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  • #1

Haben Ärzte überhaupt Zeit für eine Familie?

Liebe Forumsteilnehmer! Nach einer gescheiterten Partnerschaft mit einem Manager und 2 Jahren Single-Dasein bin ich w,32 bei EP gelandet. Jetzt würde sich mit einem netten, feinfühligen Arzt was anbahnen, aber wir kommen wegen seiner Dienstzeiten jetzt schon schwer zum Treffen. Mich holt die Vergangenheit mit einem nie da gewesenen "Partner" immer wieder ein. Gibt es unter Euch Ärzte, die mir über den Alltag eines Arztes berichten könnten? Wie bringt ihr Beruf und Familie unter einem Hut? Wie beteiligt ihr Euch in der Kindererziehung und im Familienalltag? Bin Lehrerin, möchte, wenn ich den Richtigen treffe mit ihm eine Familie gründen, aber nicht um jeden Preis. Mir ist es egal, was für einen Beruf er ausübt, nur etwas Zeit soll er für uns haben. Bin für jeden Gedankenstoss dankbar. []
 
  • #2
Da ich deinen Kontakt nicht kenne, kann ich zu deinem speziellen Fall natürlich nichts sagen. Es ist aber typisch für Ärzte, dass sie sehr viel arbeiten und folglich wenig Zeit für eine Beziehung haben. Als Lehrerin hast du viele Wochen frei oder bist zumindest nicht in der Schule - einen Großteil dieser Zeit wirst du also mit einem Arzt als Partner alleine verbringen (müssen).

Du sprichst weiterhin von einem "feinfühligen Arzt". Ich hoffe, dass diese Einschätzung wirklich fundiert ist und nicht auf dem Klischee basiert, dass Ärzte angeblich so besonders feinfühlig seien. Das halte ich nämlich für falsch.

Ich würde den Kontakt zu dem Arzt an deiner Stelle abbrechen, denn ich glaube nicht, dass daraus eine belastbare Beziehung wird.
 
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  • #3
Hier sind eineige Ärzte oder Möchtegern-Ärzte unterwegs, die mit einigen Frauen gleichzeitig was anfangen.
Vielleicht ist sein Zeitmangel begründet durch andere Kontakte?
Vorsicht ist besser als betrogen werden.
Alles Gute
 
  • #4
So wie Du schreibst kann ich mich der Ferndiagnose von Thomas (Nr. 1) nur anschliessen.
Du bist zu sensibel und brauchst zu viel Zeit um mit einem Arzt glücklich zu werden.
Ein Arzt wäre für Dich prima, wenn Du mehr mit Dir selber zurecht kämst - also auch Phasen alleine bestreiten könntest. Aber den Eindruck scheinst Du nicht wirklich zu machen.

Warum suchst Du Dir nicht auch einen Lehrer? Der hätte dann doch auch immer dann frei, wenn Du Zeit hättest?
Und würde er noch in der selben Schule wie Du arbeiten, könntest Du ihn den ganzen Tag sehen?
Wäre das nicht eher etwas für Dich?
 
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  • #5
[Mod: Signaturen über Geschlechts- und Altersangabe hinausgehend nicht mehr gestattet. Bitte registrieren!]

also das letzte kommentar bzw. letzter Satz von #1 ist wohl ziemlich daneben - unter Ärzten gibt es genauso Menschen, die empfindsam sind und eine tiefe gefühlvolle Beziehung trotz beruflicher Belastung führen und jene Menschentypen, die wenig gefühlvoll sind und sämtliche Eigenschaften haben, die andere Berufsgruppen, Menschencharaktere auch haben.

Aber ein Partner/Partnerin, der/die Ärztin ist, braucht sicherlich jemanden der einen bestärkt und nicht ständig angräbt wegen Zeitmangel oder so ähnlichem; Dienste kosten Nerven, und in einen 24h Dienst kann man nicht mit blanken Nerven gehen - ich denke die Würze einer Beziehung liegt darin, was man aus gemeinsamer Zeit macht und nicht wieviel man davon hat.
Wer kein Verständnis hat, für einen aufwendigen Beruf, ist sicherlich damit manchmal überfordert, aber das muss jeder selbst wissen, was er seinem Gegenüber zu geben bereit ist.
Jedoch können mit Ärzten sehr wohl belastbare Beziehungen entstehen, denn ein gefühlvoller Arzt wird sicher wissen, was Bedeutung hat und wichtig ist. An Dienstzeiten kann man aber nichts ändern, egal wie gefühlvoll mann/frau ist - das ist sicherlich richtig!!
 
