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  • #1

Gibt es ein Zurück in unsere Gesellschaft?

Da der Beitrag von Moonriver gerade wieder geschlossen wurde, möchte ich die Gelegenheit nutzen und dieses Thema, was sicher uns alle berüht sachlich diskutieren, wenn es die Moderation frei gibt.

Es war gerade von Schlafschafen die Rede. Sicher wissen viele von Euch, was damit gemeint sein soll und ggf. vom wem dieser Begriff geprägt wurde.

Ich würde nicht wie @MoonRiver behaupten, das die Gesellschaft gespalten ist, sondern eher sagen, dass ein kleiner Teil aus der Gemeinschaft ausgeschert ist.

Ich selbst habe niemand in meinem Umfeld, den ich zu diesen Leuten oder auch zu den Reichsbürgern (oder wie man sie auch immer nennen mag) keinerlei private Kontakte, nur beruflich.

Meine Frage ist daher:
Wie holen wir diese Menschen wieder in unsere Gesellschaft zurück?

Bitte um eine sachliche Diskussion.
 
  • #2
Meine Frage ist daher:
Wie holen wir diese Menschen wieder in unsere Gesellschaft zurück?
Meine Frage wäre - Warum willst du diese Menschen zurück in die Gesellschaft holen? Sie haben genauso Recht, zu dieser Gesellschaft nicht gehören zu wollen oder dummes Zeug reden, wie du es anders handhaben willst. Im Prinzip verhältst du dich quasi so, wie sie, indem du mit Unverständnis reagierst.
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber wäre es nicht besser, die Energie in dein eigenes Leben zu investieren?
 
  • #3
Wie holen wir die zurück?
Ich glaube, das ist schwer, und meist fruchtet keine Diskussion. Ich habe das vor einiger Zeit mit Humor versucht, nachdem ich die »Aufklärungen« am Schwarzen Brett in unserem Mietshaus täglich entfernt habe - sie »wuchsen« ständig neu nach.
Dann traf ich den Verursacher an den Mülltonnen (er wusste sehr wohl, dass ich diejenige war, die »gegen« seine Meinung arbeitete).
Er jammerte über sein Rheuma.
Ich: »Rheuma? Was is'n das?»
Er erklärte ...
Ich: »Aber weißt du denn gar nicht, dass es Rheuma überhaupt nicht gibt? Das ist doch eine Erfindung von der Pharmalobby, die mit dem Verkauf ihrer nutzlosen Medikamente Milliarden verdient?!«

Die Zettel tauchen nicht mehr auf.
 
  • #4
Dass du niemanden in deiner Umgebung hast, die zu den bedauernswerten Menschen gehören, die diese Pandemie leugnen und verneinen, kann ich irgendwie gar nicht glauben. Egal mit wem ich rede, jeder hat Verluste zu beklagen an Menschen, die man eigentlich mal gern hatte, jetzt aber nicht mehr ernst nehmen kann. Um es klar zu sagen, ich setze mich nie wieder mit jemanden an einem Tisch, der sich über die Toten lustig macht und Menschen, die das nicht so sehen als Schlafschafe betrachtet und sich dabei ganz toll findet. Um deine Frage zu beantworten, man kann die Menschen nicht zurückführen, das sie niemals bei uns standen, die waren immer schon so ,man hat es nur nicht gesehen.
 
  • #5
Ich habe zwei Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung.
1. Ein mir weisungberechtigter Vorgesetzter ist QAnon-Anhänger. Da er sonst allerdings okay ist, insbesondere als Co-Chef, vermeide ich das Thema, er auch. Mit ihm habe ich mehrmals über die USA und den letzten Präsidenten diskutiert. Corona war eher ein Randthema.
Ein alter Kumpel fährt voll auf Verschwörungstheorien am. Allerdings war und ist er schon lange ein Unzufriedener. Seine Kritik an den Coronamassnahmen hängt eng mit seiner Kritik an Allen und Jeden zusammen. Seine Position schwangt auch zwischen extrem rechts und extrem links. Zum Glück haben wir andere Interessen (IT Linux) so das wir das Thema vermeiden können. Langfristig wird unsere Kumpelei wohl sterben.
Ich versuche zur Zeit niemanden mehr zu überzeugen und ziehe mich etwas zurück. Es ist mir einfach zu anstrengend. Auch habe ich den Eindruck, dass der Hype der Corona-Leugner langsam zurück geht. Also kein Öl ins Feuer gießen.
 
