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Gast

  • #1

Große Liebe - kleine Liebe

Ich beginne eine Beziehung mit einem Mann, bei dem es am Anfang kein Feuerwerk gab. Er tut mir gut, ich fühle mich wohl mit ihm. Je öfter wir uns treffen, desto mehr sagt mein Herz "Ja". Was ist bei Euch aus "kleinen" Lieben geworden, solchen, bei denen anfangs nicht mehr war als Sympathie, Wohlfühlen und Anziehung? Hat das eine Chance?
 
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Gast

  • #2
Ich habe diesbezüglich schon eine sehr angenehme positive Erfahrung machen dürfen...
Meine bisher schönste Beziehung hat als ganz winzige Liebe angefangen und wuchs und wuchs.
Ich habe sie trotzdem beendet, weil wir uns bezüglich Kinderwunsch nicht einigen konnten. Zum Glück, sonst hätte ich heute meine wunderbare Tochter nicht!
w50
 
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Gast

  • #3
Sympathie, Wohlfühlen und Anziehung ? Das ist nicht wenig in dieser Kombination, sondern es ist viel. Es ist die Grundlage, auf der Liebe wachsen kann.
Herzlichen Glückwunsch, freu Dich und halte ihn fest.
w55
 
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Gast

  • #4
#2 hat dies sehr schön ausgedrückt. Ich schliesse mich dieser Aussage gerne an.
Auch ich habe das langsame Wachsen der Liebe erlebt. Ich glaube sogar, dass solche Beziehungen letztlich beständiger sind, als diejenigen, die mit einem grossen Feuerwerk der Gefühle beginnen. Nicht selten stellen Letztere nicht mehr als ein Strohfeuer dar. (w/35)
 
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Gast

  • #5
Sympathie, Wohlfühlen und Anziehung,
was sollte da noch fehlen, dass eine ganz große Liebe wachsen kann?
So eine Chance bekommst du nie wieder...es wäre sehr schade, wenn du sie vertust...

Ganz viel Glück wünsche ich euch beiden!
w50
 
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Gast

  • #6
, die mit einem grossen Feuerwerk der Gefühle beginnen. Nicht selten stellen Letztere nicht mehr als ein Strohfeuer dar. (w/35)
In meinem Leben gibt es bisher zwei große Lieben; beide haben mit einem riesen Strohfeuer begonnen. Die erste dauerte bis zu ihrem Tod, die zweite besteht noch.
Wenn man aber bei einem Strohfeuer nicht rechtzeitig die Kohle für eine dauerhafte Beziehung nachlegt, ist es doch klar, dass das Feuer erlischt.

m53
 
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Gast

  • #7
Ohne weiche Knie, Schmetterlinge im Bauch und der Unfähigkeit dieses zu unterdrücken, ist man nicht verliebt und gerade die Vernunftehen sind doch diejenigen, aus denen in der midlife crisis ausgebrochen wird. So nach dem Motto "Soll das schon alles gewesen sein"?

Einen Partner der "zu einem paßt", d.h. der nett ist und wo das intellektuelle und soziale fitting gegeben ist, findet man doch leicht, aber wie oft liebt man im Leben wirklich? An wen erinnert man sich wohl noch auf dem Sterbebett?

Eine kleine Liebe wird keine große und erzeugt auf die Dauer bestenfalls Zufriedenheit, aber niemals Glücksempfinden.
 
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  • #8
Meine große Liebe habe ich in der Jugend gefunden, blöderweise verloren, eine "kleine" Liebe nur aus Vernunft geheiratet und wegen meiner großen Liebe, die ich wiedergefunden hatte, verlassen. Meine große Liebe hält und hält und hält. Nein, aus Vernunft und Wohlbefinden werden nur gähnende Langeweile, Freundschaft oder Abneigung.
 
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  • #9
Ohne weiche Knie, Schmetterlinge im Bauch und der Unfähigkeit dieses zu unterdrücken, ist man nicht verliebt und gerade die Vernunftehen sind doch diejenigen, aus denen in der midlife crisis ausgebrochen wird. So nach dem Motto "Soll das schon alles gewesen sein"?

