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  • #1

Guter oder grottenschlechter Sex!? Was ist schlecht?

Da ich jetzt in 2 oder 3 Antworten gelesen habe, dass es Männer und auch Frauen gibt, die angeblich schon "grottenschlechten Sex" hatten, würde mich mal ernsthaft interessieren, was ihr da so "Grottenschlechtes" erlebt habt!?
Ich habe nämlich eigentlich immer das Gefühl, dass die meisten Männer nicht viel "Performance" brauchen, um total auszuflippen!? Hm? Sagt Ihr auch bei schlechtem Sex, dass es der Wahnsinn ist oder es sich alles so toll anfühlt? Bin irgendwie so ein bisschen verunsichert.
Mein schlechtestes Erlebnis mit einem Mann hatte ich mit einem, der so gar keine Rückmeldung gab, wo er sich auf der Erregungskurve so gerade befindet und einfach plötzlich ohne auch nur einmal einen Ton zu sagen oder heftiger zu atmen "fertig" war. Das war echt schlecht!!
w, 38
 
  • #2
Ich selbst hatten noch keinen generell schlechten Sex mit einem Partner. Ich war aber auch immer verliebt, wir haben zusammengepasst und waren ganz normale Menschen.

Ich habe von einigen Männern gehört, das es Frauen gibt, die zu passiv sind. Das ist wohl für viele Männer das Hauptproblem, wenn es denn eines gibt. Wenn sie einfach nur daliegt und ihn machen lässt, dann bringt das eben wenig Spaß. Etwas Körperspannung, Bewegung, zärtliche Aktivitäten und Initiative gehören eben dazu. Das zweite Hauptproblem sollen zu prüde Frauen sein, die nur im Dunkeln und unter der Decke den Akt vollziehen, sich nicht gerne nackt zeigen und verklemmt agieren.

Für Frauen ist das Hauptproblem mit Männern wohl, dass manche gefühlskalt und ohne Vorspiel einfach rüber wollen und es einfach nicht gewohnt sind, Zärtlichkeiten auszutauschen, eine Erregungskurve aufzubauen und es daher nicht schaffen, ihre Partnerin wirklich zu befriedigen, sondern sie regelrecht nur benutzen.

Ansonsten entsteht schlechter Sex wohl meist dadurch, dass die Sexualpartner einfach nicht zusammen passen. Da sollte man nicht über den jeweils anderen herziehen, sondern akzeptieren, dass man inkompatibel ist. Ich bin aber zugleich fst überzeugt, dass eine solche Inkompatbilität immer auch in anderen Facetten gegeben ist und man es schon lange vor dem Sex merken könnte, wenn man sich in der Beziehungsanbahnung nur genug Zeit ließe und fein genug auf Lebenseinstellung, Vorlieben, Charakter achten würde.
 
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  • #3
Der Sex mit meinem Ehemann war schlecht. Als ich ihn kennenlernte, hatte ich die Hoffnung, er lernt noch etwas und ich war einfach sehr verliebt und wollte mit ihm eine Bezihung führen. (Insoweit nach Frederika-Rezept alles in Ordnung. Erst Beziehung, dann Sex.)
Er lehnte es ab, zu lernen: "Ich bin doch kein kleiner Junge mehr!" und hielt seine erotischen Künste für ausreichend. Was das konkret hieß?
Er mochte keinen Oralsex, weder aktiv noch passiv.
Er hatte - trotz Vorspiel - ein unangenehme und rücksichtslose Art, in mich einzudringen, die mir Schmerzen bereitet hat.
Ihm fehlten Lockerheit, Sinnlichkeit und spielerisches Herangehen und er lehnt jede Art von Beschäftigung mit Sex - darüber reden, erotische Geschichten, ausprobieren - ab und agierte wie im autistischen Blindflug.
Der zweite Kandidat mit dem ich so etwas erlebt habe, war hoffnungslos gestört. Er konnte nicht streicheln und wollte selbst nicht zärtlich berührt werden (das wäre schwul). Das Vorspiel glich einem Gemetzel. Er riß mir die Kleider vom Leib, griff hart zu, kniff, biß und kratzte, so daß ich hinterher voller Hämatome war. Richtig potent war er nur, wenn ich ihm einen geblasen habe. Mich hinterher anders zu befriedigen. lehnte er ab, eine sexuell erregte Frau fand er ekelhaft.
Wenn es denn zum Sex kam, von dem ich auch etwas hätte haben können, dauerte der Akt ungefähr 20 Sekunden. Irgendwann haben wir es dann gelassen.
Dann gab es noch einen unterirdischen ONS. Ein netter Kollege mit einem traumhaften Körper, bodenständig, aber süß. Wir knutschten einen Abend und fuhren zu ihm. Er zog sich aus, legte sich zu mir ins Bett, rollte auf mich rauf, bewegte sich 10 Sekunden in mir, grunzte leise und rollte wieder runter. Das wars. Ich muß ihn angesehen haben wie ein Auto und hätte fast laut losgelacht. So was hatte ich noch nicht erlebt.

