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  • #1

Gibt's das: süchtig nach Singlebörsen?

Hallo, an die vielen hier, die es noch betrifft.

Eine Bekannte von mir ist seit 2 oder 3 Jahren solo, sie ist so alt wie ich, Mitte 30. Mittlerweile ist sie in 5 (!) SB angemeldet, davon zwei bezahlpflichtig, ihre gesamte Freizeit scheint in der "Organisation und dem Management" ihrer Kontakte dort und den entsprechenden Dates (im Schnitt 5 pro Monat, sie hat eine Art virtuelles Tagebuch hält alles fest) drauf zu gehen. Ihre gesamte freie Zeit ist deshalb verplant Wir hatten verzweifelt nach einem Termin für mal wieder Kino oder so gesucht.

Eigentlich bin ich fassungslos. Ist sowas noch "normal"!? Das hatte ich in meinen heftigsten Zeiten nicht wird da nicht das Ziel, eine Beziehung, ohnehin zur Nebensache, wenn man es derart angeht? Und wenn es dann eine gibt, wohin dann mit dieser ganzen "Energie" die die SB gebunden hat, bleibt die in der Beziehung oder wird sich hintenrum was offen gehalten an Kontakten, Optionen? Sowas kannte ich bisher nur von Männern....

Oder bin ich mittlerweile zu lange raus aus dem Zirkus? Meine letzte Erfahrung liegt gut ein Jahr zurück, mir war es in EINER SB schon zu viel, sodass ich eine längere Auszeit einlegte und nicht wieder anfing.....
 
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  • #2
Nimm es einfach zur Kenntnis, mehr kannst Du nicht tun.

Anscheinend hat Deine Freundin keine anderen Hobbies.

Auch wenn ich hier im Forum noch mitlese oder auch gar antworte, so habe ich mich bereits vor über 1 Jahr aus den SBn entfernt. Ich lebe lieber in der realen Welt und "nutze" die täglichen kleinen Flirts, um den Tag mit einem lebensfrohen, positiven Gefühl für mich gelebt zu haben. Zudem denke ich nicht so weit in die Zukunft.

Mit wäre Deine Freundin zu anstrengend, wahrscheinlich würde an Eurem Abend dann auch nur über das Thema SB sowie Ihre Dates geredet werden, das würde ich mir an Deiner Stelle sehr gut überlegen.

Alles Gute W46
 
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  • #3
Klasse Freizeitbeschäftigung! Glücklich ist sie damit bestimmt nicht. Sie könnte aber viel Geld verdienen, wenn sie aus ihrem virtuellen Tagebuch eine Buchveröffentlichung macht, die würden dann wieder Millionen Singlebörsennutzer kaufen. Dann hätte sich der Quatsch wenigstens finanziell gelohnt.
 
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  • #4
Liebe FS,
das Thema hatte ich auch bei einigen Freundinnen.
Die haben parallel sogar noch Speeddateing, irgendwelche Kochaktionen, Männerjagd in Cluburlauben und sonstige Dinge getrieben und waren für 5 Jahre völlig aus dem normalen Leben verschwunden. Ich bin bis heute davon so gestresst, dass ich sicherheitshalber nicht mehr mit ihnen in Urlaub fahre. Insofern sind 5 Dates pro Monat doch keine Hausnummer.

Ich hatte es mal ein halbes Jahr bei EP probiert und habe festgestellt, meins ist das nicht: die Art des zielgerichteten, abcheckenden Kontaktes und auch die Typen von Männern nicht und habe dann trotz laufenen Abos mein Profil gelöscht.

Nach spätestens 5 Jahren waren meine Freundinnen auch so weit und haben festgestellt, außer ein paar wirklich unangenehmen Affären war nichts bei rumgekommen und so toll war der Sex dann auch nicht, dass Frau dafür so einen Aufwand betreiben und solche unangenehmen Nebenwirkungen muss.
Sie sind mit 50+ allesamt auf Dauer von der Partnersuche kuriert. Genau wie ich hätten sie gern einen Mann im Leben und wenn ihnen einer begegnet, der ihnen gefällt, dann verschließen sie sich nicht dagegen, aber sie tun nichts mehr dafür, jemanden zu finden. Es ergibt sich oder eben nicht. Die Zeit wird nun wieder mit angenehmen Dingen gefüllt.
Also hilft nur abwarten, vielleicht mal das Gespräch suchen, dass Du Dich als Freundin vernachlässigt fühlst und darauf hinweisen, dass so eine Einseitigkeit nicht gesund sein kann. Ansonsten mach es wie ich: las sie machen, befass Dich mit anderen Leuten. Vielleicht kommt sie später wieder zurück ins Leben und Du bist dann auch noch interessiert. Pass nur auf, dass Du nicht als seelischer Muelleimer missbraucht wirst. Dagegen musste ich mich erheblich wehren.