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  • #6
Ich bin Arzt. Und "feinfühlig". Kann aber nach #1 nicht sein, da ja ein Klischee. Vermutlich habe ich eine Gesinnung wie ein Schlächter. Dann muß ich aber schnell mein Profil ändern. Was darfs denn sein, um als feinfühlig zu gelten? Poet? Musiker? Also meine Damen, die ihr mich bisher kontaktiert habt: Eure Einschätzung über mich war grundfalsch!
Tatsache ist, daß Ärzte z. T. ungünstige Arbeitszeiten haben. Sofern frau dafür Verständnis hat, und es soll ja auch Lehrerinnen geben, die am WE Arbeiten korrigieren müssen, steht dem Glück diesbezüglich nichts im Wege.

[Mod: Persönliche Beleidigung entfernt.]
 
  • #7
@#4: Du hast leider nicht verstanden, was ich in #1 gesagt habe. Mir ging es darum zu betonen, dass Ärzte nicht aufgrund ihres Berufes automatisch feinfühlig sind, was insbesondere viele Frauen zu glauben scheinen. Das ist nämlich der Grund, warum Ärzte in Online-Partnerbörsen eine ziemlich hohe Kontaktquote haben (wie eine EP-Studie vor Monaten gezeigt hat). Zu Unrecht, denn im Patientenzimmer wird nach Schema F vorgegangen - und vor allem wird darauf geachtet, dass der Patient auch pünktlich zahlt.

@#5. Du wiederum hast den Begriff "Klischee" nicht verstanden. Selbst WENN all das auf dich zutreffen würde, was du von dir behauptest, so widerspricht das dem Klischee gar nicht. Selbstverständlich gibt es auch unter Ärzten besonders feinfühlige und empathische Menschen. Für besonders hoch halte ich den Anteil indes nicht. Und manch einer lässt sich seine "Feinfühligkeit" von Privatpatienten auch gerne mal durch Erhöhung des Standardfaktors von 2,3 auf 3,0 vergüten.
 
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  • #8
Nun ich bin Witwe, mein Mann war Arzt.
Ich kann dazu nur sagen, unsere Kinder habe ich alleine groß gezogen. Verabredungen mit Freunden sind nie zustande gekommen, unser kulturelles Leben beschränkte sich auf das abendliche durch die Programme zappen.Die Arbeitsbelastung war sehr hoch so das auch das kümmern um die Familie am Wochenende mir Überlassen blieb.Nachts ging oft das Telefon und ich war gleich auch wach, ich habe dann darauf gewatet das er nach Hause kam.Ich kann noch viele Beispiele bringen. Zum Fremdgehen wie @2 behauptet blieb wirklich keine Zeit.Nun leider war mein Mann dieser Belastung nicht mehr gewachsen und ist mit 46 Jahren plötzlich gestorben.
Sicher kann man jetzt sagen so geht es ja nicht allen, aber vielleicht sollte man sich mal die Statistiken ansehen.
 
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  • #9
Ich glaube, um die Realität der z.T. familienfeindlichen Dienstzeiten wirst Du nicht herum kommen. Viel gemeinsam verbrachte Zeit ist schön, wichtig wäre mir aber auf jeden Fall, wenn dies nun nicht der Fall ist, wenigstens von meinem Partner das Gefühl vermittelt bekommen, dass er die wenige Freizeit dann auch unbedingt mit mir verbringen möchte. Wie das im Vorhienein herauszubekommen ist, weiß ich nicht.
Mein Partner hat drei Kinder, zwei Jobs, davon einen zeitintensiven und mehrere Hobbies. Trotzdem gibt er der Zeit, die wir gemeinsam verbringen können, die absolute Priorität. Und das gibt mir letztlich ein zufriedenes Gefühl ind er Partnerschaft.
Viel Erfolg!
 
