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  • #1

Glauben vers Atheismus innerhalb einer Beziehung

Aufgrund der Glaubensdiskussion im Abschweifungsthread (dort ging es unter):

Wie groß sind / waren da bei Euch die Unterschiede zu Euren Partner: Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen? Der eine ist wissenschaftsgläubig, der andere glaubt an Homöopathie. Der eine glaubt nur dass, was er beweisen kann, der andere glaubt ans Kartenlegen bzw. daran, dass die Uhrzeit bei der Geburt eine Rolle für das Leben spielt. Ganz besonders ist jedoch aus meiner Sicht Folgendes: Selbst die, die an nichts glauben, was sie nicht beweisen können oder selbst gesehen haben, glauben oft an die Liebe - aus meiner Sicht ein Widerspruch.
 
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  • #2
Liebe @Cho Oyu,
deinen letzten Satz müßtest du näher erläutern. Glaube und irdische Liebe sind zwei ganz verschiedene Dinge. Irdische Liebe ist greifbar, fühlbar, sichtbar, beweisbar, Glaube ist nur für Gläubige fühlbar. Oder meinst du die göttliche Liebe?
 
  • #3
Wie groß sind / waren da bei Euch die Unterschiede zu Euren Partner: Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen? Der eine ist wissenschaftsgläubig, der andere glaubt an Homöopathie. Der eine glaubt nur dass, was er beweisen kann, der andere glaubt ans Kartenlegen bzw. daran, dass die Uhrzeit bei der Geburt eine Rolle für das Leben spielt.
Da, wo sie groß waren und wirklich auch Bedeutung hatten, führen sie eher zu Problemen.
Ganz besonders ist jedoch aus meiner Sicht Folgendes: Selbst die, die an nichts glauben, was sie nicht beweisen können oder selbst gesehen haben, glauben oft an die Liebe - aus meiner Sicht ein Widerspruch.
Wieso? Nur weil ich nicht an irgendwelche Fabelwesen glaube, kann ich doch Emotionen spüren und wichtig finden. Festzustellen, dass es Emotionen gibt, hat doch mit der "Liebe", die hier manche als Synonym für Gott oder was auch immer verwenden, nicht zwingend zu tun. Mit "Glauben" auch nicht, denn ich kann sie ja real erfahren.
 
  • #4
Eine Beziehung mit Gottgläubigen, Kirchgängern, Hompöopathieanhängern oder, was noch lustiger wäre, Astrologievertretern, kommt nicht in Frage. Man sucht sich ja die Gruppe Menschen, die für einen in Frage kommt, nicht jemanden vom komplett anderen Ende des Spektrums. Wäre mein Mann jetzt religiös und kein Physiker, wäre das wohl nichts geworden mit uns. Man bekommt in einer Beziehung sicher nicht 100% Passung, aber Sachen, die nicht zusammen passen, muss man nicht versuchen, passend zu machen. Wie du das mit der Liebe hältst und was du für logische erachtest, Schwamm drüber, diskutiere ich nicht, muss stimmen. Wenn man über Religion diskutieren muss, wird die ganze Nummer mühsam und dazu hab ich in meinem Alter keine Lust mehr, hatte ich auch mit 20 nicht, das hat sich nicht verändert.
 
  • #5
Liebe @Cho Oyu,
deinen letzten Satz müßtest du näher erläutern. Glaube und irdische Liebe sind zwei ganz verschiedene Dinge. Irdische Liebe ist greifbar, fühlbar, sichtbar, beweisbar, Glaube ist nur für Gläubige fühlbar. Oder meinst du die göttliche Liebe?
Bitte: lieber! Danke. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist weder im Labor etc. messbar, noch sonst irgendwie zu beweisen. Mir geht es mit diesem Satz nur darum, dass viele ja an nichts glauben, als an das was 100 % ig beweisbar ist, wie vieles in der Mathematik. Und diese HardcoreBeweisDenker glauben an die Liebe.
 
