• #1

Gott spielen im Leben des Partners?

Hallo liebe Mitforisten.
Gerade gab es ja einen spannenden Thread

Und da ging es am Ende darum, dass einer Gott spielen darf und der andere nicht.
Vermutlich würde das hier niemand mitmachen und sofort gehen, aber vielleicht habt ihr Lust, von euren Erfahrungen zu berichten, wo jemand das mit euch versuchte, als ihr jung und unerfahren wart, oder habt ihr selbst vielleicht Erlebnisse, wo ihr übergriffig wart und aus denen ihr gelernt habt?

Ein Beispiel von mir: Im Zorn hab ich mir tatsächlich schon konkret überlegt, wo ich den Laptop meines Freundes verstecke, damit er nicht auf eine bestimmte Dienstreise gehen kann. Zum Glück hab ich mich dann wieder eingekriegt 🤫

Bitte fühlt euch nicht negativ getriggert, ich hoffe einfach auf eine harmlose, lustige oder vielleicht auch philosophische Diskussion.

Für jeden steht am Eingang eine Portion🍿bereit!

W37
 
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  • #2
:D
Ich kann da leider nichts berichten. Weder hat das jemand mit mir versucht, noch andersrum. Ich wollte gern meinen ersten Freund dazu bringen, sein Leben in den Griff zu bekommen, aber nur, indem ich mit ihm geredet und gestritten habe, ihm Angebote gemacht habe und Mutti gespielt. Sowas wie im anderen Thread würde ich niemals überhaupt überlegen und würde das jemand bei mir machen, würde ich mich sofort verabschieden.
Aber ich bin gespannt, was andere so zu erzählen haben :)
w, 37
 
  • #3
Ich kann da auch nichts berichten. Sollte jemand mein Leben derartig beeinflussen wollen, wäre ich schnell weg. Und jemanden derartig zu drangsalieren finde ich unter aller Kanone.
 
  • #4
Nein, hab ich nie versucht. Ich wünschte ich hätte mal in meinem eigenen Leben mehr versucht Gott zu spielen, für mich...😄


..mir sind allerdings einige Frauen bekannt, die die Verhütung absetzten ohne Absprache.
Dann war es das Schicksal...ein Kind kam.

Für mich ist es höchst unmoralisch und unfair dem anderen gegenüber.
 
  • #5
Ich kenne solche Geschichten. Aus meiner Praxis.
Opferseite, Klienten mit katastrophalem Selbstwert, mit Gewaltvorerfahrungen, Bindungsprobleme
Täterseite, massive Selbstwertprobleme, krankhafte Eifersucht, Kontrollwahn, bis hin zu psychotischen Störungen, wie Narzissmus.
Grundsätzlich psychisch problematische Hintergründe.
Im Privatleben gelingt es, solche Menschen zu erkennen und zu meiden.

Der Parallelthread mit der Verbissenheit war erschreckend.
Aber von Beginn an absehbar.
Es ging um Provokation. Ich denke, Fake.
Es gibt aber solche Menschen. Krank. Auch wer so ein Fake entwickelt, hat gravierende psychische Probleme.

Zur Erinnerung
Zitat aus dem GG
"Die Würde des Menschens ist unantastbar."

Das gilt nicht nur im Offizialbereich, sondern auch im Miteinander.
Sollte der Leitsatz sein. Gott spielen negiert das.

M, 56
 
  • #6
Vermutlich würde das hier niemand mitmachen und sofort gehen,
Ich finde, das ist ein ernstes Thema. Es hat für mich etwas mit Toleranz zu tun und mit Umgang erwachsener Menschen untereinander. Sehr viel auch mit der Fähigkeit, sich einen Partner auszusuchen, der wirklich passt und nicht nur gerade verfügbar ist. Oder eben in der negativen Form: Übergriffigkeit.

Wenn ich hier so mitlese, dann stelle ich fest, dass es relativ viele Frauen gibt, die (für mein Gefühl) "Gott spielen" und das selbstverständlich finden. Natürlich nur zum besten des Partners, natürlich ohne jede böse Absicht, natürlich zum eigenen Schutz und aus sonst irgendwelchen Gründen. Nein, sie gehen nicht sofort. Sie suchen sich auch keinen passenden Partner. Sie nehmen irgendeinen, bei dem ein paar Eigenschaften attraktiv erscheinen oder aber einen, der sie überhaupt will und dann fangen sie an zu erziehen. Das ist für mich "Gott spielen" und ich finde das ziemlich daneben.
(Ob Männer das genauso machen, kann ich nicht beurteilen. Hier schreiben mehr Frauen, mag sein, dass der Eindruck nicht objektiv ist, dass sie eher dazu tendieren).

Ich kann da auch nichts berichten. Sollte jemand mein Leben derartig beeinflussen wollen, wäre ich schnell weg. Und jemanden derartig zu drangsalieren finde ich unter aller Kanone.
Was ich aber auch merke ist, dass ich die Teilnehmerinnen anders einschätze als sie sich selbst, wenn ich
Entschuldigung, aber Frauen werden schlecht behandelt wenn Sie NICHT anstrengend sind. Mit der lieben Maus, die es jedem Recht macht, wird auch so umgegangen. Erst ein gescheites Standing führt zu Beziehungen auf Augenhöhe. Und dazu gehört eine Portion inconvenience.
im Hinterkopf habe.
 
  • #7
War doch im Verlauf des Threads ziemlich eindeutig, dass keiner der Meinung ist, dass man in einer guten Beziehung so handeln sollte sondern dass man gemeinsam Lösungen für ein Problem sucht.