Einen Partner der "zu einem paßt", d.h. der nett ist und wo das intellektuelle und soziale fitting gegeben ist, findet man doch leicht, aber wie oft liebt man im Leben wirklich? An wen erinnert man sich wohl noch auf dem Sterbebett?

Eine kleine Liebe wird keine große und erzeugt auf die Dauer bestenfalls Zufriedenheit, aber niemals Glücksempfinden.
Diese Meinung kann ich keinesfalls teilen. Bei uns gab es anfangs nur Sympathie und Anziehung, sogar mit einigen Problemen, aber mit Respekt und Achtung und unsere kleine Liebe ist sehr wohl langsam aber stetig gewachsen und zur großen Liebe geworden mit ganz tiefen Gefühlen und großer Wertschätzung bis der Tod uns trennte!
 
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  • #10
Na klar hat das eine Chance. Eine große sogar!
Das ist eine sehr "erwachsene" Art, eine Beziehung einzugehen und dann auch zu leben.
Herzlichen Glückwunsch!
 
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Gast

  • #11
Das Feuerwerk ist doch lediglich ein Hormonspektakel, das Paarungsbereitschaft signalisiert.
In wie viele Männer war ich ein bisschen verknallt, weil ihre Art für mich irgendwie besonders war - und doch hätte es objektiv niemals für eine Beziehung, höchstens für ein kleines Abenteuer gereicht, auf das ich in den meisten Fällen verzichtet habe.

Du machst es also nicht falsch, wenn Du Euch eine Chance gibst. Eine gute Beziehung braucht genau die Komponenten, die bei Euch gegeben sind: Sympathie, Wohlfühlen, Anziehung. Verlässlichkeit und Vertrauen können daraus entstehen. Das alles sind auch die Eckpfeiler einer Freundschaft.

Meine persönliche Bedingung für eine Beziehung ist: Ich muss ihn begehren, sexy finden, mit ihm verschmelzen wollen. Das hat für mich auch eine starke geistige Komponente: Welche Einstellung hat er zum Leben und zu sich selbst?

Du kannst Dir ja mal in einer ruhigen Minute versuchen genau vorzustellen, wo Du Euch in ca. 5 Jahren sehen würdest. Und auch: Wo stehst Du, wenn Du Dich gegen ihn entscheidest?
 
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  • #12
Ja, das hat eine Chance. Eine Gewähr gibt es nicht. Eine ähnliche Liebe hatte ich auch in meinem Leben und sie hat 17 Jahre gehalten und 4 wunderbare Kinder wurden geboren.

Liebe wächst und kann so vielfältig sein.
Die Komponenten die du nennst sind eine sehr gute Basis.
 
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Gast

  • #13
Wertschätzung, Achtung, Vertrauen. Verläßlichkeit, Freundschaft kann ich auch für meine Großmutter empfinden. Das ist genau das Argument, das eine Mutter in früheren Zeiten ihrer Tochter mitgegeben hat beim Abschließen einer Vernunftehe: Die Liebe wird schon kommen, mit ihm wirst du ein schönes, kultiviertes Leben haben und er trägt dich auf Händen.

Das Feuer wird aber nicht mehr kommen, wenn es nicht einmal am Anfang da ist. Hier war ja die Frage nach einer großen Liebe und nicht nach der Aussicht auf eine lange, friedliche, harmonische Beziehung. Das ist nämlich etwas völlig anderes. Es gibt keine große Liebe zwischen Mann und Frau ohne Feuer, was natürlich hauptsächlich mit erotischer Anziehung, mit Leidenschaft zu tun hat. Wenn Frauen ihre Partner nach Vernunftsaspekten auswählen, wundert mich vieles nicht mehr in bezug auf langjährige Ehen und das Desaster und die Leere, die dann da ist wenn die Kinder aus dem Haus sind und somit der Zweck für diese Verbindung entfällt.

Es kommt darauf an, wie alt die FS ist, was sie von einer Partnerschaft erwartet, wie groß ihre Torschlußpanik ist u.ä., dann kann sie es ruhig mit dem betreffenden Mann versuchen. Ich würde davon dringend abraten, denn das ist verschwendete Lebenszeit, hat etwas mit Armseeligkeit, Nötighabenden und damit zu tun, den Spatz in der Hand der Taube auf dem Dach vorzuziehen.

