• #1

Glaubt ihr an die wahre Liebe?

Ich habe soviele Bücher über die Liebe gelesen dass ich promovieren könnte . Praktisch habe ich aber so gut wie keine Erfahrungen mit Partnerschaft. Dennoch habe ich diese Hoffnung in mir dass mich die wahre Liebe eines Tages finden wird . Von verpartnerten Freunden höre ich ganz unterschiedliche Dinge. von großer Liebe bis „Liebe bedeutet Arbeit“ bis „wir haben uns arrangiert, aber wirklich glücklich sind wir nicht.“
Und gibt es Singles, die nach vielen Rückschlägen den Glauben an die Liebe verloren haben ?
 
  • #2
Ich war viele Jahre, mit Unterbrechung durch Affären, Single, bis ich meinen Mann kennenlernte. Definiere wahre Liebe. Ist das nicht nur ein erfundenes romantisches Ideal? Schmeiß die Bücher weg und lebe einfach dein Leben. Bücher über die Liebe machen nur den Autor glücklich. Dir wird das nicht helfen. Deine Einsamkeit und deine Traurigkeit löst kein Buch auf, viel schlimmer, es weckt unrealistische Vorstellungen. Liebe ist auf jeden Fall auch eine Entscheidung, das Gute sehen zu wollen, und wenn das Schlechte gerade Oberhand gewinnen will, sich selber mal anzuschauen. Man ist nämlich selber kein bisschen perfekt. Um deine Frage zu beantworten, ja, ich bin glücklich mit meinem Mann und ich denke auch, ein besseren Mann hätte ich niemals finden können. Obwohl ich ihn gerne manchmal töten möchte, und das nicht nur einmal die Woche. Trotzdem macht er alles mit, steht mir zur Seite in dem Rahmen, der ihm möglich ist und hält diese verrückte Familie aus.. Falsch, erhält sie nicht nur aus, er will sie haben. Und wirft bitte diese Bücher weg, die bringen dir überhaupt nichts.
 
  • #3
Ich habe in jungen Jahren meine wahre Liebe gefunden, die hat 30 Jahre gehalten. Aus der Ferne betrachtet und mit mehr Erfahrung im Leben wird es schwierig, nochmal eine wahre Liebe zu finden. Aber man kann eine schöne, harmonische, liebevolle Beziehung leben. Nicht alles perfekt aber akzeptabel. Ich bin damit zufrieden.
Hätte ich die wahre Liebe nie erlebt, würde mir das heute fehlen und der Wunsch danach wäre vermutlich so übermächtig, dass ich keine Partnerin mehr finden würde, weil dann ja wirklich alles passen müsste. Und das gibt es nicht, denke ich und wird mir hier beim Forumlesen immer wieder deutlich.
Ich bin mit mir im reinen, und hab genügend Liebe in mir um sie jemanden zu geben, das ist mir persönlich wichtig.
 
  • #4
Ja, ich glaube an die wahre Liebe und ich lebe sie auch.

Bevor ich meinen jetzigen Mann kennengelernt habe, war ich viele Jahre Single und sehr glücklich. Es ist wichtig, dass man auch als Single ein erfülltes und positives Leben hat.

Meine früheren Beziehungen waren in Ordnung, aber ich habe nie diese richtige oder auch wahre Liebe gespürt. Ich war damals schon sehr berufsorientiert und selbständig mit eigenem Unternehmen und da kamen die Beziehungen dann etwas zu kurz.

Meine jetzige Partnerschaft ist das absolute Glück. Er ist der erste Mann, den ich wahrhaftig und vollkommen liebe und das auch spüre. Ich habe nie nach der Liebe gesucht und als ich ihn kennenlernte hatte ich keine Erwartungen und war völlig offen.

Wir haben uns zufällig über den Beruf kennengelernt und er wollte mich von Anfang an. Er sagte auch, er habe sich bereits im ersten Moment in mich verliebt. Ich habe mich darauf eingelassen und es ist die größte Erfüllung mit diesem wundervollen Menschen zusammen zu sein.

