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  • #1

Gleich eine Absage wegen Hund und Pferd?

Was mir jetzt schon ein paar mal passiert ist... In meinem Profil steht, das ich gerne reite, und einen Hund habe. Dann habe ich einen Herrn angeschrieben, mit einem netten kurzen Text dazu, und kurz darauf kommt sofort die Absage:

Mit Frauen die Pferde und Hunde haben, habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht... und schwupp, weg war er!

Bekommt man heute eigentlich keine Chance mehr? Oder werden dann immer alle gleich in einen Topf geworfen... Vorurteile?

Hätte er nur geschrieben, kein Interesse, so würde ich mir keine Gedanken machen, aber so eine Aussage, das hat mich schon irgendwie irritiert...
 
  • #2
Frauen, die als Erwachsene noch reiten, sind in der Tat oftmals schwierige Partnerinnen. Das kann ich schon nachvollziehen.

Ob ein Mensch, egal ob Mann oder Frau, mit einem Hund zusammenleben möchte, ist eine persönliche Entscheidung, die man niemandem verdenken kann und die nun absolut gar nichts mit Vorurteilen zu tun hat, sondern einzig mit persönlichen Vorlieben und Erfahrungen. Diese Wahl darf und sollte jeder Mensch treffen. Für mich kommen Haustierbesitzer eigentlich auch nicht in Frage, auch wenn ich das vielleicht nicht als ein 100%iges Ausschlusskriterium sehe, sondern mir anschauen würde, wenn wirklich viele andere Facetten gut klingen würden. Aber Zusammenleben mit einem Hund in einem gemeinsamen Haushalt ist schon eine ganz grundlegende Sache.

Ich finde es gut, dass der Mann Dir mal gesagt hat, welche Gründe bei ihm dagegensprachen. Man sollte wissen, wovon der eigene Marktwert abhängt, und dass Hundehaltung und Pferdebegeisterung abträglich sind, ist eben so.

Auf der anderen Seite musst Du das positiv sehen, denn dieser Mann hätte eben auch nicht zu Dir gepasst. Er mag vielleicht nicht mit Hunden zusammenleben und hat kein Verständnis, für erwachsene Frauen mit Pferdetick. Gut, dass Ihr keinerlei Zeit und Mühe aneinander verschwendet habt, sondern gleich alles klar ist. Genau dazu sind Profile doch perfekt geeignet. Was nützt ein Beziehungsversuch, der dann nach einigen Wochen oder Monaten an just diesen Aspekten gescheitert wäre?

Es geht also hier gar nicht um "eine Chance bekommen", sondern darum zu wissen, "was passt und was nicht". Und das ist gut so!
 
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  • #3
Ich kann es verstehen, wenn manche einen Partner mit Haustier von vornherein ablehnen. Sei es wegen der Hygiene, Allergien oder vielleicht auch aus Angst vor dem Tier. Besonders Menschen, die nie mit Tieren in Kontakt kommen, können es sich nicht vorstellen mit denselben unter einem Dach zu leben.

Wieso aber ein Pferd ein Ablehnungsgrund sein soll, verstehe ich nun wirklich nicht. Ich habe selbst ein Pferd und nicht ein Partner hat sich daran gestört. Ich sitze doch nicht mit Reithose auf dem Sofa oder halte mein Pferd im Vorgarten.

Frederika, deine Einstellung zu Frauen, die reiten, finde ich beinahe lächerlich. Mein Pferd stand eine Zeit lang in einem gehobenen Stall. Einsteller dort waren durch die Bank Juristen, Mediziner, leitende Angestellte, etc. (m und w). Ich kann mich sogar noch erinnern, dass in meinen Studienzeiten viele Jurastudentinnen das Reiten begonnen haben, weil es (besonders das Dressurreiten) in manchen Kreisen als elitär galt. Das dürfte doch genau dem entsprechen, was bei Elitepartner anscheinend gesucht wird.
 