Deine Freundin ist in dem Alter, wo sie versucht, beziehungstechnisch noch mal Gas zu geben, vielleicht wegen Familienwunsch. Da muss sie jetzt durch, bis sie einen Treffer landet oder merkt, dass es so nichts wird. Das sind Lebenserfahrungen, die sie selber sammeln muss, das kannst Du ihr nicht abnehmen.
Ich habe im Onlinedating auch einige Freundinnen verloren, die dadurch so frustriert und verbittert wurden, dass sie ganz unangenehmen Menschen waren, mit denen ich nichts mehr zu tun haben wollte.
 
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  • #5
Liebe FS,

ich selbst war viele Monate teils in 3-4 SB´s unterwegs. Damit füllte ich mein Leben - denn ein Wochenende ganz alleine kann schon sehr Einsam sein.
Immer wieder schaute ich mir die vielen Profile der entsprechenden Männer an. Ich hatte teils Dates mit Männern die ich wenig Interesannt fand - nur um rauszukommen.

Irgendwann gab ich jedoch auf und blieb nur in einer Börse drin.
Die Sucht immer jemand besseren zu finden ist einfach hoch. Am Ende möchte man den einen ... den besonderen und merkt nicht wie Oberflächlich die Suche dabei wird.
Es geht letztenlich nicht mehr darum einen passenden Partner zu finden ... sondern nur noch die Masse durchzuschleifen. Es soll quasi der Blitz einschlagen.
Viele sind so Perfektionistisch das sie am Ende lange alleine bleiben und nur noch suchen. Partnerschaft heißt jedoch Kompromiss und genau diesen wollen viele nicht mehr eingehen.

Ob das bei deiner Freundin genauso zum tragen kommt weiß ich nicht zu beurteilen.
Für mich selbst ist die Suche beendet.

W/40
 
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  • #6
Hallo FS,
gute Frage. Habe eben kurz gegoogelt, es scheint mittlerweile einige Analysen mit wissenschaftlichem (?) Anspruch zu geben, die die Auswirkungen des Online-Datings unter die Lupe nehmen ("Die Suche nach der Liebe im Netz: Ethnographie des Online-Datings" etc.).
Eine Freundin von mir ist nur bei EP und verbringt trotzdem seit einem Jahr einen großen Teil ihrer Freizeit damit, mit Interessenten zu telefonieren (vor und nach Dates), Treffen und Suchen.
Der Einzelgänger-Manager, den ich gedatet habe, begann jeden Tag mit Checken der Neuzugänge (auf zwei kostenpflichtigen PBs) und Schreiben von mails an die Damen,
während des Arbeitstages wurden Kontakte intensiviert/mit exklusivem Kontakt kommuniziert, später am Abend erneut mails, Telefonate, mal wieder einen Selfie rausschicken, besonders gerne auch auf Geschäftsreisen. Angepeilt war ein Date pro Woche oder eben der Aufbau einer Beziehung zum exklusiven Kontakt, seit 5 Jahren klappte das aber nicht. Also weiter, ohne Pause. Auch er führte Tagebuch, damals waren es bereits 40 Frauen, die in seinem Leben eine mehr oder weniger große Rolle gespielt hatten. Tatsächlich gelebte Freundschaften hatte er keine (zu hohe Ansprüche), Sport und Konzertbesuche waren der reale Anteil seines virtuellen Freizeituniversums. Immerhin. Aus meiner Sicht wird mit dieser hohen Frequenz die Online-Suche langsam aber sicher zum Selbstzweck, wer's braucht - bitte sehr.