Es ist eine Frage des Anspruchs: was für eine Partnerschaft will ich führen? Ich bin ja nun reichlich mit Raffitücke ausgestattet und könnte meinen Mann schon das ein oder andere Mal am Einspringen hindern.
Der Respekt vor ihm, seiner Einstellung zum Beruf, seiner gesellschaftlichen Verantwortung verlangt, dass ich die zeitllich befristeten unerfreulichen Bedingungen akzeptiere.
Eine gute Beziehung verlangt das offene Gespräch miteinander, die Anerkennung der Bedürfnisse von beiden und die gemeinsame Suche nach einem Weg.

von euren Erfahrungen zu berichten, wo jemand das mit euch versuchte, als ihr jung und unerfahren wart,
Die FS ist aber nicht jung und unerfahren.

Ich kenne sowas garnicht. Mein Exmann hatte früher große Probleme mit meiner Arbeitszeit. Aber wir haben miteinander geredet. Niemals hätte er in der Firma angerufen und interveniert, dennn ich hätte mich sofort von ihm getrennt, wenn er mir meine berufliche Existenz stört.

Manchmal kam es zu absurden Dingen, wie dass ich mich um den gemeinsamen Hund kümmern sollte, wenn ich wegen Projektterminen samstags und sonntags auch arbeiten musste. Seine Vorhaben waren nun nicht so, dass sie die Hundebetreuung unmöglich gemacht hätten.
Na und? Mein Kollege hatte eine genauso infantil-trotzige Ehefrau. Ich brachte den Hund mit zur Arbeit, er sein Kind und die Kollegen von der Wachmannschaft haben sich drum gekümmert während wir arbeiten konnten.

Beide Ehen sind gescheitert und das war für uns beide gut so, denn danach haben wir es mit neuen Partnern besser getroffen.


Es war eindeutig Fake - zeigt der Wechsel des Sprachniveaus am Ende des Threads
 
  • #8
Wenn ich hier so mitlese, dann stelle ich fest, dass es relativ viele Frauen gibt, die (für mein Gefühl) "Gott spielen" und das selbstverständlich finden.
Da liegst du, glaube ich, gar nicht so sehr daneben: ich denke, das hat (noch immer, sic!) viel mit der Rollenverteilung zu tun: oft ist »Mama« für die Harmonie zuständig, sie überschaut, lenkt, entscheidet. Und die heranwachsende Tochter erlernt genau das. Oft ungewollt.
Sie ist im späteren Leben, der eigenen Familie oder in der wachsenden Beziehung, scheinbar für die Harmonie zuständig, greift ein und wird auch immer wieder übergriffig sein, »weil sie es scheinbar besser weiß«.

Intuitiv (vielleicht aber auch gezielt, ich war ja »politisch unterwegs«) habe ich mein Einzelkind sehr früh »vor die Türe gesetzt«, er war noch nicht einmal 17, das Abitur fern. Er musste selber denken und handeln - und fiel immer wieder in Löcher, wobei ich ihm nur bedingt die Hand reichte. Wir haben uns später oft dazu unterhalten, er fand das immer gut und ich finde, er ist ein toller Typ geworden mit wunderbarem Sozialverhalten (was für mich mehr zählt, als Karriere; wobei er die auch gemacht hat).

»Gott spielen« - ich glaube, das wäre mir immer zu anstrengend gewesen. Respekt vor dem Anderen, Toleranz und Verständnis ... das sind Werte, ohne die ich nicht leben wollte.
 
  • #9
»Gott spielen« - ich glaube, das wäre mir immer zu anstrengend gewesen. Respekt vor dem Anderen, Toleranz und Verständnis ... das sind Werte, ohne die ich nicht leben wollte.
Ja, genau die Anstrengung kann ich auch nicht nachvollziehen. Meine Partnerin hat auch solche Tendenzen. Uns beide Männer nervt es. Umgedreht kommt dagegen schon der kleinste Tipp schlecht an, da wo ich Profi bin.
 
  • #10
Ich finde, das ist ein ernstes Thema. Es hat für mich etwas mit Toleranz zu tun und mit Umgang erwachsener Menschen untereinander. Sehr viel auch mit der Fähigkeit, sich einen Partner auszusuchen, der wirklich passt und nicht nur gerade verfügbar ist. Oder eben in der negativen Form: Übergriffigkeit.

Wenn ich hier so mitlese, dann stelle ich fest, dass es relativ viele Frauen gibt, die (für mein Gefühl) "Gott spielen" und das selbstverständlich finden. Natürlich nur zum besten des Partners, natürlich ohne jede böse Absicht, natürlich zum eigenen Schutz und aus sonst irgendwelchen Gründen. Nein, sie gehen nicht sofort. Sie suchen sich auch keinen passenden Partner. Sie nehmen irgendeinen, bei dem ein paar Eigenschaften attraktiv erscheinen oder aber einen, der sie überhaupt will und dann fangen sie an zu erziehen. Das ist für mich "Gott spielen" und ich finde das ziemlich daneben.
(Ob Männer das genauso machen, kann ich nicht beurteilen. Hier schreiben mehr Frauen, mag sein, dass der Eindruck nicht objektiv ist, dass sie eher dazu tendieren).


Was ich aber auch merke ist, dass ich die Teilnehmerinnen anders einschätze als sie sich selbst, wenn ich

im Hinterkopf habe.
Du denkst also, eine Frau, die sich durchsetzt, die also anstrengend ist für manche Männer, spielt Gott. Ich bin eine Göttin, das habe ich schon immer gewußt, aber es freut mich sehr, dass du das auch erkennen kannst. :) Im Übrigen sehen wir das täglich hier im Forum, Frauen, die Mäuschen sind und sich nicht positionieren können, die sind für Männer, die ein Dominanzproblem haben, super, man kann sie an den Herd verbannen, schlecht behandeln und die suchen auch noch den Fehler bei sich.
 