Angele

Gesperrt
  • #4
Ich kann Frederikas Ablehnung gegenüber Pferde- und Hundehaltern sehr, sehr gut nachvollziehen. Ich teile diese voll und ganz. Es sind oft Personen mit recht speziellen Persönlichkeiten, die Pferde und Hunde halten. Hinzu kommen die Allergien, die mit diesen Tieren verbunden sein können.
Wie Frederika schreibt: es passt eben nicht, wenn der eine sein Pferd hat, und der andere so ein Hobby nicht teilt.
Noch schlimmer wird es, wenn der Hund oder ein anderes Haustier in der Nacht mit im Bett schläft. Da hört doch alles auf!
Ich bin neulich einen Kompromiss eingegangen, indem ich einen Mann mit Hund getroffen hatte (ich mag Hunde nicht). Er ist mit Tier in meine Stadt gekommen, hat sich hier ein Hotelzimmer nach meiner Empfehlung besorgt.
Am Abend wollten wir essen gehen, und da ich in meiner Stadt die Restaurants kenne, wollte ich etwas organisieren. Allein ein Restaurant zu finden, das einen Hund unter dem Tisch akzeptiert .... ich kam mir so blöd vor bei der Frage und der Suche. Der Hund zottelte immer mit bei unserem Stadtbummel.
Der Herr bekam am nächsten Tag eine Absage. Es passt halt nicht.
Ich habe zwei Katzen, aber die zotteln nicht immer mit, und ich kann ohne Probleme verreisen, weil ich liebevolle Nachbarn habe, die ohnehin nach dem Haus gucken, wenn ich weg bin.
 
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  • #5
Man sollte wissen, wovon der eigene Marktwert abhängt, und dass Hundehaltung und Pferdebegeisterung abträglich sind, ist eben so.

Das hat mit "Marktwert" (scheußliches Wort im Zusammenhang mit Partnersuche) überhaupt nichts zu tun, sondern mit Interessen und Vorlieben.

Ein Partner mit Hund käme für mich auch absolut nicht in Frage, einfach, weil ich Hunde nicht mag.
Dass erwachsene Frauen, die reiten, schwierig sind, lese ich zum ersten Mal. Und ich finde es absolut lächerlich.

Reiten, vor allem, wenn man ein eigenes Pferd hat, ist ein sehr Zeit raubendes Hobby. Die Reiterinnen und Reiter, die ich kenne, verbringen fast ihre gesamte Freizeit mit dem Pferd.
Das gefällt nur jemandem, der mitmacht, oder jemandem, der viel eigene Interessen hat und nicht andauernd alles gemeinsam machen möchte.

Das Ganze hat nichts mit Marktwert, zu tun; es ist nur die Frage, ob man kompatibel ist.

P.S.: Nein, ich habe kein Pferd und ich reite auch nicht, finde aber, dass es ein sehr schöner Sport ist, und Pferde mag ich ausgesprochen gern.
 
  • #6
Alle Verkehrsmittel, angefangen von A wie Auto, über F wie Fahrrad, M wie Motorrad bis zu P wie Pferd können attraktiv machen oder ein Ausschlusskriterium sein.
 
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  • #7
Ich würde das an deiner Stelle nicht so engstirnig bewerten. Für diesen Mann war es eben so, dass er keine Hunde und Reiterinnen mag.
Bei mir wäre es eher positiv und ich würde bevorzugt solche Frauen anschreiben. Ebenso ist es für mich undenkbar, wenn jemand Tiere grundsätzlich ablehnt. Das wäre für mich ein Grund, den Kontakt zu beenden.
 
  • #8
Wenn ich lese: Pferd und Hund vermute ich: Muß der Mann auch Pferdestall ausmisten etc., und mit Hund Gassi gehen.
Und muß auch davon angetan sein. Sind ja Frauchens Lieblinge.

Urlaub ??? - Und wer versorgt inzwischen das Pferd ?
Mindestens zum Pferd sollte man im Profil genauere Angaben machen, z.B. ist in Pferdepflege.

