• #61
Keine Frau muss sich in einer normalen Beziehung unterordnen und sich mit einem minderwertigen Job abgeben, da gibt es ja auch noch etwas dazwischen.
Genauso wenig machen Männer immer "Karriere", was auch immer dieses Wort aussagt. Es gibt Berufe in denen man gut verdient ohne Karriere machen zu müssen.
Frau könnte ja auch einfach den Kinderwunsch ausnahmsweise mal in den Vordergrund stellen, sich dann sagen wir mal während der ersten drei Jahre auf die Kindererziehung konzentrieren, und dann wieder in ihrem alten BERUF weiterarbeiten, ohne auf "Karriere" fixiert zu sein. Und das muss ja kein minderwertiger "Job" sein. Und so würde es auch für alle gut funktionieren.

Eine selbstbewusste Karriere-orientierte Frau eignet sich nun mal nicht ideal zur Familiengründung. Dieses Lebensmodell muss der Partner auch wollen, dann kann das funktionieren. Doch dann prallen u.U. zwei dominante Personen aufeinander, was auf Dauer nicht funktioniert. Von daher braucht eine starke Frau eher einen noch stärkeren Mann, was die Auswahl wieder kleiner macht.
 
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  • #62
Kann ich nicht bestätigen.
Ich gehöre zu den hier diskutierten sehr gebildeten Frauen mit zwei Uniabschlüssen. Ich habe einen großen Freundeskreis, bin viel unterwegs und unabhängig.
Gut, die Männer, die eine Hausfrau suchen, können mit mir nichts anfangen. Ich aber auch nicht mit denen! Von daher ist doch alles super.

Und ich bin ehrlich- ich suche auch nach einem Partner auf Augenhöhe und wenn mir jemand sagt/schreibt, dass er nicht studiert hat, bin ich erstmal vorsichtig. Wenige Männer können mit einer "schlaueren" Frau umgehen.
Aber wie hier schon geraten worden ist- es gibt genügend Workaholics in Führungspositionen, die Single sind, weil sie so lange im Büro hängen ;).

Auch ich dachte, der Markt hätte mit Mitte 30 nichts mehr zu bieten, aber dem ist ganz und gar nicht so! Man ist für Männer von 30-40 sehr interessant.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man sich beim Weggehen ganz normal mit Männern unterhält, freundlich und humorvoll ist, bekommt man sehr positives Feedback. Keiner meiner Flirtpartner hat sich groß für meinen Beruf interessiert oder je nach meinem Gehalt gefragt!
Ich antworte nur, dass ich bei der Stadt arbeite und dann ist Ruhe. Mehr muss man einem Fremden auch nicht von sich verraten finde ich.
 
  • #63
Keine Frau muss sich in einer normalen Beziehung unterordnen und sich mit einem minderwertigen Job abgeben, da gibt es ja auch noch etwas dazwischen.
Genauso wenig machen Männer immer "Karriere", was auch immer dieses Wort aussagt. Es gibt Berufe in denen man gut verdient ohne Karriere machen zu müssen.
Ich denke, es geht eher darum, dass die Frau entsprechend "unter" dem Mann bleibt. Wenn er nicht Karriere macht, soll sie auch nicht. Ist natürlich pauschal gesagt, es gibt Männer, denen das nichts ausmacht. Aber ich kenne es halt auch so, dass die Frau Zeit haben muss, wenn der Mann meint, dass sie Zeit haben muss, dass er nicht seinen einfachen Job kündigen will, um mit ihr wegzuziehen, weil sie karrieremäßig wo aufsteigen kann und dort hinziehen will. Also ihr Karrieremachen darf nicht die Beziehung "beeinträchtigen", und was "Beeinträchtigen" sein soll, legt der Mann natürlich für sich fest. Es ist vorstellbar, dass eine Frau, die sich lieber auf die Beziehung konzentriert und zusieht, dass sie Zeit mit dem Mann verbringt, statt Zeit für ihre Karriere zu haben, einfach die bequemere Partnerin ist.

Ich kenne nur eine Ehe, die ich als wirklich glücklich und auf Augenhöhe einordnen würde und bei der ich auch sehe, dass sich die beiden wirklich schon seit über 25 Jahren lieben. Da hat keiner berufliche Ambitionen gehabt, beide haben seit über 20 Jahren den gleichen Job, vermutlich mit Gehaltserhöhung, aber keine Beförderungen.
 
  • #64
Zwei Karrieremenschen, das ist eben fast unmöglich, gerade wenn Kinder geplant sind. Es ist ein kräftezehrender Machtkampf.Daran ändert die Emanzipation nichts, zumindest nicht solange, bis Männer auch Kinder austragen und danach erstmal körperlich erschöpft sind;)
Auch wenn es nervt, aber Frauen müssen sich früher und klarer positionieren, wo ihre Prioritäten liegen.
Eine gute Freundin hat es clever gemacht, sie hat sich in jungen Jahren in der Ehe mit einem gutverdienenden und familienfreundlichen Arzt 12 Jahre ausschließlich auf ihre Kinder konzentriert, freiwillig und gerne; als die Ehe in beiderseitigem Einvernehmen geschieden wurde, da man sich auseinandergelebt hatte, konnte sie mit fast 40 entspannt studieren und hat heute eine eigene Praxis. Die Ressourcen waren da und für alle war das so in Ordnung. Das ist natürlich ein Idealfall ohne verbrannte Erde.
 
  • #65
Lass das Grübeln und teste Wege, auf denen das "Ansprechen" weniger mit Hürden versehen ist, Online-Dating, Tanzkurs, Single-Reise ... und überlege dir vor allem, was für einen Mann du suchst und wo sich diese Männer bevorzugt aufhalten.
Wer weiss das schon genau, woran es genau liegt, warum sie nicht von Männern angesprochen wird. Es ist vermutlich vollkommen sinnlos darüber zu schreiben oder zu diskutieren, denn jeder Mann und jede Frau ist unterschiedlich und jeder Mann und jede Frau einen eigenen Geschmack und Gefallen am anderen Geschlecht findet.

