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Gast

  • #1

Google-Mania?! - erlebt Ihr das auch?

Ich w mache immer wieder die Erfahrung, dass Männer aus Singlebörsen - durch Kombination von Vorname und Stadt - meine Internet-Präsenz finden und die Anonymität verlassen. Für mich hat das was von Machtgehabe, ich erlebe es als demonstrativ und unangenehm. Auch habe ich als Frau nicht mehr in der Hand, wann ich mich wem selbst vorstelle: distanzlos und übergriffig für mich! Vorname weglassen oder mit einem Buchstaben abkürzen, empfinde ich als unhöfliche Performance und mag es auch bei den Zuschriften der Männer nicht. Ich selbst frage mein virtuelles Gegenüber lieber direkt als zu googlen. Was manchmal einfach wäre. Für mich hat dies etwas mit Respekt zu tun. Das andere erlebe ich auch als Kontrollzwang: Ich will dir voraus sein... in dem, dass ich und was ich über dich weiß... Gibt es ähnliche Erfahrungen? Manche googlen und behalten ihr Wissen dann vielleicht auch für sich? Was bewegt Menschen, so zu "recherchieren" und die gleiche Augenhöhe zweier Anonymer damit zu verlassen?
 
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Gast

  • #2
Das habe ich mich auch vor kurzem gefragt, wie ein solcher Mann tickt.
Bei mir war das Problem, dass er versucht hat mich zu googeln und nichts herausgefunden hat. Daraus hat er wohl geschlossen, dass ich nicht "echt" bin und dass mein ganzes Profil nicht stimmt und sich mit einer bitterbösen Email von mir verabschiedet. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, da der ganze Email-Kontakt bisdaher sehr vielversprechend war. Ich glaube aber auch, dass dieses Verhalten etwas mit Macht und Kontrolle zu tun hat. Nicht auszudenken, wie sich solche Männer in einer Beziehung verhalten.
 
  • #3
Machtgehabe, Kontrollzwang, Respekt - ich lach mich echt tot! Was für ein Quatsch!

Es handelt sich schlicht um Neugierde, eine Eigenschaft, die nicht gerade Männer erfunden haben, liebe Fragestellerin. Wenn man dich schon anhand deines Vornamens und der Stadt eindeutig identifizieren kann, dann bist du halt zu leicht auffindbar. Das ist nicht die Schuld deiner Kontakte, sondern deine eigene. Wenn auf deiner Site Daten über dich zu finden sind, die nicht jeder sehen soll, dann nimm die Daten halt raus. So einfach ist das!

Ich google meine Kontakte auch, wenn ich glaube, dass ich sie finden kann. Warum auch nicht? Macht doch Spaß. Eine andere Frage ist natürlich, wie man die Daten verwendet. Ich verwende sie meistens gar nicht.
 
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Gast

  • #4
Auch ich google meine Kontakte, das dient mir auch dazu, ihre Glaubhaftigkeit zu überprüfen. Die meisten Selbstständigen sind über ihre beruflichen Homepages ja leicht zu finden. Selbst bin ich über google nicht zu finden.

Wenn Du so leicht auffindbar bist, würde ich vielleicht zunächst einen anderen Vornamen (z.B. Zweitnamen) benutzen und die Berufsbeschreibung vage halten.

Als Machtgehabe oder Übergriffigkeit fasse ich dieses googlen nicht auf. Was #1 allerdings erzählt, ist schon wirklich daneben, den Kontakt zu beenden, wenn man den anderen nicht bei Google findet *lach*. Wobei es mir sehr zu denken gäbe, wenn ich einen Kontakt, bei dem sicher ist, dass er eine berufliche Homepage hat oder in einem der Adressregister geführt sein müsste (Arzt, Anwalt ect.) nicht finden würde. Da hätte ich doch den Verdacht, dass er mich belügt.
 
  • #5
Das machen Frauen auch!
Auch ich habe fleißig gegoogelt...
 
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  • #6
Ich (w) google auch! Meistens nach Fotos, da bin ich häufig fündig geworden. Allerdings würde ich sowas nie erwähnen!
 