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  • #10
Ich bin die FSin

Kurzes Resümee:

#1 ThomasHH Feinfühlig finde ich ihn und seinen Stil in unserem Mailverkehr. Er findet doch jeden Tag Zeit mir zu schreiben. Bei unseren Telefonaten ist seine Stimme sehr warm und wir können über alles reden. Unser erstes Treffen scheiterte an der Terminfindung.

#3 Zauberin Du hast wahrscheinlich Recht. Ich bin sensibel, aber nicht unbelastbar. Die zwei Eigenschaften schließen sich nicht aus!
Habe täglich mit vielen Kindern zu tun und das fordert sehr viel Belastbarkeit.
Gerade deshalb brauche ich Anlehnung. In der Arbeit bin ich gerne die Energiebündel, die die Kinder gewohnt sind. Privat brauche ich einen Mann, der mich mal in den Arm nimmt.
Lehrer? Ich suche nicht nach Berufen! Wenn es sich ergeben würde? Auch.
2 Jahre war ich ja alleine und das will ich nicht mehr.

#4 und #5
Vielen Dank für eure Beiträge. Das hilft mir ein korrekteres Bild zu machen.
Euer Ansichten kann ich doch verstehen.

Ich bin realistisch und weiß, wie verantwortungsvoll die Berufung eines Arztes ist.
Ich habe nichts dagegen, wenn ich größtenteils die Kindererziehung übernehmen muss.
Nur ich möchte, dass ich und später unsere Kinder ihn nicht vermissen.

Das ist aber wahr, was #4 schreibt. Die Zeit, die ihm bleibt, soll möglichst stressfrei verbracht werden.
Ob er so belastbar genug ist, den Druck im Job und die Erwartungen in der Familie auszuhalten?

Gibt es Ärzte hier, die über Familienleben (Tagesablauf) berichten können?
Auch wenn es eine Ex-Ehe war.
Ist eure Ehe an Zeitmangel gescheitert?

Vielen Dank, für eure Antworten, mir helfen sie meine Gedanken zu orientieren.
 
  • #11
Ich glaube es kommt darauf an, um was für einen Arzt es sich handelt.
Zahnärzte haben beispielsweise meistens pünktlich Feierabend, jedenfalls so wie sie selbst wollen.
 
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  • #12
Warum sollte ich noch über mein Familienleben und Erfahrungen (ich bin alleinerziehender Arzt!) berichten, wenn hier Nichtärzte es besser (Arzt=Abzocker) wissen und Gehör finden? Und wie #2 genau weiß, daß Ärzte ohnehin mit mehreren Frauen gleichzeitig was anfangen?
Ich muß mich hier nicht wegen meines Berufes beleidigen bzw. unterschwellig soziale Inkompetenz nachsagen lassen.
PS: Meine Ehe ist definitiv nicht wegen Zeitmangel oder mangelnder Feinfühligkeit gescheitert!
 
  • #13
Ein Freund von mir ist Arzt, hat eine eigene Praxis.
Der hat genügend Freizeit, stellt immer frischstudierten Nachwuchs ein, und
kümmert sich um seine Familie.
Der hat es wohl irgendwie richtig gemacht !
Liebe Fragestellerin, such dir doch auch einen Lehrer, dann habt ihr ja jede Menge
Zeit füreinander.
 
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  • #14
Merke dir Männer mit bestimmten Berufen unter anderem Ärzte, Manager, Unternehmer haben so gut wie keine Zeit für die Partnerschaft und Familie, da solltest du dir schon im klaren sein!! Du hast ja Erfahrung genug. Für alles bezahlt man seinen Preis!! Wisse was du willst und wisse, was du nicht willst! Die Reue kommt später!
 
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Popcorn

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  • #15
Hallo Fragestellerin!

