• #1

Gründe für getrennt lebend als Beziehungsstatus bei ElitePartner

Der Beziehungsstatus "getrennt lebend" bei ElitePartner ruft anscheinend häufig Verwirrung hervor und führt zu Mißverständnissen im Hinblick auf die redlichen Absichten der Teilnehmer. Wir möchten diese nun beseitigen und vwissen, welche Konstellationen zu diesem Beziehungstatus führen (können). Können Sie uns weiterhelfen?
 
G

Gast

  • #2
Aus meiner Sicht kann es für diesen "Status" nur einen Grund geben: man ist noch verheiratet, hat die Scheidung eingereicht und die Scheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Ziemlich nüchtern, aber eindeutig.
 
  • #3
Was genau ist die Frage? Der Terminus "getrenntlebend" ist doch absolut eindeutig.

Getrenntlebend bedeutet, dass man verheiratet ist, sich getrennt hat, aber noch nicht geschieden ist.

Es gibt hier aber zwei wesentliche Probleme:

Einerseits behaupten viele getrenntlebend zu sein, obwohl die ehefrau davon noch gar nichts weiß. Sie suchen in Wahrheit Affären, Sexabenteuer oder den warmen Wechsel. Moralischer Wert gleich Null.

Andererseits ist es so, dass selbst wenn der Status tatsächlich genau so ist, diese Menschen im allgemeinen eben noch nicht die Vorbeziehung vollständig verarbeitet haben. Keine neue Partnerin möchte den Rosenkrieg, das Scheidungsverfahren und all den Ärger einer Trennung mitbekommen. Man möchte dagegen schon im Vorfeld wissen, welche Verpflichtungen und Unterhaltszahlungen da ggf. anstehen und damit nicht irgendwann später überrascht werden.

Ganz generell gilt für alle Menschen, ganz gleich ob sie nun verheiratet waren oder einfach so eine nichteheliche Partnerschaft beendet haben, dass sie die Vorbeziehung und Trennung vollständig verarbeitet haben müssen. Das beinhaltet auf jeden Fall:

+ emotional: Man kann ohne starke Gefühle an den Ex denken, also keine Liebe oder Hass, keine Leidenschaft oder Sehnsucht, kein Wut oder Ärger, keine schlaflosen Nächte, kein Bauchgrummeln mehr, keine Rückkehrgedanken. Man sollte bezüglich des Ex einfach abgeklärt sein und die Sache wirklich tief im Inneren verwunden haben.

+ organisatorisch: Eigentum ausgetauscht, umgemeldet, alles erledigt, was mit einer Trennung so nötig wird

+ finanziell: alles geregelt und absgeschlossen, alle Verpflichtungen bekannt

+ juristisch: Scheidungsverfahren erledigt, kein Ärger mehr, kein Rosenkrieg mehr

Nur dann sind Menschen wirklich wieder frei und offen für eine neue Partnerschaft. Nur dann kann die neue Partnerschaft von Verliebtheit und Unbeschwertheit dominiert sein, nur dann kann man die neue Partnerschaft voll genießen.

Getrenntlebende sind in keinem dieser Punkte wirklich frei. Getrenntlebende sollten auf ElitePartner eingentlich gar nicht akzeptiert werden, denn sie sind einfach keine erste Wahl, keine potentiellen Kandidaten, mit denen man glücklich wird. Sie sollten erst alles erledigen und dann die Partnersuche beginnen. So sind sie ein einziges Ärgernis.

Mein Rat an alle: Ignoriert Getrenntlebende komplett. Einfach sofort löschen und fertig. Das erspart ungemein viel Ärger und Kummer und Betrug.
 
  • #4
Für mich bedeutet "getrennt lebend" verheiratet, in Trennung von Tisch und Bett, aber noch nicht geschieden. Im besten Falle: im Trennungsjahr, die Scheidung steht kurz bevor. Das ist aber leider selten so.

In der Konsequenz hieß das für mich, daß diese Männer 2. Wahl waren. Denn schließlich würde in der Kennenlernphase viel Energie draufgehen, zu klären, wie das "getrennt" praktisch und zukünftig aussieht. Da mußte mich schon jemand sehr interessieren.
 
G

Gast

  • #5
Getrennt lebend ist noch verheiratet, daran gibt es doch nichts zu deuteln. Man ist solange getrennt lebend bis man geschieden ist.

