• #1

Gründe für Beziehungsabbruch in der Frühphase bei Frauen

Liebe Forumianerinnen,

viele Fragen hier beziehen sich auf die Situation, dass der Mann nach ein paar Wochen oder Monaten die Beziehung abbricht, also in einer Phase, in der man sich zwar schon sehr nahe gekommen ist, sich aber noch nicht besonders gut kennt. Gründe dafür - meist ist das irgendwie der Gegenstand der Frage - sind meistens mangelnde Verliebtheit "i.w.S.", ganz selten, so scheint mir, irgendwelche konkrete Probleme in ihrem Verhalten usw.. Das wird dann oft so interpretiert, dass der Mann nur den Sex abstauben wollte, eigentlich aber nicht an einer längeren/tieferen Beziehung interessiert war.

Diese Situation wird eigentlich von männlicher Seite eher selten geschildert bzw. scheinen Frauen in dieser Phase eine Beziehung eher selten abzubrechen und der Sache eher die Chance einer Entwicklung zu geben... Ist das so?
Was wären für Frauen typische Gründe für einen Abbruch in dieser Phase - mangelnde hausmännische Qualitäten, Bildungslücken, Probleme im Bett, politische Haltung, Eifersucht....? Oder doch auch einfach wieder das "Schweigen der Schmetterlinge"?

Dank euch im Voraus,
manchmal
 
  • #2
Ich glaube, dass Frauen genauso häufig abbrechen. Es ist nun mal schwer, unter all den Menschen, denen man begegnet, denjenigen zu finden, in den man sich verliebt. Und genau das wollen alle: Jemanden kennenlernen und das Gefühl "Yes! Der/die ist es!" Wenn das nicht eintritt nach kurzer Zeit, muss man einfach loslassen. Sonst wäre es eine große Lüge, eine Beziehung zu starten.
Früher spielte das keine so große Rolle, weil Beziehungen oft einen Versorgeraspekt hatten. Da reichte es, dass der Mann ein Einkommen hatte und die Frau gut kochen konnte. So bildete man eine Wirtschaftsgemeinschaft. Schmetterlinge im Bauch waren zweitrangig.

Heutzutage tritt das in den Hintergrund. Frauen haben ihr eigenes Einkommen, Männer wollen gar nicht mehr das Heimchen am Herd. Also konzentriert sich das Werben nur noch auf das Gefühl. Und das stellt sich nun mal nicht so oft ein. Man muss länger suchen, mehrere Personen kennenlernen.
 
  • #3
Bei mir steht das vielleicht an (leider!!!). Gründe: dauernd mit der Mutter telefonieren, zu oft mit ihr "abhängen" wollen, unselbständig sein, sich nicht entscheiden können (es allen und jedem Recht machen wollen und sich selbst dabei aus dem Blick verlieren), nicht so reflektiert sein wie ich erst dachte, vielleicht auch intellektuell nicht ganz auf einen Nenner kommen (ist vielleicht ein und dasselbe). Gefühle / Bedürfnisse nicht gut kommunizieren können - obwohl ich versuche, ein Beispiel zu sein, aber nicht in eine Mama/Therapeutenrolle geraten möchte.

Die von dir im Post genannten Gründe spielen keine Rolle. Die rosarote Brille habe ich abgesetzt, jetzt muss ich einfach gucken wie es sich anfühlt. Ich kann ja mal demnächst einen Jammerthread aufmachen.... :(
 
  • #4
Na die magische Grenze liegt oft so bei 3 Monaten, wenn die rosa Brille langsam abgenommen wird und der Partner sein wahres Ich zeigt.
Dann nimmt bei mir oft schlagartig die Verliebtheit ab, die letztes 2 Male war es dann, wenn ein Mann vorgegeben hat, jemand zu sein, der er nicht ist und er mir etwas vorgemacht hat, um besser dazustehen.
Da kommt es vor, dass Männer den erfolgreichen Businessman vorspielten, aber es dann doch ganz anders kam.
Ich hab es dann beendet, weil ich Männer unattraktiv finde, die vorgeben müssen, jemand zu sein, der sie nicht sind und ein Mann sollte dazu stehen, wer und was er ist. Da kamen dann immer Ausreden, dass ich ja so viel erreicht hätte und sie hingegen weniger... es wurden teure Restaurants gebucht, die sie sich nicht leisten konnten und Zukunftspläne geschmiedet, die gar nicht drin waren finanziell...!?
Nach 3 Monaten fliegen die Hormone nicht mehr ganz so vernebelt rum, man sieht oft klarer und weiß, dass es auf lange Sicht keine stabile Beziehung geben könnte, weil die Interessen zu unterschiedlich sind oder der Lifestyle nicht passt oder man schlichtweg keine gemeinsame Zukunft aufbauen kann, weil die Zukunftspläne nicht in dieselbe Richtung gehen.
Man könnte evtl. den Sex noch mitnehmen - der schlechte Sex war nie das Problem. Aber mit einem Mann, der mir was vorspielt, will ich ja keinen Sex, für mich muss ein Mann auch eine coole lässige Note haben - wenn er gelogen hat, ist er einfach nur noch ein armes Würstchen.
Deswegen beende ich es dann auch komplett ohne Bedauern.
Einmal habe ich es auch beendet, weil der Mann seine Tochter mit 8 Jahren verhätschelte, wie ein Kleinkind und jeder Husten und jeder quersitzende Pups wurde tagelang mit der Mutter und den Ärzten besprochen... und das Kind machte dauernd aus allem ein Drama - und Mutti und Papi sprangen... auch wurde die ganze Freizeit nach dem Kind geplant... dass ich selber 2 Kinder hatte, war irgendwie Nebensache...und ich hatte das Gefühl, eher mit einer befreundeten Mutter über Kinderthemen zu reden als einen Mann an der Seite zu haben. Alleinerziehende Väter sind echt schlimm.
Fand ich total abtörnend...
 