In der heutigen Zeit, wo eine Frau keinen Ernährer mehr braucht, ist so eine Geisteshaltung einfach nur zu bedauern und absolut arm, denn eine große Liebe wird aus so etwas nícht mehr werden, eine lange friedliche Ehe vielleicht schon, aber ist das alles, was die FS vom Leben will?

Und wenn hier viele abfällig posten, erotisches Feuer hätte oft nur für eine Affäre gereicht, auf die dann doch lieber verzichtet wurde, haben die Verfasserinnen offenbar eine große Liebe, jenseits aller Vernunft noch nie erlebt, denn diese hat nichts mit Abwägen zu tun und nichts mit Sicherheitsdenken.
Ich frage mich auch, wieso gerade die Frauen, die Affären ablehnend gegenüberstehen, es befürworten, dass die FS eine auch erotische Beziehung zu einem Mann fortsetzt, den sie nicht einmal leidenschaftlich liebt. Mich schüttelt es da richtig.
 
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Gast

  • #14
Ich möchte Gast 12 widersprechen!

Doch, bei mir und meinem damaligen Partner ist das große Feuer, die richtige große Verliebtheit und darauf folgend eine sehr große Liebe erst später entstanden!!!
Und wir wären ziemlich sicher heute noch immer glücklich zusammen, wenn wir uns bzgl. Kinderwunsch hätten einigen können...
w50
 
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Gast

  • #15
Und wenn hier viele abfällig posten, erotisches Feuer hätte oft nur für eine Affäre gereicht, auf die dann doch lieber verzichtet wurde, haben die Verfasserinnen offenbar eine große Liebe, jenseits aller Vernunft noch nie erlebt, denn diese hat nichts mit Abwägen zu tun und nichts mit Sicherheitsdenken.
Ich frage mich auch, wieso gerade die Frauen, die Affären ablehnend gegenüberstehen, es befürworten, dass die FS eine auch erotische Beziehung zu einem Mann fortsetzt, den sie nicht einmal leidenschaftlich liebt. Mich schüttelt es da richtig.
Ich habe "Liebe auf den ersten Blick" genau einmal erlebt. Und daraufhin wahrscheinlich den größten Fehler meines Lebens gemacht. Kennenlernen - das kommt später und mit dicken rosaroten Gläsern auf der Nase nur allzu sehr verlangsamt und verspätet.

Das Gefühl ist umwerfend. Der Katzenjammer danach kann es aber auch sein, wenn man Intuition und Verstand zwischenzeitlich über Bord geworfen hat. Aber wenn "alles" passt... dann ist es wohl einfach nur "Glück"...

m,50
 
  • #16
Liebe FS,

ich finde die Frage, so wie die Antworten, sehr interessant und muss sagen, dass es darauf ankommt, was man im Leben erwartet. Einige sprechen von Strohfeuer und einem Tanz der Hormone, was unbedingt zum verliebt sein dazu gehören sollte. Ich finde, dieser Ausnahmezustand ist ja schön und gut und rein biologisch betrachtet ist es einfach wirklich nur die Bereitschaft zur Paarung. Das dies zum verliebt sein dazu gehören soll/muss, ist doch lediglich ein kulturelles und gesellschaftliches Konstrukt unserer Zeit.
Was ist denn wahre Liebe? Ich bin auf der Suche nach einem Partner mit dem ich auch den Alltag „ertragen kann“, mit dem ich mich gut verstehe, den ich schätze, der für mich da ist. Solche Eigenschaften sollten meiner Meinung nach in einer glücklichen und erfüllten Beziehung nicht fehlen. Doch leider scheint es, dass viele, die auf der Suche nach dem großen Glück sind, glauben, dass dies nicht zu den großen Gefühlen gehört. Ich kann nicht verstehen warum.
Ich denke, alles kann schief gehen, eine hormonell gesteuerte Liebe ebenso wie eine „Vernunftliebe“. Ich habe mich auf meine derzeitige Beziehung einfach eingelassen, weil wir uns sympathisch waren und gut verstehen. Ich genieße das einfach und lasse es auf mich zukommen. Und ich habe in dieser Zeit den anderen immer besser kennengelernt und lieben gelernt. Demnach kann aus einer kleinen Liebe sicherlich eine große Liebe werden, aber eben nur, wenn alles drum herum passt.
Ich habe dies auch schon anders erlebt, als ich mich ebenfalls einfach auf eine Beziehung eingelassen habe und mit der Zeit ziemlich schnell feststellen musste, dass diese Beziehung anstrengend war und ich generell einfach unzufrieden war. Dies ist bei meiner jetzigen Liebe völlig anders. Ich war nie im Leben zufriedener und mir wird so viel gegeben. Man sollte daher keine Gelegenheit verpassen, herauszufinden, ob aus etwas kleinem etwas großes werden kann.
 