  • #7
Was es mit Machtgehabe und Übergriffigkeit zu tun hat, die Informationen zu nutzen, die eine Person selbst weltweit zugänglich veröffentlicht hat, erschließt sich mir nicht. Natürlich ist jede(r) neugierig und wenn ich die Möglichkeit habe, jemanden zu googeln, dann tue ich es. Das halte ich für das normalste der Welt und ich weiß, daß es einige weibliche Kontakte bei mir auch schon gemacht haben. Wenn ich im Internet aufzufinden bin, darf ich mich nicht beschweren, daß man mich im Internet auffindet. Ich beschwere mich doch auch nicht, wenn jemand, der meinen Namen kennt, meine Telefonnummer im Telefonbuch nachschlägt. Oder ist das auch Machtgehabe, weil derjenige die Macht, lesen zu können, schamlos ausspielt?

Natürlich sehe ich das Problem, daß auf diesem Weg die Anonymität der Partnerbörse verloren geht. Aber diese Anonymität gibt derjenige selbst auf, der Informationen preisgibt, aufgrund derer er im Internet gefunden werden kann. Sobald ich diese Informationen preisgebe, habe ich die Anonymität doch selbst verlassen und kann mich nicht beschweren, wenn mein Gegenüber seiner Neugierde Lauf läßt. Möchte ich das nicht, muß ich eben aufpassen, welche Informationen ich weitergebe. Normalerweise kann man mit dem Vornamen, dem Beruf und den Wohnort kaum jemanden googeln. Wenn es ausnahmsweise doch möglich ist und man das überhaupt nicht will, gibt es einfache Möglichkeiten. Man kann die etwas ausgefallene Schreibweise des Namens abwandeln (Carsten statt Karsten, Horst statt Horst-Kevin), den Beruf allgemeiner fassen (Arzt statt Internist) oder den Vornamen selbst ändern (Katja statt Katy). Ich hatte einmal eine Frau kennengelernt, die mir beim zweiten Treffen sagte, daß sie in Wahrheit anders heißt. Der Grund des falschen Namens, war genau der, daß sie sonst über ihren Beruf und den sehr ausgefallenen Vornamen hätte gegoogelt werden können. Sie hat sich einen Aliasnamen zugelegt, der phonetisch und assoziativ einigermaßen nahe am richtigen Namen lag. Wo ist das Problem?


@#2 Hervorragender Hinweis im ersten Satz des zweiten Absatzes!!!
 
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Gast

  • #8
Ich mach das auch und habe auch kein Problem damit, wenn mich ein Mann googelt. Ich habe eine HP und bin unter meinem Namen sehr leicht zu finden. Vorname und Stadt reicht allerdings nicht, da ich in einer Millionenstadt wohne und einen eher gebräuchlichen Vornamen habe. Aber sobald ein Mann meine Tel.Nr. hat, kann er mich googeln, da diese Nr. auf meiner HP steht.
Wo ist das Problem? Ich habe nichts zu verbergen.
 
  • #9
ich bin imer wieder erstaunt das macnhe scheinbar meinen das ihre Emailadresse nicht einzigartig auf der Welt ist. oder das simple Querverweissuche irgednwas anderes sein könnte als Neugierde..
mal davon abgesehen das Yasni und Co das so oder so schon automatisch tun. Es gibt schon einen Grund weswegen grade im Web 2.0 die halbe Welt nur mit "Nicknamen" unterwegs ist.
 
  • #10
Ich habe noch niemanden über Google gesucht. Bisher sah ich da keine Veranlassung. Wenn da aber Angaben wären, die ich für erfolgreich halten würde, der Kontakt mich so sehr interessiert, dass ich nicht warten kann/will, was ich von ihm selbst erfahre, würde ich es auch tun.

Mich kann man auch problemlos finden, da ich mehrere HP's habe und ein eigenes Fachforum betreibe. Ich habe kein Problem damit.

Ich habe auch hier schon mehrmals geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass Anonymität im Netz einfach nicht aufrecht zu erhalten ist. Das ist einfach eine Tatsache!

Wer damit nicht leben kann und will, muss sich ganz einfach aus dem Internet heraus halten.
 
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Gast

  • #11
Ich finde, dass stinknormal, dass man Leute, für die man sich interessiert, googlet! Und Frauen, die sich darüber aufregen, sollten am besten nicht ihren Nachnamen preisgeben oder in Internetforen unterwegs sein! Was für eine Hysterie! Lg
[Mod. = Signatur gelöscht]
 
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Gast

  • #12
Ich sehe das genauso nüchtern wie Thomas - selbst schuld. Wer seine Daten ins Netz stellt oder stellen lässt, muss auch damit leben, googlebar zu sein. Bei größerem Interesse google ich auch, ohne schlechtes Gewissen und aus reiner Neugier....
 