Ich glaube nicht, dass Zeitmangel nur Ärzte haben, sogar das nicht unbedingt Ärzteberufsspezifisch ist.
Du hast ja dein Manager gehabt, der auch keine Zeit hatte.
Ich glaube, es hängt mit dem Willen, Kompromissbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit der einelnen Partner zueinander zusammen.
Oh, ja, Ärzte können wirklich feinfühlig sein. Ich kenne auch hier einen.
Er sehnt sich auch nach einer feinfühligen Partnerin....ist er, den ich kenne der, den Du kennst? Neeeee, Spass bei Seite. Aber dann sind es schon zwei.
Der, den ich kenne passt zu meinem Alter und nicht zu Dir.

Also liebe Fragestellerin! Mach das Zusammenpassen nicht vom Beruf abhängig, sondern von der oben genannten Eigenschaften deines "Kandidatens" .

Ich wünsche Dir einen liebevollen Partner!

<MOD: Zusätzliche Signatur unnötig. Der Nickname steht über dem Beitrag.>
 
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  • #16
An die FS

Ich stimme 1# vollkommen zu!

FS lerne den Arzt doch erst einmal bei einem ersten Date kennen. Wenn ein Treffen jetzt schon an einer Terminfindung scheitert, soll das dann später anders weden??

Ärzte brauchen eine "starke Frau" eine mit guten Nerven, und eine die sich selbst zurücknehmen kann!

Vor allem auch eine, die den " Gott in weiss" im Privatleben nicht "anhimmelt" sondern eine Frau die "IHM" kräftig Paroli bieten kann!

Von den Frauen die ihn ständig bewundern und "anschmachten" hat er in der Praxis schon genug. Also die Konkurrrenz ist groß!


Viel Spaß beim orientieren der Gedanken, und sich ganz einfach nicht beeinflussen lassen, sondern selbst seine Erfahrung sammeln. Selbst ist die Frau!
 
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  • #17
@11 nimm es nicht persönlich, was hier gepostet wird, denn es sind einige Vorurteilsträger dabei.an die Fs:
Ich war mit einem Arzt verheiratet, das ist vielleicht noch etwas anderes, als bei einer Beziehungsanbahnung, denn er kam immer wieder gerne nach Hause, wäre auch jetzt noch da, wenn ich nicht aus anderen Gründen, bestimmt nicht Zeitmangel, gegangen wäre. Es gibt genau so unterschiedliche Menschen, wie es auch unterschiedliche Ärzte gibt, da ist die Priorität nur individuell zu setzen.
In der Tat ist die Zeit begrenzter, aber es gibt für alles und vieles die richtige Zeit, auch für das erste date, und warte doch erstmal bis es zu einer Beziehung kommt, denn momentan seid Ihr erst beim Schritt davor und da scheint er sich ja auch gut einzubringen und nimmt sich Zeit für Dich.

Triff Dich mit ihm und entscheide dann, was machbar ist, denn ein reales Treffen, ist immer noch anders, als Schreiben und Nähe am Telefon, das habe ich und viele andere hier festgestellt.

Ich wünsche Dit, dass Du den Richtigen schon gefunden hast, viel Glück.

w, 46
 
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  • #18
Liebe Fragestellerin, meine (vielleicht etwas "ketzerische") Unterstützung für die Ordnung Deiner Gedanken schaut so aus:

Es ist egal, ob er Arzt ist oder nicht, es ist egal, ob er Zeit hat oder nicht. Solange Du von einer Liebe "etwas haben" willst, wird es die Liebe immer belasten. Solange er Dir das geben muss, was Du Dir nicht selbst geben kannst, wirst Du immer leiden, auch wenn er noch so viel Zeit hat für Dich und Deine Bedürfnisse und Deine Bedürftigkeiten.

Was nicht heisst, dass Du nun das Gegenteil leben sollst und möglichst unabhängig durchs Leben gehen sollst - Es ist in Ordnung, dass Du deine Visionen, Deine Träume, Deine Wünsche, Deine Hoffnungen, Deine Ziele, Deine Bedürfnisse hast. Fühle sie und stehe ganz zu Ihnen.

DAS BIST DU. STEHE VOLL UND GANZ DAZU.

