• #1

Gibt es hier Männer, die sich die Elternzeit mit der Kindsmutter teilen würden?

Gibt es hier Männer, die sich die Elternzeit mit der Kindsmutter teilen würden?

Angeregt durch den Hausmann-Thread (ziemlich eindeutiges 'Nein'), stelle ich diese Frage einfach mal in den Raum. In der ersten Zeit, da braucht das Baby die Mama - aber nach dem Stillen? Es ist nicht die Frage, ob es für euch machbar ist, nur, ob ihr es wollt? Welcher Papi wäre gerne längere Zeit 24 h bei seinem Kind? Das ist/wäre doch eine Gelegenheit, Familie in reinster Form zu leben, erleben, sein Kind wirklich kennen zu lernen, das Zusammenwachsen der Familie zu intensivieren - und auch das Verständnis, Nachempfinden und den Respekt für die Arbeit der Frauen/Mütter fördernd, oder nicht? Im Berufsleben, habe ich genau 2 Männer erlebt, die das realisiert haben. Beide haben es nicht bereut, im Gegenteil! Wie seht ihr Männer das? - Wie denkt ihr Frauen darüber? (Eine Altersangabe wäre hier vielleicht auch interessant!)
 
  • #2
Nein, liebe Angeline,
für mich ginge das gar nicht. Haarsträubend!

Meine aktuelle " Hitliste" diesbezüglich, in aufsteigender Reihenfolge:

Platz 3 : Er ist Hausmann.
Platz 2 : Er macht die Elternzeit und wickelt das Baby.
Platz 1: Er rasiert sich die Beine.
 
  • #3
Ich würde es wohl zwei Monate machen. Das ist ja die Minimalzeit, die jedes Elternteil mit der Arbeit aussetzen muss, damit Elterngeld bezogen werden kann.

Das finanzielle Argument alleine zieht natürlich noch nicht. Die Zeit soll auch dazu beitragen, eine intensivere Beziehung zu dem Kind aufzubauen und einen Eindruck zu bekommen, wie viel Betreuung eigentlich erforderlich ist für so einen Knirps.

@#1: Platz 1*: Er tönt sich die Haare, lässt sich beim Friseur die Augenbrauen zupfen und besucht regelmäßig Wellness-Oasen. ;)
 
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  • #5
@ # 2

Ich finde es schön wenn der Mann sich pflegt und auch einmal genießt. Zu den Wellness-Oasen begleite ich ihn denn auch ich lass mich gern verwöhnen.

Haare tönen und Augenbrauen zupfen macht aus einem Mann keine Frau, sondern kann seine Attraktivität noch unterstreichen genauso wie bei der Frau, solange nicht übertrieben wird.

@ FS

Es ist gut, dass Männer die Möglichkeit Zeit mit ihrem Kind zu verbringen wahrnehmen.
Mein Partner zieht diese Möglichkeit in Betracht und ich befürworte das.
Es ist wichtig für die Vater-Kind-Beziehung und für das Kind allemale bereichernd, ebenso wie für den Vater.
 
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  • #6
Ich fände das gut. Für jeden Einzelnen wie auch für das "System Familie". Ob es technisch/finanziell... machbar ist, ist die andere Frage, klar, aber darum geht es ja grade nicht.

Und im Übrigen: Ich würde WOLLEN, dass der Vater meines Kindes durchaus weiß, wie man Windeln wechselt, und das auch tut ohne in Ohnmacht zu fallen. Undsoweiter. Er ist der VATER, und das tut seiner Männlichkeit ja wohl keinen Abbruch.
(Kam mir gerade biem Lesen von #1)

w25
 
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  • #7
@#2
Das Argument musste ja kommen: das Elterngeld! Natürlich machen Männer etwas nur dann, wenn etwas - am Besten Geld - für sie herausspringt. Einfach so, ohne einen eigenen Vorteil, oder ganz bewusst die Nachteile im Beruf riskieren für das Kind, das würde kein Mann auf der Welt machen wollen.

Und zwei Monate ist einfach feige.

@FS
Ich glaube die meisten Frauen würden sich das wirklich wünschen, aber leider passiert eher das Gegenteil. In meinem Bekanntenkreis gab es auch einige Männer, die als werdende Väter sich das ernsthaft überlegt hatten. Einem hätte ich es auch zugetraut, dass er sich wirklich ein Jahr lang die Zeit für das Baby nimmt.
Am Ende wollte es keiner machen. Sobald die Babys da waren, haben sich die Väter nur noch mehr in ihre Arbeit gestürzt. Vielleicht haben sie Angst bekommen vor den schlaflosen Nächten, ich weiß es nicht.
 