Mein Freund erzählte mir von seiner Ex. Er wäre sehr verliebt in sie gewesen und als sie dann miteinander im Bett waren und sie nach dem Sex unter die Dusche ging, überlegte er allen Ernstes, heimlich zu gehen, so enttäuscht und entsetzt war er. Sie war lustlos, uninspiriert, kaum zu erregen und ließ alles über sich ergehen. Das änderte sich auch in den Jahren danach nicht. Penetration ließ sie widerwillig zu - das bringe ihr nichts - war zu jeder Zeit des Zyklus nur mit Kondom zulässig und wurde nach ein paar Jahren von ihr gänzlich abgelehnt. Experimente lehnte sie auch ab. Eine Weile ließ sie sich von ihm oral befriedigen und rubbelte ihm hinterher einen runter, was er haßte. Später hatten sie dann gar keinen Sex mehr.
 
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  • #4
Ich habe von einigen Männern gehört, das es Frauen gibt, die zu passiv sind. Das ist wohl für viele Männer das Hauptproblem, wenn es denn eines gibt. Wenn sie einfach nur daliegt und ihn machen lässt, dann bringt das eben wenig Spaß. Etwas Körperspannung, Bewegung, zärtliche Aktivitäten und Initiative gehören eben dazu. Das zweite Hauptproblem sollen zu prüde Frauen sein, die nur im Dunkeln und unter der Decke den Akt vollziehen, sich nicht gerne nackt zeigen und verklemmt agieren.
Frederika hat mal wieder Recht. Ich erinnere mich ganz dunkel an eine Frau, die einfach nur da lag. Kein Begehren, keine Regung, kein Gefühl. Da hätte ich auch eine Gummipuppe nehmen können. Das andere Problem sind wirklich Frauen, die nur im Dunkeln im Schlafzimmer Sex wollen. Das ist auch mal schön, aber doch nicht immer. Ich möchte dann auch mal was Neues probieren, Sex auf dem Küchentisch oder z.B. draußen auf einer Waldwiese (wenns warm ist). m, 56
 
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  • #5
Also grottenschlechten Sex hatte ich 1x mit einer recht hübschen 20-jährigen Bekannten. Wir haben gequatscht, dann ging sie plötzlich raus, kam nur mit einem langen Kleid bekleidet zurück, legte sich auf die Couch, und hat das Kleid hochgezogen. Dann hat sie sich die ganze Zeil lang nicht mehr gerührt, und keinen einzigen Muks mehr bemacht bis ich fertig war. Dannach hat sie mich gefragt ob ich zufrieden sei. War ich ja auch, irgendwie, fertig zu sein. Eine Stunde später wollte sie das Ganze auf dem Bett wiederholen. Ich hatte leider keine Zeit mehr, ist mir gerade noch eingefallen ...
 
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  • #6
Oh ja, ich hatte schon grottenschlechten Sex... Hat sich schon im Vorspiel angebahnt und dann weiter durchgezogen. Vorspiel: reine Penetration der primären erogenen Zonen, ohne zu verstehen, dass eine Frau auch gerne an anderen Stellen berührt wird. Sanfte Hinweise werden nicht verstanden. Der Akt selber ist dann nach gefühlten 30 Sekunden vorbeigewesen. Einmal rein-raus und fertig. Mehr war nicht drin....

Und ja - gegenseitige Verliebtheit war vorhanden. Es hat fast einen Monat kennen lernen, knutschen, streicheln, etc. gedauert, bis wir "zur Sache" gekommen sind. Leider verbesserte sich der Sex nicht (trotz lieber Gespräche und vieler Versuche), da war es dann auch relativ schnell um meine Verliebtheit geschehen, NOGO.
w
 
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  • #7
Grottenschlecht ist, wenn der Mann passiv ist und sich bedienen lässt und obendrein Hinweise gibt was er gerade schlecht findet.
 
