G

Gast

Gast
  • #1

Glückliche Paare - Innige Liebe UND brennende Leidenschaft?

An alle glücklich liierten Paare:
Habt Ihr in Eurem aktuellen Partner denjenigen gefunden, den Ihr Euch immer erträumt habt? An dem Euch wirklich gar nichts stört? Den Ihr sowohl von ganzem Herzen liebt als auch leidenschaftlich begehrt?

Ich frage, da ich bisher immer nur einen Teil der möglichen Empfindungen einer Mann-Frau-Begegnung in einem (potentiellen) Partner gefunden habe.
Und ich frage mich natürlich, welche Ansprüche ich an meinen Zukünftigen haben darf...
 
G

Gast

Gast
  • #2
An alle glücklich liierten Paare:
1. Habt Ihr in Eurem aktuellen Partner denjenigen gefunden, den Ihr Euch immer erträumt habt?
2. An dem Euch wirklich gar nichts stört?
3. Den Ihr sowohl von ganzem Herzen liebt als auch leidenschaftlich begehrt?

Das sind ja gleich drei Fragen auf einmal.
Frage 1: Ja
Frage 2: Nein, es gibt schon Dinge, die mich (manchmal) an ihr stören, z.B. ihre Tischmanieren. Ich bin da einfach etwas anders (feiner) erzogen. Manchmal auch ihre mangelnde sexuelle Experimentierfreude. Sie ist da schon offen, das nicht. Aber die Initiative muss von mir ausgehen. Manchmal auch ihre mangelnde Bereitschaft zum Risiko und ihr Unwillen, sich auf eine Sache festzulegen.
Frage 3: Ja

Liebe FS, ich finde es ganz wichtig, dass du deinen Zukünftigen sowohl liebst als auch begehrst, anders kann eine Beziehung m.E. nicht funktionieren. Zu deiner ersten Frage fällt mir ein, dass ich zwar jetzt sage, dass ich mit so eine Frau immer erträumt habe, das aber, wenn ich ehrlich bin, so gar nicht stimmt. Ich träumte immer von anderen Frauen, musste aber feststellen, dass diese "Traumfrauen" schnell zu "Albtraumfrauen" werden und sie auf lange Sicht nicht das erfüllen, was ich mir erhoffte. Meine jetzige Frau tut das, auch wenn sie auf den ersten Blick ganz anders ist als meine "Traumfrau".
Was die Dinge anbelangt, die einen stören: Ich fände es furchtbar, wenn es an ihr nichts gäbe, was mich stört. Das würde nämlich bedeuten, dass sie in allem genauso ist wie ich. Ich brauche aber keine weibliche Version von mir, ich will eine eigenständige andere Person lieben. Es ist aber doch nur natürlich, dass mich diese Andersartigkeit zwar anzieht, gelegentlich aber auch nervt.
 
  • #3
ähm,

a.) Nein, es wäre mir nicht in den Sinn gekommen sie dahingehend anzusprechen, und eigentlich haben wir beiden tapfer versucht NICHT zusammen zu kommen... hat nicht geklappt, wir sind zusammen nun seit fast 2 Jahren..
b.) Och klar gibts da einiges, aber nichts grundlegendes, wie bei meinen vorherigen Beziehungen.. wir haben auch noch kein einziges Mal gestritten..
c.) so "richtige" Liebe kam dann erst später hinzu.. jetzt krachts aber dafür ganz schön im Funkenflug.
und sexuell war da immer schon ganz schönes Lodern da..
 
G

Gast

Gast
  • #4
Mit meinem Mann ist es wirklich so, dass man sagen kann "wir passen perfekt zusammen" und das in emotionaler als auch in sexueller Hinsicht. Nach schon 11 Jahren Beziehung ist der Sex noch relativ häufig und im Alltag ist einfach alles eingespielt und man kann sich auf den anderen verlassen und dennoch ist es nicht langweilig.

Kleinigkeiten die ihn an mir stören und umgekehrt gibt es natürlich auch, jeder Mensch hat eben seine Macken!

Und ja, ich liebe ihn vom ganzen Herzen und finde ihn sehr begehrenswert.

