• #31
Ihr lebt nicht miteinander, sondern es ist eine Besuchsbeziehung.
Ihm scheint das zu reichen. Ihr seht euch ab und zu, und er verduftet in sein Leben.
Ich denke, du erwartest dir mehr von einer Beziehung als er.
 
  • #32
Hallo Monturiol
und danke für deine ermutigenden Worte! Es stimmt, Liebe ist eine große Triebfeder für Veränderung, ich merke, dass ich mich mit mir selber auseinandersetzen muss, um mit nicht so einfachen Situationen umgehen zu können. Ich kann lernen und daran wachsen.
Jede Erfahrung ist wichtig, oft wollen wir sie nicht machen, aber in der Liebe läuft man nicht so schnell davon...
 
  • #33
Liebe Schwalbenweg,

danke für deine einfühlsamen Zeilen, du hast das wirklich sehr schön formuliert!
Ja, sein Angebot war eine Liebeserklärung und leider habe ich damals etwas zu resolut abgelehnt und ihn damit sicher ziemlich verletzt. Das tut mir bis heute leid und ich denke auch, dass hier ein Bruch entstanden ist.
Mein Vorschlag, bei ihm gemeinsam zu renovieren, kam ein paar Monate später. Er ist, wie gesagt, kaum darauf eingegangen, aber ich denke mehr aus dem Gedanken heraus, wozu, wenn ich sowieso nicht bei ihm leben will...
Wahrscheinlich war der Zeitpunkt, über ein Zusammenleben zu reden, einfach zu früh und wir kannten gar nicht die Wünsche und Vorstellungen des anderen. Das ist kein guter Weg, wie du ja auch schreibst und ich bin dabei, mich mehr einzulassen, offener meine Wünsche zu äußern und aktiv an Veränderungen heranzugehen.
Bis heute haben wir uns wohl auch gegenseitig schon verletzt und aufgrund dessen zurückgezogen, da sind wir uns sehr ähnlich.
Und du hast recht, auch ich habe bisher nicht viel bewegt für ihn, es ist gut, das zu begreifen, um es in Zukunft anders zu machen.

Nochmals vielen Dank für deine treffenden Worte!
 
  • #34
ohl am liebsten nur ihre Partnerin auswechseln, aber ihr altes Leben einfach bequem weiterleben wollen.
Ich kann mir das gut vorstellen. Beiderseits.
In meinem Falle war ich derjenige, der seine Wohnort und sein ganzes Lebensumfeld wechseln musste.

Irgendwie ist es bis heute ein mieses Gefühl, wenn man doch bisher auch so ganz geordnet gelebt hat.

Du musst halt schauen ob für Dich ein Mehrwert dabei heraus kommt.
Das muss sein!

Womöglich müssen Vereinbarungen getroffen werden , z.B. dass Du i.dR. an Freitagen Hobbys nachgehen kannst und er dann auf alle Kinder aufpasst. Dafür muss er sich eben freimachen.

Du musst ihm sagen, dass Du diesen Mehrwert für Dich möchtest, wenn Du dahin ziehst. Du bringst das größere Opfer (verlässt Dein gewohntes Lebensumfeld), also muss er etwas dafür leisten.
 
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  • #35
Es sollte auch geklärt werden, wieviel Zeit ihr als Paar für euch allein benötigt. Wenn er bei jedem Anruf von Bekannten aufspringt, um hier und dort hinzueilen, und du machst dann an deinem Abend dein Ding, habt ihr wenig Gemeinsamkeiten.
Also zb ein Abend pro Woche als Paar zu zweit festgelegt, einer für ihn und einer für dich, einer wo ihr gemeinsam hingeht.. Den Rest der Zeit ergibt sich dann. Dies als Beispiel.
 