Auch ist es nicht von Erfolg gekrönt, sich in bestimmten Kreisen zu bewegen, wo sie ihren bevorzugten Mann zu finden glaubt. In jedem Sportverein oder Golfclub oder Singlereise z.B. gibt es verschiedene Charaktere, Männer die seriös sind und ernste Absichten haben, Männer die nur auf eine kurze Affäre aus sind usw.

Das Leben ist nicht planbar - egal was sie oder wir alle versuchen, um den passenden Partner zu finden. Weil die Vorstellung, wie ein Partner zu sein hat, damit er zu uns passt nicht mit der Realität übereinstimmen muss. Vielleicht findet sich gerade per Zufall der passende, wenn man es am wenigsten erwartet.

Meine Mutter sagte: das ist eigentlich nur ein Glücksfall am richtigen Ort, zur richtigen Zeit den richtigen Partner zu finden.

Ich glaube heutzutage herrscht auch eine zu grosse Freiheit und Wahlmöglichkeit an potentiellen Partnern, insbesondere wenn man an die unzähligen online Plattformen denkt. Die meisten Singles leben mit dem Gefühl den optimalen Partner zu finden und sich ja nicht festzulegen, denn man könnte immer einen besseren verpassen. Es gibt immer etwas, was einen Menschen stört: sei es das Lachen, die Figur, die Art wie man redet, die Ausbildung, das falsche Hobby oder die unmöglichen Freunde.

Bin irgendwie selbst zum Schluss gekommen, dass wir alle nur im Nebel stochern und in Wirklichkeit gar nichts wissen und auch nicht mal ahnen, weshalb etwas nicht funktioniert wie wir uns das wünschen. Abgesehen davon glaube ich dass eine bestimmte Person nicht mal ganz genau erklären kann wenn man sie fragt: "was hat dich denn an mir gestört oder was hat dir nicht gefallen" nicht mal ganz genaue konkrete Antworten geben kann. Meistens wird doch die schwammige Antwort gegeben: es passt nicht! Und dabei findet die Liebe so zu sagen über die Nase ihren Weg und zwar über den körperlichen Geruch. Man mag den anderen gut riechen oder nicht, es geht nur um die Chemie, die stimmt oder nicht und die man gar nicht rational erklären kann.
 
  • #66
Ich kann nur für mich als Mann sprechen. Eine Partnerschaft sollte beiden Partnern die Energie zurückgeben, die für den Verteilungskampf da draussen benötigt wird. Wer sich diesem Kampf permanent anbietet wird auch die ein oder andere Schlacht verlieren. Das ist normal und sollte allen bekannt sein. Ich als Mann hätte die Befürchtung, NICHT die Angst, dass eine starke Frau mich nach einer verlorenen Schlacht, die ein paar Tage zulang Spuren hinterlassen, wegwirft oder austauscht like Abwrackprämie. Diese Befürchtung hätte ich weniger bei einer weniger starken Frau. Unterstrichen wird diese Befürchtung übrigens durch die hier zu lesenden Zeilen: bin ich (Frau) zu stark, bist du (Mann) zu schwach. Lieben Frauen Männer, die schwächer sind als sie selbst? Ganz ehrlich !?. Auf der anderen Seite käme für mich keine Frau in Frage, die sich nicht auf gleicher Augenhöhe mit mir befindet. Denn es ist wichtig, dass ich sie verstehe und sie mich. Wenn ich mich i.R. einer Forschungsarbeit sehr gerne für ihre Meinung interessiere, z.B. wie sich massenpsychologisches Verhalten mathematisch besser darstellen lässt und wie man dieses Nutzen könnte, nur kommt... Schatz, egal, hab mir ein paar schöne Schuhe gekauft, dann ist das halt auch nichts. Und nun? Für was also entscheiden ?. In meinem Fall hat mir das Schicksal die Entscheidung abgenommen. Wenn das allerdings nicht so wäre, gäbe es ein Hin und Her zwischen Anspannung oder Unbefriedigigung. Ob das stärkt? Inwieweit nun dieses allerdings tatsächlich so ist, können die Frauen nur selbst beantworten in dem sie sich damit érnsthaft auseinandersetzen.
 
  • #67
Danke lieber @Klaus, genau so einen Mann wünsche ich mir :)! Aber, wo sind sie nur alle hin???

w(29)
Liegt nur an den Frauen selbst. In den jungen Jahren auf den Macho stehen, mit Mitte 30 feststellen dass der Typ "oben" vergeben ist.
Setzen der falschen Prioritäten.
Ab und an läuft auch ein Typus Mann wie oben in der freien Wildbahn herum und ist noch zu haben.
Achja.. editieren geht ja nicht mehr...

Ich als Mann habe keine "Angst" (was für ein Wort) vor "starken" Frauen.
In einer Beziehung lebt man auf Augenhöhe und jeder Partner hat seine Stärken und Schwächen.

Was die FS als "stark" bezeichnet ist wohl eher "dominant". Und nein, kein Mann oder Frau steht auf dominante Partner außer sie mögen es expliziet haben.

In einer Beziehung akzeptiert man die eigenen Schwächen und Stärken, sowie die des Partners. Solange keiner der beide Partner dies im negativen Auszunutzen ist alles in Ordnung. Es ist eigentlich sogar ein Gewinn, da dies zu positiven Synergien führen.
 
