziehungskitt oder als letzter Rettungsanker verwendet. Häufig ist der Sex auch (neben Besitz und Kindern) das Einzige, das noch an Gemeinsamkeit vorhanden ist und das Einzige, mit dem sich zumindest noch irgendeine Form von Nähe herstellen lässt.
 
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  • #15
Ja, bei meiner Mom und meinem Dad. 45 Jahre sind die beiden verheiratet. Er war ihr erster Freund und dann ihr Mann.
Aber was heisst, dass "alles stimmt". Die beiden hauen sich ab und an auch mal ein paar Dispute um die Ohren. Sex gibts wohl nicht mehr. Meine Mom hatte einen Schlaganfall.
Aber Scheidung??? Never ever! Gibt nix, was man nicht regeln kann.
Die wissen was sie aneinander haben was man von unserer Generation nicht mehr behaupten kann.
Wenn ich denen so erzähle was man hier so liest, schütteln sie nur mit dem Kopf.
Manchmal denke ich auch: Mein Gott, was sind wir Ü40 Leute doch kompliziert und unfähig geworden.
 
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  • #16
Nein, ich bin sogar eher romantisch veranlagt.


...


Vielleicht bin ich zu perfektionistisch was diese Ideal angeht,
Ja und das sind nicht die richtigen Voraussetzungen, um eine Familie zu gründen. Romantik ist da das Falsche, da ist eher Bodenständigkeit und Pragmatismus gefragt.
Perfektionistisch solltest du auch nicht sein, denn mit Ehe und Familie musst du 5 grade sein lassen können und viele Kompromisse eingehen ...
 
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  • #17
Es gibt sie, diese haltbaren Ehen. Und es gibt auch Paare, die sich nach 40 Jahren immer noch lieben. Ich kenne einige Fälle.
Aber diese dauerhafte Liebe kommt eben nicht von alleine, BEIDE müssen auch bereit sein, für ihre Beziehung zu kämpfen. Für die Beziehung und nicht gegen den Partner.
Du, lieber FS, machst aber eher den Eindruck, dass du nur etwas haben möchtest, du suchst nach der perfekten Partnerin, die dich immer lieben wird und die so ist, dass du sie immer lieben kannst.
So läuft das aber nicht. Ihr müsst bereit sein, den Anderen so zu akzeptieren, wie er/sie ist. Wenn du bisher noch nicht in der Lage warst, eine längere Partnerschaft aufrecht zu erhalten, dann liegt es wohl eher an dir. Es ist nicht etwa so, dass du der Idealmann bist und die Frauen deswegen nicht mit dir schlussmachen. Vielleicht hätten einige Frauen das Potential zur Dauerpartnerin gehabt, wenn du auch bereit gewesen wärst, sie zu akzeptieren und nicht ideal haben zu wollen.
Lange Ehen beruhen auf Pflege. Man muss sich gegenseitig auch immer wieder sagen und zeigen, dass man sich schätzt und liebt. Man sollte kleine Dinge suchen, die man loben kann und nicht nur suchen, was stört.
Also bei deiner Einstellung tut mir deine Frau schon leid, sie wird eine alleinerziehende Mutter werden.
w 60
 
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  • #18
Ich bin sicher, dass es diese Ehen/Beziehungen gibt.
Das Geheimnis, wird wahrscheinlich sein, dass beide diese Beziehung auch wirklich "wollen"!

Mir fällt auf, dass viele bei der kleinsten Schwierigkeit das Handtuch werfen und aufgeben. Es heißt dann: "dieser Mensch passt eben nicht zu mir". Auch hier im Forum wird bei Fragen oft geraten sich am Besten gleich zu trennen.
SO kann es nicht funktionieren. Wer will, der geht Kompromisse ein, überlegt bevor er Unsinn macht und schätzt das Leben, dass sich ihm dadurch bietet: Vertrauen auch in schwierigen Zeiten einen Partner zu haben, die Möglichkeit zur langfristigen Planung.. etc.

Unbedingte Liebe ist ein Geschenk, dass offenbar nur wenige kennenlernen dürfen - sie beruht aber nie auf Sex, sondern auf inniger Dauerhaftigkeit und Verstehen.
Das verwechseln viele - sie meinen, wenn sie einen möglichst attraktiven Partner haben mit dem der Sex gut ist, reicht das schon zum großen Glück.
 
