• #31
Die Ausgangsfrage war ja, was als Entschuldigung okay wäre, wenn der Vater nicht dabei sein kann. So hatte ich das zumindest verstanden. Klar gibt es Frauen, die wollen das nicht, oder Männer, die halten kein Blut aus o.ä. Da gehts ja aber nicht darum, was als „Ausrede“ gelten würde. Das ist dann abgesprochen und völlig in Ordnung.
In meinem Freundeskreis hatten alle schnell wieder Sex (und schnell das zweite Kind zum Beweis :)), da hat die Geburt also kein Trauma verursacht und die Männer fanden es toll, der Frau zu helfen und das miterleben.
Ich würde auf jeden Fall meinen Freund gern dabei haben, weil er mir in schwierigen Situationen immer viel Kraft gibt und ich mich viel sicherer fühle mit ihm dabei. Würde aber vielleicht auch reichen, wenn er vom Kopf aus zuschaut und nicht direkt ins Geschehen gucken muss :)
 
  • #32
In unserem Falle "Uni-Klinik" wurde meine Partnerin nicht danach gefragt ob ich dabei bin.

Ich allerdings.
Sollte sich das wirklich so ereignet haben, ist das ein Unding.
Die Geburt ist eine Herausforderung, die die Frau auf sich nehmen muss. Folglich entscheidet auch die Frau über die Rahmenbedingungen.

Umgekehrt sehe ich es aber auch anders als zB @Hanna_17 oder @frei, bei denen es sich so liest, als sei es die Pflicht des Mannes, anwesend zu sein. Selbst ich als Frau wäre eher ungern bei einer anderen Geburt dabei, und ich glaube, als Mann hätte ich wirklich einen Widerwillen dagegen.

Aber wahrscheinlich ist das einfach eine Frage der Perspektive, viele Leute heutzutage sehen das Kinderkriegen als etwas sehr "Partnerschaftliches", während für mich Schwangerschaft und Geburt noch altmodisch "Frauensache" sind.
 
  • #33
Mein Exmann war bei allen meinen drei Kindern mit im Kreissaal.
Im Grunde war er nur passiver Zuschauer, durfte mir nur die Spuckschüssel organisieren wenn ich bei jeder schlimmen Wehe spucken musste...

...er hat alles mitgekriegt und gesehen. Das Blut, die Schmerzen, das Wehklagen, das dreimalige Schneiden und Nähen des Dammes, aber auch die Glückseligkeit wenn das Baby heraus war und sofort an meine Brust zum Stillen durfte.

Unfassbare Momente die nie wiederkommen.
Ihm war hinterher immer schlecht.
Aber das war mir egal, was hatte ich für Schmerzen und Leid erst ertragen müssen.

Und trotzdem haben wir sofort nach der Geburt bzw. dem Wochenfluss unsere Sexualität wieder aufgenommen. Beim ersten Kind hätten wir gleich beim Nachhause-Kommen miteinander schlafen können. So scharf waren wir aufeinander. Haben dann aber wegen dem infektiösen Wochenfluss nur bisschen rumgemacht und geknutscht.

Also von wegen - die Sexualität ist nach der Geburt tot. So ein Quatsch. Nicht bei allen Frauen und Paaren.
Wer will kann immer. Auch mit Kindern.
 
  • #34
Klar geht das mit entsprechenden Blutungen etc einher und das Baby kommt aus der Vagina der Frau, die der Partner mit Sexualität verbindet. Man kann aber auch das eine von dem anderen trennen. Mein Partner kann mir ja auch noch sexuell motiviert an die Brust fassen obwohl die sich offensichtlich auf die Milchbildung vorbereitet.

Vielleicht kann ja einer von den Männer hier erklären, warum er das so schlimm findet.

Du weißt aber schon, dass da nicht nur Blut rauskommt, oder? :)

Ich kann jetzt natürlich nicht für einen Mann antworten, aber ich glaube, mich würden gar nicht die rein körperlichen Vorgänge für sich betrachtet am meisten abschrecken, sondern das "Archaische" des Vorgangs.

Und für mich als Frau waren ebenfalls nicht die rein körperlichen Vorgänge der hauptausschlaggebende Punkt, warum ich niemanden außer medizinischem Personal dabeihaben wollte, sondern das Gefühl, dass ein "Zuschauer" mich unter Druck setzen würde.
 