Sorge dafür, dass es Möglichkeiten gibt, dass sie erfüllt werden können. Aber lass zugleich jedes Recht los, dass sie erfüllt werden müssen.

Du kannst alles haben, was Du willst – es sei denn, Du brauchst es.

Wenn ein Mann Dir all Deine Wünsche bis aufs letzte i-Tüpfelchen erfüllen würde, wärst Du auch nicht glücklich. Dann würde Dir auch wieder was fehlen. Finde heraus, was Du haben willst. Wisse darüber ganz genau Bescheid. Und dann gib das den Anderen, genau das, was Du eigentlich von Ihnen brauchst.

Nimm jede Enttäuschung an, als das, was sie ist. Ein Ende der Täuschung
Sei glücklich, auch wenn Du leidest, gerade weil Du nicht bekommst, was Du meinst zu brauchen.
Fühle diesen Schmerz, dieses Leid, so lange, bis es nicht mehr da ist. Setze Dich hin, tue nichts und fühle, was Du fühlst.

Gehe nicht in die Fernseh-Schnatter-Ess-Sport-Trink-Computer-…-…-…-Fallen.

Und Du wirst erfahren, dass das Leben in Deinem Inneren für Dich große Wunder bereithält.

Eines davon ist, dass Du größer bist, als alles, was Du je geglaubt hast zu sein.

Deine Situation kann Dich um Kilometer weiterbringen, wenn Du Dich aufmachst, Dir selbst Deine Bedürfnisse zu erfüllen, indem Du andere glücklich machst und selbst dabei glücklich wirst.

Was glaubst Du, wieviel Zeit "Dein Arzt" "jeder Mann" haben wird, wenn er eine des-Lebens-Freudige, strahlende, in sich ruhende, überschäumende, innen-heraus-glückliche Frau an seiner Seite hat. Dann wirst Du wichtiger als "Termine". Höre auf, Probleme zu erschaffen, tanze den Tanz des Lebens.

Hole Dir das, was Du brauchst, indem es von selbst zu Dir kommt.

Sei bedingungslos glücklich Du selbst zu sein und erfahre das Leben mit all seinen Wundern!

Danke und Alles Liebe
m/40
(Wenn Du diese Antwort auf "poetisch" willst, dann google: "Ghibran von der Liebe")
 
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  • #19
Ich war 18 Jahre mit einem Mediziner verheiratet. Als Nur-Hausfrau habe ich ihn von allen Haushaltspflichten freigestellt - ihm den Rücken für seinen Job und seine Karriere freigehalten. Er hatte mindestens 10 Nachtdienste pro Monat, zusätzliche Dienste als Notarzt. Da blieb nicht allzu viel Zeit für die Familie übrig! Um die Kinder hatte er sich allerdings immer sehr fürsorglich gekümmert. Und ja, er war (ist) auch ein sehr feinfühliger Mensch und Arzt!

Dennoch, Gelegenheit macht Liebe und in den Nachtdiensten kommt man sich auch menschlich näher! Dies möchte ich jedoch nicht als Pauschalurteil verstanden wissen, wohlwissend, dass auch in anderen Berufsgruppen sich Gelegenheiten bieten!

Alles in allem, wenn Du dich auch gut allein oder nur mit den Kindern zu beschäftigen weisst, wenn Du auch allein ins Konzert gehen magst, wenn Du es vermeiden kannst ständig auf IHN zu warten, wenn Du es akzeptierst, dass sich das ganze Familienleben nach seinem Dienstplan richtet, ja dann wage es und lasse dich auf dieses erste Date ein!