Ich habe für mich erkannt: Partnerschaften oder die wahre Liebe funktionieren dann, wenn man möglichst viele Gemeinsamkeiten und Lebenseinstellungen hat und auch wenig bis keine Altlasten.

Wir sind beide Unternehmer aus derselben Branche und arbeiten in unserer Selbständigkeit viel. Gerade hier zeigt sich ja, ob eine Partnerschaft funktioniert. Man nimmt sich dann in der Freizeit für seine Liebe besonders viel Zeit.

Bei uns gab es auch nie Spielchen, Rückzüge, das ganze emotionale Drama und Theater - wir haben vom ersten Tag immer Kontakt und sind auch sehr schnell zusammengekommen. Wenn es die wahre Liebe ist, gibt es keine Spielchen oder ein Hin und Her; man muss aber auch dafür bereit sein, sowohl emotional / seelisch und von der Verhaltensstruktur oder Persönlichkeit her.

Liebe hat sehr viel mit Verantwortung und Respekt zu tun. Wir sind so respektvoll und empathisch, dass wir auch nie streiten sondern Diskussionen auf einer wertfreien Ebene miteinander bewerkstelligen.

Ich gehe da sozialpsychologisch nach dem "similarity attraction"-Prinzip: je mehr Gemeinsamkeiten zwei Menschen haben, desto mehr Anziehung ist vorhanden und damit ein Potential für eine erfüllte Liebe.

Möglicherweise trifft man die wahre Liebe nur einmal im Leben und deshalb muss man auch bereit sein, sie zu pflegen, mitzuschwingen, respektvoll und offen zu sein, um gemeinsam ein erfülltes Leben aufzubauen.
 
  • #5
Was meinst du mit "wahrer Liebe"? Eine ideales Zweierkonstrukt, in dem es nie zu Problemen kommt, man sich gegenseitig unaufgefordert alle Wünsche erfüllt und man sein Leben lang mit ein und derselben Person glücklich ist, gibt es wohl nicht.
Ich denke, es ist Typsache. Wenn manche Liebe mit Arbeit definieren, mag das für diese vielleicht passen und stimmig sein, für mich persönlich aber nicht. Im Gegensatz dazu will ich aber auch keinen Mann, der sich mir komplett "unterordnet", sich stets meinen Wünschen fügt, keine eigenen Vorstellungen und keine Ecken und Kanten hat. Das hatte ich bisher 2x... Ich habe mit der Zeit den Respekt vor beiden Männern verloren.
Natürlich möchte man an die große wahre Liebe glauben. Aber wie sieht die aus? Wie erkennt man sie?
Wie groß müssen die Probleme sein, um eine Trennung für sinnvoll zu erachten?
Der österreichische Autor Thomas Sautner schreibt, das Geheimnis der wahren Liebe liegt darin, sich einfach nicht zu trennen.
Den Gedanken finde ich momentan ganz passend für mich, er entfernt sich von der romantischen Vorstellung von der Liebe und orientiert sich eher an Werten wie Loyalität und Treue (zumindest in langfristiger Hinsicht).

Beim letzten Mal, als ich Verliebtheit für jemanden empfunden hab, sprachen wir darüber, gemeinsam eine schöne Wohnung zu nehmen. Ich stellte es mir so schön vor, jeden Morgen gemeinsam aufzuwachen, ihn im Alltag kennenzulernen und mit ihm mein Leben zu teilen. Er aber sprach nur vom finanziellen Vorteil und von einer Win-Win Situation.
Das gab meiner romantischen Vorstellung von gegenseitiger Liebe einen ziemlichen Dämpfer.

