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Gast

  • #1

Gilt in der Ehe das sexuelle Treuegelöbnis weiter, wenn einer der Ehepartner keinen Sex mehr will?

Ist der eine ehepartner nach wie vor zur treue verpflichtet, auch wenn sein Ehepartner über eine nicht unerhebliche Zeit keinen Sex mehr will?
Wie kann Frau oder Mann den Partner Exclusivrechte beanspruchen, für etwas, was er selbst nicht mehr will?
 
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Gast

  • #2
Nun ja, schwierig... Bei vielen ist die Situation schrecklich verfahren und es liegen häufig komplexe Gründe vor, warum es keinen Sex gibt. Ich finde, dass der Teil, der Sex haben will, es ankündigen sollte. Direkt und offen sagen, dass man Sex braucht und sich diesem wo anders holen muss, wenn es den in der Ehe nicht mehr gibt. Klingt krass, aber ich glaube oftmals muss der schlafende Teil mit einem kleinen Schock wachgerüttelt werden und verstehen, dass nichts selbstverständlich ist. Sollte sich darauf nichts ändern, wird es definitiv zum Ehebruch kommen und diesem kann man als neue Chance oder oder als das Ende der Ehe begreifen.

w27
 
  • #3
das ist doch sache der ehepartner ...

aber wenn einer nicht mehr will hat er doch m. E. das Recht verwirkt Treue einzufordern und das würd ich auch glatt ihm so sagen
 
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  • #4
Zum Wesen der Ehe gehört zweifellos sexuelle Exklusivität. Ist die Libido der Frau z. B. infolge einer Schwangerschaft eingeschränkt, oder ist ein Partner vorübergehend erkrankt, so ändert dies hieran nichts. Ich danke, da haben wir Konsens.

Schwieriger ist es, wenn ein Partner auf das Ausleben seiner Sexualität verzichten möchte (meist die Frau). Ein gewissen Anteil der Frauen verliert die Libido ganz oder teilweise, und das bereits relativ für im Leben. Meist geschieht dies, wenn Sex weder zur Bindung des Partners, noch zur Zeugung von Nachwuchs erforderlich ist (d.h. bei verheirateten Frauen mit Kindern).

Diese Frauen beanspruchen dann trotzdem sexuelle Exklusivität, was auch zum Kern einer Ehe gehört. Andererseits bieten sie dem Mann keine Möglichkeit, in der Ehe seine sexuellen Interessen auszulegen. Auch dies gehört aber eigentlich zum Kern einer Ehe.

Zusätzlich verkompliziert wird die Situation dadurch, dass der (ganz oder teilweise) asexuelle Partner keinen Leidensdruck hat. Er ist auch ohne Sex vollständig zufrieden. Typischerweise wird die Verantwortung für das Problem auch auf den Partner abgewälzt (Mann estimiert Frau nicht genügend, lässt sie mit der Hausarbeit alleine etc.).

Hier liegt einfach ein Dilemma vor. Egal wie sich der sexuell interessierte Partner verhält, er verhält sich falsch.

Obwohl ich ein wertkonservativer Mensch bin, ist dies ein wesentlicher Grund, der für mich gegen eine Ehe spricht. Es macht für einen Mann keinen Sinn, sich ohne Not in eine Situation zu manövrieren, in der ihn die Frau auf sexuelle Nulldiät setzen kann. Einmal verheiratet kann der Mann aber nicht mehr gegen das Problem angehen, ohne moralische Standards zu verletzen.

Das Problem scheint mir durchaus bedeutender als gemeinhin angenommen. Die sexuell ausgehungerte Grundhaltung von Ehemännern ist legendär. Dazu kommt, dass Frauen Sexentzug auch durchaus als Druckmittel einsetzen können, um ihre Interessen durchzuboxen.

m, 45
 
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Gast

  • #5
Grundsätzlich: Eheversprechen ist Eheversprechen.

Was sind denn die Gründe?

Allgemeine Unlust?
Spezifische (partnerbezogene) Unlust?
Krankheit?

Ich denke, das alles spielt eine Rolle.
 
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  • #6
Nein, es gilt ganz klar nicht mehr. "Treu sein" bedeutet ja, Sex nur mit EINER Person zu haben. Es bedeutet nicht, Sex mit KEINER Person zu haben. Ein Treuegelöbnis ist kein Gelöbnis des Zölibats. Das wäre auch grob unfair gegenüber dem Betroffenen.