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  • #6
Ich kenne solche Menschen.
Und ich kann dir sagen: genau solche Äußerungen wie die von dir - nämlich dass sie nicht mehr zur Gesellschaft gehörten - führen zur Spaltung.
w45
 
  • #7
Ich habe nicht das Bedürfnis irgendjemand zu bekehren oder zurück zu holen. In dem tiefen Bewusstsein, du kannst niemanden überzeugen, der das gar nicht möchte.
Angst fressen Seele auf! So viele Menschen da draußen haben Angst um ihre Sicherheit, um ihren Wohlstand, um ihrer Position innerhalb ihrer jeweiligen Peargroup. Das führte schon immer zu Auswüchsen. Wir Menschen können irgendwie nur zwischen den Extremen pendeln. Schwarz/Weiß, dafür oder dagegen......
Das ist mir generell zu einfach.
Dass sich die Gesellschaft spaltet, war doch immer schon so. Schwarz gegen weiß, Frau gegen Mann, dünn gegen dick. Eine Sau muss immer durchs Dorf getrieben werden.
Nun ist es eben Corona und die Folgen.
Die Gesellschaft ist und war immer die Summe all ihrer Individuen. Das ist eine unbequeme Tatsache. Kein Schatten ohne Licht, kein Reich ohne Arm, kein Radikal ohne die Gemäßigten. Die Frage ist, wie wir mit der lauten Minderheit künftig umgehen werden? Darauf habe ich keine Antwort. Ich kann nur eines tun, nicht mitmachen, nicht in ein Extrem abgleiten und weiter so weit Verantwortung übernehmen wie es meine Überzeugung und mein Horizont erlaubt. Damit hoffe ich die Mitte zu stärken, die am Ende hoffentlich die breite Masse ausmacht.
 
  • #8
Im Prinzip verhältst du dich quasi so, wie sie, indem du mit Unverständnis reagierst.

Im Gegenteil. Ich reagiere mit Verständnis. Ich versuche die Menschen, so weit es geht zu verstehen und denke, dass es für die Gesellschaft essentiell ist die Masse wieder in eben diese zu integrieren.

Mit Bildung der AFD haben die Medien den Fehler gemacht die Menschen mit ihren Ängst und Sorgen nicht Ernst zu nehmen. Man hat sich über die Menschen lustig gemacht. Daraus entstand das Geschrei über die Lügenpresse. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin weder Wähler noch Symphatisant der AFD, sehe aber, dass sich hier ein Teil der Bevölkerung sammelt, der Jahre zuvor noch demokratischer gewählt hat.

Diese fühlen sich nicht Ernst genommen. Sind verbittert, gekränkt. Fühlen sich ungerecht behandelt. bei einigen ist dieses Querulantentum sicher nicht mehr aus den Köpfen zu bekommen, weil es eine Eigendynamik entwickelt hat, aber bei den meisten hoffentlich schon.


Ich will dir nicht zu nahe treten, aber wäre es nicht besser, die Energie in dein eigenes Leben zu investieren?

Trittst mir nicht zu nahe, ich denke ich habe mein Leben in den letzten Jahren ganz gut aufgeräumt und bin offen für Neues und für meine Umwelt.

Dass du niemanden in deiner Umgebung hast, die zu den bedauernswerten Menschen gehören, die diese Pandemie leugnen und verneinen, kann ich irgendwie gar nicht glauben.

Warum sollte ich lügen?
Verstehe immer diese Andeutungen, auch in anderen Themen nicht. Ich finde die Coronamaßnahmen auch übertrieben, andere aus dem Freundeskreis auch, und bin als Selbständiger davon sehr stark betroffen, aber dennoch leugne ich nicht die Pandemie. Das ist doch noch mal etwas anderes.
 
  • #9
Im Gegenteil. Ich reagiere mit Verständnis. Ich versuche die Menschen, so weit es geht zu verstehen und denke, dass es für die Gesellschaft essentiell ist die Masse wieder in eben diese zu integrieren.
Das ist das Problem. Du sprichst ihnen ab, Teil der Gesellschaft zu sein. Das heißt, du grenzt sie aus. Das sehen sie selbst aber nicht so und wollen es logischerweise auch nicht hören.
w45
 
  • #10
Ich würde nicht wie @MoonRiver behaupten, das die Gesellschaft gespalten ist,
Ich sehe sie als komplett gespalten mit zusätzlichen Extremisten auf zwei Seiten.
Ich selbst habe niemand in meinem Umfeld, den ich zu diesen Leuten
Ich kenne keinen, der Corona leugnet. Ich kenne aber viele, die angesichts der Entwicklung den Kopf schütteln und nicht einverstanden sind. Die einfach anders handeln würden. Zum Beispiel Selbstständige und Künstler. Oder Boris Palmer. Wir leben in einer intoleranten Gesellschaft und das wird einfach immer sichtbarer.
Wie holen wir diese Menschen wieder in unsere Gesellschaft zurück?
Schwierig. Schon mit Deiner Formulierung grenzt Du aus. Andersdenkende, die Du als falschdenkende Minderheit bezeichnest, weil sie nicht Deiner natürlich richtigen Meinung sind.
Diskussionen mit Menschen wie Dir meide ich mittlerweile im RL. Sachlich diskutieren bedeutet für Dich, Deine Meinung zu bestätigen.
 
