• #1

Glaubt ihr daran..?

So meine Frage:

1) Glaubt ihr, dass man 30,40 Jahre mit dem gleichen Partner glücklich sein kann? Zum Beispiel 40 Jahre monogam leben kann und beide glücklich sind und stets sexuell gesehen treu waren? Oder denkt ihr die Mehrheit von diesen langjährigen Beziehungen ging mal fremd oder hat die Beziehung gewissermassen geöffnet?

2) Denkt ihr, man kann 20 Jahre eine monogame Beziehung führen und sie dann für 2,3 Jahre öffnen (mit zum Beispiel gewissen Regeln) und sie dann wieder schliessen und wieder monogam leben? Ich habe eben schon mal davon gehört. Ein Paar hat nach x Jahren zusammenleben die Beziehung eine Zeit lang geöffnet und danach wieder geschlossen und lebt jetzt wieder so weiter.

3) Denkt ihr die meisten Leute bleiben (wenn sie solange zusammen sind) wirklich nur aus Gewohnheit, finanzieller Sicherheit oder der Angst vor dem Alleinsein zusammen? Nur ein paar Paare sind noch wirklich verbunden in Liebe und zufrieden?

4) Mein Eindruck: Bei meinen Freunden die alle ca. 24-30 Jahre alt sind sind sicher die Hälfte aller Elternpaare seit 25,30 Jahren zusammen. Viele sagen, bei ihren Eltern läuft es so lala. Oder auch nicht gut. Aber viele sagen auch, ihre Eltern sind seit +/- 30 Jahren glücklich zusammen und hatten auch keine Betrügereien etc. Sie meinen aber, ihre Eltern passen super zusammen, haben sehr viel Respekt und eine sehr gute Kommunikation und sich gleich entwickelt. Was ist euer Eindruck? Was nehmt ihr wahr?

Warum ich das frage? Ich bin 25, mich interessieren allerlei Meinungen, was der Eindruck der Leute ist etc.

Diese Frage ist eine reine Neugiersfrage meinerseits.
 
  • #2
1) Glaubt ihr, dass man 30,40 Jahre mit dem gleichen Partner glücklich sein kann?
Also in meiner Familie mütterlicherseits haben sich beginnend mit meiner Urgroßmutter alle Frauen scheiden lassen, ja, und betrogen wurde da auch ordentlich in alle möglichen Richtungen, da könnte ich viele Geschichten erzählen. Väterlicherseits haben die Ehen (abgesehen von der meines Vaters) zwar bis zum Tod gehalten, doch sind die Männer fremdgegangen. Auch da könnte ich viele Geschichten erzählen.

Trotzdem denke ich, dass es möglich ist, 40 Jahre monogam zu leben und glücklich zu sein, es müssen halt beide gut zueinander passen und sich gleichzeitig passend weiterentwickeln. Und vermutlich ist es auch vorteilhaft, wenn der Sextrieb nicht zu ausgeprägt ist bzw. es da kein Ungleichgewicht gibt, und wenn beide nicht nur ein Paar, sondern auch beste Freunde sind und sehr viele gemeinsame Interessen und Themen haben, sodass sie, wenn es in einem Bereich zu Unstimmigkeiten kommt, trotzdem noch viele andere gut funktionierende Ebenen haben.

Im engeren Bekanntenkreis habe ich ein Paar, das demnächst den 50zigsten Hochzeitstag feiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die einander immer treu waren, allerdings bin ich mir auch recht sicher, dass sie nicht unbedingt das aufregendste Sexleben hatten. Ich glaube sogar, dass sie momentan gar keinen Sex mehr haben. Sie haben sich als junges Paar kennengelernt und früh geheiratet; die Frau hatte keine anderen Männer zuvor und somit keinen Vergleich, beim Mann weiß ich nicht, vielleicht er auch nicht, sie sind auch religiös und haben sich in der Kirche kennengelernt damals. Und dann haben sie mehrere Kinder bekommen, ein Haus gebaut, jetzt kümmern sie sich um die Enkelkinder -- ein perfektes, gutbürgerliches Leben. Ich merke, dass in dieser braven Familie nicht so viel über Sexualität gesprochen wird, die reden nur über Kuchen, Garten und Kinder. Ich meine, von meiner Mutter kenne ich diverse amüsante Geschichten über ihre Jugendbeziehungen, welcher Mann einen zu kleinen Penis hatte und welcher ein Andreaskreuz im Schlafzimmer, solche Gedanken haben die dagegen sich, glaube ich, niemals gemacht, jedenfalls wirkt es nicht so. Ich könnte mir vorstellen, dass für dich und viele andere junge Frauen unserer Generation der Gedanke evtl. etwas beklemmend ist, niemals wieder was anderes zu erleben, eben weil es heute so vieles gibt, was man ausprobieren kann, verschiedene Körper und Techniken, lesbische Erfahrung, Tantra, Dreier, irgendwelche Fetische ... Ich bin mir, so wie ich sie kenne und einschätze, ziemlich sicher, dass dieses Ehepaar, von dem ich spreche, sich nicht so wild ausgetobt und herumexperimentiert hat, sie mögen sich und haben ja auch Kinder bekommen, aber ich glaube, dass Sexualität insgesamt keine so große Rolle in ihrem Leben und ihrer Beziehung gespielt hat, und klar, dann wird sie natürlich auch zu keinem Problem.
w26
 
  • #3
1) Glaubt ihr, dass man 30,40 Jahre mit dem gleichen Partner glücklich sein kann?
Ja.
Zum Beispiel 40 Jahre monogam leben kann und beide glücklich sind und stets sexuell gesehen treu waren? Oder denkt ihr die Mehrheit…
Völlig andere Frage. Ein ordentlicher Teil geht in 40 Jahren vermutlich irgendwann mal fremd. Es gibt beides, kein entweder-oder. Ich finde das zum Teil aber überdramatisiert.
2) Denkt ihr, man kann 20 Jahre eine monogame Beziehung führen und sie dann für 2,3 Jahre öffnen (mit zum Beispiel gewissen Regeln) und sie dann wieder schliessen und wieder monogam leben?
Habe ich noch nie gehört. Ich habe eher gehört, dass einer von beiden fremd ging und die Beziehung daran nicht gescheitert ist. Ich will (vereinzeltem) Fremdgehen nicht das Wort reden, aber würde es auch nicht überbewerten. Die Frage ist immer, ob sexuelle Abwechslung oder grundlegende Probleme der Beziehung dahinter stecken.

