• #31
Richtig, auch dieser Begriff ist wieder dehnbar. Stärke bei einem Mann bedeutet für mich, dass er kein Schwätzer ist sondern ein Macher. Actions speak louder than words! Das er kein Ja-Sager ist und seinen eigenen Standpunkt vertreten kann. Das er mir in guten und vor allen Dingen schlechten Zeiten zur Seite steht. Er muss Ziele im Leben haben, mir seine Bedürfnisse mitteilen können. Um nur ein paar Beispiele mal zu nennen.
 
  • #32
Ich möchte ja nicht nur nehmen, sondern auch geben. Und leider bin ich immer diejenige die mehr gibt in eine Beziehung... Ich erwarte doch nur, das mein Partner ebenfalls mit Leib und Seele dabei ist wie ich es auch bin. Dennoch wäre es doch schön, wenn Mann mir immer mal wieder zeigt wie wertvoll ich bin. Das gleiche würde ich doch auch tun. Mann und Frau sind trotz Emanzipation doch noch unterschiedlich.

Ah. Das klingt ja schon etwas anders und ist komplett nachvollziehbar. Du wirkst so, als hättest Du Dich in der Vergangenheit ausgenutzt und nicht genug gewertschätzt gefühlt. Aber Wertschätzung ist nicht unbedingt das gleiche wie eine Frau regelmäßig edel zum Essen auszuführen. Für manche Männer hat das eher was mit Macht und Dominanz zu tun. Sie laden Dich ein und machen Dir teure Geschenke. Dafür hast Du Dich unterzuordnen und im Bett ihren Wünschen zu fügen. Die Gefahr läufst Du besonders, wenn Du Dir Typen suchst, die deutlich älter sind als Du.
Männer, die gerade so eine asymmetrische Beziehung nicht wollen, schreckst Du ab wenn Du regelmäßig zu stilvollen Dates ausgeführt werden willst, ein abwechselndes Einladen (Rechnung teilen finde ich auch albern) aber von vorneherein ablehnst. Dafür nehmen Dich solche Partner ernst und verdrehen nicht die Augen, wenn Du Dich auch beruflich verwirklichen willst.
Und ja, natürlich sind Mann und Frau trotz Emanzipation unterschiedlich. Deshalb rede ich ja auch nur von "vergleichbaren" Rechten und Pflichten anstatt von Gleichheit. Und natürlich kannst Du wie eine Lady behandelt werden sofern Du erstens eine bist (und keine Diva) und zweitens die gleiche Wertschätzung auch Deinem Partner entgegen bringst.
 
  • #33
Liebe hot&sweet

Ich habe mehrfach Anlauf genommen, auf deinen mich in gewissen Dingen herausfordernden und störenden Thread zu reagieren.
Jedoch finde ich weiterhin nicht die perfekten Worte.
Ein ehrlicher Wunsch, ein geäussertes Bedürfnis, das empfinde ich nachvollziehbar und wertvoll. Das macht dich menschlich.
Doch wenn wir aus unseren Wünschen und Bedürfnisse Forderungen und Ansprüche formen, wird es schal und starr.
Es stört mich, wenn Männer und Frauen aus Frustration gegeneinander ausgespielt werden. Ich behaupte mal, wir alle tun unser Bestes, mit dem massiven gesellschaftlichen Wandel der letzten Jahrzehnte klar zu kommen. Währenddem wir Frauen versuchen, die widersprüchlichen Anforderungen von wirtschaftlicher Unabhängigkeit, langen Ausbildungszeiten und Familiensinn zu erfüllen, versuchen die Männer eben, aus dem ihnen vererbten diffusen Rollenbild und den modernen Ansprüchen an sie das Beste zu machen. Dabei liegen die Erwartungen an den "modernen" Mann irgendwo zwischen Brötchenverdiener und Hausmann, Gentleman, einsamem Wolf, Ehemann oder Beziehungsanarchist. Dass sie sich nicht nach einem klaren Kodex verhalten, liegt daran, dass es ihn nicht mehr gibt. Und da eine Beziehung auch keine lebenslange Sicherheit mehr auf Familie und Gemeinsamkeit bietet (Scheidungsrate), herrscht da auch allgemein mehr Zögerlichkeit, sich mit Haut und Haar einzulassen.
Letztlich bin ich darauf gekommen, dir Videos (youtube) oder Bücher von Eva Illouz zu empfehlen.
Sie befasst sich mit der Liebe im Spannungsfeld zwischen den gesellschaftlichen Verhältnissen und den weiterhin existierenden Erwartungen und Wünschen, die für unsere Zeit charakteristisch sind. Ihre Gedanken sind da anders als meine, oder weitreichender, jedenfalls anregend.
 
  • #34
Und dann befiehlt er seiner Partnerin, dass sie sich was billiges bestellen soll.
Nein, das geht anders .
Er empfiehlt aus dem obersten Preissegment - damit sie sich frei fühlt, zu bestellen, was immer sie mag.
Eine andere Möglichkeit ist die "Damenkarte" - ganz ohne Preise.
Auch eine Möglichkeit ist es, die Empfehlung des Hauses vom Ober zu erfragen.
Kennt Mann das Restaurant gut, kann er auch eine persönliche Empfehlung geben. Ich persönlich mag in einem bestimmten Restaurant ganz besonders die Tomatensuppe - ist da aber so ziemlich das Billigste. ich empfehle sie dennoch - aber mit dem Zusatz: Auch die Meeresfrüchte sind hier sehr zu empfehlen. Was auch stimmt.
Du siehst - auch Essengehen kann seine Tücken haben.
Dazu gehört bspw auch, keine Angst vor dem Sommelier zu haben. Denn er erfragt geschickt die persönlichen Weinvorlieben ....
 