  • #11
Du sprichst ihnen ab, Teil der Gesellschaft zu sein. Das heißt, du grenzt sie aus. Das sehen sie selbst aber nicht so und wollen es logischerweise auch nicht hören.
Da darf man schon differenzieren zwischen:
- Massnahmenkritikern,
- Coronaleugnern -ist nur eine Grippe und
- Verschwörungserzählungen-Gläubigen, die Massnahmen der Regierung zur Pandemiebekämpfung dienen nur der Unterdrückung des 'Volkes'.

Mit der ersten Gruppe habe ich überhaupt kein Problem. Auch wenn ich mich zu denen zähle welche die Massnahmen für zu lasch halten. Insbesondere in den Betrieben könnte mehr geschehen und auch mehr durch das Ordnungsamt kontrolliert werden

Mit der zweiten Gruppe wird es schon schwieriger. Aber noch nicht unmöglich.

Gar nichts geht mit der dritten Gruppe. Wie soll man mit einem Schwert schwingenden Koch diskutieren, der einen als Schlafschaf anschreit. Diese Menschn haben sich selbst ausserhalb eines Diskurses gestellt.
 
  • #12
Welche Gesellschaft? Die Gesellschaft ist gespalten, es gibt nicht nur ein paar (Klimawande)leugner hier und Schlafschafe da.
Extreme gibt es überall.
Und eine Gesellschaft, die nur ein Thema kennt, halte ich für nicht erstrebenswert.
Für mich wäre die Frage eher, wie kommen wir aus der Sache wieder raus, ohne allzu grosse Schäden?
Denn die Pandemie bringt Schäden; der Lockdown aber auch.
Bei manchen bekommt man den Eindruck, sie würden gefallen finden an der Kontrolle. Noch nie habe ich eine solche Dauerpräsenz an Polizei und Ordnungsdiensr gesehen.
 
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  • #13
Damit hoffe ich die Mitte zu stärken, die am Ende hoffentlich die breite Masse ausmacht.
Ja, das ist zu hoffen. Das wird nur gelingen, wenn man nicht jeden in die qanon-Ecke schiebt, der nicht die eigene Meinung vertritt. Maß und Mitte gehen leider gerade verloren. Und auch Diskussion in vernünftigem Rahmen. Wir haben viele Menschen mit Angst auf der einen und viele Leugner auf der anderen Seite. Eine explosive Mischung.
 
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  • #14
Ich akzeptiere auch von mir oder der Mehrheit abweichende Meinungen und setze mich dafür ein, dass jeder seine Meinung sagen darf, auch wenn sie in der Minderheit oder unerwünscht ist. Und ich finde, man sollte sich auch mit Kritik und Gegenmeinungen auseinandersetzen und sie nicht pauschal abwerten. Man kann ja dann eine Diskussion führen und bestimmte Ansichten ggf. argumentativ entkräften. Kritik ist immer gut, weil nur die Auseinandersetzung mit Kritik zu einer fundierten Meinung führt.
Ich jedenfalls erkläre nicht alle Menschen, die den Corona-Maßnahmen widersprechen oder Ähnliches, für pauschal verrückt und unzurechnungsfähig, aber ich verurteile auch nicht pauschal Mörder oder Diktatoren oder Pädophile (sorry für den misslungenen Vergleich, das ist natürlich nochmal was anderes als jemand mit nur einer irgendwie gearteten politischen Meinung, die irgendwem oder vielen nicht gefällt, aber zur Verdeutlichung), sondern versuche nachzuvollziehen, wie Menschen zu bestimmten Überzeugungen und Taten kommen. Denn es gibt ja immer Gründe. Die zu hinterfragen, finde ich interessant.

Die Menschen in die Gesellschaft zurückholen? Sie sind die Gesellschaft. Wir alle sind die Gesellschaft.
w26
 
  • #15
Ich bin Kritiker.

Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit denen, die bspw versäumen, Impfstoffe her zu bekommen, die Verantwortung hin und her schieben, jegliche Konzepte kritisieren und selbst NULL zustande bekommen .....
Die Massnahmen sind teilweise derart deppert, dass man zur Vermeidung eines Schleudertraumas besser den Kopf gar nicht mehr schüttelt.
Mir gefällt absolut nicht, dass Experten, die eben eine andere Sicht haben und belegen können, mundtot gemacht werden sollen.
Mir macht die aufkommende Wirtschaftskrise grosse Sorgen, dazu der Umgang mit den Bürgerrechten.
Der Posse um diese Masken kann man nur sarkastisch begegnen, ähnlich wie der um die Tests.

Ob wirklich mit jemand, der von nur Grippe ausgeht oder gar denjenigen, die Bill Gates / Trump / Kobold oder die Bundeswehr als Schuldige darstellen geredet werden muss - ich bezweifle es.
 
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  • #16
Ob wirklich mit jemand, der von nur Grippe ausgeht oder gar denjenigen, die Bill Gates / Trump / Kobold oder die Bundeswehr als Schuldige darstellen geredet werden muss - ich bezweifle es.
Also sortierst du dich in meine erste Gruppe ein?
Und bist wie ich der Meinung, dass man mit der dritten Gruppe gar nicht mehr diskutieren kann?
Bleibt natürlich noch die Frage wie man mit denen umgeht.
Ich versuche sie zu ignorieren. Ich meine auch, dass diese Gruppe eine zeitlang viel zu viel Aufmerksamkeit in den Medien erhalten hat.
 