  • #36
Hallo zusammen,

aus "aktuellem Anlass" möchte ich hier nochmal etwas ergänzen:
Ich habe gestern ein Gespräch mit meinem Freund begonnen, indem es um die hier besprochenen Themen ging. Abgesehen davon, dass er in Gesprächen über die Beziehung sowieso kaum etwas sagt, ist mir aufgefallen, dass er zwar allenfalls Erklärungen abgibt, aber nicht wirklich auf meine Fragen oder geäußerten Bedürfnisse eingeht.
Ich bin auch immer diejenige, die so ein Gespräch beginnt. Gestern war der Anlass, dass er am Abend zu mir gekommen ist und irgendwann, einige Zeit später, meinte, er würde aber nach Hause fahren, müsse am nächsten Morgen sehr früh raus...
Das hatten wir schon öfter und ich verstehe das nicht wirklich. Wir sehen uns eh schon recht selten und wenn er dann mal da ist, verschwindet er nach drei Stunden wieder. Mir tut das weh, ich habe immer wieder das Gefühl, dass alles nach seinen Vorstellungen läuft.
Leider hat er mich nicht verstanden und sich bei allem nur gerechtfertigt. Wie kann man sich so aufeinander zu entwickeln? Kann es trotzdem sein, dass er mich liebt, ist es ein reines Kommunikationsproblem? Ich fühle mich bei so etwas schnell ungeliebt, weil er nicht bereit ist, in seinem Leben etwas zu verändern, damit wir mehr Raum miteinander haben...
 
  • #37
aus "aktuellem Anlass" möchte ich hier nochmal etwas ergänzen:
Ich habe gestern ein Gespräch mit meinem Freund begonnen, indem es um die hier besprochenen Themen ging. Abgesehen davon, dass er in Gesprächen über die Beziehung sowieso kaum etwas sagt, ist mir aufgefallen, dass er zwar allenfalls Erklärungen abgibt, aber nicht wirklich auf meine Fragen oder geäußerten Bedürfnisse eingeht.
Tja, die Sachlage bleibt unverändert.
Dein Freund investiert nicht viel in die Beziehung und die längere Aussicht bleibt auch gleich.

Diese Beziehungsform mit relativ viel Distanz muss mann mögen oder auch nicht.

Ich bleibe dabei, wenn Dir die Beziehnung in dieser Form keinen großen Mehrwert bietet, solltest Du sie lassen.
Das kannst Du ihm auch so genau ruhig mal sagen. Vielleicht ist er ja zu "Nachbesserungen " (z.B. öfters mal über Nacht bleiben) bereit; vielleicht aber auch nicht.

Es ist nunmal so:
Nicht ohne Grund wird bei der Partnervermittlung (wo sind wir hier ?) viel Wert auf ein ähnliches Distanz-/Nähebdürfnis gelegt.

Da kannst bei Dir selbst nun sehen, warum das so ist.
 
  • #38
Vielleicht kann er nur in seinem Bett schlafen oder ist so ein Typ, der früh ein festes Ritual braucht, um zur Arbeit zu starten, insbesondere, wenn auch noch ein Kind da ist.
Aber es würde mich stören, dass er so wenig Zeit mit mir verbringen will. Also insgesamt scheinst Du ja hinter seinen Einladungen und anderen Aktivitäten zurückzustehen.

Ich fühle mich bei so etwas schnell ungeliebt, weil er nicht bereit ist, in seinem Leben etwas zu verändern, damit wir mehr Raum miteinander haben...
Naja, das ist die Frage, ob Du das einschätzen kannst. Wenn ja, also wenn Du schon weißt, welche Aktivitäten Vorrang haben und Du äquivalente hast, die Du - anders als er - absagst, dann ja, aber was der andere für sich braucht, kann schon sehr verschieden sein von dem, was der Partner will.

Mir tut das weh, ich habe immer wieder das Gefühl, dass alles nach seinen Vorstellungen läuft.
Wenn ihr nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, hätte er das Gefühl, dass es alles nach Deinen Vorstellungen läuft. Das passiert immer bei solchen Unverträglichkeiten wie "wo sollen wir wohnen". Bei ihm - er hat alle Vorteile, bei ihr - sie hat alle Vorteile, irgendwo in der Mitte - meist sinnlos, weil BEIDE Nachteile haben. Einer muss flexibel sein.
 