  • #35
Jetzt rütteln Bräuche wie Tür aufhalten, Rechnung übernehmen, einer Frau in den Mantel helfen, schon an der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau? und was mich noch mehr zum Schmunzeln bringt: Eine Frau soll dem Mann der Gleichberechtigung willen in den Mantel helfen??? Es ist doch völlig klar, dass Männer sich von Weiblichkeit und Frauen von Männlichkeit angezogen fühlen. Je weiblicher die Frau, je männlicher der Mann, desto mehr knistert es. Gleichberechtigung - Das betrifft Fragen wie das Wahlrecht, aber doch nicht den Flirt...

W31
 
  • #36
Der Mann aus deinem Beispiel wählt für das Date ein Restaurant aus, dessen Preise er sich nicht leisten kann.
Das ist ja nicht gesagt. Er will nur nicht mehr Geld ausgeben für diese Frau und teilt ihr das durch die Empfehlung anscheinend mit. Vielleicht befürchten die Männer, dass sich die Frau sonst "durchfrisst", ohne das zu liefern, was die Männer sich wünschen. (Ich meine jetzt nicht unbedingt Sex, sondern ihr echtes Interesse am Kennenlernen und nicht nur Lust auf teure Speisen.)
 
  • #37
Ich habe aber schon das Gefühl, das ihr den Wunsch gerade verdreht und zum Strick umwandelt.
Im anderen Thread schwärmen gerade Frauen vom Handkuss und hier ist der Wunsch, der das impliziert, gerade verpönt.

Wenn scheinbar Emanz. und Augenhöhe darauf beruhen das ma ja alles alleine machen sollte weil man es kann, wäre das doch ein toller Ansatz: Jeder lebt alleine in seiner Wohnung, ohne Partner, ohne Kompromisse und trifft sich auf einem Bedürfnismarkt, wo man seine körperlichen Bedürfnisse an einander stillt.
Wäre doch perfekt.


Tja da ist halt der eine oder andere Mann ein gebranntes Kind, wenn der gerade zig Jahre lang alles erledigt, entschlossen, verantwortet und bezahlt hat hat er darauf kein gesteigertes Bedürfniss mehr. Ist doch normal.

Frauen die sich ausschließlich und immer in ihrer Komfortzone räkeln kann der nicht mehr ertragen ;-).

Dein Modell fahren übrigens nicht wenige.....
 
  • #38
Eigentlich wollte ich nur eine Frage stellen, musste hier aber hineinsehen, da mich das Thema "Gentlemen" ebenso bis vor kurzem beschäftigt hat.

Gleich einmal vorweg, ein Mann, der behauptet ein Gentlemen zu sein, mit hoher Wahrscheinlichkeit keiner, sondern ein Aufreißer. Ein Gentlemen entsteht aus den Taten und nicht den Worten, durch die sich leider viele Frauen "verzaubern" lassen.

Nun zu der Frage: Ich bin eigentlich ein höflicher Mensch und erachte, den Respekt gegenüber meinen Mitmenschen als höchstes Gut. Dazu gehören für mich das Aufhalten der Türe, Grüßen,... Nachdem ich in die Stadt gezogen bin, konnte ich zunehmen den Verlust der Empathie erkennen. Abgesehen, von den vielen (schrecklichen)Verbrechen, welche derzeit passieren, gebe ich auch den Social-Media schuld daran.

Und nun warum Gentlemen nicht mehr existieren: Viele Männer die ich kenne, wollen keine Frau, der sie alles hinterher tragen müssen. Sie sind eigenständige Menschen und wollen eine Frau als Ergänzung ihres Lebens, weshalb auch der Begriff Partnerschaft existiert. Viele Frauen leben aber leider in einer Traumwelt, welche ihnen das Fernsehen und andere Medien geschaffen haben und glauben, dass irgendwann der Prinz vorbeireiten wird. Einige meiner Freunde sind schon seit Jahren in einer glücklichen Beziehung und viele von ihnen lernten ihre Freundinnen kennen, weil sie keine 'Prinzessinnen', sondern ganz einfach liebe/herzliche/lustige Frauen waren. Wieso sollte der Mann heutzutage überhaupt noch das Risiko eingehen, bzw. sich die zusätzliche Arbeit machen, einer Frau hinterher zulaufen, welche die höchsten Ansprüche stellt, wenn die herzliche Discount-Verkäuferin ebenso um die Ecke existiert. Der fleißige Mann, braucht keinen Reichtum einer Frau oder ein Model bei sich zu Hause, sondern eine Frau mit der es durch die gemeinsamen Interessen Spaß macht seine Zeit zu verbringen. Eine Ergänzung seines/ihres Lebens: Einen Partner. Die Emanzipation der Frau hat genau diese Möglichkeit nun geschaffen: Eine Gleichberechtigung beider Geschlechter, bei der sich keine Seite unterwerfen muss. Dinge verändern sich und wer sich nicht anpasst, bleibt auf der Strecke.