Ich frage mich nur warum auf dieser Plattform soviele getrennt lebende suchen. Da ist ja der Ärger meistens vorprogrammiert. Ich verstehe nicht warum man nicht erst einmal seine Altlasten regelt bevor man andere damit in den Wahnsinn treibt.

w45
 
  • #6
Ich habe in meinem Profil konkret geschrieben, dass ich keinen Kontakt mit einem "Getrennt lebenden" aufnehme und auch von keinem "Getrennt lebenden" kontaktiert werden möchte. Die Gründe nennen Frederika und andre; also brauche ich sie nicht zu wiederholen.

Dennoch kontaktieren mich immer wieder "Getrennt lebende". Ich könnte natürlich sofort einen solchen Kontakt löschen. Dennoch frage ich aus reiner Neugier nach, warum sie nicht geschieden sind. Die Antwort ist oft die, dass eine Scheidung aus finanziellen Gründen gar nicht ansteht, und dass das völlig egal sei aus ihrer Sicht, ob der Mann geschieden sei oder "nur" getrennt.

Ich schreibe dann ganz unmissverständlich, dass mir das eben nicht egal ist. Die Herren reagieren dann sehr beleidigt, sicher u.a., weil sie bei mir nicht landen können.

Ich bin da sehr konsequent: "Getrennt lebende" und ihren Ärger halte ich mir vom Leib, und ich mache da auch keine Ausnahme.
 
  • #7
Zurück zur Frage nach den Gründen:

Im besten Falle ist der geradlinige Grund, dass die Scheidung eingereicht wurde und das Trennungsjahr und das Gerichtsverfahren abgewartet werden müssen. In dieser Hinsicht wird jeder Kandidat im Übergang von "verheiratet" nach "geschieden" mindestens ein gutes Jahr lang "getrenntlebend" sein. Diese Zeitspanne ist aber auch angemessen, um eine gescheiterte Ehe und die Belastungen einer Trennung zu verarbeiten. Schneller sollte ohnehin niemand nach einem neuen Partner suchen, der einmal einem anderen Menschen die ewige Treue geschworen hat.

Im schlechtesten Fall kommen natürlich weitere Gründe hinzu. So zum Beispiel Steuer- und Sozialversicherungsbetrug, falls die Scheidungs gar nicht offiziell eingereicht wurde, sondern das Paar nach außen vorgibt, ehelich zu leben. Gesetzlich ist es so, dass ab dem nächsten Kalenderjahr, das der Trennung folgt, die Partner steuerlich getrennt veranlagt werden und keine ehelichen Vorteile mehr genießen. Wer dies entgegen der tatsächlichen Trennung dennoch nutzt, begeht Steuerhinterziehung und schadet der Solidargemeinschaft. Auch die kostenlose Mitversicherung bei der Krankenkasse würde enden, wenn keine eheliche Gemeinschaft mehr vorliegt.

Weitere Gründe für eine längere Getrenntlebendenzeit als unvermeidbar können zum Beispiel sein, dass die beiden sich noch gar nicht entschieden haben, sondern erst einmal eine "Auszeit nehmen" oder "Trennung auf Probe" leben oder irgendwelchen ähnlichen Modelle. Es kann auch sein, dass aus anderen Gründen wie Kindern oder Finanzen eine Scheidung noch nicht eingereicht wurde.

Sinnvoll wäre es daher, dass Getrenntlebende sehr pro-akiv angeben, wann sie sich getrennt haben und wann die Scheidung eingereicht wurde. Wer nicht einmal die Scheidung eingereicht hat...
 
  • #8
Hallo EP

Ich plädiere dafür dass sich EP nicht durch einige hier geäusserten drastischen Ansichten irritieren lässt. Der Status ist klar: Getrennt von Tisch und Bett, aber eben nicht geschieden.

Alles weitere, also ob die Beziehung verarbeitet ist oder nicht, ob tatsächlich eine Trennung stattgefundent hat etc.pp. kann egal wie nicht klassifiziert werden. Schon gar nicht in Zeiten in denen sehr viele Beziehungen nicht mit einem Trauschein besiegelt werden.

Wenn der Status angegeben wird können ja die Vorurteilsbehafteten den Löschknof drücken. Der grosse Rest kann wie bisher auch sich den Menschen anschauen und die näheren Umstände klären- was ich übrigens bei jedem empfehlen würde, egal wie der formale Status ist.