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  • #68
Moin,
sag ich auch mal was in diesem langen Thread. Ich mag meine Freundin, gerade weil sie so stark ist. Sie ist nicht nervig, nicht rechthaberisch, aber sie ruht in sich, weiß, was sie will. Sie sagt mir, dass sie es genießt, in unserer Beziehung schwach sein zu dürfen .Das ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Vor allem kommt es wohl darauf an, nicht herumzueiern, ehrlich zu sein. Das hört sich trivial an, für mich persönlich ist es aber durchaus eine - finde ich - "heilsame" Erfahrung.

manchmal
 
  • #69
@manchmal, danke.

Stärke, egal ob bei Mann oder Frau, bedeutet für mich, zu seinen Schwächen zu stehen, zu Fehlern, Irrtümern.
Die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen, statt Schuldige zu suchen.
Gefühle zuzulassen, eben nicht permanent "stark" sein, sondern sich genauso fallen lassen, anlehnen, um Unterstützung bitten.

Für mich ist es eine gute Partnerschaft, wenn beide Selten beides können, man sich ergänzt, mal eine/r sagt, lehn Dich am, lass mich darum kümmern, und der andere es zulässt und vertraut. Völlig unabhängig vom Geschlecht.
Stärke bedeutet für mich Standing, ein gesundes(!) Selbstbewusstsein, Achtsamkeit mit sich und anderen, eine gewisse Gelassenheit.

Kein permanentes Sich beweisen müssen oder abhängig sein vom Lob der anderen, auf einem Sockel stehen müssen, Diminanzverhalten - das alles ist Schwäche.
 
  • #70
Stärke, egal ob bei Mann oder Frau, bedeutet für mich, zu seinen Schwächen zu stehen, zu Fehlern, Irrtümern.
Die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen, statt Schuldige zu suchen.
Gefühle zuzulassen, eben nicht permanent "stark" sein, sondern sich genauso fallen lassen, anlehnen, um Unterstützung bitten.
Das ist wohl das, was auch die meisten Männer in einer Partnerschaft suchen. Die Diskussion geht hier etwas aneinander vorbei. Ich denke, viele Männer machen Erfahrungen mit Frauen, die sich selbst als "unabhängig und stark" bezeichnen und in Wirklichkeit eher von der dominanten Sorte sind. Mit dem von Dir beschriebenen Typ Frau dürfte kaum ein Mann Probleme haben, erst Recht keine "Angst".
 
  • #71
Stärke, egal ob bei Mann oder Frau, bedeutet für mich, zu seinen Schwächen zu stehen, zu Fehlern, Irrtümern.
Die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen, statt Schuldige zu suchen.
Gefühle zuzulassen, eben nicht permanent "stark" sein, sondern sich genauso fallen lassen, anlehnen, um Unterstützung bitten.
Ich sehe das ganz genau wie du und unterschreibe jedes Wort deines Beitrags! Aber leider, leider musste ich schon in der Vergangenheit feststellen, dass genau diese Eigenschaften von vielen Menschen eben nicht als stark angesehen werden, Gefühle zeigen wird immer noch sehr oft mit "schwach sein" übersetzt. Wer sich entschuldigt, ist automatisch im Unrecht gewesen und so weiter! Ich wünschte mir, es würden mehr Menschen so sehen wie du!

w(29)
 
  • #72
@Lebens_Lust, das ist ja Quatsch.

Wenn der beschrieben Frauentyp so erfolgreich wäre, gäbe es keine Diskussion. Die FS schreibt ja, sie ist bodenständig, entspannt, gelassen und hat doch keinen Partner.
Dagegen haben die echten Zicken (die ich auch kenne) ein Herz von einem Mann.

Der Punkt ist: Obwohl sie Zicken (stark und teilweise kompromisslos) sind, bleibt der Mann.
 
  • #73
Gerade jetzt hatte ich eine Diskussion mit einem Freund über dieses Thema.

Für mich zwar unverständlich, aber vielleicht Männerlogik.
Dieser Typ Frau ist durchaus eine Traumfrau, ein Ideal - mit noch einigen nicht unwesentlichen Komponenten, die hier eher am Rand genannte sind.

Nur in der Realität möchte man(n) sie eben nicht, weil er sich daneben unperfekt fühlt, zu klein, zu wenig gebraucht, etc.
Dann lieber weniger, lieber die Zicke, o.ä., und die Welt bleibt in Ordnung.
(Er für sich sieht es anders - her mit der Traumfrau :), aber das das Resümee männlicher Gespräche.

Verstehen kann ich es nicht wirklich, denn es ist niemand perfekt, auch keine Traumfrau oder Traummann.
Und warum man(n) dann quasi ein Überlegenheitsgefühl benötigt, um sich als Mann zu fühlen?
Nun, ich bin eine Frau, vielleicht komme ich deswegen bei dieser Denke nicht mit. Und es denken glücklicherweise ja wirklich nicht alle Männer so.
 