  • #17
Meine größte Liebe entstand aus einer ganz "kleinen"........
In der ich zunächst dachte, hey, der kann sich ganz schön glücklich schätzen, so eine wie Dich "eingefangen" zu haben...! ;)

Irgendwann kehrte sich das dann regelrecht um, und das zunächst "durchschnittliche Entlein, das ja aber im Prinzip ganz gut passt, also warum nicht..." wurde zum angebeteten Schwan.

Also, nur Mut, FS!
 
  • #18
Aus meiner Erfahrung kann das gut gehen. Ich war 10 Jahre mit einem Mann zusammen, mit dem die Liebe erst langsam und aus dem Vertrauen gewachsen ist. Und wenn ich damals nicht Angst vor einer Auseinandersetzung gehabt hätte, damit wir auf eine neue Ebene kommen, wären wir wohl jetzt noch zusammen. Mir ist es allemal lieber, ich habe mein Hirn noch im Nutzzustand, wenn ich mich entscheide.
 
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  • #19
Für mich hat sich der Anspruch an eine Beziehung mit den Jahren verändert. Während ich in jungen Jahren sehr auf das Verliebtsein und unbändige Anziehung aus war setze ich jetzt ganz andere Kriterien an: zusammen alt werden können, kein Stress, gemeinsame Lebensziele für die zweite Lebenshälfte, Harmonie usw.
 
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Gast

  • #20
Gast 2 hat das super schön formuliert und Gast 3 ebenfalls wunderschön!!

Bei mir sind bis anhin nur diese langsamen wachsenden Liebesbeziehungen wirklich tragend geworden. Alles andere hat sich bei mir nicht weiterentwickelt.
Könnte natürlich auch sein, dass sich eine heisse feurige Leidenschaft zu so etwas bildet.

Toi toi toi! Dran bleiben, geniessen und einfach Freude haben und glücklich sein!
 
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Gast

  • #21
Liebe FS

was du beschreibst hätte ich gern. Eine aufrichtige "kleine Liebe"
die mehr wird.
Der Mann, mit dem ich das wollte sehnte sich aber nach dem grossen
Feuerwerk der Emotionen, sexueller Aufregung und einem
verjüngenden Hormoncocktail in seinem Blut. Er hatte sehr
widersprüchliche Erwartungen an eine Partnerschaft.
Einerseits seine Eltern, die 40 Jahre zusammen seien (habe es
nicht geprüft) als Muster einer guten Ehe. Andererseits sein ständiges
Insistieren auf mehr Freiraum und Junggesellenstil. Für ihn war alles
Körperliche fast ausschliesslich wichtig, daher verharrte unsere
Beziehungsanbahnung im Larvenstadium. Wir kamen nie über
Verliebtheit hinaus. Es war sein Wunsch, er wollte sich auf diese
Weise lebendiger fühlen. Mich hat diese "Liebe" sehr erschöpft
und ich sah bald keinen Sinn mehr darin die Ersatzbatterie für einen
ausgebrannten Mittvierziger zu sein. Vertrauen erleben und gewähren ist
einfach eine glücklich machende Erfahrung die mir in solchen Beziehungsmustern
komplett fehlte. "gross" ist eine Liebe erst wenn beide dem anderen
grosszügig viel Lebenszeit gewähren möchten- freiwillig und gern.
 