  • #5
Hi manchmal,

"Schweigen der Schmetterlinge": gerne geschmunzelt, ob Deiner Kreativität.

Scheinbar haben einige Damen ausreichend Gründe zum Abbruch, aber nicht die Traute dies auch zu tun, wenn ich hier von 2., 3., ..., Chancen und den Fragen nach Trennung lese, und wie bei uns, einigen Männern, sind die Gründe eigentlich irrelavant. Man(n) und frau sollte es nur möglichst früh realisieren, dass es nicht passt, und konsequent handeln oder über die Konsequenzen nicht jammern.
 
  • #6
Hallo manchmal,
persönlich finde ich es immer schwierig von "den Frauen" und "den Männern" zu reden. Menschen sind individuell und ein Pauschalurteil auf Grund des Geschlechts zu fällen halte ich insbesondere bei einer Frage wie deiner für fast nicht möglich.
Dennoch will eine Antwort versuchen:
Ich denke Männer sind in dieser Hinsicht ganz einfach ehrlich zu sich selbst und konsequenter, wenn es für sie nicht passt.
Umgedreht könnte man es auch so formulieren, dass Männer eher nicht bereit sind in diesem Stadium viel Arbeit in eine Beziehung zu investieren und dann eben lieber die Reißleine ziehen. Was ja auch in Ordnung ist!
Bei den Frauen denke ich muss man zwei Gruppen klar unterscheiden: klassische Singlefrauen und Alleinerziehende.
Bei der Singlefrau sind die Gründe auch keine anderen sein als bei Männern. Das Wertesystem, die Lebensplanung, die grundsätzliche Einstellung zum Leben sind dabei wohl die Kernpunkte. Wenn man feststellt das es hier nicht passt macht es keinen Sinn etwas fortzusetzen. Diese Frauengruppe zieht auch genau so häufig die Reißleine wie die Männer.
Allerdings denke ich das Frauen bereits im Vorfeld anders und härter Selektieren mit wem sie tatsächlich Entwicklungspotential sehen und sich darauf einlassen, also überhaupt in dieses Stadium kommen.
Bei Männer scheint dieses Selektionsverfahren andere (eher optische?) Schwerpunkte zu haben. Wenn du es ganz genau wissen willst, liegt wohl bereits hier der Schlüssel zur Antwort.
hausmännische Qualitäten, Bildungslücken, Probleme im Bett, politische Haltung, Eifersucht....?
Das können alles Gründe sein. Letztendlich hängt es immer von der eigenen Persönlichkeit ab, womit man sich arrangieren kann und wie viel Arbeit und Energie man bereit ist in die Beziehung zu investieren.

Oder doch auch einfach wieder das "Schweigen der Schmetterlinge"?
Wenn die Schmetterlinge schweigen oder gar nicht erst anfangen zu fliegen, dann ist das wohl für jeden ein Grund.

Viele Grüße
w/36
 
  • #7
Eindeutig das Schweigen der Schmetterlinge. Die Frage ist nur, warum...

Ich habe es früher oft erlebt, dass ich nach kurzer, heftiger Verliebtheit und leidenschaftlichem Sex die Nähe und den "Alltag" mit dem "neuen Menschen" schon nach zwei Monaten nicht ertragen konnte. Ich habe es selbst nicht verstanden, mich schlecht gefühlt, wusste nicht, wie ich es dem oft noch sehr verliebten Partner sagen sollte. Ich hatte den Eindruck, der Mann hat dies selbst gespürt und es hat ihn sehr gekränkt und verletzt. Das hat mich dann noch mehr erschreckt/ verunsichert. Ich konnte mir meine eigenen Gefühle nicht erklären und nicht darüber reden. Inzwischen habe ich es auch mal umgekehrt erlebt.

Jetzt mit Ü 40 weiß ich, dass ich in meiner Singlephase zwischen 36 und 39 oft gar nicht wusste, was ich wollte, falsche Vorstellungen hatte, den Alltag schön träumte, zu perfektionistisch/ nicht "angekommen", vielleicht auch ein wenig "eingebildet" war. Ja und in einem Fall war es das rein körperliche Verlangen, was ich wohl nichtmal vor mir selbst zugeben wollte. Ich habe gelesen, dass fast alle Menschen Angst haben, mit Haut und Haar zu lieben, also den Übergang von hormongesteuerter Verliebtheit zum bewussten Einlassen/ Fallenlassen zuzulassen, sich zu öffnen. Sowohl weil sie dadurch selbst zu tiefst verletzt werden können, zum Teil, weil sie Angst haben, die Gefühle des andern nicht erwidern zu können und sich eingeengt fühlen.