  • #11
Du denkst also, eine Frau, die sich durchsetzt, die also anstrengend ist für manche Männer, spielt Gott.
Irrtum, Holly: es geht nicht um eine sich durchsetzende Frau (auch die ist keine »Göttin«), es geht um die manipulative Frau (kann auch ein Mann sein), die MEINT bestimmen zu müssen, wie sich andere Menschen zu verhalten haben.

Selbst wenn sich eine Frau (oder ein Mann) »nicht zu positionieren weiß«, muss sie kein Mäuschen sein. Vielleicht hat sie einfach keine Lust, Position zu beziehen? Vielleicht ruht sie in sich selbst - muss sich nicht zu allem äußern?

Und eine selbstbewusste (sich durchsetzende) Frau muss für einen Mann per se nicht »anstrengend« sein: ich selbst bin es jedenfalls nicht für meinen Freund, und das glaube ich nicht nur, er zeigt es mir fast täglich - indem er mich spüren lässt, wie gerne er mit mir zusammen ist.
 
  • #12
Wenn ich hier so mitlese, dann stelle ich fest, dass es relativ viele Frauen gibt, die (für mein Gefühl) "Gott spielen" und das selbstverständlich finden. Natürlich nur zum besten des Partners, natürlich ohne jede böse Absicht, natürlich zum eigenen Schutz und aus sonst irgendwelchen Gründen.
Ich würde unterscheiden "Mutti-Spielen" und "Gott-Spielen", auch wenn die Grenzen manchmal fließend sind und mE die Gott-Spielerin auch immer Mutti ist, aber eben die Mutti nicht immer Gott-Spielerin. Die Mutti-Frau kommt oft vor, aber die himmelt ihren Mann irgendwo auch an bzw. tut das nicht mehr, weil sie enttäuscht festgestellt hat, dass all ihre muttihafte Fürsorge nicht dazu führte, dass er papahafte Fürsorge für sie gibt. Daher wird er ihr gleichgültig und das muttihafte Umsorgen geht weg, was ihm nicht passt, auch wenn es vorher vielleicht schon mal nervte.
Aber eine, die ihren Mann wirklich entmündigt und Gott spielt, die sich wagt, über seinen Kopf Entscheidungen bzgl. Arbeit oder Kumpels zu treffen und auch zu agieren, ist noch mal was ganz anderes.

Eigene Erfahrung habe ich auch damit, dass ein Ex-Partner Gott spielen wollte. Es wurden Dinge, die mir gehörten, weggeworfen, die zwar kaputt waren, aber die ich noch haben wollte, und als ich was dagegen sagte, kam kein Bedauern, sondern er fand es immer noch richtig. Damit ich an den Wohnort des Mannes ziehe, also mit ihm zusammenziehe, wurde über meinen Kopf hinweg versucht, mir Jobs dort zu besorgen, von denen ich schon sagte, dass ich solche Aufträge nie übernehmen wollte. Große Augen, als ich sagte, dass ich dazu auch gar nicht das nötige Equipment habe und das erst kaufen müsste.
Etwas von mir Fabriziertes wurde, obwohl ich nicht mal gefragt und damit auch kein "ok" dazu gegeben hatte, als Zugabe für die Arbeit des Mannes benutzt, der mit seiner Geld verdienen wollte "für uns". Er verfügte einfach darüber, weil er meinte, ich würde diese Arbeit ja sowieso nie zu Geld machen und er hätte gerade was "zu seiner Arbeit dazu" gebraucht. Das zeigte mir so richtig, dass er überhaupt nicht sah, dass auch ich ARBEITETE wie er. Nicht: ihm assistierte. Ich war echt perplex, wie ein anderer Mensch in meinem Alter so eine Sichtweise haben kann über andere erwachsene Menschen.

Ich kann übergriffiges Verhalten aus Ignoranz, Einfältigkeit oder selbstverständlicher Gottspielerei absolut nicht haben. Mit so einem Menschen kann ich nicht zusammen sein.

Wenn ein Partner wirklich mal was tun würde, weil er denkt, ICH SELBST hätte doch so entschieden, weil es doch besser ist (keine Ahnung, was das jetzt z.B. sein könnte), dann fänd ich das wirklich aufmerksam. Aber das sind dann keine Dinge, wo er allein SEINE Interessen an mir durchsetzt oder mich einfach missachtet oder es schön findet, Macht auszuüben.
 
  • #13
Irrtum, Holly: es geht nicht um eine sich durchsetzende Frau (auch die ist keine »Göttin«), es geht um die manipulative Frau (kann auch ein Mann sein), die MEINT bestimmen zu müssen, wie sich andere Menschen zu verhalten haben.

Selbst wenn sich eine Frau (oder ein Mann) »nicht zu positionieren weiß«, muss sie kein Mäuschen sein. Vielleicht hat sie einfach keine Lust, Position zu beziehen? Vielleicht ruht sie in sich selbst - muss sich nicht zu allem äußern?

Und eine selbstbewusste (sich durchsetzende) Frau muss für einen Mann per se nicht »anstrengend« sein: ich selbst bin es jedenfalls nicht für meinen Freund, und das glaube ich nicht nur, er zeigt es mir fast täglich - indem er mich spüren lässt, wie gerne er mit mir zusammen ist.
Das war Ironie, wie schade, dass ich das erklären muss.
 
  • #15
Für jeden steht am Eingang eine Portion🍿bereit!
Liebe @Hammel , das Popcorn nehme ich gern, aber ich kann da zum Thema nichts beitragen. Für mich sind solche Aktionen Zeichen eines gestörten Selbst.
Deine kleine Überlegung mit dem Laptop zähle ich nicht dazu, wir sind alle nur Menschlein, da kann man auch mal kurzfristig auf einige schräge Gedanken kommen. Macht man dann aber eben nicht. :)
Der Parallelthread mit der Verbissenheit war erschreckend.
Aber von Beginn an absehbar.
Ich glaube, vielen würde ein Wechsel im Mind-Set wirklich helfen, aber dafür muss man offen sein. Zu erkennen, wie viel eigene Lebenszeit damit vergeudet wird, negative Emotionen zu erzeugen, und sei es nur hier im Forum.
Jeder Tropfen Gift, den man ausspritzt, vergiftet letztlich die eigene Seele.
Dazu gehört auch für mich dieser Satz: Jemanden hassen ist, als würde man selbst jeden Tag einen Tropfen Gift trinken.....