  • #39
Ich kann hier nicht sehr objektiv antworten, da ich selbst sehr ähnlich zu ticken scheine, wie Du!
Auch hatte ich dieses Thema mit dem Zusammenziehen lange!

Wenn ich mit Abstand reflektiere, stellt es sich wie folgt dar.
Er geht nicht davon aus, dass Du Dich nicht geliebt fühlst, weil er ja mit Dir zusammen ziehen würde!
Und er immer noch mit Dir zusammen ist, obwohl Du nicht zu ihm ziehst.
Er lässt Dich sein wie Du bist!
Wahrscheinlich könntest Du auch bei ihm, Deine Art des Lebens völlig durchziehen, ohne dass er jemals meckern würde.
Und wenn Du keine Lust auf seine Sachen hast, musst Du auch nicht mit.
Weniger Zeit füreinander, würde ihn nicht stören, weil doch jeder angenehm beschäftigt ist.
Deine Entscheidung, ich komme nicht, hat er rein faktisch gesehen.
Ok akzeptiere ich! Hat bis jetzt auch so gut geklappt...dann geht es so weiter und alles ist gut!
Für ihn ist es gut wie es ist und somit muss es auch für Dich sein.
Deine Gefühle sind außerhalb seiner emotionalen Reichweite!
Und damit kann er diese nicht sehen, nicht nachvollziehen!
Du könntest Deine Argumente auch tanzen, sie kommen nicht an.
Kennt er nicht, hat er nicht.
Er hört daraus Vorwürfe und macht dicht!
Es ist gut für ihn also doch auch für dich!
Ende!
Jedesmal Diskussion kann ihm irgendwann zuviel sein!
Warum und das er daran seinen Anteil hat, kann er nicht sehen!
 
  • #40
Nein, dass ist kein Kommunikationsproblem. Nachdem du deine Wünsche geäußert hast, ist er abgehauen. Ich würde jetzt erstmal gar nichts tun, und schauen, was von ihm kommt.
 
  • #42
Was soll die FS jetzt also unternehmen? Vielleicht redet sie mal Klartext, wo ihr Probelem eigentlich ist ?
 
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  • #43
Na, wenn er mit ihr zusammenziehen wollte, müsste er ja auch ertragen, morgens einem Kind zu begegnen.
Ich denke auch, es ist ein Nähe/Distanz Problem, bzw. Er will sich nicht viel Mühe machen.
 
  • #44
Was sagt dir denn dein Bauchgefühl, würde er sich überhaupt noch freuen, wenn du bei ihm einziehen und mit ihm leben würdest?

Fragen würde ich ihn das an deiner Stelle in der derzeitigen Situation nicht. Kommunikation im Sinne von "Lass uns reden" ist für Männer ohnehin ganz was Gruseliges. Es ist selbst in einer unbelasteten Situation eine Kunst, vorwurfsfrei, locker und konstruktiv ein Problem zu lösen.

Ich fürchte, er hat sich innerlich schon länger zurückgezogen, dies wird nun auch äußerlich unübersehbar. Deshalb will er nicht bleiben, dich seltener sehen, will und kann aber auch nicht darüber reden. Je mehr du nachbohrst, um so mehr fühlt er sich unter Druck gesetzt, um so stärker wird sein Bedürfnis nach Abstand. Selbst Worte wie "Ich liebe dich" können dann als klammerig empfunden werden oder Angst bei ihm auslösen, weil er nicht weiß, was er fühlt oder die Liebe nicht mehr spürt. Ich glaube er braucht jetzt ganz viel Luft. Bei dir scheint es genau umgedreht zu sein.

Eine schwierige Situation. Bitte kasteie dich jetzt nicht selbst. Jeder ist wie er ist und Zeit kann man nicht zurückdrehen. Finde deine Fröhlichkeit, Wärme und innere Mitte wieder.
 