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  • #19
Ich lese und höre eigentlich immer nur negatives über die Ehe und zweifle mittlerweile daran, ob die Idee eine Familie zu gründen überhaupt gut ist...

Ich kenne nur 2 Ehen aus meinem mittelbaren Umfeld, die nach langen, langen Jahren noch gut funktionieren. Da gibts zwar auch mal Zoff, wie überall. Aber nach ein paar Tagen ist das immer ausgestanden.

- Meine Eltern: Seit über 50 Jahren verheirated, 3 Kinder
- Mein Bruder und Schwägerin, seit 25 Jahren verheirated. 2 Kinder

In beiden Fällen gibt es in den Familien noch Ziele und gemeinsame Aktivitäten und auch gemeinsame Interessem (sehr wichtig), wie Freundeskreis und gemeinsame Urlaube (natürlich die Urlaube ohne Kinder mittlerweile).

Ich denke, dass Partner in heutigen Beziehungen viel zu egoistisch sind, oder werden - und nach einiger Zeit nicht mehr kompromisbereit sind. Dadurch fällt vermutlich viel auseinander. So war es auch in meiner eigenen Ehe, die nach 13 Jahren scheiterte.

Ich gehe die Sache nun etwas lockerer, obwohl der Wunsche...bis der Tot euch scheided...ja irgendwie doch erstrebenswert ist. Man wünscht sich in einer Beziehung bestimmt etwas sehr beständiges, was nicht immer klappt. Deswegen sehe ich es nun alles als eine

"LEBENSABSCHNITTSBEZIEHUNG"

Es ist ein Lebensabschnitt Familie zu gründen und Kinder gemeinsam zu erziehen solange es geht. Dann geht alles nach einer bestimmten Zeit wieder in eine andere/ eigene Richtung.

Viel Glück
m45
 
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  • #20
Ich freue mich sehr über die vielen Antworten und möchte an dieser Stelle trotz des anderslautenden Titels auch dazu anregen Negativ-Beispiele zu nennen bzw. auch gegenteilige Meinung sind hier erwünscht.

Ja und das sind nicht die richtigen Voraussetzungen, um eine Familie zu gründen. Romantik ist da das Falsche, da ist eher Bodenständigkeit und Pragmatismus gefragt.
Perfektionistisch solltest du auch nicht sein, denn mit Ehe und Familie musst du 5 grade sein lassen können und viele Kompromisse eingehen ...

Naja, vielleicht bin ich auch ungeeignet, kann sein, aber ich habe es noch nicht ausprobiert und will mir hier einige Tipps und Eindrücke holen. Ich bin noch nicht so verstaubt, dass ich mich nicht ändern oder an mir arbeiten könnte. Die Frage, die ich mir nur immer wieder stelle, lohnt es sich überhaupt? Lohnt sich all die Mühe oder steht man am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit vor einem Scherbenhaufen und hat Lebenszeit verschwendet? Ich muss zugeben, dass ich Angst davor habe, so blöd und unmännlich das auch klingen mag. Auf der anderen Seite würde ich natürlich schon gerne Kinder haben, aber ich habe so viele Ehen/ langjährige Partnerschaften scheitern sehen, dass mir vor so einem Szenario wirklich graut.

Ein Erfolgsrezept gibt es nicht, wie bei fast allen Dingen im Leben, aber es gibt offenbar Rahmenbedingungen, die eine erfolgreiche Ehe/Partnerschaft wahrscheinlicher machen. Einige davon wurden hier schon genannt, danke dafür. Ehe scheint mit viel Arbeit und großer Selbstdiziplin zusammenzuhängen. Aber eines möchte ich hier doch erwähnen, auch wenn ich dafür vielleicht gekreuzigt werde, ich finde Sex gehört zu einer lebendigen und funktionierenden Beziehung völlig unabhängig ob es sich um eine Ehe, langjährige Partnerschaft oder auch frische Beziehung handelt. Sex ist nicht das Wichtigste, aber mit Sicherheit auch nicht unwichtig, zumindest nicht für mich.

Gruß
FS
 
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  • #21

Werden hier immer so überbordende Weisheiten verbreitet?
Diese Art Küchenphilosophie (nein, nein: -psychologie), das ist ja grausig...