Ich habe ja im Parallelstrang überlegt was ich mache, Polka tanzen oder Kickboxen als Gegenmittel gegen "bad vibrations".:) Würde beides helfen....Also mir.

Ich bin heute knackig meine geliebten 10.000 Schritte geratzt, habe an 10 Rosen an diversen Rosensträuchern gerochen, einen schönen Regenschauer abbekommen, der mich an Norddeutschland und Heimat erinnert hat, und bin mit der Welt versöhnt.
Kein Bedarf, Gott zu spielen, in Sicht.
Schöne Grüße an alle.
w46
 
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  • #16
Du denkst also, eine Frau, die sich durchsetzt, die also anstrengend ist für manche Männer, spielt Gott. Ich bin eine Göttin, das habe ich schon immer gewußt, aber es freut mich sehr, dass du das auch erkennen kannst. :) Im Übrigen sehen wir das täglich hier im Forum, Frauen, die Mäuschen sind und sich nicht positionieren können, die sind für Männer, die ein Dominanzproblem haben, super, man kann sie an den Herd verbannen, schlecht behandeln und die suchen auch noch den Fehler bei sich.
Ja, anstrengende Dominanz hat für mich was mit "Gott spielen", mit Machtspielchen zu tun. Brauche ich in einer Partnerschaft nicht.

Dabei geht es weder um Mäuschen noch geht es um Göttinnen.. Du verwechselst das, aber das zeigen ja auch Deine beiden Beiträge. "Gott spielen" hat mit "Göttin" überhaupt nichts zu tun, der Wortgebrauch ist völlig unterschiedlich und lässt sich auch nicht einfach gendern.

Für mich gibt es genug Raum zwischen einem "Mäuschen" und einer Frau, die meint, anstrengend, vielleicht auch noch dominant sein zu müssen, um sich durchsetzen zu können. Für mich hat das nichts mit Beziehung zu tun. Es zeigt nur soziale Inkompetenz bei der Auswahl seiner Umgebung und beim Umgang mit Personen des anderen Geschlechts.

Männliche Dominanz im Beziehungskontext wird völlig zu recht beklagt. Sie durch weibliche Dominanz zu ersetzen oder ihr mit "anstrengend" zu begegnen ist völlig sinnlos. Du bist offensichtlich nicht in der Lage, dir Partner auszusuchen, mit denen Du eine gleichberechtigte Beziehung haben kannst. Traurig.
Für mich ist das Feminismus ohne Sinn und Zweck.

Das war Ironie, wie schade, dass ich das erklären muss.
Ja, irgendwie schon. Kommt einfach unsympathisch, anstrengend, im Kampfmodus rüber.
 
  • #17
Aber eine, die ihren Mann wirklich entmündigt und Gott spielt, die sich wagt, über seinen Kopf Entscheidungen bzgl. Arbeit oder Kumpels zu treffen und auch zu agieren, ist noch mal was ganz anderes.
Ja, Du hast recht, sie ist das Extremum.
Ich kann übergriffiges Verhalten aus Ignoranz, Einfältigkeit oder selbstverständlicher Gottspielerei absolut nicht haben. Mit so einem Menschen kann ich nicht zusammen sein.
Ja, sehe ich auch so. Der Beginn vom Ende einer Beziehung. Machtausübung hat ebenso wie Übergriffigkeit, dominanz oder bewusstes "anstrengend sein" in einer Beziehung nichts verloren. Für mich ist es eine Persönlichkeitsstörung, wenn man Beziehung und Wettkampf verwechselt und immer irgendwas "beweisen" muss.
Und eine selbstbewusste (sich durchsetzende) Frau muss für einen Mann per se nicht »anstrengend« sein:
Erwachsene Menschen gehen nicht so miteinander um. Aber, oben schon genannt, vermutlich kommen manche Frauen aus der Mutterrolle nicht heraus, erst recht, wenn sie Kinder haben.

Leider verwechseln das nicht wenige Frauen. Sie meinen, sie müssten sich männlich verhalten, egal ob im Job oder im Privatleben, machen sich aber eigentlich nur lächerlich damit. Natürlich tragen Männer untereinander genauso Machtspielchen aus. Aber genau das beklagen Frauen ja zu recht, wenn sie die Leidtragenden zum Beispiel von Seilschaften sind. Sie meinen dann, sie müssten es genauso machen, sobald sie die Möglichkeit haben. Damit ist nichts gewonnen. Ich kann solche Frauen auch nicht ernst nehmen. Sie machen sich für mich schlicht lächerlich, wenn sie "Dominanz" spielen und sich wie auf einen Hocker stellen müssen, um auf "Augenhöhe" zu kommen. In der Regel sind die mit eigenem dominantem Auftreten auch ganz schnell zum kuschen zu bringen, weil sie wenig Selbstbewusstsein haben. Falsch gewählte Waffen. Eine selbstbewusste Frau hat das gar nicht nötig.

Ich habe genauso wenig Lust auf dominantes Verhalten bei Männern. Sachliche Argumente bringen im Regelfall weiter. Wer die nicht hat, fängt eben an, die Ellbogen auszufahren.
 
  • #18
Ja, anstrengende Dominanz hat für mich was mit "Gott spielen", mit Machtspielchen zu tun. Brauche ich in einer Partnerschaft nicht.

