• #1

Habe ich gegen die Ex überhaupt eine Chance?

Hallo liebes Forum

Mein Freund und ich sind seit 2,5 Jahren zusammen. Wir haben uns kennengelernt, kurz nachdem seine Ex sich nach langer Zeit von ihm getrennt hat. Die Beziehung war wohl schon länger nicht mehr gut, er hätte sie aber nicht beendet. Zunächst hatten die beiden kaum noch Kontakt und er hat mir das Gefühl geben, sich wirklich in mich verliebt zu haben. Nach 2-3 Monaten nahmen die beiden aber wieder Kontakt auf und sind seit dem beste Freunde. An sich bin ich nicht gegen den Kontakt zu Expartnern. Bei den beiden hat es jedoch ziemlich schnell ein Ausmaß angenommen, mit dem ich nicht gut klarkomme. Sie schreiben sich teilweise täglich und sie ist seine engste Vertraue (nach mir hoffentlich). Das Schlimme ist eigentlich, dass wir darüber ganz schlecht reden können. Wenn mich was wütend macht, wird er schnell abwertend und gibt mir das Gefühl, mich nicht zu verstehen. Es kam auch schon vor, dass er mir Dinge verheimlicht hat. Das letzte Mal war es z. B., dass wir uns im Vorjahr gestritten haben, weil er ihr ein riesen Paket zum Geburtstag geschickt hat (“ Warum sollten wir aufhören uns Geschenke zu machen, nur weil wir nicht mehr zusammen sind?“). Zum nächsten Geburtstag hat er ihr heimlich ein Päckchen geschickt. Es wirkt oft, als wäre die Beziehung zu ihr viel wichtiger als die Beziehung zwischen uns. Gestern hat mich das so verrückt gemacht, dass ich durch seine privaten Sachen gegangen bin (ja ich weiß…). Dort habe ich einen längeren Brief von ihr zu seinem Geburtstag gefunden (als wir ein ¾ Jahr zusammen waren), in dem sie ihm geschrieben hat, wie dankbar sie ihm für Vieles ist, was sie an seiner Art liebt und mit einem Herz unterschrieben. Er hat mir genau in der Zeit vorgeworfen, ich sei verrückt weil ich die Intensität des Kontakts nicht in Ordnung fand. Wir waren zu dem Zeitpunkt kurz davor, zusammen zu ziehen. Er ist mir nachgezogen, auch weil es in seiner bisherigen Stadt beruflich keine Zukunft mehr für ihn gab. Sie schrieb, dass sie weiß, dass sich das Wegziehen für ihn wie Sterben anfühlt. Und so war es für ihn auch. Er wollte kurz vor dem Umzug am liebsten einen Rückzieher machen und hat sich auch seither nicht wirklich auf das neue Leben eingelassen. Wenn wir beide zu zweit sind und dieses Thema gerade nicht präsent ist, ist es sehr schön. In solchen Situationen gibt er mir das Gefühl, mich sehr zu lieben und das entschädigt mich immer wieder für die Zweifel. In letzter Zeit werden die Zweifel trotzdem stärker, ich habe das Gefühl, es ändert sich nichts und ich habe Angst, mir selbst was vorzumachen und letztlich doch nur das Trostpflaster zu sein. Ich bin mir sicher, dass da echte Gefühle sind und er mich so sehr liebt, wie er es eben kann mit ihr im Schlepptau. Aber ich fürchte das reicht mir nicht… was meint ihr zu der Geschichte? Gibt es ähnliche Erfahrungen?
 
  • #2
Ein Klassiker. Frau trennt sich nach langer Beziehung und kurz darauf tröstet sich der Mann mit neuer Frau. Ja, du bist Trostfrau und ja, du ignorierst dein schlechtes Gefühl. Nein, er ist nicht der böse Mann, nur bequem und egoistisch. Frage - WARUM machst du das mit??
 
  • #3
Dann höre doch endlich auf ihn wegen der Ex zu nerven. Ignoriere die Kommunikation zwischen den Beiden komplett.
Dann braucht er dir auch nichts verheimlichen.
Zeige ihn lieber deine Stadt, helfe ihn dort heimisch zu werden. Dann fühlt er sich bei dir in einer Stadt wohl.
Wenn du ihn willst, dann tue was dafür.
Wenn er zurück zur Ex will, dann helfen keine Diskussionen, kein Kontrollieren und schon gar kein Gezicke. Wenn er weg will, will er weg. Überzeuge ihn, dass du die bessere Frau für ihn bist. Habt einfach Spaß. Das ist auch für dich schöner.
Ich wünsche euch zwei Beiden eine gute Zeit.
 
