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  • #1

Glücklicher mit Partner?

Aurelia: Ich vertrete die Ansicht, dass man mit einem Partner auf die Dauer kein glücklicherer Mensch wird als man ansonsten ist. Sicher, in einer ersten Verliebtheit schwebt man auf Wolke sieben. Doch bin ich der Ansicht, dass der "Glücklichtkeitspegel" sich nach einiger Zeit wieder auf den durchschnittlichen Ursprungszustand einpendelt. - Das heisst, ein tendenziell unzufriedener Mensch bleibt unzufrieden, ein tendenziell zufriedender Mensch bleibt zufrieden. Ich finde auch, dass man nicht den Anspruch erheben kann, über einen Partner zu einem grösseren, dauerhafteren Glücksempfinden zu kommen. Ich finde solche Ansprüche unrealistisch, fast unmenschlich. Interessant ist, dass besonders Männer, wenn ich meine Ansicht äussere, sehr konsterniert reagieren und finden, ich hätte eine zu abgeklärte Einstellung. - Was haltet ihr davon?
 
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  • #2
ich, w, 41 stimme Dir da voll und ganz zu.
Ein Partner kann uns nicht glücklich machen. Wir können mit einem Partner unser Glück, unsere Freude, unsere Liebe, Wertschätzung, usw. teilen.
Das Glück, die Liebe, die Freude, die Wertschätzung, usw. muss in uns selbst vorhanden sein.
Dann kommt das Sprichwort zu tragen: Geteiltes Glück ist doppeltes Glück, usw.

Das Drama in vielen Beziehungen ist, dass vom Partner erwartet wird, dass der für unser Glück, unsere Liebe, usw. sorgen soll. Das ist aber nicht seine Aufgabe, sondern unsere eigene.
 
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  • #3
siri

es gibt Themen - dieses ist eines!!! - über die du mit einem Mann, wenn du Interesse an ihm hast, nicht sprechen sollte. Vielleicht kann er sich nicht vorstellen, daß du einfach und grundlos über einen Gedanken sprechen möchtest. Vielleicht denkt er, daß du ihm auf eine etwas komplizierte Art erklären möchtest, daß er sich überhaupt nicht bemühen muß.

Männer sind einfach romantischer als Frauen! Du solltest ihnen nicht ihre Illusionen nehmen...
 
  • #4
1. Die zentrale Frage solcher Diskussionen ist ja, was GLÜCK überhaupt ist. Ich behaupte, Glück ist ein spontanes, momentanes Gefühl, d.h. man empfindet Glück in bestimmten Momenten, zu bestimmten Anlässen, aber man ist nicht dauerhaft glücklich. Man kann zufrieden sein, ein erfülltes Leben führen, aber wirkliches Glück empfindet man nur kurzzeitig.

2. Ist man zufriedener und öfter glücklich mit Partner? Ich denke, ganz sicher ja. Der Mensch ist einfach biologisch auf Partnerschaft angelegt. Er braucht Geborgenheit, körperliche Nähe, Berührungen, Umarmungen. Wenn man Glücksmomente nicht teilen kann, sind sie viel weniger wert. Lachen, Freude, Erfolge bringen viel mehr Spaß, wenn man sie jemandem erzählen kann, wenn man sie gemeinsam genießt. Auch Trauer, Trost, Kummer sind geteilt besser zu ertragen. Viele dieser Aspekte setzen aber sehr weitreichendes Vertrauen, Intimität und Geborgenheit voraus, wie sie die meisten Menschen nur mit einem langjährigem Partner oder ihren Eltern empfinden, nicht aber mit Freunden oder Bekannten. Daher behaupte ich, ja, der Mensch ist mit einem Partner auf Dauer sehr viel glücklicher.

3. Dass der Mensch mit Partner insgesamt glücklicher ist, sieht man oft auch bei älteren Menschen, die ihren langjährigen Partner verloren haben. Nicht nur die praktischen Aspekte verursachen dabei Leiden, sondern der Mangel an Geborgenheit, an jemandem, dem man wirklich alles erzählen und ihm grenzenlos vertrauen kann. Plötzlich stehen sie alleine da und finden dafür auch keinen Ersatz mehr.

Ja, ich stimme den in der Titelfrage genannten "konsterniert reagierenden" Männern durchaus zu. Für mich klingt die von Aurelia in der Titelfrage skizzierte Einstellung schon etwas trübsinning. Irgendwie schwingt da etwas mit, das vom Leben enttäuscht, wenn nicht gar verbittert ist. Ein Partner bietet so viel. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück, geteiltes Leid halbes Leid. Das sind Sprichworte, die wirklich zutreffen.
 