  • #17
Wie holen wir diese Menschen wieder in unsere Gesellschaft zurück?
Hm, jedenfalls nicht durch Missionieren.
Man kann niemanden von irgendwas überzeugen, der nicht überzeugt werden will. Wer Glaubenssätze für sich und sein Leben braucht, wird immer was finden, um dabei bleiben zu können. Es gibt noch heute Leute, die ernsthaft drüber nachdenken, ob die Erde ne Scheibe ist oder sich nicht doch in der Mitte der Welt befindet. Wenn man denen mit Wissenschaft was erklärt, sagen sie "ich müsste diese Bücher über theoretische Physik selbst lesen, dann könnte ich es glauben". Da sie sie nicht lesen werden und überhaupt dazu erstmal eine Menge anderen Stoff lesen müssten, bleiben sie bei ihrer Meinung.

Ich fänd es schon hilfreich, wenn in den Medien nicht alle Kritiker von irgendwas sofort in einen Topf geschmissen würden mit Rechten oder Alubehüteten. DAS ist was, das mich echt nervt, da so undifferenziert und den Konflikt anheizend, und das auch bewirkt, dass die dann auf "anti" gehen.

Ich habe eine Weile drüber nachgedacht, wie das mit den Demos zu sehen ist. Da laufen ja auch sehr rechtsgerichtete Gruppen zwischen Leuten, die nicht so ticken. Sind diese Leute dann selbst schuld, wenn sie zu den Rechten gerechnet werden oder ist das eine Wahrnehmungssache - tausend Leute, zwanzig Rechte = Rechtendemo?
 
  • #18
Ich akzeptiere auch von mir oder der Mehrheit abweichende Meinungen und setze mich dafür ein, dass jeder seine Meinung sagen darf, auch wenn sie in der Minderheit oder unerwünscht ist. Und ich finde, man sollte sich auch mit Kritik und Gegenmeinungen auseinandersetzen und sie nicht pauschal abwerten. Man kann ja dann eine Diskussion führen und bestimmte Ansichten ggf. argumentativ entkräften. Kritik ist immer gut, weil nur die Auseinandersetzung mit Kritik zu einer fundierten Meinung führt.
Und wie willst du mit einem Schwert schwingenden Koch diskutieren, der dich anschreit, du bist ein Schlafschaf und durch die 'Lügenpresse' verblödet.
Also ich würde mich da erstmal in Sicherheit bringen. Wer weiss was der mit seinen Schwert noch anstellt. Diese hardcore Coronaleugner wollen auch gar nicht mit dir diskutieren.
 
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  • #19
Also sortierst du dich in meine erste Gruppe ein?
Und bist wie ich der Meinung, dass man mit der dritten Gruppe gar nicht mehr diskutieren kann?
Ja, ich gehöre zu deiner ersten Gruppe. Und ja, ich halte es nicht für falsch, Konzepte zu entwickeln, denn nur so kann man mit einer Bedrohung umgehen. Ja, ich halte es für falsch, die einfachste Massnahme ohne flankierende Unterstützung als "alternativlos" zu bezeichnen. Warum Milliarden kaputt machen ? Wenn man doch einen Teil davon investieren könnte. Ewiger Lockdown kostet und wird noch lange kosten. Warum nicht bereits im ersten Lockdown in Forschung investieren, Medikamente und Impfstoffe mit Hochdruck entwickeln ? Dann wäre jetzt schon alles vorbei .....

Und die Gruppe, die wirklich abstruseste Theorien anstellt ? Zeit geben - Ruhe einkehren lassen.
 
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  • #20
Da darf man schon differenzieren zwischen:
- Massnahmenkritikern,
- Coronaleugnern -ist nur eine Grippe und
- Verschwörungserzählungen-Gläubigen,
Ja. Aber selbst die Einordnung in diese drei Gruppen finde ich schwierig. Ich habe so ein Exemplar genau vor der Nase sitzen und tue mich schwer mit der Einordnung. Tatsächlich vertritt er Argumente aus allen drei Gruppen. Wenn ich mir seine Entwicklung der letzten neun Monate anschaue, kann ich aber ganz klar sagen, dass er zu Beginn nur der ersten Gruppe angehört hat. Dass er mittlerweile möglicherweise der dritten Gruppe zuzurechnen ist... bitter. Ich sehe da aber auch ein Versagen der Politik und Medien, die solche Menschen durch Undifferenziertheit ein Stückweit auch in die Extreme treiben. Wobei das jetzt keine Entschuldigung für extreme Meinungen sein soll - natürlich ist jeder für sein Gedankengut selbst verantwortlich.