  • #6
Wie groß sind / waren da bei Euch die Unterschiede zu Euren Partner: Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen?
Das kann niemals gut gehen!
Selbst die, die an nichts glauben, was sie nicht beweisen können oder selbst gesehen haben, glauben oft an die Liebe - aus meiner Sicht ein Widerspruch.
Nicht die Natur, nicht Pflanzen, nicht Tiere, nicht das Universum, sondern alleine der Mensch ist der größte Widerspruch auf diesem Planeten, daher gibt es Hungersnot und Kriege!
 
  • #7
Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen? Der eine ist wissenschaftsgläubig, der andere glaubt an Homöopathie.
Wir sind uns einig im Atheismus. Anders ginge es auch nicht für mich.
Mein Mann hatte andere Partnerinnen (diffus-naiv gläubig, esoterisch, homöopathisch etc) und daran scheiterte es jeweils nach etlichen Jahren. Darum hat er zu guter Letzt den Gegenentwurf dazu gesucht.

Wissenschaftsgäubig sind wir nicht, aber wir schätzen/anerkennen gleichermaßen Wissenschaften und auch die Grenzen des jeweiligen Wissensstandes. Wir können die Unsicherheiten daraus aushalten, statt sie mit Gedöns füllen zu müssen.

Selbst die, die an nichts glauben, was sie nicht beweisen können oder selbst gesehen haben, glauben oft an die Liebe - aus meiner Sicht ein Widerspruch.
Oder auch nicht.
Ich glaube nicht an die Liebe - ich erlebe und lebe sie vielfach: in Bezug auf meinen Mann, auf unseren Hund, auf freunde, auf die schone region/Natur in der wir leben, auf die Kunst ......

Als ich die Liebe nicht erleben konnte, habe ich nicht an sie geglaubt.
 
  • #8
@Cho Oyu
Man merkt, daß du die Liebe noch nicht erlebt hast, sonst würdest du so nicht schreiben. Da ist dir bisher etwas Wunderbares entgangen.
 
  • #9
Und diese HardcoreBeweisDenker glauben an die Liebe
Liebe ist ein Gefühl und nur die allerwenigsten Menschen werden leugnen, dass es Gefühle gibt, manche meinen nur um die Definition der jeweiligen Gefühle diskutieren zu müssen, und die absolute Definition inne haben zu wollen, die wiederum gibt es nicht, denn Gefühle sind individuell im Erleben, im Ausmaß.
Glaube ist ein ganz anderes Thema, und das sehe ich wie alle anderen grundsätzlichen Haltungen, wenn man nicht ähnlich eingestellt ist, bei den persönlich relevanten Punkten, kann Partnerschaft schwierig werden.
Mir ist für MICH mein Glaube wichtig, nicht Religion, meinem Mann nicht so sehr, aber er akzeptiert, dass ich so denke, ich akzeptiere es umgekehrt, allerdings ist und war es kein Thema für ihn, dass wir kirchlich heirateten, die Kinder taufen ließen, wegen des Segens, der für mich dahinter steht, oder dass er mit mir in die Christmette geht, da mag er das festliche Ritual, Musik.
Ich glaube, Kompromisse sind immer dann möglich, wenn die Haltungen nicht konträr sind, manches geht nicht zusammen, und ein gewisses Maß an Toleranz gegeben ist.
 

Laleila

Cilia
  • #10
Wie groß sind / waren da bei Euch die Unterschiede zu Euren Partner: Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen?
Für mich nicht.
Ich kann mit gläubigen Menschen befreundet sein, sie aber nicht partnerschaftlich lieben.
Ich könnte ihn nicht in dem Umfang respektieren wie es für eine Beziehung nötig ist.
Zudem oder auch daher, ist das Weltbild für mich ein wesentliches Kriterium bei der Überlegung, eine Beziehung einzugehen.
Der eine ist wissenschaftsgläubig, der andere glaubt an Homöopathie. Der eine glaubt nur dass, was er beweisen kann, der andere glaubt ans Kartenlegen bzw. daran, dass die Uhrzeit bei der Geburt eine Rolle für das Leben spielt.
Selbe Antwort wie oben.
Ganz besonders ist jedoch aus meiner Sicht Folgendes: Selbst die, die an nichts glauben, was sie nicht beweisen können oder selbst gesehen haben, glauben oft an die Liebe - aus meiner Sicht ein Widerspruch.
Das ist kein Widerspruch, natürlich nicht. Wie kommst Du denn auf den Trichter?