Wenn Einer der Beiden über längere Zeit keinen Sex mehr will, so ändert er damit die Grundlage der Beziehung. Wenn Einer diese Grundlage ändert, ändert er damit einseitig die Situation für den Anderen. Es ist legitim für den Anderen, daraufhin seinerseits zu reagieren und sich auf die neue Situation einzustellen, z. B. Nähebedürfnisse auch mit Dritten auszuleben.

Es geht dabei nicht um Schuld. Die Gründe spielen eigentlich keine Rolle.

Sicher wird sich der Betroffene in der Regel in einer funktionierenden Beziehung für einige Wochen enthalten können, wenn dem Partner "wirklich nicht danach ist". Aber dies kann und darf natürlich nicht zu einer Dauereinrichtung werden.
 
  • #7
Natürlich gilt Treue und Exklusivität solange, bis man die Ehe kündigt.

Ehe ist ja mehr als nur Sex, sondern sozusagen ein Paketangebot aus Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft. Treue gehört da alleine schon aus Schutz vor gesundheitlichen Gefahren, aber natürlich auch als Fundament des ganzen dazu.

So eine Frage ist alleine schon reine Provokation.

Es ist doch ganz einfahc: Wenn einem der Vertrag nicht mehr gefällt, dann muss man kündigen. Trenne Dich, dann bist Du frei. Vorher nicht.
 
  • #8
Hmm, da stellt sich mir natürlich die Frage, ab wann denn die Kündigung gilt?
 
  • #9
Eine sehr gute Frage: Hm..., die Antwort ist nicht leicht.
Ich glaube in einer Partnerschaft oder Ehe geht es in erster Linie nicht um Verpflichtungen sondern um Abdecken verschiedenster menschlicher Bedürfnisse.

So ist auch das Bedürfnis nach Zärtlichkeit, Geborgenheit, emotionaler Nähe und körperlicher Intimität (Sexualität) ein zentraler Bestandteil der Menschen und befindet sich auf der 3. Stufe der Maslovschen Bedürfnispyramide (Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnis). Die Befriedigung der Grundbedürfnisse lässt den Menschen zufrieden sein.

In Deinem Fall sind/werden diese Bedürfnisse nicht befriedigt und es ist logisch, dass bei dir die Unzufriedenheit wächst und dich vielleicht an Fremdgehen denken lässt(?).
Die Lösung wäre dem Partner zu erzählen, was du fühlst (Einsamkeit, Traurigkeit, Zurückweisung, Missachtung), WEIL deine normalen menschlichen Wünsche und Bedürfnisse (Zweisamkeit, Zärtlichkeit, emotionale Nähe, Sexualität) nicht erfühlt sind und nicht erfühlt werden.

Versuche ganz klar und deutlich zu spüren, wie du dich fühlst und deinem Partner in ICH-Form deine Gedanken, Empfindungen, Gefühle und Wünsche mitzuteilen. Ermutige auch Denien Partner seinerseits ebenfalls in ICH-Form von sich zu erzählen. Vielleicht hast Du Glück damit und eure Ehe wendet sich zum Besseren.

Viel Glück!
 
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Gast

  • #10
Verkennst Du da nicht die Situation, #1 ?

"Es ist doch ganz einfahc: Wenn einem der Vertrag nicht mehr gefällt, dann muss man kündigen. Trenne Dich, dann bist Du frei."

"Den Vertrag gekündigt" hat doch der, der plötzlich den Sex verbieten will. Als die Beziehung "vereinbart" wurde, gab es doch wohl Sex. Wenn Einer von Beiden den nicht mehr will, ändert DER damit den Vertrag, das geht eben auch stillschweigend.

Nach dieser Änderung ist der Andere auch frei zu reagieren.
 
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  • #11
Wenn Du schon bei Verträgen bist, #1, dann vergleiche doch mal :

- Du schließt einen Vertrag, nachdem Dir jede Woche 2 Bücher und 2 Laib Brot geliefert werden.
- Du verpflichtest Dich, Brot und Bücher nur noch von diesem Lieferanten anzunehmen.

Soweit, sogut. Eines Tages stellt der Lieferant die Brotlieferung ein, besteht aber darauf, dass Du Dein Brot nicht von einem Anderen nehmen darfst.

-Wie findest Du das?
-Wer hat denn jetzt den Vertrag gebrochen?
-Bist Du jetzt wirklich noch an diesen Vertrag in diesem Punkt (Brot) gebunden?
-Würde Dich das nicht eklatant benachteiligen?