Dabei geht es weder um Mäuschen noch geht es um Göttinnen.. Du verwechselst das, aber das zeigen ja auch Deine beiden Beiträge. "Gott spielen" hat mit "Göttin" überhaupt nichts zu tun, der Wortgebrauch ist völlig unterschiedlich und lässt sich auch nicht einfach gendern.

Für mich gibt es genug Raum zwischen einem "Mäuschen" und einer Frau, die meint, anstrengend, vielleicht auch noch dominant sein zu müssen, um sich durchsetzen zu können. Für mich hat das nichts mit Beziehung zu tun. Es zeigt nur soziale Inkompetenz bei der Auswahl seiner Umgebung und beim Umgang mit Personen des anderen Geschlechts.

Männliche Dominanz im Beziehungskontext wird völlig zu recht beklagt. Sie durch weibliche Dominanz zu ersetzen oder ihr mit "anstrengend" zu begegnen ist völlig sinnlos. Du bist offensichtlich nicht in der Lage, dir Partner auszusuchen, mit denen Du eine gleichberechtigte Beziehung haben kannst. Traurig.
Für mich ist das Feminismus ohne Sinn und Zweck.


Ja, irgendwie schon. Kommt einfach unsympathisch, anstrengend, im Kampfmodus rüber.
Es war mir schon klar, dass du das nicht verstehst. Du verstehst den Wortwitz nicht, da kann ich nichts machen. Eine Frau, die sich behauptet, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, bei der man nicht mal auf die Idee kommt, das in Erwägung zuziehen, nenne ich erfolgreich. So, wie man das bei einem Mann auch tun würde. Ich bin, obwohl 60 Jahre alt, aus meinem Knochenmark heraus emanzipiert und habe, oh shocking, einen Mann gefunden, der das klasse findet. Es gibt auch gute Männer da draußen, man darf sich nur nicht mit denen zufrieden geben, die einem die Flügel brechen wollen weil sie selber nicht fliegen können. Natürlich bin ich anstrengend für Männer, die damit nicht können. Da ist aber gut so, um mal uns Wowereit zu zitieren, da hält man sich die Genossen vom Leib, die sowieso ein Elend sind. Was hier teilweise als weiblich verbreitet wird entbehrt jeder Grundlage. Feminismus ist niemals ohne Sinn und Zweck, er ist auch für die Männer gut, wer das nicht sehen kann, dem kann ich nicht helfen. Wenn du das unsympathisch findest, Schwamm drüber, damit kann ich leben. Was ist übrigens: sich männlich verhalten? Sind wir da wieder angekommen? Menschen sollen sich so verhalten wie es für sie richtig ist. Wenn meine Freundin Hufschmiedin ist und ihr Freund Altenpfleger, was sagt das über die beiden aus? Gehen da die Klischees baden? Augenhöhe hat man, die kann man nicht erlangen, schon gar nicht mit dem Geheul von zu kurz gekommenen Männern. Die braucht nämlich keine moderne Frau.
 
  • #19
Dass ein Partner den anderen versucht zu "erziehen" oder für sich zurechtzubiegen, kommt wahrscheinlich häufig vor. Ich würde das nicht vom Geschlecht abhängig machen und da jetzt nicht wieder so einen Grabenkrieg draus machen wollen.
Das Klischee der nörgelnden Frau, deren Partner ihr NICHTS Recht bzw der nichts richtig machen kann, ist sicher nicht aus der Luft gegriffen. Von mir kenne ich das auch, zB. beim gemeinsamen Kochen. Da konnte ich anfangs gar nicht hinsehen wenn mein Mann die Zutaten in der "falschen" Reihenfolge anbrät oder zum Tomatenschneiden ein "ungeeignetes" Messer wählt... Und wollte immer besserwisserisch eingreifen (🙈 sorry!). Und umgekehrt geht es ihm mit mir.
Lösung: Locker durch die Hose atmen, Kontrolle abgeben, akzeptieren dass jeder andere Lösungswege nimmt und Gewohnheiten hat, die ja nicht "falsch" sind, nur eben anders. Hauptsache das Ergebnis schmeckt.
Beste Lösung: Sich abwechselnd gegenseitig bekochen. Nicht hinsehen.

Bei verschiedenen Ansichten in der Kindererziehung beinhaltet das bestimmt viel Sprengstoff, erst recht wenn sich noch (Schwieger-)Eltern übergriffig einmischen wollen...

Der Knüller für mich war ein Mann, mit dem ich eine Beziehungsanbahnung hatte, der mein komplettes Wesen ändern wollte. Er wollte unbedingt eine Beziehung mit mir, aber nur, weil mein Äußeres ihm gefiel. Innen gefiel ihm nichts, das musste alles dem Bild seiner Traumfrau angepasst werden. Diese wollte er noch aus mir backen und in meine Hülle stopfen. Er hat überhaupt nicht MICH gemeint. Meine Persönlichkeit zu introvertiert. Meine politische Gesinnung zu links, zu alternativ. Meine Kleidung nicht klassisch genug. Mein christlicher Glaube nicht vorhanden. Meine Chronobiologie zu sehr Eule. Dann wollte ich auch noch nicht Skifahren und nicht mit ihm nach München ziehen. Meine Nachtdienste und hohe Wochenarbeitszeit von 60h waren auch ein Problem (an dem ich aber nichts ändern konnte, war eh nur für 5 Jahre). Und falsche Messer benutzte ich auch und meine Socken waren auch verkehrt (das habe ich hier irgendwo schon mal erzählt). Genauso war er für mich unpassend, aber meine Konsequenz war, ihn zu lassen, wie er war, aber die Sache zu beenden. Er hat tatsächlich versucht, mich zu "erziehen" und mich von den gewünschten Eigenschaften seiner Traumfrau überzeugen zu wollen. So absurd! Man wählt doch keinen Partner, nur um ihn danach verändern zu wollen?
Sehe ich aber öfter. Bei beiden Geschlechtern.

