• #31
@frei Du hältst meine These für plausibel? Das freut mich.
Glaubst du, den Männer ist der Grund ihres Handelns bewußt ? Eher nicht, würde ich sagen.
Ich denke auch nicht, dass das Männern bewusst ist.
Ich bezweifle auch, dass sie am Anfang meinen, dass sie in Liebe entflammt sind. Meines Erachtens denken sie erstmal überhaupt nicht darüber nach, was sie fühlen und wollen, sondern sie handeln (= jagen). Das ist ihre Natur ... (Habe ich schon mal erwähnt, dass ich das männliche Geschlecht wirklich wunderbar finde, Männer sind so anders als Frauen und das ist auch gut so.)

Ansonsten denke ich, dass INSPIRATIONMASTER recht hat: Mann/Frau beendet, wenn es emotional nicht passt. Denn wenn es passt, sind all die anderen aufgezählten Gründe nicht so wichtig.
 
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  • #32
Eine Frau ist dir nichts schuldig, die Liebe ist dir nichts schuldet, die Welt ist dir nichts schuldet. Also solltest du für jeden Moment dankbar sein, der dir vergönnt ist. Du hattest ein paar Monate mit dieser Frau. Sei dankbar. Es hätte noch weniger sein können, wenn du ein noch größerer Idiot gewesen wärst. Manche schätzen nicht, was sie bekommen.
Statistisch gesehen kommen die aller wenigsten Personen mit ihrer großen Liebe zusammen. Die meisten müssen sich irgendwann abfinden, dass ihr Traummann/ihre Traumfrau nichts für sie ist.
Es gibt auch für dich sicher noch andere Frauen, denen du eine Chance geben könntest. Die Möglichkeit ist dann sogar höher, dass es länger hält, wenn man sich emotional nicht so stark reinsteigert.
 
  • #33
Nach alledem denke ich, dass es folgendermaßen läuft: Mann lernt Frau kennen und versucht sie verliebt zu machen. Erst wenn das gelungen und somit diese Voraussetzung erfüllt ist, schauen Männer, was sie mit der Frau eigentlich wollen. Wenn sie dann feststellen, dass sie gar nichts Ernstes wollen, machen sie Schluss. Und deshalb gibt es mehr Frauen als Männer, die bei diesen kurzen Geschichten traurig (weil verliebt) zurückbleiben.
Das sehe ich ähnlich. Vermutlich liegt das daran, dass von Männern erwartet wird, die aktive Rolle bei der Beziehungsanbahnung zu übernehmen. Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Mann die Initiative ergreifen "muss", kann er noch gar nicht wissen, ob er sich verlieben könnte - muss aber so tun, als ob, weil viele Frauen sich gleich zu Beginn wie "die Eine" fühlen wollen und sich anderenfalls gar nicht auf ein Folgedate einlassen. Und wenn ein Mann erstmal eine große Show ab- und sich dann plötzlich zurückzieht, fällt die umworbene Frau aus allen Wolken ...denn "er hat mich doch auf Händen getragen!"

Von Frauen wird nicht erwartet, ihr Interesse so (über-)deutlich zu zeigen wie Männer. Sie sind im Gegensatz zu Männern auch nicht darauf angewiesen, minimales Interesse am Gegenüber massiv übertrieben zum Ausdruck zu bringen, um überhaupt mal Sex zu haben. Und weil Frauen sich typischerweise nicht so ins Zeug legen, ist auch für Männer der Absturz nicht so tief bzw. die Verwirrung nicht so groß, wenn aus der Beziehungsanbahnung dann doch nichts wird.

Ich hatte bisher nur einmal den Fall, dass ich einen Mann anziehend fand und mit ihm eine Beziehungsanbahnung startete, die ich von mir aus beendete. Der Grund dafür war, dass mir 1. alles zu schnell ging, 2. unser Nähebedürfnis nicht kompatibel war und ich 3. noch an einem Anderen hing. Zwischen 1. und 2. auf der einen und 3. auf der anderen Seite könnte natürlich ein Zusammenhang bestanden haben.