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  • #13
FS
@#1
Das ist ja auch eine heftige Variante... Ja, die Frage stelle ich mir ebenfalls, wie solch ein Mann in der Partnerschaft tickt, trickt und trackt ^^ (natürlich rein rhetorisch, die Frage).

Interessant finde ich die Wertungen und Urteile ("selbst schuld" etc.), die auf Unterstellungen basieren. Von genannten Nachnamen ist die Rede, von veröffentlichter, leicht findbarer E-Mail-Adresse, angeblich leicht zu findenden Daten im Profil... hallo?! Woher wissen die Kommentatoren denn, was ich geschrieben habe und preisgebe? Wie ich schon in der Frage schrieb, entscheide ich gerne selbst, wem ich mich höflich und verbindlich mit Klarnamen vorstelle. Und ich bin schließlich bewusst in einer anonymen Single-Börse. Ich nutze auch eine Prepaid-Mobilfunkkarte statt mein Jobhandy, um eben so lange anonym zu bleiben, wie es sich richtig anfühlt. (Manchmal für immer ^^)

Und zu dem Business-Site-Argument: Was hat eine Partnersuche via zwischengeschalteter Agentur mit der Internetpräsenz einer beruflichen Seite zu tun? Ich bin ja privat hier. Wer sofort (ab)wertet, wehrt in meinen Augen auch ab. Ich habe etwas über mich und meine Wahrnehmung(en) mitgeteilt. Und für mich ist dieselbe Augenhöhe verlassen. Die (Ver)Urteiler haben auch etwas über mich mitgeteilt *g* Wahrscheinlich kennen sie mich, ohne dass ich es weiß... ;-)

Neu-Gier... ja, der Begriff trifft's...
 
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Gast

  • #14
Wenn du eine Internet-Präsenz, ich deute das als Homepage hast, dann verstehe ich nicht wo das Problem liegt, denn du hast dich doch quasi selbst ins Netz gestellt, der Öffentlichkeit Preis gegeben.

Im überwiegenden Teil wird es Interesse an der Person sein, warum Menschen im Netz nach Informationen suchen.

Wenn du damit ein Problem hast, dann lösch die Homepage oder gib ihr ein Passwort.

w
 
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Gast

  • #15
@FS: Ich kann dich gut verstehen, ich bin leider auch nur mit meinem Vornamen schnell auffindbar, samt Praxisadresse und Telefonnummer. Privat zum Glück nicht, da ich meine Daten aus den Telefonbüchern rausgenommen habe. Mein Rufname kommt aus dem Ausland, mein Zweitname ist zwar ur-deutsch, aber der Unterschied wäre dann doch sehr krass.
@alle anderen: Nein, ich habe diese Daten NICHT selbst ins Internet gestellt, sondern bin in vielen Ärztesuchmaschinen und Internet-Branchenanzeigen drin, ohne jemals darum gebeten zu haben.
 
  • #16
ich mach das auch immer. Die Neugierde siegt da und ich finde es normal, wenn man alle Informationsquellen nutzt, die einem zur Verfügung stehen. Im RL wäre das so, als würde man eine Freundin über den Mann ausfragen. Würde jeder machen, oder würdest du, wenn du raus findest das eine Freundin von dir die Eroberung kennt, nur sagen, oh wie schön? Nein, du würdest sie ausfragen. Mehr<ist googlen auch nicht. Alle Informationen hast du selbst im Netz hinterlassen, also was gibt es da für ein Problem. Ich mache das bei Bewerbern auch manchmal. Un die Erkenntnisse die ich aus dem Netz gezogen habe, hat auch schon den Ausschlag gegeben jemanden nicht einzustellen, also sollte man sich immer bewußt sein, dass jeder alle Infos über einen im Netz lesen kann und eben auch oft tut
 
G

Gast

  • #17
@ #12

Wenn im Internet Daten über dich kursieren, müssen sie dort ja auch irgendwie hin gekommen sein. Daher kann man schon davon ausgehen, dass du selbst auch deinen Beitrag dazu geleistet hast.

Ich will ebenfalls anonym bleiben und daher gebe ich nirgends meine Daten an. Kein Facebook, StayFriends, Telefonbucheinträge oder andere Plattformen, auch nicht im beruflichem Bereich und bis heute sind keine Daten über mich zu finden, mit einer (unbedeutenden) Ausnahme für die ich selbst verantwortlich bin.