Also nein, ich glaube inzwischen nicht mehr an die wahre Liebe. Ich glaube, es gibt Menschen, die die Vorstellung von Liebe idealisieren und romantisieren. Auf der Suche nach diesem Ideal gehen sie halbherzige Beziehungen ein, da die ja doch einige Vorteile für sie bieten und merken nicht, dass sie dadurch die Menschen, die sie gerne lieben würden, verletzen.
Oder aber sie bleiben alleine, warten und schmachten der großen Liebe nach und merken nicht, wie das Leben an ihnen ungenützt vorüberzieht.

In meinem Umfeld sind auch fast alle vergeben. Das sind v.a. die Leute, die eine eher pragmatische Vorstellung von der Liebe haben. Sie mögen sich, sie verstehen sich, beide wollen Haus und Kind, zack - verheiratet und glücklich. Denn warum denn auch nicht? Mit dem Menschen können sie ihr Leben so leben, wie sie es sich vorgestellt haben. Das reicht für die aus. Vielleicht ist es ja auch wirklich so einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Ich denke wahre Liebe stelle mir so vor, dass man angekommen ist und Frieden hat auch wenn es mal Probleme gibt . Dass man sich voreinander nicht schämen muss wegen seiner Unzülänglichkeiten und dass man die Schwächen des anderen ebenfalls in Liebe akzeptieren kann. Manchmal sagen amerikanische Freunde über ihre Frau : She makes my life so much better .” Das finde ich so schön.
 
  • #7
Ich habe soviele Bücher über die Liebe gelesen dass ich promovieren könnte . Praktisch habe ich aber so gut wie keine Erfahrungen mit Partnerschaft.
Dann wird das nichts mit der wissenschaftlichen Karriere😊
Dennoch habe ich diese Hoffnung in mir dass mich die wahre Liebe eines Tages finden wird .
Was soll das sein, diese „wahre“ Liebe? Gibt es dann auch „falsche“ Liebe? Kann sich das über die Zeit verändern? Ist das real oder nur ein theoretisches romantisches Konstrukt?
 
  • #8
Was ist denn for dich wahre Liebe@ Lebens_Lust?
Ich glaube Liebe wird so unterschiedlich definiert wie Menschen unterschiedlich sind und das ist auch gar nicht schlimm . Es gibt Menschen, die denken , es gibt nur den einen richtigen Partner, andere denken es gibt mehrere kompatible Partner und beides kann ich nachvollziehen . Dass Beziehung harte Arbeit sein kann glaube ich auch . Nichts Wertvolles ist einfach im Leben sondern braucht Einsatz . Oft lesen wir hier aber im Forum von Menschen , die denken die Liebe gefunden zu haben und alles hört sich furchtbar ungesund an . Das ist dann eher keine echte Liebe für mich . Ich merke bei meinen Freundinnen wie sie über ihren Partner sprechen ob sie ihn wirklich lieben oder nicht . Ich spüre einfach ob es liebevoll und begeistert klingt oder genervt und abwertend . Dass würden sie aber nie zugeben .
 
  • #9
Oder "unwahre Liebe"?

Verstehe ich nicht. Erklär erstmal was "wahre Liebe" für Dich ist und die Abgrenzung zu sonstigen Lieben. Dann kann man mit der Fragestellung was anfangen.

Ich konnte in jungen Jahren garkeine Liebe finden, weil ich sie als Kind nicht kennengelernt habe. Mir fehlte die gesamte Basis dafür - habe einfach irgendwas gemacht, wovon ich dachte, das müsste so sein mit männern, die halbwegs ok waren.
So kann echte Liebe nicht gehen und ging es demzufolge auch nicht.