  • #35
Er hatte ein bisschen Bedenken, weil er von anderen Männern gehört hat, die genau hingesehen haben und angeblich danach keinen Sex mehr mit ihrer Frau haben konnten.

W34
Ich glaube, es gibt nicht wenige von einer Geburt traumatisierte Männer. Und ich bin auch überzeugt davon, dass dies einer Beziehung nicht unbedingt gut tut. Das geben Männer aber gerne nur hinter vorgehaltener Hand zu, weil es "heutzutage einfach so ist", dass der Mann bei der Geburt dabei ist.
Meine Kinder sind nicht in einem Krankenhaus geboren. Ich bin der Meinung, dass man mit einem Baby als Frau sowieso schon sehr von dem Vater des Kindes als "Muttertier" wahrgenommen wird. Das muss ich nicht noch mit Geburtsbildern verstärken - reicht doch, wenn der Vater dazu kommt, wenn alles vorbei ist...
 
  • #36
Als ich geboren wurde (Anfang der 60) wat es noch üblich das der Vater vor dem Kriesssaal gewartet hat. B

Anfang der 60er durften Frauen ohne Erlaubnis ihrer Männer nicht arbeiten.
Die Prügelstrafe war erlaubt.
Sex außerhalb der Ehe verwerflich. Verhütung verboten.
Liste unendlich.

Heute entscheiden Paare für sich.

Ich war bei beiden Geburten dabei. Wie bei den Vorbereitungen. Für mich unvergesslich. 2 Wunder.
Ich wollte, sie wollte. Dir ins war es keine Frage.
Ich habe mich danach meiner Frau noch verbundenderer gefühlt.
Unserer Sexualität hat es nicht geschadet.

M, 54
 
  • #37
und ich denke auch, eine Geburt ist megaunsexy, vor allem wenn man bedenkt, was da "rauskommt", wo er "was reinsteckt".
Hey bitte nicht falsch verstehen, eine Geburt ist was total Tolles, eine Meisterleistung, und soll nix mit sexy zu tun haben, aber es ging ja gerade um den Aspekt, ob ein Mann danach noch Sex will.

Ich beziehe das nicht auf Dich, nur dieser Ausdruck immer was da rauskommt, wo er was reinsteckt.

Dazu fallen mir nette sexuelle Varianten ein, wo der Mann sich nicht ansatzweise den Kopf darüber zerbricht was da rauskommt, wo er was reinsteckt.

Pauschal gesagt: Was das Schreien und Stöhnen betrifft, auf dem Fußballplatz darf sich die Kehle aus dem Leib geschrien werden, beim Sex darf die Frau auch Stöhnen, aber die Geburt ist traumatisierend?

Die Frage des TE sprach aber davon, dass der Vater geplant dabei sein wollte und es nun durch ein Grund verhindert wurde. Heißt wenn der Termin vielleicht Mitte August sein sollte und plötzlich geht es los, was dann? Und wenn die Frau vielleicht in Berlin lebt und er gerade die Tour mitfährt, dann kann er ja nun mal nicht dabei sein.

w/36
 
  • #38
Aber wahrscheinlich ist das einfach eine Frage der Perspektive, viele Leute heutzutage sehen das Kinderkriegen als etwas sehr "Partnerschaftliches", während für mich Schwangerschaft und Geburt noch altmodisch "Frauensache" sind.

Da hast du Recht. Für mich und meine Partner ist es etwas partnerschaftliches und nichts wofür ich alleine zuständig bin. Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, ein Kind zu bekommen, haben probiert, uns über den positiven Test gefreut und ich beziehe ihn in die Schwangerschaft mit ein. Er bekommt mit, wenn es mir nicht gut geht, sieht aber auch meinen wachsenden Bauch, sieht und spürt von außen die Bewegungen und redet ab und zu mit meinem Bauch. Außerdem hat er von vornherein von sich aus gesagt, dass er die zwei Monate Elternzeit nimmt weil er eine Bindung zu seinem Kind aufbauen will. Ich bin zwar diejenige, die aus biologischen Gründen die Schwangerschaft austrägt, aber im Übrigen ist es unser gemeinschaftliches "Projekt" und ich würde es merkwürdig finden, dass er zwar von Anfang an dabei war, aber nicht erleben will, wie nach monatelangem Warten und Vorfreude unser Kind endlich geboren wird.
 