O.k., das musste jetzt einfach sein.
("Es ist, wie es ist.")

Direkt zur Frage:

Natürlich gibt es das. Und wenn wir gesellschaftlich so weiter machen, wird es vielleicht irgendwann sogar einmal so weit sind, dass es spektakulär genug sein wird, darüber zu berichten.

M49
 
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  • #22
Hallo FS,
nach meiner gescheiterten 13 jährigen Ehe bzw. 16 Jahre Beziehung habe ich mir sehr viel Gedanken über das … wieso … weshalb … warum … gemacht. Habe so einiges nachgelesen was ich verkehrt gemacht habe bzw. meine Ex. Was ich in Zukunft besser machen möchte. Auch heute noch finde ich eine Beziehung „Bis euch der Tod scheidet“ erstrebenswert. Ich denke auch nicht das Romantik hinderlich ist, um eine glückliche Beziehung führen zu können.

Habe auch einiges gelesen über die möglicherweise sinnvollen Voraussetzungen für eine dauerhaft glückliche Ehe. Darüber wurde hier im Forum schon einiges geschrieben.

Ein Aspekt, der wie ich finde bislang zu kurz gekommen ist, ist, dass man sich selbst gut kennen sollte, um eine wirklich passende Partner(in) zu finden und nicht wahllos im Nebel stochert.

Mache Dir doch mal Gedanken...
– welche Eigenschaften sollte eine Partner(in) mitbringen, um Dich glücklich zu machen.
- Was sind Deine „Must have“ und worauf kannst Du verzichten.
- Wo ist Dir Ähnlichkeit wichtig, wo möchtest Du von Ihr ergänzt werden. Wo sind Deine
Schwachpunkte.
- Was möchtest Du in eine Beziehung einbringen, um Deine Partnerin glücklich
zu machen.
- Was müssen Wir machen, um glücklich zu bleiben.

Zugegeben, dass ganze ist von meiner Seite schon sehr theoretisch, da ich bislang noch nicht wieder in einer neuen Beziehung bin. Habe damit auch keine Eile, da ich mir meiner Wünsche noch weiter bewusst werden muss. Erst danach kann ich zielgerichtet auf die Suche gehen.

Dir viel Glück
 
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  • #23
meine Eltern führen eine glückliche Ehe (meine Mutter meint: das ist aber auch Arbeit), zudem sind meine Tante, Onkel mütterlicherseits glücklich verheiratet, deren Eltern, also meine Großeltern nicht, die streiten nur und gehen sich aus dem Weg. Väterlicherseits ist die Ehe eines Onkels zerbrochen, die andere ist glücklich. Alles soweit ich das beurteilen kann, aber ich sehe, dass die Partner gerne ihre Freizeit teilen und viele Dinge gemeinsam machen. Meine Eltern sind gleichzeitig auch beste Freunde.
w30
 
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  • #24
Tiefe Verbundenheit schaffen..Diese Worte die hier jemand geschrieben hat gefallen mir ganz gut..

Tiefe Verbundenheit ist es letztenlich was sich ganz viele Alte Menschen geschaffen haben die heute silberne oder goldene Hochzeiten feiern..

Natürlich gab es auch auf ihrem Weg immer stolpersteine wo man heute die Beziehungen gliech wieder beendet wenn so ein grosser Stolperstein auf dem Weg liegt.

Gut, oftmals musste man früher über diese Stolperstein gehen ob man wollte oder nicht..

trotzdem sprechen viele Ergebnisse für sich..

Wie schaft man denn nun "tiefe verbundenheit" in einer Beziehung?

Ich glaube hier müssen einige Paarregeln beachtet werden die nicht nur auf Gefühle sondern eben auch an festen Regeln aufgebaut sind..Das miteinander Reden ist wichtig aber noch wichtiger ist die Umsetzung dessen..Und ich denke daran scheitert es oft..

Wir , die schon grosse Kinder haben wissen z.B wie enorm wichtig es ist sich trotz Kinder immer wieder freiräume für die Partnerschaft zu schaffen..Nicht umsonst sind die meisten Trennungen dann wenn kleine Kinder da sind..

Eine Beziehung die aus zuviel Organisation besteht , lässt kein Wachstum tiefer verbundenheit zu..