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  • #5
Stimme Aurelia und #1 zu, und auch dir Siri - es ist vermutlich besser, solche Gedanken einem Mann nicht gleich auf die Nase zu binden. Ich finde das nicht abgeklärt und schon gar nicht trübsinnig - was bitte soll daran trübsinnig sein, wenn jemand auch ohne Partner auch glücklich sein kann??? Meine Persönlichkeit bleibt ja auch in der Beziehung erhalten, ich werde ja nicht plötzlich ein "anderer" Mensch, und auch vom Partner ist das nicht zu erwarten.
Und zu #2.2: Für mich ist ein Glücksmoment ein Glücksmoment und sicher nicht "viel weniger wert", wenn er nicht geteilt wird.
 
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  • #6
at Frederika, zu deinem letzter Abschnitt:
Einmal mehr masst du dir an, mich zu beurteilen, ohne mich zu kennen. Ich muss dich enttäuschen: wohl gerade weil ich meinen Appraoch konsistent verfolge und nicht an andere Menschen den Anspruch stelle, mich glücklich oder glücklicher machen zu müssen, bin ich vom Leben sehr gesegnet. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Ich frage mich natürlich, was dein Antrieb ist, mich als "vom Leben entäuscht", "verbittert" und "trübsinnig" zu bezeichnen... Never mind....
 
  • #7
Ich denke dass man mit dem richtigen Partner schon glücklicher ist wie alleine.
Man kann glückliche und traurige Momente teilen. Das Gefühl angekommen zu
sein ist schon sehr schön.
Aber eine nicht passende Beziehung kann auch die Hölle sein.
Viele haben gelernt auch als Single glücklich und zufrieden zu sein.
Und das ist auch gut so.
Nur das hält uns davon ab bei der Partnerwahl faule Kompromisse
einzugehen.
Ich bin der Meinung, nur wenn man in sich ruht und mit seinem Leben
zufrieden ist, ist man interessant für jemand anderen.
 
  • #8
@#5: Liebe Aurelia, ich habe Dich nicht als solches bezeichnet. Im Gegenteil habe ich extra vorsichtig formuliert "Für mich klingt Aurelias Einstellung trübsinning..." -- Du hast eine Frage gestellt und eine Antwort bekommen. Für mich klingt es wirklich enttäuscht bis verbittert, wenn man annimmt, dass ein Partner das Leben nicht glücklicher machen könnte. Es klingt so, als ob man bisher nie mit einem Partner zufriedener war als ohne, als ob man aufgegeben hätte einen Partner zu finden, mit dem das Leben insgesamt noch erfüllender, glücklicher werden könnte.

Es tut mir leid, wenn Du Dich deswegen persönlich betroffen fühlst. Es war nicht meine Absicht, Dich zu beurteilen oder gar anzugreifen, sondern nur meine Interpretation, wie Deine Aussage auf andere wirkt -- genau das hast Du gefragt, indem Du von den konsternierten Männern berichtet hat. Für mich ist es nämlich kein Wunder, wenn Gesprächspartner auf Deine Ansicht konsterniert reagieren, denn sie werden womöglich ähnliche Assoziationen haben wie ich. Genau das habe ich deutlich gemacht. Was erwartest Du von Antworten? Es war doch klar, dass manche diese, manche eine andere Meinung zu diesem kontroversen Thema haben werden? Wenn Du damit nicht leben kannst, musst Du solche Fragen nicht stellen.
 
V

VirginiaWoolf

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  • #9
Albert Schweitzer: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

Ich sehe zwischen Zufriedenheit und Glück eine "Erhöhung", also tiefe Liebe entspricht
diesem Glück, vielleicht ist Glück die Fähigkeit, bedingungslos zu lieben.
Doch wie #1, all das was wir teilen wollen, muss in uns sein.

Unzufriedenheit, z. B. mit Beruf oder anderem kann die Partnerschaft nicht abbauen,
an allen Unzufriedenheiten muss man von den Ursachen her etwas ändern.

Und wenn wir es jetzt "besser" wissen, die Herren sollten dies dann gar nicht lesen,
dann sollten wir den Herren, jedoch auch uns diese Illusion erhalten, damit die Partnerschaft
nicht in Langerweile, Trostlosigkeit und Gleichgültigkeit versinkt.
Glück auf!
Virginia
 
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  • #10
zu #5: Ich lese schon lange mit und finde Bewertungen anderer auch nicht gut. Hier wurde aber wirklich von Frederika auf deine Frage geantwortet. Auf sie wirkt es so und so, wenn du diese Einstellung hast. Bitte vertragt euch, sie hat doch interessante Punkte aufgeführt, die man diskutieren sollte.