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  • #8
Als schlechten Sex bezeichne ich,Inaktivität,Nehmen aber nicht Geben,eigene Vorlieben erfüllt bekommt wollen,aber die des anderen strikt ablehnen,zu lange oder zu kurz,so gänzlich lautlos,am ende den anderen für das Dilemma verantwortlich machen oder sogar verhöhnen.
Auch wenn man verliebt ist,wenn der Sex aus solchen Gründen keinen Spaß macht-mutiert man selbst zum sexuellen Langweiler,bringt es zu ende(manchmal auch nicht) und geht kommentarlos.
Einige Frauen neigen aber auch dazu,ihre zum Teil selbst misserable Hingabe,nicht ausreichende sexuelle Erfüllung und Frust mit direkten negativ Betitelungen(zB.Schlappsch..),den Mann zu kränken.Kenne ich umgekehrt so nicht und habe es auch noch nie von Männern über Frauen gehört.
Wenn es nicht zusammen paßt,bleibt es eben für Männer bei diesem einen mal und basta.Man/n fühlt sich weder ausgenutzt noch bekommt man eine Krone aufgesetzt für die sexuelle Leistung,aber das scheinen viele Damen genau umgekehrt zu sehen.Ich glaube sie meinen mit Sex zulassen sind sie automatisch gut,nur weil Mann kein negativ Feedback gibt!
Entweder es passt oder passt nicht,daß ist mit dem Sex genauso wie mit der Liebe.Liebt man, ist der Sex nicht automatisch grandios,langfrisig können aber die meisten damit besser Leben,als mit grandiosem Sex ohne Liebe.

m49
 
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  • #9
Gut, schildere ich halt mal den grottenschlechtesten Sex meines Lebens.

Zuerst aus der Sicht der Frau:

Irgendwie ist der Typ komisch. Anfangs dachte ich noch, er will sich erst noch von seiner Frau oder Freundin trennen, er weiß ja daß ich Wert auf Treue lege. Als Affäre bin ich mir zu schade, so lange er sich nicht getrennt hat, läuft da nix mit Sex. Aber ich halte ihn nun schon vier Wochen hin, und noch immer kein Wort von Trennung. Am besten, ich fahre mit ihm übers Wochenende weg, dann muß er ja Farbe bekennen. Ja, und dann liegen wir da im Bett, und er streichelt nur ein bißchen an mir herum. Hat wohl Schiß, daß ich seinen Treuebruch mißbillige. Deshalb läßt er mich jetzt den Anfang machen, dieser Feigling. Nee nee, das wird nix mit uns, mein Freund.

Und jetzt aus der Sicht des Mannes:

Sie hält mich hin, und ich weiß nicht warum. Wir verstehen uns gut, sind beide konsequent treu, ich hatte mich sogar schon getrennt bevor ich sie überhaupt ansprach. Nur sie scheint irgendwie ein Problem zu haben, spricht aber nicht darüber, ich hab's schon ein paarmal versucht, immer nur „ach nichts”. Dann will sie mit mir übers Wochenende wegfahren. Endlich reden? Weit gefehlt: sie bietet mir Sex an. Wie bringe ich ihr bei, daß ich das nicht will? Ohne sie zu kränken? Wenn sie doch nur endlich sprechen wollte. Ich streichle sie jetzt in den Schlaf, und morgen sehen wir weiter.
 
  • #10
Nun muß ich auch aus dem Nähkästchen plaudern: Ich war mal ein paar Monate mit einer Frau zusammen, die sich, wenn sie kam, vor Lachen bog. Kam Sie nicht, wurde sie dagegen stocksauer und übellaunig. Da wir nicht eingespielt waren und auch nicht wurden, kamen wir natürlich nie zeitgleich. Also hatte ich nun ein handfestes unauflösliches Problem. Kam sie vor mir und bog sich vor Lachen, war es für mich vorbei. Man kann nicht mit einer Frau schlafen, während sie sich kringelt, biegt und sich vor Lachen auf die Schenkel klopft. Kam ich vor ihr, kam ich wenigstens überhaupt, aber es danach auch nicht lustig.

Da wir nicht nur sexuell schwer kompatibel waren, löste sich das Problem mit der Beziehung auf.
 
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  • #11
<MOD: Nebenthema gelöscht. Bleiben Sie bei der Titelfrage!>

Interessanterweise haben übrigens viele mit ihren Ehemännern von Anfang an den schlechtesten Sex gehabt und irgendwann gar keinen mehr. Seltsam!?

w,38
 
  • #12
Interessanterweise haben übrigens viele mit ihren Ehemännern von Anfang an den schlechtesten Sex gehabt und irgendwann gar keinen mehr. Seltsam!?
w,38

Das ist, glaube ich, selektive Wahrnehmung. Wenn man mit dem Lagzeitpartner schlechten Sex hat, gibt man es halt irgendwann auf. Wenn man mit einem Kurzzeitpartner schlechten Sex hat, kommt es eben garnicht dazu.