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Gast

  • #22
Eine sehr interessante Frage, FS!
In meinem Leben lief es bisher so: Als ich (w40) noch jünger war, da wartete ich auf den großen Blitz. Den habe ich auch mit einem Mann erlebt. Meine Erkenntnis daraus: Die anfängliche Verleibtheit, sagt gar nichts über eine gute Qualität einer daraus resultierenden Beziehung aus. Für mich verschlechtert das blinde Verliebtsein sogar gewaltig die Chance einen passenden Partner für mich zu finden. Denn im Zustand des Verliebtseins ist man doch mit der Grandiosität der eigenen Gefühle beschäftigt und (aufgrund des ausgebrochenen Schwachsinns) nicht in der Lage beurteilen zu können, wer der andere wirklich ist. Man sieht ihn so wie man ihn sehen möchte - nicht so wie er ist.

Das bedeutet: Ich betrachte es als Geschenk, wenn mir ein Mann begegnet mit dem folgende Punkte zutreffen: Echte Sympathie, gegenseitige sexuelle Anziehungskraft, das Wohlfühlgefühl und die Offenheit den anderen von Beginn an sehen zu können, wie er ist. Erst dann kann ich beurteilen, ob er wirklich zu mir passt. Und meine Gefühle wachsen, je mehr ich den Mann kennenlerne - wenn genannte Punkte gegeben sind.

Leider habe ich bisher gerade bei Männern erlebt, dass diese hochtrabenden Träume, von Blitzeinschlägen und Herzrasen bereits beim aller ersten Erblicken der Dame erwarten. Ich bin mir sehr sicher, dass (gerade diese Männer) sich selber eine Menge kaputt machen und sich einer Chance berauben.

Vielleicht ist dies auch nur der Ausdruck von einer fehlenden Bereitschaft sich auf eine verbindliche Beziehung einzulassen, so dass auf der Suche nach den eigenen, glorifizierten Verliebtheitsgefühlen, von einer zu anderen gehüpft wird. Irgendeine muss doch dieses Dopinggefühl auslösen. Ich vermute diese Haltung ist ein Vorwand vor sich selbst, um sich nicht verletzbar zu machen dadurch, dass man sich auf einen anderen Menschen einlässt. Auf diese Weise bleiben leider viele, sich anbahnene Beziehungen, in der Kennenlernphase stecken.

Und warum? Aufgrund einer verbreiteten Idealvorstellung und Träumerei, die einer ganzen Kultur das Gehirn gewaschen hat.....Über mich kann ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen: Ich kann mich glücklicherweise auf ganz unterschiedliche Menschen einlassen, denn ich erwarte nicht vom anderen, dass er mir hochtrabende Gefühle verschafft. Aber ich freue mich darüber, wenn ich bei mir beobachte, dass meine Gefühle für den anderen wachsen. Und das ist was Gutes!
 
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Gast

  • #23
Liebe FS

ich mag auch das langsame Anwachsen lieber als Knallfrösche am Anfang
und Scherbenhaufen für den Rest des Jahres.

Vielleicht date ich einfach die falschen Männer ?
Ich möchte einen gleichaltrigen Mann.
Doch solche die ich bislang traf wollen Aufregung, Achterbahnfahrten, Flugzeuge im Bauch, Herzklopfen, usw. Ganz hoch bewertet wird sexuelle Erregung.
Ich habe nichts gegen Adrenalinstösse und Verliebtheit. Ich fliege gern im Zweipropeller,
fahre gern über Buckelpisten und verstehe schon das Bedürfnis nach 'action'.
Aber über den Satz "Der Funke ist nicht übergesprungen" kann ich nur den Kopf schütteln. Bei mir baut sich Verliebtheit immer allmählich auf. Für den Anfang reicht Anziehung plus Interesse an der Person und die Abwesenheit von negativen Gedanken. Im günstigsten Fall ende ich damit dass ich den anderen sogar mit seinem sturen Kopf so liebe (und verteidige) wie er nun mal ist.
 