Viele sagen, bei ihren Eltern läuft es so lala. Oder auch nicht gut. Aber viele sagen auch, ihre Eltern sind seit +/- 30 Jahren glücklich
Es gibt beides. Statistik nützt auch nichts.

Der Schlüssel ist Partnerwahl und Toleranz, wenn es auch mal nicht perfekt läuft. Eine Beziehung mit nur guten Tagen halte ich für unrealistisch. Schwankungen sind normal. Aber sie sollten eben nicht zu extrem sein.
Wenn Du hier im Forum die Fragen zu den sicher meist eher unglücklichen Beziehungen liest, dann rollen sich mir oft die Fußnägel auf, was man sich für Partner auswählt ind bei wem man dann trotz fehlender Passung bleibt. Ich finde dann Fremdgehen und Scheitern irgendwann logisch.
 
  • #4
Auf solche Fragen antworte ich gern: Es gibt nichts, was es nicht gibt und nichts menschliches ist mir fremd. Irgendwo auf diesem Planeten wird es wohl etwas geben, was wir uns selbst nicht vorstellen können, aber trotzdem existiert. 🤷‍♀️
 
  • #5
1) Glaubt ihr, dass man 30,40 Jahre mit dem gleichen Partner glücklich sein kann?
Ja, hab ich einige in der Umgebung. Meine Eltern, Patentante, Freunde meiner Eltern.. in meinem Umgebung sind viel weniger Leute geschieden als glücklich aussehend (bei manchen weiß man es ja nicht). Bei meinem Freund sieht das ganz anders aus. Ich weiß nicht, ob das da Umfeld ist. Meine Eltern haben erst spät zueinander gefunden (mit 30), viele andere der zufriedenen Paare auch erst so, nicht schon mit 20 geheiratet und Kinder bekommen. Ich überlege, ob man dann in dem Alter einfach schon mehr weiß, was für einen Partner man möchte. Und man verändert sich auch nicht mehr so stark wie in den 20ern.
Auch die meisten Eltern meiner Freunde wirken glücklich, teilweise noch wie frisch verliebt und hängen sehr aneinander. Daher glaube ich nicht nur, dass das sein kann, sondern weiß es. Was aber nicht heißt, dass das für alle zutrifft oder den Großteil der Menschheit.
Fremdgehen kann wohl aber auch mal vorkommen, muss aber nicht das Ende bedeuten. Ich denke, in 40 Jahren wird es immer schwere Zeiten und auch mal Krisen geben, darauf richte ich mich eher ein als darauf, dass immer alles rosarot sein muss.
2) Denkt ihr, man kann 20 Jahre eine monogame Beziehung führen und sie dann für 2,3 Jahre öffnen
Gibt es sicher auch. Kenn ich jetzt nicht. Die Gefahr ist wohl immer dabei, dass das dann auseinandergeht. Wenn man schon den Kick außerhalb der Beziehung sucht, verliebt man sich dann vielleicht auch schnell mal in jemand anderen, weil man sich ja schon bewusst ausgiebig umschaut. Aber möglich, sicher.
3) Denkt ihr die meisten Leute bleiben (wenn sie solange zusammen sind) wirklich nur aus Gewohnheit, finanzieller Sicherheit oder der Angst vor dem Alleinsein zusammen? Nur ein paar Paare sind noch wirklich verbunden in Liebe und zufrieden?
Nicht in meinem Umfeld, z.B. bei meinen Eltern und deren Freunden. Da ist aber die Verteilung noch wie im Osten, d.h. Frauen haben auch gearbeitet und sind eben nicht finanziell abhängig. Wäre daher für mich auch immer wichtig. Ich fände es schlimm, als Frau nur beim Mann bleiben zu müssen, weil ich nur Hausfrau gewesen bin. Selbst Geld verdienen bewahrt mich vor solchen Fallen ein bisschen mehr.
Siehe oben.

w, 38
 
  • #6
Ich habe eben gelesen (und sorry ja es sind wieder so viele Zahlen), dass nach 5 Jahren Beziehung der Anteil an Paaren, die nur noch alle paar Monate bis gar nie Sex hatten, bei 19 Prozent liegt. In über zehnjährigen Beziehungen bei 26 Prozent und ab 20 Jahren Beziehungsdauer sogar bei 35 Prozent.

Das sind ja recht hohe Zahlen...bei 20 Jahren gut 3/10 Paaren. Also jede 3. Partnerschaft. Der Grossteil hat zwar immer noch Sexualität, aber man erkennt daran definitiv, dass es nicht so gut läuft.

Und wenn @Inanna* in ihrer Familie so viel mit Betrug zu tun hatte (also nicht sie selber aber in ihrer Familie gab es das), dann ist es halt eine gute Frage mal zu fragen was uns wirklich wichtig ist und warum das so ist. Deshalb habe ich auch die Frage gestellt.

Ich habe ja schon den anderen Thread gemacht. Mit Dreier. Eine Frau meinte, alle Männer die einen Dreier hatten, haben dann heimlich mit ihr Kontakt gesucht. Das ist mega mies!

Ich bin mir derzeit eben gar nicht mehr sicher, was mir wirklich wichtig ist und was eine Partnerschaft für mich ausmacht. Ich versuche, Antworten zu finden (vielleicht geht das länger!). Ich habe mir überlegt...warum mir die sexuelle Treue bis anhin immer so immens wichtig war. Ich denke, bei mir ist ein relativ grosser Teil auch von der Gesellschaft und auch, damit ich einzigartig bleibe. Aber ich habe mir dann weiter überlegt, ob diese Einzigartigskeits-Definition nicht auch Egoismus ist und ob es wirklich nicht eher Besitzdenken inkl. Eifersucht ist. Das wovor eben die Paartherapeuten warnen, der Schmerz im Herz da wir etwas Besonderes, Exklusives sein wollen.