Das krasseste Date das ich je hatte war eine Dame die eine 2-Jährige Beziehung ohne Trauschein auch 10 Jahre später nicht verwunden hatte. Die war formal ledig aber schlimmer als jede getrennt lebende die ich getroffen hatte.

Und noch enes: wenn Ihr diese Möglichkeit rausnehmt- also wie von manchen radikalen hier gefordert getrennt lebende gar nicht mehr akzeptiert- na dann wird eben doch gelogen, obwohl das wirklich kein Thema sein sollte.

Ich kann auch alle getrennt lebenden hier trösten: Ich hatte seinerzeit keinen Schub an Antworten oder Anfragen nachdem ich meinen Status endlich ändern durfte (wenns nach mir gegangen wäre wäre meine Scheidung schneller gelaufen, aber die Mühlen der Bürokratie und der Gerichte laufen halt recht langsam). Es gab schlichtweg keinen Unterschied in der Resonanz- es scheint also nicht allzuviele radikalausschliesser zu geben.
 
  • #9
Ich weiss ja nicht wie oft es noch kommuniziert werden soll, dass eine Scheidung die in einem Jahr durch ist, im Promillebereich liegt.

Ebenfalls diese ewigen Unterstellungen von Steuerbetrug. Das ist so dämlich.

Vielleicht sollten sich Menschen, die so gar keine Ahnung von Scheidungen haben mit Interpretationen etwas zurückhalten.

(43)
 
G

Gast

  • #10
Wer schon getrennt lebt, also in einer anderen Wohnung als sein Nochehepartner, hat sich doch fast immer schon jahrelang durch eine unglückliche Ehe gelitten. Wenn die räumliche Trennung erfolgt, gibt es fast nie mehr ein Zurück. Natürlich lernt man einen Getrenntlebenden nicht in seiner einfachsten und glücklichsten Lebensphase kennen. Wenn man aber in einer schwierigen Lebensphase zusammenfindet und zusammenbleibt, hat man schon einen wichtigen Test für die Zukunft bestanden. Wichtig ist eher, zu wissen, dass das Scheidungsverfahren konsequent betrieben wird und nicht "irgendwann mal" der Scheidungsantrag eingereicht wird. Da zumindest das Trennungsjahr abgewartet werden muss und ein Scheidungsverfahren noch locker ein bis zwei Jahre dauern kann, würde ich eher skeptisch werden, wenn jemand drei Jahre nach der Trennung von seinem Ehepartner noch keine neue Beziehung eingegangen ist.
 
  • #11
Ebenfalls diese ewigen Unterstellungen von Steuerbetrug. Das ist so dämlich.
Was genau ist daran "dämlich"?

Behauptest Du, dass es nicht stattfindet?
Behauptest Du, dass die steuerliche Regelung anders ist, als von mir dargestellt?

Ganzvieel getrenntlebende Paare nutzen noch die eheliche Steuerklasse, ob wohl sie es längst nicht mehr dürften. Hier müsste dringend eine Verbindung zwischen Familiengerichten und Steuerfahnung etabliert werden.
 
  • #12
Ich weiss ja nicht wie oft es noch kommuniziert werden soll, dass eine Scheidung die in einem Jahr durch ist, im Promillebereich liegt.
Eben- das sind dann die Eil-Scheidungen die nur in ausnahmefällen möglich sind. Zur Info: Die Gerichte fangen die Terminplanung erst an wenn das Trennungsjahr rum ist. Das ist nicht wie den Führerschein zu machen und dann am Stichtag abzuholen. ALLE, also auch zum Beispiel die Rentenkontenklärung werden erst NACH dem Trennungsjahr angeschoben da erst dann nach dem gesetz davon ausgegangen wird dass der Wunsch nach Scheidung aufrecht erhalten wird. Unter Zwei Jahren ist kaum eine Scheidung zu haben. Selbst dann nicht wenn alles vorab geklärt und Notariell beglaubigt ist, der Scheidungsakt nur noch eine reine Formalie in 10 Minuten ist.
 