Schmeiß die Bücher weg und lebe einfach dein Leben....
war ich viele Jahre Single und sehr glücklich. Es ist wichtig, dass man auch als Single ein erfülltes und positives Leben hat.
Ganz genau. Wenn der Partner nichts füllen muss, dann kann man keine Kompromisse beim Eingehen einer Partnerschaft machen - nur drauf einlassen, wenn es wirklich passt.

dass man angekommen ist und Frieden hat auch wenn es mal Probleme gibt . Dass man sich voreinander nicht schämen muss wegen seiner Unzülänglichkeiten und dass man die Schwächen des anderen ebenfalls in Liebe akzeptieren kann.
Siehe oben: findet sich in Form großer Passung, wenn man sich selber genügen kann und keine Angst vorm Verlust der Partnerschaft hat.

Manchmal sagen amerikanische Freunde über ihre Frau : She makes my life so much better .” Das finde ich so schön.
Wenn es stimmt und nicht eine dieser typisch amerikanisch-pathetischen aber meeistens leider inhaltsleeren Floskeln ist, dann ist es das, was ich für meinen Mann empfinde - gutes Leben geht auch ohne ihn, mit ihm ist es noch viel besser.
 
  • #10
Ich glaube die wahre Liebe findet man nicht im Gegenüber, sondern nur in sich selbst. Es ist die Fähigkeit, sich für die Liebe und für ein Wir zu entscheiden. Diese Fähigkeit nimmt man mit sich mit. Es macht das Gegenüber in gewisser Weise austauschbar, denn wenn man nicht fähig oder willens ist zu lieben, gibt es auch nicht den/die Eine/n.

Ich habe mich für die Liebe entschieden. Aber dies freiwillig und ohne Muss, denn ich wäre auch mit mir alleine glücklich gewesen.

W37
 
  • #11
Ich denke wahre Liebe stelle mir so vor, dass man angekommen ist und Frieden hat auch wenn es mal Probleme gibt . Dass man sich voreinander nicht schämen muss wegen seiner Unzülänglichkeiten und dass man die Schwächen des anderen ebenfalls in Liebe akzeptieren kann.
Ja, das sehe ich auch so! 🙂Man merkt es auch daran, dass man nicht mehr das Bedürfnis hat, sich nach anderen potentiellen Kandidaten umzuschauen!
Ja, die gibt es! Wenn beispielsweise eine Frau einem Mann vorgaukelt, er wäre ihre "wahre (große) Liebe", in Wirklichkeit aber hat sie ihn nur geheiratet, da er sich als Versorger gut eignet und alle ihre materiellen Bedürfnisse/Wünsche abdeckt... Dies gibt es aber auch im umgekehrten Fall!
 
  • #12
Ich kenne 2-3 Paare die in meiner Wahrnehmung die wahre Liebe leben. Es ist aber trotzdem nicht immer so romantisch und harmonisch wie wie in den Romanen. Auch diese Paare haben ihre Themen und durchleben Durststrecken. Sie gehen aber liebevoller und respektvoller damit um.
Viel öfter sehe ich aber Leid und Unzufriedenheit unter dem Deckmäntelchen der Liebe. Darauf verzichte ich!

Ob mir irgendwann vergönnt ist, die "wahre Liebe" zu finden weis ich nicht. Mittlerweile frage ich mich das aber immer seltener. Ich suche nicht mehr danach.

Sich arrangieren hat für mich übrigens mit Liebe nicht viel zu tun.
 
  • #13
Und gibt es Singles, die nach vielen Rückschlägen den Glauben an die Liebe verloren haben ?

Als ich meinen späteren Mann mit 17 kennenlernte und mit 19 geheiratet habe, habe ich daran geglaubt. Und tatsächlich geglaubt, dass es gleichermaßen gegenseitig ist und für immer sein könnte. Heute denke ich, dass diese Einschätzung vielleicht auch nur an mangelnder Erfahrung lag.

10 Jahre später sah das schon anders aus, denn er betrog mich, nach 15 Jahren habe ich mich getrennt, weil wir uns auch völlig auseinander entwickelt hatten.

Getrennt hatte ich mich dann auch von der überromantisierten Vorstellung von wahrer Liebe.