  • #4
Seine Ex ist ihm wichtig, aber mit dem Umzug hat er sich für die Beziehung zu Dir und ein Leben mit Dir entschieden.
Nach 2,5 Jahren und Umzug glaube ich nicht an große Gefühle für die Ex, woher? Sie sitzt jetzt kilometer von Euch entfernt irgendwo allein oder mit ihrem neuen Freund. Teilt nur ab & an virtuell seine Zeit mit ihm. Sie ist zu seiner Vertrauten geworden und sie kann ihn besser verstehen, weil bei ihr als dritte Person fehlt das emotionale, wo eure Themen Euch beide direkt betreffen. Kann so ihm weiterhelfen und zwischen Euch vermitteln.
Die Geschenke zum Geburtstag nun ja, wenn es ihm eine Freude ist, sie als Freund zu beschenken. Es ist nicht so, dass er ihr zwischendurch laufend Dinge besorgt und sie dauernd beschenkt oder meint, dass würde seiner Ex gefallen, um es ihr zu kaufen.
Warum lernst Du sie mal nicht persönlich kennen, ein Treffen zu Dritt oder in einer größeren freundschaftlichen Runde, zu Du und Dein Freund gemeinsam einlädt.
Der Brief ist fast 2 Jahre alt und war kurz vor seinem Umzug. Klar war er damals unschlüssig, ob er zu Dir ziehen soll oder nicht, dass ist schon ein großer Schritt, aber er hat ihn gemacht und ist zu Dir gezogen, seitdem lebt ihr zusammen, nahezu 2 Jahre. Sie schreiben sich, TEILWEISE täglich, heißt, sie schreiben eben nicht täglich. Auch haben sie sich bald 2 Jahre nicht mehr gesehen und auch nicht miteinander telefoniert. Er gibt Dir das Gefühl, dass er Dich liebt.
Warum hast Du in der letzten Zeit Zweifel, da muss doch bei zwischen Euch etwas vorgefallen sein. War es nur das, dass Du jetzt von dem zweiten Geburtstagsgeschenk für sie zufällig erfahren hast und er es Dir verheimlicht hat?Weil er bereits schon wusste, Du reagierst allergisch darauf?
Sprich ihn darauf an und setze dich künftig mit auf die Geburtstagskarte, was er ihr schenken will, soll weiter seine Idee sein.
Einerseits zu anfangs die Freundschaft tolerieren und diese andererseits später in der gefestigten Beziehung abzulehnen, geht nicht. Das würde ich auch nicht verstehen. Und wo & wie zeigt es sich, dass sie ihm wichtiger ist, als deine Bedürfnisse in der Beziehung? Wo lässt er für sie alles stehen und liegen?
 
  • #5
ich habe das Gefühl, es ändert sich nichts und ich habe Angst, mir selbst was vorzumachen und letztlich doch nur das Trostpflaster zu sein.
Weil du es bist. Er konnte nie los lassen und will es auch nicht.
Wenn du aber meinst, er vergleicht dich mit seiner Ex, so hast du vielleicht Recht.
Vielleicht kann da @Tom26 mehr helfen, denn er hatte wohl eine besondere Ex, mit der er alle Partnerinnen bewusst/unbewusst verglichen hat. Der unterschied ist: Er konnte es ihnen direkt sagen, das er sich nicht binden wird. Dennoch hat er es vor einer Weile getan.
 
  • #6
sein.
Einerseits zu anfangs die Freundschaft tolerieren und diese andererseits später in der gefestigten Beziehung abzulehnen, geht nicht. Das würde ich auch nicht verstehen. Und wo &
Beziehung ist kein starre Konstrukt , sondern entwickelt sich weiter. Es ist legitim, dass Wünsche und Bedürfnisse sich ändern können. Ausserdem wer stellt schon am Anfang irgendwelche Forderungen?? Am Anfang ist es OK, wenn altes Leben in Priorität ist,schließlich kennt man den anderen noch nicht so gut, aber wenn man nach mehreren Monaten sich nicht auf die neue Beziehung einstellt, dann soll man sich nicht wundern, wenn Mann die Ex dann doch braucht. Grundsätzlich ist es so, dass die Ex JEDER Frau ein Dorn im Auge ist. Nur will die Frau nicht als zickig da stehen oder der Mann hat so viele Vorteile , dass Frau ein Auge zudrückt. Hätte sie jedoch die "Macht" , würde sie komplett auf die Anwesenheit der Ex im Leben ihres Mannes verzichten wollen.
 