Ich glaube, man sollte nicht zu tief in die Beziehung reinsteigen, bevor man weiß, ob es im Bett klappt. Es ist eben ein zu verborgener Bereich, auf den man aus anderem Verhalten keine Schlüsse ziehen kann.

Es schon vertrackt. Einerseits möchte jeder vermeiden, sexuell ausgenutzt zu werden, andererseits gibt es keine schlechtere Basis für eine lange Beziehung - auch wenn alles andere stimmt - als miesen Sex. Das ganze Gerede von "das ist garnicht wichtig" halte ich für Bullshit.
 
  • #13
...frage ich mich schon, wieso sich die hier Berichtenden überhaupt auf solche dramatischen Fehlgriffe einlassen konnten.

Nun wie soll man es vermeiden? Es steht den Menschen doch nicht auf die Stirn geschrieben, ob sie gerne im Bett die Peitsche schwingen oder rumliegen wie ein vertrocknetes Stück Knäckebrot. Das erfährt man, wenn es so weit ist. Und in der Regel, wenn es nicht gänzlich inkompatibel ist, wird man auf Besserung hoffen.

Ich glaube nicht, daß man vom sonstigen Verhalten auf das Sexualverhalten schließen kann. Stille Wasser können tief oder flach sein. Manche Schüchterne drehen im Bett auf und für andere wieder gilt, Hunde die bellen beißen nicht. Man sieht der "Verpackung" leider nicht an, was drin ist.
 
  • #14
Zusammenfassend kann man aus den bisherigen Antworten eines schliessen- schlechter Sex ist wenn einer nicht auf den anderen Eingeht, wenn lieblos drübergerutscht und nicht auf den anderen Eingegangen wird.

ist es vielleicht DOCH besser, erst mal ganz am Anfang Sex zu haben, dann ist die Enttäuschung nicht so groß, wenn man schon verliebt ist.
Nein! weil dieses resümee von oben ja auch besagt dass es an fehlendem Einfühlungsvermögen liegt, nicht dazulernen zu wollen, sich bedienen lassen, an verklemmtheit...

Nun, all das zeigen die allermeisten Menschen auch in anderen Lebensbereichen. Jemand der Rücksichtslos und Egoistisch agiert wirds auch im Bett tun. Jemand der Einfühlsam, lernbereit und locker ist wirds auch im Bett sein. Wir werden nicht im Rausch der Hormone zu einem anderen Mneschen- wir lassen allerhöchstens die Maske fallen.


<MOD: Wir bitten alle Teilnehmer, direkt beim Titelthema zu bleiben. Keine Nebenthemen eröffnen, auch nicht "wie früh Sex". Dazu gibt es mehr als genug andere Threads!>
 
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  • #15
Mein schlechtester Sex war mit meinem Ersten festen Partner. Das habe ich zwar immer gespürt, dass da irgendetwas nicht so stimmt, aber erst nachdem ich ihn verlassen habe, habe ich erfahren, dass ich Recht hatte. Er war im Bett ein Egoistischer, dominater Mann. Wenn ich gestreichelt werden wollte, so sollte ich ihn zuerst beglücken, ansonsten bekam ich keine Zärtlichkeit. Da ich jung gewesen bin, habe ich mich nicht einmal richtig "gewährt". Tja, das gehört jetzt der Vergangenheit an und seither sage ich, was ich wünsche. Die 2 Partner nach ihm habe meine Sprache verstanden, zum Glück. Schönen Sex sollte wir alle haben und ich gönn es jedem. aber auch schlechter sex gehört zu unseren Erfahrungen, schließlich haben wir somit gelernt, was uns nicht gefällt!
 
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  • #16
Die erste gemeinsame Nacht in einer zwanglosen Affaire war hervorragend: er ließ mir freie Hand, meine langjährig erprobten und todsicheren Verführungskünste an ihm "auszuprobieren". Es war ein wilde, wunderbare Begegnung; wir hatten am nächsten Morgen beide ein breites Grinsen im Gesicht und das Gefühl wie neu geboren zu sein.
Das machte Lust auf mehr... doch dann meinte er, nun den Ton angeben zu müssen und mir seine Leidenschaft zu zeigen, indem er wild und kraftvoll in mir herumrammelte. Zudem war er "zu lang" bzw. ich "zu kurz" für ihn gebaut, so dass es mir Schmerzen bereitete. Auch gab es kaum Stellungswechsel mehr, keine Verspieltheit, und das Schlimmste: er ließ mich nicht mal kommen. Er ignorierte mein Befinden völlig. Es war sozusagen ein sexuelles "Foul": Verhinderung von höchstem Genuß.
Das habe ich noch zweimal mitgemacht, und dann war es ganz schnell vorbei. Er wollte die Kontrolle nicht mehr abgeben. Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen der ersten und den folgenden Begegnungen.
 