@ #14

Naja, berufliches und privates sollte man schon trennen können. Verstehe deshalb immer noch nicht wo das Problem liegt wenn die Praxisadresse im Netz steht samt Namen.

Irgendwie willst du doch auch zu Patienten kommen, oder? Und wenn ein interessierter Mann dich nun so findet ist das doch nicht schlimm. Er hat deine Arbeitsstelle gefunden, mehr nicht.

Viell. will er auch nur überprüfen ob du tatsächlich Ärztin bist und sucht deshalb deine Praxis. Frag ihn doch ganz einfach warum er dich gegoogled hat.
 
  • #18
Was hier überhaupt nicht diskutiert wird, ist die Frage, wie jemand mit den Informationen umgeht, die er ergoogelt hat.

Erstens muss ich sagen, dass ich so furchtbar spektakuläre Informationen noch nie über jemanden rausbekommen habe. Manchmal sind ein paar Details zum Beruf, manchmal kann man die Schulen ermitteln, in denen jemand früher wahrscheinlich war. Das sind ja alles keine Informationen, die einen Einfluss auf den Kontakt haben.

Und deswegen würde ich auch immer für mich behalten, was ich so ergoogelt habe. Zum Beispiel würde ich beim Date niemals sagen: "Du bist in Stuttgart zur Schule gegangen?" Das klingt zu sehr danach, als wolle man damit prahlen, dass man etwas über den Kontakt rausbekommen hat.

Und wenn man die Google-Informationen für sich behält, dann stellt sich die Google-Mania-Frage überhaupt nicht.
 
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Gast

  • #19
Liebe FS,
was erwartest Du denn?
Du suchst im Internet einen Mann.
Also sitzt er bereits vor seinem Computer, wenn er Dich auf EP findet. Jeder halbwegs intelligente Homo Sapiens kann dann gleich bei Google Deinen Vornamen und Wohnort eingeben. Wenn Du das nicht willst, gib doch einfach erst Deinen richtigen Vornamen preis, wenn er mit Dir das 2. Date vereinbaren will.

Wenn ein Mann mich nicht googlen würde, würde ich ernsthaft an seiner Intelligenz und an seinem Interesse zweifeln.

Wenn ein Mensch sich für einen anderen interessiert, will er doch so viel wie möglich über ihn wissen, oder? Googlen ist das natürlichste der Welt.
Bald werden auch alle Dein Haus bei Streetview begutachten. Oder lässt Du es pixeln?
Sei mal nicht so panisch und gib einfach einen anderen Vornamen an. Kann doch nicht so schwer sein und ein verständnisvoller Mann hat sicher kein Problem damit.
Meine Dates haben auch erst mal einen falschen Namen bekommen, ich bin auch leicht zu finden. Keiner hat mir das übel genommen, eine Frau muss schliesslich Selbstschutz vor Stalkern und anderen Idioten treffen.
 
V

Vicky

  • #20
Liebe FS,

irgendwie ist mir nicht so ganz klar, wo Du ein Problem siehst. Komisch finde ich, dass Du googeln als "Machtgehabe" und als "demonstrativ" und "unangenehm" empfindest. Die allermeisten Menschen googeln aber doch aus ganz harmlosen Gründen im privaten Bereich - meist handelt es sich schlichtweg um Neugier. Neugier ist eine typisch menschliche und durchaus gesunde Eigenschaft eines Menschen, wie ich finde. Natürlich ist es prinzipiell auch möglich, aus schlechten und sogar kriminellen Gründen zu googeln, klar..

Dass Du es aber dann wiederum als "unhöfliche Performance" empfindest, den Vornamen wegzulassen oder nur den Anfangsbuchstaben anzugeben, verstehe ich aber bei Deiner Besorgnis oder negativen Einstellung zum Personen-googeln so gar nicht. Gerade im Internet - und da vor allem auf Singleplattformen - nutzen doch die meisten einen Nickname, der überhaupt nichts mit dem eigenen Vor- oder Nachnamen zu tun hat oder Leute benutzen ihren Vornamen - aber damit alleine kann ja niemand was anfangen. Das ist doch total legitim und ich kann daran nichts Unhöfliches erkennen. Es gibt doch sehr gute Gründe dafür, einen Nickname zu benutzen (oder eben lediglich den eigenen Vornamen) - eben die Wahrung der Anonymität. Gleichzeitig legt man sich so eine gewisse Internet-Identität und Wiedererkennungsmerkmal zu, was die Kommunikation oft interessanter und leichter macht.Für mich ist es selbstverständlich, dass ich bei ersten schriftlichen Kontakten in einer Singlebörse nicht meinen echten Vornamen angebe.. Das sind doch vernünftige Schutzmechanismen.