  • #7
Liebe realwoman, Du hast völlig recht, wir machen alle mal Fehler und tolerieren anfangs verliebt, was wir nicht wollen, in der Hoffnung das legt sich wieder von allein. Doch nach 2,5 Jahren dann daran rütteln, kann sie gern machen, vielleicht versteht er ihr Verhalten und Beweggründe. Mehr Erfolg hätte sie gehabt, wenn sie zu Anfang nicht so verständnisvoll reagiert und die Konsequenzen gezogen hätte. So ist es mit vielen Dingen, wenn man etwas mehr, ich nenn’ es mal Privilegien, bekommt, und sei es den guten Austausch mit der Ex, und den soll man dann plötzlich aufgeben, ohne Ausgleich durch andere Privilegien, dann führt es meist zu Grabenkämpfen. Ob man ein zeitintensives oder teures Hobby hat, einen besten Freund/in, man großzügig finanziell ausgehalten würde und nach 2,5 Jahren möchte ein Partner, dass man es freiwillig aufgibt, braucht es Fingerspitzengefühl und auch die Einsicht beim Gegenüber, warum es jetzt stört und man es noch nie (so) wollte. Die Ex war schon öfters Thema zwischen beiden und er versteht die FSin dann nicht, oder will sie nicht verstehen. Ich sehe da jetzt eher Abwehr bei ihm, warum nicht, den anderen Weg beschreiten und versuchen sich mit ihr auch anzufreunden. Oder mit Abstand darauf zu schauen, ob man ihm die Freundschaft nicht doch gönnen könnte. Deshalb habe ich die FSin gefragt, wo er die Ex bevorzugt und sie vernachlässigt. Der 2 Jahre alte Brief, jährliche Geburtstagsgeschenke und die zeitweise Chatterei, wo ich den Ausmaß nicht kenne, sehe ich nicht als genug Gründe an seiner Loyalität und Liebe an der FSin zu zweifeln, und hier den völligen Kontaktabbruch zu Ex zu verlangen.
 
  • #8
Liebe Jara 321
Ich kann dich und deine Gedanken sehr gut verstehen.
Meine persönlichen Erfahrungen damit sind nicht gut. Mein Ex war sehr in mich verliebt, die grosse späte Liebe mit allen dazu gehörenden Phantasien.

Trotzdem begann er nach einem halben Jahr im Hintergrund wieder heimlich Kontakt zu seiner Ex aufzunehmen. Er konnte mir auch nie etwas über sie und ihre gemeinsame Vergangenheit erzählen. Ich dicker Vorhang hing über seiner Vergangenheit. Ich durfte sie nie kennen lernen, er hat sie gegen mich abgeschirmt. Sie gingen heimlich an Konzerte, er heimlich an ihren 40 Geburtstag, sie an die Beerdigung seiner Mutter (ich war nicht gefragt). Und, und, und. Sie seien sich halt mental so nahe. Mit ihr war es früher offenbar eine On-off Beziehung. Wirklich gepasst hatte es also auch nicht.
Wenn ich nun zurückblicke, hatte ich gar nie eine Chance, nicht weil diese Ex so toll ist oder mein Ex noch wirklich in sie verliebt. Aber er hat dadurch Distanz zu mir geschaffen, da er Nähe nicht aushält.
Wenn ich das Thema angeschnitten hatte, gab es, wie bei dir Zoff. Ich sei eifersüchtig, deshalb müsse er die Treffen verheimlichen. Er war super im Umdrehen von Realitäten. Er schaffte immer mehr Distanz, und unsere Leben gingen zusehend ihre eigenen Wege.
Es gab dann noch einen Vorfall am Flughafen, als ich ihn frühmorgens von den USA abholte und seine Ex auch dort stand. Ihm sind fast die Augen raus gefallen und er geriet enorm in Stress. Sie habe ihn nur überraschen wollen, da er in den USA Geburtstag gehabt habe. Das habe alles nichts zu bedeuten. Eine nette Geste, nichts mehr.
Einer war zu viel, ich rannte davon in mein Auto und nach Hause. Doof, wie ich war, konnte ich den Schlussstrich trotzdem erst Jahre später ziehen. Sie haben beide weiter gemacht, wie vorher. Sie ist vor ein paar Jahren in ihre Heimatregion zurückgezogen, er auch. Alles Zufall?!

