G

Gast

  • #31
Ich glaube nicht mehr an die große Liebe, oder Liebe überhaupt. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass dieses Konzept -- zumindest für mich -- leider nicht funktioniert. Ich habe mittlerweile resigniert, und weiß, dass ich die nächsten 30, 40 oder noch mehr Jahre ohne Partnerin verbringen werde. (m34)
 
G

Gast

  • #32
Ja, es gibt sie, die große Liebe. Leider beruht sie häufig nicht auf Gegenseitigkeit. Ich (m) mit meinen 60+ habe sie zwei Mal erlebt, einmal in meinen Zwanzigern, das zweite Mal vor kurzem. Beide Male wusste ich es innerhalb von Sekunden, und beide Male war es in dieser Intensität nur einseitig. Dazwischen liegen über 35 Ehejahre (und sie gehört - leider - nicht zu den beiden...).
Das war 's dann wohl.
 
G

Gast

  • #33
Schade, dass hier so viele am Bild von der großen Liebe festhalten und sich damit ganz viele Chancen auf eine sich langsam entwivkelnde Liebe ohne Riesenknall am Anfang verbauen. Große Liebe ist auch nicht automatisch gleich glückliche Liebe. Liebe hat auch ganz viel mit Bereitschaft zu tun, sich einzulassen und mit rationaler Entscheidung für einen Menschen. Mit der Suche nach DEM Traummann, DER Traumfrau werden viele leider blind dafür, dass der- oder diejenige längst vor ihnen steht.
 
G

Gast

  • #34
Es gibt nicht DEN Richtigen, das ist eine weltfremde Vorstellung aus den Neubauer-Danella-Pilcher-Schmonzetten. Es gibt den "weniger Falschen", mit dem man vielleicht auf Dauer besser klar kommt als mit anderen. Das ist doch dann auch ok, man weiß ja, dass sowieso nichts Besseres mehr vorbeikommt.
 
G

Gast

  • #35
Nein, ich glaube nur an Gott.
Sonst glaube ich nur dass nichts sicher ist.
 
G

Gast

  • #36
Liebe entwickelt sich mit der Zeit. Sie besteht aus Verständnis und gegenseitigen Respekt. Die große Liebe existiert nicht. Wie oft dachte ich dass ich sie gefunden habe und war hinter her entäuscht.
Es hört sich gut an, an die große Liebe zu glauben. Es ist aber ein Teil unserer Fantasie und Hoffnungen. Die Realität sieht ganz anders aus. Und zwar es gibt Singels ohne Ende!!!

w30
 
G

Gast

  • #37
Einst dachte ich, ich hätte in einem Mann meine große Liebe erkannt! Nach längerer Zeit stellte sich heraus, dass es doch nur Hormone waren und er in so ziemlich keinem Punkt zu mir passte!
Da war es aber, das "große" Gefühl. Ich habe danach viel über Verliebtsein und Liebe gelesen und habe viel nachgedacht.

Ich glaube nicht mehr an "DIE" große Liebe - das gehörte zu den Vorstellungen meiner Jugend und jungen Erwachsenenzeit. Es gibt verschiedene Menschen, die Liebesgefühle in mir hervorrufen können. Und wenn es blitzt und funkt - dann heißt das für mich nicht, dass dies der absolute Glücksfall für mich sein muss. Nein, das heißt, dass ich in Ruhe abwarten und prüfen muss, ob die Person überhaupt zu mir passt, weil die Hormone mein Urteilsvermögen blockieren.

Woran ich aber glaube ist, dass Gefühle langsam wachsen können und sich dann vermehren und immer größer, stärker, schöner werden! Und wenn ich mich glücklich fühle, wenn die Person bei mir ist, dann ist dies genug Beweis, das der andere mit gut tut.

Ich halte alleine schon die Begrifflichkeit "Die große Liebe" für eine überholte, aus dem Bürgertum erwachsene, idealisierte und falsche Bezeichnung. Der Mensch kann mehr als nur eine Liebe haben - jede fühlt sich anders an, das stimmt. Aber alles andere halte ich für ziemlich naive Idealisierung....

Apropro: In meinem Umfeld sind mehere "große Lieben", wegen Ehebruchs gescheitert. Das waren alles Beziehungen die in jungen Jahren, aufgrund des "Blitzeinschlages", zustande kamen und als "große Liebe bis zum Lebensende" idealisiert wurden. Von daher bin ich bei "großen Lieben", die sehr früh im Leben in eine Eheschließung führen, sehr kritisch. Wie es sich in meinen Fällen herausstellte, kannten die Personen sich weder selbst genügend, noch den Partner. Das einzige was die Beziehungen noch länger trug, war alleine die alte Vorstellung im Kopf , dass es doch die "große Liebe" sei. Das Leben lehrte dann aber doch was anderes. w 40
 
G

Gast

  • #38
Ich glaube an Begehren auf den ersten Blick, aber an Liiiebe auf den ersten Blick?!? Nö ... ganz so jung bin ich nich mehr.