Also für mich passt es nicht zusammen, dass Du es als unhöflich empfindest, den Vornamen nicht anzugeben aber das Googeln Dir gleichzeitig nicht geheuer ist. Fände es interessant, hier von Dir nochmal eine Rückmeldung zu bekommen. ;)

Wo ich Dir aber - auch wenn Du dieses Thema nicht explizit angesprochen hast aber vielleicht konkludent meintest - "Recht" gebe, ist, dass man schon sehr vorsichtig sein sollte, was man so von sich ins Netz stellt. Ich habe mich aus diesen Gründen aus Seiten wie facebook, studivz usw. wieder abgemeldet, weil mir das auf Dauer zu "spooky" war. Andererseits ist mir natürlich klar, dass ich durch meine Abmeldung auf diesen Seiten nicht einfach aus dem Internet verschwinde, sondern, dass das alles noch abrufbar ist. Aber eben nicht für jedermann ständig und leicht.

Was ich in diesem Zusammenhang noch unmöglich finde, ist, dass man eigentlich kaum mehr auf ne Party gehen kann wenn man nicht am nächsten Tag im Netz zu finden sein will. Auf vielen Parties werden Fotos gemacht, heute hat ja auch jeder durch sein Handy unglücklicherweise eine Kamera dabei. Und viele finden nichts dabei, die kompletten Fotos dann am nächsten Tag bei studivz o.Ä. in ihren Fotoalben zu veröffentlichen. Natürlich wird man nicht gefragt, ob man einverstanden damit ist, dass Fotos von einem veröffentlicht werden. Das empfinde ich als echte Unhöflichkeit und das kann auch erhebliche Nachteile mit sich bringen, die man in diesem Moment noch gar nicht voraussehen kann. Und damit meine ich nicht, dass man auf Fotos total betrunken, halbnackt oder auf den Tischen tanzend, zu sehen sein muss. Das bloße Fotografiert werden in ganz normalen Situationen und das anschließende unerlaubte Veröffentlichen, empfinde ich schon als große Distanz- und relative Intimsphärenverletzung.

Ich habe aber andererseits auch keine Lust, dauernd auf einer Party rumzurennen und zu verkünden, dass ich nicht möchte, dass meine Fotos veröffentlicht werden. Die meisten empfänden das wohl als spießig, man kann sich dann blöde Sprüche anhören, was man denn zu verbergen hat usw. Wenn man hingegen mal an früher denkt - da wurden nur zu besonderen Anlässen Fotos gemacht und dann auch nicht so wahllos und massenhaft. Und dann hat man die Fotos vielleicht in seinem näheren Umfeld herumgezeigt und das war's. Da haben die Fotos vielleicht ein paar Dutzend Leute gesehen, wenn überhaupt. Aber heute...
 
  • #21
Liebe FS
Dir ist schon klar dass dies eine Internetplatform ist, oder? Klar doch googelt man seine Kontakte, macht mein Arbeitgeber auch.
Ich finde Neugierde ist sogar eine positive Eigenschft (solange sie nicht krankhaft ist), sie bringt uns dazu neues zu entdecken, die gesamte Forschung basiert auf dieser Menschlichen Eigenschaft.
Im Netz sind genügend bekloppte unterwegs, deshalb halte ich es für legitim zu googlen.

Wenn Du erst einmal anonym bleiben willst, na denn unterschreib einfach mit einen Spitznamen, hab ich auch immer gemacht. Wenn eine Nachgefragt hat wieso hab ich Ihr erklärt dass ich mit meinem Echtnamen recht einfach zu finden bin und ich das erstmal nicht möchte. Hat auch jede akzeptiert. Gedatet hab ich eh erst wenn Sie mir so sympatisch war daß ich meine Anonymität aufgegeben habe.

@ ThomasHH und die anderen "stells nicht rein wenn Du nicht gefunden werden willst" Na ja, das geht leider nicht. Ich bin in keiner frei zugänglichen Datenban selbst gemeldet (facebook etc.) habe keine HP und dennoch findet man eine 10 Seiten lange Liste über mich. Anfgefangen bei Mannschaftsaufstellungen und Ergebnislisten beim Sport, über Hobbies, Vereine bis hin zu Fachpublikationen und der HP meines Arbeitgebers.
 