Darum mein Tipp als Mann: Versuche einmal ein Kennenlernen auf Augenhöhe.
 
  • #39
Es geht mir nicht überspitzt um den Knigge oder dergleichen. Wobei eine getrennte Rechnung für mich nicht in Frage kommen würde. Das fällt unter den Punkt Manieren, das ist meine persönliche Meinung.

Das finde ich eben so eine Art cherry picking. Alle Vorteile der Emanzipation voll ausleben, aber dann die Vorteile der alten Ordnung auch wollen. Der Mann hat bezahlt, weil er das Geld hatte. Anstelle eines Mannes fänd ich es unverschämt, dass eine emanzipierte Frau mit genauso viel Geld wie ich erwartet, dass ich zahle. Wenn der Mann das gern tun möchte, auch schön. Aber die Erwartung zu haben, empfinde ich als das beste von zwei Welten wollen (als Frau). Kein Wunder, dass manche Männer da die Emanzipation etwas bitter betrachten.
 
  • #40
Jetzt rütteln Bräuche wie Tür aufhalten, Rechnung übernehmen, einer Frau in den Mantel helfen, schon an der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau? und was mich noch mehr zum Schmunzeln bringt: Eine Frau soll dem Mann der Gleichberechtigung willen in den Mantel helfen??? Es ist doch völlig klar, dass Männer sich von Weiblichkeit und Frauen von Männlichkeit angezogen fühlen. Je weiblicher die Frau, je männlicher der Mann, desto mehr knistert es. Gleichberechtigung - Das betrifft Fragen wie das Wahlrecht, aber doch nicht den Flirt...

W31

Habe komplett andere Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld. Frauen, die von Männern umgarnt werden, verstehen nicht, warum ein Mann ihnen kein Interesse schenkt und finden das anziehend. Ich helfe auch einem fremden Mann, wenn er mich darum bitten würde oder die Umstände es nötig machen. Egal ob es eine Person ist, die in ihrer Barrierefreiheit oder aufgrund ihres Alters eingeschränkt ist. Die Frau hat zwei Hände und sofern sie bei körperlicher Gesundheit ist, kann sie ihren Mantel selbst anziehen. Der Mann ist nicht der Diener der Frau. Trotzdem, kann er romantisch sein. Und zu "je weiblicher die Frau... ", kann ich nur sagen, dass ich lustige/sympatische Frauen anziehender finde, als ein Topmodel, welches wie eine hilfloses Mauerblümchen wirkt.
 
  • #41
Eine Frau soll dem Mann der Gleichberechtigung willen in den Mantel helfen??? Es ist doch völlig klar, dass Männer sich von Weiblichkeit und Frauen von Männlichkeit angezogen fühlen. Je weiblicher die Frau, je männlicher der Mann, desto mehr knistert es.
Mit der Männlichkeit eines Mannes kann es nicht weit her sein, wenn frau sie durch eine einfache Geste wie "Tür aufhalten" oder "in den Mantel helfen" zerstören kann.
 
  • #42
Nun ja, es gibt doch auch kaum (noch) Damen. Vielleicht gab es früher mehr. Jedenfalls wenn ich an frühere Stars denke und an die heutigen, gab es früher mehr Gentlemen und mehr Damen. Mit guten Umgangsformen, mit Stil in allen Bereichen. Heute ist das Ordinäre, Stillose angesagt. Es ist kein Problem nur eines Geschlechts, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Vielleicht ist es auch gar kein Problem, sondern einfach nur eine Entwicklung.
 
  • #43
Stärke bei einem Mann bedeutet für mich, dass er kein Schwätzer ist sondern ein Macher. Actions speak louder than words!
Wenn ich das Wort "Macher" jetzt so interpretiere, dass er in der Außenwelt was schaffen will, beruflich vorangkommt usw., kann ich nur sagen: Für so einen läuft es aber dann auch in der Beziehung so. Da gibt es dann auch nicht viel, das ihn abbringt von seinem Standpunkt.
Das er kein Ja-Sager ist und seinen eigenen Standpunkt vertreten kann. Das er mir in guten und vor allen Dingen schlechten Zeiten zur Seite steht.
Wenn sein eigener Standpunkt gegen Deinen geht oder sein Machertum kollidiert mit Deinen schlechten Zeiten, kriegst Du Probleme, wo nur Deine Unterordnung und das Sehen, dass er auch für Dich in der Außenwelt schafft, statt sich um Beziehungsprobleme zu kümmern, die Lösung sind. Bei einem Macher ist die Beziehung das "sichere Hinterland", das funktionieren muss, damit er "machen" kann. Für BEIDE. Und in dieser Hinsicht wirst Du wohl wünschen, dass er Dich erstmal heiratet, bevor Du anfängst, ihm das Hinterland zu bauen. Dazu musst Du selbst dann beruflich Einbußen machen.