Manchmal kann man auch Glück haben - ich wünsche es Dir.

w, 57
 
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  • #20
Ich bin weder selber Arzt, noch mit einem verheiratet (gewesen) und damit leider wieder kein Volltreffer für die FS. Aber beruflich bin ich als Physiotherapeutin "nah dran" an den Ärzten.
Ich glaube, daß der Diskussion hier noch einige entscheidende Aspekte fehlen:
Meiner Meinung nach ist der Beruf sehrwohl wichtig für die Partnerwahl, zumindest, wenn der Beruf aus Begeisterung und Überzegung gewählt wurde. Das gilt insbesondere für eben diese beiden Berufe, die sehr tiefe Eingriffe in das Leben anderer Menschen bedeuten: Ärzte und Lehrer:
Da ich beinahe Lehrerin geworden wäre, kann und darf ich heute sagen: Lehrer sind bei fast allen anderen Berufsgruppen höchst unwillkommen, da sie alles "besser wissen". Davon sind besonders betroffen: Automechaniker, Baumarkt-Mitarbeiter, alle Handwerker, Physiotherapeuten usw. (die ja allesamt auch noch zu ihrem Unglück keine Akademiker sind), aber auch Juristen und eben vor allem Ärzte.
An diese Vorurteile sollte die FS denken und sie für sich überprüfen. Außerdem sollte sie sich Gedanken, machen, was es bedezten kann, Arzt zu sein und ihn ev. auch dazu befragen.

Es ist ein Riesen-Unterschied, ob der Arzt in einer niedergelassenen Praxis, im Krankenhaus, einer Privatklinik usw. arbeitet und in welcher Fachrichtung. Die Supervision oder psychologische Betreuung von medizinischem Personal (und dazu gehören auch Ärzte) ist in Deutschland extrem schlecht.
Das bedeutet, daß Ärzte, die z.B. in der Onkologie, oder schlimmer... der Kinder-Onkologie arbeiten, einfach einer psychischen Belastung ausgesetzt sind, die man nur mit gutem Rückhalt in der Familie überhaupt auszuhalten in der Lage ist, oder eben allein (mit guten Freunden). Dafür ist bei ihm vermutlich nicht ganz sooft "Notfall-Time".
Der Chirurg hat viele Erfolgserlebnisse, aber auch Niederlagen, sie gehen schneller als s.o. und er hat ständig Notfälle.
Der niedergelassenen Hausarzt hat sehr viel mit Familienschicksalen zu tun, insbesondere auf dem Land und ist oft persönlich involviert. Außerdem steht sein bürokratischer Aufwand (falls er auch noch allein in der Praxis ist, noch schlimmer) in keinerlei Verhältnis zur Zeit für den Patienten und damit zu dem, was er eigentlich mal als großes Ziel hatte. Er steht ständig mit einem Fuß im Knast, muß immer da sein und bekommt zu wenig Geld für diesen Job.

Das alles spielt außer dem reinen "Zeitfaktor" imho eine große Rolle bei der Beurteilung eines Arztes in bezug auf seine "Tauglichkeit" als Partner.
 
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  • #21
Ich bin alleinerziehende mutter von 3 kindern und vollzeit beruflich tätig. und habe einen lebensgefährten, treibe sport und pflege einen großen freundeskreis.

bitte keine vorschnellen vorurteile wg zeitmangel oder ähnlichem.

w44
 
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  • #22
Liebe Fragestellerin,
Du hast den Mann noch nicht einmal gesehen und er Dich auch nicht.

Nun machst Du Dir schon Gedanken, ob er Zeit für die Familie haben wird. Welche Familie denn? Bis jetzt ist noch kein Kind durch Telefonkontakt entstanden.
Ob er die Kinder in den Kindergarten bringen kann oder ob Du alles alleine machen wirst steht doch zur Zeit noch garnicht zur Debatte. Meinst Du nicht, dass Du der Realität ein bisschen vorgreifst?

Falls Ihr zusammenkommt und Euch dann nach der Geburt des zweiten Kindes trennt, machst Du danach alles alleine. Falls er am 40. Geburtstag einen Herzinfarkt hat oder Krebs bekommt oder einen Autounfall hat, machst Du auch alles alleine mit den evtl vorhandenen Kindern.

Man kann sich nicht gegen das Leben versichern. Du solltest also grundsätzlich nur dann Kinder in die Welt setzen, wenn Du dazu bereit bist, diese Kinder notfalls alleine grosszuziehen.