Eine Beziehungsanbahnung mit einem Mann, in den ich wirklich verliebt war, hatte ich noch nie. Ich vermute aber, dass meine Verliebtheit sich im Alltag aufgrund meines geringen Nähebedürfnisses sehr schnell verflüchtigen würde. Und dann würde ich die Beziehung wahrscheinlich sinnlos finden. Für einen derart introvertierten Menschen wie mich ist es nicht wirklich erstrebenswert, den Alltag mit einer anderen Person zu teilen. Profitieren würde ich von einer Beziehung wohl nur in der Verliebtheitsphase.
 
  • #34
Gründe für Beziehungsabbrüche in der Frühphase waren für mich:
  • Er konnte nicht gut küssen
  • Er lachte laut über flache Witze
  • Er hatte einen kleinen Penis
  • Er war Oppertunist, religiös oder hatte eine, für mich nicht aktzeptable, politsche Haltung
  • Er behandelte seine Angestellten respektlos
  • Er fuhr ein offensichtlich teures Auto (Ferrari/Lotus)
  • Er hatte keine (<200) Bücher
  • Er aß nur deftige Hausmannskost
  • Er war geizig
  • Er schaute (unauffällig wie er meinte) in meinem Beisein andere Frauen an.
  • Er hatte handwerklich 2 linke Hände
  • Er wollte sexuell erobert werden
  • Er dachte langsam
Ich glaube das waren meine Hauptgründe für frühe Beziehungsabbrüche.
 
  • #35
Wenn ich jemanden Monate kenne und verliebt bin, werfe ich nicht das Handtuch... die Frage ist eher: Wie kommt man dazu verliebt zu sein...[...] ..bei mir dauert es einfach auch mal ca 4 Monate, bis ich verliebt oder ähnliches bin.Vorher bin ich nicht verliebt sondern verschossen. Von Liebe habe ich vor 12 Monaten noch nie gesprochen.
Hallo Wahlmünchner,
das hast du gut gesagt... das trifft wohl den Kern meiner Frage. Ich selbst bin (auch) jemand, der einer entstehenden Beziehung immer viel Zeit geben würde, viele Energie, Gedanken, Gefühl investiert, sich vielleicht nicht gerade zum Affen macht, aber erfahrungsgemäß einfach nicht cool, unangefochten etc. aus einer sich länger hinziehenden Anbahnungsgeschichte herauskommt...
Eine Trennung z.B. nach 12 Monaten würde mich in diesem Sinne ziemlich mitnehmen, und ich würde gerne lernen, die Alarmzeichen, das Risiko für so etwas deswegen möglichst früh zu erkennen.

manchmal
 
  • #36
Gründe für Beziehungsabbrüche in der Frühphase waren für mich:
  • ...
  • Er dachte langsam
Stimmt, mit schlüssigem Denken und Handeln kommen manche Frauen überhaupt nicht zurecht, sie ändern sprunghaft die Fakten (oder auch nur ihre Meinung), ohne sich mitzuteilen, und wenn der Mann dann eine gewisse Zeit braucht, um zu erkennen, daß sein Wissensstand nicht mehr zur Realität der Frau paßt, dann wird ihm das von ihr gerne als „langsames Denken” angekreidet.

Ein Beispiel: man verläßt zusammen das Haus, um zur U-Bahn zu laufen, die Frau schlägt aber die nach seinen Begriffen falsche Richtung ein („wo gehst du denn hin, zur U-Bahn geht's doch da lang?!”). Im Gegensatz zu ihm weiß die Frau natürlich, daß sie vorher noch einen Brief in den Kasten stecken will, er hingegen muß sich ihr unerwartetes Handeln erst einmal erschließen (aha, sie hält etwas in der Hand, könnte ein Brief sein, der wohl erst noch in den Kasten da drüben muß).

In anderen, bedeutsameren Zusammenhängen (Stichwort: Treue) können solche geänderten, aber nicht nicht neu kommunizierten Bedingungen durchaus auch zum Abbruch einer beginnenden Beziehung führen.

Ich denke aber, in solchen Fällen kann der Mann eigentlich sogar froh sein, daß es rechtzeitig „kracht”.
 
  • #37
Als dieser Thread neu war, hatte ich sofort einen bestimmten Gedanken, bzw. ein Szenarium vor Augen, dass ich schon sehr häufig gesehen habe. Ich habe den Thread aber erstmal laufen gelassen, um zu sehen, ob diese Begründung irgendwann von anderen Usern(Innen) gebracht wird ...wurde sie aber nicht...

