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Gast

  • #1

Großes Kribbeln oder kleines Glück?

Kennt Ihr das "große Kribbeln", den Knalleffekt, das totale Verliebtsein? Seid Ihr mit dem Menschen zusammengekommen, und wie hat sich das Gefühl entwickelt? Oder wächst eine glückliche Beziehung auch aus Vertrauen und Zuneigung?
Natürlich wäre es toll, von Anfang an all das zu spüren. Aber ich habe es bisher nicht gefunden. Die (sehr wenigen) Männer mit dem Knalleffekt habe ich nicht bekommen. An meiner derzeitigen Beziehung auf Basis von Vertrauen und Zuneigung zweifle ich gerade (nach 8 Monaten), ohne einen wirklichen Grund zu haben. Es ist einfach die Frage, ob da nicht noch "mehr" sein könnte.
Wie sind Eure Erfahrungen? Verschwindet das große Kribbeln sowieso irgendwann, und es lohnt nicht, danach zu suchen? Oder kann man es auch nach Jahren noch spüren, und mit weniger sollte man sich nicht zufrieden geben?
 
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Gast

  • #2
Hallo FS,

ich bin auch gerade 8 Monate in einer neuen Beziehung. Am Anfang waren da viele Schmetterlinge im Bauch, aber gleichzeitig auch das Gefühl von vertraut sein und "man kennt sich schon ewig" obwohl man sich gerade zum ersten Mal begegnet ist. Die Schmettterlinge verschwinden recht schnell wieder, aber das Gefühl des Vertrautseins ist wichtiger und geblieben und natürlich auch noch gewachsen. In meinem Leben ist dies die bislang glücklichste Beziehung mit ungeheuer viel Liebe, Nähe und Zärtlichkeit und wir haben beide das Gefühl, dass wir bis an unser Lebensende zusammen bleiben möchten. Hört sich kitschig an, aber so empfinden wir es momentan beide und dabei sind die rosaroten Wolken schon eine Weile verschwunden. Ich glaube schon, dass sich eine glückliche Beziehung auch nur aus Vertrauen und Zuneigung entwickeln kann, allerdings ist es schon toll diese überschäumende Verliebtheitsgefühl am Anfang zu spüren.
w 46
 
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Gast

  • #3
Gefühle verändern sich immer, sie kommen und gehen; können auch in langen Beziehungen wiederkommen oder entstehen erst nach einer gewissen Zeit in Beziehungen, die aus Vertrauen entstanden sind. Wenn sie sich in einer Beziehung gar nicht einstellen, dann wäre diese Beziehung langfristig nichts für mich. Du könntest sie ja mal versuchen heraufzubeschwören, in dem du mit deinem Partner mal eine romantische Reise machst oder einen Abenteuerurlaub. Vielleicht reicht auch schon eine gemeinsame Achterbahnfahrt. :)
 
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Gast

  • #4
Ich bin auch lange nicht mit jemandem zusammen gekommen bei dem ich das grosse Kribbeln hatte. Das fand ich immer schade. Bei meinem derzeitigen Freund hatte ich dieses Kribbeln am Anfang ganz stark, hatte mich also richtig verknallt. Es ist aber mit der Zeit vergangen. Ich zweifle auch ab und an an dieser beziehung - genau wie an den Vorgängerbeziehungen. Es ist also nicht anders und auch nicht besser, nach den ersten paar Monaten.
 
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Gast

  • #5
Wenn Du erwartest, dieses Kribbeln, das typisch ist für den aufregenden Anfang einer Beziehung, über Jahr zu haben, wirst Du immer unzufrieden sein und Dich immer neu umsehen.

Ich halte diese Erwartung für unrealistisch, und dass Du Dich mal in Wow-Typen verguckt hast, heißt noch lange nicht, dass Du mit diesen Männern hättest eine dauerhafte Beziehung führen können. Anstelle der Leidenschaft tritt nun mal ein ruhigeres Gefühl, mit dem man aber auch sehr glücklich sein kann.
 
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Gast

  • #6
Dieses berühmte Kribbeln, das viele verwechseln mit Verliebtsein, sind m M. nach nur Pheromone. Im Grunde will man nur mit dem anderen ins Bett gehen (die Biologie schreibt uns nun mal immer noch die Redproduktion vor), wenn man das erledigt hat, weiß man oft nicht mehr, was man an demjenigen so toll gefunden hat. Ich glaube, die wahre, tiefe Liebe entwickelt sich erst später und auch langsamer. Ausnahmen bestätigen die Regel.