Also ich kann mir keinen besseren Partner vorstellen. WENN es zu einer Trennung kommen WÜRDE, wäre es für mich wahrscheinlich unmöglich eine neue Beziehung einzugehen, weil ich alle anderen Typen mit meinem Schatz vergleichen würde. Aber so einen werde ich nicht mehr finden! Deshalb behalte ich ihn :)
 
G

Gast

Gast
  • #5
An welche Paare richtet sich diese Frage, die seit kurzem ( ein paar Monate) oder schon länger ( 10 Jahre und mehr) zusammen sind? Denn die Art der Partnerschaft ändert sich mit der Zeit. Was am Anfang enorm von Bedeutung war, tritt in den Hintergrund. Und es ist sehr wichtig, auch nach dieser Veränderung zu sagen:" Ja, dies ist mein Traumpartner". Ich denke, in der langjährigen Partnerschaft geht diese Leidenschaft, die für den Anfang der Beziehung typisch ist, diese Verliebtheit, einfach verloren. Nur muss man/frau den Partner enorm respektieren und lieben, um über seine/ihre Unzulänglichkeiten hinwegsehen zu können und die zu akzeptieren.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Auch nach vielen Jahren verbindet mich mit meiner Frau Liebe und Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft nicht mehr da ist, ist die Liebe auch weg (egal, was Leute, die es sich in einer Ehe gemütlich gemacht haben oder Romantiker einem vorzumachen versuchen). Es gibt schon Dinge, die mich an meiner Frau stören, zum Beispiel ihre Sturheit, aber auch noch in hohem Alter stören werden, denn sie ist tatsächlich meine Traumfrau.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Ich habe in meinem jetzigen Partner (seit 5 Jahren sehr glücklich zusammen) sehr viel "gefunden", was mir an einem Menschen, in einer Beziehung wichtig ist: Ehrlichkeit, gleiche Lebensanschauung, Treue, Humor, Körperliche Anziehung, Respekt, Wertschätzung und sicher noch einiges anderes
Es kommt mir in einer Beziehung auf die ähnlichen Werte an. Sonst kann ich mit einem Menschen auf Dauer nicht leben.
Dennoch gibt es an meinem Partner (und ihm geht's sicher genauso) auch Dinge, die mich stören. Aber es wäre für mich unnatürlich, eine perfekte Harmonie zu leben, denn Reibungspunkte können auch dazu da sein, um über sich selbst zu lernen, sich weiterzuentwickeln.
Ich stehe heute schon ganz woanders, als noch vor einigen Jahren. Da war ich am Ende einer sehr lange Beziehung, die nur mehr geprägt war von TV, leeren Gesprächen (wenn überhaupt), keine gemeinsamen Perspektiven und Ziele.
Also ich persönlich möchte mich weiterentwickeln und wachsen. Das geht für mich in einer Partnerschaft, wenn die Basis für mich stimmt und man durch die Andersartigkeit des Partners wachsen kann.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Lieber FS,

ich antworte hier als eine leidenschaftlich verliebte Frau, die mit Ihrem "Traummann" nun schon 25 Jahre zusammen und davon 20 verheiratet ist. Er war nie der Mann, den ich mir erträumt habe, aber mit ihm sind (fast) alle meine Träume wahr geworden. Unsere Liebe und unsere Beziehung hatten normale Höhen und Tiefen, was bei drei Kindern (9, 14 und 15 Jahren) sicher nicht ausbleibt.
Wie ein Vorredner schrieb; wir sind gemeinsam gewachsen und gereift, haben einander den Halt aber auch den Raum gegeben, den der andere brauchte und haben uns immer noch viel zu sagen.
Es funkt - im Streit und beim Sex - und es ist wunderbar, dass wir nach sooo langer Zeit noch neues zusammen erleben können und die Leidenschaft ihren Platz hat. Rückblickend betrachtet, waren die Phasen ohne ausgeglichene Sexualität die schwierigsten in unserer langen gemeinsamen Zeit. Natürlich könnte man fragen: Henne oder Ei?
Tatsächlich glaube ich, dass uns unsere körperliche Anziehung und die Harmonie die durch gelebte Sexualität entsteht, alles andere wieder einfacher und eben gemeinsam geht.
Er ist somit nicht nur der geliebte Vater meiner Kinder, sondern auch mein Freund, mein Geliebter, mein Fels.
Dazu muss ich erklären, dass ich derzeit diejenige bin, die nun den Hauptverdienst beibringt.
Wir konnten über unsere immer wieder wechselnden Rollen auch viel Verständnis für den anderen und seine Tätigkeit, Belastung und Freuden entwickeln.Das hat uns gestärkt und meinen Mann immer wieder interessant für mich gemacht.
Obwohl er nicht mein Traummann war - er ist es geworden!
VG w; 48
 
Top