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Gast

  • #13
Ich habe in meinem Profil konkret geschrieben, dass ich keinen Kontakt mit einem "Getrennt lebenden" aufnehme und auch von keinem "Getrennt lebenden" kontaktiert werden möchte. Dennoch kontaktieren mich immer wieder "Getrennt lebende".
Klar. Da in Deinem Profil der Begriff "getrennt lebend" auftaucht, provozierst Du Anschreiben von Getrenntlebenden regelrecht. Lass dieses Ausschlusskriterium einfach raus, und Du wirst sehen, das Dich weniger Männer dieser Gruppe anschreiben.

Ganz lässt sich das aber nicht vermeiden, da es ab einer bestimmten Altersgruppe haufenweise Getrenntlebende gibt.
 
  • #14
@Fredericka
Ganzvieel getrenntlebende Paare nutzen noch die eheliche Steuerklasse, ob wohl sie es längst nicht mehr dürften. Hier müsste dringend eine Verbindung zwischen Familiengerichten und Steuerfahnung etabliert werden.
Diese Verbindung gibts längst, aber ich weiss nicht was das bringen sollte, wer sich nicht scheiden lässt hat ja auch nix mit dem Familiengericht zu tun. Oder meinst Du eher die Verbindung der Einwohnermeldeämter mit dem Finanzamt?

Ich kann Dir sagen wieso das nie geschehen wird: Dann müsste nämlich höchstrichterlich geklärt werden wieso zum Teufel die Eltern unabhängig vom formellen Status Unterhaltspflichtig sind aber nach einer Scheidung steuerlich behandelt werden als ob Sie keine Kinder hätten.
Hast ja Recht, formal ist es Steuerhinterziehung. Nur dass in diesem Falle der Staat dramatisch den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt. Deshalb halte ich das in diesen Fällen für moralisch vertretbar- schon gar weil der Staat ja auch nicht wirklich ohne Orwellsche Methoden kaum unterscheiden kann obs eine Fernbeziehung ist oder die beiden getrennt sind.
 
G

Gast

  • #15
Diesen Beziehungsstatus beseitigen wäre unfair. Wer getrennt lebt und auf der Suche ist, sollte auch das Recht haben das zu offerieren. Wenn das Gegenüber das nicht möchte, hat es ja die Möglichkeit, sich nicht darauf einzulassen. Ansonsten wäre wirklich Lug und Trug jede Tür geöffnet. Wie sollte das überhaupt praktiziert bzw. kontrolliert werden? Möchte sich EP die Scheidungsurkunde vorlegen lassen?
w/45/ledig
 
G

Gast

  • #16
Ganzvieel getrenntlebende Paare nutzen noch die eheliche Steuerklasse, ob wohl sie es längst nicht mehr dürften. Hier müsste dringend eine Verbindung zwischen Familiengerichten und Steuerfahnung etabliert werden.
Das ist doch komplett unsinnig. Nach der Scheidung kann der Kinderunterhalt teilweise und der Ehegattenunterhalt komplett von der Steuer abgezogen werden. Nach Aufrechnung der einzelnen Positionen ist der Status getrennt lebend eher nachteilig.
 
G

Gast

  • #17
[mod: Anfeindungen gekürzt]
Jeder getrennt Lebende hat seine individuelle Situation, die es natürlich immer vor dem Draufeinlassen zu checken gilt.
In jeder Personengruppe gibt es "schwarze Schafe"´, sowohl bei getrennt Lebenden als auch bei Singles (...auch beziehungsunfähige Dauersingles können schnell zu einer großen Enttäuschung werden).

Mein Fazit (...und nicht Rat)
Getrennt Lebende sind kein Dogma, jede Situation ist anders. Also warum nicht!
Als getrennt Lebender ist es für das gegenseitige Verständnis vielleicht auch besser sich einen Partner in gleicher Situation zu suchen (...aber wie das Leben so spielt :)

m49
 
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Gast

  • #18
Ganzvieel getrenntlebende Paare nutzen noch die eheliche Steuerklasse, ob wohl sie es längst nicht mehr dürften. Hier müsste dringend eine Verbindung zwischen Familiengerichten und Steuerfahnung etabliert werden.
Ja, ja, die Welt ist voller Lug und Betrug. Aber ist Steuerfahndung hier das Thema? Wenn Dir der Status "getrennt lebend" nicht zusagt, dann ignoriere doch einfach die Anfragen.

Andere interessieren sich vielleicht für einen Getrenntlebenden und werden glücklich damit. Man kann Menschen nicht über einen Kamm scheren, und es kann uns auch nicht jede Hürde aus dem Weg geräumt werden.
 