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  • #17
Es steht den Menschen doch nicht auf die Stirn geschrieben, ob sie gerne im Bett die Peitsche schwingen oder rumliegen wie ein vertrocknetes Stück Knäckebrot. Das erfährt man, wenn es so weit ist. Und in der Regel, wenn es nicht gänzlich inkompatibel ist, wird man auf Besserung hoffen.

Habe ich in dieser Form nie erlebt - wenn jemand die 'Peitsche schwingen' wollte, dann war das zumindest andeutungsweise schon vorher klar. Und 'Knäckebrote' sind mir noch nie untergekommen ... da würde ich auch nicht auf Besserung warten.

Ich glaube nicht, daß man vom sonstigen Verhalten auf das Sexualverhalten schließen kann. Stille Wasser können tief oder flach sein. Manche Schüchterne drehen im Bett auf und für andere wieder gilt, Hunde die bellen beißen nicht. Man sieht der "Verpackung" leider nicht an, was drin ist.

Nun, die tiefgründigen stillen Gewässer scheinen mir doch eher rare Ausnahme zu sein. Vielleicht in jungen Jahren, aber ü50 sollten Mann/Frau schon wissen, was sie wollen. Und auch welchen Stellenwert Sexualität für sie einnimmt. Das ist sicher ein Vorteil des Alters, diejenigen, für die Sex keine Bedeutung (mehr) hat, transportieren das ziemlich eindeutig - und diejenigen, für die Sex wichtig ist, ebenso. Aber ein Zusammenhang zwischen sonstigem Verhalten und der Einstellung gegenüber Sexualität ist m.E. auf jeden Fall gegeben. Das fängt bei Äußerlichkeiten (wie kleidet sich ein Mensch - figurbetont oder unauffällig etc.) an und hört dort nicht auf, wo es darum geht, deutliche erotische Signale zu senden. Und: Auch wenn es der Moderation hier nicht zu passen scheint - der individuelle Stellenwert von Sexualität wird eben auch (!) durch die Bereitschaft, sich ohne Hemmungen darauf einzulassen (also relativ frühzeitig in einer Kennelernphase) offensichtlich.
 
  • #18
Zusammenfassend kann man aus den bisherigen Antworten eines schliessen- schlechter Sex ist wenn einer nicht auf den anderen Eingeht, wenn lieblos drübergerutscht und nicht auf den anderen Eingegangen wird.

Jemand der Rücksichtslos und Egoistisch agiert wirds auch im Bett tun. Jemand der Einfühlsam, lernbereit und locker ist wirds auch im Bett sein.

Beiden zitierten Aussagen kann ich voll zustimmen!

Mein letzter Partner hatte hin und wieder solche "egoistischen Phasen" (im Nachhinein denke ich, er hatte psychische Probleme) und dann war auch der Sex grottig und lieblos. Normalerweise war ich mit unserem Sexleben durchaus zufrieden. Aber wenn er so lieblos war, verging es mir recht schnell und es gab wochenlang gar keinen Sex.
 
  • #19
Nun wie soll man es vermeiden? Es steht den Menschen doch nicht auf die Stirn geschrieben, ob sie gerne im Bett die Peitsche schwingen oder rumliegen wie ein vertrocknetes Stück Knäckebrot.
Oh doch, da muss ich Dir aber bei aller sonstigen Wertschätzung ganz entschieden widersprechen.

+ Wer prüde und verklemmt ist, ist es auch schon bei Gesprächen und Witzen.
+ Wer krass drauf ist, ist es fast immer auch in anderen Bereichen.
+ Wer kreativ, leidenschaftlich, abwechslungsreich ist, ist es auch in anderen Bereichen.

Der Mensch ist in sich stimmig und hat keine Bruchstellen. Sexualverhalten und allgemeines Verhalten harmonieren fast immer miteinander. Wenn man sich gut genug kennenlernt, dann kann man solche Überraschungen weitestgehend vermeiden. Ich hatte bei meinen bisherigen Partner noch nie unliebsame Erfahrungen.

Ausnahme sind möglicherweise echte Fetische, die man nicht immer vorhersehen kann. Aber sobald man über Sex spricht und ein wenig scherzt, bekommt man eigentlich selbst das heraus und kann über solche Praktiken entweder gemeinsam lästern oder merkt, dass sich da mehr versteckt.