Es mag Leute geben, die weder Pferde- noch Kuhgeruch mögen.
Aber wenn man ausgeritten ist, kann die Kleidung eben nach Pferd riechen.

Bei soviel Haustiere kommt man(n) sich vor, wie ihr "drittes Haustier" ?

Also: Im Profil genauer darauf eingehen, damit nicht der nächste Mann "flüchtet".
Und vielleicht einen Mann vom Land suchen, der mit Pferd/Kuh/Hund etc. aufgewachsen ist ?
 
  • #9
Reiten, vor allem, wenn man ein eigenes Pferd hat, ist ein sehr Zeit raubendes Hobby. Die Reiterinnen und Reiter, die ich kenne, verbringen fast ihre gesamte Freizeit mit dem Pferd
Genau das ist der Grund, warum Reiterinnen als Partnerin von sehr vielen Männern nicht gewollt werden, ja teilweise bis hin zur Beziehungsunfähigkeit gesehen werden: Viel zu viel Zeit für dieses Hobby, viel zu wenig andere gemeinsame Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, alle Gedanken kreisen um das blöde Ross.

Das Ganze hat nichts mit Marktwert, zu tun; es ist nur die Frage, ob man kompatibel ist.
Marktwert bedeutet doch nur: "Wieviele interessieren sich für die Dame unter diesen Bedingungen?" Ganz sicher bedeutend viel weniger als wenn sie die Reiterei eben nicht so begeistert ausüben würde. Streite nicht über den Begriff, sondern über die Fakten.
 
  • #10
Die Formulierung "Mit Frauen die Pferde und Hunde haben, habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht" finde ich auch nicht gerade freundlich. Er hätte auch schreiben können: "Ich mag leider keine Haustiere/Hunde/Pferde (…)" und Dir 'doch noch' weiterhin viel Glück wünschen können - oder so…

Aber abgesehen davon habe ich schon Verständnis: Wer keine Hunde mag, mag keine Hunde - ich auch nicht, und darum weiss ich auch, dass eine Partnerin mit Hund für mich auf gar keinen Fall in Frage käme! Ich will einfach keinen Hund im Haus, Punkt. Mit einem Pferd könnte ich zwar schon klarkommen, da dieses ja nicht im Haus lebt - allerdings hätte ich insofern vielleicht Bedenken, als ich befürchten würde, dass das Pferd enorm viel Zeit braucht; die Frau müsste mir dann quasi klarmachen können, dass sie trotzdem immer noch genug Zeit für einen Partner hat.

Aber eine Bitte hätte ich: Es geht hier nicht um Vorurteile, sondern um Vorlieben bzw. Abneigungen! Jeder Mensch hat das Recht, Vorlieben und Abneigungen zu haben, und wer keine (Haus)Tiere mag, mag sie nicht, Punkt. Das ist zu respektieren. Bitte sei so freundlich und brandmarke nicht Leute, die andere Vorlieben bzw. Abneigungen haben als Du, damit, indem Du ihnen Vorurteile unterschiebst. (Ein Vorurteil wäre es höchstens, wenn man z.B. sagen würde: Alle Hunde- oder Pferdebesitzerinnen sind eh beziehungsunfähig!)

Wie gesagt: In der Sache kann ich den Mann absolut verstehen; dass Dich seine Wortwahl etwas stört, kann ich dagegen verstehen.

Es machen sich halt nicht alle Leute gleich viele Gedanken über ihre Worte! Hake sie ab! Es gibt genug andere! ;-)
 
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  • #11
Eine Frau die noch reitet, hat für mich einfach einen an der Waffel....

Ich hatte 2 dieser Sorte und im Reitstall waren so extrem viele Zicken, wie ich sie noch nie auf einem Haufen sah!

Nie, nie wieder! Kann ich nur sagen.

Im Gespräch mit Kollegen in unserer Kanzlei, wurde meine Meinung bzw. Einstellung geteilt.