  • #74
Wenn der beschrieben Frauentyp so erfolgreich wäre, gäbe es keine Diskussion.
Die kommt meiner Meinung nach nur zustande, weil die sich als "stark" bezeichnenden Frauen nicht die Eigenschaften wie Verantwortung fürs eigene Handeln übernehmen und um Unterstützung bitten können usw. haben. Sie sind einfach konkurrenzbetont und dominant, statt diese "andere Stärke" zu haben, die aber Männer meinen, wenn sie sich das in einer Beziehung wünschen. Das setzt aber voraus, dass der Mann dieselbe Reife hat, sonst würde er ja bei Unterstützungsuchen das wieder als Triumph für seine Überlegenenheit sehen.
Aber dahingehend stimme ich Dir auch wieder zu. Mit Reife kann ein unreflektierter Mann nicht umgehen, weshalb er statt der "starken Frau", die um Hilfe bitten kann usw., lieber die zickige Frau haben will, die nicht logisch argumentiert, sondern zickt, weint und wütet und damit zeigt, dass sie schwach ist (argumentiert ja nicht, sondern ist verzweifelt). Die kann meist auch gut über Emotionen manipulieren, und das ist was, auf das viele Männer stehen, weil dazu auch Augenaufschlag, Bewunderung und andere Weiblichkeiten gehören, die verführerisch sind.
Eine, die den Mann mit Tränen oder Schmollen weichkocht, lässt ihm das Gefühl, er macht was aus Nachsichtigkeit, Nachgiebigkeit mit seinem Liebling und nicht, weil er im Unrecht ist. Das gibt dann immer noch ein Machtgefühl, wird aber dann sehr ungemütlich, wenn er merkt, wie er manipuliert wird und dass er die ganze Zeit nachgibt und es selten mal um seine Wünsche geht.
So erklär ich mir das und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Obwohl sie Zicken (stark und teilweise kompromisslos) sind, bleibt der Mann.
Weil sie nicht wie er sind und deswegen nicht konkurrieren.
 
  • #75
@void mir ist aufgefallen du benutzt das Wort "Konkurrenz" sehr oft, dennoch verstehe ich nicht genau, auf was das bezogen ist.

Ich wurde z.B. zur Selbständigkeit erzogen und kann vieles eben alleine… Vom Möbelaufbau bis zu den Reparaturen im Haushalt.
Ich koche, habe Hobbys, etc. pp. Nur beim Auto und Tragen von schweren Gegenständen gerate ich an meine körperlichen Grenzen.

Mein 1. Freund meinte zu mir, ich würde keinen Mann benötigen.
Jetzt dämmert es auch mir langsam warum und warum viele Männer, wenn sie mich näher kennen teilweise abgeschreckt sind.
Ich will keine Konkurrenz zum Mann sein, ich will ihn aber auch nicht wegen jeder "Kleinigkeit" anhimmeln müssen, wenn ich sehr genau weiß, wie es geht.

Bis heute weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll, wenn mir ein Mann die Tür öffnet und ich vorher eintreten darf. Es ist nicht so, das ich es nicht mag, es war damals in meiner Abi-Zeit oder im Studium eben nicht üblich und ist nicht of vorgekommen….
 
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  • #76
Ich habe mir nicht alles durch gelesen, muss ich aber auch nicht das es immer dasselbe ist: "Starke" Frauen sind Single weil die Männer Angst davor haben.
Was für ein Schmarren!
Ich habe viele Single-Freundinnen und - Bekannte in meinem Alter und ich finde es teils lächerlich dass sie sich als zu "stark" für Männer bezeichnen.
Diese Frauen sind durch die Bank unflexibel, rechthaberisch und leider auch unfeminin gekleidet und übergewichtig. Dazu kommt noch oftmals die Esotherik und vegan/vegetarisch/ovo/lacto oder sonst was - ist doch logisch dass da viele Männer weglaufen.
Aber genau so ist es, als Beispiel: Eine Bekannte, laut, übergewichtig, schlecht angezogen (Jeans, Sneaker, Pulli Samstag Abend in einer halbwegs schicken Bar), Bier aus der Flasche trinkend, sass letztens da und jammerte da ein Mann, der sie angesporchen hatte, schon wieder weg war.
Ihre Theorie: Er ging wieder weil sie so stark ist, er hätte halt gleich bemerkt dass sie sich nicht unterbuttern lässt - was für ein Trugschluss und ein Selbstbetrug.
Ich habe dann nur gemeint ob sie wirklich davon ausgeht, stark zu sein weil sie für sich alleine sorgen kann - für mich ist das Kindergarten und selbstverständlich. Das sie tapezieren kann und Motorrad fahren, hat doch nichts mit stark zu tun.
Die einen gehen halt essen weil sie nicht kochen können/wollen und die anderen lassen den Maler kommen weil sie nicht malen wollen/können.
Nicht davon sagt etwas über den Charakter aus und schon gar nicht, ob jemand stark ist.
Aber es ist natürlich einfacher, den Männern die Schuld zu geben statt den 90 Kilo die einen wirklich unansehlich machen.
 
  • #77
So, wie ich das für mich rausgefunden habe, liegt es gar nicht an Selbständigkeit, Intelligenz usw. der Frau, außer der Mann ist unreif und mit Komplexen unterwegs. Dann wird ihn reizen, sie kleinzuhalten und ihr Selbstvertrauen schwächen zu wollen. Es liegt daran, wie sie sich als Frau definiert.

"Konkurrenz" meine ich bezogen auf das, worüber man meint, seinen Selbstwert, zu definieren und sich dadurch auch als tollen Partner zu sehen.
Eine Selbstdarstellerin über Mut, Intelligenz oder beruflichen Erfolg ist nur für Männer interessant, die auch auf partnerschaftlichen Konkurrenzkampf in diesen Disziplinen aus sind. Das sind mEn aber sehr wenige. Die Reflektierten wollen sowieso keine Selbstdarstellerin, die Unreflektierten stehen meist auf eine andere Form der Selbstdarstellung, nämlich eine mit "weibl. Eigenschaften".