Teilweise hatte es auch mit den Männern zu tun, die ich mir vorher einfach nicht gut genug angesehen hatte und dann feststellte, dass sie zu wenig Selbstbewusstsein hatten. Mich störte dann einfach alles, vor allem wenn sie nicht souverän blieben und mir etwas Abstand zugestanden. Am Sex lag es nie. Da hatte ich immer schon vorher ein gutes Feeling, mit wem ich kann und mit wem nicht. Das merkt Frau nämlich beim Küssen, Streicheln, an der Körpersprache und am ganzen Charakter (Stil, Temperament, Sensibilität, Aufmerksamkeit...etc.)
 
  • #8
Hallo Manchmal
Gute Frage, die du da ansprichst. Gründe für Abbruch wären beispielsweise mangelnde gemeinsame Interessen und Ziele im Leben, mangelnde Manieren (ich mag es, wenn ein Mann ein Gentleman ist), übertriebene Dominanz, Eifersucht, exzentrisches oder narzisstisches Verhalten. Ich mag auch nicht, wenn ich mich einem Mann intellektuell überlegen fühle, wäre ein totales No-Go. Was die hausmännischen Qualitäten anbelangt, erwarte ich nicht, dass ein Mann kochen kann, wenn er sich sonstwie am Haushalt beteiligen würde und das nicht nur als Frauensache ansieht, natürlich ist es ein grosses Plus, wenn ein Mann kochen kann aber eben keine Bedingung. Was auch ein No-Go wäre, ist ein Mann, der nur seine Arbeit/Karriere im Kopf hat, wo man als Frau immer hintenanstehen muss. Heisst nicht, dass frau nicht selber auch beruflich und sonst engagiert ist, aber eben, als Frau will ich schon eine hohe Priorität sein, sonst kann ich ja auch Single bleiben. Und ja, jetzt die Frage der Fragen: die Schmetterlinge... ich erwarte nicht, dass diese von Anfang an fliegen, bin daher geneigt, dem Zeit zu geben, aber irgendwann muss sich das für mich richtige Gefühl einstellen. Möglicherweise sind dies nicht wild fliegende Schmetterlinge, sondern eben ein Gefühl der Zuneigung usw. Das kann man nicht beschreiben, wie sich das anfühlen muss, ist bei jedem Mensch anders. Ich neige dazu zu glauben, dass introvertierte Menschen eher gewillt sind, Zeit einzuräumen, während extrovertierte Menschen meinen, dass diese Schmetterlinge von Anfang an wie wild fliegen müssen... und sonst ist es nichts... ist aber wirklich ne schwierige Frage, wo ich noch keine abschliessende Antwort gefunden habe.
 
  • #9
Bei mir war der Grund, wenn es um meinen Rückzug nicht nach drei Dates, aber auch nicht nach vielen Monaten, sondern sagen wir nach einigen Monaten ging, dass er
- viel zu viel klammerte, also in einem für mich unerträglichem Maße
- unzuverlässig war und mich mehrfach versetzt oder lange hat warten lassen oder Versprechen nicht eingehalten hat
- er mich viel zu oft begatten wollte.

Wenn ein Mann mich in dieser Beziehungsphase nicht mehr wollte, war es, weil,
- ich zu wenig Zeit für ihn hatte
- zu penibel war und nicht genug chillte, wenn er absagen mußte, oder dass ich nervtötend penetrant auf der Einhaltung von Zusagen beharrte
- ich nicht oft genug Sex wollte

So gesehen ist alles ok, nicht ?

w 49
 
  • #10
Was wären für Frauen typische Gründe für einen Abbruch in dieser Phase - mangelnde hausmännische Qualitäten, Bildungslücken, Probleme im Bett, politische Haltung, Eifersucht....?
Lieber FS,
unbedingt, denn das sind die Punkte, die sich im Kennenlernprozess erst allmählich zeigen - in verschiedenen Alltagssituationen in denen man sich begegnet.
Das sind Qualitäten, auf die es in einer Beziehung ankommt. Jede Frau jenseits der 35 hat ausreichend Lebens- und Beziehungserfahrung um zu wissen, dass Mängel in diesen Punkten (meistens betrifft es mehrere) eine unerfreuliche Beziehung bereiten. Die will keine Frau mehr, wenn sie die Familienphase hinter sich hat, bzw. mit Mitte 30 noch auf den letzten Drücker eine Beziehung sucht, die in Familie mündet.

Oder doch auch einfach wieder das "Schweigen der Schmetterlinge"?
Kommt auch vor. Als Frau weiß ich auf den ersten Blick, ob es grundsätzlich was werden kann oder grundsätzlich nicht (Aversion gegen Körperkontakt mit dem Mann).