Stimmt, diskutieren kann man da nicht mehr. Bei Menschen mit extremen Meinungen geht es ja nur noch darum, wer der Sieger ist und wer der Verlierer. Da gibt es nichts Konstruktives mehr.
Das gilt allerdings für *beide* Extreme auf der Skala.

Ich befasse mich deshalb diesbezüglich nur noch mit praktischen Fragen, die mich direkt betreffen, beispielsweise: finde ich es in Ordnung, wenn er die Kinder mit zur Demo nimmt, oder lege ich hier ein Veto ein?
w45
 
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  • #21
Und wie willst du mit einem Schwert schwingenden Koch diskutieren, der dich anschreit, du bist ein Schlafschaf und durch die 'Lügenpresse' verblödet.
Also ich würde mich da erstmal in Sicherheit bringen. Wer weiss was der mit seinen Schwert noch anstellt. Diese hardcore Coronaleugner wollen auch gar nicht mit dir diskutieren.
Ich habe auch Menschen im Bekanntenkreis, die die aktuelle Berichterstattung in den Medien als einseitig und propagandistisch kritisieren, falls du die meinst. Ich verstehe mich mit denen immer noch gut und finde Gespräche durchaus interessant. Bei manchen Punkten gehe ich mit, also man kann durchaus einiges zu Recht kritisieren. Mich als Menschen mit leichter Nadelphobie stört es z.B., dass man jeden einzelnen Tag seit Wochen in der Tagesschau eine oder sogar mehrere Nahaufnahmen davon sieht, wie jemandem eine Spritze in den Oberarm gerammt wird, muss das jeden Abend sein? Bei vielen Punkten kann ich den Gedanken dahinter und die Kern-Kritik verstehen. Dass man sich zum Beispiel nicht auf eine einzige Informationsquelle verlassen sollte, dass hinter jedem schriftlichen Dokument (selbst der Einkaufszettel!) eine Agenda steckt und Menschen auch z.B. persönliche oder wirtschaftliche oder egoistische Interessen haben und Fehler machen, da kann ich voll mitgehen. Die fantastischen Erzählungen mit bluttrinkenden Echsenmenschen sind mir persönlich dann aber doch etwas zu wild und scheinen mir unrealistisch, was ich auch begründen kann. Also ich kann trotzdem vernünftig mit "solchen" Menschen reden, weil ich ihnen zuhöre und Fragen stelle, manchem (teilweise) zustimme und anderem nicht. Weil ich selbst nicht schreie, werde ich auch nicht angeschrien. Für verblödet hat mich auch noch niemand gehalten. Ich halte die anderen aber auch nicht für verblödet. Die Theorien haben durchaus eine gewisse inhärente Logik und sind eigentlich ganz interessant. Sie haben bei näherer Betrachtung gewisse Schwachstellen, aber die hat die aktuelle Corona-Politik auch. Und so kann man halt drüber reden und Argumente austauschen.

Übrigens halte ich auch Menschen, die an Jesu Auferstehung oder Horoskope glauben, nicht für verblödet. Auch diese Theorien haben eine gewisse Logik, unabhängig davon, ob man selbst dran glaubt, und man kann schon auch differenziert darüber sprechen und das interessant finden und mal mit seinen eigenen Überzeugungen abgleichen.
w26
 
  • #22
Alles, was du, Tom, unter #15 kritisierst, sehe ich genauso - das »Schleudertrauma« droht auch mir. Lange Zeit war ich mit (den meisten) Maßnahmen einverstanden, diesmal aber gucke ich nur noch fassungslos auf alle neuen Vorstellungen, egal, ob sie auf ein DIN A4 Blatt passen oder nicht.
Was mich wirklich ärgert, das sind die großartigen Ankündigungen und Auftritte-erhobenen-Hauptes, die sämtlich in sich zusammen fallen, sobald man mit einer Stecknadel kurz rein piekst. Oft denke ich dann, wären die in der freien Wirtschaft tätig und säßen nicht auf ihren Sesseln, die würden ihre Probezeit nie überstehen.

Wirklich traurig finde ich, dass in der Folge einiger Diskussionen in meinem Umfeld ein paar mir ansonsten wichtige Menschen verloren gegangen sind. Das mag noch im Kleinen sein - doch viel »Kleines« wird am Ende dann doch groß. Ich glaube, das meinte @Kimi 48.
 
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  • #23
dass hinter jedem schriftlichen Dokument (selbst der Einkaufszettel!) eine Agenda steckt und Menschen auch z.B. persönliche oder wirtschaftliche oder egoistische Interessen haben und Fehler machen, da kann ich voll mitgehen. Di
Richtig- siehe die Verwicklung in Maskengeschäfte einiger Politiker, während andere noch auf die Novemberhilfen warten.
Zu Beginn der Pandemie wurden offiziell politische Szenerarien entworfen; die dann so nicht angewandt wurden, um die Bevölkerung zu verunsichern.
Bedenklich finde ich auch, dass fast alles über die MPK läuft, auch wenn teilweise anschließend noch die Landesparlamente mit eingebunden werden. Noch nie seit Bestehen der BRD konnte die Exekutive so durchregieren. Macht erzeugt Begehrlichkeiten.
 