  • #19
Dann müsste nämlich höchstrichterlich geklärt werden wieso zum Teufel die Eltern unabhängig vom formellen Status Unterhaltspflichtig sind aber nach einer Scheidung steuerlich behandelt werden als ob Sie keine Kinder hätten.
Ist das so? Ich denke nein.

Geschiedene Elternteile werden meines Wissens ganz genauso behandelt wie nicht-eheliche Elternteile, die nie verheiratet waren. Das bedeutet, einer von ihnen bekommt durchaus den Kinderfreibetrag (ob er hälftig geteilt werden kann, weiß ich nicht), aber beide natürlich die Steuerklasse 1. Logisch, wie auch sonst?

Was genau meinst Du mit "behandelt werden, als ob sie keine Kinder hätten"? Interessiert mich ehrlich! Was übersehe ich? Was ändert sich?

Hast ja Recht, formal ist es Steuerhinterziehung.
Nicht nur formal. Ehegattensplitting gilt eben nur für Ehegatten. Das hat mit Kindern zunächst rein gar nichts zu tun und damit auch nicht mit Deiner Beschönigung von Steuerhinterziehung. Wer die Trennung vollzogen hat, darf ab dem folgenden Kalenderjahr kein Splitting und keine Zusammenveranlagung mehr nutzen, er hat auch nicht mehr die eheliche Steuerklasse, sondern beide wieder Steuerklasse 1. Das ist geradlinig und gerecht gegenüber allen Ledigen und Geschiedenen. Oder etwa nicht?

schon gar weil der Staat ja auch nicht wirklich ohne Orwellsche Methoden kaum unterscheiden kann obs eine Fernbeziehung ist oder die beiden getrennt sind.
Na ja, der Staat kann das ganz einfach, sobald die Eheleute offiziell angeben seit wann sie getrennt sind. Dieses Datum müsste nur dem Finanzamt automatisch mitgeteilt werden, auch nachträglich, und dann zur Neuveranlagung führen.

Außerdem ist es ja bei vielen Gesetzen so: Erschwerte Verfolgbarkeit rechtfertigt nicht den Verstoß.
 
  • #20
Nach der Scheidung kann der Kinderunterhalt teilweise und der Ehegattenunterhalt komplett von der Steuer abgezogen werden.
Ersteres bezweifle ich doch stark. Warum sollte Kindesunterhalt von der Steuer abgezogen werden können? Das ist meines Wissen faktisch nicht der Fall und wäre ja auch völlig widersinnig. Schließlich müssen alle Eltern, also auch die in intakten Familien, ihre Lebens- und Haushaltskosten vom Netto bestreiten. Auch intakte Familien können Essen und Kindeskosten n icht von der Steuer absetzen.

Dass Ehegattenunterhalt absetzbar ist, liegt daran, dass jedes Einkommen nur einmal besteuert wird und in diesem Falle der Empfänger des Unterhalts steuerpflichtig ist. Das hat also alles seine Richtigkeit und ist gerecht gegenüber Ledigen und Verheirateten.

Nach Aufrechnung der einzelnen Positionen ist der Status getrennt lebend eher nachteilig.
Wenn alle Beteiligten sich gesetzestreu verhalten, dann ist getrenntlebend etwa so wie geschieden. Und so soll es ja auch sein.
 
  • #21
Ja, ja, die Welt ist voller Lug und Betrug. Aber ist Steuerfahndung hier das Thema? Wenn Dir der Status "getrennt lebend" nicht zusagt, dann ignoriere doch einfach die Anfragen.
Genau das mache ich und bin ja auch glücklich damit. Ich rufe alle diese Getrenntlebendenthreads nicht ins Leben.

Treffe ich auf ein Profil mit der Angabe "getrenntlebend" so clicke in sofort auf "Profil löschen" und fertig. Erspart sehr viel Ärger und Sorgen. Sollten alle so machen -- außer Getrenntlebende natürlich, die unter Ihresgleichen bleiben sollten.
 
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Gast

  • #22
@5 Björk: Das einzige Argument das verheiratete/getrennt lebende Männer (und Frauen?) meiner Erfahrung nach akzeptieren, ist, wenn Du ihnen sagst, dass Du heiraten möchtest. Das ist wertneutral und sie begreifen dann auch ihren Familienstatus, nämlich, dass sie bereits verheiratet sind. Ansonsten geben sie "immer alle" vor, dass ihre Ehe aus diesen und jenen, weshalb und deshalb, Gründen bedeutungslos ist und keinerlei Einfluß auf eine neue Beziehung hätte.