  • #39
Sofern es kein geplanter Kaiserschnitt ist, lässt sich eine Geburt nicht termingenau planen. So kam z.B. meine Tochter 10 Tage zu spät und selbst das nicht freiwillig. ;) Eine unaufschiebbare/unvermeidbare berufliche Verhinderung kann ich akzeptieren. Kommt auch an den Berufsstand an. Seeleute oder Berufssoldaten in Mali etc. können nicht mal so eben in den Kreißsaal einschweben. Besagter Radprofi hat m.E. auch keine andere Wahl, da es bei Wettkämpfen keine Gleitzeit gibt und ihm der Sponsorendruck im Nacken sitzt. Zum anderen, weil die junge Familie eben nicht von Luft und Liebe allein leben kann. Und er zusehen muss, dass er nicht irgendwann im Dschungelcamp landet.

Mein Ex wollte damals erst auch nicht so recht, weil er kein Blut sehen konnte, aber ihm kein Horrorfilm blutrünstig genug sein konnte. Von mir bekam er dann auch erst mal zu hören, dass er sich nicht so anstellen soll, zumal er ja bei der Herstellung nicht so zimperlich gewesen war. Andererseits bin ich jemand, der Schmerzen mit sich selbst ausmacht, weil der andere diese mir nicht abnehmen kann.

Mir war es wichtig, dass die Fahrt ins Krankenhaus gesichert war. Letztenendes wollte er dann doch seine Kinder vom ersten Moment an erleben.

Zum Thema, "mein Mann soll mich nicht in diesem Zustand stehen" muss ich sagen, dass der Kinderwunsch gemeinsam umgesetzt wurde. Und daher m.E. der selbstgemachte natale Attrakivitätsdruck fehl am Platze ist. Ich glaube nämlich nicht, dass ein liebender Mann von seiner Frau erwartet, dass sie sogar während der Presswehen die sexy Femme fatale gibt. Da ist erst mal anderes wichtig.
Um die eigene Attraktivität kann man sich nach dem Wochenfluss immer noch kümmern. Sich gehen lassen geht eben auch nicht.
 
  • #40
Und für mich als Frau waren ebenfalls nicht die rein körperlichen Vorgänge der hauptausschlaggebende Punkt, warum ich niemanden außer medizinischem Personal dabeihaben wollte, sondern das Gefühl, dass ein "Zuschauer" mich unter Druck setzen würde.
Naja, "für mich als Frau". Ach Gottchen
Ich glaube die meisten Männer sind bei Weitem nicht so zart besaitet, wie Frauen aus ihrer Perspektive heraus glauben.

Frauen selber haben damit wohl viel größere Probleme.
Mir als Mann war das egal, ich sehe sowas in der Tierwelt quasi laufend. keiner unserer Freunde hatte da irgendwelche Probleme, ihre Frauen aber schon viel eher....
 
  • #41
Ich will den Vater bei der Geburt schon sehr gerne dabei haben.
Er hat "nur" einen Bürojob, da wäre die Arbeit sicher kein Grund nicht dabei zu sein.
Aber dann soll er bitte neben mir stehen/sitzen, mir die Hand halten, mich unterstützen & nicht unten genau schauen wie das Baby raus kommt, wenn er das dann ekelhaft oder sonst wie findet.

Ich sehe ein Kind auch als gemeinsames "Projekt" & da gehört die Geburt eben auch dazu. Austragen & gebären muss das Kind sowieso die Frau, dann kann er bei der Geburt zumindest meine Hand halten.
 