Aber ihr meint jetz auch wirklich Blick, nicht etwa Date oder Gespräch?

Letztens war da diese wunderhübsche Schwarzhaarige im Bus. Wow, ich war hin und weg. Natürlich ... habe ich sie NICHT angesprochen, wie gesagt, sehr sehr hübsch. Da hätte mir jeglicher Mut zu gefehlt. Aber obwohl ich sie nur relativ flüchtig sah, spukt sie mir, bei Gelegenheit, immer noch im Kopf herum. Ich wünschte es wäre Liebe gewesen, aber zur Liebe gehört für mich weit mehr, als nur die äußere Fassade eines Menschen zu begehren, wie es wohl in diesem Moment der Fall war.
Mh, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ich sehe eigentlich ständig hübsche Frauen. Vlt. war bei ihr doch irgendetwas anders.
... is ja voll deprimierend dat Thema hier :)
 
G

Gast

  • #39
Ich glaube weder an die "grosse" noch an die Liebe. Das Konzept Liebe funktioniert nicht. Männer sind zu egoistisch und selbstherrlich um zu lieben - Frauen auch. Es gibt nur Hormone und die Angst, alleine zu sein. Alle Paare die ich kenne haben sich mit einer Notlösung zufrieden gegeben - alles ist besser als alleine zu sein.
 
  • #40
Wie passt das zusammen? Warum glauben die Deutschen so sehr an die große Liebe, sind aber dann doch nicht im selben Maße bindungswillig?
Ich glaube auch noch an die große Liebe und dass ich mich noch verlieben oder verknallen kann bis zum Herzflattern. Aber ich zweifle daran, dass ich eine Frau finden werde, die dafür Verständnis haben bzw. mich im gleichen Maße lieben würde.
Bei mir ist es bereits ein Problem, eine Frau überhaupt zu treffen und kennenzulernen.
Ich halte mich für bindungswillig, aber mein Freund hat neulich gemeint, ich hätte angeblich zehn Kriterien und wenn eins davon nicht stimmt, ziehe ich mich angeblich zurück. Ich würde aber sagen, dass es nicht stimmt. Ich bin jedem Menschen gegenüber unvoreingenommen und ich habe kein "Beuteschema" und halte mich auch nicht für rigide o.ä.
Ich denke, ich bin einfach zu lange allein, daran gewöhnt, Problemen alleine zu begegnen und alleine zu bewältigen. Ich will keiner Frau eine Illusion vortäuschen, ich will einfach ehrlich sein, so sein wie ich eben bin. Das schreckt die Frauen ab, denke ich.
 
G

Gast

  • #41
Ich glaube nicht nur nicht mehr an die Große Liebe, ich glaube überhaupt nicht mehr an Liebe!
Meine Erfahrung ist, dass gerade die, die am meisten von Liebe reden, von Treue, einem Miteinander, einem Kämpfen in schweren Phasen usw. und sofort...dass gerade die am meisten gegen diese Tugenden verstoßen und am meisten liebesunfähig sind. Im Großen und Ganzen hat gerade die Damenwelt darin ihre Meisterschaft erlangt! Jedoch nicht nur!
Ich persönlich bin mit diesem Thema durch!
Für mich zählt nur noch das Aufbauen einer neuen Existenz und Geld verdienen. All das weiterhin auf legalem Weg und ohne, rechts und links grinsender Weise meine Ellenbogen auszufahren. Ich freue mich, den Rest meines Lebens noch lange und vor allem unabhängig genießen zu können, um irgendwann dem Moment des Todes erwartungsvoll entgegen treten zu können.
Denn hier will ich nie mehr her!

m/38
 
G

Gast

  • #42
Ich glaube nicht nur nicht mehr an die Große Liebe, ich glaube überhaupt nicht mehr an Liebe!
… . Ich freue mich, den Rest meines Lebens noch lange und vor allem unabhängig genießen zu können, um irgendwann dem Moment des Todes erwartungsvoll entgegen treten zu können.
Denn hier will ich nie mehr her!

m/38
Düstere Gedanken an einem verregneten Sonntag.
Alleine zu Hause, mit Liebeskummer im Herzen.

„Am Ende des Regenbogens liegt ein großer Schatz für dich.“

Erst wenn Du dich selbst liebst, kannst du auch wahrhaftig Andere lieben.
Ich glaube an die Liebe.

w48
 
G

Gast

  • #43
Ich glaube nicht mehr an die große Liebe, ich (w, 35) bin Realistin. Ich geh auch Kompromisse ein, statt 100% reichen mir auch 80 oder 70% passend. Sonst verbaut man sich die letzten Chancen auf überhaupt mal Liebe und Beziehung.
 