Auf mich wirkt es übrigens auch ein wenig schade wenn man sich von einem Partner nicht mehr Glück verspricht. Ich bin mit einem Partner den ich liebe immer glücklicher gewesen als alleine.

w, 51, verwitwet
 
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  • #11
Ich verstehe nicht, warum Frau dieses Thema oder ähnliche nicht mit einem Mann besprechen sollte oder darf? Wieso müssen Männer "geschont" werden? Sie sind doch keine Kinder!? Liebe Fragestellerin, ich finde Deine Einstellung sehr vernünftig und realistisch. Doch Gott sei Dank, sagst Du die Phase des Frisch-Verliebtsein bildet die Ausnahme. Ich wünsche Dir eine Partnerschaft, in der Du Dich immer wieder auf's Neue in Deinen Partner verliebst. Das gibt's.
Alles Liebe, C.
 
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  • #12
at 6 und 10:
persönlich treffen tut mich nur etwas, dass jemand den ich kenne, vorbringt. ich wollte einen punkt machen, den ich in diesem forum schon einmal vorgebracht habe: urteile über menschen soll man sich sparen; seien sie noch so nett und freundlich verkappt formuliert. ich mag jedoch sachliche, kontroverse diskussionen. - privat wie auch beruflich.
 
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anoki

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  • #13
Wissenschaftlichen Studien zufolge geht das Glückslevel ungefähr zwei Jahre nach der Heirat wieder auf sein ursprüngliches Niveau zurück.
Aber, und das wird bei der Diskussion über Glück häufig übersehen: der Mensch passt sich in seinem Glücksempfinden relativ schnell an die Umstände an, Glück ist wie eine Rolltreppe, die man entgegen der Laufrichtiung emporsteigt. Darum sind Lottogewinner und Menschen mit Behinderung nicht immer besonders glücklich oder unglücklich.
Ein Teil des Glücksempfindens ist genetisch bedinngt, ein kleiner Teil verdankt sich äußeren Einflüssen - und ungefähr die Hälfte hängt davon ab, was man tut und wie.

Eine Partnerschaft ist nicht deswegen auf Dauer glücklich, wenn man sie einrahmt und an die Wand hängt: "Das habe ich im Leben also auch geschafft.", sondern eine Partnerschaft kann dann dauerhaft glücklich sein, wenn beide daran (und an sich) arbeiten und sich gemeinsam weiter entwickeln.

Mehr zum Thema Glück aus wissenschaftlicher Sicht: Sonja Lyubomirsky, The How of Happiness - mal eine erfrischende und fundierte Alternative zu allgemeinen Wohlfühlbüchern und Glücksratgebern, die sich irgendwer aus den Fingern gesogen hat.
 
  • #14
Ich stimme #2 voll zu.
Die Frage klingt ein bisschen verbittert und resigniert.
Ich selber kann sehr gut alleine leben und habe das auch einige Zeit mit einem hohen Maß an Zufriedenheit getan. Glücklicher bin ich jedoch in einer Partnerschaft. Zu wissen, dass es einen Menschen gibt, der für mich da ist, mit dem ich auch die kleinsten Erlebnisse teilen kann...ich finde das ist ein wunderbares Gefühl des Glücks. Natürlich ist dieses Gefühl nicht 24 Stunden am Tag da, aber das liegt ja an uns selber. Auch das "Glück" eine liebevolle und erfüllte Partnerschaft zu haben, müssen wir uns immer wieder vor Augen führen um es zu begreifen und zu genießen.
 
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  • #15
Vielleicht liegt es ja daran, wie man "Glück" definiert/empfindet. Wenn man damit unterschwellig - trotz aller Reflektion - das Werbestrahlen rein weißer Zähne verbindet, dann ist eine Partnerschaft, deren Verliebtsein nicht mehr so das vom Anfang ist, der verkehrte Weg. Wenn man aber generell von einem nüchternen Glück als Glück ausgeht (so zusagen, das Glück im Kleinen, der Stille, des Alltags etc. pp), dann meine ich schon, dass man in Partnerschaft glücklicher ist als alleine. Aber auch ich stimme der Fragestellerin zu: das Naturell (mehr zur Zufriedenheit, mehr zur Unzufriedenheit zu tendieren) als solches verändert dauerhaftes Liebesglück bestimmt nicht. Was ich aber mittlerweile weiß, ist, dass allein der Umstand, dass der Alltag leichter wird (man kann sich austauschen, man hat ein Gegenüber, das hoffentlich auf eine reagiert , man teilt miteinander etwas, usw.), bereits ein Moment von Glück beinhaltet. Ich bin als Single nicht unglücklich, aber auch nicht wirklich glücklich, ich bin eher ..., ja, eigentlich ist es toll, dass ich, obwohl ich gerne mit jemandem zusammen wäre, dennoch ein froher Mensch bin. Sozusagen frohes Gemüt oder so. Aber man kann alleine, finde ich, nicht wirklich auf Dauer glücklich werden. Dazu bedarf es anderer Menschen. Ach so: und wenn das eine gute Freundschaft ist, mit der man sein Leben in vielen Punkten teilen kann, dann ist das m.E. genau so viel wert wie eine Partnerschaft. Amanda.
 