Richtig ist: Wenn Einer grundsätzlich keinen Sex mehr will, dann muss der die Beziehung kündigen. Er will doch die Änderung, nicht der Andere.
 
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Gast

  • #12
Es wäre doch auch Vertragsänderung eine Lösung. Stellt euch vor man führt eine schöne ehe, versteht sich gut, nur zB ich hätte halt keine Lust mehr auf Sex( mit meinen Mann) . Wie kann ich dann verlangen, dass er den Sex sich nicht von außen holen darf. Ist das nicht seltsam.
 
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Gast

  • #13
nein schlicht und ergreifend

guter sex ist ein grundbedürfnis, rein evulutionstechnisch gesehen ;)
ein menschenrecht ... was soll da ein treuegelöbniss, abgesehn davon, dass ich eh nicht an monogamie glaube ;)
 
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  • #14
Hallo #11, das ist auch die einzige Lösung, die ich (#6, #9) da sehe. Ich denke, solch eine "Vertragsänderung" ist auch die einzige faire Lösung.
 
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  • #15
@11
Du kannst es verlangen, weil es Dir weh tut. Wenn es Dir nicht weh tut, musst Du es auch nicht verlangen. Und wenn es Dir nicht weh tut frage ich mich, ob noch Liebe da ist, denn dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich entliebt.
 
  • #16
@11 Deine Lösung ist "doppelt" gut und "doppelt" schlecht zugleich:

> Gut, wenn der Mann nach Absprache mit der Ehefrau, seine sexuellen Bedürfnisse mit einer anderen Frau befriedigt.
> Gut, wenn die Liebhaberin selber verheiratet ist, aber sexuell nicht befriedigt.
> Schlecht, wenn die Liebhaberin sich in ihn verliebt und mit ihm eine Partnerschaft führen will
> Schlecht, wenn er viel mehr Zeit mit der Liebhaberin verbringt, sich womöglich in sie verliebt und mit ihr zusammen sein will.

Wie Du siehst ist das eine Schachmatt Position!
 
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Gast

  • #17
Sex gehört zur Ehe, nur ist das Problem, dass viele Menschen den Sex als den Hauptlebensmittelpunkt ihrer Partnerschaft ansehen! Das Problem daran ist, dass sich der Sex mit den Jahren verändert, er bleibt nicht stetig konstant, z. B. wird man älter auch wird man krank! Was ist dann? Trennung? Bleiben Partner nur so lange zusammen, solange der Sex funktioniert? Was ist das dann für eine Partnerschaft gar Liebe?

Es hängt davon ab, ob Jemand den Sex nicht mehr ausüben kann weil er z. B. krank ist oder er einfach "keinen Bock" darauf mehr hat! Ich für meinen Teil würde meinen Partner nicht betrügen oder gar verlassen, wenn er z. B. krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage ist meine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen!

KEIN MENSCH IST JE AN SEXMANGEL VERSTORBEN! Essen und Trinken sind Grundbedürfnisse, denn ohne diese sterben wir, Sex ist eine schöne Nebensache wenn man ihn hat aber kann man auch ohne ihn leben!!!!
 
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Gast

  • #18
Hallo zusammen.
Wo bin ich da gelandet?
Ein Treuegelöbniss, ist doch keine Sexuelle Wegleitung.
Wenn ein Partner keinen Sex mehr möchte, läuft etwas falsch. Die Beziehung entgleist.
Da muss über die Beziehung gesprochen werden und nicht darüber wie man trotzdem zu Sex kommt.
In dem Gelöbniss stand auch etwas über " für den Andern da sein" usw.
Nichts über Sex-Anspruch.
 
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Gast

  • #19
# 4 @ # 16 und 17

Euer Konzept der temporären Enthaltsamkeit funktioniert sicherlich bei Schwangerschaften und Krankheit eines Partners.

Der Kern des Problems ist aber ein anderes. Manche Frauen verlieren einfach ihre Libido - ganz oder teilweise - wenn sich die Beziehung vollständig gefestigt hat (verheiratet, vielleicht auch noch Kinder).

Zynisch gesagt, könnte man zusammenfassen, dass die Frau keine Köder mehr auswerfen muss, wenn der Mann erst einmal angebissen hat.

Die Empfehlung "da muss über die Beziehung gesprochen werden und nicht darüber wie man trotzdem zu Sex kommt", hat dann keinen Zweck. Warum soll die Frau darüber reden, schließlich hat sie kein Problem mit der Situation. Warum soll es wieder zu mehr Sex kommen, wenn die Frau doch schlichtweg keine Lust mehr dazu hat?