Ich hab an der Uni ein wenig Einblick bekommen in Beziehungen von Machern, dh. von Männern, die das Bestreben hatten, beruflich voranzukommen, es auch schon waren, aber gleichzeitig ne Familie wünschten. Das waren Einzelgänger mit Hausfrauen und Kindern. Alles, was mit Familie und Beziehung zu tun hatte, war Frauenaufgabe. Die jeweilige Frau war wegen SEINER Karriere von Land zu Land mitgezogen, je nachdem, wo er ne Stelle hatte für ein paar Jahre, mit den Kindern. Klar hatte auch sie studiert, aber anscheinend nur, um den richtigen Mann kennenzulernen, der nachher mit für sie Karriere macht und für sie sorgt. Dauernde Forschungsreisen, in der Freizeit an Papers und Büchern basteln, Überstunden.

Er muss Ziele im Leben haben, mir seine Bedürfnisse mitteilen können.
Ich kann Dir sagen, was die Bedürfnisse eines solchen Mannes sind. Dass Du seine Ziele unterstützt und ihm den Rücken freihältst, wozu gehört, dass er sich weder mit Beziehungsproblemen noch mit Deinen eigenen Bedürfnissen groß auseinandersetzen kann. Die Beziehung muss funktionieren von allein, dh. durch anpassungsfähiges Frauenverhalten.

Das alles ist kein Problem, wenn Du den Richtigen findest, für den Du Deine Ziele im Leben aufgeben kannst oder die sich mit seinen decken. Aber viel Beziehungsengagement kannst Du bei so jemandem eher nicht erwarten.
 
  • #44
Auf jeden Fall gibt es diese Männer, nur die sind halt heiße Ware. Die gehen schnell wieder weg vom Markt. Da musst du fix sein. Daher ist eine Anmeldung hier nicht verkehrt, ruhig breit streuen und dann aber bei der Auswahl das Auge schärfen. Wenn einer zum Beispiel schon zu faul ist, dich hier anzuschreiben und das dann mit Schüchternheit und Emanzipation rechtfertigt, der wird höchstwahrscheinlich auch in anderen Belangen nicht gerade der schnellste und zuvorkommendste Mann sein ;) Ebenso gilt es Blender frühzeitig zu erkennen, Mamasöhnchen und mit all den anderen unbeliebten Sorten Mann möglichst wenig Zeit zu vergeuden.

Weiter muss so ein Mann dich auch gut finden. Mit deinem letzten Freund hattest du optimale Startbedingungen, die Uni ist der beste Pool mit vielen freien jungen Menschen und man kann sich unkompliziert kennenlernen. Alles ist noch offen. Ab da wird es immer nur schwieriger. Wenn ich ehrlich bin, manche Antworten von dir hier wirken auf mich ein wenig pampig. Auch die das/dass-Geschichte beherrschst du trotz Studium nicht. Ein Gentleman wird eine Lady bevorzugen ;)
 
  • #45
Es wäre hilfreich zu wissenwelchen Typ Mann du bisher hattest, und bei dem du "zuviel" gegeben hast.
Waren das Macho Typen,wo du ständig Nähe hergestellt hast, oder "Schmarotzer"Typen, die dich quasi ausgenutzt haben?
So klingt es, als seien du es gewesen, die mehr wollte und auch mehr gegeben hat.
Dann würde auch deutlicher werden, wie denn der zukünftige Partner gewünscht ist.
 
  • #46
Richtig, auch dieser Begriff ist wieder dehnbar. Stärke bei einem Mann bedeutet für mich, dass er kein Schwätzer ist sondern ein Macher. Actions speak louder than words! Das er kein Ja-Sager ist und seinen eigenen Standpunkt vertreten kann. Das er mir in guten und vor allen Dingen schlechten Zeiten zur Seite steht. Er muss Ziele im Leben haben, mir seine Bedürfnisse mitteilen können. Um nur ein paar Beispiele mal zu nennen.

Das denke ich, trifft für beide Geschlechter zu. Laberheinis/Labertussen sind einfach frustrierend. Ich denke auch, ein Mensch mit einer gewissen Mindestbildung sollte so charakterfest sein, seine/ihre Meinung nicht nach dem Wind bzw. der Mode zu richten. Die Herausforderung zu meistern, einerseits einen festen Standpunkt zu vertreten, andererseits nicht stur zu sein, sondern bereit zu sein, Korrekturen anzunehmen, ist oft eine Gradwanderung. Während ich das geschrieben habe, kam mir der Gedanke, dass Stärke vielleicht nur ein Kurzwort für Charakterfestigkeit ist.
 
  • #47
Habe komplett andere Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld. Frauen, die von Männern umgarnt werden, verstehen nicht, warum ein Mann ihnen kein Interesse schenkt und finden das anziehend. Ich helfe auch einem fremden Mann, wenn er mich darum bitten würde oder die Umstände es nötig machen. Egal ob es eine Person ist, die in ihrer Barrierefreiheit oder aufgrund ihres Alters eingeschränkt ist. Die Frau hat zwei Hände und sofern sie bei körperlicher Gesundheit ist, kann sie ihren Mantel selbst anziehen. Der Mann ist nicht der Diener der Frau. Trotzdem, kann er romantisch sein. Und zu "je weiblicher die Frau... ", kann ich nur sagen, dass ich lustige/sympatische Frauen anziehender finde, als ein Topmodel, welches wie eine hilfloses Mauerblümchen wirkt.