Überschäumende Verliebtheit auf den ersten Blick hatte ich exakt 2 mal in meinem Leben, die in Beziehungen führten, mit 17 und mit 50. Alle anderen Beziehungen haben sich aus einer anfänglichen tiefen Sympathie (innige Freundschaft) ergeben. Daraus entwickelten sich mit zunehmendem Kennenlernen die Schmetterlinge. Wenn diese ausbleiben, dann bleibt es eben Freundschaft.
Allerdings sind das keine Datingerfahrungen (gezielte Partnersuche), sondern Beziehungen die sich aus Alltagssituationen ergeben haben.
In der kurzen Zeit, in der ich es mit Onlinedating versucht hatte, habe ich keinen Mann getroffen, der sowas wie Schmetterlinge bei der Erstbegegnung in mir geweckt hätte und auch keinen, wo wir beide bereit gewesen wären, es mit einer längerfristig ausgelegten Annäherung zu versuchen. Es war immer nach der 1.-3. Begegnung Schluß.

Die Männer legten meist wenig Wert auf Kennenlernen, sondern wollten erst mal "probefahren", bevor sie weiter Zeit investieren. Damit war bei mir das Ende erreicht.
Zwei Kontakte hatte ich, wo die Männer bereit gewesen wären, mehr Zeit ins Kennenlernen zu investieren, aber da war mir die Entfernung zu groß, sodass es meinerseits dazu nicht kam.
Wenn es nach ein paar Wochen oder Monaten abbricht, ist es meist ein Bilanzergebnis und es wirken mehrere Fakoren.
 
  • #11
Wenn ich eine Art Beziehung angefangen habe, dann habe ich ihn zumindest schon so gut gekannt, dass ich die politische Haltung kenne. Also gewisse Dinge sind für mich wichtig, bevor ich überhaupt mit jemanden ins Bett gehe. Sympathisch sollte er mir schon sein.

Warum ich mich von jemandem trenne: wenn ich merke, dass ich nicht den Respekt bekomme, den ich erwarte. Das heisst, dass man mit meinen Wünschen, meinem Freiheitsbedürfnis verfährt, als gäbe es sie nicht. Dazu zählt, dass man mich hindert, mein Hobby auszuüben, sich lustig macht über meine Interessen, Freunde. Wenn ich mich in eine Ecke gedrückt sehe und plötzlich statt glücklich sehr unzufrieden werde.

Ganz sicher sind es nicht hausmännische oder sexuelle Qualitäten. Man muss das Gefühl haben, dass auch der andere Lust hat, eine Art Paargemeinschaft zu entwickeln. Es kommen hier ja zwei Individuen zusammen, die sich auf einander einstellen müssen. Wenn ich nun merke, dass das so nicht funktioniert, ich mich nur unterordnen muss, dann ist es möglich, dass ich mich trenne. Richtige Probleme im Bett (also die sich nicht lösen lassen und die wochenlang schon anhalten) wären auch ein Grund.

Eifersucht: ja wenn der andere den Eindruck macht, neben mir noch mehrere Frauen zu haben, trenne ich mich. Meine Eifersucht ist dann aber begründet und nicht einfach nur theoretisch.

An Wissenslücken liegt das nicht. Jeder Mensch hat sein besonderes Talent; man kann sich ergänzen und voneinander lernen. Das ist spannender, als wenn mir ein zweites ich gegenübersitzt.

Kurzum, es liegt dann wohl an seinem Charakter, den ich erst nach ein paar Wochen / Monaten richtig kennengelernt habe und ich mich damit auf Dauer nicht wohl fühle.
 
M

Meeresrauschen

  • #12
Ich habe Beziehungen in der Frühphase beendet, wenn der Mann von seinem Bildungsstatus oder auch vom Lebensstil total gegensätzlich zu mir war und es auch keinen Anschein machte, dass er was dran ändern wollen würde.
Das mit der körperlichen Anziehung stellt sich bei mir sofort ein oder nie. Dafür brauche ich keine mehreren Dates. Aber um jemanden auch charakterlich einschätzen zu können müssen es schon mehr als 2 Dates sein.
 
W

wahlmünchner

  • #13
Alles aufgezählte.
Ich denke auch wenn das nicht nett ist:
Wer seelisch gesund ist, wird sich erstmal verliebt nicht wieder abwenden außer:
Der neue Partner hat massiv Mist gebaut( gelogen, fremdgegangen..eine Ehe verschwiegen, Kinder verschwiegen...ist plötzlich cholerisch, ....
Wer seelisch angekakst ist rennt teilweisen aus für Außenstehende kuriosesten Grund in sein oder ihr Singleleben zurück
 
  • #14
Ich denke, die Gründe sind einfach nicht in einer Liste zusammenfassbar, da sehr individuell. Du weißt ja auch nicht, wie die Frau so tickt und was sie in der Vergangenheit erlebt hat. Da gibt es dann vielleicht eine überspitzte Sensibilität und schon kommt die Angst, dass es nochmal genauso wird.
Ich habe den Verdacht, dass Menschen allgemein durchaus in der Lage sind, was zu ändern, wenn man es ihnen sagt. Das setzt aber Reife und Fähigkeit zur Selbstreflexion voraus und die findet man sehr selten. Das kann man weder am Alter noch am Bildungsgrad festmachen.
Es ist immer ein Wagnis, jemanden mit Partnerschaftsabsichten kennenzulernen, weil wenn man sich mit anderem Hintergrund kennenlernt, viel mehr Lockerheit und "gucken, ob es passt" gegeben sind und man es sich überlegen kann, ob es wirklich so schlimm ist, weil man sich ja nicht gleich entscheiden muss. Das ist ja anders, wenn man gleich mit der Prämisse "Beziehung oder nicht" rangeht.