Bei einigen Männern, die ich später kennenlernte glaubte ich auch wieder, es sei wahre Liebe, aber letztlich habe ich rückblickend festgestellt, dass es meist nur eine Projektion meiner Wünsche war. Oft war es einfach nur eine sehr gute Wellenlänge und sexuelle Anziehung.

Ich denke es gibt viele liebenswerte Menschen auf der Welt, in die man sich verlieben kann. Es gibt nicht nur diesen 'einen.'

mMn wird dieses 'wahre Liebe Thema' oft auch einfach als Ausrede vor sich selbst benutzt, um moralisch zweifelhafte Beziehungen zu Personen aufzubauen, die eigentlich tabu sein sollten.
 
  • #14
Das habe ich früher auch immer gedacht. Allerdings frage ich mich was an wahrer Liebe Arbeit sein soll. Wenn man Liebe als Arbeit betrachtet kann man es meiner Meinung nach gleich bleiben lassen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man überhaupt nichts mehr machen soll. Als Arbeit betrachte ich wahre Liebe allerdings nicht.

Um deine Frage zu beantworten. Es gibt durchaus die wahre Liebe. Sie zu finden ist allerdings gar nicht mal so leicht. Der @INSPIRATIONMASTER wird wahrscheinlich schreiben, dass es wie ein Sechser im Lotto ist. Das ist vielleicht etwas übertrieben. Trotzdem ist es nicht leicht.
 
  • #15
@ Jochen
Wieso ist der Begriff „Arbeit“ für dich falsch ? Weil es sich unromantisch anhört ? Ich denke es ist damit gemeint dass es nicht immer leicht ist und das jeder sich bemühen muss und etwas für die Beziehung tun muss damit sie lebendig bleibt und man sich im Alltag nicht entfremdet . Dass man sich entgegen kommt , kompromissbereit ist und sich selbst zurück stellen kann .
 
  • #16
Was ist denn for dich wahre Liebe@ Lebens_Lust?
Ich habe die Frage nicht gestellt😊
Ich würde da keine Abwertungen vornehmen.
Ich glaube Liebe wird so unterschiedlich definiert wie Menschen unterschiedlich sind und das ist auch gar nicht schlimm .
Das macht aber Deine Frage dann irgendwie schlecht beantwortest. Ich bin überzeugt, dass es Liebe gibt und dass sie einem mehrfach im Leben begegnen kann.

Eine Beziehung kann anstrengend sein oder problemlos, aber ich denke, das ist wieder eine andere Frage, die mit „wahrer Liebe“ nicht zusammenhängt.
Für mich ist „wahre Liebe“ ein Konstrukt, mit dem manche Menschen sich eine problemlose romantische Idealbeziehung herbeiträumen.

Ja, die gibt es! Wenn beispielsweise eine Frau einem Mann vorgaukelt, er wäre ihre "wahre (große) Liebe", in Wirklichkeit aber hat sie ihn nur geheiratet, da er sich als Versorger gut eignet und alle ihre materiellen Bedürfnisse/Wünsche abdeckt... Dies gibt es aber auch im umgekehrten Fall!
Danach wäre „wahre Liebe“ dann einfach „ehrliche“ Liebe?
 
  • #17
Ich glaube die wahre Liebe findet man nicht im Gegenüber, sondern nur in sich selbst. Es ist die Fähigkeit, sich für die Liebe und für ein Wir zu entscheiden. Diese Fähigkeit nimmt man mit sich mit. Es macht das Gegenüber in gewisser Weise austauschbar, denn wenn man nicht fähig oder willens ist zu lieben, gibt es auch nicht den/die Eine/n.

Ich habe mich für die Liebe entschieden. Aber dies freiwillig und ohne Muss, denn ich wäre auch mit mir alleine glücklich gewesen.