Vielleicht macht er ja noch eine Ausbildung zum Facharzt und eröffnet eine Gemeinschaftspraxis, wo er dann nur von 8 - 14 Uhr arbeitet? Ein Arzt muss doch nicht ausschliesslich im Krankenhaus arbeiten und Schichtdienst machen. Man kann durchaus auch als Arzt in Teilzeit arbeiten.
Du bringst ja auch Geld nach Hause, wenn Du arbeitest.

Sieh Dich am besten mal um, in welchen Familienverhältnissen Deine Schüler leben. Ich gehe von 25 Schülern aus.
Du wirst feststellen, dass 8 von ihrer Mutter allein erzogen werden, bei 8 ist der Vater unter der Woche in einer anderen Stadt, bei 3 ist der Vater arbeitslos und bei 6 erziehen beide Eltern, wohnen und arbeiten im einzugsgebiet der Schule und die Mutter arbeitet Teilzeit und macht den Grossteil der Erziehung und des Haushaltes.

Du sitzt doch an der Quelle, Du weisst doch, wie die Eltern Zeit für Familie haben. Wie viele Deiner Schüler haben Ärzte als Vater? Kommen die regelmässig zum Elternabend? Holen und bringen sie ihre Kinder zur Schule?

Viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Partner
 
  • #23
@#21: "Meinst Du nicht, dass Du der Realität ein bisschen vorgreifst?"

Nein, das tut sie ganz sicher nicht. Ich finde es vernünftig von der Fragestellerin, dass sie sich VOR einer Beziehung darüber Gedanken macht, ob diese Sinn macht oder nicht.

Weiterhin argumentierst du, dass ihr Kontakt ja auch mit 40 einen Herzinfarkt bekommen kann. Dann frage ich dich: Welche Wahrscheinlichkeit ist größer? - Dass er mit 40 einen Herzinfarkt bekommt. Oder dass er mit 40 einen Herzinfarkt bekommt ODER zu wenig Zeit in der Beziehung haben wird.

Auch bei der statistischen Auswertung der Familienverhältnisse von Schulklassen kann ich deine Haltung nicht nachvollziehen. Selbst wenn diese Zahlen alle so stimmen, so wäre doch die richtige Konsequenz daraus, alles zu versuchen, um nicht noch die 9. alleinerziehende Mutter von 26 Schülern zu sein bzw. die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass das passiert.
 
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  • #24
#19 trifft es m.E. genau. Dem gibt es nicht viel hinzuzufügen. Vielleicht noch ein Beispiel: Mein Nachbar hier im Haus ist Internist mit eigener Praxis in Großstadt-Randlage und kommt jeden Abend pünktlich um 19.10 Uhr nach Hause. Die Praxis liegt um die Ecke. Mittags hat er von 14-16 Uhr Pause, die er auch zu Hause verbringt, abgesehen von Mittwoch, wo seine Praxis durchgehend geöffnet ist. Abends ist er regelmäßig mit seiner Freundin zusammen. An den Wochenenden sind sie unterwegs. Er putzt seine Wohnung selbst und auch noch Treppenhaus und Keller, wenn er dran ist, was mich schon selbst wundert. Ausserdem betreibt er auch noch eine Sportart und nimmt an Wettkämpfen teil.

Ich kann bei ihm keinen Zeitmangel erblicken. Seiner Freizeit nach zu urteilen wäre er (Mitte 40) der ideale Ehemann und Vater. Das sieht bei Krankenhausärzten, Onkologen usw. natürlich völlig anders aus, siehe #19.

Liebe FS, jeder Mann, der heutzutage gutes Geld verdienen will, muss normalerweise auch richtig was dafür tun. Da ist Toleranz gefragt und zwar nicht nur Ärzten gegenüber. Mein Mann war Unternehmer, verließ spätestens um 7 Uhr das Haus, kam abends unregelmäßig heim, mittags nie und musste manchmal auch an den Wochenenden nach dem Rechten sehen. War er dann hier, ist er oft vor Erschöpfung erst mal auf der Couch eingeschlafen. Trotzdem hatten wir Zeit füreinander, konnten unsere Hobbies zeitlich gut aufeinander abstimmen und haben viel gemeinsam unternommen.