Es ist vielleicht hilfreich, wenn man eine Sammlung von Gründen anderer Frauen mal gehört hat, ich geb Dir auch meine: Schlechte Manieren, mangelnde Hygiene, Hochmut und Arroganz, fieses Verhalten gegenüber Menschen und Tieren, Beziehungsfaulheit - also die Frau muss immer "ankommen", wenn es um Zärtlichkeiten, gemeinsame Unternehmungen usw. geht, Vorurteile gegen Frauen, rollenverkrampftes Verhalten (Mann muss mehr verdienen, Frau hat als Lebensziel, dem Mann zu folgen etc.), Geiz, eigentlich gar keine Zeit für eine Beziehung haben und die Partnerin als Lückenfüller betrachten, keine auch freundschaftliche Seite in einer Beziehung leben (dh. Frau = Sex und mal gemeinsam Essen gehen, vielleicht irgendwann zusammen wohnen, ansonsten macht jeder sein Ding), Missachtung von Haushaltsleistungen, weil sie "nichts" kosten und als Frauenhobby angesehen werden.

Dann gibt es noch Persönlicheres wie Nichtkompatibilität im Bett, dafür kann keiner was, weil das nunmal Wesenszüge sind, die man nicht ändern kann - jemand, der leidenschaftslos und eher gemütlich unterwegs ist, findet leidenschaftliche Menschen vermutlich auch anstrengend.

Aber letztendlich kannst Du Dich nur als den Mann definieren, der Du gern sein willst, was Du durch Selbstreflexion rausfindest (möchtest Du so behandelt werden, wie Du andere behandelst - wenn ja, alles gut).
 
  • #15
Gute Frage:
beim mir:
- mangelnder Respekt des Mannes
- zu viel Kontakt zur Mama, viele Bübchen, wenig wirklich reife
Männer
- wenig differenzierendes Denkvermögen
- schlechter Umgang mit sich selbst
- Unzuverlässigkeit, viel versprechen, was ich nie wollte, dann wenig
einhalten, was soll das?
- Egozentrik
- ständig von der bösen Ex redend
- seine negativen Altlasten doch nicht richtig verarbeitet
- zu wenig Lebensfreude, zu negatives Denken und Handeln
- sein Leben nicht auf die Reihe bekommend
- Schulden, die plötzlich auftauchten....

noch mehr?

w
 
  • #16
Ich denke, dass Frauen genauso häufig beenden. Männern macht das jedoch in der Regel weniger aus.

Bei mir ist es so, dass ich mich Zeit meines Lebens immer sofort verliebt habe, auf den ersten Blick, spätestens auf den zweiten. Ein langsames oder verzögertes Verlieben gab es bei mir noch nie.
Ich habe mich in meiner jetzigen Partnersuchzeit (die erste hatte ich mit Anfang zwanzig, bis ich meinen Ehemann kennengelernt hatte, mit dem ich dann viele Jahre zusammen war) gefragt, ob ich mir vielleicht etwas verbaue, wenn ich sofortiges Verliebtsein als Voraussetzung nehme? Um das herauszufinden, habe ich Dates weitergeführt, obwohl sich nicht direkt die Schmetterlinge eingestellt hatten. Aber die kamen auch nicht mehr, deshalb habe ich dann jeweils beendet. Oder die Männer haben vor mir beendet, weil sie gespürt haben, dass ich nicht auf sie anspringe. Meines Erachtens haben Männer ein sehr gutes Gespür dafür, ob Frau sich verliebt oder nicht und im letzteren Fall verlieren sie das Interesse. Ist biologisch gesehen auch sinnvoll, denn verliebte Frauen sind treuer, weil bei Frauen Sex mehr an Gefühle gekoppelt ist.

Nach alledem denke ich, dass es folgendermaßen läuft: Mann lernt Frau kennen und versucht sie verliebt zu machen. Erst wenn das gelungen und somit diese Voraussetzung erfüllt ist, schauen Männer, was sie mit der Frau eigentlich wollen. Wenn sie dann feststellen, dass sie gar nichts Ernstes wollen, machen sie Schluss. Und deshalb gibt es mehr Frauen als Männer, die bei diesen kurzen Geschichten traurig (weil verliebt) zurückbleiben.
 
  • #17
Glaube, das ist eine Sache der Persönlichkeit, nicht des Geschlechts.

"Erstarren der Schmetterlinge" trifft es wohl am besten - denn um soweit zu kommen, müssen sie mal getanzt haben.

Nur ist nach einer Weile eben die rosa Brille weg, man lernt sich besser kennen, immer mehr Verhaltens- und Denkweisen, immer mehr Seiten. Es ist nicht mehr das anfängliche Bemühen in vielerlei Hinsicht, sondern Alltag.

@manchmal, die Liste, die Du aufgezählt hast, da gäbe es für mich Punkte.
Politik könnte zwar sein, das zeigt sich aber zügig, manches wäre für mich inkompatibel, ich bin es aber umgekehrt als politisch Aktive für manche auch.

Sexualität wäre ein Grund, da muss es passen, und manche Unstimmigkeiten zeigen sich erst mit der Zeit.
Eifersucht wäre das Nächste, inakzeptabel.
Ansonsten - Vertrauen, Zuverlässigkeit, da bin ich sehr penibel.
Art der Kommunikation, generelle Art mit einander umzugehen.