Kern des Problems ist, dass die Ehe der Frau eine extrem starke Position gibt. Sie kann sich benehmen wie sie will, so schnell wird der Mann nicht weglaufen (und selbst wenn er es tut, geht auf die Frau ein warmer Geldregen nieder). Das ist schlichtweg nicht gut für die Augenhöhe in einer Beziehung.

Meine Anregung wäre daher, einfach nicht zu heiraten. Unter den Rahmenbedingungen unseres Familienrechts ist der Ring am Finger ist nicht gut für eine gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe.

Eine Frau mit unverheiratetem Partner hat ein Interesse daran, die Beziehung lebendig zu erhalten (genauso wie der Mann). Sie hat nicht die Narrenfreiheit einer Ehefrau. Das scheint mir das deutlich zukunftsträchtigere Beziehungskonzept.
 
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Gast

  • #20
hier die FS
Mich betrifft das gerade nicht.Ich kenne jedoch einige Ehepaare, von denen ich weiß, dass die Frau keinen Sex mehr mit ihrem Mann möchte. Dennoch wollen sie verheiratet bleiben.
Eben diese Frauen sind aber auch so betroffen, wenn der Ehemann sich neben der Ehe ein rein sexuelles Verhältnis sucht.
Wie kann Frau/ Mann auf sexuelle Treue bestehen, wenn sie/er genau an dem sexuellen Kontakt mit dem Ehemann/Ehefrau kein Interesse mehr hat?

nach dem Motto: "ich will nicht mehr mit dir und dennoch darfst du mit keiner anderen"

@ #4 gut zusammengefaßt, nur deinen Schluß zur Nichtheirat teile ich nicht. Hat meines Erachtens nichts miteinander zu tun
 
  • #21
@#17
Aber für den anderen da zu sein, beinhaltet doch auch Sex. Jedenfalls wenn das für den anderen ein Bedürfnis ist. Das ist doch wohl ein Geben UND Nehmen.
 
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  • #22
@15: du meinst wohl eher eine "Pattstellung" als eine "Schachmatt-Position" - letztere würde nämlich einen Sieger ergebebn, was hier im konkreten Beispiel wohl nicht der Fall ist.
 
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Gast

  • #23
Selbstverständlich verpflichtet eine Ehe zur Treue, Vertrag ist Vertrag, und er kann nur im Ganzen aufgelöst werden, sprich: Trennung und Scheidung. Es sei denn, man einigt sich darauf, daß der eine den außerehelichen Sex des anderen toleriert, auch das soll vorkommen.

Eine Legitimation für heimliches Fremdpaaren ist Sexabstinenz aber nicht. Definitiv.
 
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  • #24
@ #9 und #10 haben völlig Recht! Auch #19, sehr gut!
Und da hilft meist auch kein Reden, denn damit setzt man(n) die Partnerin unter Druck!
Ich habe mal gelesen: "der Betrogene geht zuerst", und das trifft drn Kern!
 
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  • #25
@#18
Wenn man davon ausgeht, dass eine Frau nur heiratet um dem Mann das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich auf die faule Haut zu legen- ja dann sollte man wirklich nicht heiraten.
Eine Partnerschaft auf Augenhöhe beginnt zu allererst beim Vertrauen- wenn man in jeder Frau ein geldfressendes Monster sieht ist das schlicht nicht gegeben.

Erst schreibst du, dass der Libidoverlust kein bewusster Akt ist, einfach passiert- ganz unten ist es dann plötzlich der Unwille die Beziehung am Leben zu halten sobald der Ring am Finger ist. Da fällt mir nur Verbitterung ein.
 
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  • #26
@#19
Einerseits verstehe ich Männer die ihr Bedürfnis nach Sex wo anders stillen möchten (würde mir mein Partner auf lange Sicht alles verweigern würe ich nicht anders denken). Andererseits ist der Frau jedoch auch bewusst, dass Sex eben nicht ein stumpfes Abreagieren der Triebe ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich zu der fremden Frau eine gewisse Nähe einstellt ist einfach sehr hoch und da ist es nur klar, dass die Partnerin um ihren Stellenwert fürchtet- noch dazu wenn sie nicht wirklich etwas gegen ihre Unlust unternehmen kann. Welcher Mann hat den wirklich dann NUR Sex mit der anderen? Da wird dann schon mal Essen gegangen, geredet, mal ein Wochenende dort,.. so kann das auf Dauer nicht gut geht.