  • #42
Zum Glück kann die moderne Frau von heute völlig allein entscheiden ob sie noch wen dabei haben möchten.
Ist dem nicht so, läuft rechtlich was schief und kann sogar angezeigt werden. Keine Frau darf gezwungen werden, dass ihr dabei jemand zwischen die Beine schaut, der/die keine Berufsfunktion in dem Moment hat.
Wenn Mann dabei sein will ist es meist wegen gekränktem Ego, da die Frau das Kind schlichtweg allein austrägt und sie es nicht ertragen können, dabei in Wirklichkeit keinerlei Rolle zu spielen (nennt sich übrigens Geburtsneid).
Und hinterher sind sie schwer geschädigt, weil der Bereich zwischen den Beinen der Frau ja doch nicht nur für den GV da ist. Ich würde niemals den Partner mit dazunehmen. Mir würde das Medizinpersonal vollkommen ausreichen.

w., 32
 
  • #43
Umgekehrt sehe ich es aber auch anders als zB ...@frei, bei denen es sich so liest, als sei es die Pflicht des Mannes, anwesend zu sein.
Hm ja, ich hatte es auch so gemeint.
Nachdem ich danach noch ganz viele andere Beiträge gelesen habe, ist mir allerdings auch der Nebenaspekt aufgefallen, dass die Frau es nämlich selbst gar nicht wollen könnte, dass der Mann sie begleitet. Das ist dann ja wieder was anderes. Ich hatte die Frage aber so verstanden, als wolle Godot wissen, welche Ausreden seine Frau gelten lassen könnte, wenn er entgegen ihres Wunsches nicht mitkommen will.

Joa, ich sehe da vor allem mich im Vordergrund, meine Bedürfnisse.
Und ich denke, dass es ein Fürzchen an Pflicht, an Zumutung für den Mann ist, gemessen an dem, was die Frau machen muss.
Wie gesagt, ich würde auch gerne im Cafè warten, bis alles vorbei ist.
Kann ich auch nicht, warum sollte sich der Mann also drücken dürfen ?
Er hat das Kind ja genauso gemacht und will es haben. Es ist sein Kind wie meins, oder nicht ?
Ich übernehme ganz viele Pflichten, er auch. Was ist daran denn schlecht ? Später will er ja auch die gleichen Rechte haben wie ich, z.B. wenn es ums Sorgerecht geht.

Es geht hier nicht darum, ob ich will, dass er sein Kind inniglich lieben lernt oder dass er ein schönes Erlebnis haben könnte oder ein schlimmes. Es geht darum, dass ich jemanden brauche, der mir hilft und da sehe ich den Vater als einzigen, der dazu verpflichtet ist.
Meine Mutter oder meine Freundin oder meinen neuen Lebenspartner könnte ich bitten, aber fordern kann ich es vom Erzeuger und das tue ich.
Dito wenn es ums spätere nächtliche Rumtragen geht oder ums Scheiße-Wegwischen.
Ich bin meiner Freundin oder Mutter oder neuem Freund dankbar, wenn sie das machen, aber fordern kann ich es nur vom Erzeuger und das tue ich.

Selten war ich so hilflos wie damals, als ich am Kreissen war, weil ich wegen eines Blasensprungs nicht aufstehen durfte.
DARUM geht es mir.
Ich brauche da jemanden und deswegen soll der Vater gefälligst mitgehen. In einer solchen Situation gibt es keinen Egoismus. Die Frau darf alles, der Mann nichts.

Der Arme könnte sich übergeben ? Boah, was kommt denn aus mir alles raus ? Das kann ich auch nicht verhindern.
Ich zerquetsche ihm die Hand ? Boah, welche Schmerzen erleide ich denn ?
Er ist müde, wenn er nach der Nachtschicht mit mir ins Krankenhaus kommen soll ? Boah, wie erschöpft bin ich denn nach 16 Stunden Wehen ( so lange dauerte er bei mir ) ?
Er hat danach keinen Bock auf Sex mit mir ? Boah, ich erst recht nicht !

w 52
 
  • #44
Sofern es kein geplanter Kaiserschnitt ist, lässt sich eine Geburt nicht termingenau planen.
Es ist zwar richtig, dass bei einem geplanten Kaiserschnitt der Termin bekannt ist, es ist aber nicht zwangsläufig so, dass dieser Termin Wochen vorher bekannt ist.
Geplant bedeutet in diesem Zusammenhang lediglich, dass nicht gewartet wird bis der Geburtsvorgang spontan einsetzt (Blasensprung oder Wehen) und/oder sich ggf. die gesundheitliche Situation dahingehend entwickelt das ein schnelles (ungeplantes) Handeln notwendig wird.