Meine Lösung finde ich nach vielen, vielen Gesprächen auch deshalb elegant, da sie niemanden verletzt, der Andere sich sogar geschmeichelt fühlt und heilfroh ist, mich gleich los zu sein, denn eine Frau die heiraten will, ist das Letzte was ein bereits verheirateter Mann sucht. ;-)

w/49
 
G

Gast

  • #23
Das ist meines Wissen faktisch nicht der Fall und wäre ja auch völlig widersinnig. Schließlich müssen alle Eltern, also auch die in intakten Familien, ihre Lebens- und Haushaltskosten vom Netto bestreiten. Auch intakte Familien können Essen und Kindeskosten n icht von der Steuer absetzen..
Da sind ja gleich mehrere Fehler drin. Kinderunterhalt ist teilweise absetzbar oder bzw. Steuerersparnis statt Anrechnung des Kindergeldes.

Bei getrennten Wohnsitzen Kosten für zweite Haushaltsführung. Beim Staat bekommen nach der Scheidung beide Elternteile Familienzuschlag. Finanziell lohnt es sich nur in ganz seltenen Fällen, sich nicht scheiden zu lassen.
 
  • #24
Liebe "22". Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder zu heiraten. Ich habe den Fehler einmal gemacht und daraus gelernt. Einen Versorger brauche ich bei meinem guten Job auch nicht. Und im übrigens würde es mir total widerstreben, mich versorgen zu lassen. Ich habe nie mit einem Mann ein gemeinsames Konto gehabt, und daran wird sich auch nichts ändern.
Ich will keinen Getrennt lebenden Mann als Partner, weil so einer noch gebunden ist - emotional, finanziell, juristisch, sozial etc. In Deutschland ist eine Schidung mit dermaßen viel Formalitäten, Ärger, Kosten und Zeitaufwand verbunden, dass ich nicht willig bin, aus der Seitenposition das alles mit durchzumachen.
Erst wenn eine Scheidung sauber stattgefunden hat, ist man meiner Meinung wieder parat, eine neue Partnerschaft einzugehen. Ich will doch nicht eine neue Partnerschaft eingehen in dem Wissen und Gefühl, dass der andere noch viele Probleme bewältigen muss, die uns belasten können.
Ich glaube, dass viele der Getrennt lebenden, die sich bei EP (und anderen Partnerbörsen) tummeln, einfach jemanden als Lösung gegen Einsamkeit suchen, ohne daran zu denken, dass erst einmal ganz andere Hürden anstehen. Zu so einem Missbrauch bin ich mir zu schade!
 
G

Gast

  • #25
Der Beziehungsstatus sagt nun wirklich nur aus, wie das juristrische so grad ist. Über den Menschen sagt das, wie so oft , nicht viel.Für mich ist das kein Ausschlußkriterium.
 
G

Gast

  • #26
... mindestens ein gutes Jahr lang "getrenntlebend" sein. Diese Zeitspanne ist aber auch angemessen, um eine gescheiterte Ehe und die Belastungen einer Trennung zu verarbeiten. Schneller sollte ohnehin niemand nach einem neuen Partner suchen, der einmal einem anderen Menschen die ewige Treue geschworen hat.

... Steuer- und Sozialversicherungsbetrug, falls die Scheidungs gar nicht offiziell eingereicht wurde, sondern das Paar nach außen vorgibt, ehelich zu leben. ..
"Ewige Treue" ?! - Meinen Informationen zufolge ist die Ehe seit längerem eine zivile Einrichtung. (d.h. auch Standesämter dürfen eine Ehe schließen und nicht nur die katholische Kirche)

Versicherungsbetrug bei fehlendem Ehevollzug? Aber hallo, der Gesetzgeber bindet die steuerlichen Vorteile einer Ehe immer auch an sehr umfassende gegenseitige Verpflichtungen, wieso sollte jemand, der dazu im Zweifel auch bereit ist, betrügen? Ein gemeinsamer Haushalt ohne regelmäßigen Ehevollzug wäre damit automatisch auch 'Betrug' ? (Die Realität sieht allerdings anders aus: wer nur einen gemeinsamen Haushalt führt, muss im Zweifel nachweisen, dass er nicht zusammenlebt.)