Menschen mit kleinem Selbstwertgefühl denken, sie müssten dafür sorgen, dass der andere auch ja mitkriegt, was sie alles tolles können, haben, bieten, Geld, Intelligenz, perfekte Schönheit etc. Sie fordern eine Reaktion darauf ein für die Selbstbestätigung.
Kein Selbstwertgefühl ist an sich schon unattraktiv, aber der Mensch kann durchaus Erfolg haben, wenn es mit den Attributen kompensiert wird, die dem eigenen Geschlecht traditionell zugeordet sind. Also eine Frau, die ihr mangelndes Selbstwertgefühl über ihr Aussehen kompensiert, wird viel mehr Verehrer haben, als die, die es über ihre Intelligenz kompensieren will.
Menschen ohne Selbstwertgefühl brauchen viel Selbstbestätigung. Dazu wird gerade auch der Partner instrumentalisiert. Einer, der der Frau dauernd wegen ihrer Schönheit huldigen soll, kann das vielleicht noch tun, wenn sie seinem kleinen Ego wegen seiner Intelligenz huldigt, dh. keiner so selbstreflektiert ist, dass er das generell unattraktiv findet. Aber eine Frau, die sich über die Intelligenz definiert und in ihrem Partner auch noch diese Eigenschaft sucht, da sie traditionell denkt und daher sicher auch noch aufschauen will, produziert Konkurrenzstress. Denn sie wird sich spürbar wundern, wenn er was nicht weiß (echter Mann?!), und sie wird triumphieren, wenn sie was besser wusste (eigenes Programm zur Selbstbestätigung), was bei ihm Frust bis Aggressionen auslöst, weil er entweder auch seinen Selbstwert darüber definiert und gerade eine Niederlage eingesteckt hat oder aber sich einfach als Person herabgesetzt fühlt.

Dazu kommt: Eine Frau, die ihr weibl. Ego NUR darüber definiert, wie intelligent, erfolgreich etc. sie ist, hat nie die "traditionelle" Weiblichkeit entwickelt und ist dahingehend unsicher, kann nicht flirten usw. Das aber ist es gerade, was so anziehend ist - das Beherrschen der "typischen Verhaltensweisen", die zur Annäherung einladen statt zum Schw**nzvergleich.
Das ist nun meine Erfahrung, mehr nicht. Aber ich hab es oft gesehen und mich gefragt, was da abläuft.
 
A

Arcturus

  • #78
Das Schöne heutzutage ist ja nun mal, dass Frauen eigentlich allein überleben können. Ob eine Frau nun in einer Führungsposition arbeitet, als Beamtin oder Angestellte in einer Behörde oder beispielsweise als Kassiererin im Supermarkt. Das finde ich völlig normal.

Für sich selbst aufkommen zu können bedeutet für mich nicht automatisch, "stark, unabhängig und selbstbewusst" zu sein.
Endlich mal eine Richtigstellung.
GENAU so ist es - für sich selbst aufkommen, keinem auf der Tasche liegen und keinen Mann allein wegen der finanziellen Absicherung suchen - DAS ist Gleichberechtigung.
Aber DAS ist eben das, was im Zeitalter der Gleichberechtigung Normalität sein sollte.

Ich würde mich selbst als sehr gebildet beschreiben, aber das ist widerrum auch nicht mehr, als jeder andere (erfolgreich) berufstätige Mensch auch hat. Daher frage ich mich, stimmt das wirklich? Haben Männer Angst vor selbstbewussten Frauen?
Tatsächlich - und hier kommt die Ansicht der FS ins Spiel - soll das aber das Alleinstellungsmerkmal "stark, unabhängig und selbstbewusst" sein.
Nein, das ist es eben nicht - es ist Normalität, sollte es zumindest sein.

Eine Frau, wie die FS, die also das tut, was unter den Zeichen der Gleichberechtigung das Gebot der Normalität ist, sich aber so sieht, als wäre das etwas Besonderes, überhöht sich selbst.
Das wiederum wirkt nicht anziehend sondern eher vergleichgültigend auf Männer.

Liebe FS @JeanneD'Arc, stelle Dir doch mal die Frage, ob Du einen Mann automatisch anziehend fändest nur allein deshalb, weil er von sich sagte, daß er Gleichberechtigung nicht nur meint, sondern lebt.
Würdest Du einen Mann deshalb mögen, weil er darauf besteht, daß ihr in einer Partnerschaft beide in gleicher Arbeitszeit (Vollzeit oder Teilzeit) arbeitet, daß ihr beide denselben Anteil in Haushalt und Familieneinkommen erbringt, daß ihr beide gleiches Wahl- und Rederecht habt?
Nein?

Also warum soll umgekehrt ein Mann eine Frau bevorzugen, nur weil sie das vorgibt zu leben, was man Gleichberechtigung nennt?
Denn das was Du, liebe FS "Abstoßung" oder "Angst" nennst, ist einfach nur fehlende Anziehung aufgrund von, als Alleinstellung betrachteten Allgemeinplätzen.

Mein guter Rat:
Such Dir etwas, was Dich für einen Mann wirklich anziehend macht und mache damit für Dich Werbung - Selbständigkeit ist es defintiv nicht, denn diese ist ein kategorischer Imperativ, wie es Kant sagen würde.

m47
 
  • #79
Ehrlich - zu diesen ewigen Diskussionen und den ganzen Theorien fällt mir nur ein, dass es eine der ernüchterndsten Erfahrungen der Online-Partnersuche war, die Aussage in mehr als jedem zweiten Profil zu lesen, dass die Person, die der Mann einmal gerne treffen würde, Penny aus "The Big Bang Theorie" ist. Mehr muss ich nicht wissen, was so ein Mann sucht. Und auch in der Firma sehe ich, bei welchen Frauen der Zulauf am größten ist - nicht bei den schlausten. Und das sind auch genau die, die eben jemanden suchen, der sie heiratet und finanziert und sie für den Rest des Lebens ausgesorgt haben. Also hört bitte auf, zu reden, Männer würden selbständige Frauen wollen. Wollen die nicht. Sind sie verliebt in eine Frau, die sich nicht "selbst finanziert", ist denen das reichlich egal. Später ist das Geheule umso größer und die sich selbst finanzierenden Frauen bekommen den ganzen Frust ab, die volle Ladung.
 
  • #80
Dem muss ich Widersprechen.