Frauen über 18, die ihre Freizeit primär mit einem Pferd verbringen,sind überproportional schwierige Charaktere.
 
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  • #12
Oh ja,Pferde-und Hundebesitzer sind eine ganz eigene Spezies,deren Hobby fast den gesamten Freizeitraum in Anspruch nimmt,besonders,wenn das Reiten auch noch disziplinsportlich betrieben wird.
Da spiegelt sich quasi eine komplette Weltanschauung im Hobby wider.

Ich bin auch eine von dieser Sorte,dazu Fachärztin mit eigener Praxis,also ortsgebunden und dazu auf dem Lande lebend (am erweiterten Rand einer Metropole).

Für einen Partner stellt dies erhebliche Einschränkungen dar,selbst wenn er eigene,zeitintensive Hobbys pflegt,ganz einfach,weil die Schnittmenge einfach nicht genügend Substanz hergibt.

Meine langjährige Ehe dividierte sich nicht zuletzt aufgrund dieser Differenzen auseinander.

Auch wenn es den Anschein hat,als wäre so eine Person quasi unvermittelbar,gibt es dennoch immer ein kompatibles Pendant.

Ich habe meinen persönlichen sechser im Lotto gefunden:
Mein jetziger Lebenspartner ist selber Hunde-und Pferdebesitzer und reitet in derselben Disziplin wie ich.Zusammen besitzen wir nun 10 Vierbeiner und genießen unser Landleben sowie eine bis dahin nicht erlebte Verbundenheit.
Ich könnte mir ein anderes Leben nicht mehr vorstellen.
 
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  • #13
Bekommt man heute eigentlich keine Chance mehr? Oder werden dann immer alle gleich in einen Topf geworfen... Vorurteile?

Man kann schlecht alle Menschen persönlich kennen lernen, die in einer Partnerbörse angemeldet sind, also trifft man eine "Vorauswahl".

Entsprechend konzentriert man sich natürlich auf diejenigen Kandidaten, die möglichst viele "gesuchte" Eigenschaften haben und sortiert diejenigen aus, die nicht gewünschte Eigenschaften mitbringen.
Das hat nichts mit Vorurteilen zu tun, sondern ob man von den Interessen und Vorstellungen her zusammen paßt. Und das ist auch gut so.

Was nützt es dir denn Zeit (und vielleicht auch Emotionen) in Treffen zu investieren mit jemanden, der Hunde und Pferde ganz einfach nicht mag und diese in seinem Leben entsprechend nicht will?
Da hat er doch genauso ein Recht drauf, wie du das Recht hast ein Leben MIT Tieren schön zu finden.

Wie soll eine engere Beziehung und später auch ein Zusammenleben denn sonst funktionieren?
Würdest du Hund und Pferd für ihn abschaffen, damit auch ER sich wohl fühlt im Haus?
Doch wohl kaum.

"Schlechte Erfahrungen" hätte er vermutlich nicht gemacht, wenn er selber Hundefreund und Reiter wäre.
So hat er eben gelernt aus seiner Erfahrung, dass aufgrund seiner Lebensvorstellungen eine reitende Hundehalterin nicht zu ihm paßt.
Weil so eine Beziehung ihn nicht glücklich macht.

Jemandem mit anderen Bedürfnissen gleich Vorurteilen zu unterstellen finde ich unverschämt.

w (42)
 
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  • #14
wie kann man nur so verallgemeinern ? man kann ja schreiben, dass man keine Reiterin wegen Zeitaufwand usw. als Freundin will aber muss man gleich alle als "wandelnde Katastrophen" und "nicht sauber " darstellen ?

es gibt bestimmt unter Reiterinnen, welche die schwierig sind, aber die gibts unter "Nichtreitenden" auch.