Mir kann niemand erzählen, dass ein dröger, einfallsloser, null-kreativer Mensch plötzlich im Bett der Kreativbolzen wird.

Ich glaube nicht, daß man vom sonstigen Verhalten auf das Sexualverhalten schließen kann.
Im Rahmen der normalen Menschen kann man das auf jeden Fall. Außerdem kann man ja auch noch miteinander sprechen...
 
  • #20
Grottenschlechter Sex mit einer Frau..? Gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Frau ist völlig passiv, oder Frau ist hyperaktiv bis hysterisch.. habe beides schon erlebt. Frau legt sich hin, bewegungslos, null Rückmeldung egal was ich tue, scheint keine einzige erogene Zone zu besitzen. Habe ein leicht nekrophiles Gefühl..

Oder sie redet pausenlos beim Akt, kommentiert alles was ich gerade mache, jeder Stoss, jede Zungenakrobatik, jede Berührung wird mit lauter Stimme und schrillen Schreien begleitet, sie gibt mir pausenlos Anweisungen.. glaubt mir liebe Frauen, sowas macht sogar einen Mann mit einem sehr hohen Testosteronspiegel wie mich innerhalb kürzester Zeit impotent und löst unweigerlich den Lachreflex aus..
 
  • #21
@#18 Frederika

Zunächst vielen Dank für die ansonsten entgegengebrachte und uneingeschränkt erwiderte Wertschätzung.

Zur Sache: Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft in der Mitte. Natürlich haben die meisten Menschen eine einigermaßen kohärente Persönlichkeit, so daß gewisse Rückschlüsse vom Normalkontakt auf das sexuelle Temperament möglich sind. Schlaftabletten werden nicht auf einmal zur Brausetablette, nur weil sich die Vorhänge schließen. Ob man aber darüber hinaus harmoniert, ob der andere irgendwelche merkwürdigen Gewohnheiten hat, ob er es "kann", wie es einem gefällt, muß man erleben. Manchmal sind es ja Kleinigkeiten, die einen nicht zueinander passen lassen.

Nun höre ich Dich schon sagen, an Kleinigkeiten könne man arbeiten und über kleine Probleme reden. Stimmt, erwidere ich, aber eben nur in einem gewissen Rahmen. Bestimmte Disharmonien erkennt man nicht vorab und sie lassen sich auch nicht durch Gespräch lösen. In der von mir (#9) aus eigenem Erleben geschilderten Konstellation war es so. Weder sieht man es einer Frau an, daß sie beim Orgasmus in schallendes Gelächter ausbricht und der eigene Orgasmus damit in unerreichbare Ferne rückt, noch läßt sich das mit guten Worten und gutem Willen abstellen.

Grundsätzlich aber widerspreche ich Deiner These nicht.
 
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  • #22
Frau legt sich hin, bewegungslos, null Rückmeldung egal was ich tue, scheint keine einzige erogene Zone zu besitzen. Habe ein leicht nekrophiles Gefühl

In etlichen der geschilderten Fälle (nicht in allen!) muß man wohl davon ausgehen, daß einer der Partner den Sex gar nicht wollte und hin- und hergerissen war, weil er/sie den anderen ja auch nicht kränken wollte. Und das führt dann eben zum geschilderten Totstell-Reflex. Ich warne dringend davor, solche Menschen dann als erotische Zumutung niederzumachen: würden sie den Sex wirklich wollen, wären sie wundervolle Partner.

Möglichst früher Sex, wie er von einigen propagiert wird („um zu wissen, wie der andere im Bett ist“), wäre hier keine Lösung, im Gegenteil.

Hintergrund des obigen „nekrophilen Gefühls” (hihi) könnte zum Beispiel sein, daß die Frau sich noch nicht sicher ist, ob der Mann nicht vielleicht einen Treuebruch begeht. Dafür will sie sich aber nicht hergeben. Sie wartet also auf ein klares Wort von ihm. Das kommt aber nicht, wie denn auch wenn er von solchen Gedanken nichts ahnt. Und falsch verdächtigen will sie ihn ja auch nicht.

Ein Vergnügen ist das für beide nicht, und man sollte den Akt dann auch nicht fortsetzen. Was von der Frau dann wiederum als kränkend empfunden werden kann ... ach, ich weiß nicht, warum können Menschen solche Hindernisse denn nicht schon im Vorfeld aus dem Weg räumen?
 
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  • #23
Im Rahmen der normalen Menschen kann man das auf jeden Fall. Außerdem kann man ja auch noch miteinander sprechen...