Und ich hatte mal einen Mann am Telefon, der meinte, er kenne ein Paar, dass so circa 20 Jahre zusammen ist. Dieses Paar hat eine monogame Beziehung gelebt. Irgendwann haben sie die Beziehung geöffnet (wie genau weiss ich nicht). Und später nach 1,2, Jahren haben sie die Beziehung wieder geschlossen und leben wieder monogam weiter.

Diese letzte Variante hat mich aufhorchen lassen. Es ist eine Kombination aus monogamer und offener Beziehung. Es ist schade, wenn niemand dazu berichten kann.
 
  • #7
Ich bin mir derzeit eben gar nicht mehr sicher, was mir wirklich wichtig ist und was eine Partnerschaft für mich ausmacht. Ich versuche, Antworten zu finden (vielleicht geht das länger!)
Ich glaube nicht, dass du auf theoretische Art und Weise für dich selbst Antworten finden kannst. Selbst wenn 99% aller Leute etwas so und so tun, bedeutet das ja nicht, dass du das auch so machen musst. Ich habe das Gefühl, du verbeißt dich so extrem in das Treue-Thema, dabei bis du doch erst recht am Anfang einer Beziehung? Auch wenn Ehepaare das nach 20 Jahren meinetwegen so gemacht haben - an dem Punkt bist du doch noch lange nicht? Ihr hattet doch schon andere Streitpunkte, wegen deinem Nebenjob und so weiter. Ich denke, du legst da viel zu viel Gewicht auf Sex, Fremdgehen, offene Beziehung. Es gibt tausend andere Punkte, wegen denen eine Beziehung scheitern kann oder gut funktionieren. Wenn nach vielen Jahren beide Partner älter sind und weniger Lust auf Sex haben, kann die Beziehung trotzdem besser sein als wenn sie jeden Tag Sex haben, dafür aber andere Probleme (ich kannte so ein Paar, fünf Jahre zusammen, jeden Tag, aber glücklich überhaupt gar nicht...). Das Treue-Thema hatten wir hier ja nun zu Genüge schon durchgekaut. Offensichtlich wollen eben die meisten keine offene Beziehung haben. Mir scheint, du möchtest gern, dass alle diese Idee großartig finden, um dir Zweifel daran zu nehmen. Für die meisten ist es aber eben nichts. Ich hab hier schon oft geschrieben, dass Eifersucht einfach biologisch tief verankerte Gründe hat, d.h. es macht evolutionär viel Sinn, selbst fremdzugehen, aber eben nicht, dass der andere das tut. Das ist nicht fair oder logisch, aber die wenigsten werden eben einfach sagen können, sie lassen dem anderen sexuell freie Wahl. Vieles in einer Gesellschaft kommt ja aus biologisch verankerten Verhaltensweisen; die Gesellschaft denkt sich meist ja nicht einfach was aus aus dem Blauen heraus.
Und ich kenne auch keine Studie, die sagt, dass offene Beziehungen besser laufen. Wahrscheinlich auch nicht schlechter. Sie sind eben anders, können aber genauso scheitern. Es fallen Punkte weg, die Probleme machen können, dafür kommen andere dazu.
Warum dieser extreme Fokus auf die Sexualität in einer Beziehung? Was ist mit anderen Sachen, die was ausmachen; bessere Kommunikation, geistige Passung, gleiche Ziele?
Wenn du es gern ausprobieren willst, dann mach doch einfach? Du wirst ja sehen, ob es was für dich (und deinen Freund ist) oder nicht und wenn es schiefgeht, dann hast du danach was für dich selbst draus gelernt.
 
  • #8
Ich glaube nicht, dass du auf theoretische Art und Weise für dich selbst Antworten finden kannst. Selbst wenn 99% aller Leute etwas so und so tun, bedeutet das ja nicht, dass du das auch so machen musst. Ich habe das Gefühl, du verbeißt dich so extrem in das Treue-Thema, dabei bis du doch erst recht am Anfang einer Beziehung? Auch wenn Ehepaare das nach 20 Jahren meinetwegen so gemacht haben - an dem Punkt bist du doch noch lange nicht? Ihr hattet doch schon andere Streitpunkte, wegen deinem Nebenjob und so weiter. Ich denke, du legst da viel zu viel Gewicht auf Sex, Fremdgehen, offene Beziehung. Es gibt tausend andere Punkte, wegen denen eine Beziehung scheitern kann oder gut funktionieren. Wenn nach vielen Jahren beide Partner älter sind und weniger Lust auf Sex haben, kann die Beziehung trotzdem besser sein als wenn sie jeden Tag Sex haben, dafür aber andere Probleme (ich kannte so ein Paar, fünf Jahre zusammen, jeden Tag, aber glücklich überhaupt gar nicht...). Das Treue-Thema hatten wir hier ja nun zu Genüge schon durchgekaut. Offensichtlich wollen eben die meisten keine offene Beziehung haben. Mir scheint, du möchtest gern, dass alle diese Idee großartig finden, um dir Zweifel daran zu nehmen. Für die meisten ist es aber eben nichts. Ich hab hier schon oft geschrieben, dass Eifersucht einfach biologisch tief verankerte Gründe hat, d.h. es macht evolutionär viel Sinn, selbst fremdzugehen, aber eben nicht, dass der andere das tut. Das ist nicht fair oder logisch, aber die wenigsten werden eben einfach sagen können, sie lassen dem anderen sexuell freie Wahl. Vieles in einer Gesellschaft kommt ja aus biologisch verankerten Verhaltensweisen; die Gesellschaft denkt sich meist ja nicht einfach was aus aus dem Blauen heraus.
Und ich kenne auch keine Studie, die sagt, dass offene Beziehungen besser laufen. Wahrscheinlich auch nicht schlechter. Sie sind eben anders, können aber genauso scheitern. Es fallen Punkte weg, die Probleme machen können, dafür kommen andere dazu.
Warum dieser extreme Fokus auf die Sexualität in einer Beziehung? Was ist mit anderen Sachen, die was ausmachen; bessere Kommunikation, geistige Passung, gleiche Ziele?
Wenn du es gern ausprobieren willst, dann mach doch einfach? Du wirst ja sehen, ob es was für dich (und deinen Freund ist) oder nicht und wenn es schiefgeht, dann hast du danach was für dich selbst draus gelernt.
Da hast du sehr Recht. Ich habe gedacht, ich muss unbedingt Antworten finden, was mir wirklich wichtig ist. Es ist das 1. Mal, das ich mich selber so hinterfrage. Ich habe mir vorher all diese Frage nie gestellt.
 