Ich lege regelmäßig Pausen ein, damit ich nicht wie der Pawlowsche Hund auf jede Benachrichtigung meiner 2 PBs ("Ihnen wurde ... gesendet") reagiere.

Sie könnte aber viel Geld verdienen, wenn sie aus ihrem virtuellen Tagebuch eine Buchveröffentlichung macht...
Die Idee hatten schon mind. 3 Frauen und 2 Männer vor Jahren. Ein Millionenpublikum haut man damit nicht von Hocker.
w
 
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  • #7
Ging mir auch mal so wie deiner Fruendin.

Ich war nach langer Ehe wieder 'auf dem Markt'.

Ich war ca. 2 Jahre in vier single-Börsen angemeldet, davon zwei kostenpflichtig.

Ich habe sehr viele Männer kennengelernt und ca. 100 getroffen ( und das waren ja nur 'die Guten', keine Ahnung, mit wievielen ich wenigsten kurz geschrieben habe...1.000 ? )
Ich habe die meisten nur einmal getroffen, einige 3 mal, zweimal wurde eine kurze Beziehung daraus.
In dieser Zeit konnte ich es aber auch nicht lassen, weiter online zu sein und mit Männern zu schreiben...wenn ich da auch keinen gedatet habe.
Aber ich habe schon mal Eisen geschmiedet und wenn es nach den kurzen Wochen wieder aus war standen schon neue Männer in den Startlöchern.

Ja, ich war süchtig.

Wonach ? Anerkennung wahrscheinlich, Marktwert testen, flirten, sehen, ob noch was geht.

Ich habe mich gründlich ausgetobt, habe jetzt wieder einen richtigen Partner und keine Lust mehr, mit anderen zu flirten.

w 48

Übrigens hatte ich trotzdem immer Zeit für Freundinnen.
Ich war damals ca. 4 x/ Woche unterwegs, davon ca. 2 Abende waren dates und die anderen eben Freunde.
War ziemlich anstrengend, aber das war das richtige für mich nach der langweiligen Ehe.
 
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  • #8
Hy, da kann ich Dir etwas dazu sagen: ich habe einen Freund, der ist aus Neugier in EP gegangen. Dann hat er Gefallen an den diversen Porträts der Damen gefunden. Ist in vielen anderen Börsen angemeldet, allerdings nicht kostenpflichtig. Wir haben uns auch hier kennen gelernt. Leider ist die Beziehung dann daran genau gescheitert, dass er es nicht lassen konnte immer wieder reinzugucken. Es gab natürlich auch Gegenreaktion inform von SMS und Telefonaten. Das habe ich nicht aushalten wollen. Trotz grosser Liebesbezeugung bin ich gegangen. Es ist für mich eine Sucht so was zu machen. Was verspricht sie sich davon. Will sie ein Buch schreiben? Frag' sie mal und bitte sie ehrlich zu sein. Was ist diese Freundschaft Dir wert?
 
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  • #9
Ob man das Sucht nennen kann .... glaube nicht.

Ich selber war 5 Jahre auf diesem Weg unterwegs. Es war keine Sucht nach den Plattformen, aber vielleicht die Sucht nach einem Partner. Ich habe dieses alleine sein gehasst. Ich brauchte Menschen. Trotz bestehendem Freundeskreis. Diese konnten meine Einsamkeit ja nicht nachfühlen. Also brauchte ich Gleichgesinnte. Ausserdem sind Menschen innerhalb einer Partnerschaft zu anderen Zeiten frei und dazu oft an anderen Dingen interessiert. Also DATEN!!! Das EXTREME suchen. Ich suchte das Normale, aber da ich das nicht fand, suchte ich Ablenkung über das Extreme.

Ab und zu sprangen interessante Abende dabei heraus, viele unsinnige körperliche Begegnungen und wenige Kurzversuche. Aber einfach nur warten war nicht mein Ding!

Inzwischen bin ich in neuer Partnerschaft, ohne langes Brumborium zusammen gezogen, an einem Strick ziehend und es passt. Wir lernten uns nicht über eine Plattform kennen. Das wäre auch nie mögllich gewesen, ihn hätte ich garantiert aussortiert :).