W37
Dieses Konstrukt verstehe ich nicht. Ich war alleine überhaupt nicht glücklich. Ich liebe auch nicht einfach so alles und jeden, das widerspricht meinem Charakter komplett und das verstehe ich auch nicht. Ich mag wenige Menschen. Mit meinem Mann fühle ich mich ganz, nichtmehr traurig, angekommen. Gehalten.
 
  • #18
@ Jochen
Wieso ist der Begriff „Arbeit“ für dich falsch ? Weil es sich unromantisch anhört ?
Das hört sich für mich so an, dass ich mir Mühe gebe um vom dem anderen geliebt zu werden. Also so als würde man sich die Liebe erkaufen. Jeder will doch so geliebt werden wie er ist und nicht, dass er sich erstmal verbiegen muss. Ich habe ja nicht behauptet, dass man sich überhaupt keine Mühe geben soll. Allerdings will ich mich nicht verbiegen um geliebt zu werden. Man geht doch im Normalfall eine Beziehung mit jemandem ein, da man ihn so liebt wie er ist.
 
  • #19
Wahre Liebe bedeutet für mich bedingungslose Liebe. Allerdings muss man sich dafür erstmal selbst lieben.
Diese bedingungslose Liebe gibt es m.M.n. höchstens zw. Eltern und Kind. aber auch da gibt es "heimlich" Bedingungen. Vllt auch noch zw. Mensch und Tier - wobei da der Mensch auch wieder ne Bedingung an seine Liebe knüpft: sei mir ein treuer Freund z.B..
 

Laleila

Cilia
  • #20
Das kommt darauf an, wie man wahre Liebe für sich definiert.
Ja, ich glaube an die wahrhaftige (ehrliche, andauernde) Liebe, weil ich sie erlebe.
Allerdings nicht als romantisches Konstrukt, wo die Liebe über einennherfällt und, egal ob man etwas dafür tut oder nicht, egal wie man sich verhält, ewig bestehen bleibt.

Für mich ist Liebe auch immer mit bewusste Entscheidung für jemanden. Ich entscheide mich dafür, einen Menschen loyal zu lieben, ich entscheide mich dafür in so anzunehmen wie er ist, ich entscheide mich dafür aktiv an der Beziehung zu "arbeiten", damit der Rahmen für diese Liebe stabil bleibt.

An einer Beziehung zu arbeiten bedeutet für mich nicht, mich zu verbiegen, aber es bedeutet Toleranz und Respekt auch vor dem Andersein des Partners. Es bedeutet, dass ich auf mich achten und meinem Partner Achtsamkeit entgegenbringen, es bedeutet auch, keine unschönen Gewohnheiten einziehen zu lassen, sondern die Zeit miteinander bewusst zu erleben, bewusst das Schöne, Wertvolle daran zu erkennen.
Und diese Beziehungsarbeit muss kein bisschen anstrengend sein.

Im Gegensatz zu z.B. @Moonlotus ist für mich nicht eine möglichst große Übereinstimmung der Interessen wesentlich, meiner Erfahrung nach, ist es viel wichtiger, dass die Werte und Bedürfnisse der Liebenden sich ergänzen.
 
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  • #21
Betrachten wir das mal rational:
Was ist wahre Liebe ?
Vermutlich sehr intensive Gefühle einer Person gegenüber. Es ist wie bei Yin und Yang, man findet halt das passende Stück zu sich ( unbewusst)
Hier kommt es darauf an, was für Bindungsfähigkeiten man als Kind erlernt hat. Hat man ein sicheres Bindungsverhalten hat man auch eher wahrscheinlich einen gut passenden Partner und eine hormonische Beziehung. Diese Beziehung sind dann auch die, die glücklich miteinander sind und ihre Liebe gefunden haben.
Hat man ein ambivalentes/vermeidendes Bindungsmuster hat man oftmals seeehr intensive Gefühle für Menschen mit denen man ungesunde Beziehungen führt ( Affären, toxische Beziehungen usw). Dadurch findet man die vermeintlich "wahre Liebe" unter der man dann aber leidet und somit keine glückliche Partnerschaft führt/ sich wieder auf die neue Suche nach Liebe begeben muss
 
  • #22
Die Antwort kennt nur der Master. Sein Fehler allerdings ist es, dass er nicht erkennt, dass seine Definition nur für ihn gilt und dennoch nicht perfekt ist.
Mir persönlich kommt es so vor, dass kein Wort jemals derart missbraucht wurde ...... man denke nur an die "Leiden des jungen Werther", die fürchterbare Musik zur Untermalung von "Liebe" im Film .......