Eine Erfahrung, dass ich oder jemand anderes tatsächlich Gott gespielt hat, übergriffig oder manipulativ war, habe ich zum Glück nicht. Doch, ein Stalker, aber das ist ein Thema für sich.

W36
 
  • #20
Dieses jemanden irgendwie verändern wollen, hatte ich in jünger auch.
Ältere Frauen (Mütter Tanten etc) haben glatt gesagt: du musst das so und so machen.

Ging natürlich nicht und gleichzeitig bin ich viel zu untaktisch gewesen und bin es noch.

Ich Sprudel immer mit allem raus

Bei meinem Sohn, der gerade mit Faulheit im Haushalt glänzt, sag ich Dinge gerne in Gegenwart der Freundin. Du deine Wäsche muss gemacht werden oder denk an die Spülmaschine...
Ist sie dabei flötet er: sofort Mama...und macht es
 
  • #21
Ich finde den Aspekt, den @Lebens_Lust anspricht, sehr interessant, dieses übergriffige Verändernwollen des Partners. Bei mir kommt das eher nicht vor, weil ich schlicht Männer unsexy finde, die ich insgeheim verachte und für unfähige Loser halte, also ich will gar keinen Mann, in dessen Leben ich massiv eingreifen "muss", weil er es selbst nicht auf die Reihe kriegt, ich mag gar nicht alles besser wissen als mein Partner, sondern lieber einen selbständigen Menschen, der weiß, was er will, auch wenn es mir individuell mal nicht gefallen sollte, damit kann ich leben. Natürlich verändert man sich in einer Beziehung auch und geht Kompromisse ein, ich gebe gerne mal Tipps oder nehme auch Kritik an, helfe und nehme Hilfe an, aber ich habe echt keine Lust, mich komplett um einen Mann kümmern zu müssen, weil ich meine, er kriegt sonst nichts geregelt, brrrr!

Was ich aber oft mache, das ist positives Bestärken und Unterstützen im Interesse meines Partners, auch bei beruflichen Entscheidungen. Neulich erst hat mein Freund gezögert, sich auf eine höhere Position zu bewerben, weil er so bescheiden ist, ein paar Zweifel hatte und vor allem den bürokratischen Aufwand und das Assessment scheute, da habe ich ihm erklärt, dass er das bestimmt kann, weil er ja teilweise viel besser und gewissenhafter als die Kollegen ist, die den Job bereits machen (ist so, fand er dann auch), und ihm diverse Gründe genannt, warum eine Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist (er stimmte mir zu), wir sind alles durchgegangen. Und weil er nicht so gut im Texten ist, habe ich ihm ein langes, sehr überzeugendes Motivationsschreiben geschrieben und bin es danach mit ihm durchgegangen und habe es noch angepasst. Mir macht so was Spaß, ich versetze mich in seine Rolle, kann mich dann selbst total mit dem Beruf identifizieren und bin sozusagen selbst wahnsinnig motiviert, recherchiere, erinnere mich an passende Anekdoten und Erfahrungen und aktuelle Themen (ich lasse mir immer alle Details von seiner Arbeit erzählen), stelle ihm noch ein paar gezielte Fragen, um Insider-Wissen und Wortspiele gut zu treffen, formuliere und schäume über vor Begeisterung für die Position. Er hat sich sehr gefreut und war mir unglaublich dankbar, weil mir Aspekte und Beispiele eingefallen sind, an die er gar nicht gedacht hatte, die er aber, als er mein Motivationsschreiben und meine Antworten auf die Fragen, die er beantworten sollte, las, total gut und passend fand. Wir haben im Nachhinein natürlich alles besprochen, denn er muss ja am Ende dazu stehen und das auch mündlich vertreten können. So ein bisschen unterstützen und anstupsen tue ich gerne, aber der Unterschied ist, dass ich ihn nicht für unfähig halte, sondern er einfach nur so bescheiden und selbstkritisch ist (finde ich positiv!), dass ich seine Stärken und Fähigkeiten deutlicher sehe als er und auch klar benennen und mit Praxisbeispielen belegen kann, also besser weiß, wie toll er tatsächlich ist, als er selbst.
w26
 
  • #22
Ich muss zu meiner ersten Bemerkung noch was hinzufügen, weil das hier ja Thema ist:
Ich wollte gern meinen ersten Freund dazu bringen, sein Leben in den Griff zu bekommen, aber nur, indem ich mit ihm geredet und gestritten habe, ihm Angebote gemacht habe und Mutti gespielt.
Hätte er von Anfang an gesagt, er will für immer arbeitslos bleiben und den ganzen Tag schlafen, hätte ich sicher nicht gesagt, okay, ich ändere dich. Ich wäre halt nicht mit ihm zusammengekommen. Er wollte sein Leben am Anfang gern ändern, Abschluss machen, hat er auch angefangen und überall erzählt und alles und ich wollte helfen. Hab dann erst zu spät begriffen, dass er das gar nicht wirklich wollte, oder eher mittendrin aufgegeben hat und sich Party & Co zuwandte.. als Mutti hab ich ihn morgens angerufen, damit er nicht für die Schule verschläft und für ihn total viel gemacht - nicht wie eine Mutti geschimpft bei Kleinigkeiten. Ich würde nie jemanden so verbiegen wollen, dass er passt. Mein zweiter Freund wollte dann mich ändern, da ich ihm zu introvertiert war. Also ganz sicher ist das kein Hoheitsgebiet der Frauen @Lebens_Lust . Da gibts auf beiden Seiten einfach Menschen, die ihre festen Vorstellungen umsetzen wollen.
Jetzt will ich gar nicht ändern, das ist einfach der Idealzustand. Und daher rate ich hier auch jedem, der so eine Frage stellt, die Beziehung zu lassen, statt sich an dem anderen abzuarbeiten.
 