Wenn man danach geht, müsste ich ein so schwieriger Charakter sein, wie es schon gar nicht mehr schlimmer geht, ich reite nicht nur, sondern habe auch noch 4 eigene Pferde... Aber was solls, ich habe trotzdem einen Freund gefunden, allerdings hat er selbst eigene Pferde. Finde ich auch ganz gut so, ich wollte auch gar keinen Freund mehr der nichts mit Pferden zu tun hat oder anfangen kann.
 
  • #15
Ohje, es scheinen tatsächlich enorm viele Vorurteile gegen Reiterinnen zu bestehen... Bei einigen Exemplaren mögen sie sogar zutreffen. Vorurteile sind ja meist nicht völlig aus der Luft gegriffen. ABER: Das Tier steht im Stall (nervt also zu Hause niemanden), zu allermeist auch in Vollpension und hindert niemanden an einem Urlaub. Zeit-intensiv ist es tatsächlich und auch teuer, aber das sind viele Hobbys die ernsthaft betrieben werden. Trotzdem hat bisher kein Mann, dem ich es erzählt habe, die Flucht ergriffen oder doof reagiert. Im Gegenteil, es wurde meisten interessiert nachgefragt, einer wollte sogar mal mitkommen und das Pferd angucken.

Mir persönlich ist es nicht so wichtig ob mein Partner sich für das Pferd interessiert, er sollte es bloß tolerieren. Und ich muss ihn auch nicht dauernd damit vollquatschen oder ihn in den Stall mitschleppen, dafür habe ich meine reitenden Freunde, Trainer oder Tierärzte. Meine restliche Familie interessiert sich auch nicht für Pferde, die schone ich genauso mit dem Thema.

Ob man Hunde mag oder nicht ist tatsächlich Geschmacksache, das sollte jeder so halten wie er mag. Für mich käme z.B. niemand als Partner in Frage, der Haustiere kategorisch ablehnt. Und das nicht weil ich einen Zoo besitzen möchte, sondern wegen der Einstellung zum Tier. Ich mag Tiere gerne und wenn es mich mal überkommen sollte und ich dann doch eins haben möchte, will ich nicht mit Anlauf gegen eine Wand rennen. Wenigsten die Option auf ein Haustier möchte ich haben. Genauso schließe ich Männer für mich aus, die definitiv keine Kinder wollen, obwohl ich keinen akuten Kinderwunsch habe.
 
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  • #16
Mit Frauen die Pferde und Hunde haben, habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht... und schwupp, weg war er!

„Genau wie ich mit Männern, die in ihren Vorurteilen verhaftet sind” wäre die einzig angemessene Antwort. Was kannst Du denn bitteschön für seine schlechten Erfahrungen?! Sei froh, daß er gleich wieder abgedampft ist, und konzentriere Dich auf die, die Dich so annehmen wie Du bist. m/53
 
  • #18
Es ist doch wohl kein Vorurteil, dass Menschen mit Pferden enorm viel Zeit damit verbringen und somit nur wenig Zeit für den Partner und die gemeinsame Freizeitgestaltung haben. Bei so einem zeitintensiven Hobby bietet sich das immer an, wenn der Partner das auch gerne mag und man das gemeinsam betreiben kann.
 
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  • #19
Pferd und/oder Hund sind für mich ebenfalls 100% Ausschlusskriterien! m, 43
 
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  • #20
Hi, ich habe mehrfach hier auch Herren kennen gelernt, die mit Tieren "gebunden" sind. Da geht ja nicht mehr viel. Keine Reisen, keine spontanen Unternehmungen, Theater, Konzert, Besuche, auch Gäste. Immer steht in der ersten Reihe die Sorgen, dass die Tiere nicht zu ihrem Recht kommen. Ich kann das verstehen, aber dann gehört sicherlich eine Partnerin, oder ein Partner dazu, der ebenso gebunden ist. Ihr würde das nicht persönlich nehmen, aber eben als ausschlaggebendes Kriterium.
 