Frederika, ich bin ja selten mit Dir einer Meinung. Diesmal auch nicht.
Es mag durchaus sein, dass es Dir möglich ist, anhand des Charakters und des Gesamteindrucks eines Menschen auf sexuelle Kompatibilität zu folgern. Aber es ist nicht bei allen so (wie hier auch schon oft geschrieben, nur anscheinend nicht gelesen).
Vielleicht fehlt es manchen Menschen eben an Empathie, um das zu erkennen.
Es kann aber auch an ganz anderen Faktoren liegen.
So gibt es meiner Erfahrung nach Dinge, die ich beim Sex erschreckend finde, aber höflicherweise nicht erfragen kann, bzw auch nicht bemerken.
Es gibt Frauen, die sehr merkwürdige Töne beim Sex erzeugen können. Das kann sehr abtörnend sein. Der Körpergeruch und speziell Intimgeruch lässt sich bei Menschen mit normalen hygienischen Ansprüchen auch im vorab schlecht erschnüffeln. Ist aber dennoch sehr wichtig. Der Körpergeruch ist eines der wichtigsten sexuellen Lockmittel, an dem man (nach Ansicht einiger Wissenschaftler) auch die Kompatibilität erkennt,
Die ja schon mehrfach als ausserhalb des Normalen definierten Sexpraktiken (die aber sicher 50% dennoch mögen) lasse ich mal aussen vor.
 
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  • #24
@#6
Sie haben sicher Recht, das Meckern nicht das toll ist. Trotzdem müssen beide Parteien dem anderen zu verstehen geben, was ihnen wehtut oder nicht gefällt. Sonst wissen sie ja nicht, was ihnen gegenseitig gefällt oder missfällt. Natürlich macht dabei der Ton die Musik.
 
  • #25
In etlichen der geschilderten Fälle (nicht in allen!) muß man wohl davon ausgehen, daß einer der Partner den Sex gar nicht wollte und hin- und hergerissen war, weil er/sie den anderen ja auch nicht kränken wollte. Und das führt dann eben zum geschilderten Totstell-Reflex. Ich warne dringend davor, solche Menschen dann als erotische Zumutung niederzumachen: würden sie den Sex wirklich wollen, wären sie wundervolle Partner.

ach, ich weiß nicht, warum können Menschen solche Hindernisse denn nicht schon im Vorfeld aus dem Weg räumen?

Es hat sich vielleicht noch nicht in allen Gegenden Deutschlands herumgesprochen, Aber alle Menschen haben das Recht, das Wort NEIN zu benutzen. Des weiteren werden Frauen auch nicht gesteinigt oder als Hexe verbrannt, wenn sie an den Mann vor dem Sex bestimmte Erwartungen formulieren wie: Ich schlafe nur mit dir, wenn du nicht mit jemand anderen in der Beziehung bist.
Hinlegen und Lamm auf der Schlachtbank spielen ist verantwortungslos sich selbst und dem Sexualpartner gegenüber. Ich halte es sogar für eine sehr subtile Art passiver Aggression und das ist für mich eine menschliche Zumutung.
 
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  • #26
Dinge, die ich beim Sex erschreckend finde, aber höflicherweise nicht erfragen kann, bzw auch nicht bemerken.

Ach, was? Da man es höflicherweise nicht „bemerken”, geschweige denn aussprechen kann, nimmt man also in Kauf, dem anderen psychisch einen so schweren Schaden zuzufügen, daß er/sie sein/ihr Leben lang keinen unbefangenen Sex mehr haben kann. Was für ein absurdes Verständnis von Höflichkeit.

Natürlich muß man reden, darf sich nicht einfach nur enttäuscht abwenden und den anderen mit der Frage nach dem Warum hängen lassen - insbesondere, wenn es erst gar nicht zum Geschlechtsakt gekommen ist.

Ja, ich gebe zu, ich habe „ihr” den wahren Grund meines Zögerns auch verschwiegen, habe versucht, den Fehler ihres „unmöglichen” Sexangebots (ich bin die #8) wieder zurechtzubiegen, indem ich ihr Unpäßlichkeit meinerseits vorgespielt habe. Mit dem Ergebnis, daß sie mir jegliches Gespräch verweigerte und, offensichtlich zutiefst enttäuscht, stumm wie ein Fisch aus meinem Leben verschwand.
 
  • #27
Ach, was? Da man es höflicherweise nicht „bemerken”, geschweige denn aussprechen kann, nimmt man also in Kauf, dem anderen psychisch einen so schweren Schaden zuzufügen, daß er/sie sein/ihr Leben lang keinen unbefangenen Sex mehr haben kann. Was für ein absurdes Verständnis von Höflichkeit.