Ein Mann, der durchgehend zu Hause ist, ist m.E. ein viel größeres Problem und zwar sowohl für ihn als auch für die Frau, aber das ist ein anderes Thema.
w57
 
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  • #25
w 52
Noch ein anderer Aspekt scheint mir sehr wichtig zu sein: Leidenschaft und Liebe auch zum Beruf!
Ich bin Ärztin und habe während der Kindererziehungszeit im Krankenhaus gearbeitet, inzwischen bin ich niedergelassen. Meine erwachsenen Kinder haben mitbekommen, wie gerne ich meinen Beruf ausübe und haben die Fähigkeit herausgebildet, selber gerne zu arbeiten. Außerdem haben sie durch meine zeitliche Belastung frühzeitig viel Selbständigkeit erlernt, was ihnen heute zugute kommt.
Meine Partnerschaft scheiterte unter anderem daran, dass der Mann seine Arbeit eher als Broterwerb ansah und seinen Berufsalltag beklagte und damit das ansonsten intensive und fröhliche Familienklima trübte.
Ich plädiere also für die Leidenschaft, sowohl zum Partner, als auch für den Job.
Viel Erfolg beim Entwickeln derselben!sjmf
 
  • #26
@#24: Leidenschaft und Liebe ist aber etwas, was man nur in begrenztem Maße und konzentriert aufbringen kann. Wenn davon schon viel in den Job fließt, bleibt entsprechend weniger für anderes übrig, zum Beispiel für den Partner und Hobbys.

Gegen ein bisschen berufliche Leidenschaft ist natürlich nichts einzuwenden, wenn man was bewegen will. Aber zumindest den niedergelassenen Ärzten nehme ich einfach nicht ab, dass sie angeblich alle so leidenschaftlich sind. Ich vermute den schnöden Mammon als viel niedrigeren Beweggrund für die langen Arbeitszeiten. Vielleicht kannst du ja mal als Insiderin sagen, warum diese Geldversessenheit gerade bei Ärzten so eklatant auftritt. Wird das allein durch die Gelegenheit getriggert?
 
  • #27
Also ich kenne mehrere niedergelassene Ärzte auch privat und sie alle berichten von SEHR LANGEN Arbeitszeiten. Schon die Sprechstunden sind lang, dann noch der Bürokram und am Wochenende und abends oft Fortbildungsveranstaltungen. Hinzu kommen vorgeschriebene Notdienstzeiten und blockierte Wochenenden. Bei Krankenhausärzten stört der Schicht- und Nachtdienst, der Wochenend- und Notdienst. Sie sind oft übermüdet und gestresst.

Ärzte haben wenig Freizeit. Wer auf viele gemeinsame Aktivitäten und viel gemeinsam verbrachte Zeit wert legt, der ist mit einem Arzt als Partner einfach schlecht bedient. An der Seite eines Arztes führt man ein sehr gut versorgtes, aber einsames Leben. Das ist Fakt.
 
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  • #28
w 52
Ich glaube nicht, dass wir Menschen nur ein bestimmtes Kontingent an Leidenschaft haben, welches wir hier- oder dahin verteilen können. BistDu Arzt, dass Du das mit der Geldversessenheit so genau weißt?
Mir sind jedenfalls Lebensfreude, leidenschaftliche Hobbys und menschliche Kontakte wichtiger, als Geld.c
 
  • #29
@#27: Nein, ich bin kein Arzt - viel schlimmer noch, ich bin ab und zu mal Patient! Und deswegen weiß ich das mit der Geldversessenheit umso genauer. :)
 
  • #30
@28
genau Thomas, es gibt kein Gesetz das lange Öffnungszeiten für Praxen vorschreibt. Es gibt aber mittlerweile Teilzeitjobs, es gibt Papiertigerjobs , es gibt Nachfrage nach Ärzten in vielen Ländern, man muss nicht 60h arbeiten und man ist auch nicht gezwungen in Deutschland zu arbeiten...........
Verglichen mit anderen Berufsgruppen sind Aerzte auf Rosen gebettet, manche jammern aber lieber in der Hoffnung dass man ihnen dann den Schotter eher gönnt
Facharzt , 30h
 
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