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  • #21
Es ist doch wohl kein Vorurteil, dass Menschen mit Pferden enorm viel Zeit damit verbringen und somit nur wenig Zeit für den Partner und die gemeinsame Freizeitgestaltung haben. Bei so einem zeitintensiven Hobby bietet sich das immer an, wenn der Partner das auch gerne mag und man das gemeinsam betreiben kann.


es kein Vorurteil, dass Reiter eben viel Zeit mit ihrem Hobby verbringen, das ist einfach so. Aber für mich ist es schon ein Vorurteil zu schreiben, dass praktisch alle Reiterinnen "nicht ganz dicht sind", sonst würden sie als Erwachsene nicht mehr reiten., das geht einfach zu weit.

#19

wenn man sein Pferd im Reitstall ( Vollpension ) stehen hat, sind deine aufgeführten Aktivitäten absolut kein Problem, weil man dann ohne weiteres paar Tage nicht in den Stall muss.
 
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  • #22
Sei froh, dass er das direkt gesagt hat. Es gibt solche Menschen, die in einer Partnerschaft verlangen, dass der andere genug Zeit hat, um sämtliche Freizeit damit zu verbringen, den Entertainer zu spielen.
Ich selbst war mit einer Frau mit Pferd und Hund zusammen. Schön. Reisen war gar kein Problem, da das Pferd ja keine Ganztagsbetreuung benötigt. Der Hund wurde einfach eingepackt und los gings.
Als Nebeneffekt kann ich jetzt reiten. Und tue es auch öfter mal.
Viele Antworten kommen mir doch ein wenig so vor, als ob man eifersüchtig auf ein Pferd sein kann.
Im Gegensatz dazu hatte ich auch mal eine Freundin, die ein Nobelcabrio hatte. Das war viel anstrengender. Beim ersten Sonnenstrahl musste das Ding genutzt werden, um sinnfrei Ausflüge zu unternehmen. Cabriofahren macht mir immer noch keinen Spass.
Noch einmal vor die Wahl gestellt, wähle ich sicher die Reiterin.
 
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  • #23
Marktwert bedeutet doch nur: "Wieviele interessieren sich für die Dame unter diesen Bedingungen?" Ganz sicher bedeutend viel weniger als wenn sie die Reiterei eben nicht so begeistert ausüben würde. Streite nicht über den Begriff, sondern über die Fakten.

Eben, ich streite über die Fakten. Es ist völlig sinnbefreit, über "Marktwert" zu reden, wo es einfach um Interessen, Vorlieben und Kompatibitität geht.

Bedeutend viel weniger Interessenten gibt es auch, wenn eine Frau
nicht schlank ist, Kinder hat, geschieden ist, getrennt lebt, ledig ist, blond ist, schwarzhaarig ist, rothaarig ist, beruflich erfolgreich ist, beruflich nicht erfolgreich ist, Lehrerin ist, Kontakt zu Exen hat, keinen Kontakt zu Exen hat, keine Haustiere mag, religiös ist, nicht religiös ist, k<atholisch ist, evangelisch ist, Muslima ist, alte Eltern pflegt, genau dies nicht tut, Kinder will, keine Kinder will, sportbegeistert ist, unsportlich ist, Vegetarierin ist, nicht Vegetarierin ist, kurze Haare hat, lange Haare hat, modisch ist, kein Modepüppchen sein will, elegant ist, sich sportlich-praktisch kleidet, Migrationshintergrund hat, gerne reist, nicht gerne reist und so weiter und so fort.

Ein Mann, der eine schlanke, sportliche, hübsche, junge, gebildete, weibliche, zärtliche Frau sucht, wird mit einer Pferdebesitzerin, die all dies ist, wohl meist klar kommen. Wohl eher nicht, wenn ihm noch andere Sachen nicht gefallen - oder er generell mit Tieren nichts zu tun haben will.
Ein Pferd zu haben oder zu reiten senkt den sogenannten Marktwert wohl weniger, als alleinerziehend zu sein und/oder getrennt lebend. Oder Geschiedene generell abzulehnen.