  • #46
Hallo FS, ich habe den thread heute gelesen und es tut mir sehr leid, wie sich das entwickelt hat. Aus meiner Sicht hat er mit seinem Vorschlag, bei ihm einzuziehen, einen Vorstoß unternommen, der ganz klar zeigt, dass er sich "mehr" wünscht. Ich würde das erstmal als gutes Zeichen werten, auch wenn die Kommunikation darüber suboptimal gelaufen ist und über den Wunsch, die Beziehung weiter zu entwickeln und mehr Nähe zuzulassen, derzeit zwischen Euch kein fruchtbares Gespräch möglich zu sein scheint. Aber der Wunsch scheint ja doch beidseitig vorhanden zu sein, wenn ich es richtig verstanden habe, nur für die Art und Weise, wie man ihn umsetzen könnte, ist bislang noch kein ausreichender Raum vorhanden gewesen. Es sieht für mich danach aus, dass er ihn wegen Deiner spontanen Absage erstmal "eingefroren" hat, sich wahrscheinlich enttäuscht zurückzieht. Aber deshalb muss der Wunsch nicht weg sein. Schwierig finde ich, dass er anscheinend "mauert", denn Du hast Dich inzwischen deutlich auf ihn zubewegt und man könnte nun beginnen, mal zu überlegen, wie ein Zusammenziehen denn funktionieren könnte, Fragen klären, Zweifel ausräumen, Pläne schmieden etc. Leider geht das im Moment mit ihm nicht, was mir persönlich nicht gefallen würde, denn es zeigt, wie er mit Situationen umgeht, die für ihn nicht nach Plan laufen. Trotzdem würde ich jetzt etwas Gas aus der Sache nehmen, mich gedanklich nicht zu sehr auf negative Aspekte fixieren und auf den Punkt, das unbedingt sofort klären zu müssen. Du beschreibst die Beziehung ansonsten ja als sehr schön und klar ist auch, dass Ihr Euch beide ein Zusammenrücken vorstellen könnt. Dieser Wunsch verschwindet nicht von heute auf morgen. Auch ich würde empfehlen, der Sache etwas Zeit zu geben. Alles andere erhöht den Druck und verschärft die Lage nur unnütz. Das ist sicher schwierig auszuhalten, aber das Positive ist doch, dass Ihr beide in dieselbe Richtung blickt. Viel schwieriger ist es doch, wenn einer sich den nächsten Schritt in der Beziehung (z.B. Zusammenziehen, Heirat, Kind etc.) wünscht und der andere signalisiert ein eindeutiges No. DAS gesund zu verdauen, ohne dass die Beziehung darunter im Fundament erschüttert wird, kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Ich hoffe, Ihr schafft es, Euren Wunsch weiter zu verfolgen. Und wenn ihm das ein wirklich ernstes Anliegen ist, wird er sich wieder öffnen... müssen.
 
  • #47
@ void
Mein Kind stört ihn nicht, aber das mit dem Ritual kann schon stimmen. Im Grunde ist das überhaupt mein "Kernproblem" - er ist in seinem Leben sehr festgelegt, hat seine Abläufe, die er auch wenn er bei mir ist, immer gleich gestaltet. Der Tag beginnt (wenn wir frei haben), indem er seinen ersten Kaffee trinkt und raucht, dann beschäftigt er sich mit seinem Handy, trinkt den nächsten Kaffee, raucht... Abends hört der Tag genauso auf, mit dem letzten Kaffee usw...
Ich beschreibe das deswegen so detailliert, weil es ja nur eine Kleinigkeit ist, aber die Haltung dahinter zeigt mir, dass er eine festgelegte Struktur braucht, und so erscheint mir auch seine übrige Art zu leben.
Deshalb wäre es für ihn wohl perfekt gewesen, wenn ich zu ihm gezogen wäre und mich in seine Lebensform integriert hätte - was für mich so einfach nicht geht. Das wäre mir viel zu einseitig.
Es ist ja jetzt schon so, dass er etwas für sich plant (Freizeit) und ich soll/kann dann ja zu ihm kommen und mitmachen - oder es lassen. Hatten wir am vergangenen WE wieder: eigentlich war es das "kinderfreie" WE, aber seine Jüngere wollte zu ihm, also blieb er zuhause, sie wollten mit anderen zusammen Fußball schauen. Ich hätte hinfahren können, habe aber dann auch etwas anderes unternommen. Für mich ist das einseitig im Sinne von: wenn ich ihn sehen will, muss ich mitmachen, was er geplant hat oder wir sehen uns halt nicht, was ihm anscheinend auch nichts ausmacht - er hat ja sein vertrautes Umfeld und die Welt ist in Ordnung.
 