Was 'getrennt leben' tatsächlich bedeutet - lässt sich immer nur im Einzelfall entscheiden, jedenfalls wenn frau sich ideologiefrei darüber informieren möchte.
 
  • #27
Um auf die Frage von EP zurück zu kommen, ich finde es gut und richtig, dass der Familienstand " getrennt lebend" auf alle Fälle in der Auswahl bleibt. Auch wenn einige sich benachteiligt fühlen davon ist doch die dahinterstehende Tatsache für eine Beziehungsanbahnung durchaus relevant und der mögliche zukünftige Partner muss darüber Kenntnis haben und selber entscheiden, ob er bereit ist sich dieser Situation auszusetzen. daher bitte lassen Sie diese Wahlmoglichkeit unbedingt bestehen. Und jeder der sich defamirt fühlt dadurch hat es ja selber in der Hand seinen Familienstatus zu ändern.
 
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Gast

  • #29
M/54
Getrennt heißt auf "Dauer weder Tisch noch Bett gemeinsam" die Definition ist nicht schlecht.
Ich kenne ein seit 20 Jahren glückliches Paar, von dem fast jeder denkt, sie sind verheiratet. Dem ist aber nicht so: Sie bekommt ihre Witwenrente, er ist von seiner Ehefrau seit 30 Jahren getrennt.
Gründe kann es für eine NUR Trennung viele geben, Kinder, komplizierte Vermögensverhältnisse, Status wahren und viele andere.
Geschiedene können "Kröten" sein, getrennte "verzauberte Prinzen" (siehe oben) sein.

Es wird jetzt kompliziert: Ich selbst bin getrennt und geschieden. Lebe aber mit meiner geschiedenen Frau und unseren Kindern zusammen in einem großen Hause. Eine Tischtrennung liegt allerdings nicht vor. Bin ich getrennt? Ich sehe es so. Geschieden bin ich, das dauerte seinerzeit übrigens nur 7 Monate mit einem gemeinsamen Anwalt. Steuerlich wäre únsere Situation übrigens besser, wenn wir getrennte Haushalte hätten.
Was bin ich jetzt? Geschieden ja, das Urteil liegt in der Schublade.
Als Status gebe ich getrennt an, obwohl ich geschieden bin. Aber bin ich wirklich getrennt (wegen des oft gemeinsamen Tisches)?
Bin ich Kröte oder Prinz? Wer kann mir da weiterhelfen? M/54
 
  • #30
Getrennt zu leben, das ist nur akzeptabel, wenn die ges. vorgeschriebene Trennungszeit (mind. 1 J., oder - bei Weigerung eines der Partner - länger) noch nicht abgelaufen ist.

Es ist eine persönliche Entscheidung der Betroffenen, wenn sie sich während dieser ungeklärten Zeit (wieder) auf Partnersuche begeben. Jeder so, wie er will. Ich kann nur von mir sagen, dass mir damals auf keinen Fall danach war. Bei uns gab es keinen Rosenkrieg, aber ich hatte wirklich andere, lebenswichtigere Sorgen, als einen neuen Mann zu finden.

Alle Gründe, die sonst noch angeführt werden, warum man getrennt und nicht geschieden ist, sind Ausschmückungen, Ausreden, Bequemlichkeit oder was auch immer. Wer wirklich klare Verhältnisse will, der schafft diese auch real herbei.

Natürlich muss sich niemand scheiden lassen und kann auch getrennt bleiben. Ist für mich persönlich bedeutungslos, was andere Menschen machen. Betroffene sollten sich aber auch nicht beschweren, wenn ihre Chancen auf eine ernsthafte Partnerschaft dadurch sinken.

Ich gehe natürlich hier immer von ernsthaft Suchenden aus. Affairensucher(innen) verstehe ich eh nicht. Muss ich ja auch nicht.

Man soll ja nie NIE sagen, aber mir fällt z. Zt. wirklich kein Grund ein, warum ich online mit einem Getrenntlebenden in Kontakt treten sollte.

Von welcher Seite man es auch betrachtet, es ist eben schwierig. Und wer schon einmal ene Trennung hinter sich hat, ist selten scharf darauf, das noch einmal zu erleben, auch wenn man nur Zuschauer ist.