Z.B. hier in der Firma (ist statistisch Partnermarkt #1) zu beobachten ist folgendes:

In der IT Branche gibt es naturgemäß viele Nerds und Geeks. Das sind liebe Jungens mit gutem Beruf und (sehr) gutem Einkommen, aber oft nicht sehr geschickt eine Frau für sich zu begeistern. Es gibt aber eine Subgruppe, die sich irgendwann zwischen Ende 20 und 40 zu einem wirklich sehr guten "Gesamtpaket" entwickelt. Haarschnitt, Kleidung, sportliche Aktivitäten wurden optimiert. Die Wohnsituation ist angemessen (Eigentumswohung, oder auch ein "Singlehaus"), geschmackvoll eingerichtet, Lebensmittel werden vom Lieferdienst gebracht, am Wochenende hat man ein Opernabo.

Also nach allen objektivierbaren Fakten richtig tolle Jungens!

Diese Subgruppe der richtig tollen Jungens gerät irgendwann in den Fokus von bestimmten Frauen. Oft sind es Frauen, hier aus der Firma, die deise Jungens schon lange kennen und ihre Verwandlung vom "Nerd Leistungsklasse" zum objektiv sehr guten Gesamtpaket miterlebt haben. I.d.R. sind es Frauen, die ihre Teenagerzeit und bis Ende 20 oder Anafng-Mitte 30 mit bad boys, womanizern, etc. verbracht haben. Oft alleinerziehend, aber auch Altlasten von ihren Ex-Beziehungen in Form von Schulden, etc.

Diese Frauen haben sich irgendwann auf die Stirn geschrieben "Ich suche mir jetzt einen vernünftigen Mann" ...und interessieren sich plötzlich für einen ehemaligen Nerd oder Geek. Die werden auch Paare und alles könnte so schön sein...

continued...
 
  • #38
part #2

...doch nach 3 Monaten, 6 Monaten oder auch mal 2 Jahren sagen sie plötzlich "Ich kann das nicht mehr ganzes Leben lang", oder "Ich möchte mal wieder den Kick erleben", etc. ...und sie trennen sich...

Praktisch alle beobachteten Frauen sind danach (erstmal) wieder mit einem bad boy oder womanizer, etc. zusammen. Der (Rück)Wechsel vom Entwicklunsgingenieur, der mit dieser Frau seinen ersten Sex hatte, zum Vertriebler, der auf Messen alles vögelt, was nicht bei drei auf dem Baum ist, ist symptomatisch und mehr als ein Klischee.

Frauen, die zyklisch zwischen bad boy und Vernunftmännern wechseln und ihr Leben lang nach dem domestizierbaren womanizer ...oder dem plötzlich doch verrucht erscheinenden Schwiegermutter kompatiblen Vernuftmann suchen, sind gar nicht selten! Sie machen eine große Menge der Frau aus, dei sich "plötzlich" trennen.