  • #48
Für ihn ist es gut wie es ist und somit muss es auch für Dich sein.
Deine Gefühle sind außerhalb seiner emotionalen Reichweite!
Und damit kann er diese nicht sehen, nicht nachvollziehen!
Du könntest Deine Argumente auch tanzen, sie kommen nicht an.
Kennt er nicht, hat er nicht.
Er hört daraus Vorwürfe und macht dicht!
Es ist gut für ihn also doch auch für dich!

Hallo pixi67,
da könntest du richtig liegen, irgendwie scheint er nicht über seinen Tellerrand hinausschauen zu können. Ich habe gerade gestern am Telefon wieder versucht, ihm meine Gefühle zu beschreiben, dass ich den Eindruck habe, er ziehe sich zurück (er meldet sich immer seltener, spricht kaum noch über seine Gefühle zu mir, usw.), dass mich das traurig macht und ich nicht mehr weiß, woran ich bin. Seine Antwort war, dass das nicht stimmt, aber viel mehr kam dann auch nicht - das hilft mir nicht weiter...
@Pfauenauge
Er will sich nicht viel Mühe machen...
Es scheint leider so. Und ich denke, wenn man jemanden wirklich liebt, dann kommt man ihm auch entgegen, geht auf ihn ein, versucht, Lösungen zu finden, die für beide ok sind.
Ich weiß gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Akzeptieren, wie es ist, oder gehen? Oder doch immer wieder mal mit ihm darüber reden? Auf die Gefahr hin, dass ihm das zu unbequem wird?
@schwalbenweg mein Bauchgefühl...sagt mir auch eher, dass er sich seit meiner Absage bezügl. des Zusammenziehens immer weiter zurückgezogen hat. Ja, und diese Gespräche, die ich hin und wieder mit ihm zu führen versuche...da kommt nicht viel von ihm.
Ich finde das so traurig, denn es gäbe ja die Möglichkeit, gemeinsam Lösungen zu finden, wir könnten uns in der Mitte treffen, Voraussetzung wäre aber, dass er sich mal offenbart, und da kommt eben nichts. Jedesmal, wenn ich ein "Problem" sehe und anspreche, sagt er, es sei doch alles in Ordnung. Er will es ganz leicht haben und verdrängt lieber alles.
Ja, vielleicht braucht er jetzt eher Luft, während ich immer mehr versuche, unserer Beziehung eine Form zu geben. :-(
Was kann ich tun? Eigentlich nur Abstandnehmen.
 
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  • #49
Liebe Samsara,

wie hier schon mehrfach gesagt. Du kannst das so hinnehmen wie es ist und glücklich damit sein / Dich arrangieren. Oder eben nicht. Ich erkenne nicht dass er Dich versteht oder bereit wäre Dir in Deinen Wünschen entgegenzukommen. Ich glaube er ist genervt von den vielen Diskussionen, die schlussendlich ... unergiebig bleiben werden.

Eurer ersten großen Verliebtheit folgt nun der schnöde Alltag. Rosarote Wolken ade ... schade immer sowas!
 