Erlebtes
- in der Anfangsphase ein grundloser Wutanfall gegenüber einer Servicekraft, das war dann das letzte gemeinsame Essen.
- Zunehmendes Klammern und Kontrollieren.
- Zurechtweisungen, Versuche mich klein zu machen, Aggressivität.

Wenn es nicht mehr passt, dann folgt für mich die logische Konsequenz.
Lieber Single als eine schlechte Beziehung.
 
  • #18
Hallo zusammen,
hier sind tolle Antworten zusammengekommen, vielen Dank!
Ich weiß nicht ganz, ob ich die Frage "personalisieren" sollte... erklären, warum ich sie stelle... Das fällt mir gar nicht so leicht. Ganz ehrlich geht es mir wohl darum, ob ich einer "Sache" von meiner Seite aus mehr Zeit geben soll, und mit wieviel "Geduld" ich von weiblicher Seite normalerweise rechnen kann, obwohl sich das Ganze etwas holprig anlässt.
Naja, vielleicht soviel dazu.

manchmal
 
  • #19
Teilweise hatte es auch mit den Männern zu tun, die ich mir vorher einfach nicht gut genug angesehen hatte und dann feststellte, dass sie zu wenig Selbstbewusstsein hatten. Mich störte dann einfach alles, vor allem wenn sie nicht souverän blieben und mir etwas Abstand zugestanden.
Könnte es auch nicht so sein, dass es Dir selber an Selbstbewusstsein fehlt und Du Dir deshalb Männer wünscht, die viel davon haben? Souveränität kann sich auch dadurch zeigen, dass man nach der ersten Verliebtheit nicht alles in Frage stellt, sondern sich lieber bewusst macht, was man selbst möchte.

Ich will Dir keine Angst machen, schwalbenweg, aber was Du am Anfang Deines Posts geschrieben hast, klingt klassisch nach einer Bindungsangst. Du suchst nach Beziehung und Nähe, aber kannst diese nur in der ersten Verknalltheit ertragen. Wenn es dann an die Substanz geht, dann ist der Wunsch nach Distanz sehr groß. Das Problem ist, eine Beziehung kann nicht dauerhaft aus Verliebtheit bestehen. Du wirst Dir überlegen müssen, was Du auf lange Sicht willst.
 
  • #20
Tja, lieber manchmal, dazu kann ich gar nichts sagen, trotz meines fortgeschrittenen Alters und ein paar Beziehungen. Ich habe noch nie in der Frühphase ein Kennenlernen beendet. Für mich bedeutet Kennenlernen u.a. auch, dass man nicht sofort bei jedem (evtl. scheinbaren) Problem bzw. Missverständnis gleich aufgibt. Vielleicht tun das vor allem Männer und Frauen (glaube nicht, dass das geschlechtsgebunden ist), die so attraktiv sind, dass der/die Nächste Verehrer/in schon in den Startlöchern steht? Für mich kann ich sagen, ich wusste bei jedem Kandidaten schon von Anfang an, ob ich mir die Mühe würde machen wollen oder nicht. Bis auf 1, der seinerseits von heute auf morgen und viel zu früh die Flinte ins Korn warf, hatte das zum Glück auch keiner mit mir gemacht. Bei echtem Interesse möchte man eventuelle Schwierigkeiten lieber versuchen gemeinsam zu überwinden, statt gleich wegzulaufen. I don't like a damp squib.
 
  • #21
Ich denke, dass Frauen oft nach der ersten Verliebtheitsphase die rosarote Brille abnehmen und bemerken, dass der im ersten Moment idealisierte Partner doch nicht so gut passt. So war es bei mir zumindest schon öfters.

Nach 2,3 Monaten lernt man einen Menschen schon besser kennen. Dann wird das Abschätzen, ob die Lebensformen und -einstellungen tatsächlich zusammenpassen, viel leichter. Kurzfristig mag vielleicht gelten, dass "Gegensätze sich anziehen", aber langfristig sollten schon genügend Übereinstimmung vorherrschen. Was aber auch schon öfters vorgekommen ist: Manche Männer spielen gerne etwas vor und machen sich statusmäßig besser, als sie tatsächlich sind. Auch das ist für mich ein No-Go und ein Grund, eine Beziehung zu beenden.
 
  • #22
Ich weiß nicht ganz, ob ich die Frage "personalisieren" sollte... erklären, warum ich sie stelle... Das fällt mir gar nicht so leicht. Ganz ehrlich geht es mir wohl darum, ob ich einer "Sache" von meiner Seite aus mehr Zeit geben soll, und mit wieviel "Geduld" ich von weiblicher Seite normalerweise rechnen kann, obwohl sich das Ganze etwas holprig anlässt.
Naja, vielleicht soviel dazu.
Das ist ja eigentlich eine ganz andere Frage - und ich stelle sie mir ja gerade auch - also ob ich (nach 4 Monaten) mehr Zeit für Entwicklung geben soll - wäre aber nicht auf die Idee gekommen, diese Frage zu gendern und von einem theoretischen Verharrungsvermögen abhängig zu machen.