Ich freue mich immer, dass es V gibt und dass sie bei mir ist. Mag prosaisch klingen - aber so ist es halt. So bin ich. Und V kann damit leben, sonst hätte sie mich nicht ausgesucht.
 
  • #23
Ich freue mich immer, dass es V gibt und dass sie bei mir ist. Mag prosaisch klingen - aber so ist es halt. So bin ich. Und V kann damit leben, sonst hätte sie mich nicht ausgesucht.
Das ist richtig gut von dir geschrieben. Das meinte ich auch damit. Du liebst sie so wie sie ist. Genauso hat sie dich so genommen wie du bist. Das ist auch genau der Grund warum für mich Liebe keine Arbeit ist. Natürlich soll man sich schon Mühe geben. Für mich bedeutet wahre Liebe auch, dass man jemanden so liebt wie er ist. Also auch mit seinen Fehlern.
 
  • #24
Selbstverständlich glaube ich an die wahre Liebe. Sicherlich gab es Momente wo ich daran gezweifelt habe aber letztendlich habe ich noch meine Eltern. Die haben mich geliebt auch wenn sie streng zu mir waren, war es mit Sicherheit aus Liebe. Ich möchte sie so in Erinnerung haben.
 
  • #25
Das hört sich für mich so an, dass ich mir Mühe gebe um vom dem anderen geliebt zu werden. Also so als würde man sich die Liebe erkaufen. Jeder will doch so geliebt werden wie er ist und nicht, dass er sich erstmal verbiegen muss.

Eigentlich ist es umgekehrt. Die "Arbeit" ist, den anderen mit seinen Macken zu lieben.
Und sich Zeit füreinander zu nehmen. Die Liebessprache des anderen kennen und sie zu benutzen, um ihm zu zeigen, dass er geliebt wird.

Für mich ist Liebe auch immer mit bewusste Entscheidung für jemanden. Ich entscheide mich dafür, einen Menschen loyal zu lieben, ich entscheide mich dafür in so anzunehmen wie er ist, ich entscheide mich dafür aktiv an der Beziehung zu "arbeiten", damit der Rahmen für diese Liebe stabil bleibt.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
 
  • #26
Eigentlich ist es umgekehrt. Die "Arbeit" ist, den anderen mit seinen Macken zu lieben.
Und sich Zeit füreinander zu nehmen. Die Liebessprache des anderen kennen und sie zu benutzen, um ihm zu zeigen, dass er geliebt wird.
Natürlich soll man dem anderen auch zeigen, dass man ihn liebt. Das bedeutet aber nicht Arbeit. Ich finde es auch schön, dass ich trotz meiner Fehler glücklich verheiratet bin. Zur wahren Liebe gehört auch, dass man es dem anderen zeigt, dass man ihn liebt. @Tom26 hat vor einiger Zeit mal einen Thread dazu erstellt. Da ging es um Liebesbeweise. Der @INSPIRATIONMASTER wird bestimmt sagen, dass man bei wahrer Liebe keinen Beweis braucht. Trotzdem will man es dem anderen doch zeigen, dass man ihn liebt.
 
  • #28
An den Traumprinzen auf dem Einhorn aus dem Märchen glaube ich nicht. An die einzig wahre Lebe auch nicht. Und dass die von alleine kommt auch nicht, sonst gäbe es ja kein online Dating. Denn wenn die große Liebe immer von alleine kommen würde, bräuchte ja niemand online Dating!