  • #23
Ich weiß nicht, ob man das Verändernwollen schon als Gottspielen sehen sollte. Das Gottspielen fängt für mich erst da an, wo man dem anderen Entscheidungen überstülpt und ihn vor vollendete Tatsachen stellt, die er nicht gewollt hat.
Aber ist vielleicht eine Definitionsfrage, für mich definiert sich das so, dass man nicht mehr als autonomer, selbständiger, selbst entscheiden könnender Mensch gesehen wird, keinen geschützten Besitz hat (also ALLES benutzt werden darf, ohne zu fragen) usw..

Von mir kenne ich das auch, zB. beim gemeinsamen Kochen. Da konnte ich anfangs gar nicht hinsehen wenn mein Mann die Zutaten in der "falschen" Reihenfolge anbrät oder zum Tomatenschneiden ein "ungeeignetes" Messer wählt... Und wollte immer besserwisserisch eingreifen (🙈 sorry!).
Haha, das habe ich auch gemacht. Es gab zwei, drei kurze Diskussionen, die jeweils lustig endeten, er wusste, dass ich es abstellen will, und dann war auch gut. Hat er eben was anders gemacht 🤷‍♀️ Wir haben danach unsere Witze drüber gemacht und extra solche Dialoge, aber total überzogen, geführt.
Es wird nur dann heikel, wenn am Ende das Ergebnis unbrauchbar wäre. Also wenn Tischabwischen z.B. bedeutet, dass alles an Resten auf dem Boden landet, ABER dann nicht gefegt bzw. stellenweise gewischt wird. Dann haste ja hinterher mehr Arbeit, als wenn du es selbst gemacht hättest. Und leider machen dann viele Frauen, die ICH kenne, also keine Verallgemeinerung, es dann doch lieber selbst.
Es gab mal eine Werbung für ein Einmalwischtuch, da wurde am Schluss der kleckernde Mann weggewischt. Eine sehr sexistische Werbung, ich glaube, wenn ein Mann in einem Werbefilmchen eine Frau aus dem Auto staubsaugen würde, gäbe es Entrüstung.
 
  • #24
ich hoffe einfach auf eine harmlose, lustige oder vielleicht auch philosophische Diskussion.
Ich habe leider keine harmlose Geschichte zu bieten.

Zu dem bewussten Zeitpunkt war mein Ex-Mann extrem gestresst und völlig verbohrt, mann/frau kam mit rationalen Argumenten nicht mehr an ihn heran.

Da habe ich massiv Schicksal gespielt um den Ruin der Familie zu verhindern - ich habe ihm eine Fake-Geschichte vorgespielt um ihn ENDLICH zu einem Ausstieg aus einem unglaublich riskanten Invest zu bringen.

Es kostete meinen letzten Nerv, aber wenige Monate später knallte es und wir waren sehr gut davon gekommen, er hatte also selbst eindeutig profiiert von meiner Lüge. Ich erzählte ihm erst nach Monaten im heftigen Streit von meinem Manöver - erst verschlug es ihm die Sprache, dann redete er drei Wochen lang nicht mehr mit mir. Er hat mich bestimmt gehasst, denn an der Nase herum geführt zu werden, es nicht zu bemerken und dann in sechsstelliger Höhe profitieren - das war für sein Ego natürlich die Hölle.

Ich möchte nie wieder in solch eine Situation kommen, bitte, bitte, nie wieder.
 
  • #25
Dann haste ja hinterher mehr Arbeit, als wenn du es selbst gemacht hättest. Und leider machen dann viele Frauen, die ICH kenne, also keine Verallgemeinerung, es dann doch lieber selbst.
Hahaha, ja. Mein Schwiegervater behauptet, er würde sich teilweise extra blöd anstellen, damit er nie wieder um was gebeten wird und weiter Eintracht gucken kann. Das nennt er "das Salbei-Prinzip". Seine Frau bittet ihn darum, Salbei aus dem Garten zu holen. Er kommt mit Thymian zurück und behauptet, er wisse doch nicht, wie Salbei aussehe. Sie, genervt, geht also selbst und fragt ihn nie wieder... Natürlich weiß er was Salbei ist 😅

Ja @void , da bin ich bei dir, das alles hat mit Gottspielen nichts zu tun. Das wäre für mich auch wenn Jemand den Partner entmündigt und übergriffig sein Leben manipuliert, wie zB dafür zu sorgen, dass er den Job verliert, nur damit der Gottspieler Macht und Kontrolle zurück erlangt.
 
  • #26
Kenne ich, bei diesem Mann heißt es vermutlich das Tassen-Prinzip: Mann soll auch mal den Geschirrspüler einräumen und stellt die Tassen mit der Öffnung nach oben oder so ... Nee, macht er nicht, aber er stellt sich trotzdem absichtlich doof an, damit er nichts mehr machen muss, was er hintenrum auch triumphierend und fröhlich weitererzählt. (Übrigens ein Mann, der vor anderen Leuten auf schlimmste Art von seiner Frau runtergemacht wird, aber dazu sagt er auch nichts.)

Alle Männer, die beim Salbei-Prinzip innerlich Beifall klatschen, halte ich für Kuscher. Denn sie sie machen lieber nichts, statt sich durchzusetzen, es auf ihre Weise zu machen und auch richtige Ergebnisse zu erzielen und der Frau Paroli zu bieten beim Muttispielen. Die Falle ist, dass sie es nun bequemer haben und sich damit clever vorkommen, aber das Mann-Sein ist ein Stück weg und wurde gegen "Sohn-Sein" getauscht. Mal davon abgesehen, dass ich das unerotisch und unpartnerschaftlich finde, wenn man statt für den Partner was zu tun, sich lieber doof stellt. *)
Aber vielleicht stehen sie aber auch auf Frauen, die mit gezogener Schnute und Augenaufschlag sagen "aber du musst tanken, ich weiß doch gar nicht, welcher Autosaft da rein muss".