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  • #16
Ich meine, von Aurelia in Zusmmenhang mit einigen Exxen gelesen zu haben.

Das würde insofern zur Fragestellung passen. das dass ich mich grundsätzlich Frederica anschließen und zusätzlich empfehlen möchte:

Eben, auch ständiger Partnerwechsel KANN es nicht bringen. Eher im Gegenteil. Also: Lerne, mit und aus dir selbst heraus Glück zu empfinden und versuche dann evtl. mal an einer längeren Partnerschaft zu arbeiten.

Auch, wenn das unbequem ist und nicht im Trend der Zeit liegt.

Glück, das ist nach meiner eigener Erfahrung nämlich vor allem eine Frage der aufgearbeiteten inneren Abgründe sowie Einstellung = Arbeit.

Die sich unbedingt lohnt!!! Heute "brauche" ich keine anderen Menschen mehr, um glücklich zu sein. Ich mache selbst das beste aus dem Tag. Und wenn jemand mit mir Zeit, Raum und Empfinden teilen mag, schön. Wenn nicht, auch gut.
 
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  • #17
siri

#15 Frederika
da liegst du falsch.Dreisamkeit übertrifft alles. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Gefühle bei der Geburt unseres ersten Kindes. Die Gefühle, die ich da hatte, haben ALLES getopt!
 
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  • #18
at 13 von Aurelia:
Du hast meine Frage richtig verstanden. Genau darum geht es mir: den inheränten "Glücklichkeitslevel", der jeder schon in sich trägt. Viele interpretieren in meine Frage Sachen, die ich gar nicht angesprochen habe... Für mich interessant und bezeichnend. - Ich werde mir das Buch anschaffen.
 
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  • #19
Nat @ 17:
Falls du es nicht gemerkt hast: du kommst - wohl ungewollt - zum selber Ergebnis wie Aurelia.

Zu Aurelia:
Ich schliesse mich übrigens Aurelia an: Jeder trägt einen Glücklichkeitspegel in sich. Zu meinem mit einem Partner glücklicher zu werde ist, sich selber in die Tasche Lügen. Der Dalei Lama hat zu diesem Thema schon einiges zu sagen gehabt ("Die Reglen des Glücks").
 
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  • #20
Hallo Aurelia!

In der Sache stimme ich Dir zu, ich finde auch nicht, dass Du verbittert klingst.
Vielleicht reagieren die Herren konsterniert wegen der Art und der Situation, wie und wo Du Deine Meinung darstellst? Ich meine, wenn Du mit ihm händchenhaltend bei Kerzenschein in einem lauschigen Restaurant sitzt und sagst: "Mit dir - ohne dich - sch*egal", kann das schon komisch wirken.
Vielleicht lässt Du den Satz "mit Partner auf Dauer kein glücklicherer Mensch als ohne" einfach weg. Und sagst stattdessen sowas wie "man kann vom Partner nicht erwarten, dass er die persönliche Verantwortung für das Wohlbefinden des anderen übernimmt". So hatte ich jedenfalls Deine Meinung verstanden, und so haben es ja auch ein paar andere hier aufgefasst. So klingt es netter, und man lässt auch dieses blöde "Glück" aus dem Spiel.
 
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  • #21
Aurelia at 21:
Finde deinen Vorschlag sehr konstruktiv. Nehme mir das zu Herzen. Und zum Lachen hast du mich auch gebracht (mit der Restaurant-Szene... :))
 
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  • #22
Wenn man ohne Partner genauso glücklich wäre , dann gäbe es ja keinen Liebeskummer. Dann wäre bei "Schluß" nämlich genau der Zustand wiederhergestellt, an dem man auch ohne ihn glücklicher Single war... Fazit: mit ist schöner, ohne ist man aber nicht unglücklich
 
  • #23
@#18: Der Beitrag #15 stammte nicht von mir. Natürlich war der Inhalt Verarschung. Ich stimme Dir inhaltlich bezüglich #18 voll zu.
 