Das einzige was ich mir vorstellen kann ist, dass die Partnerin die Frau ebenfalls kennst, sie bei den Treffen dabei ist, sie vielleicht sogar im eigenen Haus stattfinden und die Fremde nach dem Sex gleich wieder geht. So ist sie wirklich nur für den Sex zuständig und sich dank Anwesenheitder Ehefrau dem auch wirklich bewusst?
Aber welche Frau macht das auf Dauer mit? Dafür muss man wohl auf zahlungspflichtige Dienste zurückgreifen.
 
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  • #27
FS @ #22
was ist mit Vertragsänderung ???
warum schwarz oder weiß

warum soll mein Mann nicht sexuell woanders Spaß haben, wenn ich keinen Sex mehr mit ihm haben will ??
kann ich doch nicht wirklich verlangen, oder ? Mit welcher Rechtfertigung?
 
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  • #28
FS/19 @ # 25
ich glaube in soweit sind wir uns einig, dass jeder Mensch für sich die Entscheidung frei treffen können sollte, ob er Sex haben will
wenn Ehefrau oder Ehemann für sich entscheiden, dass sie keinen Sex mehr haben will, ist das zu akzeptieren (da es kein Recht darauf gibt und man durch Heirat auch nicht das Eigentum des anderen wird)
in der Konsequenz kann doch nicht der Partner, der heinen Sex mehr will vom anderen die Exklusivrechte für Sex behalten wollen, auch wenn er sie dann nicht mehr "nutzt"

ja, es besteht die Möglichkeit, dass der andere Partner bei einer sexuellen Affäire mehr Gefühle entwickelt und geht
die Möglichkeit dass er geht besteht bei aufgezwungener Enthaltsamkeit aber mindestens ebenso

und oft halten gemeinsame Kinder, Freunde, Haus, gemeinsame Erlebnisse eine Ehe nach vielen Jahren mehr zusammen, als Sex
 
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  • #29
Ja, liebe #19, FS, genau das ist der springende Punkt:

"... dass jeder Mensch für sich die Entscheidung frei treffen können sollte, ob er Sex haben will..."

Besser kann man es eigentlich gar nicht auf den Punkt bringen. Wenn Einer die Entscheidung trifft, keinen haben zu wollen, so ist das legitim. Er kann aber nicht von dem Anderen verlangen, dass der ebenfalls verzichtet. Wieso auch? Mit welcher Berechtigung?

Klar ist auch, das es ziemlich unfair ist, dem Anderen zunächst ein sexuelles Interesse vorzuspielen, das in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist.

Auch hierbei gilt sicher das Gebot der Aufrichtigkeit und Authentizität. Eine Beziehung, die mit einer Lüge beginnt, ist immer schwer belastet.

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Hallo, #14, Deine Einstellung ist aber wirklich sehr egoistisch. Wenn es dem Mann weh tut, keine körperliche Zuwendung mehr zu haben, muss er also damit leben? Wieso?

Und wenn die Frau ihm das allen Ernstes zumutet, ist das etwa Liebe?
 
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  • #30
nochmal #25

@#28
Ich denke es geht hier weniger darum, dass jemand dem anderen sexuelles Interesse vorspielt sondern, dass nach 15- 40 Jahren Ehe das Interesse einfach abflacht und oder ganz verschwindet.
Wieso muss dem anderen immer gleich böse Absicht unterstellt werden? Das wirkt fast so, als ob man sich mit seiner Forderung selbst nicht im Recht sieht und nun verzweifelt Argumente an den Haaren herbeizieht.

@#27
Ich verstehe, dass ein sexuell aktiver Mensch auf Dauer nicht ohne Sex leben will, ich verstehe aber ebenso den anderen Part der um seine Beziehung fürchtet wenn er seinem Partner einen Freibrief ausstellt.

Wenn man von dem passiven Partner erwartet sich mit dem Problem auseinanderzusetzen und eine Lösung zu finden, dann reicht es nicht nur sich selbst Gehör zu verschaffen. Dann sollte man auch so weit sein sich den Ängsten des anderen zuzuwenden. Nur auf sein lebenslanges Recht auf Sex zu pochen ist zu wenig.
Es stört mich, wie hier ständig versucht wird dem lustlosen Part die Schuld in die Schuhe zu schieben. Immerhin ist es eine Partnerschaft, meißt sogar eine langjährige Ehe. Da könnte man doch etwas mehr Feingefühl und Verständnis erwarten- immer nur fordern ist zu wenig.
 
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