Du kannst Deine Freundin nicht verstehen. Aber ich wünsche ihr, dass Du in dieser Zeit zu ihr hälst. Im Grunde geht es ihr nicht gut.

Vielleicht kannst Du versuchen offen mit ihr darüber zu reden, aber Du wirst ihre Worte nicht verstehen, das frustet. Dennoch wirst Du wichtig für sie sein!!!
 
  • #10
Ja, es kann zur Sucht werden, wenn man nicht davon los kommt.

Je intensiver die Partnersuche betrieben wird, weil der Leidensdruck immer größer wird ?

(Jahre-)lang in Singlebörsen - erfolglos - aber will sein Profil und Zugang trotzdem nicht löschen.
Weil die Person hofft, daß der passende Partner/in trotzdem da wäre, oder sich im nächsten Moment dort neu anmelden würde.
Also bleiben sie drin. Aus Angst, ihn zu verpassen, wenn sie aussteigen würden.

Vgl. wie mit Glücksspiel. Der Spieler hofft auf den großen Gewinn, und spielt trotzdem weiter.
Aus Angst, seinen großen Gewinn zu verpassen, wenn er nicht weiter spielt.

Dabei können die Betreiber m.E. nichts dafür, falls ihre Kunden / Teilnehmer leer ausgehen.
Sowohl in Singlebörsen, als auch beim Lotto.

Die "Gewinnquote" sei in Singlebörsen zwar größer als im Lotto = 10 % der jeweiligen Gruppe, finden in Singlebörsen, was sie suchen.
(Gruppe Liebespartner / Lebenspartner / Sexpartner gesucht)
Aber die restlichen ca. 23 % pro Gruppe gehen leer aus.
(Und das sind m.E. sehr optimistische Zahlen)

Jeder muß selber seinen Punkt finden, wo er seine Entscheidung trifft.
Weiter machen, oder aufhören ?
Wer aber aufhören will, aber nicht kann = Sucht ?

Ich nutze Singlebörsen inzwischen für Mailfreundschaften mit versch. Frauen.
Wenn sich gute Mailkontakte ergeben, mit Denen man interessant und vielfältig diskutieren kann, auf gutem Niveau. (Aber wir uns nie treffen würden)

Ich fand in SB vereinzelt Frauen, die das auch so betreiben = nur Mailfreundschaften / Chats..
Aber dies gleich in ihrem Profil nennen.
(meistens weil sie einen Partner haben und ggf. verheiratet sind, und dies in ihrem Profil nennen.

Die Partnersuche habe ich ziemlich aufgegeben, sowohl in Singlebörsen (nach drei Jahren) als auch direkt (noch länger, seit letzter Beziehung).
Freundes- und Bekanntenkreis scheidet inzwischen aus. Weil keine Singles in meiner Altersklasse (soweit mir bekannt).

Aber ich gebe zu: So ganz bin ich davon noch nicht los gekommen.
Weil man befürchtet, man bleibt alleine, wenn man nichts mehr tut, oder zu passiv ist.

(m,53)
 
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  • #11
Inzwischen bin ich in neuer Partnerschaft, ohne langes Brumborium zusammen gezogen, an einem Strick ziehend und es passt. Wir lernten uns nicht über eine Plattform kennen. Das wäre auch nie mögllich gewesen, ihn hätte ich garantiert aussortiert :). !!

Du hast den richtigen Punkt getroffen! Bei einer "so großen Auswahl" und der Einstellung, dass Blitz einschlagen soll, ist dIe Gefahr den Richtigen auszusortieren zu groß.
 
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  • #12
SBs können durchaus eine Sucht werden wie jedes anderes emotionales Spiel, das den zwanghaften Drang ankurbelt, sich regelmäßig und extensiv damit zu befassen. Besonders empfänglich können die Menschen sein, die wenig echte Beziehungserfahrung haben und wenig wissen was sie wollen oder eine idealisierte Vorstellung von Liebe haben. Des Weiteren werden die Menschen, die eine geringe Belastbarkeit in realer Beziehung haben, in der virtuellen Welt nicht mit ihren Ängsten und Unsicherheiten konfrontiert und dies kann die (un)bewusst gewünschte Flucht fördern und abhängig machen. Das Suchtergebnis ist ja klar, alles was das echte Leben ausmacht, gerät immer weiter aus dem Blickfeld. Du kannst Deiner Freundin vielleicht raten, sich mit Männern außerhalb der SB zu treffen, um einen Vergleich und Ausgleich zu haben.
 