Es geht einfach nur darum, ob es ein gemeinsames Interesse gibt oder nicht bzw. ob ein Hobby, das man(n) nicht teilt, schlicht und einfach toleriert werden kann.

Mein Mann spielt gern Fußball, ich nicht. Deswegen hat sein Marktwert nicht gelitten.
Ich mache Yoga, er nicht. Deswegen hat mein Marktwert nicht gelitten.
Ich habe ein Haustier mit in die Partnerschaft gebracht. Das hat ihn nicht davon abgehalten, mich zu heiraten.

Ich bin keine Reiterin; aber zu behaupten, dass Frauen, die diesen schönen Sport ausüben, nicht ganz dicht sind und für sehr viele Männer nicht in Frage kommen, das ist einfach Unsinn.
 
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  • #24
Es ist doch wohl kein Vorurteil, dass Menschen mit Pferden enorm viel Zeit damit verbringen und somit nur wenig Zeit für den Partner und die gemeinsame Freizeitgestaltung haben.

Ja, und wenn schon? Muß man denn jede freie Minute mit dem Partner verbringen, sprich: die Auswahl seiner möglichen Hobbys auf die paar wenigen reduzieren, die man gut zu zweit ausüben kann?
 
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  • #25
Es ist doch wohl kein Vorurteil, dass Menschen mit Pferden enorm viel Zeit damit verbringen und somit nur wenig Zeit für den Partner und die gemeinsame Freizeitgestaltung haben. Bei so einem zeitintensiven Hobby bietet sich das immer an, wenn der Partner das auch gerne mag und man das gemeinsam betreiben kann.

Aber überlege doch mal, wieviele Männer überhaupt Zeit für sich bzw. Zeit für ihre Freundinnen, Ehefrauen haben? Ist doch meistens so, dass die Frauen mehr Zeit haben, als die Männer, weil die ja so schwer schuften müssen, während alle Frauen auf der faulen Haut oder im Reitstall sind. Ironie-Modus aus.

Ich kenne genug Frauen, wo die Männer froh sind, dass ihre Liebsten im Reitstall sind und nicht beim Shoppen, in der Kneibe, oder beim Nachbarn....

w 46
 
  • #26
es ist eine tatsache, dass ein eigenes pferd zeit kostet. viel zeit. ich weiss aus erfahrung das es pro reiten ca 3 h sind plus anfahrt. dies auch bei vollpension. ausgenommen hiervon ist, wenn man das pferd in beritt hat oder gibt.

ich habe ein dressurpferd, dass ich jetzt in beritt gebe, schlicht, weil ich merke, keine zeit für anderes zu haben und diese zeit jetzt aber für mich möchte. dazu hat es keinen mann gebraucht, der mir das sagf, sondern der "anblick meines zeitmanagements".

ich würde nicht erwarten, das einem nicht-reitender-mann egal sein kann, wieviel zeit seine frau/ freundin im stall verbringt, wenn er das hobby nicht teilt. zeit kann man nur einmal verwenden. eine beziehung braucht zeit um aufgebaut werden zu können. hat man die nicht - aus welchem grund auch immer - wird es zumindest schwierig. ein glück ist es, wenn man einen partner hat, der von diesem hobby seiner freundin begeistert und hingerissen ist- habe ich auch schon erlebt. aber das nehme isch nicht als selbstverständlich hin.

die überlegung, manche männer haben aufgrund des jobs auch wenig zeit, ja dann passt es ja, trägt leider nicht. vielleicht nach einer weile, wenn man schon länger zusammen ist. zu anfangs braucht man jedoch zeit miteinander. also verschaffe ich mir jetzt zeit - für mich, für ein uns.

was die abverurteilungen angeht: ich hab schon mal schlechte erfahrungen mit einem mann gemacht. soll ich jetzt alle männer in die gleiche schublade stecken? ..sicher nicht.
 