Bitte: lieber! Danke. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist weder im Labor etc. messbar, noch sonst irgendwie zu beweisen. Mir geht es mit diesem Satz nur darum, dass viele ja an nichts glauben, als an das was 100 % ig beweisbar ist, wie vieles in der Mathematik. Und diese HardcoreBeweisDenker glauben an die Liebe.
Das ist immer noch ein Vergleich von Handgranate mit Bananen.

Ich habe Emotionen und kann die entwickeln. Zudem ist Liebe auch immer eine Entscheidung. Mann ist ihr nicht ausgeliefert, wie es immer mal dargestellt wird.
 
  • #11
Wie groß sind / waren da bei Euch die Unterschiede zu Euren Partner: Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen?
Echter Atheismus für mich nicht. Ich möchte nicht jedes Mal wenn ich in die Kirche gehe Verständnislosigkeit oder gar Spott von meiner Partnerin ernten - und idealerweise natürlich auch nicht immer alleine gehen müssen.

Mindestvoraussetzung wäre für mich zumindest Toleranz gegenüber dem was ich diesbezüglich tue. Natürlich noch lieber Akzeptanz.
 
  • #12
Und diese HardcoreBeweisDenker glauben an die Liebe.
Vermutlich packst Du mich in die "HardcoreBeweis"-Ecke...

Ich glaube nicht an "die Liebe". Ich verspüre in bestimmten Zusammenhängen eine Emotion, die ich so bezeichne.

Zu "Die Liebe" als ein übergeordnetes Abstraktum, wie "das Gute", das in dieser Welt wirkt oder an dem sich diese Welt orientiert, bin ich indifferent, eine "Wahrheit" dazu ist für mich auch nicht relevant. Wenn jemand irgend ein Abstraktum für sich braucht, möge er das tun. "Glaube" würde bedeuten, ich halte es ohne weitere Beweisführung für wahr.

Für "Liebe" würde ich das Wort "glauben" daher schlicht nicht verwenden. So wie ich nicht an Trauer, Wut oder Freude glaube. Ich bin überzeugt, dass es eine innige, emotionale Beziehung zu Menschen oder auch einem Ziel gibt. Ich bin überzeugt, dass es Emotionen gibt und schließe das aus Verhaltensweisen von Menschen. Ob das, was ich an Regungen bei einer Emotion verspüre, allgemeingültig ist, weiß ich nicht und es lässt sich auch nur begrenzt messen (auch wenn gleiche Hirnareale aktiv werden, muss diese Aktivität ja nicht gleich bewertet werden).

Es gibt im religiös-esoterischen Umfeld einen ganz typischen religiösen Sprachgebrauch, mit dem ich nichts anfangen kann. (Übrigens gerne auch von Diktatoren und Ideologien, z. B. der Nazis, übernommen). Nachzulesen nicht nur in Bergpredigt oder Seligpreisungen. Da wird dann die "allumfassende Liebe" postuliert oder in anderen Zusammenhängen der "heilige Krieg". Poetisch-verschleiernder Sprachgebrauch, in Bibel, Koran und anderen Büchern gerne verwendet, in allen sektenartigen Zusammenschlüssen mit esoterischem Hintergrund wird auch so gesprochen.
Selbst in der Philosophie wird so etwas klar definiert und ist auch nur damit für Diskussion zugänglich.