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  • #13
Auch wenn Gast 11 in ein paar Punkten recht hat, ich denke eine Sache wurde vergessen. Bei solchen Börsen können Menschen das sein, was sie gerne wären. Jeder Maurer kann zum Professor mutieren. 10 oder sogar 20cm größer werden. Es werden gerne alte oder fremde Bilder benutzt.

Menschen die wirklich hoffe über diesen Weg jemanden zu finden, die müssen viel aussortieren.

Hier hat doch eine Frau geschrieben, die jetzt mit einem Mann zusammen ist, den sie online aussortiert hätte. Hmm... das ist etwas was ich auch oft online beobachte, Menschen haben oft übertrieben Erwartungen online. Aber warum sollten sie online besser sein als im RL! Klar vielleicht ist der Korb online nicht so heftig. Und wenn man online sich etwas aufgewertet hat, dann will man ja auch etwas besser abbekommen.

Man sollte online realistisch mit sich und den anderen umgehen, dann kommt man auch nicht mit Menschen im RL zusammen, die man online aussortiert hätte. Denn auf diese Tatsache braucht die betroffen Frau nicht stolz zu sein.
 
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  • #14
Ich kann es zum Teil verstehen. Viele Menschen fühlen sich, obwohl sie einen Freundeskreis haben, einsam und finden Gefallen an Singlebörsen und melden sich gleich paralell in mehreren SBs an, man rutscht da "irgendwie" rein. Mir ging es beinahe so ähnlich - war in drei SBs unterwegs und vertrieb mir an so manchen einsamen Abenden die Langeweile und hatte einige Dates, manche nur, um rauszukommen. Freunde hatte ich zwar, aber die ersetzten keinen Partner.

Irgendwann hatte ich nach zwei Jahren Singlebörsen-Aktivität die Nase voll und fand wieder Gefallen daran, öfter mal offline zu sein und war nur ab und zu online in der Börse. Schlussendlich lernte ich meinen Partner doch in der Singlebörse kennen, war kurz online, nur um mich endgültig abzumelden und dann schrieb er mich an.

Ist wie bei einem Glücks- oder Lotteriespiel, man weiss zwar, dass die Chancen auf einen Gewinn gering sind, macht aber trotzdem weiter.

w
 
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  • #15
Es scheint, die Antwort vom Gast 8 ehrlich zu sein. Weil es mehrere Möglichkeiten für sie gab, wäre es für sie anscheinend kaum möglich gewesen, ihren jetzigen Partner im SB als „besser als die anderen“ zu empfinden. Es liegt vielleicht darin, dass SB viel weniger persönlich ist.

Klar vielleicht ist der Korb online nicht so heftig.

Richtig, nicht heftig aber oftmals zügig. Im echten Leben besteht die Anonymität vom SB nicht. Leute lernen sich innerhalb des Freundes-, Berufskreises etc. kennen und dies wiederspiegelt sich im deren gewissen respektvollen Umgang mit einander. Bevor man aussortiert, wird es überlegt. Dazu haben sie mehr Zeit, sich näher kennenzulernen, was Gast 8 in Anspruch genommen hat.
 
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  • #16

Ja und Nein! Ich denke, wenn ein Mensch ein gewisser Alter erreicht und sich auch schon in ein paar solcher Börsen bewegt hat. Vielleicht auch Erfahrungsberichte von den jeweiligen S-Börsen gelesen hast. Dann kann man die Qualität der jeweiligen Börse abschätzen. Klar gibt es Börsen, eher die kostenlosen, wie z.B. Lovoo oder FS24 (wo man mit einer App fast alles machen kann), wo sich gerne die, wie soll ich sagen... Klar wird da ohne Ende aussortiert oder auf einander eingehakt. Bei solchen Börsen sind vor allem die Männer sehr aggressiv, weil es gibt viele falsche Profile bei den Frauen, die die Männer auf andere Seiten locken wollen. Gut bei Frauen ist auch ein gewisser Frust da, weil sie oft von Männern angeschrieben werden, die mehr als nur grenzwertig sind. Bei kostenlos Börsen herrscht oft eine großes Misstrauen, auf beiden Seiten. Es ist Ruck Zuck ein neues Profil angelegt.