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Gast

  • #24
Ich beginne eine Beziehung mit einem Mann, bei dem es am Anfang kein Feuerwerk gab. Er tut mir gut, ich fühle mich wohl mit ihm. Je öfter wir uns treffen, desto mehr sagt mein Herz "Ja". Was ist bei Euch aus "kleinen" Lieben geworden, solchen, bei denen anfangs nicht mehr war als Sympathie, Wohlfühlen und Anziehung?
Aus der "kleinen" Liebe ist die große Liebe und unsere Ehe geworden: seit 11 Jahren glücklich verheiratet :)

Liebe Grüße

w, 39
 
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Gast

  • #25
Wohww.. Ich bin überrascht und schließe mich der großen Mehrheit hier an..

Und ich finde es klasse dass doch sehr viele gleich erkannt und erfahren haben dass die kleine Liebe auf einem gemeinsamen Weg den man bestreitet, eine große werden kann und geworden ist..

Ich sehe das mit der Liebe auf den ersten Blick, dem Feuerwerk usw nach vielen Jahren der Erfahrung auch als eine hormonelle Geschichte die uns suggeriert, dass es der oder die Richtige wäre..

Tatsächlich muss man sich aber immer auf dem Weg befinden um sich zu lieben.. Dafür bedarf es keinem anfänglichen Feuerwerk, keinen Traumfrau und Traumann Interpretationen..

Um dahin zu kommen braucht es Zeit und einen gemeinsamen Weg

M
 
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Gast

  • #26
Bei mir ist aus meinerseits einseitig verliebt und Affäre dann nach einigen Jahren ohne Kontakt beidseitige Wertschätzung, Vertrauen, noch immer guter Sex geworden, mit mehr Gefühlen von ihm, und langsam keimt das Pflänzchen Liebe auch bei mir. :)
In der Beziehung zwischen zwei Menschen ist zu jeder Zeit alles möglich. Nur Mut.

w 45
 
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Gast

  • #27
FS, mache weiter so! Was Du beschreibst sind die Grundbedingungen dafür, dass da ein kleines Pflänzchen der Zuneigung und vielleicht auf Liebe langsam wächen könnte!

Lasse Dich nicht von dem ganzen Gequatsche und engstirningen Vorstellungen leiten bzw blockieren, dass man sofort wissen müsste "er ist der Richtige" - "er löst die ulitmativen Gefühle in mir aus", die den Menschen in unserer Gesellschaft eingebläut werden.

Mache Dein eigenes Ding! Probiere es aus und freue Dich über Deine positiven Gefühle! Verliebtheit ist ein besonderer Gefühlszustand - aber, wie bereits hier gesagt, dabei geht es nur vordergründig um den anderen. Es geht in erster Linie um die eigene Wahrnehmung eines emotionalen Ausnahmezustandes, der einen an sich schon genug in Verwirrung und Schach hält. Manchmal piekst einen auch einfach nur das eigene Ego, weil man so bezaubernd sein will, dass der andere sich doch auf der Stelle verlieben muss.

Meine Lebenserfahrung und die von anderen Menschen auch besagt: Die Verliebtheit ist doch kein Zustand in dem Du die idealisierte Person wirklich erkennen kannst, gschweige denn beurteilen kannst, ob sie zu Dir passt. Du genießt Deine eigenen Gefühle, die die andere Person in die auszulösen vermag. Aber: Das hat nur zweitrangig mit der anderen Person zu tun und in erster Linie mit Dir und Deiner Reaktionsweise auf unbewusste Reize etc.

Es ist eine wahre Verschleuderung von Potential in diesem Land, wenn ich mir ansehe, wieviele hoffnungsvolle, junge Beziehungen auseinander gehen, wegen einer fremdgesteuerten Erwartungshaltung, die uns kulutrell übermittel wurde, dass wir doch verdammt nochmal, von der ersten Sekunden an, sowas von verliebt sein MÜSSEN! Was für eine Jammer für alle kleinen, leisen, langsamen und liebevollen Gefühlen, die zwischen zwei Menschen wachsen! Und leider als "nicht genügend" von einem von beiden bewertet werden! Traurig! Ein Tal des Jammers....w