Wenn eine Frau alles kann und weiß (überspitzt gesagt), hübsch und attraktiv, super erfolgreich, angesehen ist und viel verdient (z.B. 1Mio im Jahr), dann kann kein "Normalo" da mithalten.
Angenommen die Frau verliebt sich in so einen Durchschnittsmann, würde die Beziehung halten?
Ich denke nicht! Denn der Mann würde sich vermutlich neben ihr klein fühlen, wenn er kein "Hausmann" sein möchte.

Und bei totaler Gleichberechtigung (wie du hervorhebst) gilt das selbe. Angenommen beide sehen gleich gut aus, sind im ähnlichen Alter, verdienen ähnlich, haben gleiche Hobbys, gleiche Stärken und Schwächen, ähnliche Vorstellungen und Lebenserfahrung…..
Das wird auch nicht gehen, denn die Frau kann nicht "aufschauen" und "anhimmeln" (es sei denn sie schauspielert).
Sie kann dem Mann die Bestätigung nicht geben, die er vielleicht braucht.
 
  • #81
@EarlyWinter , du erhältst meine vollste Zustimmung.

Penny ist hübsch, hat Träume, nicht gerade reich….ABER
sarkastisch, selbstbewusst und schlagfertig.
Scheinbar ein Traum.

Auch ich durfte oft feststellen das manch Männer so etwas mögen, da nicht nur ein Mann zu mir meinte ich wäre in den Konversationen nicht so langweilig.
Diese Männer mochten den verbalen Kampf und die Schlagfertigkeit.
Mir wurde es aber auf Dauer zuviel, da ich das Gefühl hatte sie bespaßen zu müssen und nicht ernst genommen zu werden.
 
  • #82
denn die Frau kann nicht "aufschauen" und "anhimmeln"
Nun, das hängt davon ab, was genau man an einem Menschen bewundert. Ich persönlich habe Achtung ausschließlich vor Charakterstärke und Herzenswärme und genau Null vor dem, wovon die meisten Menschen heute offenbar Achtung haben, wie äußere Attraktivität und vermeintlicher Erfolg. Der Mensch muss in meinen Augen für bestimmte Werte stehen und diese auch konsequent leben, zu sich selbst stehen und wissen, was er will. Statt wie der eine Zeitgenosse hier im Forum einen Golf als "nur" Golf zu bezeichnen. Da weiß ich sofort, mit wem ich es zu tun habe und suche das Weite. "Erfolgreiche", "äußerst/sehr attraktive" Menschen schlagen mich in die Flucht. Zu denen schaue ich weder auf noch herab, da will ich nur weg. Damit will ich nicht sagen, dass solche Menschen nicht auch Herzenswärme und Charakterstärke haben können, die Regel ist das nach meiner Erfahrung aber nicht.
 
  • #83
Es ist soooo traurig. Starke Frauen, starke Männer. Für mich ist das alles wirklich nur bla,bla.Ich habe Stärken und Schwächen. Genau wie meine Frauen (2) in "meinem" Leben das haben. Ich kenne keinen einzigen Menschen der nur Stark oder nur Schwach ist. Ich kenne Frauen wie auch Männer die so Stark wirkten, wenn man ihen aber mal auf den Zahn gefühlt hat, geheult haben wie Schlosshunde.Wo plötzlich ihre natürlichen Schwächen so heraussprudelten. Um beim Thema zu bleiben. Starke Frauen, was soll das mit dem Erfolgreich sein? Erfolg macht nicht Stark. Höchstens Sexy. Aber nur weil ich Erfolgreich bin, ja worin eigentlich? Ich arbeite und verdiene mein Geld. Vielleicht etwas mehr als ein anderer, weil ich etwas mehr riskiert habe oder einfach nur ein anderes Ziel hatte. Aber deshalb bin ich doch kein starker Mensch.Und Frau auch nicht. Diese sogenannten Frauen die hier als Stark beschrieben werden sind immer nur in der Masse stark. Bei Männern ist es doch nicht anders. Wer gibt denn schon gerne eine Schwäche zu? In der Berufswelt geht es nur um eines. Geld! Und die welche viel davon verdienen werden als Stark bezeichnet. Die anderen als eher Schwach. Das ist Blödsinn. Solche Diskussionen sprengen meinen Geistlichen Rahmen.Und weigere mich ein solches Menschebild anzunehmen. Eine Mutter von vier Kindern die das Leben einfach geregelt bekommt obwohl der Kerl abgehauen ist, ist Mega Stark. Die Unternehmerin oder CEO einer großen Firma, welche durch eine gute Ausbildung und Fleiß ein Multiunternehmen leitet und gelernt hat, wie man Stärke ( Mental) ausdrückt ist unter Umständen Schwach wie Pudding. Also das ganze gerede von Stärke ist für mich Null aussagekräftig und damit belanglos.
m46
 
  • #84
Was ist »stark«, was ist »unabhängig«? Das wurde hier überhaupt nicht näher betrachtet. Wenn jemand selbstbeherrscht und innerlich bescheiden ist und geduldig die Fehler anderer erträgt und dabei in sich ruht – oder wenn er meint, auf den Putz hauen zu müssen oder bei jeder Gelegenheit Angriffslust zeigen zu müssen? Wenn er introvertiert und nachdenklich – oder wenn er extravertiert ist? Wenn er/sie still zuhause liest oder lieber aufs Motorrad steigt und auf eigene Faust durch die Welt reist? Ich finde diesen Klischeebegriff »starke Frau« (erst recht »Powerfrau«!) schon sehr problematisch. Weil es eine von unterschwelligem Stolz flankierte Selbstzuschreibung ist, die meistens aus bestimmten Klischeebildern genährt ist – und andere Eigenschaften als »schwach« ausweist.