Jeder Mensch entscheidet selber, ob oder wie schnell er bei so einer Börse ein Profil aussortiert. Man muss sich online nicht anders verhalten als im RL. Fast alle etwas hochwertigeren Börsen versuchen dieser Fluktuation entgegen zu wirken. Ich finde diese Vorstellung - ich habe online Angebot ohne Ende, ich nehme mir da nur das Beste vom Besten. Ammm... die anderen Seite kann aber einen auch aussortieren! Also sollte man da realistisch bleiben. Der richtige Umgang mit S-Börsen ist wirklich und nicht das Verteufeln dieser. S-Börsen sollten eine Ergänzung sein und nicht der Lebensinhalt.

Ich denke, wenn man ein gewisses Alter hat und sich wirklich eine Beziehung wünscht, dann sollte man einen großen Bogen um die kostenlose Börsen machen.
 
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  • #17
Das mit den Singlebörsen kann schon tatsächlich zur Manie werden. Es kommt natürlich darauf an, worauf Mann / Frau aus ist, nur virtuell oder später auch reale(s) Treffen.
Für Frauen ist das schneller ausgebaut auf mehr als 1 acount, gerade deswegen weil einige Börsen die Damen kostenlos zulassen.
Auch habe ich schon gehört, dass es Männer gibt, die sich mit einem weiblichen acount dort tummeln, so als reinen Zeitvertreib.
Selbst muss ich sagen, dass das mit der Zeit recht anstrengend wird, v. a. wenn es rein auf die Optik des Gegenüber betrieben wird. Aber das ist im realen Leben nicht anders, oder ?

44, m
 
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  • #18
Das kann man sehen wie man will.

Ich sehe das als "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen". Viele Menschen verfahren heute nach völlig unverständlichen Grundzügen - irgendwie umständlich an einer viel einfacheren Lösung vorbei.

Beispiel:
Du erklärst ihr, dass die Direktmethode zielführender sein könnte. Fakes entstehen gar nicht oder werden schneller erkannt, da es unseren Sinnen viel näher kommt.
Sie antwortet Dir aber, dass sie aus einer höheren Auswahl schöpfen kann.

Fehler 1: Quantität zieht nicht automatisch ein größeres Ergebnis der Qualität mit.
Fehler 2: Quantität erhöht den Aufwand zum Selektieren deutlich.
Fehler 3: Sie hat nun noch eine Ausrede, warum sie für den besseren Weg keine Zeit mehr hat...

Im Grunde sind es nach meiner Einschätzung sehr häufig "Ablenkungsmodelle". Man zieht sich zurück, redet sich selbst ein, man sei aktiv und sieht dabei nicht, dass man kaum Messbares in Händen hält und eigentlich doch stärker der Passivität unterliegt.

Das findest Du überall - klassisches Beispiel ist Vertrieb:
Zeig einem Menschen, was er mit EINEM Deal machen kann und erkläre ihm, dass er dafür auf andere zugehen muss.
Zu 95% wirst Du Dich dann darüber unterhalten müssen, dass man beispielsweise ja schon 5x dort angerufen habe, aber niemanden erreicht hat. Hakt man nach, stellt man fest, dass der Angerufene voll berufstätig ist, die Anrufe aber um 09.00, 11.00 ... 15.00 Uhr erfolgten. Es ist also nur eine Alibi-Funktion für das eigene Gewissen - obwohl die Logik sagt, dass ich nur Geld verdienen kann, wenn ich jemanden erreiche und auch für den Deal überzeuge.

Also:
"Dein" Problem lässt sich nur ändern, wenn sie es endlich einsehen möchte (Bereitschaft), dass es reine Alibi-Funktionen sind. Mach ihr den Vorschlag, sie solle die Portale mit den schwächeren der 5 reduzieren und die gewonnene Freizeit auf "traditionellen" Pfaden versuchen.

Versuche es dann mehrfach, Du wirst erkennen, ob sich ihre Blockade allmählich löst...

Viel Erfolg!
 
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