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  • #8
zu #6

Es gehört sehr viel emotionale Reife des Mannes, einen guten Chef, eine gutgehende Firma dazu, dass dieser Mann sich mit gutem Gewissen dazu entscheiden kann, dass er die Hälfte des Erziehungsurlaubes nimmt.

Viele junge Männer haben Angst, den Job zu verlieren, die Wirtschaft und der Umgangston und die Pflege von Nachwuschskräften wurde ja jahrelang vernachlässigt und da ist es m.E. sehr verständlich, dass Männer so reagieren und sich nach der Geburt erst recht in die Arbeit stürzen.

Das sie dabei vieles versäumen, was die Entwicklung des Kindes und die Bindung zum Kind bedeutet, und ihre Beziehung zur Kindesmutter auf das Spiel setzten, wird vielen erst dann bewußt, wenn die Trennung ins Haus steht.

Schade für die jungen Leute. Mit ein bisschen mehr vorauschauenden Denken, Lebensmut und Vertrauen in sich und in das Leben, könnte es der zukünftigen Generation was das Vater sein betrifft, viel besser gehen. Dazu muss aber die gesamte Gesellschaft, die Arbeitgeber, die Kumpels und auch die Frauen ihren Beitrag leisten. In den skandinavischen Ländern klappt das ja sehr gut, warum nicht in Deutschland?
 
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  • #9
ja - das gibt es.
ein Kollege hat dies gemacht.
w40
 
  • #10
@#4 an #2: Ja, aber ein bisschen schwul ist das schon auch, oder? ;)

@#6: *lach* Also wenn es allein nach den Finanzen ginge, dann wäre es ziemlich unwirtschaftlich, 2 Monate Zeit mit einem Baby zu verbringen. :)

Und was genau ist "feige"? Versteh ich nicht.
 
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  • #11
Ich sehe nicht, dass daran irgendetwas unmännlich wäre. Persönlich würde ich diese Entscheidung begrüßen und unterstützen.
w, 25
 
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  • #12
#4 @ #9

nein, das ist nicht schwul wenn es im Rahmen bleibt.
Es gibt Männer bei denen die Augenbrauen z.B. wuchern oder zusammenwachsen. Dort etwas Form und Ordnung reinzubringen kann ein Gesicht männlicher und attraktiver erscheinen lassen.
Und eine Gesichtsmassage bei der Kosmetikerin und Pflegestoffe für die Haut sind sicher auch für den Mann angenehm. Auch als Mann sollte man sich mal was gönnen.

In Sachen Tönung sollte er natürlich zu dezenten Farbtönen greifen, möglichst NICHT in der Frauenabteilung verirren und die Haare Blauschwarz, dunkle Kirsche, Aubergine oder dergleichen färben.
 
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  • #13
@11: Und wehe, die Kosmetikerin kommt mit dem Vergrösserungsspiegel - uuaaaahh! ;-)
Männer können ja sooo empfindlich sein...

Im Ernst: Erziehungszeit: gut. Wellness für Männer: auch ok.
 
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  • #14
Dann sollte die Frau aber bitte auch gleich in dieser Zeit wieder Vollzeit arbeiten gehen und das Geld verdienen und ganz wichtig: sonst hüpft sie um den Mann herum und weiß alles besser. Seid doch mal ehrlich - viele Frauen (weil urplötzlich von der normal denkenden Frau zur Gluckenmutti mutiert) trauen ihren Männer garnicht zu, sich ordentlich um das Kind zu kümmern. Sie wittern, es könne vom Wickeltisch fallen, die Kids könnten verhungern usw.

Die Idee ist gut, die Umsetzung scheitert oft auch am Job und der Unflexibilität des Unternehmens, in dem der Mann beschäftigt ist. Und welche Firma nimmt die Frau für diese zwei Monate in Vollzeit wieder auf???

Dann lieber richtig organisieren und einige Zeit teilen - ich habe dann oft abends und am WE gearbeitet, der Vater des Kindes war dann da. Geht auch - man muss es nur wollen!
 
  • #15
Kommt auf die Frau an, wenn sie das will würde ich es gern machen aber der wunsch muss von ihr kommen, sonst läuft man noch gefahr, dass sie glaubt sie macht es nicht gut genug.
 