  • #9
Auf solche Fragen antworte ich gern: Es gibt nichts, was es nicht gibt und nichts menschliches ist mir fremd. Irgendwo auf diesem Planeten wird es wohl etwas geben, was wir uns selbst nicht vorstellen können, aber trotzdem existiert. 🤷‍♀️
Schließe mich an.
Es ist alles möglich.
Ich habe mein Radar, lebe wie ich es will, was andere denken, machen, warum, wieso ist manchmal interessant, für mich nicht relevant.
 
  • #10
Der beste Freund meines Vaters ist seit ca. 35 Jahren verheiratet. Wir waren mit ihnen zusammen in Rio de Janeiro, vor 3 Jahren. Er und seine Frau haben noch Händchen gehalten, sich geküsst, wirkten verliebt und nicht gross anders als ein Paar das 5, 10 Jahre zusammen ist.

Sie haben auch Probleme...mal wegen Geld, mal hatte der Mann Hodenkrebs oder auch Unstimmigkeiten wegen Ferien. Im Grossen und Ganzen wirken sie aber wirklich glücklich. Ich weiss nicht was alles vorgefallen ist, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie beide einander immer treu waren und die Sexualität auch jetzt noch pflegen.

Ich hatte gestern eine ca. 45-50 jährige Frau am Telefon. Sie meinte, es gibt alles. Aber sie kennt vor allem Leute, die 15,20 Jahre lang treu und glücklich sind. Bei den Leuten die 30 Jahre oder so zusammen sind, meint sie, kann sie es nur schwierig beurteilen. Das ist bei mir auch so. Ich habe wirklich 0.0 Ahnung was genau überall jemals vorgefallen ist. Aber sie meinte, oft gehen die Männer irgendwann mal fremd. Sie sagt, Frauen gehen auch fremd. Aber sie meinte, die Männer gehen immer noch (prozentual gesehen) öfters fremd...wahrscheinlich hat sie hier eine falsche Wahrnehmung. Es muss ziemlich ausgeglichen sein.
 
  • #11
Ich versuche, Antworten zu finden (vielleicht geht das länger!).
Ich glaube nicht, dass Du mit Deiner Herangehensweise die Antworten findet und auch nicht mit den komischen Statistiken, die Du immer zum Erkenntnisgewinn heranziehen willst.
Ich habe Dir das schonmal gesagt: es kann keine brauchbaren Statistiken zum Sexualverhalten geben, weil dazu zuviel gelogen wird - in alle Richtunge . Eine vergleichende Feldstudie, um die Verzerrungen zu finden und rauszurechnen kanst Du nicht durchführen. Gib diesen Ansatz auf, er verwirrt Dich nur.

Die Antwort, wie Du leben willst findest Du durch ausprobieren, durch scheitern und daraus lernen.
Wenn Du richtig klug bist, dann kannst Du aus Scheitern und Selbstrefexion ableiten, welche Varianten Du wegen Symptomverwandtschaft nicht ausprobieren musst.

Wenn Du nicht Jahre Deines Lebens damit vertun willst, alle denkbaren Varianten auszuprobieren (was ja auch viel Psychoelend verursachen kann), dann lebst Du einfach etwas was Du grad willst (Monogamie) solange Du damit zufrieden bist.

Hast Du neue Bedürfnisse (3er, Beziehung auf Zeit öffnen), dann lebst Du die Variante und lässt Dich halt überraschen, was passiert.
In dem Moment, wo ein Dritter hinzutritt, hast Du die Dinge nicht mehr in der Hand, es entsteht eine neue Dynamik, die sich durch Regeln nicht einbremsen lässt und musst mit dem leben was passiert, z.B. dass Dein Partner die Beziehung nicht mehr schließen will oder er das Mädel aus dem Dreier besser findet als Dich und mit ihr allein weitermacht. Oder Du mit dem Anderen
No risk, no fun.

Diese letzte Variante hat mich aufhorchen lassen. Es ist eine Kombination aus monogamer und offener Beziehung. Es ist schade, wenn niemand dazu berichten kann.
Vermutlich, weil es so selten funktioniert und dann nicht als Scheitern der Öffnung erlebt wird, sondern als Beziehungsende.
Solange Du so viele Gelüste nach allem Möglichen ausprobieren hat, mach das doch einfach, statt Dich auf eine 2er-Beziehung festzulegen und daran rumzuschrauben.

Du musst halt auf das Zeitfenster als Frau gucken. Mit zunehmendem Alter verlierst Du bestimmte Optionen. Also weniger nachdenken, grübeln, Zeit verplempern sondern einfach mal anfangen und gucken was passiert: was funktioniert mit wem und dann rausfinden, was sind denn tatsächlich meine Bedürfnisse.
Mach
- mit Deinem Freund die 3er-Varianten, die Du willst und guck was passiert
- öffne die Beziehung und guck, ob Du sie wieder geschlossen bekommst

Wenn nicht, dann hast Du genug Spannung durch neue Partnersuche - noch mehr Lebenserfahrung, denn die sammelt man nicht im stillen Kämmerchen.
 
  • #12
Es ist das 1. Mal, das ich mich selber so hinterfrage. Ich habe mir vorher all diese Frage nie gestellt.
Setz da an. Warum? Bist Du unzufrieden? Hast Du Angst was zu verpassen, weil Du überall liest, was andere so erleben? Woher kommt das? Dort findest Du auch den weg zu den Antworten.

Ich bin geistig etwas stumpf: was mich nicht interessiert/mir kein Bedürfnis ist, damit befasse ich mich garnicht. Das ist ein wirklich leichtes Leben.

Mein Exmann hatte mal geäußert, er hätte gern einen 3er mit mir und meiner besten Freundin. Ich habe mich gefragt und dann auch ihn, wie er denn auf die Idee kommt, dass eine von uns das wollte, geschweige denn beide.
Meine Freundin hat vom Kopfschütteln fast ein Schleudertrauma bekommen.
 