*) Ja, es gibt Menschen, die sind extrem ... anspruchsvoll. Die wollen nicht nur das Übliche an Haushaltsanteil oder mal einen Extragefallen, sondern lassen die Puppen tanzen, machen Pläne und delegieren dann weiter an Leute, die nicht schnell genug in Deckung gehen. Und wenn die nicht wollen, gibt es schlechte Stimmung, emotionale Erpressung, Opfergehabe. Aber auch hier gilt für mich: Paroli bieten. Es kann nicht sein, dass man sich doof stellen muss, um seine Ruhe zu haben, wenn man noch auf Augenhöhe wahrgenommen werden will. Es muss reichen, wenn man "nein, jetzt nicht", sagt. Wenn der andere dann sauer ist und denkt, die Welt sei niederträchtig zu ihm oder hätte sich verschworen gegen ihn, weil ihm keiner seine Arbeit abnimmt, naja, dann muss er mal drüber nachdenken, ob die anderen wirklich alle sofort alles aus der Hand fallenlassen müssen oder ihre Pläne umschmeißen müssen, damit er seine gebacken kriegt.
 
  • #27
Ich selbst habe keinerlei Erfahrungen damit, dass jemand oder ich selbst den lieben Gott spielt. Ich reagiere auch relativ empfindlich, wenn ich das von anderen merke, meine ältere Schwester z.B. ;-) Aber das hier war ein Thread, von dem ich mich erstmal erholen musste...Donnerwetter! Es ging uns glaube ich, allen so. Mir sind bei @Charmsi auch unterschiedliche Schreibstile aufgefallen, gegen Ende. Daher denke ich, derjenige hat sich einen Spaß mit uns erlaubt.
Ich bin immer der Ansicht, jeder, wenn es ein erwachsener Mensch ist, gesund ist und mich nicht um Rat fragt, kann seine Probleme selbst lösen. Man kann über alles diskutieren, Tipps geben. Aber das hier ging zu weit.
 
  • #28
Lösung: Locker durch die Hose atmen, Kontrolle abgeben, akzeptieren dass jeder andere Lösungswege nimmt und Gewohnheiten hat, die ja nicht "falsch" sind, nur eben anders. Hauptsache das Ergebnis schmeckt.
Beste Lösung: Sich abwechselnd gegenseitig bekochen. Nicht hinsehen.
@Sommergold , Lieber Sommergold-Schatz, das ist genau meins. Ich übe das auch. Kontrolle abgeben....
Durch die Hose atmen, ja da bin ich dabei....auch dies...gleich mal ausprobieren....😁
Sich selbst mit Humor nehmen, hilft auch, zu versuchen beim Partner nicht den Kontroletti zu machen....!!!
Und sich dann über das mit dem "falschen" Messer zusammengestöpselte Essen freuen...
Gute Einstellung....
w46
 
  • #29
Jup. Kenne ich. Als Teenie habe ich durchweg toxische Beziehungen geführt. Alle Partner hatten einen solchen narzisstisch, egoistischen Charakterzug. Und ich war jung, naiv und ein gutes Opfer dafür. Sie haben über mein Leben bestimmt. Wer ich sein darf, was ich zu tun habe und was ich tunlichst vermeiden sollte (..wenn ich keine Schwierigkeiten will..)

Ich muss vermutlich eigentlich nicht dazu sagen, dass ich aus einem Elternhaus komme, in dem psychischer Missbrauch und Gewalt eine alltägliche Rolle spielte.

Es gab viel zu lernen für mich und meine „S“- Werte mussten vom Grundstein erstmal angelegt werden. Erst dann konnte ich verstehen, dass niemand „mein herrschsüchtiger Gott“ ist. Und es auch keinem zusteht. Und das dieses ganze Drama kilometerweit von wahrhaftiger Liebe entfernt ist. Wusste ich bis dato nicht. Kannte ja nur das. Heute würde ich solche Charaktere weder auf platonischer, noch auf romantischer und erst recht nicht auf familiärer Ebene in meinem Umfeld dulden. Damit dieses toxische Konstrukt funktioniert, braucht es immer 2. Der/Die Geschädigte wird ebenso viele Baustellen im Leben haben, wie der aktive Part. Nur eben an anderer Stelle.

Jeder halbwegs in sich ruhende Mensch würde so einen Partner nicht dulden und (hoffentlich) auch selber nicht so drauf sein.
 
  • #30
Das nennt er "das Salbei-Prinzip". Seine Frau bittet ihn darum, Salbei aus dem Garten zu holen. Er kommt mit Thymian zurück und behauptet, er wisse doch nicht, wie Salbei aussehe. Sie, genervt, geht also selbst und fragt ihn nie wieder... Natürlich weiß er was Salbei ist
Also mit Kräutern tue ich mich schwer!
Salbei von Thymian zu unterscheiden würde ich wahrscheinlich noch hinbekommen. Ich kann auch Dill von Petersilie unterscheiden. Aber es gibt so manches Kraut, welches ich nicht erkennen würde. Da bräuchte ich eine kurze botanische Einweisung. Noch besser wäre es wenn die Beete beschriftet wären. Also Doofheit kann manchmal wirklich nur Doofheit sein.

Was ich von meinen Ex-Frauen kenne sind diese kleinen Manipulationsversuche. Sie schenkt mir ein Kleidungsstück (Hemd) welches ihr gefällt und das ich nun anziehen soll. Ich würde mir so ein Hemd nie kaufen. Sie schenkt mir ein Buch welches ich lesen soll aber mich 0 interessiert.
Ich nehme es mit Humor, ziehe das Hemd einmal an und lese die ersten 10 Seiten des Buches und lasse es dann offen rumliegen.
 
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