Warum muss eine Frau überhaupt betonen, dass sie »stark« ist, wenn sie meint, es zu sein? Das ist mir völlig schleierhaft. Wenn ich großzügig Armen helfen würde oder andere positive Charakterzüge hätte, dann würde ich dies nicht eigens betonen – wenn ich es doch betone, dann steht wohl mehr die Eitelkeit und Selbstprofilierung als die wirkliche positive Charaktereigenschaft im Vordergrund.
Und: Warum definieren sich Menschen – egal ob Mann oder Frau – nicht in gleicher Weise über die Fähigkeit des Zuhörenkönnens, der Milde, des Bemühens um Liebe und der Einfühlsamkeit? Stärke und die eben genannten Eigenschaften lassen sich hervorragend miteinander verbinden bzw. bedingen einander gegenseitig – und die wirklich starken sind solche Menschen, die dies nach außen nicht eigens signalisieren müssen.

Und damit auch meine Antwort als Mann an die Fragestellerin:
Kein Mann mit normalem durchschnittlichen (!) Selbstbewusstsein wird vor deiner Stärke und deiner Unabhängigkeit, solange sie auf den Partner Rücksicht nimmt und nicht in Egomanie abdriftet, »Angst« haben, wenn du ebenso »stark« bist in den anderen, von mir genannten Charaktereingeschaften wie Liebe, Milde, Geduld, Hingabe – und Stärke nicht lediglich über den Archetypus des männerschlachtenden Mannweibes (Jean d'Arc als Nickname ist treffend!) definierst.
 
  • #85
die Aussage in mehr als jedem zweiten Profil zu lesen, dass die Person, die der Mann einmal gerne treffen würde, Penny aus "The Big Bang Theorie" ist.
Wundert mich nicht. Sie ist "ungefährlich" (zumindest anfangs war sie eine erfolglose Kellnerin, sie ist zwar sehr clever, aber beackert keine Bildungsgebiete, und sie ist nicht zickig. Und natürlich sieht sie attraktiv aus, hat eine gute Figur und zeigt alle Wesenszüge, die Frauen zugeschrieben werden, also Empathie usw. Ich schreibs mal wieder mit der Konkurrenz - da ist nichts, mit dem sie mit Männern konkurriert oder konkurrieren will. In einer späteren Staffel ist sie ja Pharmavertreterin und verdient ein Vielfaches ihres Freundes/Mannes Leonard, da kommen schon mal diese "kastrierenden" Spitzen von ihr. Ich glaube, wenn sie so eingeführt worden wäre, gut verdienend, erfolgreich, mit den schnippischen Bemerkungen, hätte sie weniger Anhänger.
Ich frage mich, was Frauen an Filmfiguren hinschreiben, wen sie mal treffen wollen. Ich denke nicht, dass die Antwort so viel besser ausfällt.

Wenn eine Frau alles kann und weiß (überspitzt gesagt), hübsch und attraktiv, super erfolgreich, angesehen ist und viel verdient (z.B. 1Mio im Jahr), dann kann kein "Normalo" da mithalten.
Angenommen die Frau verliebt sich in so einen Durchschnittsmann, würde die Beziehung halten?
Ich denke nicht! Denn der Mann würde sich vermutlich neben ihr klein fühlen, wenn er kein "Hausmann" sein möchte.
Ich denke aber nicht, dass das ein Mann so sehen muss. Es kommt drauf an, was man in einer Beziehung zum Thema macht, und da bin ich wieder bei der Definition des Selbstwertes. Wenn man allein sich und seine Liebe einbringt in die Beziehung und auch nur das vom anderen Menschen wichtig findet bei der Liebe, dann muss ja keiner sich schlecht fühlen, weil er nicht mithalten kann bei sowas wie Gehalt, Ansehen, Erfolg. Nimm all diese Eigenschaften - machen die einen Menschen liebenswert (also nicht im Sinne von "liebe den, der dir am meisten nutzt")?
Wenn einer für zwei verdient und sich nicht als Chef aufspielt und wenn der andere ihm das nicht neidet und denkt, er müsste mithalten, wo sollte das Problem sein? Ich seh auch nicht, das Menschen mit einem Stundenlohn von 1000 Euro das wirklich LEISTEN und die, die mit 10 Euro in den Sozialberufen rumkrepeln, deswegen weniger leisten. Also ist das Gehalt doch nur eine Aussage, ob man einen Beruf gewählt hat, wo viel Geld fließt, über den Nutzen der Tätigkeit ist noch nichts gesagt. Nur mal nebenbei noch gesagt.
 
  • #86
Was ist »stark«, was ist »unabhängig«? Das wurde hier überhaupt nicht näher betrachtet.
Stark ist für mich eine Frau, die nicht alle 10 Minuten angelaufen kommt, weil sie etwas nicht kann. Und damit meine ich nicht die Beschränkungen durch Kraft oder Körpergröße, sondern ihr Umgang mit ganz normalen Alltagsproblemen. Die der Mann dann ja auch irgendwie lösen muß. Und in der Regel auch lösen kann.
 
  • #87
Stark ist für mich eine Frau, die nicht alle 10 Minuten angelaufen kommt, weil sie etwas nicht kann. Und damit meine ich nicht die Beschränkungen durch Kraft oder Körpergröße, sondern ihr Umgang mit ganz normalen Alltagsproblemen. Die der Mann dann ja auch irgendwie lösen muß. Und in der Regel auch lösen kann.