Etwas geheimnisumnebelte Sprache, die vielleicht auch Beweisführung ausschließen möchte, weil man eben glauben soll. An Dreieinigkeit, Jungfrauengeburt, Geistkörper, den "Endsieg" oder auch die Fähigkeit, im Traum überall hin zu fliegen kann man glauben. Oder eben nicht oder es ist völlig irrelevant. Ich mag den Sprachgebrauch nicht. Es ist aus meiner Sicht kontextgebundene vernebelnde Sprache, die keine allgemeine Gültigkeit oder Relevanz hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Bitte: lieber! Danke. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist weder im Labor etc. messbar, noch sonst irgendwie zu beweisen. Mir geht es mit diesem Satz nur darum, dass viele ja an nichts glauben, als an das was 100 % ig beweisbar ist, wie vieles in der Mathematik. Und diese HardcoreBeweisDenker glauben an die Liebe.
Möchtest du uns damit mitteilen, dass Menschen die an die Liebe glauben, aus diesem Grund auch an Gott und alle anderen Götter glauben sollen? So hört sich das nämlich an. Das ist ein klein wenig naiv gedacht, wenn du verzeihst.
 
  • #15
@Cho Oyu
Man merkt, daß du die Liebe noch nicht erlebt hast, sonst würdest du so nicht schreiben. Da ist dir bisher etwas Wunderbares entgangen.
Falsch. Es geht mir nur darum, dass hier einige in der Glaubensfrage immer darauf beharrt haben, dass sie nichts glauben, was man nicht beweisen kann. Die Gläubigen fühlen nach ihren Angaben auch Dinge, die die Ungläubigen nicht fühlen. Beim Glauben wird ihnen ihr Gefühl abgesprochen. Bei der Liebe darf man jedoch fühlen...
 
  • #16
Die Liebe zwischen zwei Menschen ist weder im Labor etc. messbar, noch sonst irgendwie zu beweisen.

Natürlich ist sie das. Da gibt es doch genügend Studien dazu, hier zum Beispiel auszugsweise in einem Artikel der WELT referenziert:

"Bereits zuvor hatten Forscher die Liebe in sogenannten subkortikalen, belohnungsbezogenen Hirnbereichen, die als Dopamin- und Oxytocin-Rezeptoren bezeichnet werden, nachweisen können. Sie sind für die Motivation der Menschen zuständig, eine Bindung einzugehen.

Die Studie von Bianchi-Demicheli und Ortigue hat sie nun auch in anderen Hirnbereichen sichtbar gemacht. Tiefe und innige Liebe setzt gleich mehrere Regionen im Hirn in Gang und unterscheidet sich damit von der nicht ganz so intensiven Zuneigung.


[...]

Und so lässt sich nun zumindest neurologisch feststellen, ob jemand aus tiefstem Herzen liebt oder nur eine eher oberflächliche Zuneigung für jemand anderen empfindet."

Sicher kann man auch das Vorhandensein bzw. die Intensität von Glauben durch die Messung entsprechender Gehirnströme nachweisen (zum Beispiel gibt es hier sehr spannende Studien mit buddhistischen Mönchen). Ich würde Gläubigen ihre Empfindungen auch nicht absprechen. Aber die Existenz Gottes selbst lässt sich eben nicht wissenschaftlich beweisen. Daher kann ich in an die Liebe "glaubenden" Atheisten keinen Widerspruch erkennen.

W, 29
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Falsch. Es geht mir nur darum, dass hier einige in der Glaubensfrage immer darauf beharrt haben, dass sie nichts glauben, was man nicht beweisen kann. Die Gläubigen fühlen nach ihren Angaben auch Dinge, die die Ungläubigen nicht fühlen. Beim Glauben wird ihnen ihr Gefühl abgesprochen. Bei der Liebe darf man jedoch fühlen...
Du wirfst hier völlig unstrukturiert "den Glauben" im religiösen Sinne und glauben an irgendwas durcheinander, wiederum mit Emotionen.

"Der Gläubige" mag die gleiche tiefe Zufriedenheit und Freude empfinden, die ich an einem Sonnentag auf einer Skipiste und @Tom26 wiederum bei 180 im Oldtimer auf der Autobahn empfindet. Für die allumfassende Liebe von @Süsse65 mag das genauso gelten. Oder eben auch etwas anderes. Das ist doch völlig irrelevant und entzieht sich jeder Beurteilung. Und es spricht auch niemand ihnen ihre Gefühle ab. Viele teilen sie nur nicht.