  • #13
Man entwickelt sich im Laufe des Lebens. Das was für uns heute unvorstellbar ist, kann in 30 Jahren zum Alltag werden. Heute würde ich wahrscheinlich das Fremdgehen nicht verzeihen, aber wie ich dazu in 20 Jahren stehen werde, weiß keiner. Vielleicht öffne ich von mir aus meine Beziehung?

Ich würde mir an deiner Stelle nicht so viele Gedanken machen. Die Garantie, ob dir jemand (oder Du jemandem) treu bleibst, wirst nicht haben. Du machst dir im Vorfeld zu viele Gedanken, ich habe das Gefühl, dass du permanent am Hut bist, etwas schlimmes abzuwenden. Deswegen diese Analyse, wie viele, wann und Warum einer fremdgeht. Dabei wirst du vielleicht du selber sein, die mal fremdgeht.

Ich würde mich an deiner Stelle mit solchen Themen nicht all zu sehr befassen, das macht einen doch irgendwann verrückt.

Es gibt Menschen, die Abwechslung brauchen, andere schätzen Monogamie. Manche sind sexuell sehr aktiv, andere weniger. Manche halten sehr an der Partnerschaft , auch wenn sie nicht so gut läuft, andere trennen sich.
Die Kunst ist, jemanden zu finden, der ähnlich tickt, was aber auch keine Garantie ist, da man sich im verschiedene Richtungen weiterentwickeln kann.
 
  • #14
Ich habe eben gelesen (und sorry ja es sind wieder so viele Zahlen), dass nach 5 Jahren Beziehung der Anteil an Paaren, die nur noch alle paar Monate bis gar nie Sex hatten, bei 19 Prozent liegt. In über zehnjährigen Beziehungen bei 26 Prozent und ab 20 Jahren Beziehungsdauer sogar bei 35 Prozent.
Du liest zu viele Statistiken und versuchst dann, irgend etwas relevantes daraus abzuleiten.

Bei der berechtigten Frage nach:
Ich bin mir derzeit eben gar nicht mehr sicher, was mir wirklich wichtig ist und was eine Partnerschaft für mich ausmacht.
ist das wenig hilfreich. Du musst für Dich den richtigen Weg finden.
Und ich hatte mal einen Mann am Telefon, der meinte, er kenne ein Paar, dass so circa 20 Jahre zusammen ist. Dieses Paar hat eine monogame Beziehung gelebt. Irgendwann haben sie die Beziehung geöffnet (wie genau weiss ich nicht). Und später nach 1,2, Jahren haben sie die Beziehung wieder geschlossen und leben wieder monogam weiter.

Diese letzte Variante hat mich aufhorchen lassen. Es ist eine Kombination aus monogamer und offener Beziehung. Es ist schade, wenn niemand dazu berichten kann.
Ich halte diese Variante für relativ gefährlich. Die Gefahr ist konkret, dass man das nicht mehr geschlossen bekommt. Fremdgehen halte ich dagegen für "harmloser", gerade wenn es nicht rauskommt, (natürlich nur in der Relation).
 
  • #15
Zu 1)
Ich für mich oder für uns kann das definitiv bejahen. Ich sehe das gar keine schwierigkeit.
Dass das viele nicht hinbekommen ist natürlich auch richtig. Aber unmöglich ist das nicht. Ich kann für mich absolut ausschließen je mit einer anderen Frau intim zu werden.

Zu 2) Es gibt sicher nichts was es nicht gibt. Aber der Prozentsatz derer die sowas versuchen und es gelingt, dürft recht klein sein.
Für mich wäre das unvorstellbar und auch nicht erstrebenswert.

Zu 3) Das gibt es sicher zuhauf. Aber sicher fällt das ganz vielen irgendwann auf die Füße, irgendwer mach in der Beziehung dann einen unverzeihlichen Fehler und dann wird die ach so unmögliche Trennung plötzlich doch wahr.

Zu 4) Bin ein Scheidungskind, also hat da wohl nicht alles gepasst.
 
  • #16
Ich habe eben gelesen (und sorry ja es sind wieder so viele Zahlen), dass nach 5 Jahren Beziehung der Anteil an Paaren, die nur noch alle paar Monate bis gar nie Sex hatten, bei 19 Prozent liegt. In über zehnjährigen Beziehungen bei 26 Prozent und ab 20 Jahren Beziehungsdauer sogar bei 35 Prozent.

Das sind ja recht hohe Zahlen...bei 20 Jahren gut 3/10 Paaren. Also jede 3. Partnerschaft. Der Grossteil hat zwar immer noch Sexualität, aber man erkennt daran definitiv, dass es nicht so gut läuft.
Naja, das sagt ja erstmal noch nichts über die Güte Der Beziehung aus.
Klar ist es nicht das gängige und meist ist auch mindestens ein Teil unzufrieden. Aber auch das ist nicht Absolut und kein definitives Anzeichen für eine nicht mehr laufende Beziehung.
Wir haben auch nur alle paar Monate Sex, hatten auch schon öfter mehr als ein Jahr keinen Sex. Dennoch ist unsere Ehe absolut Top.
Sicher ist fehlender Sex meist kein gutes Zeichen aber eben auch nicht immer.
 
  • #17
Glaubt ihr, dass man 30,40 Jahre mit dem gleichen Partner glücklich sein kann? Zum Beispiel 40 Jahre monogam leben kann und beide glücklich sind und stets sexuell gesehen treu waren? Oder denkt ihr die Mehrheit von diesen langjährigen Beziehungen ging mal fremd oder hat die Beziehung gewissermassen geöffnet?
Diese Frage kann man so nicht global beantworten, denn es gibt wenige Paare, die echt gut zusammen passen, harmonieren, mit den inneren Werten, Charakter, etc.pp.,100% gegenseitiges Vertrauen, sich beidseitig, gleichermaßen echt und wahr lieben, glücklich sind, und in der Sache sich sehr gut unterstützend verstehen. Offen, aufrichtig und authentisch in allen Themen direkt mit Respekt zu kommunizieren. Diese Paare halten zusammen und halten. Da gibt es auch nicht den Wunsch fremdzugehen oder die Beziehung zu öffnen, davon bin ich 100% überzeugt! Es geht in einer Liebes-Beziehung ausschließlich um Vertrauen, jede Beziehung bricht, wenn dieses wichtige Gut und "kostbarste Kapital Vertrauen" mißbraucht wird! Punkt! Solange das Vertrauen zu 100% beidseitig vorhanden ist, solange wird ein fremdgehen nicht möglich sein! Eine Beziehung zu öffnen und dann wieder zu schließen, wird es bei mir niemals geben können, dann lieber gleich die Trennung!
Das Haupt-Problem dabei ist, dass die Partnerauswahl nach Kriterien gemacht werden, die diese Eigenschaften nicht erfüllen, sie werden lediglich und meist ausschließlich, nach Optik und Status ausgesucht! Die größte Schwierigkeit, mit sehr großem Aufwand verbunden, ist also, den passenden und richtigen Partner auszuerwählen, der in wichtigen Bereichen kompatibel ist!
Sie meinen aber, ihre Eltern passen super zusammen, haben sehr viel Respekt und eine sehr gute Kommunikation und sich gleich entwickelt. Was ist euer Eindruck? Was nehmt ihr wahr?
Volle Zustimmung!
 