V.m46
 
W

wahlmünchner

  • #39
Eine Trennung z.B. nach 12 Monaten würde mich in diesem Sinne ziemlich mitnehmen, und ich würde gerne lernen, die Alarmzeichen, das Risiko für so etwas deswegen möglichst früh zu erkennen.
Hm, das Problem ist, solange Kopf und Herz sich nicht einig sind bei der Entscheidung geht es einem nicht gut. Sprich : Schluss machen weil es der Kopf will, wird dich nicht seelisch frei machen.
Was ich nun aus Erfahrung und den Erzählungen anderer weiss: Wenn es von Anfang an holprig ist und eigentlich nie am Stück mal wirklich gut ist, sich toll und entspannend anfühlt( für Wochen/Monate)..dann gibt es eigentlich so gut wie keine Chance auf eine lange angenehme Beziehung.
Wichtig ist dass du den Menschen an deiner Seite nachvollziehen kannst, wenn sie/er sich erklärt. Ich erinnere mich daran, das mir mal erzählt wurde: " und dann ist es mir zu eng. ich kann es nicht ertragen wenn immer jemand bei mir ist.." Ich sage ja nicht, dass es dass nicht geben darf, nur zu mir passt es gar nicht..und nein, ich verstehe es auch nicht ( also die Worte schon, denn Sinn nicht)
Wenn mich ein Partner wegschickt, weil es für ihn mal wieder an der Zeit ist alleine abzuhängen, verletzt mich das. Mir reicht es wenn ich alleine ausgehe oder mich mit Buch oder Laptop zurückziehe. Dafür muss ich nicht alleine in der Wohnung sitzen...z.B...Also das wäre bei mir ein Alarmzeichen..aber woher sollte man vorher alle möglichen Alarmzeichen schon kennen?
Ich fürchte, ganz vor Enttäuschungen schützen kannst du dich nicht, denn wenn die Erkenntnis, dass es nicht besser sondern schlimmer wird nach ein paar Wochen/ Monaten kommt und man drin hängt ...ist es die Frage: liegt es an den Umständen, kann man noch was retten..oder liegt es an dem Paar und seinen Befindlichkeiten selbst. Ich habe nochmal drüber nachgedacht und ja: Ich habe mich schon 2mal ziemlich rumgequält einmal 1 1/4 Jahre, einmal 1 Jahr. Allerdings wäre für mich ein früherer Abbruch einfach nicht gegangen. Ich habe die Hoffnung nicht begraben wollen..da konnte man mir sagen was man wollte. Leider musste ich da durch. Denn wenn es dich tröstet: Nach einer längeren Leidensphase nimmt dich dir Trennung gar nicht mehr so mit, wie du jetzt befürchtest. Dadurch, das man ja in der Beziehung desillusioniert wird und ja..auch leidet, hinterfragt man dann eine endgülige Trennung nicht mehr. Man hat die Gewissheit: Das klappt nicht, derjenige ist nicht der Richtige.
 
  • #40
Hm, das Problem ist, solange Kopf und Herz sich nicht einig sind bei der Entscheidung geht es einem nicht gut. Sprich : Schluss machen weil es der Kopf will, wird dich nicht seelisch frei machen.
Was ich nun aus Erfahrung und den Erzählungen anderer weiss: Wenn es von Anfang an holprig ist und eigentlich nie am Stück mal wirklich gut ist, sich toll und entspannend anfühlt( für Wochen/Monate)..dann gibt es eigentlich so gut wie keine Chance auf eine lange angenehme Beziehung.
Wichtig ist dass du den Menschen an deiner Seite nachvollziehen kannst, wenn sie/er sich erklärt. Ich erinnere mich daran, das mir mal erzählt wurde: " und dann ist es mir zu eng. ich kann es nicht ertragen wenn immer jemand bei mir ist.." Ich sage ja nicht, dass es dass nicht geben darf, nur zu mir passt es gar nicht..und nein, ich verstehe es auch nicht ( also die Worte schon, denn Sinn nicht)
Wenn mich ein Partner wegschickt, weil es für ihn mal wieder an der Zeit ist alleine abzuhängen, verletzt mich das. Mir reicht es wenn ich alleine ausgehe oder mich mit Buch oder Laptop zurückziehe. Dafür muss ich nicht alleine in der Wohnung sitzen...z.B...Also das wäre bei mir ein Alarmzeichen..aber woher sollte man vorher alle möglichen Alarmzeichen schon kennen?
Ich fürchte, ganz vor Enttäuschungen schützen kannst du dich nicht, denn wenn die Erkenntnis, dass es nicht besser sondern schlimmer wird nach ein paar Wochen/ Monaten kommt und man drin hängt ...ist es die Frage: liegt es an den Umständen, kann man noch was retten..oder liegt es an dem Paar und seinen Befindlichkeiten selbst. Ich habe nochmal drüber nachgedacht und ja: Ich habe mich schon 2mal ziemlich rumgequält einmal 1 1/4 Jahre, einmal 1 Jahr. Allerdings wäre für mich ein früherer Abbruch einfach nicht gegangen. Ich habe die Hoffnung nicht begraben wollen..da konnte man mir sagen was man wollte. Leider musste ich da durch. Denn wenn es dich tröstet: Nach einer längeren Leidensphase nimmt dich dir Trennung gar nicht mehr so mit, wie du jetzt befürchtest. Dadurch, das man ja in der Beziehung desillusioniert wird und ja..auch leidet, hinterfragt man dann eine endgülige Trennung nicht mehr. Man hat die Gewissheit: Das klappt nicht, derjenige ist nicht der Richtige.
Hallo Wahlmünchner,
wieder eine sehr sehr gute Zusammenfassung!
Fand ich sehr hilfreich und auch... tröstlich.

manchmal
 
  • #41
Also nach allen objektivierbaren Fakten richtig tolle Jungens!