G

Gast

  • #44
Liebe FS

doch, immer noch verzückt mich diese Idee, aber meine Erfahrung meint eher ernüchtert: die meisten Männer reagieren allergisch auf den Wunsch
genauso aktiv lieben zu sollen wie ich sie automatisch lieben soll bloss weil sie in der Welt sind.
Viele hätten nichts
dagegen rundum geliebt zu sein, tolle Behaglichkeit, aber es kommt nicht genug zurück, kurz
die Balance unter dem Strich ist nicht ausgewogen: Männer lassen gern lieben.

Akzeptiert man also diese Unausgewogenheit steht der grossen Liebe nichts im Wege. Mit grosser Liebe meine ich allerdings (1) die Fähigkeit der Selbstverzauberung (sich in einer Grossen Liebe wähnen können) und (2) die retrospektive Feststellung "X war meine grosse Liebe". Eigentlich weiss man das erst so richtig wenn es vorbei ist.
 
G

Gast

  • #45
Die große Liebe ist nichts für Feiglinge.

Und schon garnicht werden diejenigen sie erleben, die sich oben auf der Zinne dafür "aufheben".
Ein wunderbares Geschenk für Mutige, die offen durch die Welt gehen, ihre Gefühle leben und sensibel empfinden können.
Die meisten haben sogar Angst vor der großen Liebe, weil sie sich fürchten.
Vor Abhängigkeit, Kontrollverlust usw. Sie sortieren und kramen und überlegen......statt sich hinzugeben, viele Kontakte zuzulassen,sich einzulassen auf andere. Damit ist nicht vordergründig Sex gemeint!

Die grosse Liebe lohnt sich und zählt zu den schönsten Erfahrungen oder auch Erinnerungen des Lebens. Selbst wenn sie, vielleicht sogar von Anfang an, zeitlich limitiert war.
 
G

Gast

  • #46
Warum glauben die Deutschen so sehr an die große Liebe, sind aber dann doch nicht im selben Maße bindungswillig?
Das ist ja kein Widerspruch. a) gehören zu einer Bindung immer zwei und b) gibt es immer noch die Möglichkeit des Scheiterns trotz gegenseitiger "großer Liebe". Zum Beispiel, weil solche Worte beim Gegenüber Argwohn auslösen, schließlich gaukeln auch Trickser und Täuscher die "große Liebe" vor, um sich Vorteile zu verschaffen. Und schon haben wir wieder zwei Menschen, die allein bleiben, weil sie ihre "große Liebe" durch Dummheit (des einen von beiden) verloren haben und keine halbherzige andere Bindung mehr eingehen wollen. (m)
 
G

Gast

  • #47
Ich habe in meinem Leben bisher ein einziges Mal Jemanden (eine Frau) getroffen, der zu mir meinte, er wäre noch genauso verliebt wie vor 30 jahren - und wo mir die Aussage auch wirklich glaubhaft vorkam. 1 Mensch, von Hunderten.
Also meine Realität ist da ganz schön grau und nüchtern.

Vlt. wäre es bei der Suche nach der großen Liebe weitaus sinnvoller, wenn ich mir einen Hund zulege. An einen Menschen muss ich ja auf jeden Fall niedrigere Ansprüche stellen. :)
 
  • #48
Ja, ich glaube auf jeden Fall an die große Liebe. Ich weiß nicht, ob sie mehrmals im Leben vorkommen kann. Ich glaube nämlich, dass wenn ein Herz einmal richtig geliebt hat, dann hinterlässt Liebe ihre Spuren.

Ich glaube an erster Stelle muss ein Mensch mit sich selbst im Reinen sein. Das bedeutet er muss ein stück weit sich selbst "lieben". Dann strahlt man das auch nach außen. Man darf sich und die Welt nicht lieblos betrachten. Um auf die große Liebe treffen zu können, muss man erstmal in der Lage sein, überhaupt sich und andere Menschen zu lieben und zu akzeptieren.

Ich glaube auch, selbst ein sehr sehr verschlossener, kalter Mensch kann irgendwann in seinen Leben auf einen Menschen treffen, der alles was er zuvor glaubte, umschmeißt und ihn doch an die Liebe glauben lässt.

Wenn man erst die Liebe gefunden hat, dann muss man sie auch halten. Man muss Mut haben und Geduld. Liebe braucht Zeit und sie passiert einfach. Liebe ist nicht kompliziert. Man muss dem Menschen Zeit lassen. Man darf die Person nicht als das Eigentum sehen. Liebe heißt frei lassen.


Und man muss "kleinen" Lieben eine Chance geben, denn vielleicht wird genau das die große Liebe.
Und man darf nicht zu schnell aufgeben. Auch daran wächst eine Liebe!

Mut, Aufrichtigkeit und Wille das braucht die Liebe schon! Damit sie belohnt wird.
Vielleicht gibt es gefühlt deswegen so wenig "große Lieben"