In verbundenheit steckt das Wort Bindung..Viele laufen ja schon davon weil SieAngst haben zu viel Freiheit durch zuviel Bindung zu verlieren..Aber ohne viel Bindung, keine tiefe Verbundenheit..

Letztendlich sind es meiner Meinung nach die "Werte" und die Gemeinsamkeiten die Verbundenheit enstehen lassen.. oder eben auch das was mit unter "Arbeit in einer Beziehung versteht..

Regeln und Absprachen einhalten, feste Zeiten einhalten die nur für beide sind....Rituale wie gemeinsam Essen und dabei über den Tag sprechen usw..usw..

Fragt man lange glückliche Paare, setzen sie genau diese Dinge in die Praxis um.

m46
 
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  • #25
Nein, gekreuzigt wirst Du nicht :) Sex gehört in eine Beziehung dazu, keine Frage, nur muss Mann wie Frau sich auch im Klaren sein, das der Sex nicht ewig konstant gut bleibt. Wir alle werden alt, gebrechlich und krank, dann ist nichts mehr mit Sex. Was tut also der eine Partner, dem Sex soooo wichtig ist, wenn sein Partner krank ist und ihn nie mehr sexuell befriedigen kann?
Trennung? Die Antwort muss sich jeder selbst geben.

An einer Beziehung muss gearbeitet werden. Viele lassen sie nach Jahren schleifen, ignoriern ihren Partner, gehen nicht auf seine Bedürfnisse ein. Geredet wird auch kaum, man lebt zwar unter einem Dach aber trotzdem nicht miteinander. Reden ist das A und O in einer Beziehung nur so können evtl. Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Viele leben zwar in einer Partnerschaft aber jeder macht do so sein eigenes Ding. Und warum soviele Beziehungen kaputtgehen ist auch zu 99,9 % der Fall, dass eienr von beiden anderweitig auf Ausschau ging, Affären leiten meistens eine Trennung ein.
Treu sein kann jeder der es will, es gibt da keine Ausrutscher.
 
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  • #26
– welche Eigenschaften sollte eine Partner(in) mitbringen, um Dich glücklich zu machen.
- Was sind Deine „Must have“ und worauf kannst Du verzichten.
- Was möchtest Du in eine Beziehung einbringen, um Deine Partnerin glücklich
zu machen.
- Was müssen Wir machen, um glücklich zu bleiben.

Genau hier sehe ich einen weit verbreiteten Irrtum: Kein Mensch kann einen anderen Menschen glücklich machen. Das ist nicht seine Aufgabe.
Glücklich sein muss man zuerst mit sich selbst. Man muss wissen, wer man ist, was man will, mit sich selbst im Großen und Ganzen zufrieden sein. Dazu wiederum gehören Eigenverantwortung, Optimismus, Dankbarkeit und eine respektvolle, tolerante Grundeinstellung anderen Menschen gegenüber, aber auch die Fähigkeit zur Selbstkritik.

Wenn dann zwei solche glückliche Menschen zusammentreffen, deren Werte und Interessen auch noch übereinstimmen, und wenn diese zwei Menschen sich ineinander verlieben, dann stehen die Chancen gut, dass sich daraus eine lebenslange Liebe entwickelt.

Wenn jedoch die Erwartungshaltung besteht, dass der Partner mich glücklich zu machen hat, dann kann das nicht gut gehen. Dann ist das Risiko sehr groß, dass das Verhältnis aus Geben und Nehmen (und nicht nur im materiellen Bereich) aus dem Gleichgewicht gerät. Und das ist - wenn man es zu spät bemerkt - der Anfang vom Ende.
Ein schönes Beispiel ist die oft beklagte mangelnde "Selbstpflege" nach dem Motto: "Der muss mich lieben wie ich bin." Das ist ein Irrtum. Wenn ich mich selbst liebe und meinen Partner respektiere, dann lass ich mich nicht so gehen, dass ich total aus der Form gerate, sondern ich achte auf Ernährung und Bewegung, weil ich mir wichtig bin und mir mein Partner wichtig ist.
 