  • #22
@#20 an mich: Ja, und was ist so schlimm daran, wenn man dich in irgendwelchen Mannschaftsaufstellungen oder Ergebnislisten sieht? Und warum hast du ein Problem damit, dass dein Name im Zusammenhang mit Fachpublikationen im Netz auftaucht? Ich finde das wirklich ein bisschen paranoid und hysterisch. Vermutlich ist dieser Irrsinn entstanden, weil letztens so viel über Google Street View diskutiert worden ist.

Man muss ganz klar zwischen der Art der Daten unterscheiden, mit denen man durch Googlen in Zusammenhang gebracht werden kann. Lokationsdaten können kritisch sein und deswegen kann zum Beispiel keiner meine Adresse und die Telefonnummern durch Googlen herausbekommen. Auch sollte der Arbeit- oder Auftraggeber nicht auffindbar sein, meine ich. Wenn ich meinen Namen in Anführungszeichen google, komme ich auf 7270 Hits. Aber keiner davon enthält kritische Daten.
 
  • #23
@21
sorry, da hast Du mich falsch verstanden. Stören tuts mich ganz und gar nicht. Ist ja nichts was mir peinlich sein müsste. Nur vermeiden kann man es halt nicht auffindbar zu sein, und dann kommt man auch recht einfach an die Adresse (was mich im allgemeinen auch nicht wirklich stört, hatte aber mal eine unangemeldete Besucherin die mein Nein nicht akzeptieren wollte). Ich wär Dir also Dankbar um Tips wie ich das vermeiden kann- ich steh in keinem Adressbuch aber auf der HP meines AG ist es unvermeidbar.
 
  • #24
@#22: Na ja, du musst halt den Weg zurückverfolgen, wie man an deine Adresse rankommen kann. Ich kann ja nicht wissen, welches Portal diese Daten veröffentlicht.

Was die Site deines Arbeitgebers angeht: Nun ja, du bist AFAIK Außendienstmitarbeiter, deswegen stehst du auf der Kontaktseite wohl sehr exponiert als Ansprechpartner. Wenn du Herbert Steffny heißt, würde ich zumindest darum bitten, dass dort nur "Herr H. Steffny" steht. In einer Partnerbörse würdest du dann mit Herbert unterschreiben. Damit bist du unauffindbar.
 
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Gast

  • #25
Mal weg vom Web...

Ich habe einen Mann gedatet, der vor dem Date an meiner Adresse vorbeigefahren ist. Er wollte sehen, wo ich wohne, wie die Straße, das Haus aussieht. Und er hat es mir erzählt.

Na und? Ich persönlich habe das als Interesse aufgefasst. Er fand mich interessant, wollte möglichst viel von mir erfahren - das ist doch nicht negativ?! Über meine Mailadresse (die ich ihm freiwillig verraten habe) kam er auf meine Website, darüber auf die Adresse. Was mir durchaus vorher schon bewusst war.

Wenn man einen Menschen "toll" findet, ist es doch nur natürlich, dass man möglichst viel von ihm erfahren möchte. Das ist weder kriminell noch Stalkertum. Früher hat man sich "unauffällig" im Bekanntenkreis "umgehört" - heute googlet man eben.

Allerdings hatte ich hier auch einen zwar netten und längeren, aber losen Kontakt. Begonnen als der Herr ganz neu hier war. Über den Vornamen, die Stadt und den Beruf wurde google schnell fündig. Nach Monaten hat er sein Profil geändert (Stadt, Berufsbezeichnung usw.) - ich habe ihm geschrieben, dass ich es schade finde, dass er wohl sichtlich schlechte Erfahrungen mit seiner Offenheit gemacht hat. Daraufhin hat er mich schleunigst gelöscht.

Vielleicht nehmen sich manche hier auch einfach nur zu wichtig ;-).

HG
w49
 
  • #26
#2, zweiter Absatz, Satz 1: Neugierde ;-)

Ich habe auch fleißig Google befragt...es bietet sich auch an, Facebook oder StudiVZ / meinVZ zu fragen... da findet man auch so einigs ;-) Manchmal gibt´s Fotoalben zum anschauen - ist doch nett. Ich habe auch kein Problem damit, wenn das jemand mit mir macht. Was keiner wissen darf oder ich nicht zeigen will, stelle ich nicht ins Netz, ganz einfach ;-)