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  • #16
Ich finde es gut, wenn Männer Elternzeit nehmen. Ich bin 8 Wochen nach der Geburt meiner Tochter wieder arbeiten gegangen udn der Vater (41) meiner Tochter ist für ein Jahr zuhause geblieben. War für alle super.

w, 31
 
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  • #17
Ein Problem stellt die Begrenzung der Dauer der Elternzeit dar. Denn das Stillen sollte nicht schon nach z.B. acht Monaten brutal abgebrochen werden, sondern solange beibehalten werden wie das Kind es braucht. Wenn es ihm reicht, verweigert es von selbst das Trinken an der Mutterbrust. Nur: Wer weiß, wann das der Fall sein wird? Dies ist zu bedenken. Ein Abpumpen der Muttermilch finde ich sehr widernatürlich, käuflich zu erwerbende "Babymilch" lehne ich ab; nichts ersetzt die Muttermilch wirklich.
w, 25 (=#10)
 
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  • #18
Ich habe es gemacht und würde es auch wieder tun.

Frauen, die damit ein Problem haben, haben die Emanzipation nicht verdient!

Nachdem sich meine Frau wegen eines anderen Mannes getrennt hat sind die Kinder auch für 1 Woche bei mir und 1 Woche bei Ihr. Den Kindern geht dadurch kein Elternteil verloren und ich als Vater kann auch Dinge vermitteln, die eine Frau nicht kann und umgekehrt.

Ach übrigens;-) Ich rasiere meine Beine als Radfahrer oder wie sieht das denn aus? Radhose mit Wolle;-)

m, 39
 
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  • #19
Ja, ich bin das erste Lebensjahr meiner Tochter (jetzt 3) im Absprache mit der KM zu Hause geblieben.
Das hatte neben finanziellen Erwägungen (meine Ex verdient deutlich mehr als ich und wollte ihre Karriere nicht unterbrechen) auch den Hintergrund, dass sie bei dem Großen (jetzt 15) die Auszeit genommen hatte und ich seinerzeit das Gefühl hatte zu wenig Zeit für ihn zu haben.

Rein technisch war das alles kein Problem. Männer können das auch (!). Milch wurde abgepumpt.

Leider war ich meiner Ex dann aber als Hausmann nicht mehr spannend genug, so dass sie sich in anderen Betten umschaute.

Dank der üblichen Unrechtsprechung hatte ich keine Chance unsere Tochter nach der Trennung zu "bekommen". Es interessiert einen Sche... wo der Lebensmittelpunkt und wer die Hauptbezugsperson war.

Mein Wiedereinstieg ins Berufsleben gestaltete sich recht schwer und mit finanziellen Einbußen, die umso schlimmer wirkten, da meine Ex jede sich bietende Gelegenheit nutzte (und nutzt) mich abzuzocken. Den Umgang boykottiert sie seit einem halben Jahr total.

Fazit:
Diese wunderbare Zeit ist auch für einen Mann und Vater durch nichts zu ersetzen. Schlimm nur, wenn dann die enge Bindung an das Kind von der KM so abrupt unterbrochen wird.

m44
 
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  • #20
Wèrde ich persönlich sehr begrüssen ! Und natürlich würde ich auch wieder arbeiten gehen, während Papa das Baby betreut. Ich fände sowieso Familienmodelle, wo inner- unad ausserhäusliche Aktivitäten hälftig zwischen den Partnern geteilt würden am besten.

W 44
 
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  • #21
Ich würde das - sobald das Baby abgestillt ist - auf jeden Fall machen, wenn dadurch insgesamt nicht zu große Einkommensverluste entstünden, da die 1800 € Elterngeld, die mir zustünden, eben doch relativ weit von meinem derzeitigen Nettoverdienst entfernt sind.

M34
 
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  • #22
@ #15: Das kommt mir allerdings ein wenig eigenartig vor. Mal vom Stillen ganz abgesehen, hat das Baby in den ersten Lebensmonaten durch die lange Zeit im Mutterleib doch natürlicherweise eine sehr enge Beziehung zu Mutter. Ich denke nicht, dass diese Beziehung bereits nach zwei Monaten ohne Schäden fürs Kindeswohl abgebrochen werden kann. Ich würde - wie gesagt - gerne Elternzeit nehmen, aber nicht vor dem 8. Monat.