Wenn Du sprachlich so ein Wirrwarr ablieferst, kann es in Deinem Kopf auch nicht geordneter zugehen.
 
  • #18
@Steinbock89
Ich beweise Liebe z. B. dadurch, daß ich für meinen Partner etwas tue, was mir schwer fällt oder gegen den Strich geht, weil ich weiß, daß es ihm große Freude bereitet, wie zum Beispiel im Fernsehen einen bestimmten Film anschauen oder daß ich auf das Mädelstreffen verzichte, wenn er krank im Bett liegt. Ich weiß sehr wohl, das man das auch anders interpretieren kann.
 
  • #19
Vermutlich packst Du mich in die "HardcoreBeweis"-Ecke...
Einige hier Dich und mich tendenziell auch.

Ich finde es herrlich, wie jetzt argumentiert wird, das man Liebe fühlen (beweisen) kann. Den Gläubigen (ich bin nicht gläubig) wird ihr Glauben jedoch gnadenlos abgesprochen. Manche behaupten sie können neben der Liebe vieles andere fühlen

siehe bei @Süsse65

Das was sie beschreibt ist auch nicht meines. Allerdings: warum lassen diejenigen, die die Liebe fühlen, Süsses fühlen nicht einfach so im Raum stehen.

Ich kenne Menschen, die von sich behaupten, sie spürten ihr Glück im Bauch, am Oberschenkel, oder was weiß ich was. Ich kenne Leute, die angeblich Engeln begegnet sind und spürten das zu vor. Alles nicht meines. Aber müssen wir Ungläubigen so hart mit den Gläubigen ins Gericht gehen?

Ich möchte das nicht auf eine Stufe stellen und nicht vergleichen. Finde es jedoch recht amüsant.

Es wird Zeit für den Feierabend, damit die Langeweile rumgeht ;)
 
  • #20
Falsch. Es geht mir nur darum, dass hier einige in der Glaubensfrage immer darauf beharrt haben, dass sie nichts glauben, was man nicht beweisen kann. Die Gläubigen fühlen nach ihren Angaben auch Dinge, die die Ungläubigen nicht fühlen. Beim Glauben wird ihnen ihr Gefühl abgesprochen.
Wie ich schon in meinem vorherigen Beitrag differenziert habe: Ich denke nicht, dass Ungläubige Gläubigen ihr Gefühl absprechen. Sie erkennen nur die Existenz Gottes, mangels Beweisbarkeit desselben, nicht an, und haben damit für sich selbst keine Grundlage, um Glaubensgefühle empfinden zu können.

Ähnlich, wie man auch den Placebo-Effekt in der Medizin nachweisen konnte, aber keine darüber hinaus gehende Wirksamkeit homöopathischer Mittel.


Liebe, im Unterschied dazu, ist ja auch "nur" ein Gefühl. Außer, man würde da auch wieder irgendetwas überirdisches mit rein interpretieren - das würde sich dann wiederum nicht wissenschaftlich nachweisen lassen, da gäbe ich dir recht. Das reine Gefühl aber eben schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
. Beim Glauben wird ihnen ihr Gefühl abgesprochen. Bei der Liebe darf man jedoch fühlen
Glaube ist eine Entscheidung auf intellektueller Ebene, ich entscheide mich an etwas zu glauben und sei es an Nichts, manche glauben auch an die Liebe.
Gefühl hat mit der intellektuellen, geistigen Ebene nichts zu tun, man fühlt, und hier vermischen sich nun zwei Begrifflichkeiten, Liebe als Gefühl und Liebe als etwas Abstraktes, Übergeordneten.
Man kann nicht an die Liebe glauben, und trotzdem lieben.
 
  • #24
Ich denke, dass jemand Gläubiges auch einen gläubigen Partner braucht, sonst endet es im Stress. Umso gläubiger, desto wichtiger ist ein gläubiger Partner, da diese ihre Gläubigkeit sehr streng leben. Wenn man irgendwann soweit ist, dass man jede individuelle Form der Wahrheit eines Jeden relativ wertfrei akzeptieren kann, dann wird man natürlicherweise auch nur noch solche Menschen als Partner als angenehm empfinden und finden, die das auch leben können und es ist dann relativ egal, ob sich die Weltbilder voneinander unterscheiden, im Idealfall ergänzen sie sich trotz ihrer Verschiedenartigkeit. So habe ich das nun erlebt.
 