  • #24
Also ich kann trotzdem vernünftig mit "solchen" Menschen reden, weil ich ihnen zuhöre und Fragen stelle, manchem (teilweise) zustimme und anderem nicht. Weil ich selbst nicht schreie, werde ich auch nicht angeschrien.
Dann hast du wohl bisher Glück gehabt. Ich schreie auch nicht. Gerade im Sommer kurz vor dem zweiten Lockdown bin immer mal wieder massiv angegangen worden. Als Eingangskontrolleur steht man da auch in der allerersten Reihe. Frage mal Busfahrer oder Mitarbeiter der Bahn aber auch Menschen, die in Krankenhäuser die Coronamassnahmen durchsetzen mussten. Die erleben das auch immer wieder.
Das sind dann keine ruhigen Diskussionen am Küchentisch.
Die Theorien haben durchaus eine gewisse inhärente Logik und sind eigentlich ganz interessant.
Also du siehst in der Theorie, dass der Microsoft-Gründer uns mittels der Zwangsimpfung beherrschen will, eine 'gewisse inhärente Logik'? Nur mal so nachgefragt.
Ich kann mit solchen Menschen nicht mehr diskutieren und die wollen auch gar nicht mit mir diskutieren.
 
  • #25
Da darf man schon differenzieren zwischen:
- Massnahmenkritikern,
- Coronaleugnern -ist nur eine Grippe und
- Verschwörungserzählungen-Gläubigen, die Massnahmen der Regierung zur Pandemiebekämpfung dienen nur der Unterdrückung des 'Volkes'.

Mit der ersten Gruppe habe ich überhaupt kein Problem. Auch wenn ich mich zu denen zähle welche die Massnahmen für zu lasch halten. Insbesondere in den Betrieben könnte mehr geschehen und auch mehr durch das Ordnungsamt kontrolliert werden

Mit der zweiten Gruppe wird es schon schwieriger. Aber noch nicht unmöglich.

Gar nichts geht mit der dritten Gruppe. Wie soll man mit einem Schwert schwingenden Koch diskutieren, der einen als Schlafschaf anschreit. Diese Menschn haben sich selbst ausserhalb eines Diskurses gestellt.
Geht mir genauso. Ich bin deshalb bei FB ausfallend geworden und durfte 24 Std. nichts posten. War das erholsam...es ist in meinen Augen sinnlos, diese Leute wieder in unsere Gesellschaft holen zu wollen, denn die denken ja, dass sie das mit uns tun müssen. Ich kann das nicht, ich muss tief durchatmen um nicht ausfallend zu werden. Und @Kimi 48 , sie sind es mir nicht wert. Mir fällt es leider schwer, das auszuhalten. @Amytan , das mit dem Rheuma, super Idee 👍😂 Da will ich mir keine Mühe geben. Ich versuche lieber mit einer Bemerkung: ich mache mir Sorgen um dich..ist alles gut bei dir..einem guten Freund zu helfen, auch wenn das vielleicht nicht gut ankommt. Und nein, in meinem Umfeld gibt es keinen, der so tickt.
 
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  • #26
Habe ich mich auch gefragt, zumal ich mir seit gefühlten Ewigkeiten ein Thrombosemittel selbst spritzen muss und das mich viel Überwindung kostet.
Ich vermute, das ist einfach nur die simpelste Illustration von "wir impfen" bei Berichten darüber. Ich finde auch die Worte "Impfling" und "Impfversager" doof. (Ich finde auch "Flüchtling" unpassend.) Was soll das, einen Menschen als "Versager" zu bezeichnen, weil sein Körper nicht drauf ansprang? Ja, ist wissenschaftlich, aber ... unethisch.

Ich halte die anderen aber auch nicht für verblödet.
Ich denke, das ist der Schlüssel, mit solchen Menschen überhaupt in Kontakt kommen zu können. Ja, kann immer noch sein, dass es echt keinen Sinn hat, aber wer gleich mit einer überheblichen Haltung an Menschen rantritt, wird selten ein offenes Ohr finden.
 
  • #27
Auch diese Theorien haben eine gewisse Logik, unabhängig davon, ob man selbst dran glaubt, und man kann schon auch differenziert darüber sprechen und das interessant finden und mal mit seinen eigenen Überzeugungen abgleichen.
w26
Du gehst hier aber auch einer Sache ganz unheimlich auf den Leim, vielleicht, weil du zu oft mit diesem Leuten diskutierst:
Hier geht es nicht um Glauben, sondern um Fakten. Über Glauben kann man nicht diskutieren, über wissenschaftliche Fakten schon. Du sagst, du könnest begründen, wieso du die Echsentheorie ablehnst. Da wäre ich aber mal auf deine Argumentation gespannt, wenn du mit einem "Gläubigen", der an so etwas absolut absurdes glaubt, diskutieren würdest. Das hat ja gar keinen Sinn.