M34
 
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  • #23
zu #16

Kann es sein, dass du mit deinen 25 Jahre noch kein Kind hast? Das Abstillen nach 8 Monaten ist weder brutal noch sonst wie schädlich. Ich habe genau ein halbes Jahr gestillt, wird übrigens auch empfohlen, gerade wenn die Mütter etwas älter sind. Mir hat ein halbes Jahr stillen gereicht, weil ich meine Ernährung auch einschränken musste, weil meine Tochter nicht alles vertragen hat.

Das Abstillen hat meine Tochter sehr gut verkraftet und zum Glück habe ich es so gemacht, weil ich plötzlich und unerwartet einen Teilzeit-Job mit 4 Stunden angeboten bekommen und dann genommen habe, da war meine Tochter kanppe 10 Monate alt. Die Eingewöhnung in die Krippe ging auch gut.
 
  • #24
@16: Soso, Abpumpen der Muttermilch ist widernatürlich. Dann bin ich eben widernatürlich.

Mein Sohn war anfangs zu schwach zum saugen, deshalb Milchpumpe. Dann mußte ich mich hin und wieder um meine Firma kümmern, deshalb Milchpumpe. Ich habe das mit großem zeitlichen Einsatz gemacht - immerhin gehen dabei ca 2-3 Stunden täglich drauf.

Brutales Abstillen nach 8 Monaten...? Neenee. Erstens versiegt dann oft der Milchfluß, zweitens bekommen die Kleinen Zähnchen und fangen an zu beißen (extrem schmerzhaft) und drittens
haben sie inzwischen andere gute Dinge zum Essen entdeckt und brauchen mehr und sättigendere Festnahrung als nur Milch. Grauenhaft finde ich Pseudo-besorgte Mütter, die ihr Kind noch mit drei Jahren teilzeitstillend mit sich rumtragen.

Ich habe insgesamt 9 Monate gestillt (=Milch abgepumpt). Das ist voll okay. Mehr ist nicht nötig. Man will ja auch irgendwann mal seinen Körper uneingeschränkt wieder haben, mal wieder alles essen und trinken können und dürfen.
 
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  • #25
@22 von 16

Ja, ich habe mit 25 noch kein Kind.
Meine Einstellung zum Stillen liegt an meiner Erziehung, v.a. dem, was meine Mutter mir vermittelt hat. Ich habe selbst natürlich keine Erfahrung damit, wann Kinder die Brust verweigern. Nur weiß ich, dass ich - wenn es sich möglich ist - solange stillen werde wie das Kind es braucht und will. Meine Schwester war weit über 1 Jahr alt, als es soweit war. Ich deutlich jünger. Was ich mit meinem Statement ausdrücken wollte: Obwohl ich prinzipiell das Teilen der Elternzeit sehr begrüßen würde, kann das Stillen ein Problem dabei darstellen, falls die Frau solange stillen möchte, bis das Kind es von sich aus verweigert.
 
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  • #26
zu #24 von #22

Du hast meine Gedanken nicht verstanden. Mir ging es um deine Verwendung der Begrifflichkeit "brutales Abstillen" und "Verweigerung" des Kindes nach der Brust! Dein Verwenden dieser Wörter irritiert mich sehr.

Abstillen ist an sich nicht brutal, es kommt darauf an, wie es gemacht wird. Und nicht alles, was einen die Mütter vermittelt muss immer stimmen und gut sein. Seit deiner Geburt sind ja einige Jahre vergangen, einiges hat sich verändert und eine Mutter kann und sollte m.E. nicht warten, bis das Kind von sich aus das Stillen nicht mehr möchte.

Ich vermute mal, dass deine Mutter ist damals nach der Geburt von dir und deiner Schwester nicht arbeiten gegangen ist. Wenn dem so war, dann hatte deine Mutter ausreichend Zeit und Möglichkeiten zu stillen und konnte ihn Ruhe abwarten, bis du bzw. deine Schwester keine Muttermilch mehr wollten.

Heutzutage geht das aufgrund der Elternzeit von 1 Jahr in der Regel nicht mehr.

Was machst du dann mit der Milch, die deine Brüste dann trotzdem noch produzieren? Wie willst du das mit dem Abstillen hinbekommen, wenn dein Kind länger als ein Jahr die Brust will und deine Elternzeit dann vorbei ist und du wieder arbeiten gehen musst/willst? Abstillen geht nicht von heute auf morgen, das braucht mindestens 14 Tage bis keine Milch mehr produziert wird. Ich glaube, ich habe 4 Wochen mit dem nach und nach Abstillen benötigt. Mein Kind hat das damals ohne Geschrei und ohne mein "brutales Vorgehen" geschafft.