Ich hatte übrigens vor ein paar Tagen ein Gespräch - das erste wirklich heikle - mit ihm, in dem ich einige Punkte thematisiert hatte. Heute mein Eindruck: Taten folgen, die zeigen: meine Botschaft ist angekommen. Das ist ein wunderschönes Zeichen für mich. Ein Grund, DER Grund, Raum für Entwicklung zu geben.

Wer seelisch gesund ist, wird sich erstmal verliebt nicht wieder abwenden
Ist das dein Ernst? Es geht hier um die Anbahnungsphase... Da ist "passte leider nicht" normal, nicht krank. Das Forum hier ist voller gegenteiliger Geschichten von kranken Beziehungen, die nicht beendet werden, obwohl es gesund wäre, genau das zu tun.

Wer seelisch angekakst ist rennt teilweisen aus für Außenstehende kuriosesten Grund in sein oder ihr Singleleben zurück
Das ist wohl unbestritten... Aber dann ist es ja auch besser, so jemanden los zu sein.
 
  • #23
Ich habe wochenlang einen tollen Mann gedatet, bis es nach 2 Monaten zum ersten Kuss kam. Er hat sich nicht getraut und somit hab ICH ihn irgendwann geküsst. Er war in jedem Bereich selbstsicher, nur nicht was Sexualität anging. Das habe ich nach und nach gemerkt und schnell waren die Schmetterlinge weg. Auf mich wirkte er mit der Zeit unattraktiv, weil zu unerfahren, zu unsicher. Das waren die einzigen Gründe, warum ich diese kurze Beziehung beendet habe. Mit 16 hätte ich ihm sicher noch Zeit gegeben, aber da wir beide über 30 sind....
 
  • #24
Hallo @manchmal,

Du hast Deine Frage nicht personalisiert, deswegen kann man in Deinem Fall schlecht etwas sagen.

Aber meine persönliche Erfahrung und bei dem, was ich bei anderen erlebe - was holprig startet, wird nichts.
Oft ein langes, schmerzhaftes Ringen, auf jeden Fall für denjenigen, der nicht aufgibt. Das kann sogar über 1-2 Jahre gehen.
Manchmal ist sogar eine Partnerschaft entstanden aus den Gründen Angst vor Alleinsein, Gewohnheit, nicht ansatzweise aus Liebe und tiefer Zuneigung heraus - dann folgte das richtige Drama.
Gut ausgegangen ist es leider nie.

Höre auf Dein Bauchgefühl, mache das, was für Dich stimmig ist an Engagement, und passe auf Dich und Deine Grenzen auf.
 
  • #25
Mann lernt Frau kennen und versucht sie verliebt zu machen. Erst wenn das gelungen und somit diese Voraussetzung erfüllt ist, schauen Männer, was sie mit der Frau eigentlich wollen. Wenn sie dann feststellen, dass sie gar nichts Ernstes wollen, machen sie Schluss. Und deshalb gibt es mehr Frauen als Männer, die bei diesen kurzen Geschichten traurig (weil verliebt) zurückbleiben.
Wow ! Menschenversteherkurs, Lektion x.:
Das könnte in der Tat den Strohfeuermann-Mechanismus erklären, von dem wir hier so oft lesen und immer grübeln, warum Männer sich so verhalten.
Und es erklärt eben auch, warum wir nie von einer Strohfeuerfrau lesen.
Glaubst du, den Männer ist der Grund ihres Handelns bewußt ? Eher nicht, würde ich sagen.
Wahrscheinlich denken sie am Anfang wirklich, dass sie in Liebe entflammt sind und wundern sich dann selbst, wenn sie abkühlen.

Ich weiß nicht ganz, ob ich die Frage "personalisieren" sollte... erklären, warum ich sie stelle... Das fällt mir gar nicht so leicht.
Wieso ? Wir sind doch hier vollkommen anonym ( naja, ich nicht wirklich. Wer mich kennt, weiß längst, wer ich bin, weil ich so viel von mir preisgebe, aber dich erkennt hier ganz sicher niemand ).
Bitte erzähle doch mal konkret, um was es geht, das würde mich schon interessieren.

w 49
 
  • #26
TBei echtem Interesse möchte man eventuelle Schwierigkeiten lieber versuchen gemeinsam zu überwinden, statt gleich wegzulaufen.
Ja, bei echtem Interesse, sehr gerne. Wenn ich aber beim Mann wenig echtes Interesse sehe, höre, spüre und dazu noch mitbekomme, dass seine Mami die Beste ist, er meint, er hätte jetzt genug getan, er hätte die Frau im Kasten, dann muss man nicht mehr über weg laufen reden, das tut eh keiner, sondern eher konsequent handeln, nämlich den Kontakt, auch im Interesse und aus Respekt dem Mann gegenüber, umgehend zu beenden. Damit er die Chance hat, an sich zu arbeiten, weiter zu reifen, falls gewollt, damit er die Frau findet, die besser zu ihm passt.