  • #50
Liebe Samsara, ich kann gut verstehen, dass es dich traurig macht, wenn er sich unflexibel verhält und dir nicht entgegenkommt. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, es ist zu einfach, den Fehler bei ihm zu suchen. Denn für dein Glück bist nur du allein zuständig, nicht er.

Ihr bräuchtet beide mal wieder ein unbeschwertes, schönes Erlebnis. Am besten eins, wo ihr beide so richtig von Herzen lachen könnt. Wenn das nicht geht, weil du angespannt, enttäuscht und traurig bist, solltet ihr Abstand halten, bis du wieder unbelastet auf ihn zugehen kannst.

Es könnte sehr kontraproduktiv für eure Beziehung sein, zum wiederholten Mal zu betonen, was du alles vermisst, befürchtest und das dich dies traurig macht. Er weiß das schon und das macht ihm kein gutes Gefühl. Du beschreibst ihn leicht genervt: Kaffeetrinken, Rauchen, Mainstream- Aktivitäten, mangelndes Entgegenkommen. Auch das merkt er, spürt zumindest, dass er nicht mehr "dein Held" ist. Wäge diese Seiten doch gegen seine guten ab, vielleicht ist er dafür unkompliziert im Positiven, ausgeglichen, zuverlässig, hilfsbereit, gesellig/ teamfähig, unternehmungslustig und treu oder was weiß ich. Nur wenn du ihn so akzeptieren und lieben kannst, wie er ist, ohne ihn hier und da ändern zu wollen, wird es die große Liebe bleiben/ werden.

Gib ihm und dir einfach ein paar Wochen Luft. Vor allem kein Nachbohren über Gefühle, keine Erwartungshaltung. Kannst du nicht irgendwie emotional Abstand zu ihm kriegen, damit es dir und deiner kleinen Familie wieder gut geht, etwas Schönes in Angriff nehmen, unabhängig von ihm, so wie vor "seiner Zeit"?
 
  • #51
Mein Ex war oder ist sicher immer noch auch Raucher. ALLES ist danach getaktet und strukturiert.
Bei sich zu Hause muss Dein Freund sich keinen Kopf machen, wenn er früh an seinem Tisch raucht und Kaffee trinkt, ob er wen stört. Das würde die Entspannung beim Ritual kaputtmachen.
wenn ich ihn sehen will, muss ich mitmachen, was er geplant hat oder wir sehen uns halt nicht, was ihm anscheinend auch nichts ausmacht
Ich hatte es ja schon geschrieben, ich denke, er deutet es anders. In Richtung, wenn es DIR wichtig wäre, ihn zu sehen - was könnte es Dir dann ausmachen, mit ihm und den anderen Fußball zu gucken -, oder aber er denkt sich schon, es passt halt nicht zwischen euch. Für manche Leute ist die Welt recht einfach, und ich denke mal, er hat eigentlich recht damit. Er müsste sich den Dingen anpassen, die Du willst, und es wäre langweilig für ihn. Du müsstest Dich anpassen, was er will, und es wäre langweilig für Dich. Das wäre nicht problematisch, wenn ihr damit umgehen könntet, aber dann würde er sich anders verhalten, also nicht sein Ding durchziehen, sondern verstehen, dass die Interessen nunmal unterschiedlich sind und er zwar seinen nachgeht und Du Deinen, aber er würde sich auch bemühen darum, dass er Dich sehen kann und Kompromisse finden. Bislang klingt das so, als ob nur Du Dich bemühst. Also verzichtet er darauf, dass ihr euch seht, schiebt Dir die Schuld zu, dass das nichts wird oder lässt es halt auslaufen, weil er es schon als nichtpassend eingeordnet hat.
 
  • #52
In einem anderen Thread hatte ich letztendlich das Gleiche gesagt wie Du: wenn man sich doch mag, kann man reden und gemeinsame Lösungen finden.
Es hat sich gezeigt, dass da nicht alle vom selben Stern sind.
Für den einen muss es ohne Diskussionen funktionieren.
Für andere hast Du ggf schon zuviele Kompromisse gemacht.
Etc.
Ich fürchte Du musst versuchen bei Dir zu bleiben.
Wenn Du allgemein jemanden brauchst, mit dem man " verhandeln " kann ,dann wird es immer schwerer fürchte ich.