Ich als Frau kann da nur zustimmen.

Ich war vor Jahren mal mit einem Engländer der alten Schule liiert, der mir wo ich ging und stand, ständig die Tür aufgehalten hat, auch wenn ich schon die Hand an der Klinke hatte. Er hat mir permanent beim Anziehen geholfen („in den Mantel geholfen“), auf dem Trottoir liefen wir nebeneinander, plötzlich packte er mich, wirbelte mich herum, und erklärte mir, dass der Mann auf der Seite laufen müsse, die der Straße zugewandt ist, damit die Frau nicht nass wird, wenn ein Auto durch die Pfütze fährt. Beim Frühstück goss er mir dauernd meine Getränke ein, im vorauseilenden Gehorsam. Es fehlte nur noch, dass er mir mein Essen vorkaute. Also ich ihn konfrontierte, sagte er mir, er sei eben als Gentlemen erzogen worden, er hat diese Sitten eben internalisiert und kann dies nicht ändern. Seitdem frage ich mich, was wollen und erhoffen sich manche Frauen von einem „Gentlemen“? Von mir aus können diese Verhaltensweisen gerne aussterben.

Ich find handfeste, herzliche Menschen mit Gefühl für die Situation und den Takt wesentlich interessanter.

Ich fand ein solches Verhalten nur störend und ehrlich gesagt auch ein bisschen affig. Irgendwie hatte ich das Gefühl, entmündigt zu werden, nichts mehr alleine zu dürfen, ich fühlte mich wie ein kleines Baby durch diese Behandlung.

Selbstverständlich sollte ein Mann gute Manieren haben und sich in der Öffentlichkeit zu benehmen wissen, aber nicht in Bezug auf die Frau, sondern in Bezug auf alle Menschen.

Mann muss eine Frau nicht verhätscheln, die ist durchaus alleine in der Lage, Dinge zu tun.
 
  • #48
Männer, die den "Gentleman" wie ein Schild vor sich hertragen, sind in der Regel keine...
Auch akademische Titel haben null Aussagekraft, wenn es um empathisches, loyales und ehrliches Verhalten geht.

Standards sind gut.
Du bewegst Dich aber an der Oberfläche.
Und bist damit sehr gefährdet auf Blender reinzufallen...
Den erfolgreichen Polygamisten.
Den narzisstischen Manager.
Den schmierigen Aufreisser.
Den Blender.

Hoer besser auf Dein Herz und schau was ein Mann TUT!!

Mehr kann ich Dir nicht raten...
Das wird schon. Den Charakter zeigt eh erst die Zeit. Manchmal auch erst die Trennung...

Alles Gute vom Meerrettich
 
  • #49
Umgekehrt ist es vom Gast dann auch so , dass er nicht zu weit abweichen sollte. Es sagt dann etwas über ihn, oder was von der Einladung gehalten wird.

Es reicht eben nicht, sich einen Gentleman zu wünschen. Frau muss dann auch mit ihm umgehen können
Vor dem Hintergrund der von anderen auch schon beschriebenen Rollenverständnisse finde ich den Wunsch nach einem Gentleman nicht mehr so einfach, es lauert der eine oder andere Fettnäpfchen oder die umgekehrte Erwartung einer Lady, keiner Prinzessin. Für mich liest sich die FS so wie auch viele andere Frauen mit einfach hohen Erwartungen. Da dürfte die Auswahl gering sein und mit zunehmendem Alter rapide abnehmen.
 
  • #50
Ich mag diesen Thread und es ist doch lustig, wie unterschiedlich die Ansichten und Erwartungen zur Rolle von Mann und Frau heutzutage sind. Ich finde annie83 und Lionne69 haben das gut auf den Punkt gebracht. Seit der Emanzipation gibt es nicht mehr die eindeutige Rollenverteilung des starken Gentlemans und der schwachen Lady. Stattdessen gibt es jetzt plötzlich Unsicherheit und Verwirrung, weil Mann und Frau ihre Rollen neu verhandeln und definieren müssen. Manche tun sich mit der Umgewöhnung schwer und trauern der alten Zeit nach, andere sind flexibel und passen sich an.

Ich persönlich finde Emanzipation prima. Ich suche eine Partnerin, die nicht zu mir aufschaut und mit der ich auf Augenhöhe Ideen, Zukunftspläne, etc. besprechen kann. Eine Verbündete. Je intelligenter desto besser. Dass so eine Frau auch eigene Vorstellungen von Selbstverwirklichung mitbringt, ist klar. Karriere kann man mit etwas Kompromissbereitschaft auch zu zweit machen. Kinder großziehen auch. Wenn sie dann noch feminin ist und mich verführen kann – Jackpot! Dann befolge ich auch alle Knigge Regeln und gebe nach außen hin den altmodischen Gentleman.

James Bond ist das Problem !

Ja, das meine ich ernst. Er definiert wie kein anderer die Rolle des Gentleman. 007 ist charmant, hat die besten Manieren, sein Anzug bleibt sauber, auch wenn er durch den Dreck watet. Als Spesenritter hat er immer genug Geld in der Tasche, fährt die geilsten Autos und wohnt in den besten Hotels. Da der Film nur 2 Stunden geht, hat er auch nie Bauchweh. Immer perfekt gestylt, beschützt er seine Mädels und kann dabei kalt lächelnd mit dem Drink in einer Hand die Bösewichter abknallen.