w
 
  • #27
Manche Männer spielen gerne etwas vor und machen sich statusmäßig besser, als sie tatsächlich sind. Auch das ist für mich ein No-Go und ein Grund, eine Beziehung zu beenden.
Das kann ich genau so bestätigen. Daran scheitert es auch immer. Die Männer präsentieren sich in den ersten 1-2 Monaten viel besser (sehr charismatisch, höfliche Manieren, positiv eingestellt, beruflich erfolgreich, offen für etwas neues) als sie tatsächlich (pessimistische Einstellung, sehr egozentrisch/machtbesessen, zu viele Komplexe, Frau klein machen wollen, armer Schlucker, nicht beziehungsfähig...) sind und sich dann auch noch wundern warum Frauen nicht wollen...
Mir (31) sind ein authentisches Auftreten und Selbstreflektion beim Gegenüber sehr wichtig, dann klappts auch besser. ;-)
 
  • #28
@nachdenklicher
Das könnte eine zeitweilige Phase der Bindungsangst gewesen sein, würde ich heute auch so sehen, war mir damals aber nicht ansatzweise bewusst. Nach dem Scheitern der "großen" Liebe, einer zehnjährigen Beziehung mit Wunschkind hatte ich zum zweiten Mal in meinem Leben die wichtigste Bezugsperson verloren bzw. fühlte mich von dieser verlassen. (meine Mutter starb, als ich 15 war).

Um wieder auf das Thema von @manchmal zurückzukommen. Es gibt kaum einen Menschen, bei dem im Leben immer alles glatt lief und oft liegen die Gründe für Trennungen, egal zu welchem Zeitpunkt, tiefer, als uns bewusst ist. Es gehört jedoch Mut, Lernbereitschaft und Selbstreflexion dazu.

Fehlendes Selbstbewusstsein ist dennoch unsexy. Zu einer tragfähigen, zufriedenen Partnerschaft gehören zweifelsfrei zwei überwiegend gefestigte, glückliche Menschen.
 
  • #29
Wer seelisch angekakst ist rennt teilweisen aus für Außenstehende kuriosesten Grund in sein oder ihr Singleleben zurück
Wer seelisch angeknackst ist verharrt eher ewig und 3 Jahre in einer unbefriedigenden Beziehung, redet sie sich schön, krampft darin rum, lässt sich Unzumutbares bieten etc.
Die meisten Menschen mit Selbstwert, Selbstbewusstsein und realistischem Blick für den "Partner in Anbahnung" beenden die Sache, wenn sie sehen, dass sie kein längerfristiges Potenzial hat, weil sie sich ohne Partner ihr Leben erfreulicher gestalten können als mit dem falschen Partner.

Ganz ehrlich geht es mir wohl darum, ob ich einer "Sache" von meiner Seite aus mehr Zeit geben soll, und mit wieviel "Geduld" ich von weiblicher Seite normalerweise rechnen kann, obwohl sich das Ganze etwas holprig anlässt.
Du solltest diese Rechnung garnicht versuchen - Frauen und Männer sind zu unterschiedlich, als dass man mit irgendwas "rechnen" könnte. Wenn beide sich noch nicht gut kennen, weder ihren Kommunikations- noch Interaktionsstil, dann hast Du eine Rechnung in der Du nur unbekannte Größen hast.

Du kannst es nur mit offener Kommunikation versuchen. Wenn sie unehrlich/konfliktscheu ist, dann kannst Du noch nichtmal mit dem rechnen, was sie Dir antwortet. Da helfen nur ein gutes Gespür, Lebenserfahrung und Beobachten des Handelns, nicht der Worte.

Liebe ist nunmal ein Risikospiel. Wer nichts riskiert, kann nur verlieren. Wer wa swagt hat immerhin eine geringe Chance, dass es was werden könnte. Der Mann, mit guten Eigenschaften, der vielen Frauen gefällt hat naturgemäß höhere Chancen als das weniger nachgefragte Modell. Insoweit ist es auch immer eine Frage, ob und welche Alternativen Du hast.

Ich habe Dein Thema gestern mal in unseren Mädelsabend geworfen und der Hauptabbruchgrund innerhalb der ersten 6 Monate in der Beziehungsanbahnung bei den Frauen, die intensiv Onlinedating betrieben haben waren die Paralleldatings der Männer.
Das sind clevere Frauen, die können anahnd von Verhaltensausprägungen unterscheiden, ob er nur guckt, ob sie noch online sind, oder ob er aktiv sucht.
 
W

wahlmünchner

  • #30
Ist das dein Ernst? Es geht hier um die Anbahnungsphase... Da ist "passte leider nicht" normal, nicht krank.
Die Frage war
nach ein paar Wochen oder Monaten die Beziehung abbricht, also in einer Phase, in der man sich zwar schon sehr nahe gekommen ist, sich aber noch nicht besonders gut kennt.
Wenn ich jemanden Monate kenne und verliebt bin, werfe ich nicht das Handtuch... die Frage ist eher: Wie kommt man dazu verliebt zu sein...
..bei mir dauert es einfach auch mal ca 4 Monate, bis ich verliebt oder ähnliches bin.Vorher bin ich nicht verliebt sondern verschossen. Von Liebe habe ich vor 12 Monaten noch nie gesprochen.
Ehrlich gesagt bin ich etwas schockiert wie viele von euch Beziehungen am Anfang beenden.
Vermutlich ist bei mir eine Beziehung einfach auch später eine Beziehung.
Vielleicht hatte ich aber auch einfach Glück