Das sind für mich wiederum durchschnittliche Leistungen. Denn dann müssten ja auch alle Männer hier erwähnen, wie stark sie sind. Stark ist jemand, der schwere Schläge und Entbehrungen mit viel Kraft und Nervenstärke überwunden hat, oder sich bspw. aus dem Nichts etwas nennenswertes aufgebaut hat. Damit kann kaum eine Frau punkten - daher empfinde ich dieses "starke Frau"-Gerede mittlerweile als reine Worthülse. Überspitzt gesagt: sich morgens alleine die Schuhe zu binden definiert keine starke Frau. Das Problem ist aber das komplett verzerrte Selbstbild von Durchschnittsfrauen durch diese permanente Selbstmanipulation. Wenn sie außerhalb ihrer Liga daten, gibt es häufig Körbe. Nichts weil sie so unglaublich toll sind.
 
  • #88
Stark ist jemand, der schwere Schläge und Entbehrungen mit viel Kraft und Nervenstärke überwunden hat, oder sich bspw. aus dem Nichts etwas nennenswertes aufgebaut hat. Damit kann kaum eine Frau punkten
Ich seh eigentlich die ganzen alleinerziehenden Mütter, bei denen sich die entsprechenden Väter nicht um die Kinder kümmern und vielleicht nicht mal zahlen, so, wie Du hier definiert hast. Aber die bezeichnen sich nicht als "stark".
Und schwere Schläge und Entbehrungen müssen ja wohl Frauen auch überwinden, da gibt es doch keine Sortierung nach Geschlechtern vom Schicksal.
 
  • #89
Mehrere meiner Bekannten und auch enge Freunde sagen mir immer wieder dasselbe: "Du bist zu stark und unabhängig und das macht Männern Angst. So wirst du nie einen Partner finden." Ich selbst kann die Wahrheit in dieser Aussage zwar verstehen und nehme sie auch hin, jedoch fällt es mir schwer, das in vollem Maße zu akzeptieren, da ich nicht ganz verstehe, wo das Problem ist.
Das Problem ist sicher nicht, dass du unabhängig bist und eigenes Einkommen, Wohnung, Haus oder etc. hast. Andere Frauen mit ähnlichen Attributen sind ebenfalls unabhängig und haben trotzdem einen Partner und werden geliebt. Hast du schon darüber nachgedacht, dass es an deiner Persönlichkeit liegen könnte?
Meine Erfahrung ist, das viele Männer sehr wohl eine Frau zu schätzen wissen, die klug und unabhängig ist, die sich aber ihre Weiblichkeit bewahrt hat und sich dessen in jeder Situation bewusst ist.
 
  • #90
Mein persönlicher Eindruck ist: ja, es gibt Männer, die Probleme mit weiblicher Unabhängigkeit haben. Ich habe in anderen Foren schon Beiträge gelesen, die man nur so interpretieren konnte, dass sich der Verfasser die "guten alten Zeiten" zurückwünscht. Solche Postings kamen i.d.R. von Männern, die bei Frauen wenig Erfolg hatten und sagten sinngemäß etwa Folgendes aus:

"Früher hätte ich als solider Mann mit ordentlichem Einkommen als gute Partie gegolten; es hätte sich problemlos ein Vater gefunden, der mir seine Tochter zur Frau gibt. Aber heute muss man die Frau selbst überzeugen. Und Ernährerqualitäten zählen nicht mehr, weil die alles allein können. Heute wollen Frauen "Gefühle"; da hat ein bodenständiger Typ wie ich keine Chance mehr."


D.h., solche Männer haben ein niedriges Selbstwertgefühl. Sie halten ihren Körper und ihr Wesen nicht für so attraktiv, dass sie allein damit eine Frau begeistern könnten. Das einzige, was sie glauben einer Frau bieten zu können, sind finanzielle und alltagspraktische Unterstützung. Durch die Emanzipation fühlen sie sich ihrer einzigen Möglichkeit, bei einer Frau zu punkten, beraubt.

Wie gesagt, solche Beiträge kamen meist von männlichen Langzeitsingles, z.T. sogar männlichen Jungfrauen fortgeschrittenen Alters. Aber ich denke, viele Männer, auch die nicht ganz so erfolglosen, ticken ein Stück weit so. Sind von sich als Person nicht wirklich überzeugt und fühlen sich sicherer mit einer Frau, die sie "braucht" im finanziellen/alltagspraktischen Sinne.

Manchen Männern sind vielleicht Gefühle generell suspekt, weil nicht logisch erklärbar und unberechenbar. Deshalb fühlen sie sich wohler mit Beziehungen, die mehr Tauschhandels-Charakter haben - ich ernähre und beschütze dich und bekomme im Gegenzug Sex und ein gemütliches Nest. Sie fühlen sich sicherer, wenn sie einfach aufrechnen und sich eine Machtposition innerhalb der Beziehung "erarbeiten" können; statt sich in die unwägbaren Fahrwasser der Emotionen begeben zu müssen.

Dann gibt es natürlich Männer, die sexuell auf Unterwürfigkeit anspringen. Und ich persönlich glaube nicht, dass sich sexuelle Vorlieben völlig vom Alltagsleben trennen lassen. Sexuell dominante Männer haben sicher i.d.R. kein Problem damit, wenn eine Frau ihr eigenes Geld verdient o.ä. Aber ich denke, sie muss doch etwas an sich haben, was schon beim Kennenlernen die Bereitschaft zu sexueller Unterwerfung/Hingabe erkennen lässt. Und angeblich hat ein Großteil der Männer sexuell gemäßigt dominante Tendenzen (damit muss keineswegs SM gemeint sein).

Was würde ich dir nun raten? Sicher nicht, dich zu verbiegen. Im Gegenteil. Warum machst du dir nicht deine Eigenständigkeit zunutze und gehst aktiv auf Männer zu? Nicht zu forsch natürlich; mit der Tür ins Haus zu fallen, ist nie gut. Aber warte nicht darauf, dass einer den Anfang macht. Von irgendwelchen Männern angesprochen zu werden, bringt dir doch eh nichts außer ein bisschen Ego-Push.