  • #18
Ich kann über die Langzeitehen in meiner Familie leider nur sehr ernüchterndes berichten. Keine Ehe war glücklich. Man hat halt "durchgehalten". Wirklich fasziniert hat mich, dass die Damen nach dem Tod ihrer Männer regelrecht aufgeblüht sind. Glücklicher habe ich die Damen nie vorher erlebt. Von Trauer keine Spur, sondern "lustige Witwe" auf ganzer Linie. :) Wären sie nicht so betagt gewesen, hätten sie wohl jeden Tag eine Party gefeiert.
Mein Vater ist nach 20 Jahren Ehe verstorben und statt zu trauern hatte meine Mutter 3 Monate nach seinem Tod schon den nächsten Partner. Betrogen hat sie meinen Vater aber nie, weil sie keinen Sex mochte. Was ich aus all diesen Beobachtungen mitgenommen habe ist jedenfalls, dass das Ende einer Beziehung einen nicht umbringt und es einem 6er im Lotto gleicht, wenn man mehrere Jahrzehnte mit einem Partner glücklich ist.
 
  • #19
Ich bin mir derzeit eben gar nicht mehr sicher, was mir wirklich wichtig ist und was eine Partnerschaft für mich ausmacht. Ich versuche, Antworten zu finden (vielleicht geht das länger!). .
Hi,
Ich lese da eine Unsicherheit heraus, die du mit Zahlen kaschieren willst. Zahlen von irgendwelchen Studien scheinen dir Pseudo-Sicherheit zu geben.
Für mich haben Statistiken geholfen gegen leichte Flugangst, nicht aber gegen so grundsätzliche Fragen in puncto Beziehungen.

Du scheinst dich auch zu zerreißen zwischen innen und außen. Von außen wird dir durch die Medien herangetragen, wie cool es doch ist, sexuell offen zu sein, und innerlich wünschst du dir vielleicht doch eher ein klassisches Familienleben, weil Monogamie Stabilität bringt.

Ich selbst hätte schon gern mehr probiert, aber ein paar kleine Abenteuer hatte ich und das reicht mir. Meine Beziehung läuft über 10 Jahre und ich suche eher Zufriedenheit statt ständiges Glück. Mein Freund hat Macken, aber im Großen und Ganzen hab ich ihn einfach total gern.

Ich bin allerdings auch der Überzeugung, dass das Elternhaus sehr viel ausmacht. Meine Eltern sind seit 45 Jahren verheiratet und zufrieden, das ist für mich erstrebenswerter als allein zu sein. In der Familie meines Freundes ist es ähnlich.

@Anastasia23 lass dich nicht wuschig machen von irgendwelchen Beziehungskonstrukten, die in den Medien gehypt werden.

W37
 
  • #20
In der Lebensrealität ist Sicherheit und Ruhe, den Kopf für anderes frei zu haben, in Krisen nicht alleine dazustehen etc für sehr viele Menschen wichtiger als die große Liebe und aufregender Sex. Was nützt eine aufregende Affäre, welche die Ehe crasht und möglicherweise ins gesellschaftliche und finanzielle Aus führt, weil aus ihr dann auch keine neue Stabilität resultiert?
Ich denke, es gibt romantische und pragmatische Typen. Je nachdem werden Prioritäten gesetzt und Risiken eingegangen… oder eben nicht.
 
  • #21
Ich denke schon dass man über Jahrzehnte glücklich miteinander sein kann. Mein Schwiegervater nannte das :rede, reden, reden. Ich denke, er hat recht. Wichtig ist auch, dass man nichts vermisst, oder zumindest nichts wichtiges, denn den idealen Partner gibt es nicht. Wichtig ist die Entscheidung, zusammen zu sein. In meinen jungen Jahren war mir das nicht so wichtig, ich habe viel ausprobiert, viel erlebt und freue mich, das alles getan zu haben. Ausprobieren, nicht nachzudenken, Freude und Freunde und Liebhaber zu haben. Einen, zwei, egal, die Katastrophen, die daraus folgten und das Lächeln, das in mir aufsteigt wenn ich mich erinnere. Meine Eltern waren 30 Jahre glücklich verheiratet, bis zu Tod des Vaters. Dann hatte meine Mutter eine neue Beziehung bis zum Tod des Partners. Dennoch fand ich das Vorbild für mich nicht passend, weil mir zu langweilig. Kinder , Küche, Haushalt, nee.
 
  • #23
Als ich jung war, habe ich an lebenslange Liebe und Treue geglaubt, so bin ich in die Ehe gegangen.

Ich wollte es besser machen als meine Eltern, deren Beziehung letztlich auch nach 20 J. gescheitert ist, mit Fremdgehen und einem Rosenkrieg ums Materielle.

Leider habe ich aufgrund meiner eigenen Ansprüche den Absprung aus der Beziehung, die mich unglücklich machte, erst viel zu spät gewagt. Trennung nach 15 J. Beziehung. Betrogen wurde ich auch.

Bei den meisten Paaren, die ich kenne, hält sie mMn hauptsächlich die Gewohnheit zusammen, die Angst vor Veränderung, o.ä.. Ich staune dann immer, wenn solche Leute "stolz" mitteilen, dass sie schon soundsoviel Jahre zusammen sind. Als gäbe es einen Preis fürs langes durchhalten.