Diese Frauen haben sich irgendwann auf die Stirn geschrieben "Ich suche mir jetzt einen vernünftigen Mann" ...und interessieren sich plötzlich für einen ehemaligen Nerd oder Geek. Die werden auch Paare und alles könnte so schön sein...
Sorry, die ganzen und weiteren Zeilen passen für mich nicht zu der Eingangsfrage, denn es geht hier eindeutig um die Kennenlernphase und nicht über längere Beziehungen und die Ursachen, warum diese auseinander gehen.

Sorry, habe selber solche "Nerds" kennen gelernt, wirklich liebe Jungs, aber zu lieb und zu nerdig sein, ist extrem unsexy, für mich persönlich. Das Auge isst dazu auch bei Frauen mit.

Das vielleicht als Erklärung, warum es Frauen oft dann sexuell zu den Womanizer zieht, hat auch was mit Hormonen usw. zu tun. Genauso wie viele Männer sich massiv Übergewichte Trudchen als Ehefrau nehmen und nebenbei sich was fürs Auge im Bordell regelmässig kaufen.

w
 
  • #42
und dann ist es mir zu eng. ich kann es nicht ertragen wenn immer jemand bei mir ist ... ein Partner wegschickt, weil es für ihn mal wieder an der Zeit ist alleine abzuhängen, verletzt mich das.
Ein Fall von völligem Aneinander-vorbei-Reden, wie er leider typisch ist, wenn einer (in diesem Fall die Frau) mit den paar Worten etwas völlig anderes assoziiert als der andere. Es kommt dann zum Abbruch durch die Frau, und der Mann wird mit der Frage zurück gelassen, warum sie ihm nicht gönnen wollte, auch einfach mal ein Buch zu lesen. Weil er eben die Erfahrung gemacht hat, daß ihm bei klettigen Frauen, die 24/7 einen Unterhaltungskasper brauchen („mir ist langweilig, können wir nicht was zusammen tun?”), auf Dauer etwas abgeht. Möglicherweise wollte er sogar einfach nur andeuten, daß er eben keine Klette ist, sondern sich auch mal allein zu beschäftigen weiß. Schade, wenn es dann in solchen Augenblicken endet, ohne daß man sich darüber ausgetauscht hätte, was denn ein jeder unter „immer bei mir” versteht – der Mann denkt halt an „sitzt mir praktisch immer auf dem Schoß, ich kann noch nicht einmal mehr ein Buch lesen”, und die Frau an „will mich nicht dabei haben, wenn er mit den Kumpels feiern geht”.
 
  • #43
So so, der Mann soll also unter vielen anderen unbedingt 'sexy' sein. Und selbstverständlich selbstsicher. Und beides 24/7 bis zum Lebensende. Nun, liebe Frauen, könnt Ihr möglicherweise selbst erraten, warum ihr solo seid :)

Sicher, manche der genannten Gründe sind absolut nachvollziehbar. Die Summe der Abbruchgründe zeigt jedoch ein völlig abgehobenes Anspruchsdenken. Wenn ich im real life derart anspruchsvolle Frauen sehe, scheint oft deren Selbstwahrnehmung nicht intakt. Sprich: Ihre Attraktivität hat mit den Jahren gelitten, während die Ansprüche stiegen. Dabei wären oft kleinere Brötchen angesagt.

Ich habe meine Bücheranzahl einmal überschlagen. Ich erreiche nicht die geforderten 200. Ich weigere mich aber, der Anspruchstellerin zu stecken, dass ich manche Bücher nach dem Lesen auch entsorge. Zudem macht es einen gewaltigen Unterschied, was man liest. Das Womanizer jedoch Plato lesen, wage ich zu bezweifeln.

Kurzum: Viele der genannten Abbruchgründe scheinen zu schematisch angewandt zu werden.
 