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, da du aber in deinem Text auch einen Haufen Weichmacher benutzt, muss ich doch an der einen oder anderen Stelle mal einhaken:
Dass man sich zum Beispiel nicht auf eine einzige Informationsquelle verlassen sollte,
Man sollte aber als erwachsener Mensch eine gewisse Medienkompetenz besitzen, und seriöse Quellen von unseriösen unterscheiden können. Dazu ist man in die Schule gegangen, dort lernte man die Fertigkeiten im Deutschunterricht. Wer seine Zeit damals nicht damit vertrödelt hat, sich drüber aufzuregen, wozu man Stilfiguren und rhetorische Mittel im Leben braucht, hat hier ein praktisches Anwendungsbeispiel. Und im Gespräch mit diesen Leugnern und Rumnörgeln kriegt man eigentlich ziemlich schnell mit, wer auf nur auf die Kacke haut, und wer tatsächlich ein wenig Allgemeinbildung mitbringt.
dass hinter jedem schriftlichen Dokument (selbst der Einkaufszettel!) eine Agenda steckt und Menschen auch z.B. persönliche oder wirtschaftliche oder
Genau, und die bösen Politiker haben sich das alles aus Eigeninteresse, Geldgier, Machtstreben ausgedacht, um uns besser lenken zu können, und alle "Schlafschafe" beeinflussen zu können.
Naja, so fängt halt Beeinflussbarkeit an.
 
  • #28
Also du siehst in der Theorie, dass der Microsoft-Gründer uns mittels der Zwangsimpfung beherrschen will, eine 'gewisse inhärente Logik'? Nur mal so nachgefragt.
Schon, also große Weltverschwörungstheorien mit Blut und Aliens halte ich für unrealistisch und schwer umzusetzen oder zu verheimlichen, aber ich meine, dass es als problematisch empfunden wird, wenn einige wenige Personen viel Macht und Einfluss haben, dass es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gibt, dass Geld und Macht theoretisch auch missbraucht werden können, dass Politiker und reiche Menschen mit Stiftungen nicht immer nur Philanthropen sind, sondern auch wirtschaftliche oder eigene Interessen verfolgen, dass die technischen Möglichkeiten der Zukunft bedacht genutzt werden sollten und gewisse Gefahren bergen, dass es auf dieser Welt korrupte Menschen gibt, dass die WHO vielleicht auch problematische Seiten hat, dass Medien auch dafür eingesetzt werden, um Menschen zu manipulieren, dass manche von der Krise profitieren und andere nicht -- das wird kaum einer allgemein abstreiten können, oder? Auf dieser Ebene kann man doch vernünftig drüber reden. Viele andere Details halte ich für unrealistisch und kann auch darüber sprechen und sagen, was ich warum bezweifle. Nur im Kern sind die Kritik und der Missmut vieler Menschen meiner Meinung nach durchaus nachvollziehbar. Die denken sich ja nun auch nicht alles einfach so aus, sondern die Theorien beruhen ja schon irgendwie auch auf Begebenheiten und tatsächlichen gesellschaftlichen Problemen und sprechen daher eben gewisse von irgendwas betroffene Personen an, sonst wären sie ja auch nicht so erfolgreich. Ich als Politiker würde die Entwicklungen schon beachten und mir gewisse Kritik auch zu Herzen nehmen, jedenfalls nicht einfach ignorieren und alle pauschal als dumm abtun, das provoziert doch nur. Denn es betrifft ja auch gebildete, an sich kluge Menschen. Die sind ja jetzt nicht alle plötzlich durchgedreht, oder? Ich finde es schon auch sinnvoll, sich mit den abweichenden Meinungen zu beschäftigen und den Leuten zuzuhören.

Aber ok, ich persönlich mag halt Diskussionen und kann auch theoretisch Ansichten oder Theorien diskutieren und weiterdenken, denen ich selbst nicht im Detail völlig zustimme, und bin offen für beiderseitige Kritik. Ich fühle mich dann nicht immer gleich persönlich angegriffen und muss "draufhauen", sondern kann auch mal "mitgehen" und mich drauf einlassen, finde das bereichernd und interessant.
w26
 