Meine Güte... Das hat doch (fast) jeder schon erlebt, dass sich eine Beziehung anbahnte, man einige Male miteinander schlief und aus irgendwelchen Gründen (ja, manchmal auch Sex) diese beginnende Beziehung doch nicht funktionierte und ziemlich schnell abgebrochen wurde. Wenn jeder, der so etwas schon erlebt hat, nie mehr unbefangen Sex haben könnte, dann wäre diese Welt sehr viel enthaltsamer. Meine Vermutung und Erfahrung ist, dass die allermeisten früher oder später über solche unschönen Erlebnisse hinwegkommen.

Du hattest offenbar ein solches unschönes Erlebnis. Du wirfst hier schon in mehreren Beiträgen der daran beteiligten Frau vor, sie hätte mehr mit Dir sprechen sollen. Aber es scheint so, als hättest auch Du nicht allzuviel zur Kommunikation beigetragen, sondern nur auf ihre Wortbeiträge gewartet. Falls das so war, dann hast Du doch aus diesem Erlebnis etwas gelernt: mehr reden und nicht nur darauf warten, dass der andere es tut. Dann wird es beim nächsten Versuch mit der nächsten Frau besser klappen. Viel Erfolg dabei.
 
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  • #28
Ach, was? Da man es höflicherweise nicht „bemerken”, geschweige denn aussprechen kann, nimmt man also in Kauf, dem anderen psychisch einen so schweren Schaden zuzufügen, daß er/sie sein/ihr Leben lang keinen unbefangenen Sex mehr haben kann. Was für ein absurdes Verständnis von Höflichkeit.

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Bitte erst den ganzen Post lesen und dann aufregen.
Es geht nicht darum, etwas zu verschweigen, nur wäre es sinnfrei, jemanden vor dem Sex zu fragen: was hast du eigentlich für einen Körper- oder Intimgeruch? oder: Bellst du beim Orgasmus?
Das erfragt man sicher nicht. Es kann aber beim Sex abstossend sein. Nicht für jeden. Ich verstehe auch keineswegs, wieso diese Person keinen unbefangenen Sex mehr haben kann, wenn ich beim Sex feststelle, dass etwas eben nicht passt, es nicht ausdrücklich erwähne, sondern nur, dass es nicht passt?
Bitte vor dem Schreiben erst mal lesen.
 
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  • #29
Ich schlafe nur mit dir, wenn du nicht mit jemand anderen in der Beziehung bist

Schon klar, aber was machst Du, wenn Du es nur vermutest? Weil er zwar behauptet, ungebunden zu sein, Du aber irgendwie den vagen Verdacht hast, es könnte nicht die Wahrheit sein? Allein das Wort wäre, einmal ausgesprochen, der Beziehungskiller schlechthin, denn welcher anständige Mensch ließe sich denn zu unrecht der Untreue und Lüge bezichtigen?

Es gibt da auch noch ein paar andere unaussprechliche Gedanken, etwa „ich denke, du willst eigentlich gar keinen Sex und bietest dich mir nur an, um mich an dich zu binden”. Ich kenne keine Gegend, in der man so etwas aussprechen dürfte. Aber man kann sich so verhalten, daß es nicht ausgesprochen werden muß, weil es sich mit zunehmendem Vertrauen von allein erledigt.

Aber man darf einen Menschen doch nicht als erotischen Versager abstempeln, nur weil er oder sie sich halt noch ein paar mehr Tage des Kennenlernens gewünscht hätte.
 
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  • #30
Also als FS musste ich nun wirklich über viele geschilderte Fälle sehr lachen!!! Da könnte man glatt eine Comedy draus machen. Unglaublich, was einigen von Euch so passiert ist, mal abgesehen von der Tatsache, dass die meisten Männer wohl schon mal ein "Knäckebrot" im Bett hatten!? Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich so gar nicht mit-beteiligen wollen.

Ich finde auch, dass man schlechten Sex nicht im Vorfeld beurteilen kann, evtl, wenn man sich küsst. Denn die zärtlichen Küsser sind sicher auch zärtlicher im bett, als die, bei denen man nach der ersten wilderen Knutscherei mit blutig gebissener Lippe nach Hause kommt.

Mein Ex-Ehemann war übrigens ein Egoist vor dem Herrn im Leben, Rücksicht war für ihn ein Fremdwort und nur seine Bedürfnisse galten. Im Bett war das allerdings nicht so. So gesehen kann ich Frederikas These nicht unterstützen, dass das Alltagsverhalten auch aufs Bett übertragen werden kann.

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