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  • #24
Ich habe in meinem Freundeskreis (>30 Personen) nur einen einzigen (!) Single. Und ganz objektiv betrachtet: er ist derjenige, der 1) am ausgeglichensten wirkt, 2) am meisten lacht, 3) dort wo andere schon ein Riesenproblem haben, er noch immer locker ist, 4) ... ich könnte Dir hier noch einige Punkte nennen, wo er im Vergleich zu den in einer Beziehung befindlichen Männern (ich vergleiche hier nur die Männer unter meinen Freunden) glücklicher wirkt und es wahrscheinlich auch ist. Auf die Frage, ob er die paare beneidet, antwortet er mit einem ganz entschiedenen "NEIN".
 
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  • #25
ZYX

@Aurelia:
> Ich vertrete die Ansicht, dass man mit einem Partner auf die Dauer kein glücklicherer Mensch wird als man ansonsten ist.

Ich vertrete die Ansicht, dass diese Aussage nicht auf alle Menschen zutrifft.

Ich frage mich, wie man dazu kommt, eine solche Ansicht zu vertreten, und dann noch dazu denen, auf die es nicht passt, Vorschriften zu machen.

Ich lehne hier sämtliche Aussagen ab, die den Anspruch erheben, für alle zu gelten ("man ist ...")

Wie wäre es mit ein bisschen Offenheit und Toleranz? Muss jeder so ticken wie man selbst?
 
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  • #26
zico,m
Ich finde das verliebtsein wie am ersten Tag(ist das Glück?) verändert sich ja nicht ohne Grund,aus Begehren wird ein Zusammenwachsen.Klar sollte auch jeder seine eigenen Glückmomente genießen,nur was fängst du an mit deinem Glück-wenn du vom Pech verfolgt bist---dann gucksd du mit Kullertränen!
 
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  • #27
ZYX

Ja, wer sagt denn, dass das erste Verliebtsein das Schönste ist?
Wollen Leute, die meinen, man wäre allein mindestens so glücklich wie zu zweit, gar nicht mit ihrem Partner zusammenwachsen?
Ist das vielleicht "out"?

Außerdem bedeutet "zusammenwachsen" nicht, dass es keine Freiräume und Unterschiede mehr geben darf.

Gibt es da vielleicht die "Individualität" als neue heilige Kuh? Die den Partner nur als Accessoir akzeptiert? Weil man sich ja eigentlich nur mit sich selber beschäftigen will?
 
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  • #28
Tja, genau das ist vermutlich der Haken?

- Dass es gängige Auffassung ist, mit der Paarbildung würde das Glück quasi nur so vom Himmel fallen? + Haus + Kind + Van - dann haut es einen aber um vor Glück...

Und tut es das (natürlich...) nicht, dann war es der oder die Falsche und es wird (hoffnungsvoll) das Gegenüber gewechselt...

- Die Konsumgesellschaft offenbart ihre Grenzen..
 
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  • #29
@22 Aurelia von 21: Gern geschehen! Wenn ich meine eigenen Ratschläge jetzt noch berücksichtigen würde, wäre ich glücklicher :)!

@28: ich glaube, keiner hier meint, man wäre allein mindestens so glücklich wie zu zweit. Ich meine, ich bin mit Partner nicht zufriedener als ohne. Ein Partner wäre für mich das Sahnehäubchen - aber ohne schmeckt die Torte auch nicht schlecht!
 
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JoeRe

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  • #30
Wie die Leute reagieren? Naja, hier in etwa so, wie Leute in einem Cafe reagieren, denen man erzählt, dass man ohne Kuchen auch glücklich sein kann, und dass der nur schlecht für das Cholesterin ist. Nicht immer die Schuld auf die Y-Chromosomen schieben...

Ob die These wahr ist oder nicht, weiss ich nicht. Auf jeden Fall suggeriert einem die Gesellschaft, dass eine funktionierende Beziehung das absolute Glück bedeuten kann, und übt Druck auf uns auf, eben eine solche zu schaffen. Viele landen in nicht funktionierenden Beziehungen, diejenigen, die es nicht schaffen, haben eben Sehnsucht nach einer funktionierenden.
Und natürlich wünscht sich jeder, das Gefühl auf Wolke sieben dauerhaft zu machen, und lebt in der Illusion, genau jetzt oder das nächste Mal wird es klappen.

Persönlich weiss ich immer noch nicht, ob ich auf der Suche nach einem Partner bin oder auf der Suche nach dem Weg, alleine glücklich zu werden. Heute abend eher das zweite.
 
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