Vielmehr gibt es für jeden von uns mehrere potentiell passende Partner. Einen davon findet man und eine Beziehung heißt immer Geben und Nehmen. LG w32
 
  • #29
Hm, die Tatsache, dass der Begriff "wahre Liebe" so populär ist, legt die Vermutung nahe, dass es da draußen ganz viel unwahre oder falsche oder irgendwie ungenügende Liebe geben muss, oder? Normalerweise müsste es ja reichen, einfach nur von "Liebe" zu sprechen, sozusagen pur ohne Zusatz. Dass man sich genötigt sieht, die Wahrhaftigkeit der Liebe extra zu betonen oder überhaupt zwischen "wahrer" Liebe und anderer zu unterscheiden, wirft die Frage auf, ob Menschen den Begriff "Liebe" vielleicht oft inflationär und irgendwie unzutreffend gebrauchen, sodass er dadurch an Wert verliert und zweifelhaft wird.

Ich liebe meinen Partner und erfreue mich jeden Tag an ihm. Es ist wunderschön mit ihm und eine Steigerung kann ich mir nicht vorstellen. Ich hätte das jetzt einfach als Liebe bezeichnet. Davor habe ich schon einmal einen Mann geliebt, aber damals war ich ein anderer Mensch. Für mein jetziges Ich ist mein jetziger Partner der beste, den ich mir vorstellen kann. Um irgendwie zu betonen, dass er der beste von allen für mich ist, könnte ich in Bezug auf seine Person nun natürlich von "wahrer Liebe" sprechen. Allerdings beruht die Behauptung, er sei der beste von allen für mich, auf der Illusion, ich wäre immer die gleiche Person und ein roter Faden würde sich durch mein Leben ziehen, sodass es sich als Einheit betrachten lässt. Meine Liebe damals war nicht unwahr, sondern für mein damaliges Ich richtig und notwendig und gut, mein jetziger Partner hätte damals gar nicht zu mir gepasst, denn wir waren alle andere Menschen in anderen Lebensphasen, heute aber liebe ich ihn und morgen bestimmt auch. Vielleicht ist die wahre Liebe immer die aktuelle Liebe, die alle bisherigen überstrahlt und die Hoffnung in sich birgt, für immer zu halten. Oder kann aus heutiger Sicht auch eine nicht gelebte oder verflossene Liebe die wahre Liebe sein? Dann stellt sich ja die Frage, warum sie eben nicht (mehr) gelebt wird.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #30
Ich denke wahre Liebe stelle mir so vor, dass man angekommen ist und Frieden hat auch wenn es mal Probleme gibt . Dass man sich voreinander nicht schämen muss wegen seiner Unzülänglichkeiten und dass man die Schwächen des anderen ebenfalls in Liebe akzeptieren kann. Manchmal sagen amerikanische Freunde über ihre Frau : She makes my life so much better .” Das finde ich so schön.
So geht es mir mit meinem Partner jetzt. Arbeit ist die Beziehung auch bei Krisen nicht. Meine anderen zwei Beziehungen waren schwierig auf unterschiedliche Weise. Eine mit viel Liebe, aber ohne Passung; bei der anderen eher andersrum. Jetzt habe ich das erste Mal das Gefühl, ich bin angekommen und es passt einfach „wie A**** auf Eimer“ würde man ordinär sagen. Kann ich nicht anders erklären. Die Macken, an denen andere Partner sich störten, stören uns gegenseitig nicht oder wir haben die gleichen Eigenarten und verstehen das daher beim anderen. Er ist der erste Freund, der so empathisch spürt, was mir fehlt. Wir nerven uns in keinem Lockdown. Wir lachen jeden Tag zusammen. Ist einfach so, wie mir früher manchmal jemand erzählt hat, dass es sein kann. Da hab ich das nicht geglaubt.
W, 38
 
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