Außerdem reicht in der Regel ab dem 6. Monat nur das Stillen nicht mehr aus, sondern Mama muss zufüttern. So war es bei mir und ich habe es von anderen Müttern auch gehört. Das sind inzwischen 14 Jahre her.

Ich musste schon ab dem 5. Monat zusätzlich zum stillen zufüttern, obwohl ich ausreichend Milch hatte, weil mein Kind nicht mehr satt wurde. Ich habe damals erlebt, dass einige Kinder nur am quängeln waren, weil sie ab einem gewissen Alter weiterhin nur Muttermilch bekamen und die Mütter sich wunderten, warum ihr Kind ständig so unruhig waren und auch Schwierigkeiten beim einschlafen hatte. Diese Probleme hatte ich nie. Mein Kind ist heute sehr rank und schlank, falls hier jemand denkt, ich hätte mein Kind damals so früh gemästet ....;-)

Ich empfehle dir, dich mit aktuellen Tipps zum Thema Stillen und das SANFTE Abstillen zu beschäftigen. Dazu gibt es ja gute Infos im Internet und auch in Büchern!
 
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  • #27
Ich, M, hätte es gewollt! - Langfristig am besten beide bis 30 Stunden, so dass neben Arbeit auch Zeit für einander und die Familie bleibt.

Dazu die Erfahrung einer Kiga-Leiterin: "Aber das wollen doch die allermeisten Frauen überhaupt nicht. Die wollen sich die Mutterrolle, evtl. mit stundenweisem Zuverdienst, gar nicht nehmen lassen!" ;-) - Die wollen - entgegen möglicherweise anderlautender Lippenbekenntnisse - Männer, die ordentlich Geld ranschaffen und - ganz klassisch - ernähren.

Emanzipation gerne, aber bitte nur die Rosinen... ;-)

Da ich das nicht wollte und will, habe ich auf Familie verzichtet und erlebe jetzt aus der Distanz, wie 50% zerbrechen und weitere 25% irgendwie vor sich in laborieren.

Schade eigentlich.
 
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  • #28
zu #26

Du hast aufgrund der Erfahrung von einer Kiga-Leiterin dein Wunsch nach Familie und Aufteilung in 30/30 aufgegeben?

Ich hätte mir gerne einen Mann/Vater an meiner Seite gewünscht, der genauso wie ich TZ arbeitet, was ich immer noch mache. Aber ich vermute, du bist eine jüngere Generation? In meiner Genereration habe ich nie so einen Vater erlebt bzw. Mann kennengelernt, der damals so emanzipiert war.

Recht gebe ich dir, dass leider 50% der Ehen/Beziehungen zerbrechen bzw. zerbrochen sind und weitere 25% vor sich hin schmoren, dass ist wirklich schade.

Single-Mama 46
 
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  • #29
@26:
Ja, schade dass wir uns nicht früher kennengelernt haben (bin jetzt 49), denn genau so eine Vorstellung mit Teilzeitarbeit und gemeinsamer Haus- und Familienarbeit hatte ich auch. Nur habe ich keinen Mann gefunden, der dies auch nur im Ansatz gewollt hätte... die fanden allein schon die Vorstellung von Hausarbeit völlig abstrus. Nun, das ist eben meine Generation und ihre Männer, die fast alle sehr an der Ernährerrolle und Beruf als Identifikation hängen (was sie nach kostspieligen Scheidungen von ihren Hausfrauen dann allerdings anders sahen ;-))

Ich blieb wie Du kinderlos und ledig, was ich rückblickend aber nicht bereue, da ich wie Du die gehäuften Scheidungen und unglücklichen Ehen im Umfeld erlebe. Vielleicht waren wir einfach unserer Zeit zu sehr voraus?
 
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  • #30
Selbstverständlich würde ich gerne Elternzeit mit meinem Kind oder auch nur dem meiner Partnerin (was ja leider ohne Kindschaftsanerkenntnis nicht geht) verbringen. Meine Tätigkeit im öD gibt mir auch die Gelegenheit dazu. Leider gab es die Elternzeit noch nicht als meine beiden Kinder klein waren.

Das Wickeln, Baden und Füttern habe ich bereits als 11-jähriger an meinen Schwestern und meinem Kleinen Bruder sowie später als junger Vater an meinen eigenen beiden Kindern gelernt und auch regelmäßig gemacht.

Allerdings habe ich mit dem Thema Elternzeit innerlich abgeschlossen, nicht jedoch mit der Säuglingspflege, dann aber als Opa.

M/46
 
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