Heute sagt er mir, dass ich seine grosse Liebe gewesen sei und ihm alles unheimlich leid tue. Das glaub ich ihm sogar. Aber, es ist zu spät. Er stand sich im Weg und hat letztlich alles verloren.

Ich würde das ganze Hin und Her nie mehr mitmachen. Der Preis, den ich zahlte, war hoch, viel zu hoch, ich habe gelitten wie die Sau! Ich habe aber sehr viel über mich und Beziehungen gelernt. Das passiert mir nie wieder.

Pass gut auf dich auf.
Franca
 
  • #9
Im Grunde drei Möglichkeiten: akzeptieren, dagegen vorgehen oder trennen.

Ich glaube nicht, dass es zielführend ist, ihm den Kontakt zu verbieten. Damit bleiben zwei Möglichkeiten.
So wie Du es beschreibst vermute ich einen Vergleich, bei dem Du im Zweifel unterliegst. Von diesen ganzen „Freundschaften“ zu Expartnern halte ich nichts.
 
  • #10
Danke für eure vielen Antworten. Wie erwartet, fallen die Einschätzungen und Empfehlungen ja sehr gemischt aus. Ein paar Sachen noch als Ergänzung: Die Beiden haben sich zwischendurch gesehen. Seit er umgezogen ist, natürlich viel weniger. Sie war im Sommer mal hier, als ich nicht da war. Das war für mich ok. Anders als abgesprochen, ist sie aber bis nachts geblieben und der Kumpel der sie gefahren hat, wurde zu keinem Zeitpunkt mit eingeladen, sondern hat sich den ganzen Tag in der Stadt rumgedrückt. Als ich gesagt habe, dass mir das ein komisches Gefühl macht, ist er sauer geworden. Das ist ein Beispiel dafür, warum ich manchmal denke, ich, bzw. meine Gefühle, haben weniger Wert. Sie wird grundsätzlich immer verteidigt und ich fühle mich sehr unverstanden. Dass wir nicht wirklich darüber reden können und ich das Gefühl habe, ihm ist es oft egal, wenn mich Dinge verletzten, macht mir am meisten zu schaffen.
Ich denke, dass sie meistens schon täglich Kontakt haben es gibt aber wohl einzelne Tage, an denen es keinen Kontakt gibt. Wenn wir im Urlaub sind, geht es zum Glück auch. Ich glaube wie gesagt schon, dass er mich liebt. Ich weiß nur nicht, ob er wirklich so weit über diese Trennung weg ist, dass für uns genug Platz ist. Jedenfalls leide ich seit 2,5 Jahren darunter und es hat sich weder bei mir, noch bei ihm viel geändert. Loslassen kann ich aber auch nicht so richtig, weil eben nicht alles verloren scheint
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #11
Für mich gibt es übrigens auch nur die Optionen "gehen" oder "endlich akzeptieren, dass es so ist". Verbieten möchte ich ihm nichts, ich glaube nicht, dass das für unsere Beziehung hilfreich wäre
 
  • #12
Auf der anderen Seite sieht es mit Vertrauen und Freiheiten auch nicht so toll aus. Ich soll am besten nie Feiern gehen und er macht mir jedes Mal ein schlechtes Gewissen wenn ich Freunde treffe, weil ich dann nicht bei ihm bin. Ich weiß er meint das lieb, trotzdem fühle ich mich eingeschränkt. Am Anfang habe ich ihn noch mitgenommen, er fand aber meistens die Leute nicht so toll und meine Art mit Anderen mag er auch nicht besonders. Das ist jetzt noch mal viel Negatives, mir ist aber durchaus bewusst, dass ich auch meine Fehler habe und einen Anteil an allem habe, den ihr Jetzt natürlich weniger mitbekommt
 
  • #13
Im Grunde drei Möglichkeiten: akzeptieren, dagegen vorgehen oder trennen.