  • #25
  • #26
Geht Atheismus mit Gottgläubigkeit beim anderen zusammen?
Schon die Frage an sich impliziert, dass der Glaube im Alltag eine große Rolle spielen würde.
Hierzulande ist es den Meisten jedoch insoweit egal, sodass es einen gemeinsamen Nenner gibt: Auch Atheisten feiern Weihnachten und auch "Gläubige" rennen nicht sonntags in die Kirche. Ich sehe da weniger Probleme als bei jemandem, der Schlager mag und der Partner sie verständlicherweise nicht ausstehen kann.
 
  • #27
Liebe ist doch das, was wir uns darunter vorstellen, auch eine Art "Glauben" Wir sind in der Lage, bestimmte Gefühle als Liebe zu deuten oder auszulegen, z. B. ob wir jemand anziehend finden.

Und wir können in bestimmten Hirnarealen erhöhte Aktivitäten messen. Bei frisch getrennten und frisch verliebten gibt es jedoch ähnliche Aktivitäten. Gilt das als Beweis? Für mich nicht. Dennoch glaube ich an die Liebe.

Ich Glaube auch daran das die Liebe sehr unterschiedlich sein kann. Meinen Sohn liebe ich bedingungslos über alles. Von einer Partnerin würde ich mir vieles nicht gefallen lassen und wäre weg.
 
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  • #28
Ich glaube an Gott aber ich glaube nicht an die Liebe!
Nun wird es kompliziert!
 
  • #29
Beim ganzen Glaubensdiskurs ist die Hauptursache des Zweifelns und Nichtglaubens unerwähnt geblieben: Diese Welt ist derart unvollkommen, widersprüchlich, bösartig und agressiv, daß man die Lenkung durch einen wohlwollenden Gott als zynisch empfinden muß. Und weil die jeweiligen Priester nicht wissen, wie sie die Ungerechtigkeiten und Kriege erklären sollen, schieben sie die Verantwortung auf die Menschen, denen aber von den Gottheiten nicht genug Verstand gegeben worden ist, eine lebenswerte Welt zu schaffen. Man kann nur staunen, welche Fantasien Religionsstifter entwickelt haben.
 

Laleila

Cilia
  • #30
Ich finde es herrlich, wie jetzt argumentiert wird, das man Liebe fühlen (beweisen) kann.
Also erstenmal las ich hier nie, dass jemand nur glaubt, was er sehen und anfassen oder beweisen kann.
Ich, als Atheistin, sage, ich bin davon überzeugt, dass der Mensch (noch) nicht alles beweisen kann, weil dafür (noch) die Voraussetzungen fehlen, allerdings kann ich mit weissen Flecken leben ohne sie mit Gott stopfen zu müssen.
Auch gehe ich von Wahrscheinlichkeiten aus, welche durch Indizien gefestigt werden und stelle dem die blose Hypothese mit geringste Wahrscheinlichkeit entgegen.
Den Gläubigen (ich bin nicht gläubig) wird ihr Glauben jedoch gnadenlos abgesprochen.
Niemanden wird der Glaube abgesprochen. Dass sie Glauben glaube ich ihnen doch.

Liebe ist eine Konglomerat an Gefühlen, Glaube beruht auf Fantasien. Nicht vergleichbar.

Ich kenne Leute, die angeblich Engeln begegnet sind und spürten das zu vor. Alles nicht meines. Aber müssen wir Ungläubigen so hart mit den Gläubigen ins Gericht gehen?
Ich tue das, wann immer sie ihn verwenden um die damit verbundenen Werte, auf Kosten der Freiheit und Selbstbestimmung (Recht auf Schwangerschaftsabbruch ohne Rechtfertigung, Recht auf selbstbestimmtes Sterben usw.) durchzusetzen.
Oder versuchen zu missionieren.
 
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