Seitdem glaube ich nicht mehr daran, dass man lebenslang miteinander glücklich sein kann und habe auch diesen Anspruch nicht mehr. Man muss nicht aus vermeintlicher Liebe alles aushalten.

Noch viel weniger glaube ich an Treue. Ich weiss, dass ich treu sein kann, dass ich gar kein sexuelles Interesse an anderen habe, wenn ich in einer Beziehung bin.
Aber das Männer das auch so sehen könnten - trotz Möglichkeiten - glaube ich allerdings nicht. Das ist mMn eher die seltene Ausnahme.

Mein Anspruch ist jetzt, nur so lange eine Beziehung zu führen, wie ich mich damit wohlfühle und dabei glücklich bin. Damit bin ich die letzten Jahre besser gefahren.
 
M

MarianneZ

Gast
  • #24
Also mein Partner inkl. sein männliches Umfeld ist wie du (und ich). 0 Interesse an anderen wenn in einer Beziehung und absolut treu. Liegt evtl auch an der Erziehung bzw wo und wie man aufwächst. Er ist ganz anders als der Durchschnitt.

Nicht jeder Mann ist untreu und beziehungsunfähig. Gott sei Dank!
 
  • #25
Also mein Partner inkl. sein männliches Umfeld ist wie du (und ich). 0 Interesse an anderen wenn in einer Beziehung und absolut treu. Liegt evtl auch an der Erziehung bzw wo und wie man aufwächst. Er ist ganz anders als der Durchschnitt.

Nicht jeder Mann ist untreu und beziehungsunfähig. Gott sei Dank!

Hast du deinem Partner nicht neulich in einem Thread unterstellt, dass er wohl auf der Suche nach Abwechslung sei, weil er mit seinen Kumpels gern abends weggeht? *Nachdenksmiley*

Habt ihr darüber gesprochen und du verstehst ihn jetzt besser?
 
  • #26
Der beste Freund meines Vaters ist seit ca. 35 Jahren verheiratet. Wir waren mit ihnen zusammen in Rio de Janeiro, vor 3 Jahren. Er und seine Frau haben noch Händchen gehalten, sich geküsst, wirkten verliebt und nicht gross anders als ein Paar das 5, 10 Jahre zusammen ist.

Sie haben auch Probleme...mal wegen Geld, mal hatte der Mann Hodenkrebs oder auch Unstimmigkeiten wegen Ferien. Im Grossen und Ganzen wirken sie aber wirklich glücklich. Ich weiss nicht was alles vorgefallen ist, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie beide einander immer treu waren und die Sexualität auch jetzt noch pflegen.

Ich hatte gestern eine ca. 45-50 jährige Frau am Telefon. Sie meinte, es gibt alles. Aber sie kennt vor allem Leute, die 15,20 Jahre lang treu und glücklich sind. Bei den Leuten die 30 Jahre oder so zusammen sind, meint sie, kann sie es nur schwierig beurteilen. Das ist bei mir auch so. Ich habe wirklich 0.0 Ahnung was genau überall jemals vorgefallen ist. Aber sie meinte, oft gehen die Männer irgendwann mal fremd. Sie sagt, Frauen gehen auch fremd. Aber sie meinte, die Männer gehen immer noch (prozentual gesehen) öfters fremd...wahrscheinlich hat sie hier eine falsche Wahrnehmung. Es muss ziemlich ausgeglichen sein.
Ich kenne tatsächlich einen, der war 20 Jahre glücklich verheiratet (jetzt leider verwitwet) in einer offenen Ehe. Sie waren aber beide sehr offen und hatten auch nicht das klassische Leben geführt ( beide etwas alternativ ).
 
  • #27
Als ich jung war, habe ich an lebenslange Liebe und Treue geglaubt, so bin ich in die Ehe gegangen.

Ich glaube auch jetzt daran, aber ich denke es ist ein seltenes Gut und es ist wie ein Jackpot. Es ist auch ein Jackpot, wenn man mit seinem Leben zufrieden ist. Wenn du einen Partner findest und 30,40 Jahre grösstenteils zufrieden bist ist das ein 6er im Lotto. Nur schon 10 oder 20 Jahre sind ein super toller Gewinn!

Schade, wenn es ums Materielle geht. Der typische Rosenkrieg...gibt es zu oft...leider. Ja, wir alle wollen gewisse Dinge besser machen als unsere Eltern, aber ob uns dies immer gelingt? Wohl hauptsächlich wenn wir sie nicht zu sehr kritisieren und sagen "Ich werde ganz anders und es ganz anders machen"-->dann werden wir nur eher so wie die Eltern.
Leider habe ich aufgrund meiner eigenen Ansprüche den Absprung aus der Beziehung, die mich unglücklich machte, erst viel zu spät gewagt. Trennung nach 15 J. Beziehung. Betrogen wurde ich auch.
Das erklärt auch zu einem Teil (auch mit Geschichte deiner Eltern) die sehr negative Sichtweise.
Bei den meisten Paaren, die ich kenne, hält sie mMn hauptsächlich die Gewohnheit zusammen, die Angst vor Veränderung, o.ä.. Ich staune dann immer, wenn solche Leute "stolz" mitteilen, dass sie schon soundsoviel Jahre zusammen sind. Als gäbe es einen Preis fürs langes durchhalten.
Das ist traurig. Das habe ich schon sehr oft gehört, solche Aussagen. A la 80% sind nur Zweckbeziehungen, glaube ich zwar nicht, aber egal. Aber ich denke auch ca. so: 50% lassen sich scheiden, und von den Übrig gebliebenen ist die Hälfte noch glücklich und auch durch Liebe zusammen und die andere Hälfte wegen Angst vor dem Alleinsein /Angst vor Veränderung, Geld etc.

Gewohnheit kann übrigens auch gut sein. Man ist sich vertraut und aneinander gewöhnt. Aber ich denke du meintest eher "Aushalten". Aushalten ist natürlich schlecht und traurig.
Das ist mMn eher die seltene Ausnahme.
wie ich mich damit wohlfühle und dabei glücklich bin.
Das ist schade. Du weisst, dass Frauen prozentual ziemlich genauso oft fremdgehen? Ist dir das tatsächlich bewusst? Also warum wieder "Männer"? Mehr sage ich nicht mehr. Hinterfrage dich selber. Wähle besser aus und pflege die Partnerschaft. No risk no fun.