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  • #27
Liebe FS,
mache Dir keine Sorgen. Ich habe auch eine „Reiterin" als Partnerin.
Ich muss weder den Stall misten, noch ist meine Frau schwierig, sondern eher das Gegenteil ist der Fall.
Es ist einfach nur ein Hobby, das auch nicht mehr Zeit als Gleitschirmspringen, Segeln, Oldtimerralleys o.ä. in Anspruch nimmt. Es hängt ja auch davon ab, wie ernst man das alles nimmt.
Ich z.B. bin selbständig und da habe ich auch deutlich weniger Freizeit als andere, das und z.B. meine hobbies muss meine Frau auch respektieren. Dennoch bleibt genug Zeit für eine erfüllte Zweisamkeit.
Mich wundert die teilweise intolerante Einstellung hier im thread, da doch sonst immer dafür plädiert wird, dass die Partner jeweils für sich selbständig, glücklich und zufrieden sein sollten.
Die Vorurteile und statistische Wahrscheinlichkeit über Deinen „Marktwert" sind irrelevant.
Du musst nur den Richtigen finden - und der wird dann auch besser passen, als der Mann, der eventuell eine größere Kompatibilität zu mehr anderen Frauen besitzt....:)))
Viel Glück
 
  • #28
#24 Welche ist denn die schönste Stadt der Welt, wenn ich fragen darf?

OK, mit Pferden hab ich es jetzt nicht so, auch mit Hunden nicht, und deshalb sollte jeder Mensch auch das Recht haben, zu sagen, bevor man dem anderen Hoffnungen macht, nein, du bist nichts für mich.....aus diesen und diesen Gründen. Und ich finde, dieses solltest du nicht persönlich nehmen, weil du nunmal bist, wie du bist....
 
  • #29
Ich kenne genug Frauen, wo die Männer froh sind, dass ihre Liebsten im Reitstall sind und nicht beim Shoppen, in der Kneibe, oder beim Nachbarn....

Sehr gutes Argument! Das habe ich als Teenie meinen Eltern auch immer vorgehalten: ihr wisst zumindest immer wo ich bin und dass ich keinen Unsinn anstelle. Und wenn man liebt, findet man immer genug Zeit für einander. Meiner 7-jährigen Beziehung (Mann mochte keine Pferde) hat das überhaupt nicht geschadet. Im Gegenteil, wenn er mal wieder lange gearbeitet hat, hatte ich im Stall zumindest keine Langeweile und es kam kein Knatsch auf. ;-)
 
  • #30
Liebe FS

Warum die Beschwerde? Sei froh dass er Dich nicht erst ins Bett gezogen hat und dann das Weite gesucht hat. Er ist ehrlich- eine Eigenschaft die oftmals nicht mehr so aktuell zu sein scheint. Es dürfte auch nicht alles gewesen sein, die Sache mit den Tieren wusste er ja vorher. Er hats halt dran aufgehängt. Klingt ja auch besser als "Deine Lache nervt" oder ähnliches.....

Es ist eben so dass Tierhalter eine andere Lebenseinstellung und Freizeitgestaltung haben. Selbst wenn das Pferd im Stall mit "Vollpension" steht wirst Du ja dennoch etliches an Zeit aufwenden- und der Hund will ja auch umsorgt werden (Und er macht den Urlaub schwierig, den kannste nicht mal eben im Stall parken).

Ergo: muss Dir einen suchen der ähnlich tickt. Ein Hobby ohen den Partner ghet schon i.O. Wenns aber dann zu 80% alleine ist wirds schwierig.

Im Grunde genommen ist es immer dasselbe, wer ein wenig aus der Norm geraten ist hat sicher einer geringere Auswahl. Das muss aber nicht schlecht sein weil diejenigen die sich näher für einen solchen Menschen interessieren zumeist selbst sehr interessante Charaktere sind

@3
Ich stell mir grad das Pferd im Bett vor....Aber Recht hast Du schon.

Gruss Kalle, selbst leicht verschroben, Landei (und Tierfreund-solange Sie nicht im Schlafzimmer sind!)
 
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