Lustige Idee! Aber ich dachte immer, James Bond wäre ne Männerphantasie und keine Frauenphantasie. Wer will schon den promiskuitiven Alkoholiker, dessen Bondgirls trotz seines Schutzes regelmäßig umgebracht werden? Siehe auch „Der letzte Martini“ von den Wise Guys als Abschiedslied für diesen Typ Mann ;-)

… Jetzt steht er ausrangiert auf dem Abstellgleis,
Raucherlunge, Leberschäden und Gelenkeverschleiß.
Die Menschheit ist vom Kalten Krieg befreit,
sein Frauenbild passt einfach nicht mehr in die Zeit.
Doch er hat noch ne Mission für die Zeit der Rente:
Über 50 Frauen fordern Alimente.
Kein Geld mehr für's Casino.
Demnächst in Ihrem Kino:
Der letzte Martini …


Ich würde eher die vielen romantic comedies im Kino und TV verantwortlich machen. Der harte Frauenheld mit Motorrad, der plötzlich auftaucht, sich in die Frau verliebt und zum treuen und unterstützenden Familienmann wird. Und die Frau muss nichts tun als hübsch aussehen und hier und da ein bisschen weinen. Das ist für die Erwartungen von Frauen ungefähr so zuträglich wie Pornos und gephotoshopte Models auf den Titelseiten für die Erwartungshaltung von Männern.


m, 32
 
  • #51
Also mein Mann ist 48 und er legt mir die Welt zu Füßen. Er weiß genau, dass ich jeden haben könnte und umwirbt mich heute wie am ersten Tag . Was hat das bitte mit älteren Männern zu tun ?

Ach so, wir planen für dieses Jahr schwanger zu werden !

Mein Mann beschützt mich und ist ein echter Gentlemen . Ich kriege Blumen, er massiert meine Füße, wenn ich hohe Schuhe getragen hab , er beschützt mich vor negativen Dingen des Lebens, er nimmt mir Arbeit ab, damit ich mich entspannen kann .:)

. Und ich bin dennoch beruflich selbstständig und kein Hausfrauchen.



Ja, natürlich gibt es solche Leute!
Ich bin in verschiedenen Vereinen, wo die Zeit etwas anders tickt, die Männer mit 27 aber meist auch schon verheiratet sind und ein Kind haben. Sie sind traditioneller in ihrem Auftreten und sehen auch so aus (Karohemd, z.B.)
Ich bezweifle, dass du diese Art von Männer auf Facebook oder auf Singlebörsen findest.


Hängt davon ab, wo du dich bewegst. In der Disko findest du solche Männer definitiv nicht, auch nicht im Bierzelt und auch nicht auf dem nächsten Weinfest.


Unter gewissen Kreisen ist das Basis! Hängt auch davon ab, wie du selbst auftrittst.


Irr dich da mal nicht! Männer über 35 tun gar nichts mehr für Frauen und erwarten von dir totale Autonomität und kein Klein-Mädchen-Gejammere mehr! Leider fallen junge Frauen immer noch auf alte Männer rein, weil sie denken, sie hätten mehr "Stil". Das Gegenteil ist der Fall. Diese Männer sind "ausgelutscht" und bemühen sich um eine Frau nicht mehr so, wie ein junger unverbrauchter Mann, der noch alles richtig machen will. Alten Männern ist scheißegal, wie sie sich dir gegenüber verhalten oder wirken könnten, dafür sind sie zu selbstbewusst und wissen, wer sie vor dir sidn. Sie sind dir nichts schuldig und ziemlich selbstständig in dem Punkt. Die werden dir Emanzipation auf einem neuen Level erklären. Möchtest du überhaupt noch mal Kinder? Da sieht es bei Männern über 35 mau aus. Vielen ist da klar, dass sie mit über 35 keine Familie mehr gründen werden und sich als Vater nicht eignen.
 
  • #52
Da muss ich schon ein bisschen schmunzeln. Und sofort an zwei Paare denken - Brangelina und Clooney. Alle vier erfolgreich und reich und unabhängig. Nur hat Frau Jolie nicht geschafft, ihre Ehe zu halten trotz so vieler Kinder. Oder weil man sie schlecht als Lady vorstellen kann, obwohl sie sich weiblich kleidet. Dagegen ist Amal Clooney Lady durch und durch und ich bin mir sicher, sie muss nicht mit Bohrmaschine hantieren oder 50:50 machen. Obwohl sie als erfolgreiche Anwältin garantiert kein Püppchen ist trotzt ihrer bunter Kleidung. Also moderne emanzipierte Frau als Dame mit einem Gentleman an der Seite geht auch. Steinigt und federt mich, ich werde nie verstehen, was Emanzipation damit zu tun hat, nicht wie eine Frau aussehen und handeln zu sollen.
 
  • #53
Vielleicht befürchten die Männer, dass sich die Frau sonst "durchfrisst", ohne das zu liefern, was die Männer sich wünschen.

Also an für sich sollte man sich nicht einladen lassen oder einladen, wenn man eine Gegenleistung erwartet. Ob Sex oder sonstiges sei dahin gestellt.