Ich glaube nicht, dass es zielführend ist, ihm den Kontakt zu verbieten. Damit bleiben zwei Möglichkeiten.

Da stimme ich prinzipiell zu.

Ich selbst habe kein riesiges Problem beim Kontakt mit Ex-Partnern, aber das Ausmaß bei dir wäre mir auf jeden Fall zu groß. Wenn man mit dem Ex noch befreundet ist und auch den Partner von Anfang an mit einbezieht, um zu zeigen, da ist wirklich nichts mehr, kann ich damit leben - das hatte ich bei meinem ersten Freund und hab mich schnell dran gewöhnt; ich habe mich mit ihr bald besser verstanden als er und sie gehörte halt zu der Clique. Aber wenn der Kontakt so intensiv ist, er sogar heimlich Dinge macht hinter deinem Rücken, statt mit dir zusammen nach einer für dich tragbaren Lösung zu suchen - das geht einfach nicht. Dann bekommt man wirklich das Gefühl, die Freundschaft zu ihr ist ihm wichtiger als die Beziehung.
Was auch gar nicht geht von seiner Seite, ist, dich nicht ernst zu nehmen, wenn du das Thema ansprichst. In einer guten Partnerschaft nimmt man den anderen ernst.
 
  • #14
Auf der anderen Seite sieht es mit Vertrauen und Freiheiten auch nicht so toll aus. Ich soll am besten nie Feiern gehen und er macht mir jedes Mal ein schlechtes Gewissen wenn ich Freunde treffe, weil ich dann nicht bei ihm bin.

Das in Verbindung mit #9 wäre für mich ein klares Signal, die Beziehung zu beenden. Theoretisch könntest Du zwar auch einfach regelmäßig ohne ihn mit "Freunden" unterwegs sein, aber das würde dann irgendwie in die Ecke "Kindergarten" abdriften.
 
  • #15
Liebe Jara
Also ich fasse mal zusammen: Du bist verrückt und wirst abwertend behandelt, weil Du nicht so toll findest, dass Dein Freund mit seiner Ex sein Ding macht aber
Auf der anderen Seite sieht es mit Vertrauen und Freiheiten auch nicht so toll aus. Ich soll am besten nie Feiern gehen und er macht mir jedes Mal ein schlechtes Gewissen wenn ich Freunde treffe, weil ich dann nicht bei ihm bin.
Wie passt das denn zusammen?
Ich weiß er meint das lieb, trotzdem fühle ich mich eingeschränkt. Am Anfang habe ich ihn noch mitgenommen, er fand aber meistens die Leute nicht so toll und meine Art mit Anderen mag er auch nicht besonders. Das ist jetzt noch mal viel Negatives, mir ist aber durchaus bewusst, dass ich auch meine Fehler habe und einen Anteil an allem habe
Ich wundere mich gerade und kann nichts Liebes an diesem Benehmen entdecken...
Toller Freund den Du da hast. Er hat null Einsicht für Deine Bedürfnisse und Du lässt es zu, während 2,5 Jahren. Vielleicht ist es an der Zeit, dass DU mehr auf DEINE Bedürfnisse hörst und entsprechend handelst, denn schließlich sollte eine Beziehung ein deutliches Plus und nicht Leid in das eigene Leben bringen.

Alles Gute
w48
 
  • #16
Wenn er zurück zur Ex will, dann helfen keine Diskussionen, kein Kontrollieren und schon gar kein Gezicke.
Im Gegenteil, solches Verhalten führt ihm ja erst recht vor Augen, daß er einen (nach seinen Maßstäben!) schlechten Tausch gemacht hat. Und so lange es diese Phasen gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Ich schließe mich also dem Vorschlag an und rate der Fragestellerin, das Thema komplett zu ignorieren, damit wieder eine Atmosphäre des gegenseitigen Wohlfühlens entstehen kann.
 
  • #17
Mein Freund und ich sind seit 2,5 Jahren zusammen. Wir haben uns kennengelernt, kurz nachdem seine Ex sich nach langer Zeit von ihm getrennt hat.
Hi @Jara321.
. Wie lange war er mit seiner Ex zusammen?