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  • #27
Gefragt wird nach Ehen, in denen nach Jahren noch alles stimmt. Als Antwort kommen (meistens von den Frauen) Beispiele von Ehen, in denen eben nicht mehr alles stimmt und die nur lange auf dem Papier bestehen und in denen die Eheleute (höchstens) noch Freunde sind. Das wird dann auch noch als "höhere Form der Liebe" verkauft. Das wollte meine Exfrau mir auch immer einreden. Die gemeinsame Vergangenheit, der geschaffene wirtschaftliche Wohlstand, ihr Versorgtsein und das gemeinsame Kind sollten wichtiger sein als seelische und körperliche Nähe (eins ohne das andere kann ich mir nicht vorstellen). Komisch war, dass sie selbst sich jahrelang hinter meinem Rücken nach Männern umgesehen hatte, mit denen sie die körperliche Nähe und Leidenschaft wollte. Also kann die "Freundschaft" wohl nicht genügen. Von meiner zweiten Frau habe ich, abgesehen von einem längeren Krankenhausaufenthalt und einigen Fortbildungsreisen meiner Frau, keine Nacht getrennt verbracht. Das wollen wir auch nicht. Wir telefonieren tagsüber miteinander und jeder Lebensbereich ist auch nach Jahren und in fortgeschrittenem Alter erfüllend. Es lohnt sich weder, einen Menschen zu heiraten, der die Ehe als Geschäft betrachtet noch selbst zu anspruchslos zu werden. Sonst endet man in Psychotherapie oder vor dem Scheidungsrichter.
 
  • #28
Hi FS
Ich lese und höre eigentlich immer nur negatives über die Ehe

Das dürfte daran liegen dass keiner was zu schreiben hat wenns glücklich ist. Es wird zum Beispiel immer die Scheidungsquote betont- dass dann im Umkehrschluss die Hälfte mehr oder weniger funktioniert eben nicht.

Auch wenn ichs nicht hinbekommen habe kenne ich etliche Paare die sich nach Kindern und 20 Jahren Ehe immer noch sehr verliebt anschauen. Wie gut der Sex dann noch ist weiss ich natürlich nicht- aber er gehört dazu und ich kann mir auch nicht vorstellen dass er wirklcih schlechter werden sollte. Man kocht doch auch nicht schlechter nach Jahren der Übung und wenn mann guten Sex kennt und geniessen kann gints doch überhaupt keinen Grund das nicht immer wieder haben zu wollen.

Ich bin davon überzeugt dass der Sex nur dann schlechter wird oder ausfällt wenn die Liebe gegangen ist oder einer krank oder Fett wird.
 
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  • #29
Ich glaube nicht daran. Deine Einstellung, FS, sagt ja bereits so viel aus. In jungen Jahren trennen sich Mann und Frau, wenn der Kick nicht mehr da ist. DIe eigene Attraktivität ist noch hoch, es gibt noch genügend Partner, die Kraft reicht für einen Neuanfang und Kinder als verpflichtendes Element gibt es auch nicht. In den 30ern setzt zumindest bei Frauen die Überlegung ein, daß man nicht ewig Zeit für ein KInd hat, viele pot. Partner gibt es nicht mehr. Man überlegt also länger, einen Wechsel zu vollziehen, der 10 Jahre früher sicher stattgefunden hätte. So leben viele Paare auf Gedeih und Verderb zusammen, einfach weil die fehlenden Möglichkeiten der jungen Jahre und Verpflichtungen sie aneinander binden. Von Liebe ist da meist nicht mehr viel zu spüren, der Zug für große Veränderungen ist abgefahren.

Als Steigerungsform sind solche Beziehungen zu sehen, in denen Menschen zusammenleben, die sich nichts mehr zu sagen haben und man im Rückblick erkennt, daß man einen besseren Partner in der Jugend leichtfetig verlassen hat.
 
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  • #30
Ich denke wir haben mehr Möglichkeiten heute, daher sind unsere Zweifel größer. Bei meinen Eltern ist die Abhängigkeit so groß, das kann ich mir gar nicht vorstellen mit einem Partner.
Ja, ich kenne Paare die sich lange lieben und leben. Vorraussetzung ist wohl, dass der andere sich verändern darf. Und die ewige Frage nach dem Sex ist doch individuell, auch hier erlebt man Anziehung und Abstoßung abwechselnd.
Liebe ist Unterstützung und Wachstum.
w43
 
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