Void, Du meist es sicher nicht so, aber im Allgemeinen schwingt mir das zu sehr durch das Forum - Mann trifft sich prinzipiell mit Frau, ist nett, aufmerksam, lässt ein, damit er zu seinem einzigen Ziel kommt - (schneller Sex). Denn letztendlich ist jeder Mann ein PUA Artist, und gute Manieren, Komplimente , eine umgängliche Art nur miese Taktik... (Ironie)
Ein anderes Interesse, wie eine nette, höfliche Geste, und ein zugewandtes Zusammensein kann es ja gar nicht sein? ! Das schlichte Interesse, die Frau kennen zu lernen und angenehme Stunden zu gestalten?
Als "Lady" sollte Frau auch soviel Menschenkenntnis haben, dass sie Männer nicht unter Generalverdacht stellt.

Ich hatte äußerst selten ein Date, wo ich nicht eingeladen wurde. Dabei ging immer nur um ein Kennenlernen.
Und wenn ich mal zum Essen ausgeführt wurde, worüber ich mich freue, mich entsprechend chic mache, und es genieße, ging es um einen schönen Abend, nicht mehr, nicht weniger.
Auf PUAs, auch wenn es sie in rauen Mengen geben mag, bin ich noch nicht getroffen, gut, vielleicht bin ich nicht attraktiv genug für deren Beuteschema. :)

Übrigens, auch jenseits der Einladungen Mann - Frau kenne ich dieses indirekte Signal, dass man dem Anderen zu verstehen gibt, in welchem Rahmen sich das Ganze bewegen darf. Entweder in dem man Empfehlungen ausspricht, oder sagt, was man sich bestellen mag.

Eigentlich verwundert mich jetzt die Debatte, ich dachte, dass dies zu standardgemäßen, selbstverständlichen Umgangsformen gehört.
Es gibt hier zumindest einige Herren, die das wissen und beherrschen.
Ebenso sollte Frau wissen, dass Frau sich dann auch angemessen für den schönen Abend bedankt, was definitiv nicht den Nachtisch bei ihr / ihm zu Hause impliziert.
Sollte die Stimmung für Beide (!) danach sein, nun, dann ist es eine freie Entscheidung, hängt sicherlich auch davon ab, wie sehr man sich bereits kennt und wie nahe man sich ist.

Der Gedanke, dass dies dann die erwartete und zu leistende Gegenleistung sei, wäre eher dem zahlenden Gewerbe zuzuordnen - Escort Service? - garantiert keiner "Lady".

W,49
 
  • #54
Nun ja, es gibt doch auch kaum (noch) Damen. Vielleicht gab es früher mehr. Jedenfalls wenn ich an frühere Stars denke und an die heutigen, gab es früher mehr Gentlemen und mehr Damen. Mit guten Umgangsformen, mit Stil in allen Bereichen. Heute ist das Ordinäre, Stillose angesagt. Es ist kein Problem nur eines Geschlechts, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Vielleicht ist es auch gar kein Problem, sondern einfach nur eine Entwicklung.

Oder schlichtweg ein freundlicher aufmerksamer aber natürlicher Umgang. Gesten nur der Geste wegen sind für mich nicht erstrebenswert. Das schafft keine Nähe sondern ist lästige Pflicht
 
  • #55
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gentlemen und starker Mann so schwul wäre, um sich mit einer Maschinenbauingenierin zusammenzutun.

Oops... In welchem Jahrhundert hat meine Zeitmaschine gerade den Rückwärtsgang gestoppt? Maschinenbauingenieure gibt es schon, aber die Einstellung ist noch ziemlich obsolet... Ich wollte eigentlich nur ins letzte Interbellum, um mit Albert Einstein und Max Planck einen wissenschaftlichen Gedankenaustausch zu starten. Die Ära scheint zu stimmen.
Wer ist gerade US-Präsident? Wilson, Roosevelt,...?

Let' s put jokes aside. Ich selbst arbeite im Bereich Naturwissenschaften mit Männern und Frauen zusammen. Da die meisten von denen eher intelligent als karrieregeil sind, gibt es auch selten unangenehme Situationen.
Wie 'männlch' oder 'weiblich' sich jemand gibt, darf nicht von Zwängen gesteuert werden. Diese sollten doch allgemein überwunden werden denn sie erinnern wenigstens im historischen Kontext an die die DDR die Alt-BRD der 50er Jahre oder dem Vorgängerstaat von beiden.
 
  • #56
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Dates mit dem Gentleman auf: ich bin der Herr oder ich bin der Schaumschläger hinausliefen.
Während der, der die Tür loslässt während ich durchgehe oder mich nachts über einen Kilometer zum Auto alleine laufen lässt, auch durchfiel.

Wer weiß wie Düsseldorf parktechnisch aussieht, versteht warum da gerne mal ein Kilometer draus wird.
Aber in der Mitte treffen, war für mich kein Zeichen von: Nichtgentlemen und meinen Exfreund dann zu seinem Auto zu fahren, kein Zeichen von unweiblichkeit.

Ansonsten denke ich: redenden Menschen ist geholfen.

Muss Mann permanent Gentleman sein oder reicht ab und zu...Liebe FS?