Die Beziehung war wohl schon länger nicht mehr gut, er hätte sie aber nicht beendet.
Nicht gut.
Das bedeutet, hätte sie ihn nicht in die Wüste geschickt, wären sie auch heute noch zusammen.

Nach 2-3 Monaten nahmen die beiden aber wieder Kontakt auf und sind seit dem beste Freunde.
. Hat sie inzwischen einen neuen Partner?
. Wer von den beiden hat den Kontakt aufgenommen?
. Wie lange sind sie schon getrennt gewesen, als du mit ihm zusammengekommen bist?

Das Schlimme ist eigentlich, dass wir darüber ganz schlecht reden können. Wenn mich was wütend macht, wird er schnell abwertend und gibt mir das Gefühl, mich nicht zu verstehen. Es kam auch schon vor, dass er mir Dinge verheimlicht hat.
Ganz schlecht.
Das zeigt, dass seine Ex bei ihm einen höheren Stellenwert hat als du.

Es wirkt oft, als wäre die Beziehung zu ihr viel wichtiger als die Beziehung zwischen uns.
Das siehst du richtig, denn so ist es auch.

Sie schrieb, dass sie weiß, dass sich das Wegziehen für ihn wie Sterben anfühlt. Und so war es für ihn auch.
Du merkst es selber und willst es bloß nicht wahrhaben.
Seine Stadt und die Nähe seiner Ex zu verlassen, war für ihn wie Sterben, d.h. schlimmer gehts kaum noch.

Er wollte kurz vor dem Umzug am liebsten einen Rückzieher machen und hat sich auch seither nicht wirklich auf das neue Leben eingelassen.

Dein Freund hängt nicht nur an seiner Ex, sondern auch an dem Umfeld, das er notgedrungen verlassen musste. Würde sich für ihn eine berufliche Möglichkeit an seinem bisherigen Lebensmittelpunkt ergeben und könnte er zu seiner Ex zurück, würde er sich mit Sicherheit dafür entscheiden.

Du schreibst ja, er liebt dich "nur" so gut er es eben kann.
Das ist wahrscheinlich nicht gut genug und du zweifelst ja auch selber, dass es ausreichend für dich ist. Wie willst du so mit ihm eine Zukunft planen?
 
  • #18
Vielleicht kann da @Tom26 mehr helfen, denn er hatte wohl eine besondere Ex, mit der er alle Partnerinnen bewusst/unbewusst verglichen hat. Der unterschied ist: Er konnte es ihnen direkt sagen, das er sich nicht binden wird. Dennoch hat er es vor einer Weile getan.
Ob Tom da wirklich helfen kann ?
Tom ist ein Glückskind - und hatte sowohl mit dieser besonderen Ex als auch mit seiner V mehr Glück, als er es sich vorstellen konnte.
Ich kann nur mein "Rezept" darstellen - und dieses klingt einfach, ist aber gar nicht so einfach umzusetzen.
Vertrauen und Offenheit, sich Zeit nehmen und ehrlich formulieren, was einem wichtig ist. Fragen beantworten. Ich habe meiner V auch nie das Gefühl gegeben, Ersatzfrau zu sein.
Dazu kommt, dass wir beide die Einstellung haben, dass man Menschen, die man einmal in sein Leben lässt, als wertvolle und ganz besondere Menschen ansieht. Und diese nicht fallen lässt. Auch nicht nach langer Zeit.
Geholfen hat uns auch, dass wir beide uns schon lange kannten, bevor wir zusammen gekommen sind. V also wusste, dass ich manchmal etwas abseits des Mainstreams bin mit meinen Ansichten. Und sie auch von dieser Ex nicht überrascht wurde.

Was ich hier leider nicht sehen kann ist diese unerschütterliche Vertrauensbasis. die wir beide zu uns selbst und zueinander haben. Dazu dann die Heimlichkeiten, der Stress und das Ausweichen ....
Wenn unser Weg der Weg für euch werden soll, dann müsst ihr beiden zunächst das Vertrauen finden. Sonst klappt mein Rezept nicht. Nehmt euch Zeit und findet es heraus.
Jara, wenn ihr beide wollt, kann es klappen. Und auch dann nur mit Glück. Es wird nicht einfach - aber wenn ihr das geschafft habt bringt euch so gut wie nichts mehr auseinander.
 
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