  • #29
Dass man sich zum Beispiel nicht auf eine einzige Informationsquelle verlassen sollte, dass hinter jedem schriftlichen Dokument (selbst der Einkaufszettel!) eine Agenda steckt und Menschen auch z.B. persönliche oder wirtschaftliche oder egoistische Interessen haben und Fehler machen, da kann ich voll mitgehen.
Das ist doch aber keine neue Wahrheit. Ich weiß, dass ich nichts weiß, aber trotzdem müssen wir uns als Gesellschaft und auch sonst navigieren. Verschwörungstheoretiker sind jedoch nicht mehr bereit für einen offenen Diskurs, sie diskutieren nicht mehr und leben in einem hermetisch abgeschlossenen Weltbild. Die Wissenschaft dagegen geht beispielsweise so vor: Wahrheiten und Erkenntnisse existieren exakt so lange, wie sie niemand widerlegen kann. Tritt dieser Zustand potentiell ein, also die Widerlegbarkeit, dann wird erst offen diskutiert, dann die neue Wahrheit exakt so lange übernommen, wie keine diese widerlegende Erkenntnis existiert. Eine Verschwörungstheoretiker duckt sich doch vor den wissenschaftlichen Standardseinfach weg und glaubt dann an so Dinge wie die flache Erde, anstatt wissenschaftliche Kriterien zu bemühen.
Dass im Informationsfluss der heutigen Kultur dann schnell der Überblick verloren geht, ist sehr nachvollziehbar. Dass dann aber voraufklärerische Methoden angewandt werden, um kuriose Theorien bestätigt sehen zu wollen, ist völlig aus der Zeit gefallen.

Klar kann man die Entstehung unserer Religionen in diese voraufklärerische Zeit datieren. Man kann auch sehr kritisch mit Sekten und sektenähnlichen Gruppierungen umgehen. Und so weit ich weiß, lebt politischer Streit gerade davon,das Verhältnis zwischen individueller Freiheit und dem Abwenden gesellschaftlicher Gefahren auszutarieren. Und das ist ziemlich kompliziert.

Der Hauptunterschied zwischen Kirche und Verschwörungstheorie ist meines Erachtens, dass das eine nicht Staatspolitik macht und das andere dies gerne machen wollte. Und ehrlich: So sehr ich die Religionsfreiheit schätze, die Kirche soll auf keinen Fall Staatspolitik machen dürfen. Auch Verschwörungstheoretiker dürfen gerne ihre sektenähnlichen Gebilde haben, solange sie mit ihren voraufklärerischen Methoden nicht staatspolitisch aktiv werden. Allerdings wollen sie genau das und da habe ich dann schon ein Problem mit ihnen.

Und natürlich heißt all das auch trotzdem, dass man kritisch bleibt und nicht alles als gegeben annimmt. Aber das war sowieso in der Demokratie nie die Frage. Wähler wird man per Gesetz zwar alleine durchs älter werden, gedacht ist es aber schon so, dass man kritisch ist und nicht nur irgendwie wählt.
 
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  • #30
Ich würde... eher sagen, dass ein kleiner Teil aus der Gemeinschaft ausgeschert ist.
Das sehe ich anders - es sind sehr viele, so dass sich für mich überhaupt nicht die Frage des "Zurückholens" stellt.

Gesellschaft ist heterogen, bzw. zeigt sich in allen westlichen Demokratien eine zunehmende Zersplitterung, die m.E. Folge der Globalisierung ist. Die Menschen, die in diesen Gesellschaften leben, können nicht so schnell die soziale und psychische Anpassung leisten, wie die Gesellschaft sich verändert. Daher bilden sich unterschiedlichste Gruppierungen, zu denen sich doch sehr viele Menschen hingezogen fühlen - auf der Suche nach einfachen Wahrheiten, die ihre überreizten Hirne noch aufnehmen können.
Wer will festlegen, wer wohin zurückzuholen ist? Den Ansatz finde ich schonmal undemokratisch, weil er impliziert, dass Du Dir anmaßt zu wissen, was für wen richtig ist.

Demokratien müssen sowas aushalten.
Wie holen wir diese Menschen wieder in unsere Gesellschaft zurück?
Überhaupt nicht. Sie könnten jederzeit zurückkommen, wenn sie es wollten - wohin auch immer.
Er erklärte ...
Ich: »Aber weißt du denn gar nicht...
Standing Ovations. Genauso macht man das - Stilmittel: absurdes Theater.
ich setze mich nie wieder mit jemanden an einem Tisch, der sich über die Toten lustig macht und Menschen, die das nicht so sehen als Schlafschafe betrachtet
Genau so ist es - Diskussion sinnlos.
solche Äußerungen wie die von dir - nämlich dass sie nicht mehr zur Gesellschaft gehörten - führen zur Spaltung.
Ganz genau. Nichts verbindet mehr, als ein gemeinsamer Feind und das ist immer der, der die anderen ausgrenzt - also Du @Kimi 48
bei einigen ist dieses Querulantentum sicher nicht mehr aus den Köpfen zu bekommen,... bei den meisten hoffentlich schon.
Glaube ich nicht. Dieses Gejammer der vermeintlich nicht Gehörte, meint nur, man soll ihnen ihre Kümmernisse abnehmen und diese für sie lösen. So funktioniert unsere Gesellschaft aber nicht, sondern Eigenverantwortung ist gefragt.
Ich habe vor 2 Jahren mal ein Interview eines vermeintlich Abgehängten gehört. Der meinte allen Ernstes, dass er die Partei wählt, die ihm eine Frau vermittelt. Was willst Du bei so einem Honk aus dem Kopf kriegen oder wie willst Du in so einen Holzkopf was reinbringen? Geht nicht.
 
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