Ich hatte zb in meinen langjährigen Beziehungen den: Männertag und den Frauentag.
Da ging es nicht um getrennte Unternehmungen sondern um gemeinsam das machen, was der andere toll findet.
An so einem Tag habe auch ich mich in die Kombi gepresst und bin auf Motorradtreffen gefahren oder stand in der Fankurve von Borussia.
Umgekehrt hab ich mir den Gentlemanabend mit Ausführen gewünscht.

Reicht Dir das?
Dann sprich es an!
 
M

moobesa

Gast
  • #57
Gibt es sie noch? Die klassische Ehefrau, die sich um Heim und Kinder kümmert, dem Mann den Rücken freihält und zugleich stärkt? Die weiß, wann sie sich äußern und wann zurückhalten sollte? Wenn ja, übe ich auch fleißig den klassischen Gentleman.
 
  • #58
Sorry, ich war neulich auf einem Benimm Vortrag-es ging ums Geschäftsleben, wie Mann/Frau sich zu verhalten hat.
Der Vortrag war von einem Mann gehalten, der sich ständig weiterbildet und ich hatte nicht den Eindruck, dass er von gestern ist.
Und was ist? Es hat sich gar nichts geändert!
Der Mann betritt zuerst das Restaurant, damit die Frau vor Blicken geschützt eintreten kann, dann wiederum lässt er ihr den Vortritt usw. usw. Es hat sich gar nichts geändert! Außer dass die beim Geschäftsessen anwesenden Frauen heute nicht mehr "nur" die Sekretärinnen sind, sondern vielleicht auch Mangerinnen oder was auch immer.
Wir haben es dann mal spaßeshalber nachgespielt unter Kollegen, und es hat sich verdammt gut angefühlt. Ich glaube nicht nur für Frauen, sondern auch für die Männer, denn die bekommen ja dann die Wertschätzung der Frauen. Beide fühlen sich wertgeschätzt.
Und das heißt nicht, dass nun der Mann über der Frau steht oder die Frau zum hilflosen Weibchen mutiert.
Ich freue mich schon auf das Bild, wenn die 1,60 Frau dem 1,80 Mann in den Mantel hilft und ihm die schweren Getränkekisten abnimmt.
Mir kommt diese Debatte eher teilweise vor, wie das pubertäre Verhalten von Schuljungs. - Wenn ihr emanzipiert sein wollt und euer eigenes Geld verdienen wollt und uns nicht mehr um Arbeitserlaubnis fragen wollt (bis 1972) dann seht eben zu.
Wir helfen euch nicht mehr in den Mantel, usw. Wir brauchen euch nicht.
Ja ok, für Sex schon, aber das kriegen wir eben noch geregelt.
Gefühle hätten wir eigentlich auch, aber dafür gibt es ja Whisky, Pornos, Internet, Autos, Zigaretten und Fußball. Bloß nichts fühlen.

Ja, dann gibt es eben auch nicht mehr das Strahlen im Gesicht der Frau, die wie eine Frau behandelt wird und den stolzen Mann, der wie ein Mann behandelt wird.
 
  • #59
Übrigens: laut einer amerikanischen Studie, schummeln in Ehen, wo die Frau mehr verdient als der Mann, beide bei der Angabe des Gehalts, um den Mann besser aussehen zu lassen.

Nachwievor wird den Frauen die Erledigung des Haushaltes gesellschaftlich übertragen und Frauen erledigen ihn auch noch größtenteils.

Usw. usw. So schnell ändern sich die gesellschaftlichen Grundmuster nicht.
Ich hab nur den Eindruck, dass manche Männer das Wort "Emanzipation" verwenden, um sich aus allem herauszuwinden.
Um keine Verantwortung in einer Beziehung zu übernehmen, sich nicht zu binden.
Oder um damit ihren mangelnden Erfolg bei Frauen zu erklären.

Ich glaube ihm Spiegel stands: eine Frau, die erfolgreiche Mangerin wurde, weit bevor Frauen überhaupt in Chefetagen einen Fuß setzten (außer als Sekretärin oder Putzfrau).
Es war ganz klar, dass sie kinder-und ehelos blieb und Beziehungen à la carte führte.
Kein Manager oder Politiker wird gefragt, wie er denn seine Ehe und die 4 Kinder mit seinem Beruf unter einem Hut bekommt.
Im Gegenteil, häufiger Ehefrauenwechsel ist eher ein Zeichen für seine Potenz.
Wenn Angela Merkel sich dann in Rente einen schnuckligen 40 jährigen sucht...muss es wohl Liebe sein.
 
  • #60
Gibt es sie noch? Die klassische Ehefrau, die sich um Heim und Kinder kümmert, dem Mann den Rücken freihält und zugleich stärkt? Die weiß, wann sie sich äußern und wann zurückhalten sollte? Wenn ja, übe ich auch fleißig den klassischen Gentleman.
Seit der Reform des Unterhaltsrechts (von überwiegend männlichen Politikern beschlossen) führt dieser Weg zwangsläufig in die Altersarmut.

Aber versuch es mal mit einem Ehevertrag, der der Ex-Frau lebenslangen Unterhalt zusichert. Vielleicht findest du dann eine frau, die für dich auf Erwerbsarbeit verzichtet und dich Vollzeit umsorgt.
 
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