Bei mir wurde 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin entschieden, dass vorzeitige Entbindung angestrebt werden sollte. Ob div. Faktoren erschien hierfür ein Kaiserschnitt als sicherste Lösung.
Zwischen dem Tag der Entscheidung und dem vorgeschlagenen Termin lagen 3 Tage.
 
  • #45
Ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, aber mir persönlich wäre es sogar lieber, wenn mein Partner nicht bei der Geburt dabei wäre.

Wenn ich es doch wollen würde, würde ich berufliche Gründe akzeptieren oder zum Beispiel Ekel vor möglichen 'Unfällen' meinerseits. Bei der Geburt kann es ja leider passieren, dass nicht nur das Baby rauskommt...
Wenn er der Geburt zum Beispiel wegen einem wichtigen Fußballspiel oder einfach weil er keine Lust dazu hat fernbleiben würde, dann hätten wir ein großes Problem ;)
 
  • #46
Ich weiß nicht, ob die Tour de France ein Grund ist ...
Schließlich findet die Tour de France jedes Jahr um die gleiche Zeit statt und wie lange eine Schwangerschaft dauert, sollte auch jedem Radfahrer bekannt sein.
Ich war bei der Geburt meiner Kinder dabei. Beim ersten Kind war ich wohl keine große Hilfe. Es zog sich ewig hin und ich bin daneben auf dem Stuhl fast eingeschlafen. Meine Frau lag dabei die meiste Zeit, ich mußte sitzen. Das hat mich schon ein wenig traumatisiert.

Ich war bei beiden Geburten dabei. Wie bei den Vorbereitungen. Für mich unvergesslich. 2 Wunder.
Dass du als Frau bei den Geburten deiner Kinder dabei warst, ist schon erstaunlich, Lionne ...
 
  • #47
Wer Angst hat dass bei der Geburt Stuhl abgeht lässt sich vorher von der Hebamme einen Einlauf geben, geht auf die Toilette und fertig.

Ist eigentlich ganz einfach.

Männer sollen sich wirklich nicht anstellen - was wir Frauen in der Schwangerschaft und während der Geburt aushalten und durchstehen müssen - davon haben die Männer wirklich keine Ahnung.

Ist auch gut so - wenn die Männer Kinder kriegen müssten wäre die Menschheit schon längst ausgestorben :).
 
  • #48
Wenn ich es doch wollen würde, würde ich berufliche Gründe akzeptieren oder zum Beispiel Ekel vor möglichen 'Unfällen' meinerseits. Bei der Geburt kann es ja leider passieren, dass nicht nur das Baby rauskommt...

Davor hatte ich vorher auch Angst. aber als es ernst wurde, war klar, dass da nichts mehr passieren kann. Bei den meisten Frauen regelt das der Körper schon vorher....
 
  • #49
Welche Gründe akzeptieren die Frauen heute das der zukünftige Vater nicht geplant bei der Geburt dabei ist.

Mein Mann war bei allen Geburten dabei, weil er das wollte. Ich habe ihm die Entscheidung überlassen. Ich hätte auch akzeptiert, wenn er gesagt hätte, dass er das lieber nicht möchte aus Grund a, b, c.
Oder eben auch berufliche Gründe.

Was ich nicht nachvollziehen kann: Die "Traumatisierung" von Männern, weil sie "zu viel" gesehen haben. Sind die wirklich so blöd und stellen sich ans Fußende, um ja alles zu sehen? Ich hätte meinem Mann einen Tritt gegen den Kopf verpasst, wenn er das getan hätte. Er kann doch nebendran sitzen oder am Kopfende oder der Frau den Rücken stützen.

Noch dazu, welche Frau liegt denn heute noch beim Gebären flach auf dem Rücken?

Bei einer Geburt war übrigens außer ihm noch meine beste Freundin dabei (Hausgeburt). Und ich selbst war auch bei einer Freundin einmal die Begleitung. Da hab ich auch nicht zwischen die Beine gestarrt, sondern ihre Hand gehalten und ihr gut zugesprochen. Es war ein sehr intensives Erlebnis. Von daher kann ich nicht sehr gut nachvollziehen, dass ein werdender Vater darauf freiwillig verzichtet.
 
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