Den allerletzten Abschnitt finde ich gut.
 
  • #28
Ich persönlich habe so viele negative Meinungen zur Treue und auch zu Beziehungen allgemein gehört. Das ist schade, dass so viel Negativität herrscht. Aber es ist auch bei Respekt etc. "Nur noch Idioten" "Respekt ist eine seltene Tugend" etc. etc. -->Sehr sehr viele Leute motzen ständig über unsere Gesellschaft.

Heute glaube ich, dass es Beziehungen gibt, die 30,40 Jahre glücklich und treu zusammen sind. JA!

Viele Eltern meiner Freunde sind 30, 35 Jahre zusammen. Manche sind wegen Geld oder anderer Abhängigkeiten zusammen, manche sind aber auch noch wirklich glücklich. Es gibt es also!

Ich denke aber auch, dass es Arbeit ist. Sich auf jemanden einlassen, die Spannung behalten, sich immer weiterentwickeln, einzeln, wie auch gemeinsam. Respekt beibehalten, auch in alltäglichen kleinen Dingen. Niemanden für selbstverständlich nehmen. Etc. Etc.

Ich bin überzeugt, dass man SEHR viel zu guter Beziehungsentwicklung beitragen kann. Aber es ist auch eine Portion Glück, an wen man gerät und wie man sich beide entwickelt. Alles in allem sollte man jede schöne Beziehung geniessen.

Eine gute weise Frau hat mir dies gesagt: Wenn du die Liebe von einem Partner nicht brauchst und nicht suchst, dann ist es der richtige Partner, der zu dir findet. Wenn du allerdings unbedingt jemanden haben willst, dann gerätst du an Aufgaben mit Partnern, ansonsten ist es das Sahnehäubchen.
 
  • #29
Du weisst, dass Frauen prozentual ziemlich genauso oft fremdgehen? Ist dir das tatsächlich bewusst? Also warum wieder "Männer"? Mehr sage ich nicht mehr. Hinterfrage dich selber. Wähle besser aus und pflege die Partnerschaft. No risk no fun.

Hö? Ich date nur Männer, deswegen ist mir egal, was andere Frauen machen. Danke für den schlauen Tipp, wäre ich nicht drauf gekommen.

Es liegt natürlich nie an den fremdgehenden Männern, die den Hals nicht voll kriegen können und alles bespringen wollen und deswegen fremdgehen, sondern an den Frauen, die nicht devot genug sind und sich nicht genug um die Beziehung bemühen.🙄

Ich hatte hier aber auch nicht gefragt, sondern lediglich mein Erfahrung und Meinung - wie vom FS gewünscht- wiedergegeben.

BTW: ich bin glaube ich nicht negativ sondern nur realistisch und schaue genau hin, was der Mann so treibt, statt gekonnt wegzugucken.


Zudem: woher will man wissen, dass fremde Paare, die lange Jahre zusammen sind, sich immer treu waren? Man geht ja damit nicht hausieren. Und ich wurde auch schon von einem Mann betrogen, der sich mir gegenüber nett aufmerksam etc verhielt, alles iO schien er und trotzdem im Internet versuchte Sexkontakte zu realisieren.

Und wenn ich dann mal auf CS Seiten gucke, wie viele verheiratete Männer dort nach "fremder Haut" suchen, wie skrupellos sie ihre Beziehungen aufs Spiel setzen, da wird mir schlecht.

W,48
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #30
Zudem: woher will man wissen, dass fremde Paare, die lange Jahre zusammen sind, sich immer treu waren? Man geht ja damit nicht hausieren. Und ich wurde auch schon von einem Mann betrogen, der sich mir gegenüber nett aufmerksam etc verhielt, alles iO schien er und trotzdem im Internet versuchte Sexkontakte zu realisieren.

Und wenn ich dann mal auf CS Seiten gucke, wie viele verheiratete Männer dort nach "fremder Haut" suchen, wie skrupellos sie ihre Beziehungen aufs Spiel setzen, da wird mir schlecht.

W,48
@mash Da hat sie Recht. Niemand kann wissen wie treu diese langjährige Verheirateten sind, ob Liebe im Spiel ist oder nur Zweck. Nur sie selber wissen es.

Ich denke auch, dass es Leute gibt, die 30,40 Jahre treu und glücklich sind. Aber leider sind viele auch aus Angst vor Veränderung zusammen (Geld, Alleinsein etc.) und würden sonst die Beziehung beenden. Aber kenne noch genug, die noch zusammen kochen und Liebe im Spiel ist. Wie treu sie immer waren, weiss ich nicht. Ich denke, manche von ihnen waren immer treu, andere nicht.

Ja, das ist so. Viele Leute sagen sie sind glücklich und es ist alles in Ordnung, aber sie sind doch unzufrieden (sagen es aber nicht) oder aber sie sind eben doch solche Diebe....habe auch genug Männer von deiner Beschreibung gesehen...

Ich würde gar nicht auf CS Seiten schauen. Es gibt so viele verheiratete Männer und Frauen die dort sind. Das ist wie mit Bordell etc. Wenn man das einmal anschaut, da wird einem schlecht. Dort tümmeln sich auch grösstenteils explizit die Leute die nach fremder Haut suchen. Du weisst nicht, wie die Beziehungen genau aussehen und wer es umsetzt und wer sich danach trennt. Manche leben doch monatelang oder jahrelang ohne Sex und haben dann Affären, trennen sich aber erst viel später wenn die Kinder gross sind.

Google mal "Grund Fremdgehen". Da kommt immer dass ca. 50-60% Beziehungsprobleme (sexuell, emotional) haben und die restlichen 40-50% einfach aus Langeweile, Suche nach sich Selbst oder weil sie es nicht treu sein wollen fremdgehen.

PS: Ich bestreite keinesfalls dass es viele Männer und Frauen gibt die trotz glücklicher Beziehung einfach so immer den Kick und die Abwechslung suchen. Darum stimme ich mit dir überein, dass es nur wenige wirklich gute, loyale Leute gibt.
 
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