  • #44
Diese Subgruppe der richtig tollen Jungens gerät irgendwann in den Fokus von bestimmten Frauen.
Was ich mich hier frage ist, warum diese Subgruppe nicht selber aktiv wird bei der Suche nach einer passenden Frau, die genauso drauf ist wie sie. Warum bleibt diese Ungeschicktheit im Umgang mit Frauen bestehen? Meine Beobachtung ist, dass Frauen von "Nerds" nicht als gleichartige Menschen wahrgenommen werden, sondern komplett auf ein Podest gestellt werden und damit als Objekt gesehen werden. Immer, wenn das passiert, wird der Mann auf die Frau wie ein Depp wirken, da er so unkritisch ist und selber nicht auf Augenhöhe kommt, sich unterbuttern lässt. (Sofern er nicht so seltsam ist, dass jede Frau ein Problem mit seinem Verhalten hätte. Manche "Nerds" sind sozial völlig dumm.)
Die bestimmten Frauen, wie Du es genannt hast, haben sich ja anscheinend reifemäßig null weiterentwickelt, wenn sie immer wieder einen Bad Guy haben wollen, sondern den Subgruppenmann nur als Gegenstück gesehen, das am Ende doch nicht passte, da als Mann für sie langweilig. Das bedeutet aber auch, dass die Subgruppenmänner blind sind für eine Frau, die sie wirklich als Mann zu schätzen weiß, und selber nicht begriffen haben, dass Frauen "auch Menschen" sind. Mit anderen Worten: Die Männer haben Frauen aus dem falschen Pool und erkennen es nicht (sonst würden sie sich trennen bzw. diese Beziehung gar nicht eingehen). Und es heißt meiner Ansicht nach auch, dass Beziehungen für solche Männer etwas sind, das statisch ist und von allein funktioniert, womit sie keinen guten Partner abgeben. Ich denke nicht, dass sich ein Mann, der aktiv an einer Beziehung arbeitet, und der durch Selbstreflexion und Lebenserfahrung Frauentypen erkennen kann, bevor er eine Beziehung eingeht, nicht mitkriegt, dass die ich-steh-eigentlich-auf-Bad-Guys-Frau eine sehr unpassende Kandidatin ist. Nur sieht sie vermutlich meist recht nett aus ...
 
  • #45
Wenn ich als Frau das Gefühl habe dass es irgendwie nicht passt, dann zieh ich bald mal die Leine und beende die Beziehung. Wenn es schon am Anfang nicht so richtig passt dann wird es nie richtig passen! Wenn ich tun und machen muss damit eine halbwegs vernünftige Beziehung draus wird, wenn ich mich verändern muss oder gar verstellen dann kann es früher oder später nur scheitern! Lieber beende ich so was früh genug als das ich mir Frust - Ärger auf Monate / Jahre selber zumute. Je länger solche Partnerschaften dauern desto schwieriger wird es sich von ihnen zu lösen!
In meinen Bekanntenkreis kenn ich viele Pärchen die zusammen sind und keiner von beiden ist glücklich! Zu allem Unglück haben die meisten von ihnen Kinder und die bekommen dann den ganzen Beziehungsfrust auch noch mit! Aber das Paar bleibt zusammen auf biegen und brechen. Man hat sich was zusammen aufgebaut, hat gemeinsame Kinder, nein nur keine Trennung - lieber jahrelang streiten und frustriert nebeneinander her leben! Das hat in meinem Augen gar nichts mit einer erfüllten Partnerschaft zu tun! Das ist auch keine Liebe! Da bleibe ich lieber ein Leben lang alleine als das ich mich auf so was einlasse!
Ich lerne ab und zu Männer kennen, geh mit ihnen was trinken oder zum Essen. Ich realisiere relativ schnell wie einer so tickt. Wenn mir ein Mann nur von seiner Ex vorjammert, sich selber als den Armen hinstellt der nur gegeben hat und sie war diejenige die nur von ihm genommen hat, dann ist es bei mir so gut wie gelaufen. Ich habe keine Lust die Jammerstation für jemanden zu sein der seine Vergangenheit noch nicht verarbeitet hat! Der jammert bei der Kennenlernphase über die Ex und wird es wahrscheinlich in den Jahren wo man eine Beziehung mit ihm hat auch tun! Oft ist es echt besser, für sich selber etwas frühzeitig zu beenden, bevor man selber noch Schäden in der Seele davon trägt!