Mach ersteinmal eine Liste für Dich.
Was Dir am wichtigsten in einer Beziehung ist.
Wenn Gesprächsbereitschaft dazu gehört, dann geht es wohl nur, wenn Du das klar sagst.
Auch auf die Gefahr hin, dass er geht.
Fällt schwer aber wenn der Druck für Beide zu groß ist, passiert es wahrscheinlich sowieso.
 
  • #53
Hallo Médocaine,

danke für deine ausführliche Antwort. Ja, sein Wunsch mit dem Zusammenziehen hat zum Ausdruck gebracht, dass es ihm ernst war. Ich kann nur heute nicht mehr einschätzen, ob er es immer noch möchte - und ich muss hier etwas differenzieren:
Es geht mir gar nicht mal um das Zusammenziehen an sich, sondern um die Frage, wie ernst es noch ist mit uns. Seit jenem Tag meiner "Absage" hat er nie wieder davon gesprochen. Ich hatte ihn einige Zeit später nochmal gefragt, wie er darüber denkt, dazu meinte er nur, er habe das Thema "erstmal hochgehängt".
Ich habe den Eindruck, dass er sich schnell mit etwas abfindet, sich nicht für etwas, das ihm wichtig ist, einsetzt, weil er die Auseinandersetzung scheut. Daher der Rückzug, sein Schweigen, was ich so schade finde, weil es so hilfreich wäre, wenn er mal deutlich würde, weil wir dann einen Schritt weiter kämen, egal, in welche Richtung.
So hängt alles in der Schwebe...
Aber du hast wohl recht, ich sollte jetzt einfach Ruhe geben, was ich ohnehin versuche, es fällt mir aber schwer. Ich weiß nicht, woran ich bin und ob er vielleicht schon innerlich aussteigt, kann mich also mit nichts auseinandersetzen und mich auf etwas einstellen. Im Grunde bleibt mir ja nur, Abstand zu nehmen. Klar, ich sehe auch die guten Seiten, aber wenn ich mich immer wieder fragen muss, was er eigentlich will, woran ich nun bin usw., dann fehlt mir eine Basis, auf der wir uns entspannt begegnen können.
 
  • #54
Hallo schwalbenweg,
ja, ich weiß, es ist eher kontraproduktiv, wenn man Kritik äußert, seine Unzufriedenheit mitteilt. Wobei ich wirklich beziehungserprobt bin und weiß, wie ich mich mitteile, indem ich von mir und meinen Gefühlen spreche ohne meinem Gegenüber das Gefühl zu geben, "schuld" zu sein usw. Ich belasse die Verantwortung bei mir, greife ihn nicht an und mache ihm auch immer wieder klar, dass es mir um UNS geht, wenn ich etwass mit ihm klären möchte, also im Sinne einer Verbesserung für beide.
Naja, aber für ihn kommt wohl doch nur Kritik an, es hängt eben immer davon ab, mit welchem Ohr wir eine Botschaft hören...

Also Abstand. Ok. Hatte ich mal versucht, da ging es mir so schlecht, dass ich eine Pause wollte, um mir über ein paar Dinge klar zu werden. Hab ihm das am Telefon erklärt, er war ziemlich geschockt und meinte hinterher ( es waren dann auch nur zwei Tage), die Zeit bis ich mich gemeldet habe, sei schlimm gewesen. Danach war er wieder wie in der Anfangszeit, interessiert und engagierter. Wie meistens, wenn es irgendwie mal "schwierig" gewesen war - danach war er - erstmal - wieder offener.

Wir fahren bald für ein paar Tage zusammen weg, nur wir beide, ich freu mich sehr darauf und hoffe, wir finden da wieder mehr zusammen.
 
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